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Chiara

Alphadoggie

  • »Chiara« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 11. April 2018, 18:57

Vereinbarung Hund und Beruf im Notfall

Angeregt durch Nadines Situation nimmt es mich mal wunder, wie regelt ihr das? Habt ihr schon mit eurem Chef gesprochen, was ihr machen könnt, wenn ein Notfall mit eurem Hund auftritt?


Ich hab das nie so direkt mit meiner Chefin besprochen, aber als Chiara anfangs März so schwer krank war, hätte ich eigentlich Nachtdienst gehabt. Ich habe dann aber meiner Chefin angerufen und erzählt, was losnidt und es aktuell so aussieht, dass sie es nicht überleben wird. Es war überhaupt kein Thema, meine Chefin nahm mir diese Nächte sofort raus und deckte sie andersweitig ab. Klar, es gingen Ferientsge dafür drauf, aber das ist absolut Wurst! Einige Tage darauf bekam ich sogar eine SMS von ihr, wie es meinem Hund geht. Also wirklich vollstes Verständnis.

Snowdog

Schnupperdoggie

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2

Mittwoch, 11. April 2018, 19:10

Meine Chefin ist da suuper lieb und verständnisvoll, meine Hunde gehören ja auch zum Team :0herzsm0:

Psovaya Borzaya

Alphadoggie

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3

Mittwoch, 11. April 2018, 19:34

meine chefin hat einen frz. bully, der normalerweise zuhause bei ihrem mann ist während sie arbeitet (tagsüber von mo bis do, fr. macht sie homeoffice). er war aber auch schon anwesend, weil ihr mann beruflich weg war. grundverständnis ihrerseits ist also vorhanden.

ich dürfte im notfall meine hunde mit zur arbeit nehmen, ich gebe sie aber zum sitter wenn mein freund weg ist. was nicht ginge, ist meine arbeit zu verlassen, denn ich bin nachts alleline für 15 bewohner zuständig und kann diese selbstverständlich, egal was kommt, nicht verlassen, auch nicht wenn zb. privat ein todesfall wäre oder so. ist einfach so. mein freund passt ja auf wenn ich arbeite, er müsste also notfalls los mit dem hund.

passiert es schon tagsüber, dass ich sehe, diese nacht würde ich hier gebraucht, dann könnte ich versuchen, den dienst zu tauschen. da ich selber sehr offen bin wenn andere tauschen wollen und ich selbst normalerweise nie tausche, seh ich das positiv. eine kollegin hat im dezember ihren partner verloren, immer wieder ist es für sie nicht machbar, zur arbeit zu kommen. wir tauschen mit ihr "wie die wilden" weil wir alle sie unterstützen wollen. ich hab ein tolles team. nur eine von uns hat nebenbei noch eine andere verpflichtung, sie ist studentin und kann natürlich nicht wegen einem kranken hund vorlesungen sausen lassen.


ergo: möglichkeiten gäbe es einige, aber fakt ist, einer muss meinen dienst machen und finde ich (oder im ausnahmefall auch meine chefin, aber ich hätte mich nicht dafür, sie alle naselang darum zu bitten) niemanden, dann muss ich meinen dienst machen, egal was sonst noch ist.

meine hundesitterin ist auch TPA und ich denke, sie würde einen kranken hund auch mal im haus (die ferienhunde leben sonst nicht in den privaträumen) betreuen, zumal sie meine hunde schon lange kennt.

und sonst hab ich noch eine freundin, die sicher auch mal einspringen würde wenn denn alle stricke reissen.
in der pflege kann man halt die arbeit nicht einfach auf später verschieben, man muss schon anwesend sein wenn man dienst hat.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

inhii

Alphadoggie

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4

Mittwoch, 11. April 2018, 19:59

Meine Chefin mag Hunde (hat selber aber keinen) und sie versteht, dass es einem Menschen sehr viel bedeuten kann... so auch mir. :nicken:

Ich hatte bisher nur in dem Sinne Notfälle mit Diuni. Heisst ich war aber immer Zuhause und konnte so dann gar nicht erst zur Arbeit (davon laufen von der Arbeit musste ich noch nie). Heisst, ich rief an und sagte, dass ich nicht arbeiten könne. So auch als Diuni starb und ich nicht in der Lage war paar Stunden danach mit verheultem Gesicht zu arbeiten.

War nie ein Thema. War für sie klar und hatte Verständnis dafür. Regelte es mir der Arbeitskollegin, dass sie einspringt usw. Einfach so als wäre ich halt krank und ich so halt 1 Tag ausfallen würde. :nicken:

Mich würden unverständnisvolle Reaktionen von einem Chef extrem enttäuschen. Verbieten davon zu laufen in einem Notfall würde ich mich sowieso nicht. Wenns wirklich wirklich brennt, dann renne ich...egal was für Folgen es mit sich bringt.

Wiederum ist es mir eben egal wenn ich die Stunden nacharbeite müsste, Freitage oder Überzeit hergeben müsste. Hat aber meine Chefin nie verlangt... sie sah es eben als ,,Krankheit,, für mich, weil ich ja in der Zeit nicht in der Lage war zu arbeiten. Da ist meine Chefin sehr nett... :nicken:

Psovaya Borzaya

Alphadoggie

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5

Mittwoch, 11. April 2018, 20:04

Mich würden unverständnisvolle Reaktionen von einem Chef extrem enttäuschen. Verbieten davon zu laufen in einem Notfall würde ich mich sowieso nicht. Wenns wirklich wirklich brennt, dann renne ich...egal was für Folgen es mit sich bringt.


kann man, wenn man alleine ist, nun mal nicht tun. ich muss schon sagen, mir sind meine hunde sehr wichtig, jep. aber meine bewohner auch, sie sind genauso abhängig.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

inhii

Alphadoggie

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6

Mittwoch, 11. April 2018, 20:07

@psovaya

Ja, für dich sind sie genau so wichtig... ist auch OK, wenn es für dich so stimmt. :nicken:

Da heisst es dann Prioritäten zu setzen. :nicken: Für mich ganz klar, wenn mein Hund stirbt ohne meine Hilfe, dann renne ich...

Tiesto Lunar

Streunerdoggie

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7

Mittwoch, 11. April 2018, 21:24

Bei uns würde es keine probleme geben, weil selbstständig.
Wenn ich wüsste das unser hund sehr schlecht beieinander wäre und man ihn sozusagen nicht alleine lassen könnte (er ist soviso nicht lange alleine) oder man wüsste er stirbt in den nächsten stunden, wären wir zuhause.

Vorher als ich noch angestellt war, hätte ich auch keine bedenken gehabt, dass meine chefin komisch tun würde. Ich hätte jederzeit gehen können oder sagen können ich kann heute nicht wegen dem hund, sie hätte es garantiert verstanden und meine arbeitskollegen auch.

Vaku

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8

Mittwoch, 11. April 2018, 23:16

Sowohl Mann als auch ich haben 100% Gleitzeit mit freier Jahresabreitszeit.
Von uns kann jeder, jederzeit weg. Zeit muss halt nachgearbeitet werden (oder Überstunden genommen werden).
Von Seiten meiner Chefs gibt es da kein Problem und keine Disskusion.

Ansonsten haben wir für Krankenstand noch die Schwiegereltern, die dann auch gerne mal 1-2 Tage aufpassen oder Alma komt halt mit ins Büro (darf sie ja).

Crispy

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9

Donnerstag, 12. April 2018, 10:57

Ich habe das vorher auch geklärt mit dem Chef. Da er selber Hundefan ist, ist es kein Problem. Ich kann die Hunde entweder mitnehmen (könnte ich also immer, aber ich mache es eher selten) oder auch meine Arbeitstage verschieben.

Nickquenim

Alphadoggie

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10

Samstag, 14. April 2018, 07:59

Als Xena so krank war, konnte ich glücklicherweise soviel Ferien nehmen resp. Über/Minuszeit..... vonnder Auftragslage her wsr dies machbar.

Jetzt habe ich Nebenjobs, da sind die Hunde immer mit dabei.
Ansonsten habe ich das "Glück", dass ich seit kurzem mein eigener Chef bin, arbeite meistens zu Hause und somit sind auch meine Hunde bei mir.

Chiara

Alphadoggie

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11

Samstag, 14. April 2018, 08:05

Conny ich arbeite ja auch in der Pflege, dass wen während dem Dienst etwas ist, man nicht sofort weg kann ist meist ja leider klar. Gerade im Nachtdienst.

Wenn wir es aber vorher schon wissen (ich hab bei Chiara direkt um 8Uhr meiner Cheffin angerufen) wird bei uns wirklich alles gemacht, dass es möglich ist.


Ihnii du arbeitest aber nicht alleine oder? Weil du schreibst du würdest sofort gehen.
Wir sind Nachts zu 2. auf der Abteilung, wenn es ruhig ist würde es bestimmt irgendwie gehen. Wenn aber voll Stress ist, oder man wie Conny alleine ist, ist es schlicht nicht möglich einfach wegzu rennen. Schliesslich hat man ja den Patienten gegenüber eine grosse Verantwortung. Wenn Papierkram liegen bleibt, janu dann tut er das. In meinem beruf könmte das aber Leben kosten und wäre schlicht unmöglich. Ganz egal wie ich meine Prioritäten setze, bevor ich Nachts abdüse wenn Stress ist, muss Ersatz her

inhii

Alphadoggie

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12

Samstag, 14. April 2018, 09:17

@chiara

Bis Anfangs dieses Jahres war ich halbe Zeit alleine, halbe Zeit waren wir zu Zweit (2x 65% Angestellte). Seit 2018 ist die Andere 100% angestellt. Aber wenn sie ausfällt muss ich so schnell wie möglich in der Bude stehen.

Man muss aber sehen, was man unter Notfall versteht... da beginnt glaub schon der erste Schritt ;) . Für mich ist Notfall = Notfall.... also Hund stirbt sonst (oder die Wahrscheinlichkeit wäre gross). Nicht ihm geht's schlecht und es wäre besser wenn ich nun einfach da wäre, dafür habe ich eben Familie usw. und das kann man auch noch planen weil man es ja eben weiss, Beispiel man sieht es am Morgen und kann der Kollegin anrufen usw.). Heisst Arbeitskollegen aufbieten, es kurz mit Chef besprechen und Schlachtplan ausarbeiten. :nicken:

Bei NOTFALL, dann renne ich weg.

Wir haben dann ein Zettel, wo wir am Empfang hinlegen, wo einfach drauf steh, dass die Leute Geduld haben sollen und sich schon mal ins Wartezimmer setzen sollen. Rest übernimmt die Chefin. :super:

Dieser Zettel kam 1x in den 8 Jahren zum Einsatz als meine Arbeitskollegin 1 Std. am Abend eher rennen musste und ich ja fast 2 Std. brauche bis ich dort wäre (also brachte es nichts, dass ich losfahre).

Ich fände es einfach eine Zumutung wenn es heissen würde, doch du arbeitest jetzt... und du so weisst, dein Hund stirbt. Aber für mich auch klar, dass man zuerst alles mögliche tut um seine Schicht irgendwie zu ersetzen. Also eben Arbeitskollegen aufbieten usw. Bei uns ist es klar, wenn einer ausfällt, muss der Andere so schnell es geht parat stehen. Und so lief es bisher immer gut. Man ist für einander da. Ich denke oft hapert es schon hier, dass man kein Ersatzperson kriegt weil jeder nicht bereit ist kurzfristig einzuspringen. :noidea:

Kann ich mir nicht recht vorstellen, dass kein Mensch Beispiel Psovaya ablösen könnte in einem Notfall :noidea: . Da hapert es schon an der Grundplanung vom Ganzen. Es könnte ja auch ihr selber was passieren (Unfall oder so). Was dann? Dann wäre ja auch Keiner mehr da? Geht ja gar nicht. Gerade in der Pflege usw. muss Jemand da sein (ein Springer oder so). :noidea: Und da sehe ich eben dann genau das. Entweder solche Situationen ist ,,geplant,, und dann kann man auch weg im NOTFALL (und dann ist es egal ob es sich um eine kranke/verunfallte Mutter, sein Kind, oder eben ein geliebtes Haustier sich handelt). So viel muss einfach abgesichert werden, und sonst muss der Chef in der Lage sein alleine klar zu kommen.

Ich finde eben das Schlimm wenn es heisst: Ach es ist ihre Mutter... ok, gehen sie. Oder: Ach es ist nur der Hund, wegen dem lasse ich sie nicht gehen. Und genau das akzeptiere ich nicht von einem Chef.

Weisst du was ich meine? Dieses bestimmen einer fremden Person, was mir wichtig zu sein hat und was nicht. Ich bestimme was mir wichtig ist und kein Anderer.

betti86

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Samstag, 14. April 2018, 10:19

Ich könnte bestimmt gehen... arbeite ja in der Lebensmittelindustrie.
eigentlich muss aber da auch immer jemand von unserem Team anwesend sein. wir sind aber 10 stück :good:
blöder ist wen man wie ich nur Spätschicht/Nachtschicht arbeitet.
Spätschicht bin ich ab 17 Uhr alleine und Nachtschicht bin ich eh alleine.
Als wir Kira einschläfern mussten an einem Freitag bin ich danach noch in die Nachtschicht arbeiten gegangen.
Wie es mir dabei ging muss ich nicht sagen... aber es wäre sonst niemand da gewesen.
Ich hab da einfach meine arbeiten erledigt und bin als keine Probleme auftraten im Betrieb ca. 2h früher nach Hause.
Einfach nicht gehen wäre aber keine Option gewesen.
Ich habe einfach im Büro am Vortag schon gesagt, dass ich wahrscheinlich am Folgetag nicht so bei mir sein werde und ich sicher, wenn ich
all meine arbeiten erledigt habe gehen werde.
ich liebe meinen neuen Job...
Am alten Ort hätt ich jedoch eifach angerufen und gesagt das ich nicht komme.
June, 19.01.2012, Border Collie
Kira, 20.01.2003 - 09.02.2018

,,Ein Hund ist nicht "fast ein Mensch", und ich kenne keine grössere Beleidigung des Hundes, als ihn so zu bezeichnen,,

Psovaya Borzaya

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14

Samstag, 14. April 2018, 11:23

wenn ich meine nachtschicht einfach verliesse, "nur" weil mein hund stirbt, dann hätte das strafrechtliche konsequenzen und ich könnte vermutlich nie wieder in meinem beruf arbeiten. man sollte schon realistisch bleiben.

nein, ich habe dort zu bleiben und zwar von der ersten bis zur letzten minute, egal ob mein hund stirbt oder meine mutter oder was weiss ich denn. deshalb hat auch niemand meine nummer. ich kann gar nicht angerufen werden. mein handy ist zwar dabei, aber natürlich sind handys überall in der pflege verboten, auch wenn an meinem jetzigen arbeitsort dies nicht zu gelten scheint. meins ist jedenfalls auf lautlos in der tasche, ergo ich höre es gar nicht.
deshalb aber lasse ich meine hunde ja auch nicht die ganze nacht alleine zuhause obwohl das sicher problemlos ginge, sie können ja selbständig in den garten. aber eben, magendrehung um 22 uhr, das wäre mein albtraum. entweder ist mein freund da oder die sitterin und ja, dann müssen sie eben meine hunde begleiten - im notfall. ich habe vielleicht eine etwas pragmatische haltung. ich tue was ich kann für meine hunde, habe mein leben grösstenteils nach ihnen ausgerichtet und kann mir den luxus erlauben, nur 40% (dank zeitzulage sind es effektiv nur gut 30%) zu arbeiten. aber ich liebe meinen job und ich hab noch ein leben neben den hunden. und ich werd den teufel tun und 15 von mir abhängige menschen einfach ihrem schicksal überlassen. das sollte keiner, der in diesem bereich arbeitet. dann hätte ich meinen beruf verfehlt, aber sowas von. bei nastassja kommt noch dazu, ihr würde es vermutlich keine grosse rolle spielen, wer sie begleitet, hauptsache jemand, den sie kennt oder der einfach nett ist. als sie ins tierspital zum röntgen musste um diesen vermeintlichen tumor zu definieren, fragte mich die TA wie wir es machen, dass sie nicht in panik ausbreche (begleitung ins RX ist im tierspi leider nicht möglich). ich sagte, nehmen Sie sie an die leine und gehen Sie mit ihr wohin Sie eben gehen müssen, sie wird mitkommen, auch wenn ich dableibe. und so war es. sie drehte sich nicht mal nach mir um. es hat schon seine gründe, warum ich meine hunde zu offenheit erziehe und sie anfassen lasse von fremden und jegliche kontaktaufnehme durch hinz und kunz unterstütze.
meine gehen auch gerne zum TA, sie haben kein problem mit fremden menschen, fremder umgebung. deshalb denke ich, es wäre schön, ich könnte beim letzten atemzug dabeisein. geht es nicht, aus welchen gründen auch immer, dann ist es für mich vermutlich schlimmer als für den hund.

in aller regel aber sieht man ja schon im vorfeld, wenn etwas nicht stimmt. dann kann man sich organisieren. ich bin nach dawns plötzlichem todesfall auch zur arbeit gegangen, so schnell hätte ich niemanden organisieren können. ich hätte einfach nicht drüber gesprochen. aber wenn ich arbeite, dann arbeite ich und alles andere ist im moment nicht existent. nach feierabend kommt es dann zurück.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

inhii

Alphadoggie

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15

Samstag, 14. April 2018, 12:21

@psovaya

Nur damit du mich verstehst...

Ich habe überhaupt nichts dagegen so wie du es machst, du denkst oder es deine Einstellung ist. Es klingt bei dir auch nach dem, dass du es so handhabst, also du bestimmt dein Weg, deine Entscheidung usw. Dann stimmt es doch und ist OK so. :peace: :nicken:

Ich habe nur Probleme wenn ein fremder Mensch mir aufreden will was wichtig ist und was nicht. Also ein Chef bestimmt, dass ich ,,nur,, wegen einem Hund nicht zu gehen habe (aber Beispiel bei einem Menschen wäre es dann wieder wahrscheinlich völlig OK). Und genau das geht mir gegen den Strich.

Ob und wie man von seinem Beruf genau eingespannt ist, weiss jeder selber und hat es schlussendlich so zugelassen indem er diese Stelle oder diesen Beruf angenommen hat. Wobei ich eben der Ansatz bei der fehlenden Planung allgemein sehe und es immer möglich sein sollte bei einem wirklichen Notfall weg gehen zu dürfen/können.

Wie du schreibst, es ging dem Hund nicht gut, dein Partner war Zuhause und du gingst arbeiten. Fall für mich klar... kein Notfall (das traf bei mir schon x mal zu in all den Jahren, für das bin ich meiner Familie sehr dankbar). Notfall ist Beispiel akute Magendrehung, und du lässt nun den Hund trotzdem alleine und gehst arbeiten? :noidea: Ich nicht...

Anderer Fall: Teenie ruft Mutter an im Geschäft ,,Mami, Hund hat Magendrehung (oder weiss ich was Bedrohliches wo es erkennen kann).... Hilfe,,. Du hast aber nun kein anderer Mensch, wo nun sofort rennen kann... sorry, ich renne weg und gehe heim und helfe Hund so wie Kind in der Situation.

Aber ja, es ist meine Meinung und Einstellung... und ja, ich riskiere halt mein Job. Das wäre mir grad nochmals egal. Und das obwohl sehr viel für mein Job mache. Wohlgemerkt, so eine Situation gab es nun bei mir selber noch nie. Also das ich wirklich zum Chef musste und sagte, so ich muss nun sofort los... Es war immer so planbar, dass man eben Arbeitskollegen aufbieten konnte oder sonst wie etwas richten konnte. Und wer mich nun etwas kennt, weiss, dass ich sehr viel für mein Job mache und immer parat stehe, aber es gibt auch bei mir Grenzen und das ist Familie und meine Hundis. :nicken:

Tiesto Lunar

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16

Samstag, 14. April 2018, 14:02

Ich finde es kommt darauf an was man für einen beruf hat und ob man dann alleine arbeitet oder mehrere ist.
Ich denke ein chirurg kann auch nicht einfach schnell die op unterbrechen weil er ein tel kriegt der hund stirb... Wenn man eine gewisse verantwortung hat und es anderen schaden kann wenn niemand mehr im geschäft ist, muss man es sich bewusst sein.
Ich denke in berufen wie büro oder verkauf ist dies eher möglich aber es gibt berufe da geht sowas nicht.

Aber wie hier schon ein mal geschrieben wurde, wenns dem hund sehr schlecht geht weiss man es ja schon vorher und kann dann was organisieren damit man beim hund bleiben kann.(abgesehen magendrehung und solche geschichten die plötzlich auftreten)

Ich nehme jetzt das beispiel pflege, wenn man einfach geht und jemand bekommt ein herzinfarkt oder ist am ersticken, aber niemand ist mehr da, was dann?
Ist das nicht das gleiche (fast?) wie fahrlässige tötung?

Meine prioritäten sind auch familie und hund aber wenn ich einen beruf ausübe bei dem ich nicht einfach weg kann, muss ich es anderst organisieren - meine meinung.
Jedem das seine, aber andere sollten auch nicht zu schaden kommen, und ich bin eher der tierfreund als menschenfreund!

Vaku

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17

Samstag, 14. April 2018, 21:00

:gruebel1: Ich dachte es ist laut CHer Tierschutzgesetz so geregelt, dass im Notfall mit einem Hund zum Arzt muss und damit auch von der Arbeit fern bleiben kann - ohne das der AG etwas sagen darf.
Versorgt man sein Tier nicht Notfallmässig macht man sich laut Gesetzt, glaube ich, der Tierquälerei verantwortlich.

Chiara

Alphadoggie

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18

Samstag, 14. April 2018, 21:15

Ist es auch. Aber im Falle von Pflegeberufen macht man sich anderweitig wieder strafbar, was auch viel härter bestraft wird.

Vaku

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19

Samstag, 14. April 2018, 21:29

Klarer Fall von, wie man macht, macht man er verkehrt :k_irre:
Und im schlimmsten Fall immer Strafbar :wacko: