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Honey1510

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1

Sonntag, 23. Juni 2013, 11:47

Mit mehreren Hunden spazieren gehen

Ich habe heute gerade eine Situation beobachtet,wo ich dachte,dass ich gerne einmal eure Meinung dazu hören möchte.

Eine Frau war mit zwei Podencos, einem mittelgrossen Mix und einem Windhund unterwegs. Alle frei ohne Leine. Plötzlich nahm der eine Podenco die Fährte auf und verfolgte einen Hasen.Es ging klar um Leben und Tod. Der zweite hinter her und der dritte auch noch. Die Frau stand da und sagte zu mir-oh ich wusste nicht dass es hier Hasen gibt! Nein es gibt keine Hasen am Waldrand neben einer halb gemähten Wiese... :wall:
nun denn, zwei der Hunde kamen als sie die Fährte verloren hatten,der erste hund kam erst nach 15 min. wieder.

nun habe ich mich folgendes gefragt:wie macht ihr Mehrhundehalter das? Habt ihr eure Hunde auch alle frei,oder teilweise angeleint?
geht ihr separat oder mit allen euren Hunden gleichzeitig spazieren? wären zwei nicht mehr wie genug-weil zwei Hände?
habt ihr auch schon so Situationen erlebt? ich bin nicht gegen Mehrhundehaltung,aber ich habe mühe wenn gejagt wird und dies durch das rudelverhalten natürlich enorm verstärkt wird. wie ist eure Meinung dazu?

inhii

Alphadoggie

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2

Sonntag, 23. Juni 2013, 12:18

Also generell lasse ich meine dort los wo ich ,,denke,, es geht aber logisch... ich habe nie die 100%ige Sicherheit im Freilauf. Und ich habe 2 Jägerlis, was alles noch erschwert. Diuni zwar viel weniger und nur auf Sicht (kommt aber sofort wieder wenn das Tierchen weg ist) aber Pyri schnuffelt teils auch spuren oder hebt die Nase im Wald, also sie ist heftiger und lässt sich schneller verführen von Wildgeruch :rolleyes: .

Wenn ich nun Spaziere, schätze ich gut ab wo ich welche und wie viele Hunde losmachen kann. Oft sind beide an der Flexi. An gewissen Stellen kann ich Diuni loslassen wo ich mich aber nicht traue auch Pyri loszulassen. Da Pyri mehr jagt und sie Diuni so halt auf die Sachen förmlich aufmerksam macht. Beide lasse ich nur auf übersichtlichem Gelände los oder wenn sonst etwas mir Sicherheit gibt, Beispiel Ein Tobel wo ich weiss sie kommen die Felsen nicht hoch, oder wirklich Tiefschnee wo sie stecken bleiben würden nach 100m ;) oder immerhin auf einer Seite ein Zaun an einer Autobahn entlang oder das können auch eine Gruppen Hunde sein wo sie ablenken. Einfach so was in der Art.

Es ist aber leider so im Rudel (und dann wenn möglich noch Jägerlis), dass wenn einer rennt, der andere einfach mal nachrennt und erst während dem Rennen wirklich kapiert um was es überhaupt geht. Das ist halt bei einem Rudel so... Ausser man hat 2 Hunde wo wirklich nichts jagen und eher gemütlich sind. Aber sobald einer auslöst, zieht es sehr oft die anderen Hundis einfach nach. Und ja ich habe auch schon erlebt, dass Pyri ausgelöst hat und Diuni einfach auch startete, Diuni kehrte aber auf rufen wieder und Pyri erst nach 200m, was sie auch immer glaubt gesehen zu haben... Also entweder jagen Hund und dann tun sie es Einzeln sowie auch zusammen oder sie jagen nicht. Würde Diuni gar nicht jagen, würde sie Pyri auch nicht nachrennen und auch nicht mit auslösen. Ganz einfach...

Aber wiederum muss man auch sagen, dass auch nur 1 Hund jagen kann und ausbüchst. :noidea: Und, ist es da weniger schlimm? Wohl kaum.

Ich gehe praktisch nie einzeln Gassi, immer mit Beiden gleichzeitig. Ich habe ja 2 Hunde damit ich 2 habe und nicht um 2x 1 Hund zu haben. ;)

Rudel hat halt nicht nur die schönen Seiten sondern auch die Schwierigen ;) Man sollte ein Rudel einfach so händeln, dass möglichst nichts passiert.

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Admindoggie

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3

Sonntag, 23. Juni 2013, 13:12

Für mich ist ganz klar: Je mehr Hunde, umso mehr Risiko und umso mehr Um- und Voraussicht und Aufmerksamkeit ist gefragt.

Ich führe ja täglich zwei Hunde auf dem Spaziergang und kann ganz klar sagen, dass sie sich zu zweit anders verhalten als wenn ich nur mit einem Hund alleine unterwegs bin. Gerade im Wald/am Waldrand gucken sie viel, viel mehr aufeinander, vorallem, wenn die Eine was in der Nase hat, dann ist die Andere sofort zur Stelle.
Sind sie zu zweit und ich rufe sie zu mir, guckt vorallem Shirin auch eher mal erst noch zu Yanchi, ob die gleich kommt oder eben nicht sofort und passt sich ihr dann an und kommt dann auch gleich oder eben auch nicht sofort. Wo sie alleine eher immer sehr schnell kommt.
Und hat Yanchi im Wald plötzlich den frischen Duft eines Fuchses in der Nase und will ins Dickicht (angeleint natürlich), dann will Shirin sofort hinterherhechten und umgekehrt und hätte ich sie dann nicht angeleint, ginge es ruckzuck und sie stacheln sich gegenseitig an und ob ich dann noch abrufen kann (was bei jeder einzeln eher klappt), will ich bezweifeln.

Darum dürfen beide nur in übersichtlichem, augenscheinlich problemlosem Gelände zusammen frei laufen. Ansonsten ist die Eine angeleint und ich wechsle ab, oder eben, im Zweifelsfall lieber beide angeleint.

Ebenso mache ich es, wenn ich mal einen Hund in den Ferien habe, den ich sehr gut kenne und oft hüte, z.B. die Hündin meiner Schwester oder Lotus, der Border Terrier, der manchmal zu mir in die Ferien kommt und den ich schon lange kenne.
Im Wald alle angeleint, wenn es übersichtlich ist, ich mir aber nicht ganz sicher bin einzeln oder zu zweit frei und wenn das Gelände stimmt, alle zusammen frei.

Dazu gehört dann aber auch, vorausschauend unterwegs zu sein. Denn nicht nur beim Jagen von Wild verhält sich ein Rudel anders als ein Hund alleine (selbst Lotus, der sich alleine wirklich nicht für Wild interessiert, auch im Wald nicht, würde einfach mal mitpreschen, nur weil es die anderen machen), sondern auch in anderen Situationen. Hundebegegnungen, Spaziergänger...für mich heisst das, umso früher reagieren und z.B. abrufen und anleinen. Denn auch da kann es sein, dass der eine Hund mal losrennt und die anderen hinterher, obwohl ihnen das alleine nicht in den Sinn kommen würde.

Fazit: Ich finde, man kann gut mit mehr als einem Hund unterwegs sein (mehr als drei wären mir persönlich aber zu stressig in unserer Gegend, wo es so eng ist und man dauernd irgendwas oder irgendwem begegnet), sofern man die Hunde gut kennt und sich seiner Verantwortung bewusst ist und auch danach handelt.

Schlussendlich sind es aber Tiere, und selbst bei einem Hund alleine kann ich einfach nie zu 100% garantieren, dass immer alles funktioniert, was normalerweise kein Problem ist. Ein Ausrutscher kann immer passieren, weil es einfach keine Maschinen sind.

Mir grad letztens passiert: Ich bin auf dem Spaziergang, kommt mir eine Frau mit freilaufendem Lagotto entgegen. Ich leine an, die Frau auch, ich hocke mich am Wegrand zu meinen Hundis runter, gucke, das Shirin sich einigermassen benimmt, die Frau geht an uns vorbei, alles so weit ok, ich warte, bis die zwei einen ziemlichen Abstand zu uns haben, lobe Shirin fürs Anständigsein, stehe auf, lasse sie los, schicke sie in unsere Gehrichtung.
NORMALERWEISE rennt sie dann mit mir mit in die Richtung, in der wir unterwegs sind. IMMER. Aber nein, dieses Mal macht sie auf dem Absatz kehrt und saust bellend dem Lagotto hinterher, der schon ziemlich weit weg ist. Bei ihm angekommen, huscht sie um ihn rum, knurrt, zieht die Lefzen (hat aber eigentlich Schiss).

Oh Gott, das war so peinlich. ICH weiss, dass sie nicht auf ihn losgehen und ihn gar beissen würde, aber die andere Halterin ja nicht. Das muss ja aussehen!
Also bin ich natürlich sofort hin und habe Shirin abgerufen, welche auch sofort kam. Danach war die Luft draussen, sie hat sich sofort beruhigt.
Ich habe mich tausend Mal entschuldigt und versucht zu erklären, was grad passiert ist und versichert, dass Shirin nicht darauf aus ist, andere Hunde zu zerfleischen, sondern eigentlich grosse Angst hat und bla bla...und die andere Frau hat so lieb reagiert, gesagt, es sei völlig ok, ihr Hund mache manchmal auch Sachen, von denen sie gedacht hätte, das würde er nie tun und ich solle mir keine Gedanken machen und einen schönen Tag noch und so...

Das war so typisch...Hund macht plötzlich was, das er noch nie gemacht hat.

Und das kann halt theoretisch immer passieren. Wichtig ist, dass man spätestens danach dann halt entsprechende Konsequenzen zieht. Ich weiss nun, dass das passieren kann und in Zukunft wird a) der Abstand grösser sein und b) werde ich darauf gefasst sein und Shirin NOCH besser beobachten, bzw. genau sowas gezielt üben, eben das NICHT-Hinterhersausen.

Aber ja, man sieht oft genug haarsträubende Dinge, wo man sich echt fragt, was alles passieren muss, bis gecheckt wird, dass es so nicht geht...Hundehalter, die ihr Hunderudel wieder und wieder frei laufen lassen und wieder und wieder in diversen Situationen nicht abrufen können und kaum unter Kontrolle haben...und das finde ich überhaupt nicht toll. :|
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

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4

Sonntag, 23. Juni 2013, 20:02

Ich hatte ja bis Jan. 4 Hunde und ging Selten Getrennt. Wenn dann nach Alter weil die Oldies Logischerweise keine 2 Std. Ausdauer mehr haben.
Jetzt sind sie zu 3 und da auch ich "Jäger" habe ist Speziell Merlin an der Schlepp, Bonyta meistens Frei. da sie eher Kehrt macht wenn ich Rufe oder gar Pfeife.
Tina ist entweder an der Schlepp oder Flexi, da sie Alterstaub ist und oft Selbstvergessen am Schnüffeln ist.
Ist mir allerdings auch schon Passiert das mir Merlin Trotz Schlepp Davonraste, Bonyta Hinterher. Was die Beiden Gesehen haben weiss ich nicht, habe keinen Grund gesehen. Beim Zurückkommen wird er Stillschweigend an die Leine genommen oder an den Jogginggurt "Gehängt"
Im Kt. BE darf man eh nur noch Max. 3 Hunde Gleichteitig Ausführen, ausser man macht einen Speziellen Kurs.

Da Merlin eh ein Kontrollfreak ist kommt er Deutlich schneller an die Leine als Bonyta. Wenn ich sie aber mehrmals Ermahnen muss bei mir zu Bleiben Klickt es auch bei ihr.

Bolotta

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5

Sonntag, 23. Juni 2013, 20:53

Ist wohl schon sehr speziell. Ich pesönlich habe halt grosse Angst vor den Jägern. Glücklichwerweise ist unsere Taiga sehr gehorchsam. Ich behalte sie immer im Auge (am Waldrand). Will sie mal weg, so rufe ich sie gleich zurück. Würde sie einen Hasen direkt sehen oder eine ganz frische Spur aufnehmen, könnte es schon sein, wenn ich sie zu spät abrufe, dass sie hinterher geht. Doch 1. ist sie jetzt sowieso sehr langsam und 2. kommt sie gleich wieder. Dasselbe mit Katzen. Sie ist leider eine Katzenjägerin. Sie verscheucht die Katzen nur. Garantieren, dass sie NIE ein Tier reissen würde kann ich nicht ganz 100%, kann es ja nicht ausprobieren.
Wir werden bald auch 2 Hunde haben. Der eine ist dann noch ein Welpe. Hoffe sehr, dass er, wie die Mutter auch, keinen Jagdinstinkt hat.

Was mich dafür jeweils irritiert, wenn ich Hundehalter mit mehreren Hunden begegne, wovon 1 angeleint, der andere nicht ist. Soll ich meinen Hund anleinen oder freilassen?

Vor ein paar Wochen kam eine Frau mit 2 Schäferhunden laufen. Den einen an der Leine, der andere frei. Der freie kommt zu meiner hin. sie beschnuppern sich und nähern sich beide dem angeleinten Hund. Dieser beginnt aufeinmal zu fletschen und knurren. Die Frau hat grosse Mühe, ihn zu halten. Ich rufe unsere ab, sie kommt. Sie berichtet, der andere Hund sei halt sehr eifersüchtig. Seither leine ich unsere Taiga fast immer an, wenn min. 1 Hund an der Leine ist.

Denn es gibt ja die "Regel", wenn EIN Hund an der Leine ist, nehme ich meinen auch an die Leine - aber wenn einer frei und einer angeleint ist, welche "Regel" gilt dann?

Halouken

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6

Sonntag, 23. Juni 2013, 21:03

Generell lasse ich meine Hunde nur im Wald frei. Ansonsten habe ich sie an der normalen Leine in einer Hand und das klappt sehr gut. Wenn sie frei sind versuche ich alles so gut wie möglich im Überblick zu haben. Kommt ein Jogger, Biker oder andere Wanderer rufe ich sie sofort zu mir und lasse sie warten.

Manchmal ist einer meiner Hunde sehr übermutig und man könnte meinen er hätte keine Ohren mehr, kommt er an die Schleppleine zur Sicherheit.

Der andere ist 99% abrufbar und ist sowieso ein "Mami-titti" :-) und wenn er mal ein bisschen einen auf Teenie macht kommt er für einen kurzen Moment an die kurze Leine oder Fuss damit er sich wieder auf mich konzentriert. Er merkt dann ziemlich schnell: ohh wenn ich auf Frauchen höre darf ich wieder Herumrennen und sonst muss ich bei ihr bleiben und dass ist mir zu öde.

Honey1510

unregistriert

7

Sonntag, 23. Juni 2013, 21:04

ja,dass ist auch so eine Sache. manchmal kommen Leute mit einem angeleinten hund entgegen und ich nehme meine zu mir.wenn wir uns kreuzen lassen sie den hund aber dann trotzdem zu meinem hund zum schnüffeln. so doof.Honey hat keine Probleme an der leine,aber ich will beim kreuzen dann auch nicht,dass die Hunde aneinander schnuffeln.irgendeinen Grund gibt es ja,dass die Leute ihre Hunde an der leine haben.

testudo

unregistriert

8

Sonntag, 23. Juni 2013, 21:10

Also ich habe auch öfters einen Hund an der Leine (Flexi) un der andere frei. Und zwar aus dem Grund, dass Odin ein passionierter Jäger ist und auch ALLES sieht und auch jagen würde. Wenn wir HH begegnen, die uns nicht kennen, und fragen oder ich sehe, dass sie sich nicht sicher sind, sage ich sie müssen nicht anleinen. Wenn ich mir beim anderen Hund aber nicht so sicher bin, wie der reagiert, ruf ich Sincalir ab und nehme ihn an die Leine und Odin kurz, so dass es klar ist, dass der andere HH anleinen soll ;)

TalkingAnimals

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9

Montag, 24. Juni 2013, 12:34

Wieder mal ein tolles Paradebeispiel, diese Dame :wall: wegen solcher Dumpfbacken haben wir 1000 Gesetze! Und sowas in der Brut- und Setzzeit.... und mit freilaufenden Jagdhunden. Ich könnte ---> :uebel:

Wenn ich mit meinen Beiden unterwegs bin, mache ich es so: in übersichtlichem Gelände dürfen sie frei laufen, müssen jedoch in meiner Nähe bleiben. Im Wald ist Speedy an der Leine, Chery dackelt ohne Leine hinter mir her (sie läuft frei besser als angeleint). Wenn fremde Hunde, Reiter, Jogger, Biker, Spaziergänger kommen werden beide Hunde angeleint. In Wohnquartieren und bei Strassenverkehr sind beide Hunde ebenfalls angeleint.

Falls mir ein Hundehalter entgegen kommt, den ich kenne und mit dessen Hund alles OK ist, dann lasse ich sie auch mal gemeinsam mit anderen Hunden rennen und schnüffeln. Natürlich auf vorherige Absprache mit dem anderen HH.