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Helene

Alphadoggie

Beiträge: 1 228

Doggie(s): Beauci

Wohnort: BE

Beruf: Vergnügen

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21

Freitag, 22. Januar 2016, 21:11

Ob sie es mag oder nicht......dieses Verhalten ist inakzeptabel. Ein Hund hat aus solchen Gründen nicht zuzubeissen. Da Sie dieses Verhalten auch anderweitig zeigt wird es langsam gefährlich. Das muss sofort korrigiert werden. Und mit positiver Bestätigung werdet ihr da nicht weiter kommen. Sucht euch jemanden, der das wirklich auch kann. Aufs Sofa, Bett etc. Käme die mir gar nicht mehr.



Vielleicht müssen wir das einführen, dass es gar kein Sofa mehr für den Hund gibt?

Ja.

Um das mal klar zu sagen: Du hast da keinen Labrador. Du hast einen erwachsenen Hund unbekannter Herkunft mit unbekannter Vorgeschichte aus dem Tierschutz. Dieser besitzt offenbar einen gewissen Aggressionslevel. Das ist nichts Schlimmes, aber damit musst Du ganz schnell umgehen lernen.

Du hast einen Trainer? Kommt der auch zu Dir nach Hause? Wie oft arbeitet ihr mit ihm?
Signaturen sind doof! Solche mit Banner erst recht! Aber wer sie nicht mag, hat sie ja ausgeschaltet...
Also stelle ich für die anderen hier mein Banner hin - klick darauf, dann öffnet sich ein neues Fenster mit meiner genialen und ultivmativ tollen Homepage von globalem Interesse!



Crispy

Sportdoggie

Beiträge: 1 631

Doggie(s): Breeze (*2010) Australian Shepherd Hündin

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22

Samstag, 23. Januar 2016, 09:05

Wie war das Training mit der Hundetrainerin?

mandala

unregistriert

23

Samstag, 23. Januar 2016, 18:55

Ich habe die situation mit meinem vater dem hundetrainer geschildert.. Er sagte, dies sei klar ein falsches einschätzen der situation von mir.. Ein schlafender hund, der erschrickt, kann so reagieren.. Nicht alle (ich kenne auch solche, die einfach ein wenig zusammenzucken), aber sie gehört (noch) zu den hunden, die in solchen situationen, welche ihr nicht wohl sind, so reagiert..

Meine aufgabe ist nun, solche situationen besser einschätzen und managen zu lernen..

Für uns heisst das: Kein sofa mehr und ihr zeigen, dass ihr platz ein rückzugsort ist.. Dort wird sie von niemandem gestört, geweckt wird sie mit der stimme. Wenn besuch da ist wird das ganz klar so kommuniziert.. Wenn ich merke, dass sie zu sehr hochdreht oder unruhig wird, schicke ich sie auf ihren platz. Sie kennt dieses kommando schon gut und kann auch gut entspannen, auch wenn es mehrere leute im raum hat..
Das ziel ist, dass ich solche situationen verhindern oder im notfall früher erkennen und händeln kann.

In der situation mit meinem vater hätte ich von anfang an sagen sollen, dass sie nur angefasst oder gestreichelt wird, wenn sie auf ihn zukommt, und nicht wenn sie schläft/döst..

Betreffend training.. Wir üben kommandos und trickli max. 2-3 mal am tag ein paar minuten, meistens nach dem spaziergang.. Wir haben die tage absichtlich so gestaltet, dass sie viel zeit zum ankommen und einleben hat und sich einmal an ihr neues umfeld gewöhnt..
Im moment üben wir mit dem klicker (den kennt sie bereits) vor allem an der schleppleine draussen in reizarmer umgebung.. Stoppen, luege, kommen und weiterlaufen..
Ist das zu viel? Sie ist sehr motiviert dabei, wor schauen aber sehr darau, dass sie ihre ruhezeiten hat, wo sie weder bespasst noch geknuddelt noch trainiert wird..

Betreffend 'unangemessen' streicheln.. Es gibt ja leute, die sagen, man müsse dem hund beibringen, dass er in gewissen situationen auch angefasst wird, wenn er es eigentlich nicht möchte.. Würde bei mir heissen, ich streichle sie oft in dösender phase über den kopf, um sie daran zu gewöhnen..
Was meint ihr dazu? Ich bin eigentlich der meinung, dass der hund sich nicht alles gefallen und über sich ergehen lassen muss.. Natürlich nicht alles verbellen und schnappen, was ihm nicht passt.. Aber ich finde, auch hunde dürfen ihre individualdistanz einfordern, kommt immer darauf an auf welche art natürlich..

Weil sie so sehr verschmust ist und auch den körperkontakt sehr sucht, sind wir davon ausgegangen, dass sie bei menschen nicht wirklich probleme hat und eher bei hunden diese distanz fordert..

Wir lernen jeden tag dazu und werden nin klare regeln aufstellen. Wo sie,sein darf, wo sie ruhe hat, wo sie wann angefasst werden darf.. Dass wir mehr sicherheit bekommen und sie klare grenzen und strukturen hat, was ich hoffe sich auch auf ihre 'ausgeglichenheit' auswirkt..

Crispy

Sportdoggie

Beiträge: 1 631

Doggie(s): Breeze (*2010) Australian Shepherd Hündin

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24

Samstag, 23. Januar 2016, 19:10

"Das ziel ist, dass ich solche situationen verhindern oder im notfall früher erkennen und händeln kann."

Aber das ist ja keine Problemlösung, einfach nur eine Vermeidung. Versteh mich nicht falsch, aber wie willst Du denn lernen deinen Hund in solchen Situationen früh genug zu lesen, wenn die Situationen vermieden werden? Wie übst du denn das händeln in einem Notfall? Hast Du mit diesem Trainer jetzt regelmässige Stunden abgemacht oder wie seid ihr verblieben? Ich denke vorallem ein Menschentraining ist nötig.
Habt ihr denn auch die anderen Unstimmigkeiten angesehen?

Ob dein Hund mit deinem "Trainingsplan" überfordert ist, kann man von aussen nicht kommentieren. Denn jeder Hund ist ja auch anders und auch der Mensch dazu. Ich persönlich würde die Prioritäten eindeutig auf die "Problemzonen" legen und dort mit einem Trainer gezielt dran arbeiten. Tricks und Co wären für mich in dem Fall zweitrangig. Der Trainer kann dann auch einen an Euch zugeschnittenen Trainingsplan machen und dann bist du sicher, das du weder unter-noch überforderst.


Gruss Wendy

mandala

unregistriert

25

Samstag, 23. Januar 2016, 19:43

Ja das stimmt, im moment geht es denke ich darum, sie nicht in situationen zu bringen, in denen sie überfordert ist.. Das sind vor allem eben hundebegegnungen (an der kurzen leine) und momente, in denen sie sehr vielen reizen ausgesetzt ist..

Für mich scheint es sinnvoll, auch für mich, dass ich jetzt lerne, meinen hund besser einschätzen zu können und ihr zu zeigen, dass ich die kontrolle habe und dafür da bin, ihr grenzen zu zeigen und ihr zu helfen, sich richtig zu verhalten.. Ich stimme total zu, dass in solchen situationen vor allem der mensch lernen muss.

Instinktiv habe ich in der situation mit meinem vater so reagiert, dass ich sie mit den beinen (sie lag zwischen meinen beinen) blockiert habe und sie danach sofort vom sofa runtergeschickt habe.
Der hundetrainer meinte, dass dies eben situationen sind, welche es gilt zu vermeiden, indem der hund 'darau vorbereitet' wird, dass er angefasst wird oder eben klar kommuniziert wird, dass er nicht angefasst wird..

Habt ihr solche regeln? Viele hh, die ich nun auf dieses thema angesprochen habe, sagen,,dass dies sowieso klar ist! Unabhängig vom hind wird klar fesagt, dass er ohne erlaubnis nicht angefasst werden darf.. Draussen von fremden aber auch bei besuch etc.. Oder habt ihr den anspruch, dass der hund jederzeit eben 'alles' über sich ergehen lassen muss?

Was gibt es für methoden (keine angst, werde ich sicherlich ohne trainer nicht einfach so ausprobieren), ein solches verhalten zu verhindern/abzutrainieren?
Ich habe gemerkt, auch bei meinem pferd, dass sich situationen oft verbessern, ohne dass man gezielt diese situationen anschaut, sondern andere themen (impulskontrolle etc) trainiert.. Wie bei uns z.b. die hundebegegnungen.. Durch unser abruftraining, das luege etc. konnten wir schon ruhiger an hinden vorbeigehen.. Zum anfang habe ich gedacht, dass ich möglichst viel in gerade diesen situationen üben muss, musste jedoch merken, dass eben beim üben vermeindlich 'anderer' themen sich diese situationen automatisch ändern.. Ich hoffe ihr versteht was ich meine

mandala

unregistriert

26

Samstag, 23. Januar 2016, 20:00

Ja, der trainer kommt nun sicherlich regelmässig, mind. 1 mal pro woche..

Die themen wie das rumgezicke an der leine sind wir am 'beheben' mit dem schleppleinentraining, abruftraining und das konzentrieren auf mich.. Wir merken bereits fortschritte, was sicher auch an unserer bindung liegt, die immer stärker wird..

Ich bin der überzeugung, dass hunde allgemein besser mit positiven erlebnissen lernen und die ausbildung so solider und besser 'verhäbt'..
Meine hündin hat nie gelernt sich richtig an der leine zu verhalten wenn sie sich nicht wohl fühlt.. Und irgendwie fände ich es nicht gut, wenn ich ihr in solchen situationen auf 'unangenehme' weise zeige, dass sie sich falsch verhält..

Bea2521

unregistriert

27

Samstag, 23. Januar 2016, 20:22

Wenn du die Führung übernimmst, festigt sich auch eure Bindung und daraus ergeben sich schon einige positive Resultate... "Einfach" durch das Vertrauen, welches sie gewinnt. Daher schön eins nach dem andern, aber konsequent.


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Tabasco

Alphadoggie

Beiträge: 2 215

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28

Samstag, 23. Januar 2016, 20:51

Zitat

Habt ihr solche regeln? Viele hh, die ich nun auf dieses thema angesprochen habe, sagen,,dass dies sowieso klar ist! Unabhängig vom hind wird klar fesagt, dass er ohne erlaubnis nicht angefasst werden darf.. Draussen von fremden aber auch bei besuch etc.. Oder habt ihr den anspruch, dass der hund jederzeit eben 'alles' über sich ergehen lassen muss?

Das kommt doch immer auf den Hund an.
In unserem Fall, nein, wir haben keine solche Regel. Weil es nicht nötig ist. Mein Hund liebt Menschen. Da ist es eher so, dass ich schauen muss, dass er niemanden mit seiner Menschenliebe belästigt.

Hätte ich jedoch ein Exemplar, dem dabei unwohl ist, würde ich ihn vor fremden Menschenhänden schützen. Gleichzeitig aber dahingehend trainieren, dass er in meinem Beisein (z.B. beim TA) das Anfassen toleriert.

Psovaya Borzaya

Alphadoggie

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Doggie(s): ein barsoi und ein whippet

Wohnort: Balterswil TG

Beruf: dipl. pflegefachfrau, 20% pensum im nachtdienst

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29

Samstag, 23. Januar 2016, 22:36

ist hier wie bei tabasco. wenn ich etwas nicht brauche, dann solche regeln. meine hunde lieben es angefasst zu werden in jeder situation.

einzig im tiefschlaf (hund träumt sichtbar zb.) würd ich sie vorher ansprechen. ob es nötig wäre, keine ahnung.
und wäre dies anders, würd ich dran arbeiten. für mich ist dies eine sache die absolut von meinen hunden brauche und auch erwarte. mich stört es auch nicht wenn menschen, kinder vor allem, ohne zu fragen die hunde anfassen. ich erkläre zwar trotzdem dass dies auch schief gehen kann aber ich rege mich nicht auf.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

30

Sonntag, 24. Januar 2016, 08:37

Habt ihr solche regeln? Viele hh, die ich nun auf dieses thema angesprochen habe, sagen,,dass dies sowieso klar ist! Unabhängig vom hind wird klar fesagt, dass er ohne erlaubnis nicht angefasst werden darf.. Draussen von fremden aber auch bei besuch etc.. Oder habt ihr den anspruch, dass der hund jederzeit eben 'alles' über sich ergehen lassen muss?
Lady will sich von Fremden nicht anfassen lassen. Muss sie auch nicht. Es kommt aber immer wieder vor, dass Leute sie ohne uns zu fragen einfach spontan im Vorbeigehen streicheln 8| Das löst bei Lady ein Gebell aus und sie rennt von der Person weg. Das ist für mich in Ordnung und akzeptabel. Nicht akzeptieren könnte ich es, wenn sie schnappen oder beissen würde. Das wäre in der heutigen Gesellschaft auch gar nicht mehr praktikabel ohne schnell rechtliche Konsequenzen für Hund und Halter zu riskieren! Und da nützt es auch nichts, dass gerade Erwachsene eigentlich wissen sollten, dass man nicht einfach einen fremden Hund anfasst... Sehe ich Leute bei Lady stehenbleiben und die Hand ausstrecken, rufe ich ihnen zu, dass sie bitte meinen Hund nicht anfassen sollen. Lady läuft nie weit voraus (meist plus/minus 5 - 10 m), da ist das gut machbar. Kommen Gäste oder Handwerker bitte ich sie gleich beim Eintreten ins Haus den Hund zu ignorieren, also kein Ansprechen oder Anfassen.
Bei Kindern sorge ich dafür, dass sie nicht an Lady rankommen, notfalls nehme ich Lady draussen sogar auf den Arm.

mandala

unregistriert

31

Sonntag, 24. Januar 2016, 08:40

War bei uns eigentlich auch so, haben wir so eingeschätzt und auch so erlebt.. Auch jetzt will sie zu jeder person die wir sehen, sie geht zu hause alle total freundlich begrüssen etc.. Wenn wir bei jemandem sind wo sie es schon kennt dann trabt sie wild wedelnd durch die ganze wohnung bis sie jedem hallo gesagt hat..

Auch im öv mussten wir aufpassen dass sie nicht jeder person das gesicht ableckt und hochspringt.. Also bei ihr kann man sicherlich sagen, dass sie mit menschen üleigentlich gar keine probleme hat.

Allerdings sind eben jetzt diese paar situationen gewesen wo wir sagen müssen, dass sie, wenn es ihr unangenehm wird, sie nicht allzu freundlich reagiert (oder eben hündisch wird)..
Dass man das üben und anschauen muss ist klar, was mich jedoch an mir jetzt nervt ist die tatsache, dass ich nun in fast jeder situation angst habe, dass es ihr zu viel wird, obwohl sie es richtig mag..

Das liegt wohl daran dass ich sie noch nicht so gut kenne und sie noch nicht in jeder situation sofort richtig einschätzen kann.. Aber wenn ich denke was ich schon jetzt nach ein paar wochen alles bei ihr erkenne, denke ich, sind wir auf einem guten weg, dass wir sie immer besser lesen und ihre gefühlsregungen immer schneller richtig einschätzen können..

mandala

unregistriert

32

Sonntag, 24. Januar 2016, 08:46

Ja, ich bin auch der meinung, dass ein hund sich nicht anfassen lassen muss von menschen, wenn er es nicht mag.. Natürlich ausnahmen sind tierarzt und dergleichen..

Draussen müssen wir eben eher schauen, dass sie nicht alle menschen ableckt und raufspringt.. Aber scheinbar sind es situationen, aus der sie nicht sofort wegkann, die sie stören.. Also eben schlafplatz, voller bus oder so.. Was wir jetzt definitiv üben müssen dass sie nicht nach vorne geht,,sondern sich anders zu helfen weiss..

Hat jemand erfahrungen damit? Wie zeige ich meinem hund dass er nichts zu befürchten hat oder im notfall aufstehen und weglaufen kann?

Gimp

Sportdoggie

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Doggie(s): Volpino Balu, Jack Snoop, Grinch Lio, Boomer-Tibet-Terrier-Mix Pizza

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33

Sonntag, 24. Januar 2016, 09:14

Du machst das gut.. dranbleiben .. :super:
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Wer die Menschen kennenlernt, wird seine Liebe lieber den Tieren schenken.
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als ein Mensch mit stundenlangem Gerede.
und bitte: Jeans "hudeln" ist keine Liebesbekundung. :bruell:

Tabasco

Alphadoggie

Beiträge: 2 215

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34

Sonntag, 24. Januar 2016, 09:26

So wie du jetzt beschreibst, wie sie zu den Menschen ist, tönt es für mich nicht nach "Unwohlsein", sondern nach Verteidigung (dich oder das Sofa).

35

Sonntag, 24. Januar 2016, 13:13

Ja, ich bin auch der meinung, dass ein hund sich nicht anfassen lassen muss von menschen, wenn er es nicht mag.. Natürlich ausnahmen sind tierarzt und dergleichen..

Draussen müssen wir eben eher schauen, dass sie nicht alle menschen ableckt und raufspringt.
Ja, auch wir Menschen müssen uns nicht von fremden Hunden "anfassen" resp. anspringen lassen :biggrin: Lady geht allerdings von sich aus nicht zu fremden Menschen :nönö: Wenn ich mit jemandem rede und länger stehe, dann kann es vorkommen, dass sie mal schnell zu der Person hingeht und kurz am Bein schnuppert und sofort wieder zu mir kommt, aber anspringen, ablecken usw. NIE! Sie bleibt von sich aus immer an meiner Seite, obwohl sie ja während ich rede herumschnüffeln usw. könnte.
Es ist bei ihr also nicht wie bei meinem Hund eine generelle Abneigung dagegen, sich von nicht sehr gut bekannten Menschen anfassen zu lassen. Sondern entweder wie Tabasco vermutet eine Verteidigungshaltung oder ein Erschrecken, wenn sie z.B. aus dem Schlaf gestört wird oder eine Kombination von beidem. So oder so: zu Hause würde ich sie schlafen lassen und wenn du das Gefühl hast, sie hat schon eine Weile geschlafen und ihr Schlaf ist vermutlich nicht mehr ganz so tief, würde ich ihr mal ohne Vorwarnung aus Entfernung einige weiche ! Gudeli anschmeissen. So, dass sie am Körper getroffen wird, aber es ihr ganz sicher nicht weh tut, aber sie evt. auch ein wenig erschrickt. Erstens gucken, was tut sie :d und zweitens das 1x am Tag machen. Sie nicht damit stressen das ständig zu tun! Aber eben regelmässig einmal am Tag, damit eine Gewöhnung einsetzt, dass sie im Schlaf auch mal gestört wird, das aber mit der Zeit positiv verknüpfen kann = juhu, Gudies kommen angeflogen... Ich würde dieses Training so lange fortführen, bis sie gar nicht mehr erschreckt reagiert. Dann langsam auf sehr weiches, leichtes Spielzeug umsatteln und wenn sie richtig wach ist als Belohnung eine Runde mit ihr damit spielen, damit sie mit der Zeit von den Gudies wegkommt. Tja und punkto Verteidigung: sie darf nicht mehr aufs Sofa oder auf erhöhte Lagen, bis sie zuverlässig nicht mehr beisst/schnappt und falls sie es auch am Boden tut: dann würde ich sie konsequent in ihr Körbchen schicken, wenn ihr Gäste habt.

Crispy

Sportdoggie

Beiträge: 1 631

Doggie(s): Breeze (*2010) Australian Shepherd Hündin

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36

Sonntag, 24. Januar 2016, 17:54

Ganz ehrlich, dann würde ich mit einem Maulkorbtraining beginnen. Nicht weil Du rein die Leute schützen willst, sondern vor allem deinen Hund wenn doch mal was passiert (denn Dein Hund ist schuld, egal warum etwas passiert). Du schreibst, das du jetzt fast in jeder Situation Angst hast. Das kann dazu führen, das sich das Verhalten noch verschlimmert und solche Gefühle sind nie gut. Mit Maulkorb müsstest Du keine Angst mehr haben, könntest entspannt reagieren und Dich auf Dich und Deinen Hund konzentrieren.
Ja, der Maulkorb wird immer noch als böse angesehen. Aber ich muss sagen, für mich war es viel wert. In brenzligen Situationen kommt der Maulkorb drauf und ich bin entspannt. Bin ich entspannt, ist es mein Hund auch eher.
Wichtig ist einfach, das der Maulkorb wirklich gut sitzt. Den Maulkorb kannst Du ja durchaus auch rein positiv angewöhnen, daher steht es ja nicht im Gegensatz zu Deinen Erziehungsmethoden.

Ich brauche auch so Regeln nicht, da mein Hund Menschen liebt und wir das auch gezielt schon im Welpenalter gefördert haben (da ihre Rasse gerne mal "fremdelt"). Aber ich brauche solche Regeln bei Hundebegegnungen. Daher weiss ich wie es ist, wenn man immer schon ein ungutes Gefühl hat. Und ich weiss auch, das genau das Gefühl dem Hund nicht hilft...Konsequentes Arbeiten an mir selber, etwas mehr Gelassenheit und ein guter Trainingsplan haben bei uns sehr viel bewirkt. Mehr als ich jemals dachte. Aber es hat auch gedauert...das war nicht in 6 Monaten erledigt.

"Wie zeige ich meinem hund dass er nichts zu befürchten hat oder im notfall aufstehen und weglaufen kann?"
Indem Du das auch ausstrahlst. Das geht auch erst, wenn ihr eine gute Bindung habt. Dein Hund muss Dir in jeder Situation vertrauen. Mit deiner jetzigen Angst, ist das gar nicht möglich meiner Meinung nach. Und eben, kann dein Hund wirklich im Notfall aufstehen und gehen? Darauf würde ich mich nicht verlassen. Denn oft haben sie ja gar keine Möglichkeit auszuweichen. Und wenn dann noch die Anzeichen vom Besitzer nicht gedeutet werden, dann passierts.

Überleg dir das mal mit einem gut sitzenden Maulkorb...Sicherheit für Deinen Hund, für Dich und für den Rest. Und im Ausland brauchst du ja eh an vielen Orten einen Maulkorb. Warum also nicht gleich mit dem Klicker aufbauen?

Gruss Wendy

Ellu

Kläfferdoggie

Beiträge: 414

Doggie(s): Betty

Wohnort: Züri Oberland

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37

Mittwoch, 27. Januar 2016, 17:42

Habt ihr solche regeln? Viele hh, die ich nun auf dieses thema angesprochen habe, sagen,,dass dies sowieso klar ist! Unabhängig vom hind wird klar fesagt, dass er ohne erlaubnis nicht angefasst werden darf.. Draussen von fremden aber auch bei besuch etc.. Oder habt ihr den anspruch, dass der hund jederzeit eben 'alles' über sich ergehen lassen muss?

Ja ich hab diese Regel, allerdings nur weil sich Betty nicht gerne von Fremden betatschen lässt. "Ergehen" lassen muss sie es nur, wie du auch schreibst beim Tierarzt o.ä. . Anonsten finde ich hat ein Hund schon recht auf seine Individualdistanz

Beim Sofa liest es sich für mich auch eher nach Ressourcenverteidigung... aber übers Forum kann man ja nur rätseln. In einem vollen Bus/Platz würde ich sie zwishen die Beine sitzen lassen und dort fasst dann ja hoffentlich keiner hin :whistling:

Gleichzeitig würde ich an ihrer Toleranz arbeiten... Sie muss es ja nicht mögen, aber zumindest aushalten wenn sie mal jemand einfach so anfasst und du nicht schnell genug reagieren kannst. Bei uns war das z.B. das berühmte "ich beug mich über den Hund mit ausgestreckter Hand und tätschel ihm auf den Kopf". Wir haben das dann geclickert damit eine positive Erwartungshaltung kommt "da streckt jemand eine Hand nach mir aus, also gibts was gutes bei Frauchen".
Jemand stellt sich vor den Hund, Hand zur Hundekopf -> click & leckerli. Dann die Schritte erhöhen und auch mal andere Menschen nehmen.
Unsere Hündin mag es noch immer nicht, aber wenn mal wieder jemand schneller war, sieht sie etwas wehleidig zu mir rüber und ich sag dem "Tätschler" dann dass er aufhören soll.
Vielleicht wäre so eine Übung ja auch was für euch? Einfach auf die Situation angepasst die eurer Hündin unangenehm ist.

Und nur als Gedankenanstoss: manchmal reagieren Hunde auch total übertrieben freudig wenn sie mit der Situation eigentlich gar nicht klar kommen und sich nicht besser zu helfen wissen und dann kippt es "plötzlich". Beobachte mal ab wann es ihr unangenehm wird und was der Auslöser dafür sein könnte
Das Hundespielzeug aus Bio-Hanfseil