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Bluenote

Admindoggie

Beiträge: 8 335

Doggie(s): *Shirin* Schnauzer-Mix *Púka* Border Terrier

Wohnort: Kanton ZH

Beruf: Diplomierte Verpeiltheit

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21

Sonntag, 4. Januar 2015, 11:17

@ Sternchen: Als ich anfing zu barfen, war ich auch extrem unsicher. Ich hatte einfach immer ein bisschen Angst, dass irgendwas nicht optimal ist, ich das dann viel zu spät merke, und und und... :rolleyes:

Nach einiger Zeit Vollbarfen habe ich dann auch mal so einen "Barf-Status" machen lassen bei meinem TA. Ich wollte einfach mal wissen, wie es um gewisse Werte steht, ausserdem fand mein TA damals Barfen noch ziemlich doof und auch bedenklich wegen den vielen Proteinen und Nierenproblemen und so. Darum wollte ich es einfach mal wissen...um allenfalls gröbere Ungereimtheiten frühzeitig zu entdecken. Es war mir einfach wohler dabei, da ich damals einfach noch nicht so relaxt war wie heute, was diese Fütterungsweise angeht.

Es war dann aber alles in bester Ordnung, ich war beruhigt und meinen TA konnte ich damit auch überzeugen, er hätte nämlich schwören können, irgendwelche Auffälligkeiten zu sehen. :d Von daher hat es sich für mich persönlich gelohnt. Und heute fragt er mich immer wieder mal was über das Barfen und findet's mega interessant und sieht das alles inzwischen ganz anders. :super:

Heute sehe ich es anders...eher wie meine Vorschreiber. Solange ein Hund fit und agil ist, Urin- und Kotabsatz einwandfrei sind (ausgenommen die normalen Mätzchen aus diversen Gründen, die halt vorkommen können), das Fell gut aussieht, die Figur stimmt...etc...kann man in der Regel davon ausgehen, dass es unseren Hunden gut geht.

Ausserdem (und das war der Gedanke, der mich dann echt viel entspannter hat werden lassen): Es kann doch nicht sein, dass Fertigfutter - erhitzt, vermanscht, getrocknet, zu harten Brocken geformt, mit teilweise fragwürdigen Inhaltsstoffen und Zutaten, die so gar nicht für den Hund gedacht sind - so dermassen unbedenklich und toll sein soll, frisch zubereitetes Futter mit Fleisch, Gemüse, Ölen...aber so "hui" und "schwierig". Beim Fertigfutter glauben wir einfach blind, dass es perfekt ist für die Hunde, einfach weil wir annehmen, dass das so sein muss, wenn es uns doch so verkauft wird.

Da dürfen wir doch auch darauf vertrauen, dass wir unseren Hund mit allem Notwendigen versorgen, wenn wir uns mit dem Barfen auseinandersetzen und dann bewusst ausgewogen füttern. Da sollte eigentlich nichts schief gehen...jedenfalls nicht mehr und nicht weniger, als mit jeglicher Fertignahrung. :smile:

Und so habe ich Shirin, die ich bereits als Welpe gebarft habe, noch nie auf irgendwas testen lassen. Sie ist fit, sie sieht gut aus, also gehts ihr gut. :smile: Das ist wie beim zweiten Kind...Mami ist viiiiiel relaxter. :biggrin: Es muss nicht mehr bei jedem Hüsteln und roten Bäckchen zum Kinderarzt rennen und den ganzen Tag beobachten, ob alles normal ist mit dem Baby. :d
Und so ist's halt auch hier: Man hat einfach das Vertrauen noch nicht so ganz, dass man alles richtig macht. Beim zweiten Barfhund sieht man schon wieder alles ganz anders und mit viel mehr Sicherheit, dass man es schon gut macht und dass es dem Hund gut geht, solange nichts anderes ersichtlich ist.

Heute bin ich eh zu einer Mischform übergegangen. Meistens Barfmahlzeit, aber ich habe stets ein paar Büchsen und ein Sack TroFu von Wolfsblut hier. Und von dem gibts öfters mal eine Mahlzeit und damit fahren wir gut bis jetzt. Ich habe da ein paar Phasen durchgemacht :zwinker: : Von TroFu zu dem Gefühl, das sei was ganz Schlimmes, dann auf Vollbarfen umgestellt mit dem Gefühl, das sei nun DIE Fütterungsart für uns, für immer und ewig und ausschliesslich :d , bis hin zu einem heutigen total lockeren Umgang mit dem Futterthema. Barfen finde ich nach wie vor sehr toll, weil ich einfach genau weiss, was ich füttere und weil nichts meinen Hunden mehr schmeckt als eine Frischmahlzeit, aber Fertigfutter, mit dessen Inhaltsstoffen ich einverstanden bin, finde ich zwischendurch genau so toll und praktisch.

Meine Meinung: Barfe weiter, beobachte Gioja. Siehst du keine Veränderungen, die dich stutzig machen, wirkt sie gesund und munter wie immer, geht's ihr wohl gut. Lässt es dir aber auch in Zukunft wirklich keine Ruhe, denkst du immer und immer wieder daran und hast das Gefühl, es einfach mal wissen zu wollen...dann mach halt einen Bluttest. ;) Fände ich jetzt auch nicht schlimm.. Ob theoretisch nötig oder nicht...wenn du dann beruhigt bist und mit einem guten Gefühl weiterbarfen kannst...dann spricht doch nichts dagegen.

Und noch eine kleine Anmerkung @ Gimp: Ich mag deine klaren, unverschnörkelten Meinungsbekundungen. Ich glaube, ich verstehe dich eigentlich immer richtig. Du bist direkt, du stellst die Dinge dar, wie sie halt (für dich) sind, "ungesüsst", aber ich erlebe dich nicht als persönlich angreifend. So habe ich auch deine jetzige Meinungsäusserung eigentlich als sehr sachlich und allgemein bezogen empfunden und nicht auf eine spezifische Person hier gerichtet.
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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22

Sonntag, 4. Januar 2015, 16:55

Ich habe soeben als Diuni nun 10 wurde (vor ca. 3 Wochen) einen Altersblutcheck machen lassen, plus gleich noch so ein Barfer-Profil. Einfach wegem Alter und weil ich nun 1 Jahr Teil-Frischfüttere. Nahm mich einfach wunder ob alles noch OK ist und dafür gebe ich gerne jetzt etwas Geld aus und kann entsprechend jetzt was tun mit wenig Aufwand. Und nein... sonst gab es kein Grund. ;) Sie ist fit und munter wie sonst auch. :good:

Wir Menschen testen unser Blut auch im Alter und wenn man das Gefühl hat etwas ist nicht so wie sonst (Müdigkeit usw.). Der Hund kann uns aber solche Sachen nicht genau erzählen, wann er sich nicht ganz so toll fühlt. Wir Menschen sehen es erst wenn es wirklich nicht mehr gut ist. :noidea:

Und ja, ich finde ab einem gewissen Alter darf man das Blut ruhig mal testen lassen. :nicken:

Diunis Ergebnisse: Kreatininwert zu hoch, ein Leberwert zu hoch... :( :huh: Finde ich nicht NICHTS, sondern ein Grund jetzt was zu tun und nicht erst wenn die Niere den Geist auf geben.

Das ist meine Meinung. Hätte ich es nun nicht testen lassen, hätte ich alles so weiter gemacht wie bisher und wer weiss wie lange es noch gut gegangen wäre. :noidea:

Laut meinem TA haben viele gebarfte Hunde erhöhte Nierenwerte, sei ihr einfach je länger aufgefallen, dass es sehr oft die gebarften Hunde sind. Warum kann sie nicht genau sagen, weil sie sich damit zu wenig auskennt und die Leute dann weiter verweist. (was ich so OK finde, wenn sie es grad sagt). Nehme einfach mal an, dass er der hohe Fleischkonsum ist. :noidea:

Da ich den Futterplan von einer Homöopathin erhalten habe, werde ich nun alle Laborwerte ihr zukommen lassen. Sie werde mir dann den Plan anpassen, meinte sie. Nach 3 Monaten werde ich laut TA die Blutwerte kontrollieren müssen ob es dann runter ist. Wenn nicht, muss ich mir überlegen wie und was ich ändern muss. Ob ich wieder auf Trockenfutter wechsle und nochmals teste oder ob man sonstige Untersuchungen machen muss.

Positiv ist, dass nur gerade dieser Nierenwert erhöht ist und somit die Niere selber jetzt momentan noch OK sei.



Also meine Meinung: Auch wenn der Hund sichtlich gesund erscheint, muss es auch nicht so sein. :noidea: Und auch wenn es doch nur zur seiner Beruhigung ist, warum soll man einen Hund nicht testen lassen? ?(

übrigens: Es gibt auch immer mehr junge Menschen (30 Jahre wenn nicht noch jünger) wo uns die Praxis einrennen wegen Blutchecks. Dies ohne Grund (wenn man sich ja gut fühlt) finde ich selber auch übertrieben. :rolleyes:

Lagotto

Sportdoggie

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23

Sonntag, 4. Januar 2015, 17:28

Vermutlich handelt jeder so, aufgrund seiner ganz eigenen Erfahrungen. Im meinem Fall finde ich Blutwerte zu wenig aussagekräftig und weiss aus persönlicher Erfahrung, dass man diesbezüglich oft verrückt gemacht wird. Will damit sagen, ich kenne genug Leute deren Blutwerte gut sind, sich aber immer krank fühlen und umgekehrt genauso. Beim Hund dürfte das ähnlich sein. Die wichtigsten Parameter sind, meiner Meinung, der Kot, die Augen, das Fell und allgemeine Fitness und Verhalten.
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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24

Sonntag, 4. Januar 2015, 17:39

hmmm, naja.

@lagotto

Dann würdest du dem Fall in meinem Fall mit Diuni gar nichts tun? Und evtl. in 1 Jahr einen Nierenschaden haben wollen? Kann ich mir nicht vorstellen.

Das war du sagst kann ich nachvollziehen mit Vitaminen, bei Menschen den bekannten Eisenwert welcher so extrem variieren kann usw. Aber doch nicht bei Organwerte. Ein Menschen mit erhöhten Leberwerten lässt du auch nicht einfach sein, weil er sich ja jetzt noch gut fühlt. :nönö:

Bin ja nun nicht deiner Meinung...

man kann wohl auch übertreiben, aber gewisse Parameter finde ich sollte man nicht einfach auf die leichte Schulter nehmen :noidea:

Lagotto

Sportdoggie

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25

Sonntag, 4. Januar 2015, 21:40

Tatsächlich inhii, ich bin so ein Mensch mit erhöhten Leberwerten, seit mehr als zwanzig Jahren. Die Ärzte haben dazumal versucht, die Ursache herauszufinden... Ohne Erfolg, ich bin kerngesund. Bei der zweiten Versuchs-Biopsie (Gewebeentnahme) habe ich dankend abgelehnt. Mittlerweile sehe ich, dank der chinesischen Medizin, ein bisschen klarer.
Da ich selber jeden Tag mit Patienten zu tun habe, weiss ich, veränderte Blutwerte sind schwer zu deuten und oft werden falsche Diagnosen gestellt und die Menschen schnell verunsichert.

Nein, im Falle deines Hundes würde ich gar nichts tun, wenn es ihm ansonsten gut geht.
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Gimp

Sportdoggie

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Doggie(s): Volpino Balu, Jack Snoop, Grinch Lio, Boomer-Tibet-Terrier-Mix Pizza

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26

Montag, 5. Januar 2015, 10:14

Und noch eine kleine Anmerkung @ Gimp: Ich mag deine klaren, unverschnörkelten Meinungsbekundungen. Ich glaube, ich verstehe dich eigentlich immer richtig. Du bist direkt, du stellst die Dinge dar, wie sie halt (für dich) sind, "ungesüsst", aber ich erlebe dich nicht als persönlich angreifend. So habe ich auch deine jetzige Meinungsäusserung eigentlich als sehr sachlich und allgemein bezogen empfunden und nicht auf eine spezifische Person hier gerichtet.


Kurzer Excurse:
Ich bin extrem weit entfernt davon, jemanden anzugreifen oder anderes Ungemach zuzufügen.
Auch kann ich nichts für die Gedanken, die in den Köpfen der Anderen durch meine Aussagen entstehen.
Wenn also etwas unangenehm ankommt, immer einfach nachfragen :)
Ich bin zu diesem Forum gewechselt (war vorher auf Dogforum.de, da ich das schweizer nicht kannte) eben weil die Leute hier "normal" antworten ..
Ich fühl mich hier wohl im Austausch .. auch wenn ich nicht immer verstanden werde ..

@ TE

Ich habe in letzter Zeit eine Abneigung gegen Tierärzte entwickelt, da sie mir (nachweislich) entschieden ZU nah an der Futtermitten / Pharmaindustrie angehängt (abhängig?) sind.
Auch das Thema Impferei fällt da rein..
Meine Kriterien für einen gesunden Hund sind:
Fell, Haut, Motorik, Verhalten, Zähne, Mundgeruch, Augen, Analdrüsen, Stuhl und Pipi ..
Diese habe ich immer im Auge (selbstläufer) .. erst wenn da Unstimmigkeiten auftauchen, schaue ich genauer hin .. da entscheidet nicht der Arzt .. sondern mein Bauchgefühl ..
Wie Bluenote so schön sagt: ab dem zweiten alles entspannt :)
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Wer die Menschen kennenlernt, wird seine Liebe lieber den Tieren schenken.
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als ein Mensch mit stundenlangem Gerede.
und bitte: Jeans "hudeln" ist keine Liebesbekundung. :bruell: