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Montag, 8. Juli 2013, 16:51

Zweithund

Hallo zusammen.
also in letzter Zeit hab ich mich gefragt ob irgendwann mal ein Zweithund dazukommen könnte. Natürlich jetzt noch nicht zuerst natürlich LIO :0herzsm0: .
Mann muss ihn ja noch richtig erziehen einige Macken hat er noch :smile: .
Denkt nicht das LIO mir jetzt nicht genug ist ich liebe ihn nämlich über alles :love: . Wer hat auch schon drüber nach gedacht oder hat es noch vor?
Habt ihr einen Zweithund? kennt ihr jemanden mit einem Zweithund? Was habt ihr mit einem Zweithund für Erfahrungen gemacht? Und wenn ihr einen Zweithund habt warum habt ihr einen was sind Vor- und Nachteile?

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Montag, 8. Juli 2013, 19:36

Oh ja, ich wünsche mir sehr einen Zweithund, aber leider dürfen wir nur einen Hund pro Haus (Reihenhaus in Miete) halten :cry: Und wir wohnen hier in einer Wohngenossenschaft, d.h. die Miete ist super günstig, wir haben darum auch viel ins Haus investiert (Geld und Arbeit, wohnen seit 33 Jahren hier), die Wohnlage ist ideal, die Nachbarschaft toll usw. Kurzum, der einzige Nachteil eben die Einschränkung der Einhundehaltung... Diese umgehe ich aber, indem ich als Dogsitter fungiere :d Das kann mir niemand verbieten :biggrin: Mehr als einen Hund hüte ich (meist) nicht. Klar, es ist nicht dasselbe!!! Ich kann mir weder die Rasse aussuchen noch den Hund so erziehen, wie ich es gerne hätte... Aber Lady hat - zumindest zeitweise - einen Hundekumpel und ich so halbwegs einen Ersatzzweithund...

Demnächst wird Moira, eine 3jährige Schapendoes Hündin immer wieder zu uns kommen. Lady und sie verstehen sich prima, wir haben bereits Schnupperspaziergänge gemacht und Moira war auch schon zu Besuch bei uns. Moira hatte ganz viel Pech und war verletzt als Welpe und Junghündin als es ans Sozialisieren ging und musste damals immer an der Leine laufen. Darum hat sie mit Hundekontakten deutliche Defizite und ist ängstlich, was sich bei ihr so auswirkt, dass sie nach vorne prescht und bellt resp. das würde sie tun (wird aber nicht gelassen). Ihre Halterin trainiert mit ihr konsequent und und Moira hat schon grosse Fortschritte gemacht, aber nun soll ich auch noch unterstützend bei dieser Arbeit mithelfen. Was ich gerne tue!

Ich betreue seit 3 Jahren immer wieder Tageshunde, wobei ich auch Hunde in den Ferien habe, also wochenweise Tag und Nacht. Meine Erfahrungen sind im grossen Ganzen positiv, weil Lady zuverlässig hört und wenn ich das 2. Mal rufe und der Gasthund nicht kommt, den Hund zu mir treibt :spass: (Ja, Lady ist ein Hütehund im doppelten Sinn, sie hütet auch die von mir gehüteten Hunde :spass2: ). Das macht es für mich natürlich einfach. Die anderen Hunde orientieren sich meist an Lady und da sie nie weit von mir wegläuft, wie gesagt wir ein eingespieltes Team sind und sie auf Handzeichen sofort reagiert, klappt das auch mit einem zweiten Hund problemlos. Was ich nie tun würde ist mir einen Zweithund zulegen, wenn der erste noch nicht top zuverlässig hört! Denn der zweite guckt auf den ersten und der hört nicht und dann hat man das doppelte Problem 8|

Psovaya Borzaya

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3

Montag, 8. Juli 2013, 21:42

ich halte drei hunde und find es super. windhunde sind absolute rudeltiere, die chance, dass meine ältere hündin keinen bock auf einen zweithund gehabt hätte, waren somit so gut wie nicht vorhanden. da sie whippets besonders liebte und liebt, war klar, dass so einer einziehen sollte. dass dann im gleichen atemzug noch ihre cousine dawn als zweiter barsoi einzog war zwar nicht geplant im voraus, aber dann umso mehr gewollt. bereut hab ich es nie. nastassja war erst 15 monate alt, als die beiden welpen einzogen. aber sie hatte keine baustellen, einen sehr guten gehorsam und ich habe meinen 80% job (bei dem sie mitkommen konnte) aufgegeben für die beiden welpen. wir hatten damals ein einfamilienhaus zur miete und keine einschränkung in der tierhaltung. inzwischen haben wir selber ein einfamilienhaus gebaut und sind diesbezüglich sowieso völlig frei.

inzwischen arbeite ich wieder 20% im nachtdienst, was für die hunde auch kein problem darstellt. ich habe also sehr viel zeit und dies finde ich die voraussetzung für einen zweithund. meine rassen sind sehr ruhig, die werden eigentlich nur draussen aktiv, sonst merkt man kaum was von denen. ich müsste keine 3 hyperige hunde zuhause haben, die sich gegenseitig hochpushen.
der vorteil am rudel ist sicher, dass sie sich auch mal selber genügen. vorher musste ich dauernd geeignete renngefährten für nastassja suchen. das heisst aber nicht, dass sie andere hunde gar nicht mehr brauchen. dies trifft nur für meine whippette zu, die an andern null interessiert ist, solange "ihre" barsois dabei sind. ein weiterer vorteil ist die tatsache, dass hündisches verhalten, kommunikation etc. im rudel voll zur geltung kommen und das zu beobachten macht viel spass.

der nachteil bei einigen ist halt das rudelverhalten, das meine aber nicht zeigen (zb. sich gegen andere hunde zusammentun, mobben, andere jagen...). ein nachteil kann auch sein, dass unarten des älteren hunden abgeguckt werden. meine hatte eigentlich keine unarten und dass sie heute nicht mehr zurecht kommt mit aufdringlichen hunden, hat zum glück nicht auf die andern abgefärbt. die ältere wiederum jagte als einzelhund gar nicht, jetzt reagiert sie schon auf das jagdverhalten von dawn, jedoch in sehr geringem, absolut unproblematischen mass, aber es hätte wohl auch anders kommen können. ein weiterer nachteil in meinem fall ist die tatsache, dass ich eben wegen dawns jagdtrieb immer das auto nehmen muss und nie von hier aus laufen gehen kann, was mit dem einzelhund nastassja kein thema war. man kann mit einem rudel auch nicht mehr so leicht überall hin wie mit einem einzelhund.

für mich überwiegen aber die vorteile eines rudels bei weitem. allerdings würd ich nicht jede rasse im rudel halten wollen. je intensiver ich mit einem hund arbeiten muss, desto weniger würd ich ihn im rudel halten.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

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Dienstag, 9. Juli 2013, 10:57

lio

Ich hab auch schon über Rassen nachgedacht. Es wird bestimmt etwas grösseres werden. Welche Rasse davon abgesehen ob der Hund selber passt würde zu LIO passen doch eher kleiner? Rüde oder Hündin? Ist es schlimm wenn der grössenunterschied bis zu 30 cm beträgt?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »LIO« (9. Juli 2013, 11:23)


Psovaya Borzaya

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5

Dienstag, 9. Juli 2013, 11:58

meine barsois sind 77 und 76 cm gross und wiegen gut 30 kg, jendayi wiegt 10.5 kg und ist 47 cm gross, trotzdem passt es hervorragend, denn whippets sind zäh und barsois nicht körperlich. zu den barsois könnte ich auch einen dackel oder chi nehmen (rein von der grösse her, natürlich wär es ev. beim auslauf etwas problematisch, grad dackel sollten ja keine soooo langen spaziergänge machen). hingegen ginge hier ein körperlicher hund wie retriever, boxer, mali... eher nicht, meine grossen mögen das gar nicht. dafür ist meine grose vernarrt in hütehunde, gerade borders die nicht so bellen und nicht wirklich körperlich sind, dafür renner mag sie besonders. dem whippet könnte ich alles vorsetzen, der ist das vollkommen wurscht. ich finde, es kommt auf den einzelnen hund an. generell würd ich aber sehr körperliche rassen nicht zu sanften, feingliedrigen nehmen und ausdauerläufer wie zb. laufhunde, huskies etc. nicht zu sprintern oder eher bequemen hunden.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

smu7

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6

Dienstag, 9. Juli 2013, 12:59

ich sehe dass gleich wie Posvaya Borzaya es kommt total auf den Hund an.
Wir haben 3 und alle in unterschiedlicher gewichtsklasse. der hovi mix mit fast 40 kilo ist eher körperlich und lautstark beim spielen. der aussi mix ist ja eigentlich auch nicht wirklich zimperlich und rüpelt mal mit dem mehr als 15 kilo schwereren bruder rum. der terrier ist zwar eher zimperlich wenns körperlich wird, kann aber im tempo und ausdauer locker mit den 2 grossen mithalten.
immer einfach mit 3 so unterschiedlichen hunden ist es aber auch nicht. zeigt sich einer unsicher wollen die andern beiden beschützen, oder gibts mal was intersantes zum hinterherrennen geht sogar der nichtjäger mit und lässt sich nicht mehr so problemlos abrufen.

hab gemerkt dass es im alltag viele schöne moment gibt mit mehreren hunden, aber auch gewisse situationen komplizierter sind.
hab ich seven als er noch alleine war einfach mit ins resti genommen ist das jetzt natürlich nicht mehr ganz so einfach.
wir sind aber zu 2t so lässt sich das mit den 3en ganz gut handeln, wär ich alleine hätte ich noch gewartet mit 2t hund. der hüti hat schon noch ein paar flausen und ich hab da noch mehr als genug zu tun als das mir langweilig werden würde. :kaug: ;)

Martina90

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7

Dienstag, 9. Juli 2013, 13:56

Ich habe auch seit kurzem 2 Hunde... vom Gewicht und Körperbau werden sie dann schlussendlich etwa gleich sein, aber das einfach weil ich mit so kleinen Hündelis nicht so viel anfangen kann. Sind zwar süss, aber eben.
Das kommt wirklich ganz auf die unterschiedlichen Hunde an. Wichtig ist, dass er Ersthund bereits einen guten Grundgehorsam hat und nicht all zu viele BAustellen. Die Neuen nehmen diese nur alll zu gern an ;)

Der Grund wieso ich einen 2. holte ist, dass ich Hundesport machen will. Mit Mira geht das nicht, weil sie etwas Probleme mit Menschen hat und auch sonst eher ängstlich ist... Auch neue Gegenstände etc. sind ihr nicht geheuer. Zudem ist es ganz toll mal erlebt zu haben wie so ein Welpi aufwächst und die Erziehung von anfang an selbst zu bestimmen. Hatte bisher immer ältere Hunde, Mira mit knapp jährig und Kira vorher mit 2 Jahren.
Liebe Grüsse

Martina

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Der Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde!
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Kira83

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8

Mittwoch, 10. Juli 2013, 06:16

Ich habe ja auch zwei Hunde.
Und wie bereits geschrieben wurde kommt es wirklich auf den ersten Hund an für was für ein Hund man sich zusätzlich entscheidet.
Bei mir währ jetzt ein kleiner Hund nie in Frage gekommen da mein Mali einen kleine Wildsau ist :rolleyes: und ich nicht riskiere will, dass sich ein anderer Hund ernsthaft verletzt. Deshalb mus ich auch auf spatziergängen immer etwas schauen wenn kleinere Hunde mit ihm spielen wollen... der rennt die manchmal (natürlich nicht absichtlich) einfach über den Haufen...
Für mich sind aber 2 Hunde supper, sie lasten sich auch auf Spatziergänge zusätzlich noch aus, was ich alleine meinem Mali nicht bieten könnte...
Von der Erzihung her hatte ich auch keine Probleme, der Mali wahr schon recht gut erzogen als unsere Border mix Hündin als Welpe zu uns kam. Der erste hat sehr bei der Erzihung geholfen und da auch er kein Jäger ist auch da keine Probleme.

Den einzigen Nachteil den ich für mich sehe ist, wenn man die Hunde mal jemandem geben will zum hüten. Ein Hund ist einfach einfacher zum Platzieren als zwei... sonst habe ich jetzt keine Probleme, beide dürfen mit wenn wir wohin gehen, auch in Restaurants und so... viele Leute merken dann auch bei zwei Hundis nicht das da einer ist... :hihi:
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Anne

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9

Mittwoch, 10. Juli 2013, 10:07

Ich könnte mir auch gut vorstellen, mal zwei Hunde zu halten, aber bei mir wird das wohl nicht mehr zu Mairin dazu sein. Sie wäre zwar vom Ausbildungsstand her jetzt.. ich nenns mal ironisch 'makellos' ;) und in einem sehr guten Alter dafür, aber: Ich hab mir klar gesagt, dass ein Zweithund bei mir erst einzieht, wenns zeitlich und finanziell ohne wirkliche Kompromisse drin liegt. Ich bin im Moment zwar absolut klar Mairins Frauchen, sie ist mein Hund und ich bin verantwortlich und alles, aber: Ich bin eben dich noch sehr von den Eltern abhängig, wohne teilweise noch daheim, muss den Hund doch noch ab und zu bei meiner Mama lassen können und bin vor allem finanziell überhaupt nicht gesichert ausser durch meine Eltern (Studentin halt..). Für mich ist es glasklar, dass ich in dieser Situation meinen Eltern nicht noch einen Zweithund aufhalse, fände das extrem egoistisch.

Eine ganz, ganz wichtige Überlegung beim Thema Zweithund finde ich übrigens den Ersthund, und zwar den Ausbildungsstand. Ich würde zu einem Hund keinen zweiten dazunehmen, bevor der der erste nicht sicher 2, noch besser 3 oder 4 Jahre alt ist. Ich hab einfach gesehen, wieviel in der Zeit noch passiert, wir fielen auch immer wieder in Erziehungslöcher, mussten teilweise intensiv an Dingen arbeiten (Jagd zB)..
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Psovaya Borzaya

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10

Mittwoch, 10. Juli 2013, 10:28

@anne: sehe ich anders: jagen ist für mich kein erziehungsproblem zb. es geört zur rasse oder eben nicht. nahezu jeder windhund müsste einzeln gehalten werden, wenn es danach ginge. find ich aber nicht nötig. nastassja jagte nicht mit ihren 15 monaten, sie tut es heute noch kaum, dawn ist trotzdem ein jäger geworden. was ich hingegen auch so sehe, sind baustellen, die wirklich erziehungssache sind, zb. wenn einer eine leinenaggression hat. dann würd ich auch erst das in den griff kriegen.
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Anne

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11

Mittwoch, 10. Juli 2013, 12:45

ich finde auch nicht, dass Jagen in dem Sinn abgestellt werden muss, es ist natürliches Verhalten. Es ist aber trotzdem in dem Sinn eine Eziehungsfrage, dass es lenkbar gemacht werden kann. Mairin zeigt Jagdansätze, und an denen arbeite ich, will heissen: Ich finde es wichtig, dass man bei einem jagenden Hund den guten Rückruf trainiert und eine anständige Impulskontrolle (so oder so). Klar ist das je nachdem begrenzt möglich, es gibt sicher auch Hunde, wo man halt sagt, den führ ich im Wald grundsätzlich an der Leine, da ist das Maximum an jagdlicher Führung rausgeholt, und dann kann dort auch ein Zweithund dazu. Aber bei einem Hund, bei dem der Rückruf nicht richtig sitzt und der im Wald ständig am Hypern ist, würde ich keinen zweiten dazuholen, der das dann abschaut.
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