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Psovaya Borzaya

Alphadoggie

Beiträge: 3 463

Doggie(s): ein barsoi und ein whippet

Wohnort: Balterswil TG

Beruf: dipl. pflegefachfrau, 20% pensum im nachtdienst

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41

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 18:19

meine barsois und auch die whippette stammen aus zuchten, wie erica sie beschrieben hat. welpengarten?? nö, die klauten der züchterin ein sofakissen und hatten einen mordsspass... einen tunnel hatten sie und einen grossen garten, es kamen viele leute, andere hunde (jedoch leider, leider nur barsois oder andere windhunde). es gab alltagsgeräusche und sie fuhren einmal auto zur 2. impfung im tierspital. der zaun ist eine 2 m hohe holzverkleidung, so dass sie eigentlich nie andere hunde sahen. nastassja war ein sicherer hund von anfag an, dawn rannte die ersten tage weg sobald ein anderer hund als windhund ihr nahe kam. aber das wesen als solches ist super und nach ein paar tagen war das gegessen. jendayi kam schon mit 8 wochen zu uns, war noch nie an der leine, fuhr nie auto aber war extrem souverän, weil sie es gewohnt war, dass immer wieder neue dinge passierten. sie kannte andersrassige hunde, viele menschen... alle drei sind mnschen gegenüber extrovertierter als die meisten windis die ich kenne, nastassja schlägt darin sogar jeden retriever, manchmal schon zuviel des guten... :gruebel1:
und auch meine konnten alleine bleiben ohne weiteres und das von anfang an ohne irgendwelchen "minutenweisen" aufbau. hat aber sicher auch mit der rasse zu tun, selbstänige rassen machen da wohl weniger probleme. alle orientierten sich super an mir und tun es noch heute, was gerade beim jagdtrieb von dawn ein glück ist. in der welpenschule hatten wir dann allerdings auch solche hindernisse, aber da bin ich dabei und sie erleben mit mir zusammen etwas, was ich ganz was anderes finde.

dass meine hunde überdrehen, das kriegt man schlicht nicht hin.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Bluenote

Admindoggie

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Doggie(s): *Shirin* Schnauzer-Mix

Wohnort: Kanton ZH

Beruf: Diplomierte Verpeiltheit

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42

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 18:49

In unseren Frankreichferien verbrachten wir am Schluss ja noch vier Tage auf einem Hof, den wir hüteten, mit 15 Pferden, Kühen, freilaufenden Hühnern, Schweinen, 2 Katzen und alles in allem 7 Hunden.

Und wir taten da eigentlich nichts, was wir zu Hause mit unseren Hunden machen, was Hundesport, spezifische Übungen oder sonstige "Bespassung" und spezielle Beschäftigung angeht.
Wir standen morgens auf, Haustür geöffnet, Gummistopper hin, so dass die Hunde selbständig rein und raus konnten. Dann Morgenfütterung aller Tiere, frühstücken, Morgenstall, diverese Hofarbeiten, Mittagessen, Mittagsschlaf, zwei Stunden Spaziergang ohne jegliche Beschäftigung ausser halt spazieren, wieder Hofarbeiten, Abendstall, Nachtessen, schlafen. Punkt. Keine speziellen "Hundesachen".

Aber die Hunde kamen immer mal wieder mit in den Stall, wuselten und stöberten herum, mal eine Spiel-/Rennrunde untereinander auf den Weiden, markieren hier, schnuppern da, irgendwo hinlegen und dösen, wieder aktiv werden, ins Haus rein, wieder raus, den Pferden ausweichen, Mist zusammenfressen, Hühner beobachten..Spaziergang...zu siebt beim Essen betteln :d , fressen, schlafen. Fertig, sonst nichts.
Die Hunde waren einfach beim Hofalltag dabei und kriegten einen bespassungsfreien langen Spaziergan täglich.

Und wir hatten abends eine total ruhige, müde und zufriedene Hundemeute um uns herum in der Küche liegen. Und auch wir waren hochglücklich. So viel Natürlichkeit...und null Drang, irgendwas von all dem mit den Hunden zu tun, was man hierzulande so alles macht, um den Hund auszulasten. Die Hunde waren einfach unsere Gefährten, waren stets dabei und bekamen ansonsten keine speziellen Beschäftigungen...und schienen ausgelasteter und ausgeglichener zu sein denn je. :smile:

Um mich auf den Threadtitel zu beziehen: Der Alltag auf dem Hof war Entertainment genug. Und zwar auch für die drei Hunde, die dort wohnen, inklusive 4 Monate junge Deutsche Schäferhündin.

Mei...wie haben wir diese Tage genossen...es war alles so natürlich und logisch und klar...ich vermisse das hier und würde liebend gerne so leben mit den Hunden zusammen. Wir machen schon ein riesen Tamtam um die Hundebeschäftigung. ;)
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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43

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 19:15

@bluenote

:d so ist es bei uns in Frankreich im Ferienhaus der Eltern. Dort sind die Hunde einfach Hunde und tun gar nichts... Ich habe teils ein schlechtes Gewissen wenn ich es Jemandem erzähle, dass meine Hundis dort 2 Wochen nur rumliegen und auf den 4000m2 tun was sie wollen. ich gehe dort evtl. mal eine Runde joggen oder mal Biken aber 1-2 in der Woche und das wars. Sonst laufen sie rum, schnuffeln, buddeln... und das wichtigste sie sind dort einfach Wachhunde :d sie schauen in die Ferne (haben Blick bis zum Wald hoch und bis zum Nachbauer 300m und Hauptstrasse 800m. Das lieben sie. Auf dem Stein zu sitzen und alles beobachten und wenn sich was rührt dann wird gebellt. Menschen am Waldrand (Jäger, Bauer) die gehören dort nicht hin. Die Kühe auf den Felder werden bewacht, da kommt keiner ran ohne das es meine Hundis merken.

Die Türe ist im Sommer immer offen, Hundis gehen raus und rein wie sie wollen. Teils sind sie sooo müde aber sie bleiben draussen und schlafen in der Wiese. Am Abend sind sie dann echt todmüde. Schlafen ruhig.

Was mir auffällt, dass sie dort immer mehr Futter brauchen als hier, obwohl sie weniger sich bewegen. Anscheinend braucht wachen auch Energie. :hihi: Aber füttern wir normal weiter nehmen sie innert 1-2 Wochen recht ab.

Darum sage ich auch immer: Meine Hundis mögen es was zu tun, aber sie können von einem Tag auf den Anderen mit allem aufhören und sind immer noch genau so glücklich. :nicken:

Holger

Wachdoggie

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44

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 19:32

Die hatten einen riesigen Auslauf , Geräusche einer Strasse, einen Übungsplatz daneben, wo regelmässig geschossen wurde, Kontakt mit den erwachsenen Hunden und sahen viele Menschen. Und was er (wie alle Welpen dieser Zucht) mitbekommen hat: ganz viel Vertrauen in die Menschen.
Also doch ein Welpenspielplatz - nur eben ein echter, keiner aus PLastik. DAS finde ich nahe am Optimum. Einfach Verbindung zum normalen Leben.
Und dann später einfach so weitermachen, dann kommt das durchaus gut.

Wie auch beim Thema Hundebegegnung: Es kommt ganz viel auf das Beobachten an! Das ist in meinen Augen unser Hauptjob. Nicht unsere Vorlieben auf den Hund übertragen, sondern dem Hund vieles ermöglichen und dann beobachten, wie er reagiert. Dann erst kann man seriös auf den Hund egal welchen Alters eingehen. SPielpflicht für alle ist in meinen Augen Unsinn, Ruhepflicht aber auch.

Arancjia

unregistriert

45

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 19:35

Danke für die Infos.

Zur Überbeschäftigung:
Mein Partner und ich haben uns ja bisher vorallem über Hunde, resp. Corgis informiert (Nun kommt das Welpenalter dazu). Und da habe ich oft gelesen das man gerade mit dem Corgi Agility machen muss, da er sonst zuwenig ausgelastet ist. Auch wird einem empfohlen soviel wie möglich mit dem Hund ausserhalb der Hundeschule zu machen und spazieren gehen muss gestaltet werden, ein Hund sollte nicht nur "neben her gehen".
Nun habe ich eigentlich das erstemal gelesen das man dem Hund eben auch Ruhepausen gönnen sollte.
(Muss aber anmerken, das diese Fehlinformationen von der Züchterin korrigiert wurde, sie sagt man kann mit dem Corgi agility machen, ist aber kein muss, man sollte halt da vorallem auf den Hund schauen, ob er mag.)

Was ich damit sagen will, wenn mann sich über Hunde im Internet informiert kriegt man eine Flut an Informationen, wenn man wie wir ein unbeschriebenes Blatt ist, saugt man das alles auf und denkt sich dann am Schluss man will ja nur das Beste und rennt mit dem Hund permanent rum und erfindet alle zwei Tage neue Spiele ;)

erica

Sportdoggie

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46

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 19:43

Meine Spaziergänge sind nie gestaltet. Ich laufe, geniesse die Natur und meine Hunde können tun und lassen, was sie wollen. ( jedenfalls fast) es gibt weder Suchspiele, noch Stöcke werfen oder sonst eine bespassung. Der Hündin reicht das, sie ist eine Oma und der rüde hat seine geistige Auslastung beim Training.

inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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47

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 19:56

Ich mache zu 99% auch nichts mit den Hundis wenn ich Gassi gehe. Dann wird gelaufen, sie schnuffeln, schauen, spielen... usw. Wenn ich mal grad Lust habe, dann mache ich was mit ihnen. Klar, sind sie dann dabei und machen freudig mit. Aber Spazieren ist für mich erholen, Gegend anschauen, wandern, Natur erleben.

Aber natürlich habe ich als meine Hundis Welpe/Junghund war mit ihnen an den Baustellchen gearbeitet... eben Ängste usw. Dann kommen einem halt die Spaziergänge wie Hundeschullektionen vor. ;)

Aber Heute ist zu 99% einfach laufen. :nicken: Oder was wir mögen: Wir setzen uns auf den Boden und schauen in die Ferne und träumen bisschen rum :d Wenn ich absitze geht's nicht lange und beide Hundis sind neben mir parkiert und schauen auch umher. :hihi: Echt süss...

Meine Hundis machen nebenbei genug Sportsachen, da müssen sie auf den Spaziergängen nicht auch noch ,,arbeiten,,.

TalkingAnimals

unregistriert

48

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 10:03

Ha ha, beim Sheltie heisst es auch immer: "Mit dem musst du aber 1000km am Tag spazieren gehen und Agility machen!" :biggrin: --- was Speedy am Tollsten findet? Auf Spaziergängen voraus zu traben, an jedem Mückenpups schnuppern und Bäume anpinkeln. Danach ist er RICHTIG müde!

Spaziergänge gestalte ich auch nicht wirklich. Natürlich ab und an mal eine Abruf-Übung oder eine kleine "Fährte", was auch immer. Aber nichts super-geplantes. Das mit dem Hinsetzen und Träumen machen wir auch :d

Speedys Züchter sind ältere Leute, die eine sehr schöne und gepflegte Zuchtstätte haben, ein tolles Haus mit Garten und auch im Innenbereich viel Platz für die Welpen. Allerdings ist da auch weniger "Welpenspielgarten-Action", sondern auch einfach Zusammensein mit diversen Hunden, Spielen untereinander, Garten entdecken, Menschen kommen auf Besuch, Quartierstrasse ist auch daneben.

Erst war Speedy ja noch knapp 2 Wochen bei einer Familie mit Kleinkindern, welche ihn dann doch nicht mehr wollten. Da hatte er sicher 12h am Tag Action pur, keine Rückzugsmöglichkeit. Als er zu mir kam, stand er unter Strom, sein Geruch war sogar für mich wahrnehmbar komisch, er war brandmager, hatte Durchfall und konnte keine Sekunde ruhig an einem Ort bleiben. Die ersten 2 Wochen bei mir waren einfach nur chillen, kurz spazieren, ich hab ihn viel auf den Armen getragen, bei mir gehabt und in der Nacht musste er in seinem Pethome-Nestchen schlafen (Reissverschluss zu). Gleichzeitig auch natürlich übte ich das Alleinbleiben mit ihm. Als er dann mitkam ins Büro (Arbeitsweg zu Fuss durch Zürich), habe ich einfach so getan, als sei alles was kam das normalste der Welt (Tram, Bus etc.) und Speedy bewies aber auch gute Nerven. Im Büro selber hatte er eine Box, wo ich ihn zur Ruhe gezwungen habe tagsüber (ich böse...), nach ein paar Tagen legte er sich bei offenem Türchen dann auch freiwillig rein zum Schlafen.

Heute, bald 7 Jahre später, ist das alles kein Thema mehr. Er kann sich mittlerweile sogar auch an fremden Orten mal hinlegen und chillen. Zuhause geht er sogar selber ins Schlafzimmer und legt sich da auf sein Bettchen - und irgendwann wundere ich mich, dass ich grade keinen Sheltie-Schatten habe :biggrin:

Wenn ich allerdings zu den "100000 Volt-Hündelern" gehören würde und ihn ständig pushen würde, dann wäre er ein lebendes Nervenbündel und würde nonstop überdrehen. Die Rasse Sheltie gehört auch zu den Rassen, die das - leider - anbieten, weil sie so aktiv und arbeitsfreudig sind. Nur als Beispiel: mein Freund macht 20km mit Speedy am Fahrrad. Danach rennt Speedy in den Garten, findet da seinen Frisbee und bringt ihn mir, fordert mich zum Werfen auf. Als ich den Frisbee verräume, wird er quengelig und frustriert, kläfft mich an. Das nenne ich dann den "Siedepunkt", dann ist Pethome angesagt und nach spätestens 10 Sekunden ist der gute Herr im Tiefschlaf...... wenn ich nun aber noch Frisbee werfen spielen würde mit ihm, dann würde er sich immer weiter hochdrehen.

Und wie schnell diese ganzen Stresshormone dann abgebaut wären, daran wage ich nicht zu denken. Geschweige denn, wie Hunde sich fühlen müssen, wenn sie in nonstop Stress leben.