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Ellu

Kläfferdoggie

  • »Ellu« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 414

Doggie(s): Betty

Wohnort: Züri Oberland

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1

Dienstag, 23. Februar 2016, 12:24

Welches Ritual vor Training oder Prüfungen

Ich wurde letztens darauf angesprochen, dass es von Vorteil ist sich vor dem Training ein Ritual anzugewöhnen, das dem Hund dann auch vor einer Prüfung hilft zu verstehen dass jettz "gearbeitet" wird. Gerade weil man dann selbst ja nervös ist, hilft so ein Ritual etwas Ruhe und Struktur reinzubringen.

Mir ist dann aufgefallen, dass ich meine Hündin eher "kalt" ins Training nehme und kein ersichtliches Ritual habe. Gerade in der Hundeschule sind wir 3-4 Personen und wechseln uns jeweils ab, dazwischen sind die Hunde auf ihrem Platz angeleint. Wenn ich Betty losmache spiele ich nur kurz mit ihr um sie aufzuwärmen aber ich mache jedes Mal was anderes und richtig auf "Arbeit" eingestellt ist sie dann auch nicht.
Bei der Fährte hingegen habe ich das Anziehen des Fährtenhalsbandes mit der langen Leine als Ritual eingeführt, und da versteht sie sofort um was es geht.

Habt ihr ein Ritual vor dem Training? Sei es UO oder Fährte etc. Und wenn ja, was macht ihr da genau?

Danke schon mal für eure Inputs :smile:
Das Hundespielzeug aus Bio-Hanfseil

erica

Sportdoggie

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2

Dienstag, 23. Februar 2016, 13:45

Nein, absichtlich nicht. Mein Hund soll ja nicht merken, dass er an einem Wettkampf ist und er nicht korrigiert werden kann. Sonst würde er sich wahrscheinlich so einiges unerwünschtes erlauben.

inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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3

Dienstag, 23. Februar 2016, 13:52

Ich habe und hatte nie ein Ritual... :nönö:

Meine Hundis wussten immer wo gearbeitet wird. Logisch privat üben wir auch, aber auf Hundeplätze, Anlässen usw. sind sie automatisch ,,parat,,. :noidea: An der Obedienceprüfung mit Diuni dazumal, habe ich sie motivierend aufgewärmt. Etwas gespielt und doof getan. Mich schauten alle komisch an weil sie ihre Hunde beruhigen mussten, während ich das Gegenteil machen musste ;) ich muss meine Hundis eher auf ,,Betriebstemperatur,, bringen. Grad wenn sie eben voll da sein sollen, aufmerksam gucken müssen usw. ;) Darum spiele ich etwas, zeuckle sie mit Futter usw. usw.

Aber sonst was Spezielles habe ich nicht. Es reicht im Voraus, 2-3x ein Sitz oder Platz... und schon ist es klar.

Ich kenne Leute, welche Wörter verwenden... Beispiel ,,arbeiten,, und dann soll der Hund parat sein, dann ,,Pause,, damit sie runterfahren und schön warten am Rande wenn sie nicht dran sind. Ganz ehrlich: ich sah noch bei Keinem wo es wirklich was brachte ;) :hihi: ich sehe dann hektisch die Besitzer ,,arbeiten, arbeiten,, sagen aber die Hunde sind ganz und gar nicht bei der Sache und in der ,,Pause,, sind die Hunde nervös usw.

Ich werde auch in Zukunft kein Ritual machen, ausser eben mein zeuckeln damit sie ,,aufwachen,,. ;) :hihi:

Ellu

Kläfferdoggie

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Doggie(s): Betty

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4

Dienstag, 23. Februar 2016, 13:52

Ich verstehe deine Schlussfolgerung nicht ganz erica. Die Idee ist ja gerade anders herum, dass der Hund mit dem Ritual genau gleich in die Prüfung geht wie ins Training.
Sprich: immer gleiches Ritual vor jedem Training und dann dasselbe Ritual vor der Prüfung

Ich habe mich im ersten Beitrag ein bisschen umständlich ausgedrückt
Das Hundespielzeug aus Bio-Hanfseil

erica

Sportdoggie

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5

Dienstag, 23. Februar 2016, 14:15

Sorry hab ich wohl falsch verstanden. Ich dachte du meinst ein Prüfungsritual.
Nein, ich hab gar keine Rituale. Mein Hund weiss sehr wohl, wann gearbeitet wird. (andere Hunde, Autos, Geräusche, Weste, Maulkorb, Apportel etc.) Da er gerne und motiviert arbeitet, muss ich ihn eher bremsen. Was ich von ihm verlange, ist ein korrektes "Fuss" zwischen Auto und Übungsplatz. Markiert wird nur mit einem OK meinerseits.

Xanthippe

Alphadoggie

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Doggie(s): Luna- Dalmi Mädchen, Yenni- Border-Schäfer-Mixine

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6

Dienstag, 23. Februar 2016, 14:27

Ich zieh das Hündelergilet an. Mehr Ritual hab ich nicht. ^^

Ellu

Kläfferdoggie

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Doggie(s): Betty

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7

Dienstag, 23. Februar 2016, 15:18

@inhii dieses Zeuckeln muss ich mit meiner eben auch machen weil sie sonst zu lasch ist. Gut zu hören, dass ich nicht die einzige bin :-D Ich sehe auf dem HuPla meistens nur das Gegenteil, dass die Leute ihre Hunde eher runterfahren müssen

Ok dann sollte es wohl auch ohne Ritual funktionieren :-D Ich bin zwar noch nicht ganz abgeneigt von der Idee, vorallem da Betty auf neuen Plätzen gerne mal schnüffelt und sie das im Freilauf ja auch darf. Wenn wir aber ins Training starten hat sie oft noch das Gefühl dass da jetzt wild geschnüffelt werden darf. Sie hört zwar nach 1-3 maligem Ermahnen auf, aber anscheinend ist ihr die Abgrenzung zwischen "Freizeit: ich darf schnüffeln und blödeln" und "Arbeit: es wird konzentriert mitgemacht ohne hin und herschnüffeln" noch nicht ganz klar
Das Hundespielzeug aus Bio-Hanfseil

Aline

Wachdoggie

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Doggie(s): Jaro, Aussie, Beluga, Schapendoes

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8

Dienstag, 23. Februar 2016, 15:54

Ich habe kein richtiges Ritual, obwohl ich es eigentlich sinnvoll fände. Im Training spiele ich zuerst immer mit Jaro (also bei der UO) und dann wird gearbeitet. Bei der Fährte ist wohl schon die Leine ein deutliches Zeichen, was zu tun ist. Jaro zieht jedenfalls jeweils schon Richtung Fähnchen sobald er es sieht. Vor der Fähnchen muss er nur dastehen, bis ich die Leine unter dem Bein durchgezogen habe. Dann streichle ich ihn nochmals über die Flanke, aber das ist wohl eher für mich als für ihn. Dann gehts los.
Im Agi ist er schon so auf den Parcours fixiert, dass er kein Ritual mehr braucht. Ich wärme ihn dann jeweils auf mit einigen UO Übungen und spielen, einfach damit er körperlich vorbereitet ist.

Aber es ist noch lustig, gerade heute habe ich mir überlegt, dass ich wohl vorerst im BH an keine Prüfung gehen werde, weil ich üüüberhaupt keine Motivation habe. UO ist ja nicht meine Lieblingsdisziplin und das färbt sich natürlich auch auf Jaro ab. Mit viel Bestätigung (v.a. Spielzeug) ist er hochmotiviert, ganz ohne Bestätigung (Prüfung) läuft gar nix. So trainieren wir halt mal weiter und warten ab, ob uns (mich) die Motivation irgendwann wieder findet ;)

Anne

Moderatordoggie

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9

Dienstag, 23. Februar 2016, 16:24

Ich hatte ein Ritual, als wir noch Obi trainiert haben: Vor dem Training habe ich immer ein paar Minuten aussen am Platz schnuffeln und versäubern lassen. Dabei hatte Mairin das Geschirr an (das sie auch auf dem Spaziergang trägt). Auf dem Platz kam dann das Geschirr weg und das HB drauf, und von dem Moment her hab ich auch mich in den Arbeitsmodus geschaltet, also darauf geachtet, dass sie mich nicht in der Gegend rumzieht (was sie eh nie macht, aber mehr noch Blickkontakt, Aufmerksamkeit etc belohnt, per Wort, seltener per Guetzli), dass sie, wenn wir an eine Aufgabe gingen, das in sauberem Fast-Fuss machte, dass sie beim Warten bei mir blieb im Kopf (ich machte mit ihr beim Warten zwischen den Übungen auch mal eigene kleine Sachen, Tricks, aufmerksames Warten oder wenige Schritte UO und sowas, oder auch mal Spiel). Im Training bin ich bei Mairin, auch im Kopf, wie sind beide konzentriert aufeinander, wir spulen nicht nur die Aufgaben ab sondern bleiben auch zwischen den Aufgaben in einer gewissen Arbeitslaune und auf jeden Fall Aufmerksamkeit. Mache ich auch jetzt im (Agility wieder so, owbohl nur plauschmässig.

Im Agi haben wir ausserdem immer eine Einlaufphase, in der ich nicht die Geräte mache, sondern Konzentrations- und Aufwärmübungen (Fuss gehen, Fuss joggen, Muskeln strecken und beugen, Rückwärtsgehen, Slalom zwischen den Beinen etc.), die Arbeit verlange ich ruhig und konzentriert, dulde kein Hibbeln, und belohne das auch. Möglicherweise wär sowas für euch geeignet?
We think it's a dog's inalienable right to get dirty.

Crispy

Sportdoggie

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Doggie(s): Breeze (*2010) Australian Shepherd Hündin

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10

Dienstag, 23. Februar 2016, 16:37

Ich habe kein Ritual, ausser beim Trailen das Anziehen des Geschirrs.
Im Wettkampf habe ich mich einfach jeweils vorbereitet. Ein Ritual wie im Training wäre gar nicht möglich, denn im Trainig hats weder meine Aufregung, noch Zuschauer, noch soviele andere Hunde, Lautsprecher und Co. Der Hund ist ja nicht doof und erkennt doch das es was komplett anderes ist. Also zumindest mein Hund.

Würde mein Hund schnüffeln, würde ich auch leichte Unterordnung machen, kleine Tricks. Oder einfach etwas Fusslaufen schon vom Auto zum Platz.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Crispy« (23. Februar 2016, 16:42)


Bolotta

Alphadoggie

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Doggie(s): Luna, Labi Mischling und Honey Mischling

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11

Dienstag, 23. Februar 2016, 23:15

Prüfung hatte wir (noch) keine. Training ist entweder auf dem Hundeplatz, Agility, oder Fährten. Beim ersteren wissen meine schon, um was es geht. Die Trainerin zeigt ja auch den Parcours mit einem Hund vor, die anderen Hündeler machen den auch. So sieht der Hund auch, was los ist. Meistens haben sie eh vorher noch die Möglichkeit, zu spielen. Dann wird angeleint, wir setzen uns hin und schauen zu. Ich sag dann auch zu Luna, schau gut zu, damit du weisst, wo durch wir müssen :biggrin: . Manchmal wollen Honey und Luna zusammen spielen. Dann werden sie ermahnt, dass wir zum Arbeiten hier sind. Spielen dürfen sie später. Honey sage ich oft, sie solle sich jetzt konzentrieren im Parcours, und nicht rumschnüffeln.

Beim Fährten ist es irgendwie auch klar. In der HuSchu gehen wir alle gemeinsam an den Fährtenplatz und binden die Hunde irgendwo an. Wir legen die Fährte, Hund wartet. Sobald ich den Hund hole, ist er schon aufgeregt und weiss, worum es geht. Er muss auch noch kurz vor dem Start sitzen, mich anschauen, und erhält dann das Kommando "such". Wenn ich daran denke, ziehe ich noch Gstältli an, geht bei meinen auch ohne. Luna ist manchmal am Start zu übereifrig und will bei irgendeiner Fährte starten.

Ich möchte ja im Frühling mit Luna eine Ausbildung beginnen. Ob es da eine Art Ritual gibt, werde ich sehen. Vermutlich schon die Fahrt, der Platz dort, ist dann sowas wie Ritual. Ebenfalls werde ich vermutlich mit einer anderen Frau zusammen fahren, mit ihrem Auto. Auch da wird Luna merken, dass wir nun zum Training gehen, da wir ja sonst nie mit ihr fahren.

In der Hundeschule ist ja auch die Anfahrt und die Umgebung sowas wie Ritual. Die Hunde wissen genau, weshalb wir dort sind.

Ellu

Kläfferdoggie

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Doggie(s): Betty

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12

Mittwoch, 24. Februar 2016, 10:30

Danke für eure Rückmeldungen! Ich werde mal schauen was bei uns als Ritual passen würde, gerade z.B. der Wechsel von Geschirr zu Halsband und der kurzen Führleine etc. könnte was passendes sein kombiniert mit ein paar Aufwärmübungen die ihr Spass machen. Sowas wie du angseprochen hast, Anne könnte ich mir gut vorstellen (Slalom durch die Beine, UO etc.)
Das Hundespielzeug aus Bio-Hanfseil

Anij

Wachdoggie

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Doggie(s): 2 engl. Cockerspaniel, Silky (2003), Velvet (2004)

Wohnort: Deutschland, Zornheim bei Mainz

Beruf: Kaufm. Angestellte

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13

Mittwoch, 24. Februar 2016, 15:28

Für Velvet war und ist das Signal für Training und Turnier das Anziehen der Agilityleine (Leine mit Jagdhaken und integrierter Halsung). Auf Turnieren schaltet sie schon beim Anblick der Leine von "Ich mache ein Nickerchen" auf "Jetzt geht's auf den Plaaatz" und sie ist sofort hellwach und konzentriert. Den Unterschied zwischen Turnier und Training naja, den weiß sie natürlich, Hundi ist ja nicht von vorgestern. :biggrin:
Viele Grüße von Daniela, Velvet und Sira

und Silky im Herzen.









Wenn du redest, muss deine Rede besser sein, als es dein Schweigen gewesen wäre.
(arabisches Sprichwort)

whyona

Kläfferdoggie

Beiträge: 351

Doggie(s): Tarek, mein kleiner Chaot und Whyona fest in meinem Herzen

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14

Mittwoch, 24. Februar 2016, 22:22

Ja ich habe für jede Sparte so meine Rituale ... die einen ergeben sich von selbst andere habe ich sehr bewusst eingeführt ...

Beim Fährten ergibt sich das mit dem anziehen des Suchgeschirrs, dann sag ich "gönd mer go *sueche* " und stell mich vor de Fährte auf ...

Im schutzdienst habe ich ganz bewusst auf Rituale gesetzt, da ich schon ahnte dass Tarek da eine ganze Menge an motivation mitbringen würde ... ausserdem wollte ich einfach dass er die Aufregung die da entsteht und auch in gewissen Maße erwünscht ist und auch nach vorne umgesetzt werden soll, nur in dieser Situation zeigen darf ... ansonsten toleriere ich keinerlei nach vorne umsetzen von Aufregung ... ich zieh ihm die Kette drüber, nehm ihn zwischen die Beine halte ihn vorne an der Brust und und sag "gönd mer en go *hole* " ... setz ihn hin , zieh ihm das Geschirr an nehme ihn ins Fuss und gehe auf den Platz (anfangs einfach mittels Futtertreiben auf den Platz gelaufen)

In der Unterordnung zieh ich ihm auch die Kette drüber ... da sag ich immer "wend mer was mache" und gebe ein paar Leckerchen oder spiele ihn etwas an, je nach lust und laune ... dann leg ich ihn ab und dann fangen wir an zu arbeiten ...

Auch fürs Dogscootern gibts Rituale, das anlegen des Geschirrs, ein "gönd mer go seckle" ... Das vorne an die gespannte Leine stehen (ok wenns denn irgendwann funktioniert) und dann gogogo ...

Ist bestimmt ned für alle Hunde nötig. Ich fühl mich damit wohl und Tarek hilft es umgemein, da er schnell zum hochpushen neigt und mir sonst auch im Alltag ständig auf hab acht ist, weil er das gefühl hat es passiert was ... so fahren wir sehr gut, ich kann ihn einschalten und ausschalten wie man so schön sagt ... Er ist im Alltag schon recht entspannt, macht es zumindest für sein Alter schon sehr gut ...
Grüsse Nathalie mit

Tarek, Tervueren, 12.11.2014
Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017