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Bea2521

Alphadoggie

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21

Dienstag, 5. April 2016, 18:07

Zitat

Was ich mich frage: Wie sähe es aus, wenn ein solches Gesetz erfolgreich wäre? Da müsste der Bauer seine Katzen bei einem Züchter kaufen oder aber selber mit Indoorkatzen züchten, damit er dann (kastrierte) Katzen in Freihaltung lassen kann.

Gibt es denn überhaupt Züchter, die normale EHK züchten?

Chippflicht finde ich absolut nötig. So dass jede ungechippte Katze sofort kastriert/platziert werden kann, ohne dass zuerst nach einem möglichen Besitzer gesucht werden muss.


Ja diese Frage stellte ich mir auch...
Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt!

Aline

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22

Donnerstag, 7. April 2016, 08:23

ich denke, mit einem solchen gesetz würde dann auch die chippflicht für katzen einhergehen, was sinn macht. ich chipe meine katzen genau wie meine hunde.


Stimmt - aber im Sinne der Petition wurde darauf verzichtet, auch noch eine Chippflicht zu fordern. Sollte aber für jeden verantwortungsvollen Katzenhalter sowieso Sinn machen.

Genauso wie es immer noch Hunde und HH gibt die sich durch mogeln und keinen SKN machen, wird dies auch mit der Kastrationspflicht für Katzen nicht gelingen. Und das mit den Katzen ist noch viel schwieriger zu kontrollieren.


Das muss nicht aktiv kontrolliert werden. Wenn eine Katze beim TA vorgestellt wird, kann dieser die Besitzer direkt auf die Pflicht hinweisen, falls die Katze nicht kastriert wird.
Ausserdem werden verwilderte oder nicht gepflegte Katzen schon heute sehr oft gemeldet. Nur gestern hatten wir drei (!) Anrufe bezüglich Katzengruppen, die kastriert werden sollten, weil sie sich ungehindert vermehren. Wir könnten täglich Katzen kastrieren, wenn wir die Mittel dazu hätten. Übrigens werden momentan keine Katzen kastriert, weil diese möglicherweise gerade geworfen haben. Die grossen Aktionen starten wieder ab August/September

Bezüglich Kosten kann ich nur sagen, dass Tierschutzorganisationen heute mit Spendengeldern Katzen kastrieren. Auch oft Katzen, die auf Bauernhöfen leben, die Besitzer aber einfach keine Lust haben, die Kosten zu übernehmen. Mit der Annahme unserer Forderung wäre jeder Katzenhalter selber gefordert, die OP vorzunehmen und zu bezahlen.

Was ich mich frage: Wie sähe es aus, wenn ein solches Gesetz erfolgreich wäre? Da müsste der Bauer seine Katzen bei einem Züchter kaufen oder aber selber mit Indoorkatzen züchten, damit er dann (kastrierte) Katzen in Freihaltung lassen kann.


Ehrlich gesagt ist das völlig utopisch. Man wird NIE alle verwilderten "Haus"katzen einfangen & kastrieren können. Falls aber tatsächlich eine "Katzenknappheit" eintreten sollte, was nicht erwartet wird, könnte man sich immer noch überlegen, das Gesetz wieder zu lockern. Gesetze sind ja nicht wie die 10 Gebote in Stein gemeisselt. Es geht schlicht und einfach darum, das Katzenleid in der Schweiz heute einzudämmen um die Situation nachhaltig zu verbessern.

Übrigens, in Österreich gibt es seit über 10 Jahren eine Kastrationspflicht, seit diesem Jahr sind auch endlich die Bauernhofbüsis darin eingeschlossen. Es ist also möglich...!

pat_blue

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23

Donnerstag, 7. April 2016, 09:44

http://www.krone.at/Tierecke/Katzenjamme…rn-Story-503925

In Deutschland anscheinend auch teilweise.
Wenn es im Himmel keine Hunde gibt, gehe ich dort auch nicht hin! (Brown P.)

heavensnotenough

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24

Donnerstag, 7. April 2016, 10:26

Übrigens, in Österreich gibt es seit über 10 Jahren eine Kastrationspflicht, seit diesem Jahr sind auch endlich die Bauernhofbüsis darin eingeschlossen. Es ist also möglich...!


Stimmt so nicht. Bauernhofkatzen unterlagen auch damals schon der Kastrationspflicht. Es betraf nur Katzen in bäuerlicher Haltung. Und damit waren Katzen gemeint, die nicht dem Bauern gehörten, sich aber auf dem Hof angesiedelt hatten.

Ich habe die Petition schon lange unterschrieben. Weiss aber, eben durch die Erfahrung in Österreich, dass es wohl nicht sehr viel bringen wird :(

Aline

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25

Donnerstag, 7. April 2016, 13:17

Stimmt so nicht. Bauernhofkatzen unterlagen auch damals schon der Kastrationspflicht. Es betraf nur Katzen in bäuerlicher Haltung. Und damit waren Katzen gemeint, die nicht dem Bauern gehörten, sich aber auf dem Hof angesiedelt hatten.

Ach so, das habe ich tatsächlich falsch interpretiert.

Ich bin überzeugt, dass es einige mehr dazu bringen wird, ihre Katzen kastrieren zu lassen, die es heute noch nicht getan haben. Und wenns schon nur dem Tierschutz hilft, den Aufwand zu verringern, finde ich es eine gute Sache.

Ehrlich gesagt kann ich die Einstellung, die ich von vielen Seiten mitbekomme, nicht ganz verstehen. "Bringt doch eh nix" - wenn Tierschutzorganisationen so denken würden, wäre das Katzenleid in der Schweiz noch viel grösser. Auch zum SKN - Kurs höre ich das oft. Ich kann verstehen, wenn man vom Konzept nicht überzeugt ist; Beispiel SKN wie der Kurs aufgebaut ist, Kosten etc.. Trotzdem finde ich die Idee, jedem (Neu-) Hundehalter ein gewisses Mass an Aufklärung zu vermitteln, sehr gut und unterstützenswert.
So ist es auch bei der Petition: Klar werden sich nicht alle bekehren lassen, natürlich wird es Personen geben, die sich gegen eine Pflicht sträuben würden. Trotzdem ist es eine Möglichkeit, die Menschen zum Nachdenken anzuregen und sie natürlich auch ein Stück weit unter Druck zu setzen.

Gegenfrage: Was wäre denn euer Vorschlag, die ungehinderte Vermehrung von unkastrierten Freigängerkatzen und verwilderten Katzen effektiv einzudämmen, wenn nicht mit einer Kastrationspflicht?

Bolotta

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26

Donnerstag, 7. April 2016, 13:28

@Aline: Ich behaupte nicht, dass es eh nichts bringt. Das mit den Kosten ist bestimmt ein Faktor, der angegangen werden muss. Ich weiss, dass der TS kostenlos (für die Besitzer) Katzen kastriert. Aber ich frage mich, wieviele von den Besitzern, die ihre Katze (noch) nicht kastriert haben, diese auch dem TA vorstellen. Meine Nachbarin geht nur in ganz grossen Ausnahmen zum TA, weil das für ihre Katzen ein viel zu grosser Stress ist. Zudem fährt sie nicht Auto, der nächste TA (Tierklinik) ist doch ein Stück von hier entfernt. Sie behandelt ihre Katzen, weitgehend selber. Jemand, dem es egal ist, ob sich seine Katzen vermehren, oder was mit den Jungen passiert, sie sogar tötet oder sich nicht um sie kümmert, wird wohl kaum mit seinem Tier zum TA gehen.

Wie schon erwähnt, ich finde einfach, dass der Grundgedanke sehr gut ist, aber es fehlt einfach was. Es gibt leider zuviele Schlupflöcher. Weiter frage ich mich, wenn nun tatsächlich jemand mit seiner Katze zum TA geht, und er sagt, sie müssten ihre Katze kastrieren. Dann müssten die Besitzer ja einen neuen Termin für die Kastration abmachen. Somit müsste der TA auch für sich notieren, dass Herr/Frau Zz mit unkastrierter Katze hier war und diese noch kastriert werden muss, er muss es also überwachen. Was nun, wenn der Besitzer es nicht tut? Somit müsste er dies ja melden, der Besitzer müsste ein weiteres mal aufgefordert werden, wieder überprüfen, usw. Ich glaube kaum, dass die TÄ Zeit haben, dies zu überprüfen.

pat_blue

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27

Donnerstag, 7. April 2016, 13:33

Also in meinem Fall ist es NICHT so, dass ich denken würde, es bringe nichts. Genauso wenig beim SKN. Im Gegenteil, ich finde den SKN sollte man ausweiten, aber halt die entsprechenden Hundetrainer kontrollieren müsste. Am einfachsten koppelt man so was mit finanziellen Anreizen (wobei es traurig ist, dass so was eine Rolle spielt) zum Beispiel mit Befreiung der Hundesteuer. Gesetze nützen einfach nur sehr marginal, wenn sie nicht überprüft werden / können. Man muss ja immer dem Menschen hinter dem Tier, ob nun Katze oder Hund, das System verclickern und verständlich machen, WARUM das alles sinnvoll ist. Es geht ja um die "schwer belehrbaren", nicht um die, die eh schon alles mögliche machen.

Vielleicht könnte man den Bauernverband mit ins Boot holen (übrigens sähe ich auch ein Verbot privater Vermehrerei von Hunden gerne, nur auch hier dasselbe Problem... wer kontrollierts?) Oder an Gemeindeversammlungen Vorträge machen, usw.
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Bolotta

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28

Donnerstag, 7. April 2016, 13:49

Ich finde nicht, dass mit finanziellem Anreiz gearbeitet werden sollte. Gerade bei der Katzenkastration, geht es doch auch ums Finanzielle. Der SKN ist Pflicht, weshalb sollte es für diejenigen, die ihre Pflicht tun, eine Belohnung geben? Eher so, dass wer sich - wie überall - nicht ans Gesetz hält, gebüsst wird.

Sara&Yoshi

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29

Donnerstag, 7. April 2016, 13:53

Eher so, dass wer sich - wie überall - nicht ans Gesetz hält, gebüsst wird.

Beim SKN passiert das bereits. Leider wird die Hundekontrolle nicht auf allen Gemeinden gleich souverän geführt, da es eben eher so ein "Nebenthema" ist und von manchen Gemeinden nicht als so wichtig erachtet wird.
Liebe Grüsse Sara & Yoshi


pat_blue

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30

Donnerstag, 7. April 2016, 13:59

Man bezahlt ja den SKN trotzdem. Bei meiner Hundetrainerin kostet eine normale Lektion 25.- im Abo. Wie viel der SKN kostet, weiss ich nicht. Die Hundesteuer kostet bei uns 70.-.

Es ist eigentlich wie bei der Hundeerziehung, mit dem Belohnungssytem erreicht man mehr, als mit Strafen.
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Bolotta

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31

Donnerstag, 7. April 2016, 14:01

@Sara: Ja, ist mir bekannt, dass Busse ausgesprochen werden können. Dies ist ja auch ein (grosser) Mehraufwand, da das Personal auch überprüfen muss, ob der SKN gemacht wurde. Nehme an, es wird mehrmals gemahnt (schriftlich). Wieder müssen sie überprüfen, ob der Kurs jetzt gemacht wurde, etc. Du weisst ja da am besten Bescheid :-p .

Wie ich schon mehrmals geschrieben habe, kenne ich ja selber einen, der sagt, der SKN sei Blödsinn. "Seine" Hundeschule ginge mit ihren Hunden in die nächste Beiz und würden dort was trinken. Meine Hundetrainerin sagte, ihr wäre das zu riskant, mit vielen unbekannten Hunden in ein öffentliches Restaurant zu gehen oder in die Stadt (sie wohnt auch recht abgelegen). Wir "simulierten" einfach möglichst viele Stressfaktoren, die in einer Stadt auftreten können. Auch "Liftfahren" haben wir geübt. Jeweils immer 1 Hund und Halter pro mal.

Deshalb: Wer das Geld hat, bezahlt "einfach" die Busse. Was passiert, wenn jemand den Kurs nicht macht? Busse - und wie weiter? Es ist leider alles recht aufwendig und kompliziert.

Sara&Yoshi

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32

Donnerstag, 7. April 2016, 14:18

Deshalb: Wer das Geld hat, bezahlt "einfach" die Busse. Was passiert, wenn jemand den Kurs nicht macht? Busse - und wie weiter? Es ist leider alles recht aufwendig und kompliziert.

So einfach ist es dann auch nicht :zwinker: Den Kurs muss man auch noch machen.

Wir hoffen jetzt eigentlich, dass es mit der Umstellung zu Amicus einfacher geht, da scheinbar die Hundeschulen den SKN selbst direkt eintragen können. Richtig kommuniziert wurde es aber leider nicht.
Liebe Grüsse Sara & Yoshi


Bea2521

Alphadoggie

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33

Donnerstag, 7. April 2016, 15:38

Zitat

Stimmt so nicht. Bauernhofkatzen unterlagen auch damals schon der Kastrationspflicht. Es betraf nur Katzen in bäuerlicher Haltung. Und damit waren Katzen gemeint, die nicht dem Bauern gehörten, sich aber auf dem Hof angesiedelt hatten.



Ehrlich gesagt kann ich die Einstellung, die ich von vielen Seiten mitbekomme, nicht ganz verstehen. "Bringt doch eh nix" n ?


Da fühle ich mit dir, als AktivistIn egal um was es geht, hat man immer wieder damit zu tun. Egal, dran bleiben ;-)
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34

Donnerstag, 7. April 2016, 15:56

Wie gesagt, ich hab die Petition schon längst unterschrieben und war immer schon der Meinung, dass man eine solche Kastrationspflicht auch in der Schweiz einführen sollte. Ich bin auch überzeugt, dass es viele Leute gibt, denen man so einen Riegel vorschieben kann. Grad als Tierärztin, wenn dann Leute kommen und unwissend einfach einmal junge Kätzchen haben wollen, kann man da sicher gut eingreifen. Aber ich sag nur dass man nicht davon ausgehen kann, dass dann plötzliche alle Katzen kastriert sind. Wie gesagt in Österreich gilt dieses Gesetzt schon lange und trotzdem weiss die Mehrheit der Katzenbesitzer nichts davon und Unmengen von Freigängern sind bewusst oder unbewusst nicht kastriert.

Aline

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35

Freitag, 8. April 2016, 19:00

Aber ich sag nur dass man nicht davon ausgehen kann, dass dann plötzliche alle Katzen kastriert sind.


Von dem geht niemand aus :smile: