Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: doggies.ch - das Hundeforum der Schweiz. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Gimp

Sportdoggie

Beiträge: 1 392

Doggie(s): Volpino Balu, Jack Snoop, Grinch Lio, Boomer-Tibet-Terrier-Mix Pizza

  • Nachricht senden

41

Samstag, 30. Januar 2016, 09:26

Und doch, natürlicg macgst du dir die Hunde zunutzen. Nur schon dasurch, dass du welche hältst. Die haben nicht von alleine an deine Türe geklopft und gesagt sie wollen zu dir und da bleiben..

Interessant. Also mache ich mir Kinder zunutze.. spannend.. :kaug:

zu nutze machen : etwas für seine Zwecke anwenden; einen Vorteil aus etwas ziehen

Sorry .. ich kann bei mir nichts erkennen, dass auf das zutrifft.
***********************************************************
Wer die Menschen kennenlernt, wird seine Liebe lieber den Tieren schenken.
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als ein Mensch mit stundenlangem Gerede.
und bitte: Jeans "hudeln" ist keine Liebesbekundung. :bruell:

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Gimp« (30. Januar 2016, 09:31)


testudo

unregistriert

42

Samstag, 30. Januar 2016, 09:37

@ Gimp
Ist das dein Ernst? Du glaubst echt keinen Nutzen von deinen Hunden zu haben.... hm warum hast du denn welche?
Also mir kommt da ehrlich gesagt nurnoch PipiLangstrumpf in den Sinn so nach dem Moto: ....ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt...

Huskybespasser

Sportdoggie

Beiträge: 1 762

Doggie(s): Siberian Husky (Byelka, Candy, Anouk), Alaskan Husky (Dyron), Colliemix (Enya)

Wohnort: Zwischen Olten und Oensingen

Beruf: SBB Sklave :)

  • Nachricht senden

43

Samstag, 30. Januar 2016, 10:15

Sorry Gimp... aber bei dem was Du schreibst wirkt es wie Hohn, uns Ignoranz, Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit vorzuwerfen.
Als Gott begriff, das nur die Besten Schlittenhundesport machen, erschuf er für den Rest Fußball.
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Musher werden?"-- Die Steine schrien: "Nein, dafür sind wir nicht hart genug!":kaug:


In Arbeit http://www.huskyranch.ch

Husky- Passion

Wachdoggie

Beiträge: 922

Doggie(s): 11 Siberian Huskies

Wohnort: Jura

  • Nachricht senden

44

Samstag, 30. Januar 2016, 11:34


Zitat

Wieso springt mein Hund wenn er auf dem Hundeplatz spielen darf immer selbst durch die Reifen und rennt durch die Tunnels obwohl ich nichtmal Agility oder sowas mit ihm mache?

Eben ..weil es IHM! spass macht.. kennst du einen Hund, der sich nen Schlittne hintendranhängt und losrennt? VON ALLEINE? Ohne es je beigebracht bekommen zu haben? Weil er ja DAFÜR GEBOREN/Gezüchtet wurde? DAS ist mein Hinterfragen.. DAS ist mein Statement der Schubladisierung betreffend und dem klassischen Entzug der Individuallität eines Hundes egal welcher Rasse .
OK, ein Hund kann sich selber keinen Schlitten hintendran hängen. Aber die Pneus und Tunnels hat ja auch kein Hund aufgestellt. ;)
ABER, du hast echt noch nie einen RICHTIGEN Husky erlebt! Du hast echt KEINE AHNUNG! Ohne es je beigebracht zu haben liefen hier 5 von 7 Hunden seit Welpen/Junghundealter total unter Zug an der Leine. Vor allem Ghiruna ist extrem. Die wollte und ja eigentlich, und es ist immernoch so, nie am Rand etwas riechen, etwas nachschauen, auf mich schauen, das war ihr alles egal. Sie hatte nur ein Ziel... LAUFEN, ZIEHEN und zwar vorne weg!
Du musst das echt mal erlebt haben Gimp. :peace:
Zudem, es interessiert die Workinghuskies nicht die Bohne, wenn die das erste Mal eingespannt sind, was da hinten dran hängt. Sie haben überhaupt keine Angst überrollt zu werden oder vor Bremsgeräuschen, alles egal. Zb. Xena, sie war ihre ersten 6 Monate im Zwinger mit viel Kontakt zu Leuten, grossen Auslauf, viele Hunde etc., aber sie kannte nicht mal ein Halsband, Geschweige denn die Leine. Das ist ihr doch sch... egal! Hauptsache vorneweg laufen. Und sie ist der Hund hier der sich regelrecht ins Geschirr hineinschmeisst beim Anziehen, sie liebt es und wenn es mal nicht gleich weiter geht, auch beim spazieren, dann hüpft sie 1m in die Luft steht auf die Hinterbeine fiept und macht. Das war auch so BEVOR sie das erste Mal eingespannt war schon so!

hasch-key

Alphadoggie

Beiträge: 2 028

  • Nachricht senden

45

Samstag, 30. Januar 2016, 12:17

Sicherlich macht man sich beim Zugsport das ausgeprägte Bewegungsbedürfnis zu Nutze;-).
Und kein Nordischer hätte vermutlich etwas dagegen einfach Sinn- und merkbefreit durch die Gegend zu rennen, nur das geht mit den wenigsten, denn das wird dann auch mit Jagen verbunden.
Wenn Du die abrufbaren aber losmachst, bspw. im Winter an einem Pass oder so dann rennen die erstmal nen Kilometer gerade aus, wenn sich die Strecke anbietet. Irgendwann stellen die dann fest, dass niemand nachkommt,resp. Ich pfeife dann, dann brettern sie zurück und das kann dann echt ne ganze Weile so gehen.
Was ich damit sagen will: ein ausgeprägtes Laufbedürfnis ist sicher vorhanden, das Ziehen ist dann unterschiedlich stark ausgeprägt, auch in Abhänhigkeit ob mehrere oder Einzelhund.

Lia

Sportdoggie

Beiträge: 1 543

  • Nachricht senden

46

Samstag, 30. Januar 2016, 15:20

@ Gimp: Bei den Nordischen kann ich nicht mitreden. Aber Flash hat sofort gezogen, sobald er das Geschirr das erste Mal an hatte. Vielleicht hat er es ja auch Crischa abgeschaut :smile: . Jedoch bin ich mir sicher, dass Crischa den Hütetrieb in den Genen hat. Seine Mutter hat nicht gehütet und sein Vater auch nicht. So viel ich weiss, war sein Grossvater jedoch ein sehr guter Hund. Cri ist in einer SKG Zucht auf die Welt gekommen und hat wohl Schafe zum ersten Mal bei mir gesehen. Im Herbst bei der Schafschur habe ich ihn an den Zaun gebunden, als er Junghund war, während wir bei der Arbeit waren. Da hat er vielleicht eine halbe Stunde die Schafe beobachtet. Plötzlich fing er zu winseln an und wurde völlig aufgeregt. Daraufhin meldete ich uns zum Schafhütekurs an im Winter. Dort bewies er enormes Talent und starken Trieb. Obwohl ich ihn bis BH 3 - SM führte, eine Weile im VPG trainierte und auch im Zughundesport einsetzte - er hat überall total motiviert gearbeitet - so richtig und total glücklich war er immer, wenn er an den Tieren arbeitete. Egal welche Art, von Hühnern bis zu den Kühen. Deshalb bin ich mir sicher, einen Hund mit dem entsprechenden Trieb kannst du nicht richtig glücklich machen ohne die Arbeit auf welche die Rasse gezüchtet wurde... Da nützt es nichts, wenn du einen BC Welpen von einer Bernensennenhündin aufziehen lässt. Das Tier weiss auch so, wozu es geboren wurde. :brav0:

hasch-key

Alphadoggie

Beiträge: 2 028

  • Nachricht senden

47

Samstag, 30. Januar 2016, 17:55

Vielleicht nochmal ausführlicher: Nordische haben in der Regel (und das hat auch etwas mit Zuchtzielen zu tun) ein ausgeprägtes Laufbedürfnis, ob und was da hinten dranhängt, ist erstmal egal. Das Ganze ist aber in der Regel in Kombination mit Jagdtrieb und einer recht grossen Selbständigkeit gegeben. Letzteres führt selbst bei einem abrufbaren Nordischen zu einem recht grossen Bewegungsradius. Soll heissen, wenn ich bspw. mit einer Aussie-Kollegin laufen gehe und Chadie läuft frei und ich mache nichts, trabt er erstmal lustig voraus, klar schnüffelt er mal, aber der Radius ist um ein Vielfaches höher als beim Aussie, der viel mehr beim Halter fragt, ob alles ok ist. Chadie hat das auch im Blick, aber wenn er mich iwie noch sieht, passt das schon und wenn grad mal nicht, geht die Welt auch nicht gleich unter :-p . Natürlich kann ich den Radius einschränken, dann muss ich eben sehr viel abrufen, dann schaltet er in den "Frauchen bietet Action Modus", das ist dann aber nicht mehr der Entspannungsmodus.

Dadurch dass wir sehr viel in den Bergen unterwegs sind, teilweise auch weit oben, wo es kein Getier mehr gibt, keine Strassen und niemand zu Schaden kommen kann und gerade in schneereichen Wintern Hund ausserhalb der Spur auch nicht vorankommt, haben wir auch schon unseren Kamikaze-Hund abgeleint, das Ergebnis ist ebenfalls, dass der einfach erstmal volle Kanne gerade aus brettert, eine ganze Weile. Wenn wir nicht nachkommen und auch nicht pfeifen, kehrt er irgendwann und rennt zurück und das kann dann x Mal hin und hergehen. Wenn alle drei frei sind, geht das länger, denn dann wird Wettrennen gemacht bis einer mal kehrt und dann die anderen hinterherrennen :rolleyes: .
Wenn ein Tier dabei den Weg kreuzen würde, wären 2 von 3en aber mit Sicherheit erstmal weg, schon allein weil der Radius meist zu gross ist, ergo werden sie in der Regel nicht generell abgeleint. Bei meinem Ältesten ist das entspannter, da er a) einigermassen gut hört und auch nicht so jagdgeil ist und b) nicht mehr stundenlang hin- und herrennt wie ein Irrer, ist ja schon im Rentenalter.

Nun gibt es pragmatisch betrachtet in unseren Wohngefilden keine langen Strecken ohne Getier, Strassen, etc., Hund muss sich aber auspowern. Natürlich stellt sich Hund nicht vor einen hin und sagt "bitte lass uns biken", aber das Laufbedürfnis muss ja befriedigt werden.
Und muss ist in dem Fall keine menschliche Wunschinterpretation, sondern jedem sehr schnell ersichtlich der mal einen unausgelasteten Nordischen erlebt hat ;) .


testudo

unregistriert

48

Samstag, 30. Januar 2016, 18:05

Super geschrieben hasch-key
Genau so ist es!

Flitzebub

Wachdoggie

Beiträge: 539

  • Nachricht senden

49

Sonntag, 31. Januar 2016, 22:33

Ein Husky liebt es zu rennen, ein Jagdhund liebt es zu jagen, ein Wächter liebt es zu bewachen, ein Hütehund liebt es zu hüten....
Und genau da wo der Mensch diese Charaktereigenschaften und Bedürfnisse in die Hunde reingezüchtet hat ist er auch wiederum verantwortlich dafür dass der Hund das Bedürfniss ausleben kann. Was daran ist denn so schwer zu verstehen Gimp?

Gimp

Sportdoggie

Beiträge: 1 392

Doggie(s): Volpino Balu, Jack Snoop, Grinch Lio, Boomer-Tibet-Terrier-Mix Pizza

  • Nachricht senden

50

Montag, 1. Februar 2016, 08:26

Du musst das echt mal erlebt haben Gimp. :peace:

:d deshalb wähle ich ja auch den Weg "zum Fest des nordischen Hundes" (wenn auch dieses Jahr das Ding ins Wasser fiel)
@ Gimp
Ist das dein Ernst? Du glaubst echt keinen Nutzen von deinen Hunden zu haben.... hm warum hast du denn welche?
Also mir kommt da ehrlich gesagt nurnoch PipiLangstrumpf in den Sinn so nach dem Moto: ....ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt...

Steht da.. Die Antwort habe ich schon gegeben. Es ist im Grundsatz der Gleiche Grund, warum man Kinder will. Und die (sollte) man wohl kaum bekommen, um sie sich zunutze zu machen.
Sorry Gimp... aber bei dem was Du schreibst wirkt es wie Hohn, uns Ignoranz, Überheblichkeit und Selbstgefälligkeit vorzuwerfen.

Siehe den gesamten Satz:
Ich habe eine antipathie dagegen, das sich Menschen andere Lebenwesen zu nutze machen und dann noch kommunizieren: Die machen das gerne, die sind dafür geboren. Soviel menschliche Überheblichkeit, Ignoranz und selbstgefälligkeit finde ich zum Speien.

Meine Aussagen betreffen die Grundsatzaussagen. Wenn das noch nicht rübergekommen ist, muss ich die Segel streichen. Noch deutlicher kann ich es nicht schreiben. Wenn du dich da einordnest, ist das so.
Sicherlich macht man sich beim Zugsport das ausgeprägte Bewegungsbedürfnis zu Nutze;-).
Und kein Nordischer hätte vermutlich etwas dagegen einfach Sinn- und merkbefreit durch die Gegend zu rennen, nur das geht mit den wenigsten, denn das wird dann auch mit Jagen verbunden.
Wenn Du die abrufbaren aber losmachst, bspw. im Winter an einem Pass oder so dann rennen die erstmal nen Kilometer gerade aus, wenn sich die Strecke anbietet. Irgendwann stellen die dann fest, dass niemand nachkommt,resp. Ich pfeife dann, dann brettern sie zurück und das kann dann echt ne ganze Weile so gehen.
Was ich damit sagen will: ein ausgeprägtes Laufbedürfnis ist sicher vorhanden, das Ziehen ist dann unterschiedlich stark ausgeprägt, auch in Abhänhigkeit ob mehrere oder Einzelhund.

Da schau an .. Das ist doch genau das, was ICH denke. Ich bin nicht gegen Schlittenhunde. Ich bin gegen diese Lobbyistenaussagen und Handlungen und Schubladisierung --> "Die Rasse, dieses (unabding und unveränderliche) Verhalten". Dazu gibt es einfach viel zu viele Rassengleiche aber Verhaltensunterschiedliche. ZIEHEN ist kein Muss. Bewegung hingegen schon. Wenn man es verbindet, ok. Es als "genetische Rasseneigenschaft" hinzustellen, ist mein VETO!


Und genau da wo der Mensch diese Charaktereigenschaften und Bedürfnisse in die Hunde reingezüchtet hat ist er auch wiederum verantwortlich dafür dass der Hund das Bedürfniss ausleben kann.

Wenn ich dazu Stellung beziehen sollte, würde das den Rahmen sprengen. In dem Bezug bin ich noch skeptischer und fern aller Mainstreammeinungen. ^^

Aus meiner Sicht ist mein Standpunkt hinlänglich beschrieben. :nicken: Ich akzeptiere Euren, laufe nur nicht komplett konform. Mein Wunsch ist einfach, dass die Menschen das Induviduum betrachten und nicht eine Rasse schubladisieren.
***********************************************************
Wer die Menschen kennenlernt, wird seine Liebe lieber den Tieren schenken.
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als ein Mensch mit stundenlangem Gerede.
und bitte: Jeans "hudeln" ist keine Liebesbekundung. :bruell:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Gimp« (1. Februar 2016, 08:34)


Schneeflocken

Sportdoggie

Beiträge: 1 563

  • Nachricht senden

51

Donnerstag, 11. Februar 2016, 13:33

Deshalb meine Folgerung dazu, sie machen das gerne, sie WOLLEN laufen!

Laufen ja.. ziehen? hmmm .. :peace:

Gestern beim Training ist mir dieser Thread eingefallen. Das Team strotzte vor Energie und Lauffreude und ich war glücklich, die Hunde so glücklich und in ihrem Element zu sehen. Ich glaube, wir haben alle zusammen bis über die Ohren gegrinst. Und dabei ist mir eingefallen, dass doch eigentlich die meisten Hunde ziehen wollen* und es ihnen abgewöhnt wird. Sie werden leinenführig "gemacht". Eigentlich ist das doch eher unseren Willen aufzwängen als der Zugsport? Ist mir einfach so durch den Kopf geschaukelt... ;)

*Also von sich aus natürlich einfach dann, wenn man sie irgendwie am Menschen festbindet. Es legt sich ja kein Hund freiwillig eine Leine um ;)

Verbringe nicht so viel Zeit mit der Suche nach einem Hindernis.
Es könnte sein, dass keines da ist.

betti86

Sportdoggie

Beiträge: 1 462

Doggie(s): June

Wohnort: Niedergösgen

Beruf: QS bei COOP

  • Nachricht senden

52

Donnerstag, 11. Februar 2016, 13:59

Finde die Diskussion interessant hier :smile:
Gimp, so wie ich mitbekommen habe, magst du generell reinrassige Hunde (willkürlich gezüchtete) nicht so.
Aber wen du dich mal damit auseinander setzen würdest, würdest du merken, dass Zucht auch sinn macht...
Ich zum beispiel habe einen Border Collie...
Ich habe am Anfang auch Agility gemacht und noch andere Sachen ,,ausprobiert,,
Aber erst als ich das erste mal an an den Schafen war und ihr leuchten in den Augen sah wusste ich, dass ist ihre Bestimmung! dafür lebt sie!
dafür wurde sie gezüchtet :smile:
das ist unbeschreiblich, dieses leuchten und dieser entspannte zufriedene ausdruck 8)
Ich liebe es!
Ich glaube man kann das aber auch erst verstehen, wenn man es selber erlebt...
Auch bei Huskys ist das so! sie lieben es zu Ziehen! das ist einfach ihr Ding!
Mein Onkel Züchtet ja auch und ich bin immer wieder fasziniert wie sehr sie ihren Job doch lieben und mit begeisterung ausführen und dies ist nun mal das Ziehen und rennen :super:
June, 19.01.2012, Border Collie
Kira, 20.01.2003 - 09.02.2018

,,Ein Hund ist nicht "fast ein Mensch", und ich kenne keine grössere Beleidigung des Hundes, als ihn so zu bezeichnen,,

inhii

Alphadoggie

Beiträge: 17 871

Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

Wohnort: ZH

  • Nachricht senden

53

Donnerstag, 11. Februar 2016, 14:59

Also ich verstehe schon was Gimp sagen will, er ist einfach gerade auf der extremen Seite ;) :peace: Ich sehe es nämlich teils ähnlich.

Nur weil ein Hund einer Rasse angehört, MUSS er nicht so sein wie es im Buche steht. Ein guter Teil davon, ja. Aber längst nicht alle. :noidea:

Ich sah auch schon genug Huskys, welche böckelten und einfach nicht ziehen wollten (oder nur zu gebrauchen waren im Team, also einfach mitrannten). Warum auch immer, aber wenn ein Hund so streikt, dann MUSS er nicht ziehen weil er will es nicht wirklich, fordert es nicht.

Aber logisch, kauft man einen Husky (oder andere Schlittenhunderasse), muss man damit rechnen, dass er dies fordert und dann MUSS man es ihm bieten können, sonst hat man ein Problem :huh:



So auch bei anderen Rassen: Warum war an einem Plauschcoursing meine Diuni ,,besser,, als die 3 Dackel, welche nur da standen und sich faul hinlegen? Hallo... Jagdhunde?! Wäre ja auch nicht OK, wenn ich nun sagen würde, alle Jagdhunde müssen jagen. :noidea:



Auf Zugsport bezogen: Logisch kann ein Hund nicht selber sich einspannen (ein Hund stellt auch keine Agilitygeräte oder sonst was auf) da müssen wir auch realistisch bleiben. Aber wenn ein Hund Zugsport mag, dann müssen wir uns hinten nun mal anbinden. Weil wir sonst dermassen unterlegen wären ;) .

Ich sehe den Zugsport bei meinen Hundis als Jagdersatz. Bei Pyri geht's ums Tempo, welches ich ihr im Alltag nicht bieten kann. Sie will rennen und nicht nur max. traben und das erst noch langsam. Ich könnte sie auch frei lassen und durch den Wald hetzen lassen, da wäre sie genauso dabei ;) , geht aber natürlich nicht. Das Biken ist für sie der Ersatz dafür. Sie rennt endlich in ihrem Tempo und ich halt dahinter. Und logisch muss sie dann mich ziehen weil ich niemals das Tempo mitpedalen kann. Ihr solltest sie sehen wenn dann noch Krähen, Katzen, Füchse, Rehe auftauchen. Das ist es :spass: . Im Trab ziehen ist für sie nur 50% so spannend. Ihr geht's nicht um Ziehen als solches, sondern ums Tempo.

Diuni brauchte das Tempo nicht so, sie ,,jagte,, auch lieber im Rudel mit Pyri zusammen im Wald (offenes Gelände war öde). Diuni mochte vor allem die Biathlons. Sie liebte die Posten und zog diese an, wollte schnell hin und sie machen (ich habe auch zuerst mit Biahlons im 2007 angefangen, erst 1 Jahr später kam das biken). So ist bei ihr das Ziehen gekommen. Schnell weiter, Posten machen und weiter. Ihr reichte das zügige Trabtempo. Oder sie liebte das Trekking in den Bergen, da zog sie mich super die Berge hoch. Am Bike sah sie keine Posten und somit den Sinn nicht mehr, man musste es ihr beibringen ins leere zu gehen. Aber auch sie wurde mit dem Zugsport glücklich.

Also ich glaube, für richtige Zughunde, ist es einfach das Tempo wo sie gehen möchten. Welcher Hund findet es cool im Schritttempo zu ziehen? ;) meine jedenfalls nicht. :nönö:

Hauptsache den Hunden geht's gut, sie sind ausgelastet aber nicht überfordert. :good:

Gimp

Sportdoggie

Beiträge: 1 392

Doggie(s): Volpino Balu, Jack Snoop, Grinch Lio, Boomer-Tibet-Terrier-Mix Pizza

  • Nachricht senden

54

Donnerstag, 11. Februar 2016, 15:14

Finde die Diskussion interessant hier :smile:
Gimp, so wie ich mitbekommen habe, magst du generell reinrassige Hunde (willkürlich gezüchtete) nicht so.
Das ist es nicht ganz. Ich mag nur keine Rassendiskussionen, die alle Tiere einer Rasse über einen Kamm scheren und sie schubladisieren. Der Blick aufs Individuum fehlt mir da komplett.
Aber wen du dich mal damit auseinander setzen würdest, würdest du merken, dass Zucht auch sinn macht...
Ich zum beispiel habe einen Border Collie...
Ich habe am Anfang auch Agility gemacht und noch andere Sachen ,,ausprobiert,,
Aber erst als ich das erste mal an an den Schafen war und ihr leuchten in den Augen sah wusste ich, dass ist ihre Bestimmung! dafür lebt sie!
dafür wurde sie gezüchtet :smile:
das ist unbeschreiblich, dieses leuchten und dieser entspannte zufriedene ausdruck 8)
Ich liebe es!
Ich glaube man kann das aber auch erst verstehen, wenn man es selber erlebt...
Hab ich erlebt. Siehe dazu unten meine Meinung.
Auch bei Huskys ist das so! sie lieben es zu Ziehen! das ist einfach ihr Ding!
Mein Onkel Züchtet ja auch und ich bin immer wieder fasziniert wie sehr sie ihren Job doch lieben und mit begeisterung ausführen und dies ist nun mal das Ziehen und rennen :super:


Also Border: Dieses Treib Verhalten ist auch ausserhalb der Canidenjäger zu finden. Also bei anderen Gattung (inc dem Menschen übrigens) .. Beute einkreisen, selektieren, töten. Normales Verhaltensgen, das entspannt genutzt werden kann. Das GEN ist somit vorhanden. Aber auch DA gibt es aus HÜTE Zuchten Tiere, die nur noch für die Schaulinie verwendungen finden würden, die einfach nicht zum Hüten taugen. Und das weiss ich sicher aus erster Hand von einer erfolgreichen Borderzüchterin und Ausbilderin (mit eigenen Weiden, Schafherden etc mit Verkäufen ins gesamte Ausland (Vorwiegend Schottland) )

Laufen: das tun wir alle. Die einen mehr, die anderen weniger. Somit ein genetisch festgelegtes Verhalten, das ausserhab der diskussion steht.

Ziehen: es gibt also ein ZIEH - GEN. Und wenn es das natürlich nicht gibt, haben wir Menschen also solange Mutationen weitervermehrt, bis irgendein exemplar dieses per reinen Zufall in sich mutiert hat. Wie passend.
Ist es nicht verwunderlich, was tiere alles "von natur aus" können sollen, wenn menschliche Interessen im vordergrund liegen?

Was aus meiner Sicht ganz klar vergessen wird ist der Umstand der Prägung. Von den Menschenbabys wissen wir, das es schon IM BAUCH anfängt. (Bewegung, Musik, etc.)
Da .. schau:
Machen wir doch mal einen Test:
Wir nehmen eine Husky Mutter, deren Schwangerschaft grade festgestellt wurde (also eine Prägung noch nicht stattfinden kann), vom Rudel weg und selektieren Sie in ein Huskyeinflusslosen Bereich.
Die Welpen werden geboren und wir legen sie zu einer Bernersennen oder Jack-Russel Mama. Also auch HIER keinen Einfluss durch die Huskymutter.
Während den ersten 2 Jahren lassen wir alle Husky Kuckucke keinerlei anderen (angeblich angezüchteten) Husky-Einflüsse zugutkommen.

Das wäre ein Test. Der hätte abseits aller prägung eine genetisch nahe Aussagekraft.

Welpen, die aus den entsprechenden Zuchten kommen, bekommen das Verhalten der Eltern hinlänglich mit. Und ahmen es nach oder sind sehr neugierig, da sie es längst suggestiv kennen (gelernt haben)
Vergleichbar mit dem Bild eines Hamburgers alle 26 Bilder in einem Kinofilm, um die Besucher hungrig zu machen.

Und Huskys, die das erstmal können .. oder auch kennengelernt haben.. finden das genauso geil, wie Hunde, die total hell werden sobald sie einen Ball sehen oder allein schon, das man seine Jacke vom Haken nimmt.
Mein Snoop und auch der Lio finden die Reizangel derart geil (allgemeines jagen hingegen ist denen zu doof) , das sie nichts anderes mehr interessiert. Sie gebärden sich wie die Hunde vorm Schlitten, bevor es losgeht.
Da sind sie auch nicht mehr durch Leckerli oder sonstigem abzurufen.

Nehme ich nun diese Beiden, und vermische sie mit anderen Hunden, und nutze jeden Tag die Reizleine, und das über die nächsten 300 Jahre, habe ich also ein reizleinen-gen in die Hunde gepflanzt?
Sowie man ein ZIEH-GEN in die Huskys reinmutiert hat?

Komme ich korrekt rüber? Bin ich verständlich? :)
Mein Statement: View auf das Individuum. Ihr möchtet auch nicht alle verglichen werden. Schweizer alle gleich. Deutsche alle gleich. Rassenmerkmal << Bullshit!
Was ein Tier kann, können soll, wofür ein Tier da ist, bestimmt fast immer der Mensch genau nach seinen Bedürfnissen.

Es gibt sehr wenig, was man verallgemeinern kann, wenn es um das Verhalten von Lebewesen geht.
sooo .. genug aus dem Nähkästchen geplaudert :d
***********************************************************
Wer die Menschen kennenlernt, wird seine Liebe lieber den Tieren schenken.
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als ein Mensch mit stundenlangem Gerede.
und bitte: Jeans "hudeln" ist keine Liebesbekundung. :bruell:

Schneeflocken

Sportdoggie

Beiträge: 1 563

  • Nachricht senden

55

Donnerstag, 11. Februar 2016, 16:32

Wer spricht denn von einem Zieh-Gen?
Es geht doch "nur" um die Lauffreudigkeit, Ausdauer und Power und wie man diesem Bedürfnis so gut es geht gerecht wird, ohne die Hunde frei jagen oder sonstiges Tun lässt, was heutzutage nicht so toleriert würde...
Und mein kleiner Gedankengang war noch, dass ja viele Hunde gerne ziehen würden, zumindest an der Leine :d

Verbringe nicht so viel Zeit mit der Suche nach einem Hindernis.
Es könnte sein, dass keines da ist.

Gimp

Sportdoggie

Beiträge: 1 392

Doggie(s): Volpino Balu, Jack Snoop, Grinch Lio, Boomer-Tibet-Terrier-Mix Pizza

  • Nachricht senden

56

Donnerstag, 11. Februar 2016, 17:48

Und mein kleiner Gedankengang war noch, dass ja viele Hunde gerne ziehen würden, zumindest an der Leine :d

Wo der Hund mit dem halter spazieren geht :bruell:
Wer spricht denn von einem Zieh-Gen?

"Der Husky will ziehen" .. "Der Husky ist dafür gezüchtet" .. Was bedeutet das für dich? In dem Kontext muss es also eine Genetische Veränderung im Husky zu allen "nichtziehern" geben.
Zieh-Gen :)

Huskybespasser hat glaube ich einen korrekten Part genannt, den ich irgendwie übersehen habe:
"Schlittenhunde wollen ziehen"
Damit laufe ich konform!!! Denn Schlittenhunde (das kann jede Rasse sein .. ja, auch ein French oder ein Chi .. nur sollten dort die zu ziehenden Schlitten an grösse und Gewicht angepasst sein.)sind nicht rassisch definiert. Sondern über ihre Tätigkeit. Ich mache jede wette, wenn ich wollte, könnt ich Lio (affenpinschermix) zum begeisterten Kleinschlittenhund machen.

Meine Ausführungen sind auch nicht konkret auf euch gemünzt. Ihr schaut auf Hunde, die dieser Thematik schon unterliegen, und das ist für mich auch völlig OK ..
Und (sollte das der Fall sein) nicht falsch verstehen:

Ich MAG eure Gespanne und eure Arbeit damit. Mir geht es nur um das ansteckende, globalisierte Gedankengut. Individualbetrachtung und eigene Beobachtungen sind eben sehr schwierige Angelegenheiten, wenn man vorgeimpft ist.
"Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen" passt da gut rein.

Ich sehe nicht den Spitz im Verhalten .. sondern den BALU. Ich sehe nicht den Jack Russel Terrier im Verhalten, sondern den Snoop. Und mein Wunsch ist eben, das in Verhaltensangelegenheiten nicht von "Huskys/ Spitzen oder Frenchies" gesprochen wird, sondern von: Mike, Judit, Clara und Rambo. :good:
***********************************************************
Wer die Menschen kennenlernt, wird seine Liebe lieber den Tieren schenken.
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als ein Mensch mit stundenlangem Gerede.
und bitte: Jeans "hudeln" ist keine Liebesbekundung. :bruell:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gimp« (11. Februar 2016, 18:00)


testudo

unregistriert

57

Donnerstag, 11. Februar 2016, 20:24

Gimp du vergisst mal wieder, dass auf bestimmte Eigenschaften gezüchtet wurde. Nicht ein Zuggen, aber die Lauffreudigkeit, Ausdauer etc. Huskies wurden - im Gegendatz zu vielen anderen Hunderassen - nie auf Aussehen gezüchtet, sondern Arbeitswillen, Schnelligkeit, gute Pfoten etc. waren ausschlaggebend. Und dieses Erbe lässt sich nunmal nicht verleugnen.

Gimp

Sportdoggie

Beiträge: 1 392

Doggie(s): Volpino Balu, Jack Snoop, Grinch Lio, Boomer-Tibet-Terrier-Mix Pizza

  • Nachricht senden

58

Donnerstag, 11. Februar 2016, 20:49

Gimp du vergisst mal wieder, dass auf bestimmte Eigenschaften gezüchtet wurde. Nicht ein Zuggen, aber die Lauffreudigkeit, Ausdauer etc. Huskies wurden - im Gegendatz zu vielen anderen Hunderassen - nie auf Aussehen gezüchtet, sondern Arbeitswillen, Schnelligkeit, gute Pfoten etc. waren ausschlaggebend. Und dieses Erbe lässt sich nunmal nicht verleugnen.

Damit laufe ich konform.. steht auch überall.. somit vergesse ich das auch nicht.. und was genau haben deine schilderungen nun nochmal mit ZIEHEN zu tun?
***********************************************************
Wer die Menschen kennenlernt, wird seine Liebe lieber den Tieren schenken.
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als ein Mensch mit stundenlangem Gerede.
und bitte: Jeans "hudeln" ist keine Liebesbekundung. :bruell:

testudo

unregistriert

59

Donnerstag, 11. Februar 2016, 21:03

Du willst es nicht verstehen, oder?
Spannst du einen Husky vor den Schlitten will und kann er ziehen, dein Lio hingegen hätte die körperlichen Voraussetzungen dafür nicht....jaja schon klar du bastelst einen Minischlitten, den er dann für ein paar Minuten zieht, aber was hat das mit echter Zugarbeit zu tun bzw. was für einen Sinn macht das?
Ob du das möchtest oder nicht bzw. du dir was andrers wünscht ändert nun mal nichts an der Tatsache, dass gewisse Verhaltensweisen rassetypisch sind.

Huskybespasser

Sportdoggie

Beiträge: 1 762

Doggie(s): Siberian Husky (Byelka, Candy, Anouk), Alaskan Husky (Dyron), Colliemix (Enya)

Wohnort: Zwischen Olten und Oensingen

Beruf: SBB Sklave :)

  • Nachricht senden

60

Freitag, 12. Februar 2016, 02:11

Gimp. Was denkst du denn warum in der Sprint Rennszene mitlerweile viele Musher die früher mit Siberia oder Alaskan Husky unterwegs waren, heute mit Hounds fahren.

Sicher nicht weil die Hunde so toll aussehen oder so einen tollen Charakter haben. Der Umstieg gat genau den Grund, warum es diese Hounds eben gibt... sie sind schneller. Es sind rassen gekreuzt worden die mehr Geschwindigkeit ermöglichen und so wurden Huskies mit Wind- oder Jagdhunden gekreuzt.
Als Gott begriff, das nur die Besten Schlittenhundesport machen, erschuf er für den Rest Fußball.
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Musher werden?"-- Die Steine schrien: "Nein, dafür sind wir nicht hart genug!":kaug:


In Arbeit http://www.huskyranch.ch