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Psovaya Borzaya

Alphadoggie

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Doggie(s): ein barsoi und ein whippet

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21

Sonntag, 21. August 2016, 15:14

dass ein hund ruhiger wird, sollte niemals der grund sein, dass er kastriert wird. kastration ist nach wie vor keine erziehungsmethode. krieg ich immer soooo einen hals. dass sie danach ruhiger werden halte ich sowieso eher für einen nachteil und trifft auch längst nicht auf alle zu.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Lagotto

Sportdoggie

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22

Sonntag, 21. August 2016, 16:31

Ja, da hast du wohl recht...meistens höre ich aber genau diesen Grund zum Kastrieren, nämlich dass sie ruhiger werden. Mich macht es eher traurig, dass auch die Tierärzte dazu raten und sich diese Meinung hartnäckig hält. Um nochmal darauf zurück zu kommen, angenommen der Hund wird "ruhiger", was passiert mit der Gesundheit (Stoffwechsel, zum Beispiel) auf die Dauer...?
Was könnten generelle Nachwirkungen vom Eingriff in den Hormonaushalt sein (auch bei Hündinnen)?
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Aline

Wachdoggie

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Doggie(s): Jaro, Aussie, Beluga, Schapendoes

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23

Sonntag, 21. August 2016, 17:46

Laut Udo Ganslossser spricht man dann vor einer Frühkastration, wenn kastriert wird, bevor ALLE pubertären Phasen abgeschlossen sind. D.h. je nach Hund vor 3 - 5 Jahren.

Wir mussten unseren Mali-Rüden mit 6 Jahren aus medizinischen Gründen kastrieren lassen. Seither ist er um einiges verfressener (was bei ihm eher positiv ist, da er immer zu dünn war) und bei Hundebegegnungen unsicherer. Er geht immer noch allen Hunden aus dem Weg, heute zeigt er aber viel deutlicher, dass er Distanz braucht. Diese Veränderungen waren deutlich, obwohl es definitiv keine Frühkastration mehr war.

inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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24

Sonntag, 21. August 2016, 17:53

Die Frage ist doch... wird der Hund wirklich wegen der Kastration ruhiger? Oder würde er sowieso ruhiger werden durch normale Entwicklung und Alterung ...also einfach das Erwachsen werden?

Ich behaupte mal, dass die wo ruhiger werden, dies auch geworden wäre wenn sie nicht kastriert wurden. Pyri wurde erst nach der 3. Läufigkeit ruhiger, vernünftiger, erwachsener. Hätte ich sie in dem Alter nun kastriert, hätte es doch nichts geändert :noidea:

Ich höre dann eher, dann bleibt er verspielt und jugendlich... aber ob man da einem Hund ein Gefallen tut, weiss ich nicht. :nönö:

Und sehe es nicht warum man ein Hund ruhiger haben will. Wie ruhig? Faul, lahm, desinteressiert? Ich finde da nichts Gutes dran. Ich will einen ausgeglichenen, erwachsenen und vernünftigen Hund. Weder ein lebenslanger Junghund noch ein fauler träger grosser Hund.

Für mich wäre bei einem Rüden einziger Grund für eine Kastration: Gesundheitlich oder Hypersexualität (aber richtige wo der Rüde wirklich nur noch leidet). Bei Hündinnen das Selbe. Gesundheitlich oder extreme Scheinträchtigkeiten welche ins Aggressive gehen.

Nebenwirkungen von Kastration? Vor allem bei Frühkastrierten: Man greift in den Hormonhaushalt ein. Folgen könnten sein: Wachstumstörungen der Knochen (Wachstumsfugen schiessen sich viel später, somit Anfälligkeit auf HD), Knochentumore. Schilddrüsenunterfunktion, allgemeine Tumore (lass kürzlich von Milztumore). Kein Erwachsen werden, Lernschwierigkeiten (sie lernen nicht so schnell wie unkastrierte). Körpersprache bleibt zurück, durch das ,,junghundige,, Verhalten ecken sie oft bei anderen Hunden an. Rüden steigen auf und Hündinnen weisen sie eher ab. Optisch die Fellveränderung.

Als ich kürzlich las, erschrack ich weil ich dies mit den Knochenmissbildungen und Knochentumore nicht wusste. Eigentlich krass...

Weiss auch nicht ob ich nun alles aufgelistet habe wo da stand. Aber die wo für Kastrationen sind (ob TA oder HH) werden all die Sachen vehement widerlegen. Oder sie hatten eben einfach Glück.

Ich denke viele wissen es nicht, informieren sich zu wenig.

Klar, all das muss nicht auftreten aber es muss genauso wenig Brustkrebstumore oder Prostatatumore bei unkastrierten auftreten. Man muss halt abwägen was einem lieber ist.

Bolotta

Alphadoggie

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Doggie(s): Luna, Labi Mischling und Honey Mischling

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25

Sonntag, 21. August 2016, 20:53

Ich habe ja 2 Hündinnen. Luna intakt. Bewusst nicht kastriert. Honey wurde schon mit wenigen Monaten (ca. 4) im TH auf Mauritius kastrierst.

Sie ist in manchen Bereichen noch fast wie ein Welpe. Sie ist jetzt 2.5 Jahre alt. Sie kam mit ca. 9 Monaten zu uns. Es dauerte sehr lange, bis sie nichts mehr kaputt machte. Auch zeigte sie sehr lange nicht an, wenn sie raus muss. Auch brauchr sie die richtige Umgang, Zeitpunkt und viel Zeit, bis sie sich endlich versäuberte.

Luna war wirklich schon mit 8 Monaten erwachsen. Eigentlich zeitgleich mit dem Tod von Taiga. Sie war nach der 4. Läufigkeit extrem ruhig. Doch wenige Wochen später wurde sie wieder die alte.

Taiga mussten wir kastrieren, weil sie nach jeder Läufigkeit Knoten am Gesäuge machte. Erst wurden die Knoten plus Teil der Milchleisten entfernt. Als sie weiter Knoten bekam nach der Läufigkeit wurde sie kastriert und Gebärmutter und Milchleisten entfernt.

Leider hatte sie ein paar Jahre später am Herzen und auf der Milz Tumore, so dass wir sie schlussendlich mit 9.5 Jahren erlösen mussten.

Laut TÄ und Studien ist das Risiko an Tumoren zu erkranken bei Hündinnen sehr gering, wenn sie VOR der erste Läufigkeit kastriert werden und ebenfalls nicht so gross, nach der 1. Läufigkeit. Aber für uns um erwogen die Nebenwirkungen der Kastration.

cindy

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Doggie(s): Cockerspaniel Rüde Charly und im Herzen für immer Cindy

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26

Sonntag, 21. August 2016, 20:59

Alsooooooo jetzt setze ich mich hier mal in die Nesseln :biggrin:
Cindy war eine Frühkastratin, sie wurde mit 7 Monaten kastriert. Sie wurde 14 Jahre alt und hatte absolut keine Nebenwirkungen wegen des Frühkastrierens. Sie wurde auch Erwachsen und sie war wie jeder Junghund verspielt, hörte aber mit ca. 2.5 jahren auf und sie wurde ruhiger. Sie war mit JEDEM Hund verträglich. Was das lernen anging, war sie gut (wir haben es bis ins BH2 geschafft) Fellveränderung habe ich erst im Alter gemerkt. Ehrlich, hätte ich wieder ein Weibchen, wäre sie auch Frükastrierrt worden. Warum? Weil es mein Ego ist, weil ich die Läufigkeit nicht haben will. So und jetzt könnt ihr auf mich draufhauen :0haue-haue0:

Bei Charly denke ich im jetzigen Zeitpunkt nicht ans Kastrieren, weil er absolut jetzt, noch keine Probleme hat, weder mit läufiger Weiber, noch mit anderen Rüden. Klar gibt es Rüden, die er nicht so gerne hat, aber da schauen wir halt, das man diesen nicht unbedingt begegnet.
Wann würde ich Charly kastrieren? Wenn er vor lauter Liebeskummer (läufig Hündinnen) nur noch sabbert,zittert, nicht mehr frisst und nur noch jault oder wenn er ein solcher Matcho wird gegen andere Rüden.
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

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testudo

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27

Sonntag, 21. August 2016, 20:59

Zitat



Laut TÄ und Studien ist das Risiko an Tumoren zu erkranken bei Hündinnen sehr gering, wenn sie VOR der erste Läufigkeit kastriert werden und ebenfalls nicht so gross, nach der 1. Läufigkeit. Aber für uns um erwogen die Nebenwirkungen der Kastration.


Diese Stundien wurden längst widerlegt...

cindy

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28

Sonntag, 21. August 2016, 21:02

Zitat



Laut TÄ und Studien ist das Risiko an Tumoren zu erkranken bei Hündinnen sehr gering, wenn sie VOR der erste Läufigkeit kastriert werden und ebenfalls nicht so gross, nach der 1. Läufigkeit. Aber für uns um erwogen die Nebenwirkungen der Kastration.


Diese Stundien wurden längst widerlegt...


Von wem wurde diese Studien widerlegt?
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

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testudo

unregistriert

29

Sonntag, 21. August 2016, 21:04

Von TÄ welche das eingehend untersucht haben. Da gibts gleich mehrere Studien / Arbeiten dazu

inhii

Alphadoggie

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30

Sonntag, 21. August 2016, 21:15

Also ich lass schon Sachen wo einfach die % in Wirklichkeit viel geringer ist als man immer so sagt. Es macht glaub nur ganz wenige einzelne % aus wo unkastrierte Hündinnnen eher Krebs bekommen als kastrierte. Nicht wie man oft zu hören bekommen 80% weniger :pfeifen:

Bei meinen Hündinnen ist Fakt, dass beide NACH der Kastration wegen Hormonumstellung Brustkrebs bekommen haben, beide wurden operiert und es kam nie wieder zurück. Selbst bei Diuni wo ich nur einen 2-3cm Schnitt machen lies.

Die eine Hündin starb an Milztumor, welcher nach der Kastration gekommen ist. Ich vermute stark, dass auch meine erste Hündin an dieser Art Krebs gehen musste (man sah eine ganz leicht vergrösserte Milz, ich liess jedoch nichts mehr machen... deshalb fehlte die ganz genaue Diagnose).

hmm... Zufall oder nicht.

Wie ich schrieb, wenn Jemand keine Probleme mit Kastration hatte bei seinem Hund, so wird er immer PRO sprechen. Ich hatte 2x nach einer Kastration nur Scheissereien.

@cindy

Finde es schade wenn man es NUR aus Ego raus macht :S denn es sind 3 Wochen wo die Hündin rumkleckert und ,,eklig,, ist. Rüden sind oft ihr lebenslang nonstopp ,,eklig,, und verlieren ihren Saft. Naja, dann habe ich lieber Blut am Boden wo ich sehe, als ,,Rüdensaft,, wo ich reintrete. :pfeifen: Ich höre es so oft, dass Rüden sehr viel verlieren, sogar von solchen Rüdenbesitzer, wo ihren Rüden dann Höschen anziehen müssen weil sie so extrem rumtropfen wenn gerade eine Läufige rum ist im Quartier.

Neeee, ich bin lieber für Hündin. :d :super: und zwar mit allem Positivem wie Negativem wo das Geschlecht mit sich bringt.

Du hast ja dein Weg nun gefunden und hast ein Rüde.

Ich sage immer; wem das Bluten stört, soll ich keine Hündin kaufen. Andersrum genauso. Stört einem das Rüdenverhalten, muss man sich ja keinen kaufen. ;)

Bolotta

Alphadoggie

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31

Sonntag, 21. August 2016, 22:39

Ich habe auch schon mit HH diskutiert, weil sie eben die Meinung vertreten, dass Läufigkeit = Sauerei. Ich ziehe Luna z.B. Im Wohnmobil ein Höschen an, da sie auch aufs Bett oder Polster Sessel darf. Genau gleich zu Hause: Nachts liegt sie manchmal auf unserem Bett. Aber als Sauerei würdeich das nie bezeichnen.

Lagotto

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32

Montag, 22. August 2016, 14:14

@cindy, na dann wolln wir mal... :0haue-haue0: :d
Wer weiss, vielleicht wäre deine Hündin sonst zwanzig geworden ;)
Ich denke, da hast du einfach Glück gehabt, wie vermutlich viele andere auch. Aber sehr wahrscheinlich, bzw. ganz bestimmt sogar, gibt es auch viele HH die ständig zum Tierarzt rennen müssen. Gründe gibt es viele, denke aber die HH oder zukünftigen HH sollten ein bisschen sensibilisiert werden und nicht einfach kastrieren lassen.
Bei einer Hündin sehe ich zum Beispiel gar kein Problem, sie frühzeitig an ein Höschen (für drinnen) zu gewöhnen.
Wir Frauen wissen es ja selbst am Besten, was passiert, wenn die Hormone irgendwann mal weniger werden. Ganz abgesehen von den Problemen, die sich nach einer Gebärmutterentfernung einstellen. Warum sollten unsere Hunde nicht ähnlich reagieren und ist die Frage, was wir Menschen davon mitbekommen und erkennen?
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Lagotto

Sportdoggie

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33

Dienstag, 6. September 2016, 16:21

Musste wiederholt feststellen, dass das Zusammentreffen kastriert/unkastriert nicht von Sympathie geprägt ist. Sogar eine entfernte Nachbarin, deren Rüde ebenfalls unkastriert ist, erlebt es ähnlich wie ich. Den Ratschlag den man ihr gab, kastrieren, logo :ohmann:
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

hasch-key

Sportdoggie

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34

Mittwoch, 7. September 2016, 10:06

Also, meine drei sind kastriert, 2 davon spät. Chadie ist grundsätzlich ein sicherer souveräner Hund, der in jüngeren Jahren allerdings sehr stark auf das Einhalten der Hundenetiquette Wert gelegt hat und entsprechende Missachtung deutlich "kommuniziert" hat.
Er war auch nach der Kastration in Hundegruppen in der Regel der Ranghöchste und es hat noch nie ein anderer Rüde ernsthaft versucht ihn zu besteigen.
Ob kastriert oder unkastriert spielt keine Rolle, auch bei den anderen nicht.

P.S.: wenn meine auf andere reagieren, dann eher auf bestimmte Hunderassen und entsprechend typische Vertreter also bspw. distanzlose Labbis oder Berner Sennen.

Alqua

Schnupperdoggie

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35

Mittwoch, 7. September 2016, 16:35

Dacht dies passiere nur bei frühkastrierten Rüden?

Kurzes OT: Wann gilt ein Rüde eigentlich als Frühkastrat?



Früher (und allgemein immer noch in der veterinärmedizinischen Literatur) galt eine Kastration immer dann als Frühkastration, wenn sie vor dem Eintritt der Pubertät erfolgte. Alter konnte dementsprechend unterschiedlich sein, meist aber ca. 6 Monate.
Udo Ganslosser und Sophie Strodtbeck haben aber eine neue Definition eingeführt: sie reden immer dann von Frühkastration, wenn diese in der Pubertät, sprich vor dem Erwachsenwerden erfolgt. Hundetrainer haben das zum Teil so übernommen, Tierärzte in der Regel nicht.
Deshalb wird der Begriff "Frühkastration" zur Zeit unterschiedlich verwendet. Am besten einfach immer nachfragen, von was der andere jeweils genau spricht, bevor man sich auf die Kappe gibt ;)