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Montag, 9. April 2012, 07:24

Was denkt Ihr??

Hallo Zusammen

Ich bin ganz neu hier, habe zur Zeit keinen Hund.

Ich muss etwas ausholen, damit Ihr mir eure Meinungen sagen könnt.

Also
ich hatte bereits 3 Hunde. 1 Welpe. Nach ca 7 Monaten kam dann noch ein 8
jähriger Mischling dazu. Ich fand es eigentlich recht einfach, einem Welpen
einen guten Abruf beizubringen. Da dies Cessna wirklich gut beherrschte,
übernahm es Anka auch. Rief ich Cessna kam automatisch Anka mit. Danach hatte
ich einen ca 2 jährigen Schäfermischling. Die Bindung zwischen uns stimmte vom
ersten Moment an, so konnte ich ihn gleich frei lassen und er kam immer zurück
wenn ich rief.

Vor kurzem habe ich mich in einen Hund verliebt. Diese
Augen...einfach der Hammer. Sie stammt aus einer Tötungsstation in Spanien und lebt seit 2 Monaten in
der Schweiz. Eigentlich wollte ich nie einen Hund aus dem Ausland...,aber wo die
Liebe hin fällt. Heute haben wir Zada besucht. Sie ist 2.5 jährig und mit 41cm recht klein. Rasse undefinierbar hat ein gestromtes Fell.Jagdpotenzial klein. Sie
ist zurückhaltend, scheu, aber neugierig und aufgeschlossen. Auch auf die Kinder hat
sie gut reagiert. Nach kurzer Zeit liess sie sich von allen streicheln, etwas unsicher aber durchaus neugierig. Sie bräuchte sicher Zeit, um eine Beziehung aufzubauen.
Grundgehorsam hat sie keinen. Zudem verbeisst sie alles was umher liegt auch wenn man dabei ist. Sie
lebt mit 4 weiteren Hunden zusammen. Deshalb denke ich, dass auf ein einzelnes
Problem nicht eingegangen werden kann. Frage mich aber auch, ob sie noch ängstlicher wird, wenn sie aus dem Hunderudel raus ist.

Ich würde Zada sofort ein Zuhause
geben, weil sie mich berührt und weil ich überzeugt bin, dass man mit Geduld fast alles erreichen kann. Sind Hunde aus dem Ausland schwieriger zu erziehen, weil vielleicht der Freiheitsdrang grösser ist? Ein toller Appell ist für meinen Mann und mich das Wichtigste. Denkt ihr, dass man ihr das Zerstören aller Dinge die umher liegen, noch abgewöhnen kann?

Mein Mann findet Zada etwas zu klein und die Punkte 1. kein Gehorsam und 2.
Zerstörungswut sprechen nicht gerade für Zada. Ich will meinem Mann auch nichts
vormachen. Deshalb frage ich...was denkt ihr. Kriegt man das hin? In welchem
Zeitraum? 1 Jahr, oder länger?? Und wie würdet Ihr vorgehen?

Danke im Voraus
Renate

Paws and Wheels

unregistriert

2

Montag, 9. April 2012, 08:24

Hallo Renate



Frage mich aber auch, ob sie noch ängstlicher wird, wenn sie aus dem Hunderudel raus ist.




Kann, muss nicht. Unsicherheit spielt bei jedem Hund mit, der aus seiner gewohnten Umgebung gerissen wird. Wie er dann damit umgeht, wird sich zeigen.

Hunde aus Tötungen haben in der Regel grässliche Geschichten hinter sich, sind oft traumatisiert. Da mischt oft Angst/Unsicherheit mit.
Das bedarf Vertrauensarbeit ohne Ende.


Sind Hunde aus dem Ausland schwieriger zu erziehen, weil vielleicht der Freiheitsdrang grösser ist?


Glaube, das liegt weniger an der Herkunft, als an der Vergangenheit und was diese Hunde schon alles erlebt haben und wie unabhängig sie sind. Unabhängige Hunde kann man bekanntlich schwerer "an sich binden". Ganz schwierig wird es, wenn dieser Hund weder auf Gudis, noch auf Spielzeug noch auf dich als Mensch reagiert. Kannst du die nötige Geduld und das nötige Verständnis für so einen Hund aufbringen?


Denkt ihr, dass man ihr das Zerstören aller Dinge die umher liegen, noch abgewöhnen kann?


Kommt drauf an, warum sie das tut. Pure Langeweile weil unterfordert: hört bekanntlich von selbst auf, wenn der Hund ein "Hobby" bekommt (sprich ausgelastet wird).
Wenn's andere Gründe sind, kannst du es ev. umlenken. DC hat als Welpe und Junghund auch gern geschreddert. Ich habe ihm jeweils Kartonschachteln ohne Klebestreifen/Leim/Metallteile gegeben, die er nach Herzenslust schreddern durfte. Schreddern kann helfen, Stress abzubauen. Und wenn das bei dieser Hündin der Fall sein sollte, würde ich es ihr nicht gänzlich abgewöhnen, sondern umlenken.
DC schreddert heute nur noch ganz selten mal einen Karton. Je älter er wurde, je weniger hatte er das Bedürfnis zu schreddern. Aber er hats damals gebraucht, um eben Stress abbauen zu können.






Kriegt man das hin? In welchem
Zeitraum? 1 Jahr, oder länger?? Und wie würdet Ihr vorgehen?


Hinkriegen kann man mit viel Geduld einiges bei solchen Hunden. Innerhalb eines Jahres halte ich aber für total utopisch. Denn je nachdem, was sie für einen Rucksack mitbringen wird, müsst ihr ein Leben lang dran bleiben.

Was meinst du mit vorgehen? Bei was genau?

3

Montag, 9. April 2012, 09:44

Noch eine andere Frage: Du schreibst, ihr habt Kinder. Darf man fragen wie alt diese sind?
Ich würde nie einen Hund aus einer Tötungsstatino zu kleineren Kinder holen. Hier finde ich das Risiko einfach zu hoch, da man das Verhalten nich abschätzen kann. Bei älteren Kinder ist es etwas anderes, sobald diese das Verhalten des Hundes verstehen können und allenfalls Anweisungen auch ausführen.
Warum kein Welpe?

4

Montag, 9. April 2012, 09:59

Hallo Tanja

Danke für deine ausführliche Antwort. Unsere Kids sind 5 und 9. Bei Zada ist es so, dass sie sich lieber zurück zieht als zu schnappen.
Es war noch ein anderer Hund dabei, den würde ich nie zu Kids nehmen, da er wirklich sehr ängstlich war. Bei Zada habe ich das Gefühl, dass sie einfach etwas Zeit braucht.

Mit einem Jahr meinte ich eigentlich, kann ich nach dieser Zeit den Hund frei lassen bei intensivem Training? Dass Zada ein Leben lang zum Beispiel zurückhaltend Fremden gegenüber ist, ist mir bewusst.

Warum kein Welpe...nun ich habe mich in Zada verliebt. Zudem finde ich es schön auch einem erwachsenen Hund ein Zuhause zu geben.



Liebs Grüessli

Renate

Paws and Wheels

unregistriert

5

Montag, 9. April 2012, 10:47



Mit einem Jahr meinte ich eigentlich, kann ich nach dieser Zeit den Hund frei lassen bei intensivem Training? Dass Zada ein Leben lang zum Beispiel zurückhaltend Fremden gegenüber ist, ist mir bewusst.


Ups. Da hatte ich den Zusammenhang falsch verstanden. Entschuldige bitte.
Wann und ob es möglich ist, hängt von vielen Faktoren ab. Ich kann dir diese Frage nicht beantworten. Es kann schon nach kurzer Zeit möglich sein, es kann nie möglich werden.

Aber um dir bisschen Mut zu machen:

Eine gute Bekannte von mir aus dem Ausland nimmt bei sich alte, nicht mehr vermittelbare Huskies auf. Oft auch solche aus Beschlagnahmungen. Huskies, die oft von Mushern abstammen und nie ein Gebäude von innen gesehen haben. Also auch nicht sehr menschenbezogen sind.
Sie kriegt sie alle in den Freilauf, meistens nach wenigen Monaten.

Psovaya Borzaya

Alphadoggie

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Beruf: dipl. pflegefachfrau, 20% pensum im nachtdienst

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6

Montag, 9. April 2012, 11:18

ich kenne eigentlich nur windis aus tötungsstationen und zum thema freilauf kann ich daher nur dies sagen: entweder es geht sehr gut (da kaum jagdtrieb) oder eben (fast) gar nicht, weil jagdtrieb. du schreibst, "deine"hündin hätte keinen. woran machst du das fest? kann gut sein, dass sie nach einiger zeit der einlebens, wenn sie langsam sicherer wird, dass ihr rudel auch wirklich da bleibt, schon etwas "selbstsicherer" wird und wenn sie dann jagdtrieb hat, dann kann es ev. mit dem freilauf erstmal wieder knapper werden. hat sie wirklich keinen, gibt es für mich keinen grund, das mit dem freilauf nicht hinzukriegen, denke auch kaum, dass du dann ein jahr dafür brauchst.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

cindy

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Doggie(s): Cockerspaniel Rüde Charly und im Herzen für immer Cindy

Wohnort: Schweiz

Beruf: Hausfrau, Randstundenbetreuungsperson in der Schule

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7

Montag, 9. April 2012, 11:26

Hallo Zada

Könntest du dich bitte noch im Mitglieder stellen sich vor vorstellen :smile: ssch00036
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

Foto Homepage tier-natur-foto

8

Montag, 9. April 2012, 15:50

Hallo Zada herzlich willkommen im Forum

00100-2:pics Mein Mann findet Zada etwas zu klein und die Punkte 1. kein Gehorsam und 2.
Zerstörungswut sprechen nicht gerade für Zada. Ich will meinem Mann auch nichts
vormachen. Deshalb frage ich...was denkt ihr. Kriegt man das hin? In welchem
Zeitraum? 1 Jahr, oder länger?? Und wie würdet Ihr vorgehen?

Danke im Voraus

Ich würde euch empfehlen dass ihr einen Hundeprofi mitnehmt den ein geschultes Auge sieht mehr.
Und dann ist es eigentlich wichtig dass jeder ja zum Hund sagt den wenn die süsse Maus deinem Mann die schönen Schuhe zerstört dass vielleicht dann der Haussegen bei euch schiff steht etc. etc.
Es kostet was wenn man einen Hundeprofi miteinbezieht aber es lohnt sich ihr könnt ihn fragenstellen er kann den Hund beurteilen etc. etc. etc.
Und dann könnt ihr gemeinsam entscheiden ob die süsse Maus zu euch kommen soll oder nicht.
Gruss Taja