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Magira

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1

Mittwoch, 28. Februar 2018, 13:01

Menschen Begegnungen ohne Leine

Mit Zelda und Laila hatte ich zwei Hunde die sehr leichtführig sind wenn es um Menschen geht, deswegen bin ich nun bisschen ratlos.


Miyu kreuzt nun Menschen an der Leine schon sehr gut. Hie und da gibts mal Personen die sie als beachtens wert findet, reagiert aber eher "freundlich", wäre sie ohne Leine würde sie wohl hochstehen, die Person zwar in der Bewegung einschränken aber für aussen stehende eben Nett bleiben. Nun hatten wir aber leider zweimal sehr blöde Begegnungen wo sie ohne Leine war und beide Personen kamen für uns unerwartet. Beide hat sie dann mit Knurren gestellt.. Ich kriegte sie zwar 1 Meter weg von der Person aber nicht angeleint. Einmal war es mit, einmal ohne Laila. Also Lails unsicherheit (sie bellt nun vermehrt auch bei Menschen weil sie diese kaum sieht/erkennt :sad: ) ist nicht der Auslöser.
An der Leine markere ich gutes benehmen bei allen drei Hunden. Bei Laila nun wegen der Unsicherheit, Zelda eher weil sie gern mal betteln gehen würde, und bei Miyu einfach weil ich das Gefühl habe, gute Resonanz bestärkt bei ihr gutes benehmen.
Wie mach ich das aber nun ohne Leine? Sie Unterscheidet dies extrem. Das war schon bei Pferden so. Aber da hat viel Training an der Leine irgendwann auch ohne Leine erfolge gezeigt und ich hab hier jemand mit souveränen Pferd gehabt zum gemeinsam üben.
"unerhoffte" Personen Begegnungen kann ich schlecht mehrmals mit der selben Person üben, gerade weil sie Personen gegenüber die sie kennt eher wieder dieses "freundlich" zeigt. Das ist natürlich auch ärgerlich, aber aus diesem "freundlich" kann ich sie abrufen und anleinen. Aus dem Kontrollieren und knurren nicht.
Es grüsst

Anne

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2

Mittwoch, 28. Februar 2018, 14:15

Im Freilauf markerst du das erwünschte Verhalten nicht? Wäre glaub mein erster Ansatzpunkt, und lieber einen Ticken zu früh markern und dann evtl. mit Gudis / LeParfait Schleckerei an der Person vorbeiführen (so, dass sie die Person natürlich wahrgenommen hat).

Und unterscheidet sie auch Schleppleine von Freilauf, wenn die Leine schleppt? Gäbe mir einfach noch Sicherheit, dass ich sie bei unerwünschtem Verhalten "einsammeln" kann.
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Magira

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3

Mittwoch, 28. Februar 2018, 15:16

Doch ich markere allgemein sehr viel, zumindest bei Miyu und Zelda.
Mein Problem sind die Personen, die ich nicht vorher sehe. Sonst leine ich eh immer alle an, damit keiner im Weg steht.

Eine Situation, wir laufen in den Rebbergen, es kommt seitlich quer eine Strasse in die ich durch die Reben schauen kann, ich war mir sicher da kommt nun niemand hoch (ist auch ungewöhnlich steil).
Kaum waren wir auf der höhe der seitlichen Strasse, kam ein Jogger ums eck und schon wars geschehen. :sad:

Beim zweiten mal, war vor uns ein Traktor mit Arbeiter. Ich wusste Laila muss ich anleinen, also Laila eingesammelt, angeleint, Zelda kurz genommen und während ich Zelda's Schlepp zusammen nahm, kam von hinten eine Spaziergängerin.
Die Arbeiter, die vor uns waren, hab ich bei Miyu schon gemarkert, die hat sie komplett Ignoriert und blieb bei mir, obwohl die dunkel gekleidet waren, lärm gemacht haben und so weiter. Die Frau aber von hinten, sah ich einfach vieeel zu spät.

Ich hab sie nun definitiv vieeeeel mehr an der Leine. Aber ich weiss nicht wie ich voran komme, dass wieder vermehrt Freilauf möglich ist, weil wenn es nicht unerwartet ist, klappt eben jetzt alles Problemlos. Pferde dürfen uns sogar überraschen:tanz: Leider Menschen wohl nicht :sad:
Schleppleine wäre sicher eine Lösung, soweit, dass ich sie besser einsammeln könnte, das wär sicher ein Anfang. Wichtig wäre mir, diese Verantwortung heraus zu bekommen, dass wenn sie etwas vor mir sieht, sie nicht verantwortlich ist bzw. es nicht gruselig ist.
Es grüsst

Darcyschatzi

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4

Mittwoch, 28. Februar 2018, 17:30

Ähm jetzt so OT, wie bist du bei Pferden vorgegangen?
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Magira

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5

Mittwoch, 28. Februar 2018, 17:43

Ich konnte immer wieder mit dem selben Pferd üben.
Meine Nachbarin hat ein Pflegepferd das sehr souverän ist. Wir haben da einfach bis ins unendliche es positiv verknüpft. Immer wenn sie uns sah, hielt sie an, liess Miyu riechen.
Kam dann auch mal nochmals ums Eck und so weiter. Glücklicherweise findet nun Miyu alle Pferde okay und hat das nicht nur auf dieses eine gelernt. Natürlich leine ich weiterhin an, aber wir wurden nun 2x von galloppierenden Pferden überrascht und konnte sie ohne weiteres zurück pfeifen und gemütlich anleinen :spass: :spass: früher undenkbar gewesen.

Bei Menschen sehe ich dieses Vorgehen als eher unmöglich, da sie hier stark unterscheide ob sympathisch, ob wir die Person kennen..
und ich kann schlecht wildfremde Personen bitten, Miyu zu füttern obwohl sie geknurrt hat. Auch wenn ich weiss, dass dieses knurren unsauberes hüten ist und nicht wirklich die Absicht nun nach vorne zu gehen.
Es grüsst

Darcyschatzi

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6

Mittwoch, 28. Februar 2018, 18:31

Danke :) ich frag nur, da Darcy Pferde (Miniponys sei dank) also so etwas wie „grosse Hunde die auch nur spielen wollen“ ansieht

Ich hab Darcy an Männer gewöhnt indem ich Fremde gefragt hab ob sie Darcy nicht mal ein Leckerchen geben wollen. Das Ignorieren war einfaches Loben für jede gute Begegnung und eng an der Leine bei mir führen (so dass er gar nicht erst etwas falsch machen konnte) Jetzt hilft es (bei gewissen „bedrohlichen“) Menschen, wenn ich laut und freundlich grüsse ( so heben die Personen meist den Kopf und entspannen selber) und (ja das mach ich wirklich :biggrin: ) mir vorstelle was für ein lieber Kerl der Kaputzentyp ist, ein treusorgender Vater usw.... ich hab das Gefühl diese positive Einstellung ändert etwas.
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catba

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Mittwoch, 28. Februar 2018, 18:46

Dix hat in unserer Anfangszeit auch Menschen gestellt und angeknurrt...ich war dann sofort nervös, wenn ich jemand kommen sah und ich bin mir fast sicher, dass dies ein Teil dazu beiträgt, dass dein Hund so reagiert...wenn die Leute dann noch unverhofft aufkreuzen sowieso... ich habe folgendes ausprobiert und es klappte so gut, dass wenn ein Mensch kommt, dass Dix (Ghiro sowieso) sofort kehrt macht :hihi:
Zu beginn natürlich an der Schleppe abgesichert, bis sie begriffen haben wie es geht...es kommt ein Mensch entgegen, dann sage ich "schaut mal was es da feines hat" und schmeise etwas besonders leckeres li oder re z.B. in den Rasen...Hund hat es gefunden, gefressen und geht dann ins Platz, bis der Mensch an uns vorbei ist...so habe ich angefangen, inzwischen kommt ein Mensch uns entgegen, Ghiro kommt sofort (Dix braucht manchmal noch ein Einladung ;) ), beide kommen li oder re neben mir, bis ich sie wieder frei gebe...

Magira

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8

Mittwoch, 28. Februar 2018, 18:55

Also hast du einfach Mensch als Objekt verknüpft mit futter?
Muss ich mit ihr mal üben, zeigen&benennen kennt sie, da könnt ich wirklich eine Verhaltenskette auf "objekt" Mensch aufbauen.

Wenn ich so Menschen sehe, bin ich überhaupt nicht nervös. In den 4 Jahren hat sie nun nur in den letzten ~3 Wochen eben 2x überreagiert.
Ich kenn sie, solche Marotten kann sie mega schnell toll finden und perfektionieren und genau diese ist für mich mehr als ein no-go! :pinch:
Es grüsst

catba

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Mittwoch, 28. Februar 2018, 19:05

Also hast du einfach Mensch als Objekt verknüpft mit futter?



ja genau

Lady

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Donnerstag, 1. März 2018, 08:27

Evt. hast du eine Hundeschule in der Nähe und kannst dort anfragen, ob du mehrmals in der Woche vor dem Training kurz für wenige Minuten die Teilnehmer beanspruchen darfst, um zu üben? Die könnten dann "unerwartet" hinter einem Haus auftauchen usw. und du so gezielt mit ihr üben... oder du machst privat mit denen ab zum Üben... Ich hab das so machen dürfen (war allerdings Kursteilnehmerin in der Hundeschule), als mein früherer Hund ein Problem mit Menschen hatte. Meine Trainerin bat die anderen Teilnehmer, ob sie bereit wären immer 5 Min. vor dem offiziellen Kurs ihre Hunde anzuleinen und mit meinem Hund und mir zu arbeiten. Ich musste halt jeden Tag in die Huschu, damit es immer neue Menschen waren... Hat aber super geholfen :good:
Liebe Grüsse
Marianne

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Magira

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Donnerstag, 1. März 2018, 08:58

Danke für den Tipp,
Leider haben wir hier keine ums Eck und ich bin nicht mobil.
Wenn aber die Konditionierung nicht klappt, werd ich das versuchen zu organisieren
Es grüsst

catba

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Donnerstag, 1. März 2018, 09:26

Evt. hast du eine Hundeschule in der Nähe und kannst dort anfragen, ob du mehrmals in der Woche vor dem Training kurz für wenige Minuten die Teilnehmer beanspruchen darfst, um zu üben?

immer der gleiche Ort ist nicht so ideal, denn der Hund wird schnell merken um was es geht und sich dementsprechend verhalten...

Crispy

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Donnerstag, 1. März 2018, 11:56

Da deine Hunde ja "zeigen & benennen" kennen, würde ich das versuchen.

Was ich auch schon oft gehört habe, ist quasi eine Umkonditionierung. Also Hund sieht Mensch und nimmt zB das kleine Zergel (das ist am Halsband befestigt) ins Maul und apportiert das freudig. Es muss ja kein Zergel sein oder das Apportieren. Es kann auch ein Trick sein oder oder oder. Eigentlich nur etwas, was Dir die Zeit gibt sie anzuleinen oder sie so freudig beschäftigt, das sie die Menschen "vergisst".

Ich habe so eine "Umkonditionierung" mit Kookie gemacht und das geht wirklich gut, dauert einfach. Ich nutze es gegen ihr eckliges scannen im Wald (sie weiss nicht, das sie laut Rassebuch nicht jagen sollte hihi).

Aber bei beiden Methoden wirst du um viele freiwillige Helfer wohl nicht rumkommen. Also wirklich Leute, die gezielt das tun, was du ihnen sagst und so beim Aufbau helfen (und nicht noch dagegen steuern). Aber das sollte ja nicht das Problem sein. Es hat hier ja genug User und sonst kennst du ja auch genug Leute. Oder eben wirklich mal bei Hundeschulen anfragen. Es wäre ja nur etwas einmaliges, nichts regelmässiges mit den gleichen Leuten.

Lady

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14

Freitag, 2. März 2018, 07:41

Ich habe so eine "Umkonditionierung" mit Kookie gemacht und das geht wirklich gut, dauert einfach.
Das habe ich mit meinem, eben schwierigen Vorgängerhund auch gemacht! Er scannte nonstop die Umgebung und war dann je nach Situation nicht mehr abrufbar, d.h. wenn er etwas vor mir sah X( So entwickelte ich ein "Spiel", da er gerne spielte... Ich hiess ihn immer wieder mal ganz spontan zwischen meinen gespreizten Beinen von vorne nach hinten durchrennen. Dafür gab es dann immer fettes Lob, aber abwechslungsweise mal Gudi, mal rannte ich ein Stück wie verrückt mit ihm (fand er toll), mal einen neuen Trick usw. kurzum, er bekam sehr viel Aufmerksamkeit dafür und das wusste er natürlich mit der Zeit. Sah ich jetzt etwas und wusste, wenn ich ihn jetzt rufe, guckt er sich wie immer erst mal um, warum ich ihn rufe und sieht das dann auch, kommt er nicht mehr zu mir :thumbdown: So habe ich ihn dann gar nicht zu mir gerufen, sondern unser "Spiel" mit zwischen den Beinen durchrennen gespielt, ihn dicke gelobt, ihm ein Gudi hingehalten und dann aber gleich angeleint. Da ich aber dazwischen das ohne anzuleinen sehr oft machte, akzeptierte er es trotzdem all die Jahre :good:
Liebe Grüsse
Marianne

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