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Nightchild

unregistriert

1

Dienstag, 12. Januar 2016, 14:31

Ständiges pfeiffen und Unruhe wegen läufigen Weibchen?

Hallo zusammen

Unser Meilo ist ein 11-Monate junger Akita-Goldie-Mix. Seit vorgestern Abend verhält er sich ziemlich komisch.. Er hat nachts plötzlich angefangen dauernd zu pfeiffen oder "fiepen" wie es andere nennen und stand ständig neben unserem Bett und starrte mich oder meinen Partner an. Als erstes dachten wir er müsse evtl. wieder raus, obwohl wir bereits 3x in einer Stunde draussen waren. Er machte dann auch nichts und markierte nur. Doch jedes Mal wenn wir aufgestanden sind um nachzuschauen was er denn will stand er direkt vor die Terrassentüre. Auch wenn wir ihn da herauslassen steht er nur ein paar Schritte weiter vorne blöd herum und schaut ins Leere.

Wir liessen ihn gestern beim TA durchchecken, jedoch hat man nichts gefunden. Aus diesem Grund vermuten wir mal stark dass es an den läufigen Hündinnen liegt. Er hat letzten Freitag in der Sozialstunde eine läufige Hündin getroffen und schon dort die ganze Zeit herumgehäult. Danach war aber nichts besonderes mehr los, erst vom SO auf den MO fing es an mit der Pfeifferei und dem Starren neben dem Bett bis wir aufstehen.

Nun habe ich bereits diverses versucht: Zuerst wollte ich ihm dies abstellen mit einem Befehl, dies klappte nicht, er fing nur noch mehr an zu pfeiffen und jammern. Danach habe ich ihn einfach immer ingoriert. Dies hat gut geklappt und er kam dann in der Nacht auch nur 1x und ging dann wieder.

Nun ist es aber so, dass er tagsüber bei meiner Mutter ist da mein Partner und ich arbeiten. Dort geht das Gepfeiffe und Gejammere den ganzen Tag über. Sie musste sich bereits Kopfhörer aufsetzen das sie es nicht mehr erträgt. Sie hat es auch ignoriert, bringt dort aber überhaupt nichts. Ich habe keine Ahnung wie man dies so abstellen könnte? Die Situation dort ist nur bedingt anders, und zwar dass noch ein Kater dort lebt, sonst ist alles ähnlich wie bei uns.

Hat jemand einen Tipp was man sonst noch machen könnte? Ich will nicht gleich so einen überteuerten Hundetherapeuten engagieren welcher dann nur so doofe Tipps bringt wie: Sag deinen Befehl und sei konsequent oder ignorier es weiter! Ja, hatte ich auch schon solche Habaschen... Es geht doch nicht dass man dies den ganzen Tag lang versucht zu ignorieren und dies überhaupt nichts bringt?? Habt ihr einen Tipp für mich? Kastrieren lassen werde ich ihn sicher nicht, wir dachten jedoch an eine chemische Kastration, jedoch wurde uns gesagt dass wir wegen seiner Rasse lieber noch etwas warten sollten da er noch lange nicht ausgereift ist..

Lagotto

Sportdoggie

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2

Dienstag, 12. Januar 2016, 19:40

Sorry, einen Tipp habe ich nicht. Von meinem Rüden kenne ich so ein Verhalten nicht.
Habt ihr denn in eurer Nachbarschaft oder Umgebung eine läufige Hündin? Wenn ja, wird es vermutlich schwer, etwas dagegen zu unternehmen, abgesehen von der chemischen Kastration irgendwann mal.
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

betti86

Sportdoggie

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Doggie(s): June

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3

Dienstag, 12. Januar 2016, 20:56

Naja, ich würde wenns schlimmer wird kastrieren lassen.
Nur dass löst das Problem und seinen Stress auf Dauer. (Meine Meinung/Erfahrung)

Oder mal den chip versuchen.
Wirkt halt nicht bei allen Hunden gleich.
Der Bruder meiner Hündin hatte extreme angstzustände und andere Verhaltensauffälligkeiten wegen dem Chip
Sie würde es nie mehr machen lassen.

Habe aber Gott sei dank nur eine gerade läufige Hündin. ;-)
Die aber sehr angenehm ist, ein wenig zickig... Aber es geht.


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June, 19.01.2012, Border Collie
Kira, 20.01.2003 - 09.02.2018

,,Ein Hund ist nicht "fast ein Mensch", und ich kenne keine grössere Beleidigung des Hundes, als ihn so zu bezeichnen,,

Bolotta

Alphadoggie

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Doggie(s): Luna, Labi Mischling und Honey Mischling

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4

Dienstag, 12. Januar 2016, 23:14

Die zwei Rüden plus die Hündin, die wir, also meine Eltern gatten litten extrem, wenn eine läufige Hündin irgendwo war bzw. die Hündin haute jeweils ab, wenn sie läufig war. Ich erinnere mich noch, als sie zu uns zog, machten wir so einen Zaun um den Garten rum. Während dieser Zeit schaffte sie es, unbemerkt an uns vorbei zu kommen und abzu hauen. Sie überquerte due Hauptstrasse und kehrte irgendwann unversehrt nach Hause.

Taiga und auch Luna merkt/e man am Verhalten die Läufigkeit nicht wirklich an. Nur während der Stehtage würde/hätte sie sich dem Rüden hingehalten. Luna liess sich sogar im Sommer von einer läufigen HündIN "decken" "sab2"* . Das war echt komisch, den beiden läufigen Hündinnen zu zu schauen :spass2: .

Bei den Weibchen ist es ja nur ein bis zwei mal pro Jahr, aber für den Rüden kann es 365 Tage im Jahr läufige Hündinnen haben. Wùrde das mal gut beobachten und versuchen herausfinden, ob es wirklich das ist.

Manchmal denke ich, es wäre schon einfacher, wenn wir wüssten, was unser Hund uns mit teilen wollen.

Schneeflocken

Sportdoggie

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5

Mittwoch, 13. Januar 2016, 08:22

Diese Geräuschkulisse und Unruhe kenne ich von meinen Rüden, wenn eine Hündin läufig war. Das dauert so lange, bis die Hündin nicht mehr läufig ist... Echt Nerve raubend! :angry2: Allerdings waren das immer Hündinnen im direkten Umfeld.

Vielleicht hat es wirklich mit seinem jungen alter zu tun. Ich persönlich würde nicht vorschnell und zu jung kastrieren. Diese Alternative hast du immer noch, wenn es nicht besser ist und er wirklich ausgereift ist.

Verbringe nicht so viel Zeit mit der Suche nach einem Hindernis.
Es könnte sein, dass keines da ist.

DoggyHZ

Sportdoggie

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6

Donnerstag, 14. Januar 2016, 14:46

Wie genau in der Situation zu reagieren ist, dafür müsste man wissen, wie sonst sein ganzes Verhalten ist. Ich bin der Meinung, dass es bei Junghunden eine Phase ist, wo man halt mit Ruhe, Bestimmtheit, Konsequenz und auch nötiger Korrektur dran bleiben muss und dann wird das Verhalten früher oder später wieder abgelegt. So habe ich das auch mit diversen Betreuungshunden erlebt. Aber wie genau das aussehen soll, dazu müsste man viel mehr wissen.
Kastration bzw. auch das chemisch kastrieren, ist meiner Meinung nach immer eine überschnelle Reaktion... Man kann ja auch erst einmal etwas an er Erziehung arbeiten. Nichts bessert sich von heute auf morgen.
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Gimp

Sportdoggie

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7

Donnerstag, 14. Januar 2016, 15:16

Erziehung

und (starker) Sexualtrieb vereinbaren sich mal gar nicht. Das kann man nicht "wegerziehen" ..
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DoggyHZ

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8

Donnerstag, 14. Januar 2016, 16:28

Was heisst starker Sexualtrieb? Dass mein Hund hechelt und auch mal jammert, wenn eine läufige Hündin in den Stehtagen da ist? Dass mein Hund jammert, wenn die Nachbarshündin läufig ist? Dass mein Hund eine läufige Hündin besteigen will?

Wenn die Hündin direkt vor der Nase des Rüden ist und er dann sich vielleicht hineinsteigert, ja, das kann man nicht zwingend erziehen. Aber dass mein Hund vor der Türe liegt und jammert, weil eine Hündin irgendwo in der Gegend läufig ist, das kann man definitiv erziehen. Man braucht halt Ausdauer, Konsequenz und es kann extrem anstrengend sein. Da ist das Kastrieren sicher die schnellere Lösung...

Ich habe so viele unkastrierte Rüden in der Betreuung und alle haben schon mindestens einmal eine läufige Hündin miterlebt. Der Chihuahua, der ist am Anfang bei Anwesenheit einer läufigen Hündin auch völlig durchgedreht. Da blieb es nur noch, ihn an die Leine zu nehmen. Am Abend, wieder Zuhause, war er aber wieder völlig normal. Unterdessen ist er gut vier Jahre alt und siehe da, er findet läufige Hündinnen noch immer super toll und man muss ihn im Auge behalten, aber er kann sogar neben einer läufigen Hündin entspannt schlafen...

Es gab bisher nur einen Rüden, den ich kastriert hätte, weil der wirklich unter Dauerstress stand, ob eine Hündin läufig war oder nicht... dann nahm man halt einen kastrierten Rüden. Ja, der war hypersexuell. Aber die meisten, die behaupten, ihr Rüde hätte einen übersteigerten Sexualtrieb, die haben einfach zu wenig Ausdauer, daran zu arbeiten. Oder es ist ihnen zu wenig wichtig, weil ja eine Kastration auch ein ach so einfacher Eingriff ist...
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Gimp

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9

Donnerstag, 14. Januar 2016, 18:18

Aber dass mein Hund vor der Türe liegt und jammert, weil eine Hündin irgendwo in der Gegend läufig ist, das kann man definitiv erziehen.

Genau ..du kannst ihn von der Tür wegnehmen und einem anderen Platz zuweisen, wo er dann weiterjammert.
Erziehung: 0
Da blieb es nur noch, ihn an die Leine zu nehmen. Am Abend, wieder Zuhause, war er aber wieder völlig normal.

Ach.. an die Leine nehmen und es "aussitzen" ist dann Erziehen? D.h. beim nächsten mal weiss er: "oohh.. wenn ich jetzt wieder jammer, komme ich wieder an die Leine.. da lass ich das lieber"??
Unterdessen ist er gut vier Jahre alt und siehe da, er findet läufige Hündinnen noch immer super toll und man muss ihn im Auge behalten, aber er kann sogar neben einer läufigen Hündin entspannt schlafen...

Das ist keine Erziehung. .das ist "alter"
Ja, der war hypersexuell. Aber die meisten, die behaupten, ihr Rüde hätte einen übersteigerten Sexualtrieb, die haben einfach zu wenig Ausdauer, daran zu arbeiten.

Sie mögen nicht DEINE Ausdauer haben.. das sie KEINE haben, ist eine Anmassung.

Ich bleibe dabei: Sexualtrieb ist NICHT wegerziehbar. Man kann ihn aussitzen, den Hund älter werden lassen etc.. weg bekommt man ihn aber per "Erziehung" nicht.
Und das ist im Grunde auch genau richtig so. Der Sexualtrieb ist der Stärkste neben dem Überlebenstrieb. Du kannst einem Hund auch nicht beibringen, sich zu tode zu hungern.. Denn auch DAS ist ein Trieb..
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DoggyHZ

Sportdoggie

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10

Donnerstag, 14. Januar 2016, 18:36

Du argumentierst nicht. Du drückst lediglich aus, dass meine Meinung falsch ist. Meine Meinung beruht allerdings auf Erfahrung, also kann sie nicht falsch sein. Es ist lediglich möglich, andere Schlüsse aus meinen Erfahrungen zu ziehen.

Meine Erfahrung ist, dass ich, bis auf einen Rüden, jeden Rüden mit läufigen Hündinnen zusammen halten konnte, obwohl die meisten zu Beginn extrem Mühe hatten und auch durchdrehten. Bei mir laufen läufige Hündinnen und Rüden miteinander auch frei (mit Schleppleine gesichert). Dass der Rüde das Bedürfnis hat, der Hündin aufzureiten, ja, das ist Sexualtrieb, ohne Frage, aber kein übersteigerter. Wer behauptet denn, dass der Rüde überhaupt nicht an der Hündin interessiert sein darf?

Und zu Beginn nahm ich ihn an die Leine, heute kann er frei laufen... Hat er jetzt etwas gelernt oder nicht? Er ist mittlerweile ansprechbar und kontrollierbar, auch wenn er frei ist. Also hat er etwas gelernt und es gibt für ihn nicht nur noch die Hündin, sondern auch noch den Gehorsam, dem er, solange ich präsent bin, auch folgt, auch wenn sein Trieb etwas anderes sagt. Und ja, das ist Erziehung, zumindest meiner Meinung nach.

Hast du echt das Gefühl, dass der Sexualtrieb bei einem Rüden mit noch nicht einmal fünf Jahren abnimmt? Nein, das ist Konsequenz - dem Hund ganz klar machen, dass er nicht ständig um die Hündin herumzutanzen hat und ihm beibringen, dass er sich trotz läufiger Hündin entspannen kann. Und wer sagt, dass wenn ich den Hund von der Tür verweise, er an einem anderen Ort weiterjammert?
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Lagotto

Sportdoggie

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11

Donnerstag, 14. Januar 2016, 20:12

Sehe es auch so wie Doggy. Die HH die ich kenne, die ihren Rüden haben kastrieren lassen, waren alle zu faul um konsequent zu sein. Natürlich gibt es Aussnahmen... Meine Erfahrung und Meinung ist, dass es sich viele HH in dieser Beziehung sehr einfach machen.
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Gimp

Sportdoggie

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12

Donnerstag, 14. Januar 2016, 20:23

Du argumentierst nicht. Du drückst lediglich aus, dass meine Meinung falsch ist. Meine Meinung beruht allerdings auf Erfahrung, also kann sie nicht falsch sein.

Erkenne: Erfahrungen sind Unikate, sie gehören ausschliesslich demjenigen, der sie macht. Sie gelten nicht für andere.
Es ist lediglich möglich, andere Schlüsse aus meinen Erfahrungen zu ziehen.

Was sie automatisch für einen anderen mit anderen Erfahrung falsch machen kann. Deine Erfahrungen sind 1 unter 7.000.000.000 und somit genauso gewichtig wie meine oder die von jemand anderen.
Seine eigene Erfahrung hingegen als ultimo und "für alle geltend" hinzustellen ist ausserhalb meines gedanklichen Horizonts. Aber du bist gut darin. *herz3*

Und wer sagt, dass wenn ich den Hund von der Tür verweise, er an einem anderen Ort weiterjammert?

Ich. Denn insgesamt 2 von den Meinen taten es. Und hier rede ich nicht von ein paar Minuten oder Stunden, sondern von Tagen und/oder Wochen. Ortsunabhängig.
Balu war der schlimmste mit Täglich (und nächtlich) über einen Monat lang. Nenn mich ruhig ungeduldig. Aber die Zeit gönne ich keinem.

Wenn ich den Hund dem Reiz entziehe ist das keine Erziehung. Wenn ich das aussitze, ist das keine Erziehung.
Dass der Rüde das Bedürfnis hat, der Hündin aufzureiten, ja, das ist Sexualtrieb, ohne Frage, aber kein übersteigerter.

zwischen "Bedürfnis und drang" liegen dann doch schon Welten. Und bei der TE geht es aus meiner Sicht um den drang.
Wer behauptet denn, dass der Rüde überhaupt nicht an der Hündin interessiert sein darf?

Niemand .. wäre auch sehr traurig
Und zu Beginn nahm ich ihn an die Leine, heute kann er frei laufen... Hat er jetzt etwas gelernt oder nicht? Er ist mittlerweile ansprechbar und kontrollierbar, auch wenn er frei ist. Also hat er etwas gelernt und es gibt für ihn nicht nur noch die Hündin, sondern auch noch den Gehorsam, dem er, solange ich präsent bin, auch folgt, auch wenn sein Trieb etwas anderes sagt. Und ja, das ist Erziehung, zumindest meiner Meinung nach.

Damit hast du den Sexualtrieb aber nicht aberzogen, sondern unterdrückt. Er darf nicht: Punkt. Der Trieb bleibt (und kommt immer wieder mal heraus). Und mehr habe ich nicht geschrieben.
Und damit überlasse ich dir in dieser Angelegenheit gerne das letzte Wort.
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whyona

Kläfferdoggie

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13

Donnerstag, 14. Januar 2016, 20:59

Also mit Kastration würde ich, wenn überhaupt, noch einige Zeit abwarten. Der Kerle ist noch nicht mal richtig erwachsen ...

Man kann auch zb mit Naturheilmitteln erst mal kucken ob man es dem Jungspund angenehmer machen kann damit umzugehen.

Erziehung hat ja generell damit zu tun dem Hund beizubringen was er tun darf oder nicht. Dass ich naturgegebenes Verhalten dabei "unterdrücke" liegt ja in der Natur der Sache, weil Hund nun mal nicht frei irgendwo in der Wildnis lebt sondern mit mir in einer sehr unnatürlichen Umgebung, mit ganz vielen die diesen Lebensraum mit uns teilen.
Im übrigen kommt auch in der Natur noch lange nicht jedes individuum zur Sache ne ... da wird auch ganz klar abgesteckt wer darf wer nicht, und die sind da nicht zimperlich.

Tarek würde gerne jagen, darf er nicht (wir arbeiten dran) ... Tarek würde Besucher nicht im Haus tolerieren, muss er aber, mein Haus mein Besuch ... Jaaa Tarek findet weibliche Wesen sehr interessant ... trotzdem kann er lernen sich angemessen zu benehmen. Selbstbewusste Hündinnen machen das ganz von alleine, und ja da kriegt er auch mal ne Schramme ab, gehört halt dazu ... und bei anderen bin dann eben ich gefragt ... manchmal ist das echt anstrengend aber da muss man halt die Zähne zusammen beissen ...

Und jaaa, wenn der Hund älter ist und ein extrem übersteigertes Sexualverhalten zeigt, dann kann man doch auch guten gewissens kastrieren ... aber doch nicht mit 11 Monaten ...
Grüsse Nathalie mit

Tarek, Tervueren, 12.11.2014
Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

LucyLu

Schnupperdoggie

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14

Donnerstag, 14. Januar 2016, 21:30

Wenn ich hier so lese krieg ich ja grad ein schlechtes Gewissen das mein Rüde kastriert ist....?
Bin eigentlich der Meinung, dass eine Kastration für den Hund und den Hundehalter eine gute Lösung ist.
Ausser natürlich man züchtet (aber tun ja die wenigsten).
Lasse mich da aber gerne aufklären, warum es denn so gut ist einen unkastrierten Hund zu haben.

Jagen ist ja auch ein elementarer Trieb oder? Und denn "erziehen" wir ja auch möglichst weg bzw. versuchen das umzupolen.

Zum Thema: klingt für mich nach grossem Stress. Würde ich dem Hund nicht langfristig zumuten wollen, hoffe daher ihr findet eine Lösung!

DoggyHZ

Sportdoggie

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15

Donnerstag, 14. Januar 2016, 22:03

Danke Whyona, gut geschrieben!
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DoggyHZ

Sportdoggie

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16

Donnerstag, 14. Januar 2016, 22:07

LucyLu: Was ist denn gut daran, in einen gut funktionierenden Hormonhaushalt erheblich einzugreifen?

Kastration pro und kontra ist ein Thema für sich. Ich würde nie kastrieren, ausser aus gesundheitlichen Gründen. Dennoch respektiere ich, wenn sich jemand für die Kastration entscheidet. Ich habe lediglich extrem Mühe damit, wenn man den Hund kastriert, weil man das halt so macht oder weil man zu faul ist, an Problemen zu arbeiten. Man soll sich einfach Gedanken zum Thema machen und dann für sich entscheiden, was für sich und seinen Hund am besten ist.
Für mich ist es einfach ein erheblicher Eingriff in die Natur und in vielen Fällen verändert es den Hund. Da gibt es noch viele Gründe mehr, aber das ist ja hier nicht Thema und letztlich auch nur meine Meinung.
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whyona

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17

Donnerstag, 14. Januar 2016, 22:14

Schlussendlich muss es jeder selber wissen ... Aber oft wird es eben einfach so gemacht, weil man es eben macht .... bei gewissen Hunden kann sich eine kastration sehr negativ auswirken (steigerung von agressionen oder unsicherheiten)

Für mich käme eine kastration von Tarek nur aus gesundheitlichen Gründen oder wenn er wirklich hypersexuell werden sollte in Frage ... und vor allem erst wenn er erwachsen ist ...

Man kann doch in dem alter noch gar nicht sagen in welche Richtung der Hund sich entwickeln wird, er entdeckt jetzt seine Hormone, da muss man ihn eben durch begleiten und kann dann immer noch individuell entscheiden ...
Grüsse Nathalie mit

Tarek, Tervueren, 12.11.2014
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Freitag, 15. Januar 2016, 06:20

Ich finde es teilweise erschreckend wie schnell und unbedacht Hunde beiderlei Geschlechts kastriert werden und oft habe ich das Gefühl man will dem Hund keinen Stress erspaaren, sondern sich selbst. Der Hund ist da nur vorgeschobenes Mittel zum Zweck.

Ich habe ja nun auch einen Rüden hier und genauso Hündinnen. Ja natürlich fiepst er wenn eine der Hündinnen läufig ist... wenn er es übertreibt oder zu aufdringlich wird, kriegt er von ihr halt eins übergebraten. Hat mein Hund dadurch jetzt ungesund viel Stress?
Nein, er hat genauso viel Stress wie wenn ich die Hunde anspanne, es aber nicht sofort losgeht, ich das Futter mache und er warten muss, bis er fressen darf.

Ich würde niemals einen Hund kastrieren, ausser aus medizinischen Gründen. Seine Hormone braucht er und es hat ein Grund das die beiden Dinger zwischen seinen Beinen das ganze Jahr über da sind. Testosteron hat noch deutlich mehr Funktionen im Körper als nur den glasigen Blick zu steuern, wenn er eine läufige Hündin in der Nase hat. Für mich und meine Hunde war Anouks Sterilisation eine sinnvolle Entscheidung und macht das Zusammenleben hier einfach ohne das ich ihm in seinem Wesen verändert habe, oder unsinniger Weise Körperteile amputiere. Was nach meiner Einschätzung gemäss Tierschutzgesetz auch verboten ist. Es heisst dort zur Vermeidung von Nachwuchs... aber die Sterilisation stellt eine sicher Nachwuchsverhütung da und es ist somit nicht notwendig den Hund Körperteile zu amputieren.

Zum Glück findet mitlerweile auch bei Tierärzten ein Umdenken statt, auch wenn ich lange nach einem Tierarzt suchen musste, der Anouk operiert, habe ich ihn doch gefunden.
http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/det…odul=3&ID=19288
http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/det…odul=3&ID=18951
http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/det…odul=3&ID=18956

P.S. bevor jemand die Links wieder löscht, ich darf die links teilen, steht unten auf der Blogseite. 1_(53)
Als Gott begriff, das nur die Besten Schlittenhundesport machen, erschuf er für den Rest Fußball.
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Musher werden?"-- Die Steine schrien: "Nein, dafür sind wir nicht hart genug!":kaug:


In Arbeit http://www.huskyranch.ch

Sara&Yoshi

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Doggie(s): Yoshi - dt. Mittelspitz

Wohnort: Kanton Aargau

Beruf: Öffentliche Verwaltung

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19

Freitag, 15. Januar 2016, 08:11

Wusste gar nicht, dass das bei Rüden auch gemacht werden kann. Kannte das nur vom Menschen her. Finde ich super, dass es so eine Sterilisation für Hunde gibt. :good:
Liebe Grüsse Sara & Yoshi


Lia

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20

Freitag, 15. Januar 2016, 15:16

Zur Kastration kann ich nur sagen, dass sich Flash stark verändert hat. Er musste kastriert werden, wegen seiner Perineal Hernie. Obwohl ich eigentlich gedacht habe, dass sein Verhalten mit 6,5 Jahren gefestigt sei, sehe ich doch, dass einiges doch durch die Hormone gesteuert wird...