Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: doggies.ch - das Hundeforum der Schweiz. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Vaku

Schnupperdoggie

Beiträge: 1 604

Wohnort: GR

  • Nachricht senden

21

Donnerstag, 3. August 2017, 13:21

Damit meine ich, dass der Hund evtl das Gefühl hat, ER müsse die Dinge regeln.
Anscheinend hat dein Hund ja das Gefühl, dass er das tun muss.

Ich bin da ganz bei Tabascco. Ihr habt dne Hund zwar schon eine Weile, aber es fehlt an Vertrauen dem Hund euch gegenüber und anders herum.
Und nein ich glaube nicht, dass alle Probleme darauf zurück zu führen sind das dein Hund ein Kontrolljunkie ist, es wird dadurch maximal verstärkt.


Ich versteh auch nicht so ganz welche Hilfe du dir erhoffst wenn du allen Input abschmetterst und als "haben wir schon versucht" deklaierst.
Es muss einem nicht immer alle Vorschläge hier "gefallen" - ich such mir auch oft das raus was für mich passt, lege eine Methode für mich fest und bleibe da dran.

Nickquenim

Alphadoggie

Beiträge: 4 095

  • Nachricht senden

22

Donnerstag, 3. August 2017, 13:40

Zitat
Und such dir einen BC erfahrenen Trainer, das Jogger etc anbellen ist Hüteverhalten
Er bellt keine Jogger an. Nur Motorfahrzeuge und suspekte Dinge, zbsp Trottinett, Dreiräder, klappernde Sachen
Kann auch sein, dass er das gar nicht so kennt. Zeig ihm diese Sachen, geht euch das "zusammen" ansehen, seid ein Team.
Zitat
Ich habe auch eine Klette daheim, sie hat mir auch überallhin gefolgt. Ich würde ihn immer wieder auf seinen Platz schicken, wenns nicht klappt halt anbinden oder in eine Box zum runterfahren. So hat es meine mit der Zeit dann gelernt, weil für den Hund selber ist es auch sehr stressig.
So machen wir das bereits. Naja, jedenfalls solange ich mich nicht bewege, klappt es. Er bleibt in der Box, solange ich zBsp TV gucke, auf der Couch sitze, oder grad gegessen wird.
Wenn ich in die Küche gehe, wird er schon aufmerksamer. Laufe ich richtung Schlafzimmer oder zur Wohnungstür, steht er auf und folgt mir.
Das mit der Box verstehe ich. Würde ihn dann anbinden....... und zwar konsequent.
Zitat
Ich kann Dich gut verstehen und mitfühlen, hatte mit meinem doggie auch so einige Schwierigkeiten und erst nach fünf Jahren kann ich sagen, es wird besser.
Mit Border Collies kenne ich mich gar nicht aus. Wenn Du einen Hund hast, der speziell ausgelastet werden müsste (Arbeit an den Schafen), würde ich auch nach einem erfahrenen BC Trainer schauen oder mit einem BC Verein Kontakt aufnehmen. Die können Dir bestimmt weiterhelfen.
Letztendlich musst Du Dir überlegen, ob der Hund bei Euch richtig platziert ist. Das ist nicht böse gemeint, aber bevor ihr alle dauerhaft gestresst seid, würde ich ihn notfalls weitervermitteln.
Ohje, 5 Jahre... Der aktuelle Zustand lässt sich wohl kaum so lange aushalten.
Das Schlimme ist: Es macht einfach null Spass. Unter Hundehaltung haben wir uns echt was anderes vorgestellt. Aber nicht, dauerhaft alte Marotten auszubügeln für die wir selbst nichtmal verantwortlich sind.
Dein Hund merkt, dass es euch Null Spass macht.
Mal so in die Runde geworfen: ein Hund kann bei unterschiedlichen Personen ganz unterschiedliche Verhaltensmuster zeigen. Muss also nicht sein, dass ihr falsch informiert worden seid. Redet doch zuerst mal mit den Vorbesitzern.
Würde ich auch vorschlagen, auch wenn es unangenehm ist. Es soll ja dem Hund zugute kommen.
Zitat
Wegen dem alleine bleiben: langsam aufbauen (ich weiss von was ich rede, mein Rüde ist einfach nur schlimm was dies anbelangt (er hat eine enorme Verlustangst)).
Naja, die Frage ist: wie?
1. Dein Hund sollte lernen dir zu vertrauen und sich zu Hause zu fühlen.





So, habe ichs überlesen oder steht hier nirgendwo, wie dein Hund heisst?
Ich habe das Gefühl ihr habt in den 6 Monaten schon irre viel ausprobiert. Das ganze wird Zeit brauchen. Viel Zeit. Da wird dir kein Hundetrainer sagen können, das dauert so und so lange.
Beispiel:
Obwohl mein Tierheimhund Hootch sich sofort an mich "geklettet" hat, so hat er in etwa ein Jahr gebraucht, um wirklich mal seine "Koffer auszupacken" und dieser Prozess ist noch immer nicht zu Ende. Er musste lernen, dass er mir Vertrauen kann, dass ich ihn immer wieder abhole (aus seiner Situation war es bisher nicht möglich, ihn zu einem normalen Hundesitter zu brignen, ich bringe ihn jeden Dienstagmorgen ins Tierheim wo ich ihn her habe und jeden Freitagabend hole ich ihn wieder). Ich bin jeden Dienstagmorgen 3h im Auto unterwegs und jeden Freitagabend auch. Mittlerweile hat er begriffen, dass er zu mir (uns) gehört und egal welchen Schei**** er auch bietet. Ich schiebe ihn nicht wieder ab.


Wäre dein Hund mein Hund wäre würde ich:
-Kurze Spaziergänge machen (dafür etwa 4x), kein ziehen etc.... durch lassen und wirklich zB eine 100m linie vorgeben, wo er schnüffeln und sein Geschäft verrichten darf.
-Zu Hause wird entspannt, am Platz anbinden, etwas anderes gibt es nicht mehr bis er es selbständig kann.
-Den Hund im Moment nicht alleine lassen: wenn du weg musst jemandem zum hüten bringen

und das ganze mal etwa 3 Monate.........
aber ich bin kein Hundetrainer, kein BC Kenner, nur jemand mit ein ganz klitzeklein wenig Erfahrung mit "Abschiebehunden". Dies ist meine persönliche Meinung zu dem geschriebenen, so wie ich es verstanden habe.

Neymi

Schnupperdoggie

  • »Neymi« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14

  • Nachricht senden

23

Donnerstag, 3. August 2017, 13:46

Zitat

Ich versuche nun mal die Sache aus Sicht des Hundes zu betrachten. Denn mir scheint, dass dir deine eigene Seite wichtigerer ist, als die des Hundes.
Der Hund verlor seine Familie, kam an einen neuen Ort. Und so wie du schreibst, fühlt er sich nun alles andere als wohl. Da würde ich ansetzen. Was könnt ihr tun, dass es ihm bei euch gut geht. Denn erst dann kann eine gesunde Beziehung entstehen.


Ich hab keine Ahnung was ihm fehlt?! Wenn es seine alte Familie ist, dann bräuchte man ihn nur zurückzugeben. Ansonsten kann ich doch nichts daran ändern, dass er sie vermisst. Sie wollten ihn ja nicht mehr, also würde er sowieso weitervermittelt werden. Ich hab ihn nicht von dort entführt oder irgendwas!
Er fühlt sich durchaus die meiste Zeit wohl, wenn er grad nicht durchdreht. Und dafür hab ich mich schon dick einschränken müssen. Ich verlasse im Monat schätzungsweise ganze 3-4 Mal die Wohnung (und lass ihn allein), nur damit er nicht brüllt wie ein Wahnsinniger. Ich habe aufgegeben ihn selbst baden oder bürsten zu wollen, weil er das nicht mag. Er geht dafür in den Hundesalon. Er bekommt sein Lieblingsfutter. Mit ihm wird gespielt, er wird gestreichelt, mit ihm wird mehr nach draussen gegangen als vorher, dazu besuchen wir noch spannende Orte. Bei warmem Wetter darf er im Fluss und im Matsch spielen. Er hat viel Spielzeug, darunter auch Puzzle um ihn anzuregen. Für seine Gesundheit wird bestens gesorgt. Er kommt mit in die Hundeschule und hat Kontakt mit Artgenossen, wir engagieren für Notfälle Hundesitter die er innig liebt. Manchmal kaufen wir ihm einfach aus Spass ein besonders tolles Leckerli oder Knochen, einfach nur, weil es schön ist ihn zu beschenken und was Gutes zu tun. Er hat engagierte Besitzer, die sich im Vorfeld und auch jetzt noch rege informieren.

Dieser Hund ist alles andere als misshandelt, dem geht es verhältnismässig saugut. Ich hab das Portemonnaie meines Mannes geplündert und mich selbst verschuldet, damit es an nichts fehlt. Dazu verbringe ich oft ganze Nachmittage damit nach Lösungen zu suchen, damit es ihm und uns besser geht.
Folglich reagiere ich etwas allergisch, wenn man mir in dieser Hinsicht Egoismus vorwirft.

Ausserdem ist meiner Meinung nach der Mensch ein bisschen egoistisch. Keiner holt sich ein Haustiert ohne gewisse Erwartungen. Sei es unbändige Liebe, tierische Partnerschaft, die eigene Gesundheit, Beschäftigung, ein neues Hobby, der "Jööö-Effekt" oder für eine gewisse Arbeit (Schutzhund, Hütehund, etc).
Manche holen sich einen Hund um vor dem Sommer noch ein paar Kilo abzuspecken, manche wollen nur mit geföhntem Tier an Shows teilnehmen, manche wollen unbedingt DogDancing machen, manche sind einsam, usw.

Aber letztendlich haben wir alle eine Erwartungshaltung und die Anschaffung erfolgt immer in erster Linie aus Eigennutz. Ob es nun ein Hund vom Züchter, aus dem Tierheim oder aus einer Tötungsstation ist.
Also JA, schuldig. Ich wollte so gerne einen Hund haben, weil ich als Kind nie durfte. Ich wollte ihn umsorgen, spielen, im schöne Sachen schenken und einfach einen Kumpel in ihm finden. Schuldig.

Das ist der Grund, warum mir Foren oft schnell verleiden. Irgendwann ist man immer der Ketzer.

Um es zusammenzufassen: Der Hund profitiert letztendlich davon, wenn ich wieder stabilere Nerven habe. Erziehung gibt ihm Struktur und mir auch. Je weniger er kann, desto schwieriger gestalten sich andere Punkte und desto eingeschränkter sind wir. (Beispiel mit der Schleppleine. Solange Abruf nicht funzt, kann er sich weniger frei bewegen. MIR kann es ja egal sein, ob ich ihn an der Schleppi halte oder nicht. Es geht aber um IHN.)
Mit dem Spielen dasselbe. Es eröffnen sich einfach viel mehr Möglichkeiten, wenn wir mal den Anlauf meistern.
Ich würde sagen, dass "eigennützigste" meiner Wünsche ist bisher der, dass er lernt allein zu bleiben.

Weil - ich - schier - wahnsinnig - werde - so - eingesperrt - wie - ich - bin.

Ich verliere den Kontakt zu anderen Menschen, ich kann meine häuslichen Arbeiten nicht verrichten, ich kann nicht mal meinem Mann ein Stück Überraschungskuchen kaufen gehn.
Der Hund spielt hierbei meinen Gefängniswärter und das ist einfach so falsch. :wacko:

[list][*][/list]

Nickquenim

Alphadoggie

Beiträge: 4 095

  • Nachricht senden

24

Donnerstag, 3. August 2017, 13:53

Ich hab keine Ahnung was ihm fehlt?!
Führung.
Folglich reagiere ich etwas allergisch, wenn man mir in dieser Hinsicht Egoismus vorwirft.
Ich glaube, dies wirft dir niemand vor, oder? Wenn ja hätte ich es überlesen. Ich denke jeder schreibt dies, was er denkt es könnte eurer Situation und dem Hund weiter helfen.


Das ist schon richtig, klare Strukturen und Regeln braucht er. Er wird auch vieles lernen müssen. Aber eben nicht alles zusammen.
Wenn die Basis stimmt, wird der Rest nicht alleine kommen, aber es wird sicherlich um einiges einfacher werden.
Gefängniswärter soll er keinesfalls spielen könne. Damit ist er überfordert und du todunglücklich. Damit wären wir wieder bei der Führung und dem "Alpha Gedöns" wie du es nennst.

Neymi

Schnupperdoggie

  • »Neymi« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14

  • Nachricht senden

25

Donnerstag, 3. August 2017, 13:57

Zitat

Anscheinend hat dein Hund ja das Gefühl, dass er das tun muss.

Ich bin da ganz bei Tabascco. Ihr habt dne Hund zwar schon eine Weile, aber es fehlt an Vertrauen dem Hund euch gegenüber und anders herum.
Und nein ich glaube nicht, dass alle Probleme darauf zurück zu führen sind das dein Hund ein Kontrolljunkie ist, es wird dadurch maximal verstärkt.


Ich versteh auch nicht so ganz welche Hilfe du dir erhoffst wenn du allen Input abschmetterst und als "haben wir schon versucht" deklaierst.
Es muss einem nicht immer alle Vorschläge hier "gefallen" - ich such mir auch oft das raus was für mich passt, lege eine Methode für mich fest und bleibe da dran.
Aber warum fehlt es ihm an Vertrauen, das ist die Frage. Mir fällt keine Situation ein, wo ich sein Vertrauen erschüttert hätte. Im Gegenteil, mein Mann und ich haben uns immer bemüht ihn aus brenzligen Situationen rauszubringen.
Einmal wollte ein kleiner Hund ihn verbeissen, da ist mein Mann eingeschritten und konnte ihn abwehren. Unser Hund war sichtlich erleichtert. Trotzdem hat es wohl nicht viel gebracht.

Ich schmettere nicht allen Input ab, nur natürlich den, den wir schon versucht haben. Und wir haben soviel schon versucht.
Wenn ich weiss, dass zBsp ein Kong keine genügende Ablenkung ist, wenn ich gehe, wieso soll ich es dann auf biegen und brechen immer wieder versuchen? Irgendwann hasst er höchstens den Kong, weil er es mit dem Verlassen verbindet. Das hält ihn aber auch nicht davon ab, trotzdem zu Jaulen. Das Ding lag unberührt rum, bis ich wieder zuhause war.
Es geht hier nicht darum was mir gefällt oder nicht. Ich bin da flexibel. Es geht darum, dass bis jetzt einfach nichts gefruchtet hat. Sehe ich in irgendeiner Methode nur einen klitzekleinen Funken Hoffnung und Chance auf Erfolg, würde ich selbstverständlich dabei bleiben.

Nickquenim

Alphadoggie

Beiträge: 4 095

  • Nachricht senden

26

Donnerstag, 3. August 2017, 14:05

Aber warum fehlt es ihm an Vertrauen, das ist die Frage. Mir fällt keine Situation ein, wo ich sein Vertrauen erschüttert hätte. Im Gegenteil, mein Mann und ich haben uns immer bemüht ihn aus brenzligen Situationen rauszubringen.
Einmal wollte ein kleiner Hund ihn verbeissen, da ist mein Mann eingeschritten und konnte ihn abwehren. Unser Hund war sichtlich erleichtert. Trotzdem hat es wohl nicht viel gebracht.
Es kann auch gar nicht erschüttert werden weil das Vertrauen erst aufgebaut werden muss.
Der Anfang war doch schonmal gut! Weiter so. Es braucht mehr als nur eine solche Situation, damit der Hund euch vertraut. Ich vermenschliche nicht gerne aber hier tortzdem mal ein kleines Beispiel: Wir treffen uns 1x, ich bezahle dir ein Kafi, würdest du mir deswegen vertrauen?
Sehe ich in irgendeiner Methode nur einen klitzekleinen Funken Hoffnung und Chance auf Erfolg, würde ich selbstverständlich dabei bleiben.

Ich habt viel versucht, ich denke ihr habt ZU viel versucht.....
Es wird erfolg haben, such dir eine Methode aus, vielleicht mit deinem Trainer zusammen und dann zieh das durch. Wenns sein muss, 1....2.....3 Jahre!
Du musst in den klitzekleinsten Sachen den Erfolg sehen lernen.

Vaku

Schnupperdoggie

Beiträge: 1 604

Wohnort: GR

  • Nachricht senden

27

Donnerstag, 3. August 2017, 14:12

a020 Ich glaube bei dir steckt inzwischen ganz viel Frust in dir drin und das merkt dein Hund.
Es ist aktuell wohl ein Teufelskreis.

Ich glaube euch kann wirklich nur noch jmd helfen, der zu euch nach Hause kommt und sich das ganze vor Ort anguckt.
Jmd der auch euch Menschen hilft, wieder freude am Hund zu haben.
Aktuell ist da nur Wut und Frust.

Ich hatte es glaube ich schon mal gefragt, aus welcher Ecke kommst ihr?
Hier kann bestimmt jmd einen guten Trainer empfehlen. Einen Trainer der mit euch eine Methode erarbeitet und nicht nur das Standardprogramm abläuft.


PS: Ich glaube nicht das dein Hund die andere Familie vermisst.
Vertrauen baut sich beim Hund erst auf, dass ist nicht da und wird dann "erschüttert". Manche Hunde brauchen länger andere kürzer.
Wenn die Vorbesitzer den Hund "vernachlässigt" haben (8h am Stück alleine bleiben.... hört sich schwer dannach an), dann kommt so ein Vertrauen vom Hund zu Menschen nicht von heute auf morgen.


EDIT: Nickquenim war schneller - wir brauchen im Forum einen Like-Button ;)

Caro&Benji

Alphadoggie

Beiträge: 3 401

Doggie(s): Border Collie-/Schäfer-Mix Benji

Wohnort: ZH Unterland

  • Nachricht senden

28

Donnerstag, 3. August 2017, 14:13

Ich bin absolut Nickquenims Meinung.

Ihr habt es bestimmt gut gemeint, aber das war alles mega viel für den Hund...Es sieht so aus, als hätte er nicht mal Zeit gehabt, richtig anzukommen. Ich habe selber einen Border Collie (Mix) und er ist auch mein Ersthund und ich habe so ziemlich alles falsch gemacht, weil ich die Rasse nicht verstanden habe. Ich sage nicht, dass ihr alles falsch macht, aber ich würde mir wirklich wirklich Hilfe holen. Dann macht es auch bald Freude einen Hund zu haben. Es ist noch nichts verloren, gib nicht auf. :)

Und bitte lies meine PN. ;)
"It's the detours that make us who we really are." - Sheryl Crow

Claudia

Schnupperdoggie

Beiträge: 113

  • Nachricht senden

29

Donnerstag, 3. August 2017, 14:13

Beim ganzen überfliegen fallen mir vorallem auf, dass...

... du keine Nerven (mehr) hast
... wahnsinnig viel probiert wird und wieder verworfen
... sehr viel menschliches Gedankengut in den Hund interpretiert wird

Äxgüsi für die klaren Worte, aber ich denke, du bist mittlerweile in so einem Strudel angelangt, dass du da kaum mehr selber oder durch hundert Ratschläge in Foren mehr rauskommst. Du brauchst Struktur, du brauchst Hilfe und du brauchst einen Plan. Das alles kann dir einzig und allein eine Begleitung vor Ort durch einen Trainer geben. Vornehmlich jemand, der sich mit erwachsenen Arbeitshunden auskennt. Einen Welpen/Junghund von Anfang an zu erziehen ist meiner Meinung nach eine ganz andere Geschichte als einen Althund zu übernehmen.

Eins kann ich dir aus eigener Erfahrung mitgeben: ohne Nerven und Erdung deinerseits wirst du immer verlieren gegenüber einem Hund wie ein BC ist. Ich habe einen Toller (der BC unter den Retrievern :zwinker: ) und ich weiss wovon ich rede. Hab ich keine Nerven und keine Geduld, hab ich auf ganzer Linie verloren. Du wirst lernen müssen, deinen Hund zu lesen und seine Fähigkeiten zu erkennen. Sobald du mit deinem Hund auf derselben Linie als Team funktionierst, werden sich manche Probleme von selber erledigen. Setze deinen Fokus nicht auf die vielen einzelnen Probleme sondern suche für euch zusammen das Beste heraus, was euch zum Team macht. Dann wirst du in der Lage sein, deinem Hund soviel Sicherheit und Stärke zu vermitteln, dass er einfach weiss, du kommst immer wieder und würdest ihn nie verlassen. Ergo ... und dann kannst du üben, ihn alleine zu lassen.

Das ist Arbeit, Arbeit, Arbeit .... soviel muss dir bewusst sein. Wenn du bereit bist, das auf dich zu nehmen mit allen zeitlichen und finanziellen Konsequenzen, dann tu es. Falls du dazu nicht bereit bist, dann sei so ehrlich und such einen guten Platz für deinen Hund.

Viel Umsicht und Glück .... :)

Tabasco

Sportdoggie

Beiträge: 2 007

  • Nachricht senden

30

Donnerstag, 3. August 2017, 14:19

Er fühlt sich durchaus die meiste Zeit wohl, wenn er grad nicht durchdreht. Und dafür hab ich mich schon dick einschränken müssen. Ich verlasse im Monat schätzungsweise ganze 3-4 Mal die Wohnung (und lass ihn allein), nur damit er nicht brüllt wie ein Wahnsinniger. Ich habe aufgegeben ihn selbst baden oder bürsten zu wollen, weil er das nicht mag. Er geht dafür in den Hundesalon. Er bekommt sein Lieblingsfutter. Mit ihm wird gespielt, er wird gestreichelt, mit ihm wird mehr nach draussen gegangen als vorher, dazu besuchen wir noch spannende Orte. Bei warmem Wetter darf er im Fluss und im Matsch spielen. Er hat viel Spielzeug, darunter auch Puzzle um ihn anzuregen. Für seine Gesundheit wird bestens gesorgt. Er kommt mit in die Hundeschule und hat Kontakt mit Artgenossen, wir engagieren für Notfälle Hundesitter die er innig liebt. Manchmal kaufen wir ihm einfach aus Spass ein besonders tolles Leckerli oder Knochen, einfach nur, weil es schön ist ihn zu beschenken und was Gutes zu tun. Er hat engagierte Besitzer, die sich im Vorfeld und auch jetzt noch rege informieren.

Dieser Hund ist alles andere als misshandelt, dem geht es verhältnismässig saugut. Ich hab das Portemonnaie meines Mannes geplündert und mich selbst verschuldet, damit es an nichts fehlt. Dazu verbringe ich oft ganze Nachmittage damit nach Lösungen zu suchen, damit es ihm und uns besser geht.
Folglich reagiere ich etwas allergisch, wenn man mir in dieser Hinsicht Egoismus vorwirft.


Nein, Egoismus möchte ich dir keinesfalls vorwerfen. Ich wollte lediglich die Seite des Hundes in den Mittelpunkt stellen.

Aber ich denke nicht, dass es dem Hund wirklich so gut geht. Nicht, wenn er dich zuhause zwangshaft kontrollieren muss, oder wenn er dich nicht aus dem Haus gehen lassen kann. Tolle Geschenke und Puzzles sind einem Hund meist nicht wichtig. Eine gute Beziehung jedoch sehr wohl.

Wie andere auch, erachte ich es als sehr sinnvoll, einen guten hütehundeerfahrenen Trainer nach Hause kommen zu lassen, der sich die Sache anschaut. Weil so wie es jetzt ist, kann es ja nicht bleiben. Und weitervermitteln lässt sich ein solcher Hund wohl kaum.

Neymi

Schnupperdoggie

  • »Neymi« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14

  • Nachricht senden

31

Donnerstag, 3. August 2017, 14:22

Zitat

Kann auch sein, dass er das gar nicht so kennt. Zeig ihm diese Sachen, geht euch das "zusammen" ansehen, seid ein Team.
Geht eben nicht so einfach. Wenn er den Traktor anbellt, scheint er wirklich Angst zu haben. Er bellt und will dann schnell weg. Ich will ihn da nicht durchzwingen, sonst zerstöre ich ja nur wieder Vertrauen.
Bei Autos weiss man nie, welches ihm nun nicht passt. Beim Vorbesitzer hiess es, es wären nur rote Autos. Konnten wir nicht feststellen. Mein Mann vermutete mal Diesel Autos, aber das hat sich auch als falsch rausgestellt. Es scheint völlig willkürlich zu sein.
An Fahrräder und Kinder auf Trottinetts und Dreirädern kann ich ihn natürlich nicht ranlassen, wenn er bellt und so wild in der Leine hängt. Da haben die Leute einfach Angst.
Ausserdem ist es auch da wieder sehr willkürlich. Die meisten guckt er gar nicht an und bellen tut er da nur selten.
Gewissermassen könnte es also schlimmer sein, aber es ist genau diese Unberechenbarkeit, die mir Sorgen macht... Wochenlang war einfach mal Ruhe mit den Autos und dann plötzlich war's wieder da. So weiss man nie, ob das Ganze erfolgreich war, oder nicht.

Zitat

Das mit der Box verstehe ich. Würde ihn dann anbinden....... und zwar konsequent.
Würde ich versuchen. Was verwendet ihr zum anbinden? An seinen Schlafplätzen stehen keine Möbel rum und er würde notfalls auch alles locker verrücken können.

Zitat

Dein Hund merkt, dass es euch Null Spass macht.
Ja, leider. Aber ich kann Freude und Gejubel auch nicht vorheucheln. Ich versuch es zwar, aber er durchschaut das sowieso.
Bei uns ist schon nicht jeder Tag Trist und aller Freude beraubt. Aber es hat sich eine allgemeine Erschöpfung breit gemacht und bei mir zusätzlich eine innere Nervosität, weil viele Verhaltensmuster bei ihm so schwer einzuschätzen und vorherzusehen sind.

Zitat

1. Dein Hund sollte lernen dir zu vertrauen und sich zu Hause zu fühlen.
Wenn ich nur wüsste wie. Ich dachte er wär schon vor etwa 1-2 Monaten letztlich angekommen.

Zitat

So, habe ichs überlesen oder steht hier nirgendwo, wie dein Hund heisst?

Ich habe das Gefühl ihr habt in den 6 Monaten schon irre viel ausprobiert. Das ganze wird Zeit brauchen. Viel Zeit. Da wird dir kein Hundetrainer sagen können, das dauert so und so lange.
Nein, das lasse ich vorerst auch, solange grad alles etwas auf der Kippe steht.
Ja, wir haben in der Zeit wirklich vieles versucht und geleistet. Die kleinen Erfolgsgeschichten passierten dabei nur nebensächlich, aber immerhin.

Zitat

Ich glaube, dies wirft dir niemand vor, oder? Wenn ja hätte ich es überlesen. Ich denke jeder schreibt dies, was er denkt es könnte eurer Situation und dem Hund weiter helfen.
Da bin ich vielleicht schon im Vorfeld etwas zu gereizt.
Aber das liegt daran, dass ich schon so viel Zeit, Geld, Energie investiert habe und auch jetzt noch dabei bin und hier antanze, damit irgendwann einfach alles besser läuft. Ich geb mir wirklich Mühe und mag mir dann nicht anhören, dass ich das nur für mich selber mache und nie an den Hund dabei denke.
WENN es so wäre, hätte ich ihn längt nichtmal im Tierheim abgegeben, sondern aus Bequemlichkeit nur vor die Tür dort gesetzt, hätt die ganzen Utensilien schnell auf Ricardo verkauft und wär noch am selben Tag in die Stadt gefahren um einen dekadenten Starbucks Kaffee zu geniessen, in der Sonne zu sitzen und mich über meine wiedergewonnene Freiheit zu freuen.
Stattdessen hock ich vor dem PC und tippse wie eine furiose Sekretärin in die Tasten - das Mittagessen hab ich völlig vergessen.

Ich versuch wirklich, ein paar gute Tipps zu sammeln, aber natürlich auch sonstiges Feedback.
Vielleicht auch Meinungen dazu, ob es überhaupt Sinn macht. Ich werd den Hund nicht weiter zwingen sein Leben bei uns zu verbringen, wenn wir der Situation auf Biegen und Brechen nicht gerecht werden können. Auch wenn ich es sehr sehr schade fände.

Neymi

Schnupperdoggie

  • »Neymi« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 14

  • Nachricht senden

32

Donnerstag, 3. August 2017, 14:24

Ihr schreibt ja viel zu schnell, ich komme kaum hinterher!
:)

andi+rudel

Streunerdoggie

Beiträge: 909

Doggie(s): 1 Kauk. Owtscharka, 1 Maremmano- Abruzzese-Settermix, 1 Epagneul Breton

Wohnort: -F-

  • Nachricht senden

33

Donnerstag, 3. August 2017, 15:10

Zitat

Ja das kontrollieren unterbinden und dass er dir die Tür versperrt geht gar nicht. Evtl den Eingangsbereich zur Tabu Zone erklären die er nur auf Einladung betreten darf.
Am besten holst du dir einen Hundetrainer ins Haus; in welcher Region wohnt ihr denn? Evtl kann ja jemand einen empfehlen.

Und zum Thema alleine lassen: wie gehst du aus dem Haus und wie dein Mann? Wenn du schon denkst " oh der arme Hund" oder " gleich geht das gejaule wieder los" ist das nicht förderlich. Männer gehen in der Regel einfach unbekümmert raus und haben dabei auch diese Ausstrahlung. Nur als Idee.
Ersteres geht nicht. Der Flur ist eben nachts sein Schlafbereich und da legt er sich auch oft zur Tür.
Hundetrainer hätten wir hier schon gefunden, aber das Problem ist der Preis.
Also ich hab nichts gegen hohe Preise, wenn es sich denn auch lohnt. Die Frage ist nur, ob es was bringt und wie lange es geht. Ein paar Lektionen um mich gut vorzubereiten und damit ich nachher selber die Methoden anwenden kann, wären gut.
Aber etliche Stunden à 100Fr. kann ich mir einfach nicht leisten. Mein Mann ist Alleinverdiener und ich müsste auch ihn zuerst überzeugen, dass das gut angelegtes Geld wäre. Wie soll ich das anstellen, wenn ich selbst nicht mal überzeugt davon bin.



..ich lese nur mit...
aber erkenne fast in jedem satz resignation und (wahrscheinlich) auch eine gehörige portion unlust/ungeduld weiter mit dem hund zu arbeiten.
was spielen angeht: wir haben sogar drei hunde welche nicht mit uns spielen. so what.
ich denke das thema abgabe steht bei euch weitaus höher auf der liste als das thema richtig mit dem hund an seinen baustellen zu arbeiten. ohne einen guten trainer mit know how werdet ihr euch weiter nur im kreis drehen und da helfen die tipps welche euch hier von den usern gegeben werden wahrscheinlich nicht wirklich weiter...vor allem in der unsetzung müsst ihr eng begleitet werden. das obere zitat nehme ich jetzt nur als bseispiel...denn ich denke ihr habt den hund eigentlich aufgegeben.

Lagotto

Sportdoggie

Beiträge: 1 456

  • Nachricht senden

34

Donnerstag, 3. August 2017, 15:31

Ich glaube auch, ihr solltest euch entscheiden, was ihr wollt. Als Team. Entweder weitermachen, versuchen den Hund einfach mal links liegen zu lassen, ihn zu ignorieren und ganz wichtig, die Ruhe zu bewahren. Oder einen Trainer in's Haus holen, damit er sich das Ganze mal anschaut.
Oder ihm einen neuen, guten Platz suchen.
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

hasch-key

Sportdoggie

Beiträge: 1 727

  • Nachricht senden

35

Donnerstag, 3. August 2017, 16:56

Kann sein, dass das unglücklich von Dir formuliert ist, aber ich lese nirgends irgendeine Form der Empathie, der Zuneigung zu "dem Hund" heraus. Nur dass Du frustriert und genervt bist und dass das alles nicht so ist wie Du Dir vorgestellt hast.
Grds. sind BCs sicher nicht die anspruchsloseste Rasse und grds. bedeutet Hundehaltung jede Menge Arbeit, zumindest wenn man ein Team werden möchte.

Ganz ehrlich: das wird jede Menge Arbeit sein, die muss man bereit sein zu leisten. Wenn man das nicht will und Du Deine Einstellung da nicht überdenkst, würde ich den Hund eher abgeben. Tönt für mich so nach extremer Negativspirale.

Bello

Schnupperdoggie

Beiträge: 960

  • Nachricht senden

36

Donnerstag, 3. August 2017, 19:05

Zitat

Ja das kontrollieren unterbinden und dass er dir die Tür versperrt geht gar nicht. Evtl den Eingangsbereich zur Tabu Zone erklären die er nur auf Einladung betreten darf.
Am besten holst du dir einen Hundetrainer ins Haus; in welcher Region wohnt ihr denn? Evtl kann ja jemand einen empfehlen.

Und zum Thema alleine lassen: wie gehst du aus dem Haus und wie dein Mann? Wenn du schon denkst " oh der arme Hund" oder " gleich geht das gejaule wieder los" ist das nicht förderlich. Männer gehen in der Regel einfach unbekümmert raus und haben dabei auch diese Ausstrahlung. Nur als Idee.
Ersteres geht nicht. Der Flur ist eben nachts sein Schlafbereich und da legt er sich auch oft zur Tür.
Hundetrainer hätten wir hier schon gefunden, aber das Problem ist der Preis.
Also ich hab nichts gegen hohe Preise, wenn es sich denn auch lohnt. Die Frage ist nur, ob es was bringt und wie lange es geht. Ein paar Lektionen um mich gut vorzubereiten und damit ich nachher selber die Methoden anwenden kann, wären gut.
Aber etliche Stunden à 100Fr. kann ich mir einfach nicht leisten. Mein Mann ist Alleinverdiener und ich müsste auch ihn zuerst überzeugen, dass das gut angelegtes Geld wäre. Wie soll ich das anstellen, wenn ich selbst nicht mal überzeugt davon bin.



..ich lese nur mit...
aber erkenne fast in jedem satz resignation und (wahrscheinlich) auch eine gehörige portion unlust/ungeduld weiter mit dem hund zu arbeiten.
was spielen angeht: wir haben sogar drei hunde welche nicht mit uns spielen. so what.
ich denke das thema abgabe steht bei euch weitaus höher auf der liste als das thema richtig mit dem hund an seinen baustellen zu arbeiten. ohne einen guten trainer mit know how werdet ihr euch weiter nur im kreis drehen und da helfen die tipps welche euch hier von den usern gegeben werden wahrscheinlich nicht wirklich weiter...vor allem in der unsetzung müsst ihr eng begleitet werden. das obere zitat nehme ich jetzt nur als bseispiel...denn ich denke ihr habt den hund eigentlich aufgegeben.

3%9 leider!
Liebe Grüsse Isa

jeeny

Wachdoggie

Beiträge: 610

Doggie(s): Molly (Border Collie)

Beruf: Physiotherapeutin

  • Nachricht senden

37

Donnerstag, 3. August 2017, 19:27

Ich hab vor knapp 1.5Jahren eine 8jährige Bordercolliehündin aus dem Tierheim übernommen. Viele Dinge die du schreibst hat sie gleich oder ähnlich. Es ist nicht immer einfach mit ihr aber ich wusste von der 1.Sekunde an als ich sie sah sie gehört zu mir. Es gibt und gab vieles wo ich mir jeweils anders vorgestellt habe mit meinem Hund aber irgendwann spielts gar keine Rolle mehr.
Die Grundfrage ist; will ich ein Team werden/sein mit diesem Hund oder nicht? Wenn ja dann soll man sich gegenseitig nehmen und akzeptieren wie man ist. (ich sah noch nie einen Hund der an seinem Menschen rummeckerte?) Also liegts dann wohl an uns Menschen.
So schwierig es manchmal ist ich würde mein Plüschie im Leben nie mehr abgeben. Sie gehört zu mir. Über kürzer oder länger mit oder ohne Tränen; es gab immer eine Lösung.

Statt 1000 "Probleme" irgendwie gleichzeitig anzugehen hier mein Rat:
Überleg dir zuerst ob du mit ihm ein Team sein willst oder nicht.
Du kannst nicht alle Hunde dieser Welt retten, aber die ganze Welt dieses einen Hundes.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »jeeny« (4. August 2017, 12:33)


whyona

Kläfferdoggie

Beiträge: 355

Doggie(s): Tarek, mein kleiner Chaot und Whyona fest in meinem Herzen

  • Nachricht senden

38

Freitag, 4. August 2017, 09:31

Ich les mir nachher noch komplett alles durch ...

Aber ich würd mal sagen dass du mit diesem Hund back to basic gehen musst ... erwartungen mal komplett runterfahren, Spaziergänge erst mal auf ruhige Gegend und nicht zu lange beschränken.
Strucktur in den Alltag bringen, eine Beziehung aufbauen, Vertrauen und Respekt schaffen ...

Auf welche Art du das machen kannst, ist schwer zu sagen. Kommt auf dich und auf den Hund an. Ich mein jeder kann dir tipps geben, jeder wird anders an die Sache ran gehen. Das was ich für richtig empfinde muss noch lange nicht zu dir und dem Hund passen. Was dabei wichtig ist, 100%dahinter zu stehen bei dem was du tust. Du wirst eine menge Geduld und Spucke brauchen aber es wird sich bestimmt lohnen.
Grüsse Nathalie mit

Tarek, Tervueren, 12.11.2014
Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

Dino14

Wachdoggie

Beiträge: 929

Doggie(s): Balto bzw. Dino - German Shepherd Mix (*2014)

Wohnort: Thurgau, Bodensee

  • Nachricht senden

39

Freitag, 4. August 2017, 12:41

Hmm schwierig... Wenn man selber schon nicht mehr sicher ist, ob man das alles investieren will sowieso.
Ich glaube auch, dass ihr einfach verschiedene, erfahrene Trainer testen solltet... Nicht jeder Trainer kann einem helfen/ist einem sympathisch aber einer wirds schon können/sein.

Und jetzt mal ganz blöd gegengefragt... :gruebel1:
Was gibts den an eurem Hund, was euch gut gefällt und weswegen ihr ihn nicht aufgeben möchtet?
Was sind seine positiven Seiten?
Weshalb wolltet ihr euch einen Hund zulegen? Was war die Motivation dazu?
Und weshalb habt ihr euch für ihn entschieden?

Für mich klingt es irgendwie in deinen Texten sehr danach (ich kann mich auch täuschen), dass es einfach "ein Hund" ist. Es ist teilweise recht hart geschrieben und etwas lieblos für mein Empfinden. :S
Es scheint für mich keine richtige Bindung zum Tier zu geben.. Da ihr ihn jedoch noch nicht aufgegeben habt, wird er ja sicher auch gute Seiten haben...

Ich kann dich gut verstehen, dass es schwierig ist mit so vielen Baustellen.
An deiner Stelle würde ich eine Baustelle nach der anderen in Angriff nehmen und erst zur nächsten wechseln, wenn die vorherige zur Zufriedenenheit (oder zumindest ziemlich) beseitigt oder halt verbessert wurde.
Dabei würde ich nach einem Muster vorgehen, welche Punkte im Alltag am störendsten sind.

Viel Glück dabei & einen kühlen Kopf bewahren.
So ein Hund kann auch sehr dankbar sein, wenn man ihm genug Zeit gibt - toi toi toi :good:
Tierischi grüessli & ä schös Tägli :sonnens:


Schlingeling

Moderatordoggie

Beiträge: 1 317

Doggie(s): Timmy

Wohnort: Neerach ZH

  • Nachricht senden

40

Freitag, 4. August 2017, 13:58

Ich habe auch einen Hund mit unzähligen Baustellen. Mir ging es Zwischendurch genau wie Dir, den ich war auch überhaupt nicht auf dies vorbereitet und war dermassen überfordert....

Wir waren damals brav in der Hundeschule wo man uns auch gezeigt hat wie man was machen kann/soll. Ich habe dies auch schön so gemacht, aber Timmy lernte es einfach nicht. Im Nachhinein muss ich zugeben ich war einfach viel zu ungeduldig. Als z.B. das "Fuss" laufen nach etlichen Wochen einfach nicht klappte ging ich ins Netz oder fragte andere Hündeler wie sie ihren Hunden dies beigebracht haben... und ich probierte alles au, jede Einzelne Variante. (und ja da gibt es etliche)
Ja was soll ich sagen, es klappte noch weniger. Er war total überfordert und verstand mich noch weniger. Mittlerweile habe ich die Erwartungen heruntergeschraubt, schön eins nach dem anderen....Halte mich bei den jeweiligen Dingen an eine Methode, früher oder später klappts.

Er ist jetzt bald zwei Jahre bei mir, mittlerweile kann er brav "Fuss" laufen aber nur wenn Ihn nichts ablenkt wie z.B. andere Hunde oder Personen die mitkommen. Rückruf? hey am Anfang lief dies suuuper, nach etwa drei Monaten Tomaten auf den Ohren. Tja dann halt ran an die Schleppi. Es brauchte etwa 1.5 Jahren bis ich ihn frei laufen lassen kann. (Wenn sonst niemand unterwegs ist)

Wir arbeiten an allen Baustellen weiter, in Timmys Tempo, nicht in meinem, das bewirkt nur das Gegenteil. Der Fokus liegt an den Grundlegenden Dingen. Er muss nicht alles auf einmal können.

Falls Du noch die "Nerven" und Geduld und den Willen hast kriegt Ihr das bestimmt hin aber dies braucht bestimmt Zeit. Sucht Euch einen Trainer/in und setzt dies genau so um, schaut es immer wieder mit dem Trainer an und ja habt Geduld. :nicken: Und ja ich weiss es ist einfach gesagt als getan...

Zurzeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher