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mandala

unregistriert

1

Freitag, 22. Januar 2016, 07:53

Hündin beisst bei Unwohlsein?

Hallo Zusammen

Ich bin noch ganz neu hier und habe bereits ein Thema über "Leinenaggression" bei meiner Hündin eröffnet. Vielleicht kurz zu uns: Sie ist eine 2-jährige American Bulldog Mischling, aus Bulgarien, scheinbar Strassenhund, was man ja nie zu 100% sagen kann..

Nun, sie ist jetzt gerade 1 Monat bei mir und es hat sich schon relativ viel getan und entwickelt.. Mit dem Spazieren an kurzer Leine und Schleppleine haben wir uns gewöhnt und können unangenehmen Sitautionen eigentlich gut ausweichen. Wenn nicht, dann heisst es eben festhalten und weiterlaufen, als wäre nichts.. :zwinker:

Nun zu meiner Frage: Ich habe das bei ihr schon ein paar Mal beobachtet, dass sie es nicht unbedingt mag, wenn man sie (ausser ich und meine Kollegin) oben über dem Kopf streichelt.. Sie ist total verschmust, schmeisst sich auf den Rücken und will überall gekrault und geknuddelt werden.. Auch bei meinem Vater zum Beispiel.. Kaum sind wir bei ihm, rennt sie zu ihm und will gestreichelt werden.. Eigenlich alles super. Es ist aber jezt schon 2-3 Mal vorgekommen, dass sie auf dem Sofa gelegen ist (mit und ohne uns) und jemand (der Freund meiner Kollegin, der Mitbewohner) wollten sie treichln.. Ich, die sie jetzt schon ein wenig kenne, konnte ich gut ansehen, das sie das nicht mag.. Leider waren wir zu langsam um das zu sagen und dann hat sie geschnappt.. In die Luft, ohne grosse Kopfbewegung, also ziemlich "harmlos".. aber eben.. trozdem..

Und jetzt war ich gestern bei meinem Vater und wir haben auf dem Sofa gelegen, sie zwischen meinen Beinen.. Als mein Vater neben uns durchgelaufen ist und sie kurz über den Kopf streicheln wollte, hat sie gebellt, geknurrt und wollte wirklich zubeissen hatte ich das Gefühl.. ich habe sie mit den Beinen zurückgehalten und als sie aufgehört hat, habe ich sie sofort runter geschickt.. Mein Vater ist natürlich sehr erschrocken..

Ich weiss, man sollte keine schlafenden Hund streicheln und habe das meinem kleinen Bruder auch schon mehrmals gesagt, da ich ja eben nicht die Hand ins Feuer legen kann/will, dass sie nichts macht..

Nun meine Frage: Darf ich von meinem Hund erwarten, dass sie das erträgt? und wenn nicht, dass sie aufsteht und geht? Ich weiss nicht ob sie mich "verteidigen" wolle oder einfach klarmachen, dass sie das nicht mag.. aber ich möchte nicht, dass mein Hund beisst, wenn ihm etwas nicht passt.. auch nicht schnappen.. darf ich das erwarten? wie reagiere ich in der nächsten solchen Situation darauf?

Klar werde ich den Leuten jetzt noch deutlicher sagen, dass wenn sie liegt und schläft / döst, man sie nicht anfassen soll.. dass man sie streicheln darf wenn sie zu einem kommt, ansonsten nicht..

Habt ihr Erfahrungen mit solchen Sachen, wie habt ihr das trainiert oder in den Griff bekommen?

Nachdem sie ja ein Pony in die Schnauze gebissen hat habe ich langsam Angst, dass sie überhaupt keine Beisshemmung hat.. Kann man das ändern? :peinlich:

Bea2521

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2

Freitag, 22. Januar 2016, 08:08

Auch hier solltest Du die Führung übernehmen und schauen, das da gar niemand mehr, deinen Hund einfach so streichelt. Das mit dem über den Kopf streicheln, ist etwas was man bei jedem SKN Kurs "hoffentlich" lernt, das mögen sehr viele Hunde nicht, das ist jenachdem wie man das macht, sehr dominant, von oben herab an den Hund gehen.

An deiner Stelle würde ich wirklich drauf achten, das niemand ohne deine Erlaubnis an deinen Hund ran geht, mir wäre das viel zu heikel. Jacky ist die Schmusehündin schlecht hin, man könnte sie 24 Stunden Dauerstreicheln überall, dennoch ist es mir wichtig, das niemand das einfach macht, klar innerhalb der Familie ist es bei uns was anderes, wir haben sie ja nun auch schon 3 Jahre und eben sie ist total verschmust, aber ansonsten lasse ich nicht einfach jeden an Jacky ran.

Und nein einfach erwarten, dass das deine Hündin nun nicht mehr macht, das kannst du nicht. Das bedarf Training, wie so andere Situationen bei eurer Hündin auch, schlussendlich weiss man aber im Vorfeld nie, wie weit man dann kommt, wieviel die Hündin dann mal ertragen wird, aber mit gutem Training mit ganz, ganz viel Zeit und Geduld, kriegt man einiges gerade gerückt.


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hasch-key

Sportdoggie

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3

Freitag, 22. Januar 2016, 08:11

Mal in aller Deutlichkeit (mag sein, dass da jetzt gleich das allgemeine Protestgeschrei losgeht): von oben herunter auf den Hund patschen (in der Regel von oben auf dem Kopf rumpatschen), findet meist kein Hund toll. Warum? Das wird von den meisten als bedrohlich wahrgenommen, da frontal. Und wenn man das mal etwas beobachtet während der Ausführung oder bei anderen, dann beschwichtigen die meisten Hunde dabei, züngeln, gähnen, etc.

Ich habe auch so ein Exemplar, mittlerweile toleriert er es, wenn ich bei grapschenden Italienern nicht schnell genug bin, nevertheless: ich bringe meinen Hund nicht in eine für ihn bedrohliche Situation, Fremdgrapschen gibt es bei mir grds. nicht.
Bei Bekannten oder Freunden habe ich anfangs immer gesagt, dass nicht von oben gepatscht wird, gerne im Sitzen, gerne in der Hocke, gerne, wenn Hund hingeht, aber nicht einfach so von oben.
In der Regel lernen das die meisten Hunde, dass das eine doofe Angewohnheit von Menschen ist, heisst aber trotzdem nicht, dass das etwas ist, was die meisten toll finden.

P.S.: Was ich in Deinem Fall aber noch anschauen würde: ist das grds. oder mit der Couch verbunden? Wenn sie doof tut beim auf der Couch liegen, im Sinne von Couchverteidigung würde sie bei mir den Abflug von der Couch machen und da ungefragt auch nicht mehr draufkommen.

testudo

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4

Freitag, 22. Januar 2016, 08:30

Mal in aller Deutlichkeit (mag sein, dass da jetzt gleich das allgemeine Protestgeschrei losgeht): von oben herunter auf den Hund patschen (in der Regel von oben auf dem Kopf rumpatschen), findet meist kein Hund toll. Warum? Das wird von den meisten als bedrohlich wahrgenommen, da frontal. Und wenn man das mal etwas beobachtet während der Ausführung oder bei anderen, dann beschwichtigen die meisten Hunde dabei, züngeln, gähnen, etc.


Genau!
Einen Hund über den Kopf streicheln, mögen die wenigsten. Die meisten "ertragen" es einfach. Und ein Hund der irgendwo liegt und schläft/oder döst möchte normalerweise in Ruhe gelassen werden und nicht einfach beim Vorbeigehen "betatscht" werden. Ich verstehe nicht warum ihr das macht bzw. zulässt?

erica

Sportdoggie

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5

Freitag, 22. Januar 2016, 08:47

Ob sie es mag oder nicht......dieses Verhalten ist inakzeptabel. Ein Hund hat aus solchen Gründen nicht zuzubeissen. Da Sie dieses Verhalten auch anderweitig zeigt wird es langsam gefährlich. Das muss sofort korrigiert werden. Und mit positiver Bestätigung werdet ihr da nicht weiter kommen. Sucht euch jemanden, der das wirklich auch kann. Aufs Sofa, Bett etc. Käme die mir gar nicht mehr.

Ob es sich um eine Angstbeisserin oder wirklich dominante Hündin handelt, eines ist klar: sie braucht einen starken, souveränen Führer. Ich hoffe ihr könnt ihr das bieten.

testudo

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6

Freitag, 22. Januar 2016, 08:53

erica
Ja natürlich muss man dran arbeiten, weil das Verhalten nicht geht, aber man sollte auch am Verhalten der Menschen arbeiten. Ich finde das so ein Unding einfach den Hund mal beim vorbei laufen auf den Kopf patschen.

Xanthippe

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7

Freitag, 22. Januar 2016, 08:56

Das sind Probleme da würde ich nicht mehr 'rumprobieren' was helfen könnte, sonder mir einen Trainer suchen. Damit ist nicht zu spassen. Und erstmal gibt Sofa verbot für Hund und steichelverbot für Menschen wenn sie schläft. :nicken:

mandala

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8

Freitag, 22. Januar 2016, 09:12

Vielen Dank für eure schnellen Antworten!
Ja, das nicht streicheln wenn sie schläft oder allgemein auf ihrem Platz liegt, haben wir eigentlich ziemlich schnell eingeführt.. Nicht nur als Schutz für alle, sondern einfach dass sie lernt, dass sie auf ihrem Platz Ruhe hat und nicht immer gestört werden möchte..

Ich denke, mein Vater (nicht wirklich ein Hundekenner) hat sie total lieb eingeschätzt.. Sie war ca. 2 Stunden alleine bei ihm zu Hause, bekam etwas Gudeli von ihm und hat sich dann hingelegt und geschlafen. Mein Vater ist eigentlich überhaupt kein Mensch, der Hunde einfach so anpatscht etc. Er bewahrt immer sehr Abstand von ihnen, da er sie ja auch nicht kennt.. Was ich damit sagen will: er ist nicht ein Mensch (wie mein kleiner Bruder), bei dem man sofort verhindern muss, dass er den Hund knuddlet und packt und überall streichelt.. deshalb habe ich auch nichts gesagt, es sah für mich so aus, als wenn sich die beiden sehr gut verstehen würden.

Ja, es könnte einen Zusammenhang mit dem Sofa haben (oder mit mir?), dass sie es verteidigten wollte oder so.. Sie kam ja dann auch postwendend die Quittung von mir und musste runter.. Vielleicht müssen wir das einführen, dass es gar kein Sofa mehr für den Hund gibt?
es hat sich halt so eingeschlichen.. :) sie ist sehr sehr anhänglich und braucht den Kontakt zu uns sehr, so wie ich das spüre.. Und gegen uns (meine Kollegin und mir) hat sie auch noch überhaupt nie solch ein Verhalten gezeigt..

Wir haben heute gerade wieder eine Sitzung mit unserem Hundetrainer, ich werde das sicherlich ansprechen.

Grundsätzlich also: keine Streicheleinheiten von fremden zulassen, bei Besuch / Freunden nur streicheln, wenn sie auf sie zukommt, beim Schlafen nicht streicheln (ist sowieso klar finde ich, bei jedem Hund!!) und am besten kein Knuddeln auf dem Sofa mehr?
Habt ihr sonst noch kurzfristige Tipps? Sollte (oder hätte) ich dieses Verhalten noch anders "strafen" sollen ausser sie vom Sofa schicken?

mandala

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9

Freitag, 22. Januar 2016, 09:26

betreffend von oben über den Kopf streicheln / patschen etc.. Ich mache das grundsätzlich nicht. Wenn ich einen Hund neu kennenlerne, dann lasse ich ihn mich beschnuppern und wenn es es möchte, dann streichle oder kraule ich ihn vielleicht unter dem Kinn oder am Po, wenn sie es so schön hinstrecken :biggrin:

Irgendwie ist das so in den köpfen der Menschen, viele streicheln den Hund immer zuerst über den kopf.. :thumbdown:

Bei meiner Hündin merkt man es auch gut, dass sie das nicht mag.. sie weicht mit dem kopf auch aus, allerdings gegen oben.. sieht also so aus als würde sie zur hand des streichlers wollen.. Bis jetzt hat sie immer die Hände der Leute abgeleckt und hat überhaupt keine Anstalten gemacht, die Leute "einfach so" zu beissen..

Aber das gestern beschäftigt mich sehr..

hasch-key

Sportdoggie

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10

Freitag, 22. Januar 2016, 09:52

Ich denke das "Problem" bei euch ist nun, dass Du zunehmend unsicher wirst durch die "Vorfälle", sie dadurch weniger führst, sie zunehmend selbst regelt, was nicht vorteilhaft ist. Das ist eine ziemliche Negativspirale, was nicht gut ist, da sich das schnell verselbständigen kann.

Wichtig ist hier sicher, dass Du lernst Deinen Hund unter guter Anleitung souverän zu führen, sie muss sich auf Dich verlassen können und dann könnt ihr Schritt für Schritt auch schwierigere Situationen üben.

Ich wäre an Deiner Stelle jetzt erstmal sehr präventiv unterwegs, ich würde keine Fremden dranpatschen lassen, beim Schlafen eh nicht. Sofa würde ich in der Anfangsphase bzw. bis ihr das insgesamt im Griff habt, lassen, wenn es Richtung Ressourcenverteidigung geht.

Grundsätzlich: Hunde haben Zähne, ja, und abschnappen ist ein deutliches Warnsignal. Das macht aus Deiner Hündin nun wirklich kein Monster und sie nicht gemeingefährlich, ist aber auch nichts, was man einfach mal lassen kann, gerade weil Du als Neuling offensichtlich auch Schwierigkeiten hast das einzuordnen resp. zu handeln.

Ich hoffe Du hast einen guten Trainer, toi toi toi.

mandala

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11

Freitag, 22. Januar 2016, 10:25

Danke für alle Antworten! Ja, bei mir braucht es (sicherlich weil ich erst seit kurzer Zeit HH bin und nicht enorm viel Erfahrung habe) wenig, dass ich verunsichert bin. Für mich sind Themen wie "Aggression" (aus Angst oder Unsicherheit oder was auch immer), Schnappen, Hund fixieren und Jagen Sachen, die mich verunsichern.. Klar, alle "Probleme" sind doof.. Aber manchmal wünschte ich mir, wir hätten Probleme wie "Socken kaputt machen" oder so.. :-p
Ich weiss, alle solche Verhaltensauffälligkeiten sind mühsam und brauchen Training und Übung.. Aber bei ihr sind es solche Sachen, bei denen ich mich oft (vor allem wenn es gerade passiert ist) frage, ob ich dem gewachsen bin..

Die letzten 1-2 Wochen liefen eigenlich super. Der Abruf ist schon fast ein wenig vorzeigbar, sie läuft unter nicht allzuviel Ablenkung super bei fuss, wir haben schon ganz viele Tricks gelernt und am WE gehen wir mit einer Kollegin in einem Fährtenkurs schnuppern.. also sie schnuppert und ich "schnuppere" auch :bruell:

Die anfänglichen Zweifel sind eigentlich ziemlich verflogen, mit jedem guten Spaziergang hatten wir immer mehr Freude.. Und ich will mich auch nicht den Teufel an die Wand malen und die Flinte ins Korn werfen und den Kopf in den Sand stecken.. Ok, grad ein bisschen viel Sprichwörter :yeah:
Wir hatten eigentlich super viele gute Hundebegegnungen, sie hat einen sehr freundlichen und verspielten Kern in sich, den sie noch nicht so richtig zeigen kann.. Aber da sind wir dran, dass sie lernt, dass sie auch Freude haben kann, wenn sie einen Hund sieht..

Das gestern ist jetzt wirklich das erste Mal so derb.. die 1-2 Mal vorher waren deutlich weniger schlimm, aber eben.. heisst nicht, dass man das nicht anschauen muss..

Ja, man hat bei jedem Hund seine Themen und Sachen, die man dem Hund beibringen muss.. Auf der anderen Seite muss man seinen Hund auch kennelernen und dann das Umfeld soweit informieren / führen, dass sich der Hund wohl fühlt..
Vielleicht reagiere ich so stark, weil ich die Vorstellung von einem verschmusten, freundlichen und verspielten Hund hatte, den alle mögen. Ich weiss, total doof und nicht sehr realistisch, vorallem wenn der Hund aus dem Tierschutz kommt..

Ich denke, ich muss mich noch daran gewöhnen, dass ich auch meinem Umfeld und fremden Leuten klare Grenzen setze, was meinen Hund betrifft.. Wie seht ihr das, wieviele "Anforderungen" habt ihr an euren Hund? Da ich (noch) kein Auto besitze, bin ich zum Beispiel darauf angewiesen, dass wir in Ruhe Zug fahren können, dass sie auch bei Menschenversammlungen auf mich achtet und nicht zuschnappt, wenn ihr jemand zu nahe kommt.. Klar, ich gehen nicht zu den Stosszeiten in einen vollen Zug und wenn ja, dann fahre ich erste Klasse, da haben wir ein wenig mehr platz..

Ach, ich muss auf euch wirklich wie eine total verwirrte und unfähige Ersthundehalterin tönen.. bin ich vielleicht auch :bekloppt:
Aber wir sind ganz fleissig am üben, uns am informieren und vor allem sind wir an unserer Einstellung am arbeiten, dass wir unserem Hund eine ruhige und bestimmte Führung geben können...

Gimp

Sportdoggie

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12

Freitag, 22. Januar 2016, 11:34

Verhaltensauffälligkeiten

Sie ist nicht Verhaltensauffällig.. das ist ein Mode-Negativ-Wort, das zum Verkauf verwendet wird. Sie verhält sich eben "wie ein Hund" .. Es ist IHRE Sprache.
die 1-2 Mal vorher waren deutlich weniger schlimm, aber eben.

Hier nehme ich an liegt der eigentliche Hund begraben.
Diese Beiden male hätte sie direkt sanktioniert werden sollen. Wir stellen auch fest, das man bei Hunden (viel später ja, am Anfang nein) Dinge, die "eigentlich" verboten sind, direkt schon im kleinen angehen muss.
Welpen, die an Schuhe kabbern und "ach so süss" sind, werden später auch die 400 Stutz Schuhe schreddern .. denn der Hund macht ja keinen Unterschied.
Ergo ist auch dem "jööööööööö " welpen das schon zu "verleiden" ..

So auch das "knurren/Schnappen auf dem Sofa .. direkt beim ersten mal .. deutlich runter und auf die Decke.

Wenn "zähne" Erfolg haben, kann das sehr anstrengend werden ..

Aber das bekommt man gut in den Griff.. wenn selbst unser 15 jähriger "atze" das noch gelernt hat (er hat auf dem Sofa die Hunde abgeschnappt, die auch zu uns wollten. Da flog er kurzerhand vom Sofa.. und durfte auch nicht mehr drauf. Da der gute ein totaler sturkopp war, dauerte es bei ihm ca 2-3 Monate) dann kann das deiner locker..

Und denk immer daran: man kann auf Kopffragen nicht mit dem Herzen antworten.
***********************************************************
Wer die Menschen kennenlernt, wird seine Liebe lieber den Tieren schenken.
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als ein Mensch mit stundenlangem Gerede.
und bitte: Jeans "hudeln" ist keine Liebesbekundung. :bruell:

Tabasco

Alphadoggie

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13

Freitag, 22. Januar 2016, 11:38

Du schreibst, dass die Hündin erst einen Monat bei dir ist. Wenn ich dann so lese, was du alles bereits mit ihr gemacht hast, dass sie bereits Trickli gelernt hat, bei Fuss gehen kann, etc., frage ich mich, ob die Probleme nicht auch von einem Zuviel an allem kommen könnten.
Dein Hund kam in ein völlig neues Umfeld. Da wird ihr vielleicht auch einfach alles etwas viel, und sie reagiert entsprechend "unerwünscht".
Damit meine ich nicht, dass ihr nicht an ihrem Verhalten arbeiten müsst. Aber vielleicht überdenken, WAS und vor allem wieviel ihr macht. Und dass sie genügend Ruhe bekommt, um all das Neue auch zu verarbeiten.

Gimp

Sportdoggie

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14

Freitag, 22. Januar 2016, 11:39

Du schreibst, dass die Hündin erst einen Monat bei dir ist. Wenn ich dann so lese, was du alles bereits mit ihr gemacht hast, dass sie bereits Trickli gelernt hat, bei Fuss gehen kann, etc., frage ich mich, ob die Probleme nicht auch von einem Zuviel an allem kommen könnten.
Dein Hund kam in ein völlig neues Umfeld. Da wird ihr vielleicht auch einfach alles etwas viel, und sie reagiert entsprechend "unerwünscht".
Damit meine ich nicht, dass ihr nicht an ihrem Verhalten arbeiten müsst. Aber vielleicht überdenken, WAS und vor allem wieviel ihr macht. Und dass sie genügend Ruhe bekommt, um all das Neue auch zu verarbeiten.

Ebenfalls guter Hinweis. :good:
***********************************************************
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und bitte: Jeans "hudeln" ist keine Liebesbekundung. :bruell:

Psovaya Borzaya

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Beruf: dipl. pflegefachfrau, 20% pensum im nachtdienst

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15

Freitag, 22. Januar 2016, 11:45

sehe ich wie erica. ich würd das mit einem trainer anschauen am besten einem, der auch nach hause kommt

meine hunde kann jeder von oben oder unten, rechts oder links und egal ob auf dem sofa liegend oder stehen anfassen. mit der hand, mit dem gesicht an ihr gesicht... ich möchte es auch nicht anders haben. ein knurren oder schnappen würd ich niemals akzeptieren. meine kennen das aber von baby an und sie mögen alles was irgendwelche zweibeiner mit ihnen machen.

ich würd diesen hund auch nicht mehr auf bett oder sofa lassen.
und tabascos hinweis find ich auch sehr wichtig. tricksen ist "bonus", braucht kein mensch im alltag. meine können kaum einen trick. aber sie können ruhig an der leine an tobenden hunden vorbei, lassen sich freudig von allen anfassen, sind sanft und lieb zu kindern... alles andere brauch ich nicht nicht zwingend. nice to have, but not necessary.
ich würd mich auf den alltag konzentrieren, vor allem auch hund lesen lernen (wie kommt es dass er gelegenheit hatte einem pferd in die schnute zu beissen??).

und ganz klar würd ich mir hier einen trainer suchen.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Bea2521

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16

Freitag, 22. Januar 2016, 12:07

Ich habe Jacky auch erst aufs Sofa gelassen, als wir die "Fronten" soweit wir konnten, geklärt hatten. Und vorallem durfte sie eine lange Zeit nur drauf, wen ich sie rief, nicht einfach von sich aus. Mittlerweile darf sie das zu jeder Zeit, wie ich sie zu jeder Zeit aber auch wieder runter rufen kann.

Ich sehe da auch etwas die Gefahr, das sich das alles zu einer Negativspirale entwickeln kann. Du musst ganz klar die Führung übernehmen.

Und ja der Hinweis, das man anfangs echt nicht zu viel machen soll, ist sehr sehr wichtig! Tricksen ist übers Ziel hinaus geschossen. Die Hündin muss zunächst mal richtig ankommen und dann mal einfach die "Grundregeln" angehen.

Und viele Macken zeigen sich meistens gar später... 1 Monat ist nix oder fast nix.


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Bolotta

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17

Freitag, 22. Januar 2016, 14:38

Ich muss ehrlich sagen, dass es MICH beunruhigen würde, wäre das MEIN Hund. Der Hund lebt nun einen Monat bei dir und du hast diverse ernthafte Probleme. Das mit der Leinenaggression, er beisst ein Pony, einen kleinen Hund, nun beim Streicheln, etc. Denk einfach daran, du hast keinen Chihuahua, sondern einen LISTEN Hund. An deiner Stelle würde ich mich noch heute nach einem wirklich guten Trainer umschauen und dafür sorgen, dass ihr diese Probleme möglichst schnell in den Griff kriegt!

Es wäre ja echt dumm, wenn das Vet-Amt dir den Hund wieder wegnehmen würde. Und selber "probieren" würde ich da keinenfalls. die Entscheidung liegt bei dir, aber wenn ich deine Texte so lese, schrillen bei mir die Alarmglocken!

Viel Glück!

Crispy

Sportdoggie

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18

Freitag, 22. Januar 2016, 17:38

Mich würde interessieren, was der Trainer gesagt hat. Konntet ihr das Problem angucken?

Ich denke auch das bei der Anhäufung von "Problemen" ein kompetenter Trainer sicher das Richtige wäre. Eine neutrale Einschätzung der Situationen und dann einen Plan machen mit Prioritäten. An allen Problemen gleichzeitig arbeiten wird nicht sinnvoll sein.

Und solange geht einfach die Sicherheit vor. Für Deinen Hund und für das Umfeld (egal ob Mensch oder Tier).

Gruss Wendy

Flitzebub

Wachdoggie

Beiträge: 537

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19

Freitag, 22. Januar 2016, 17:46

Ganz wichtig: Hunde die schon mehrere Zuhause hatten sind am Anfang oft vorsichtig und angepasst. Nach ein paar Wochen fangen sie an Grenzen zu testen. Ich glaub bei euch ist es grad soweit.
Ich würd die empfehlen den Hund die nächste Zeit nicht aus Sofa zu lassen. Das kannst du wieder wenn bei euch geklärt ist wer das Sagen hat.
Auch würde ich die empfehlen etwas Theorie über die Rasse zu lesen und umgehend ein Verhaltensbeobachtungsseminar oder einen Hundetrainer zu buchen der die Situation vor Ort und auch den Hund einschätzt.
Achtung, Finger weg von Hundetrainern die mit Leinenruck und in die Seite kicken arbeiten!

20

Freitag, 22. Januar 2016, 19:34

Hier kommen diverse Problempunkte zusammen. Erstens: du bist Ersthundehalterin und musst darum noch ganz viel lernen - denn in erster Linie muss immer der Halter lernen :nicken: Doch leider hast du zweitens nicht viel Zeit dazu, denn dein Hund ist kein verspielter Welpe, sondern knallhart formuliert ein bissiger Listenhund 8| Der drittens leider schon die Erfahrung gemacht hat, dass man mit Beissen Respekt und Angst auslösen kann.
Es ist gut, dass du inzwischen auch positive Erfahrungen sammeln konntest. Punkto auf dem Kopf streicheln haben die anderen ja bereits gesagt, dass es gutmütige Hunde gibt, die das erdulden, aber vermutlich mögen tut das kein Hund! Und im Schlaf durch unerwartetes Anfassen, Streicheln usw. erschreckt werden empfinde ich als Übergriff - für mich ist klar, dass auch mein Hund ein Recht auf ungestörte Ruhephasen hat. Wenn mein Hund schläft, hat ihn niemand anzufassen! Auch sonst: mein Hund ist kein Plüschtier und muss sich darum nicht von allen Leuten streicheln lassen. Sie mag das nicht und ich setze mich für sie ein, das heisst ich wehre Leute ab, die sie unterwegs einfach so anfassen wollen. Das betrachte ich als meine Pflicht, obwohl Lady nicht schnappt oder beisst.
Was das Kuscheln anbelangt so habe ich mich in den ersten Monaten mit Lady zum Spielen und Kuscheln auf den Boden gesetzt. Bis sie sich richtig eingewöhnt und eine stabile Bindung zu mir aufgebaut hatte, bekam sie noch kein Recht aufs Sofa zu sitzen usw. Erst musste sie lernen mich zu respektieren. Danach war sie auch auf dem Sofa willkommen. Aber auch heute noch: haben wir Gäste und Lady ist zu einem Gast aufdringlich, muss sie runter :d
Was das Schnappen/Beissen anbelangt: ich hatte mit meinem Vorgängerhund kurzfristig das Problem. Ihm hatte eine Frau aus Versehen Schmerzen bereitet und er deshalb nach ihr geschnappt. Dabei machte er die Erfahrung, dass sie Angst vor ihm bekam und von da an schnappte er immer nach Leuten, die ihn eben ohne Vorwarnung einfach anfassten (das war aber draussen auf Spaziergängen der Fall). Das wollte und konnte ich natürlich nicht akzeptieren. Ich hab dann mit meiner zum Glück ganz tollen Hundetrainerin ein halbes Jahr fast täglich intensiv gearbeitet und danach war das Thema Vergangenheit. Aber ich weiss nicht, ob ich es ohne ihre aktive Unterstützung überhaupt geschafft hätte! Darum mein Tipp: such dir einen erfahrenen Hundetrainer, der mit liebevoller Konsequenz arbeitet und dich anleitet. Ganz wichtig keine Alphawürfe, kein Reissen an Leine oder Halsband, kurzum keine Grobheiten!