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41

Freitag, 14. November 2014, 08:25

Lady ist schon von ihrer Rasse her sehr misstrauisch Fremden gegenüber und leider trotz gegenteiliger Beteuerung vom Züchter ganz und gar nicht sozialisiert worden :thumbdown: Sie hat dank unserer unermüdlichen Arbeit in dieser Beziehung zwar für sie - also sehr relativ! - grosse Fortschritte gemacht, aber ein spontanes Anfassen von ihr unbekannten Personen akzeptiert sie nicht, sondern quittiert das mit Bellen und weglaufen. Zwar erschrecken die meisten Leute über ihr plötzliches Gebell, aber sie hat noch nie Aggressionen gezeigt, also kein Schnappen oder Beissen und darum können wir damit leben, obwohl wir weiter daran arbeiten :nicken:
Es ist für uns akzeptabel, dass sich unser Hund nicht von jedem Mensch streicheln lässt, aber wir würden es nie annehmen, wenn unser Hund gegen Menschen aggressiv auf Berührungen reagieren würde!

Flint

Kläfferdoggie

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42

Freitag, 14. November 2014, 09:20

Ich bin der meinung nein das muss er nicht.Und wie andere schon geschrieben haben liegt es in der Verantwortung des Halters dafür zu sorgen das nicht jeder de Hund anfasst und den Hund richtig zu deutet.

Mein Rüde Flint mag es nicht und wenn in jemand anfassen möchte sage ich nein mein Hund wird nicht angefasst es will und mag es nicht.Auch schon mal habe ich in kurz angebuden und ging nur kurz in den Laden,und als ich aus dem fenster geschaut habe,habe ich gesehen wie ein Mann meinen Hund bedrängt und ich ging ohne zögern raus ging auf meinen Hund und dem Mann mit schnell schritten zu und sagte etwas laut das er meinen Hund in Ruhe lassen und nicht bedrängen soll.Da meinte der ach ich will in doch nur schreicheln,und ich sagte dann etwas wütend.Das mein Hund das nicht will......und ob er gerne hätte wenn er von jedem Menschen angetascht wird und wie er reagieren würde!Darauf hin sage der mann nix mehr und ging.

Brigitte

Kläfferdoggie

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43

Freitag, 14. November 2014, 16:35

Mein Hund fordert es geradezu hinaus angefasst zu werden.

Sie findet fast alle Menschen einfach toll, besonders Kinder und Jugendliche. Irgendwie bin ich froh daüber, doch ich muss sehr achtsam sein dass sie nicht ein Kind überrennt vor Freude, das gäbe im schlimmsten Fall auch eine Anzeige .....Ich bin froh ist mein Hund menschenfreundlich.
Grüsse Brigitte mit Nala.
Ewig im Herzen Aemy.

Labrador

Wachdoggie

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44

Freitag, 14. November 2014, 18:11

Ich finde das kommt bisschen drauf an. Meine Labis hatten eh nie Probleme mit angefasst werden....wen wunderts. Da habe ich auch schon mal zu ähnlichen Mitteln wie Gimp gegriffen und die fremden Leute geknuddelt. Einige waren höchst irritiert, einige mussten Lachen und haben dann aber verstanden, was ich ihnen erklärt habe. Gerade eine unserer Hündinnen mochte das eben nicht wirklich und hat immer arg beschwichtigt. Ich finde es absolut nicht OK, wenn Leute ungefragt die Hunde anfassen und ich sage das den Leuten auch.
Beim Shiba nun ist die Sache etwas anders gelagert. Er ist auf Grund seiner Rasse eher Menschenscheu. Da er mit mir zur Arbeit kommt (Oberstufenschule), haben wir den Menschenkontakt von Anfang an langsam und positiv aufgebaut. Mittlerweile liebt er alle Menschen die er kennt (die gesamte Schule :biggrin: und unsere Quartierbewohner) und lässt sich liebend gerne kraulen. Wir haben aber klare Regeln aufgestellt in der Schule und er hat auch seine Rückzugsmöglichkeiten, alles bestens also.
Trotzdem übe ich mit ihm nun, dass auch Fremde Leute (mit Hundeverstand) ihn anfassen dürfen. Der Grund: Er ist an zwei Tagen in einem Hundehort (Rudelhaltung), wenn also während meiner Abwesenheit irgendetwas passieren würde und er zum TA muss, so muss ihn der TA auch anfassen können. Er ist hier eben ein typischer Gruppe 5 Hund: er findet anfassen zum :uebel: (v. a. wenns ihm nicht gut geht). Mit ihm muss ich also etwas üben, was bei den Labis kein Thema ist.

Fazit: Grundsätzlich müssen sich meine Hunde nicht von Fremden belästigen lassen. Kommt aber auch auf den Hund und seine Persönlichkeit drauf an. Anfassen lassen (ohne zu beissen) muss der Hund trotzdem lernen.

Tabasco

Sportdoggie

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45

Freitag, 14. November 2014, 21:01

In der heutigen Zeit ist es bestimmt von Vorteil, wenn sich ein Hund von allen anfassen lässt. Was natürlich nicht heisst, dass ihn auch alle anfassen dürfen.

Mir selber ist es schon wichtig, dass sich mein Hund von allen Menschen anfassen lässt. Es erleichtert mein Leben und auch dasjenige der TAs und TPAs.

Wenn man darauf keinen Wert legt, muss man einfach noch besser schauen, dass ja niemand dem Hund zu nahe kommt. Heutzutage hat es so viele Hunde, dass es oft gar nicht möglich ist, ihnen grosszügig aus dem Weg zu gehen. Da setze ich voraus, dass der HH darauf bedacht ist, dem eher menschenunfreundlichen Hund genügend Distanz zu geben. Und ihn nicht in eine Situation zu bringen, wo er bedrängt werden könnte.

In gewissen Fällen bedeutet das vielleicht sogar einen Maulkorb (Gedränge in einer Seilbahn beispielsweise). Für einen Hund, der sich nicht anfassen lässt, ist das Bedrängen mit den Beinen wohl auch schon zuviel.

Gimp

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46

Freitag, 14. November 2014, 21:10

Es geht hier ja darum "Muss sich ein Hund von allen anfassen lassen? " und da ist meine Antwort ohne Kompromiss:
Nein ..

Da ist alleine der "anfassen wollende" Mensch in der Pflicht, dieses nicht einfach so zu tun. Reine Frage der Erziehung und des Anstandes fremden Eigentums gegenüber..

Dass das vielleicht nicht mehr State of the Art ist.. steht auf einem anderen Blatt. Aber ein Jeder, der meine Hunde ungefragt anfasst, hat einen sehr stressigen Tag ..
Meine können von jedem angefasst werden. Denke ich zumindest.. haben nie andere Reaktionen als Freude gezeigt ..

Aber bei uns rennt auch kein Mensch auf den Feldern oder im Wald direkt auf die Hunde zu und will die anfassen .. hmhm .. das Glück der nicht Städtler :rolleyes:
***********************************************************
Wer die Menschen kennenlernt, wird seine Liebe lieber den Tieren schenken.
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als ein Mensch mit stundenlangem Gerede.
und bitte: Jeans "hudeln" ist keine Liebesbekundung. :bruell:

47

Samstag, 15. November 2014, 20:30

Ich sehe das wie Gimp.

Ich finde es reine Anstandssache, ich fremde Hunde auch ohne Betatschen süss finden kann. Und wenn ich absolut nicht an mich halten kann, dann frage ich erst den Besitzer, denn dieser weiss schon mal, ob sein Hund generell eher "streicheltauglich" ist oder nicht. Dann lasse ich den Hund zuerst an der flachen Hand schnüffeln und beobachte ihn, auch während des kurzen Streichelns. So kann er schlussendlich selbst entscheiden, ob er das möchte oder nicht. Ich habe den Eindruck, dass auch viele Hunde zeigen, ob sie angefasst werden wollen oder nicht. Das ist auch als Laie erkennbar!
Der Hund meiner besten Freundin ist zum Beispiel seit dem Welpenalter sehr ängstlich und lässt sich nur von seiner Besitzerin streicheln. Ich finde, das sollte man unbedingt respektieren, nicht nur des Selbstschutzes wegen!
Ich kann mir gut vorstellen, dass für die empfindliche Hundenasen sehr viele, fremde Spuren am Tag verwirrend und unangenehm sind, erst recht, wenn sie ihnen so nahe kommen.

Holger

Wachdoggie

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48

Samstag, 15. November 2014, 23:27

@gimp: du hast recht, die Ursprungsfrage lautet effektiv so. Und demzufolge muss ich deiner Antwort voll zustimmen. Und meine etwas besser formulieren:
Nein, er muss nicht ständig dazu bereit sein, sich anfassen zu lassen.
Aber er sollte dazu in der Lage sein. Das erleichtert sein Und mein Leben doch sehr. Nämlich genau dann, wenn es zu einer ungeplanten Berührung kommt.


Gruss,
Holger