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Sisco

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Sisco (Border Collie-Mix, 2002), Miro (Mudi, 2010)

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21

Sonntag, 26. März 2017, 13:51

Geht es Sisco denn gesundheitlich so schlecht, oder ist er einfach "alt" und lebt "nüme 100Johr"?
Sisco wird im Juni 15. was für ein Border-Mix schon beträchtlich ist. Vor allem da ich annehme, dass noch eine grössere Rasse wie Berner Senn oder wenn man dem Mischlingstest glauben schenken möchte, Rotweiler oder Dogge.
Jedoch ging es ihm vor Monaten recht schlecht. Die TA meinte, wenn es nicht besser wird, ihn erlösen zu müssen. Zum Glück wurde es wieder besser. Dieser Moment sitzt mir etwas in den Knochen und mir wurde bewusst, dass ich die Zeit nutzen möchte.
Meine erste Hündin verstarb auch plötzlich und ich war nicht dabei. Dies war garnicht schön und ich hätte mir von meinen Eltern mehr Einbezug gewünscht.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sisco« (26. März 2017, 14:12)


Lady

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Lady - Berger des Pyrénées

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22

Montag, 27. März 2017, 08:12

Ich bin unterdessen 4fache Grossmutter (3fache Mutter). Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass Kinder sehr viel mehr mitkriegen und spüren, als wir ahnen. Darum bin ich persönlich der Ansicht, dass man immer am besten fährt, wenn man ihnen ganz offen und ehrlich sagt, was los ist. Nicht Geschichten erzählt und blabla drum rum redet. Auch nicht mit einem 5jährigen. Gerade jetzt, wo Sisco eine Blasenentzündung hat, das Thema aufgreifen. Ihnen sagen, sehr ihr, es geht Sisco nicht gut. Er ist schon alt und leider wird er ziemlich sicher nicht mehr lange leben. Dann werden die Kinder eh Fragen stellen... die einfach ehrlich und sachlich beantworten. Ich würde ihnen sogar - falls sie fragen, aber nur dann - erklären, dass wenn Sisco mal schwer krank ist und Schmerzen hat, der Doktor zu euch nach Hause kommt und ihm eine Spritze gibt, damit er von den Schmerzen erlöst wird, wenn man ihm nicht mehr anders helfen kann. Jedenfalls hab ich mit meinen Kindern immer offen übers Sterben und den Tod geredet (auch bei Menschen) und sie haben das nicht nur gut verkraftet, sondern konnten gut damit umgehen.
Liebe Grüsse
Marianne

www.ladys-huetewiese.jimdo.com

sina22

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Doggie(s): Moira (2003-2016)Labrador(w)//Yamie (2.12.12)Irish Setter (w)

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23

Montag, 27. März 2017, 12:28

Kinder

also wir haben es so gemacht:

Die kinder waren in deinem alter letzten oktober als wir moira einschläfern lassen mussten. Nach dem schlechten befund beim tierarzt habe ich sie nochmals heimgenommen. Dann haben wir als familie einen abschiedsspaziergang gemacht.
Ich habe den kindern die wahl gelassen, ob sie beim tierarzt dabeisein wollen am abend beim einschläfern. 2 der 3 kinder wollten dabei sein.

Sie haben von selber so die letzte zeit als sie alt war immer wieder gesagt, gäll mami, wir geniessen jetzt einfach noch tag für tag mit moira. Vor allem der sohn hat mehr geweint vor ihrem tod als nachher. Die töchter weinen jetzt mehr nachher.

Wir werden jetzt im frühling ihre asche im garten begraben zusammen, so als ritual.

Soulblighter

Schnupperdoggie

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24

Montag, 27. März 2017, 13:29

.

Ich glaube, das Beste ist es, es den Kindern zu erklären und sie ggf. mit einzubeziehen. Vielleicht haben sie auch bereits Beerdigungen erlebt, wenn ja, könnte man einen Bezug dazu herstellen. Bei mir war es damals so, dass die Katze (23 Jahre alt damals) friedlich in ihrem Kistchen lag am Morgen. Meine Mom hat uns 3 (ich war 6, die anderen beiden 3 und 1) erklärt, was geschehen ist, WO Olga jetzt ist, und dass sie einfach eine sehr alte Katze war.
Wir haben sie dann gemeinsam im Garten begraben, mit Grabstein und allem. Dies deswegen, weil eine Verwandte kurz zuvor gestorben war, und ich darauf bestanden habe, das Tote beerdigt zu sein haben. Egal ob Mensch oder Tier.

Schlimmer war es einige Jahre später, als die Katze meiner Schwester spurlos verschwand. Was wir damals nicht wussten -es war auch besser so-, dass ein Katzenhasser etwa 10 schwarze (!) Katzen im Quartier beseitigt hat. Wir haben Edgar lange gesucht, und es war einfach eine Ungewissheit, ob er tot ist oder weggelaufen.

PS: Heute seh' ich es so, dass niemand von uns ewig lebt. Ich habe einige Menschen verloren, auch Freunde, und gehe damit etwas pragmatischer um. Zu trauern ist sehr wichtig, man darf sich aber nie in Verlusten verlieren. Ich höre immer wenn ich die Personen vermisse das Lied "Sonne" von Farin Urlaub. Irgendwie hilft mir das, seit Jahren.
"Wenn Sie Garantien wollen, kaufen Sie sich einen Toaster!"

"Sie können Tiere nicht wie Menschen behandeln. Tiere brauchen Liebe!"

Sisco

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25

Montag, 27. März 2017, 21:05

Danke vielmals für eure Gedanken!
Ja, ein offener Umgang ist mir auch wichtig. Die Kinder spüren es ja sowieso und wenn es ausgesprochen wird, geben wir ihnen die Möglichkeit es einzuordnen.

@ sina: Etwa so, würde ich es mir auch Wünschen!

Im Grunde ist für mich die Auseinandersetzung genau so wichtig. Manchmal denke ich, dass ich Sisco zu erst los lassen muss. Er dann wird er gehen können.

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