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Ellu

Kläfferdoggie

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Doggie(s): Betty

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1

Sonntag, 24. April 2016, 20:35

Ressourcenverteidigung gegenüber Hunden

Hallo zusammen

meine Hündin zeigt schon seit klein auf übermässiges Ressourcenverteidigendes Verhalten gegenüber anderen Hunden. Wir haben das Ressourcen abnehmen (Futter, Spielis etc.) von Welpe an mit ihr geübt und mit Menschen klappt das sehr gut.
Bei Hunden hat sich seit klein auf gezeigt dass sie sehr "besitzergreifend" ist und naja am Anfang dachten wir in den einzelnen Situationen dass es ok ist und berechtigt. Aber dann haben sich die Vorkomnisse gehäuft und auch die Verhältnismässigkeit stimmt für mich nicht.

Sprich auf enem Spaziergang hat eine Kollegin ihrem Hund ein Leckerli hingehalten und Betty schnappt den anderen Hund weg um es ihr wegzunehmen. Oder im Wald liegt Abfall (Pet-flaschen, Verpackungen von Grillsachen) und ein anderer Hund kommt auf uns zu, aber ist noch in weiter Distanz, sie hängt sich in die Leine und knurrt/bellt den anderen Hund weg.
Oder in der Hundeschule mach ich sie an ihren Platz fest und dort gibts in den Wartezeiten Guddelis oder eine Kaustange. Da waren wir dran, ich mach sie ab und geh in die Mitte um Übungen zu machen. Eine andere Hündin liegt wie immer 5 Meter neben ihrem Platz und schielt kurz rüber auf Bettys Platz, da rennt Betty hin und legt sich demonstrativ auf ihr Plätzchen und starrt die Hündin an.

Ich habe noch haufenweise Beispiele wie die obigen. Es ist mir auch klar dass Ressourcenverteidigung eigentlich ein ganz normales hündisches Verhalten ist, aber für mich ist Betty's Verhalten nicht in einem toleranten Rahmen. Ich möchte das gerne (wieder) angehen und ihr etwas mehr innere Gelassenheit in Bezug auf Ressourcen beibringen. Sie kommuniziert glücklicherweiese schon früh mit den anderen Hunden (erstarren, knurren, Zähne zeigen etc.) aber die anderen Hunde wissen oft nicht um was es geht.
Ich achte schon sehr darauf dass bei Hundespaziergängen keine Ressourcen im Spiel sind, oder auf dem Hundeplatz genug Distanz ist usw., aber es gibt eben auch Situationen die völlig überraschend kommen und da möchte ich gerne dass Betty lernt sich zurückzunehmen und dass nicht alles IHRES ist.

Wir haben das schon einmal mit dem Hund bei ihrem Hüteplatz geübt, weil sie da stark Leckerlis/Kausachen etc. verteidigte und die zwei verstehen sich mittlerweile blind in Bezug auf Ressourcen. Es wird sehr viel Distanz zueinander gehalten und fleissig beschwichtigt wenn einer was zum futtern hat. Es kommt aber trotzdem noch ab und zu zu angespannten Situationen.

Habt ihr Erfahrungen damit und könnt mir einen Tipp geben? Gerne auch eine Empfehlung zu einem Trainer im Raum Zürich, der Erfahrungen in diesem Bereich hat :-)
Das Hundespielzeug aus Bio-Hanfseil

catba

Alphadoggie

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2

Montag, 25. April 2016, 09:04

oje, das ist ein Problem, dass man unbedingt "live" sehen muss bzw ein Hundetrainer beurteilen muss, denn da spielen einige Faktoren mit...dazu würde ich dir raten

Ellu

Kläfferdoggie

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Doggie(s): Betty

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3

Montag, 25. April 2016, 10:20

Ja am liebsten ist mir schon die Zusammenarbeit mit einem Trainer. Ich hätte nur gern jemand der etwas Erfahrung im Bereich "Aggressionen" hat. Sonst in meinem Freundeskreis hör ich nur "pack sie mal richtig wenn sie das macht" etc. Das bringt leider überhaupt keine Besserung, eher im Gegenteil.

Ich hoffe jemand hat einen Tipp oder eigene Erfahrungen gemacht :-D
Das Hundespielzeug aus Bio-Hanfseil

catba

Alphadoggie

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4

Montag, 25. April 2016, 11:34

meine Mudi Hündin hat eine Angstagression, sie schnappt auch die Hunde, aber der Hintergrund ist ja komplett etwas anderes...das Anbrüllen / pack sie mal richtig, ist bestimmt kein guter Weg, du musst das ganze "umpolen", aber dazu fehlt mir das Wissen und wie schon gesagt, kann man da auch nicht einfach nach Schema vorgehen, sondern bei jedem Hund angepasst...ein gutes Buch dazu kenne ich, es heisst "meins" Jean Donaldson

husky

Wachdoggie

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5

Montag, 25. April 2016, 12:43

Sry da kan ich dir nicht weiter helfen, da ich das nicht kennne von meinen.

Was ich dir empfehlen kan ist sos hundetraining
Die haben mehrere trainer über regionen verteilt.

Kanst ja mal anrufen

cindy

Admindoggie

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Doggie(s): Cockerspaniel Rüde Charly und im Herzen für immer Cindy

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6

Montag, 25. April 2016, 13:01

Also ich kann dir nur von mir und Charly erzählen.
Charly hat ja auch Mühe mit der Ressourcenverteidigung und als er noch klein war, war es sehr schlimm. Alles was er draussen fand oder auch sein Spielzeug konnte man nicht mal an ihn ran. Denn er knurrte und zeigte Zähne und wenn man näher kam langte er ume. Ja da hat er die Rechnung ohne mich gemacht, denn ich lies mich nicht einschüchtern und packte ihn mal zimmlich heftig an den Backe und hob ihn so das er mich anschauen musste und sagte mit ganz ruhiger aber tiefer Stimme NEIIIIIIIIIIIII. ( Upsss da werden mich sicher ein paar User lünchen :peinlich: ) Dann setzte ich ihn wieder runter und er grad wieder an das Papiertaschentuch, das er draussen fand. Ich schaute ihn an und sagte wieder NEIIIIII und schob meine Had ganz langsam an das Papiertaschentuch und siehe da, er knuurte noch aber er gab es mir und ich gab ihm dafür eine tolle Belohnung. Diese Korektur machte ich 2x und seit da muss ich nur noch NEIIII sagen und er gibt es. Beim Spielen ist es ab und zu noch das er plötzlich heftig versucht sein Spieli zu verteitigen, dann hören wir sofort auf mit ihm zu spielen.
Auch mein Mann und Sohnemann können das NEIII sagen und er hört auf zu verteitigen. Auch wenn er etwas nehmen will, was er nicht darf sagen wir ihm Siiii loooo und wenn er es nicht nimmt, bekommt er von uns eine Belohnung und das klappt schon sehr gut. JA es geht halt nicht überr Impulskontrolle :smile:
Draussen bei anderen Hunden hat er dieses Verhalten nie gezeigt, würde er es aber tun, würde ich es auch so handhaben und ihm 1 -3x zeigen wer hiier das sagen hat.
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

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Idesiree

Streunerdoggie

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7

Montag, 25. April 2016, 13:05

Im Raum ZH kann ich dir leider keinen Trainer empfehlen. Wenn ich so ein Thema hätte mit meinem Hund, würde ich da klar zu Katrin Schuster gehen, sie hat viel Erfahrung und selber einen Hund, der mehr als herausfordernd ist;-)

Mit meiner Bordermixhündin hatte ich auch ein Ressourcenthema im Bezug auf andere Hunde, aber nie in diesem Rahmen. Bei ihr ging einfach sicher nicht, dass ein Hund sich nähert wenn sie am Napf oder am Knochen ist, aber z.B gemeinsame Futtersuche am Boden war kein Problem mit ihr bekannten Hunden. Gut, das mussten wir auch üben, ging auch nicht von Anfang an...
Ich denke, es würde durchaus Sinn machen wenn deine Hündin lernt, dass diese Ressourcen eigentlich nicht ihre sind und DU diese verwaltest und sie demnach auch nichts beanspruchen und regeln muss. Wie du da ein Training gscheit angehst, wenn ein Hund doch recht tief in dieser Schiene drin ist, kann ich dir nicht wirklich weiter helfen.
Es Grüessli Iris mit Venia & Origine

Gimp

Sportdoggie

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8

Montag, 25. April 2016, 14:17

Ich schaute ihn an und sagte wieder NEIIIIII und schob meine Had ganz langsam an das Papiertaschentuch und siehe da, er knuurte noch aber er gab es mir und ich gab ihm dafür eine tolle Belohnung.


Wir nennen das Ressourcentausch. Ist schon im Welpenalter bei uns grundlegend ein Thema. So gewährleisten wir, das wir dem Hund alles abnehmen können. Selbst deren Hauptnahrung.
Fettes leckerli zum Tauschen parat halten. Das sollte gut klappen.
***********************************************************
Wer die Menschen kennenlernt, wird seine Liebe lieber den Tieren schenken.
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als ein Mensch mit stundenlangem Gerede.
und bitte: Jeans "hudeln" ist keine Liebesbekundung. :bruell:

Ellu

Kläfferdoggie

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Doggie(s): Betty

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9

Montag, 25. April 2016, 14:22

Danke schonmal für eure Inputs!
Wie gesagt mit Menschen ist es kein Thema, da haben wir auch von Beginn an Tauschgeschäfte gemacht. „Sii lah“ und „Aus“ kennt sie sehr gut und wird auch befolgt.
Die Ressourcenverteidigung bezieht sich nur gegenüber anderen Hunden.
Das Hundespielzeug aus Bio-Hanfseil

Gimp

Sportdoggie

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Doggie(s): Volpino Balu, Jack Snoop, Grinch Lio, Boomer-Tibet-Terrier-Mix Pizza

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10

Montag, 25. April 2016, 14:27

Danke schonmal für eure Inputs!
Wie gesagt mit Menschen ist es kein Thema, da haben wir auch von Beginn an Tauschgeschäfte gemacht. „Sii lah“ und „Aus“ kennt sie sehr gut und wird auch befolgt.
Die Ressourcenverteidigung bezieht sich nur gegenüber anderen Hunden.


Ah .. ok ..dann wäre noch eine Variante, dass du einen "aushilfshund" dazu holst, und dich mit beiden hinsetzt und beide aus deiner Hand leckerli fütterst. Immer, wenn beide ruhig sind, gibt es für beide etwas. Immer im Wechsel der eine oder andere zuerst.
Wir machen das mit unseren 4en immer noch mit anderen Hunden von Freunden... Rein zum festigen, obwohl wir das eigentlich nicht mehr brauchen.
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Ellu

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11

Montag, 25. April 2016, 15:06

Danke Gimp. Stimmt diese Übung hat wirklich gut geholfen mit der Hündin beim Hundesitter-Platz. Vielleicht sollte ich die Übung noch mit vielen anderen Hunden machen, damit sie das etwas generalisiert. Bisher kann sie nur mit der einen Hündin eher locker mit Ressourcen umgehen, aber auch da ist die Situation angespannt wenn nur etwas kleines anders ist als gewohnt.
Das Hundespielzeug aus Bio-Hanfseil

inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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12

Montag, 25. April 2016, 15:20

Meine erste Hündin war ganz schlimm in der Sicht... (sie war 9 Wochen weg, wir waren die Züchter, sie kam halb verhungert und ganz mager zu uns zurück... sie verteidigte Futter also von klein auf weil sie immer zu wenig hatte).

Dies aber nur auf Futter, Spiele waren ihr nicht so wichtig, auch sonstige Sachen waren ihr egal. Aber Futter... da kannte sie nichts und ja, in der Sicht konnte sie krass werden inkl. zupacken. :huh:

Heisst, ich konnte es ihr wegnehmen, bei der Rest der Familie wurde es schon schwerer... Fremde keine Chance. Sie drohte und tat natürlich alles, da wäre gar Keiner auf die Idee gekommen ihr was zu nehmen an Futter. :nönö:

Bei Hunden war es auch so, hatte sie was und kam einer, gab es keine Gnade. Da reichte ein Partikel am Boden wo zuvor was lag.

Ganz ehrlich: Ich habe es nie wegbekommen. Man hätte sie zu Tode prügeln können also nützt von wegen ,,pack sie mal,, nichts. Tauschübungen, ja sofern du noch das bessere hast als der Hund, aber hat er ein Knochen und du ein doofes Leckerchen... :-p neee, ich würde auch nicht tauschen.

Ich hatte das Glück, dass ich mein Hund gut kannte, ich die Situationen kannte wo sie austickte und sie einen wirklich top Gehorsam hatte (abgesehen vom Knochen überlassen). So habe ich sie einfach sofort von dem Ort wo sie schnuffelte abgerufen. Ich schaute gut und sobald sie schnuffelte und ein anderer Hund wollte dort auch, rief ich sie einfach weg. Und so gab es nur ganz ganz selten Ärger... Andere Hunde füttern, kein Problem (sie konnte 10cm nebenan betteln). Aber sobald ein Leckerchen in ihre Schnauze ging und der andere nur ein bisschen rüber kam, gab es Ärger. Darum hatte ich nie Futter auf mich, weder zur Erziehung noch sonst wann.

Von wegen ,,pack sie mal,,. Ja, tat ich auch schon, aber aus Reflex beim Welpen. Bei mir dulde ich es nicht bei Welpen wenn sie mich oder die anderen Hunde anknurren oder Zähne zeigen wenn sie am Fressen sind. Da gibt es eine Ohrfeige und Futter ist weg. Kein Welpe tat es nie wieder (war bei 50% unserer Welpen so, sie anderen zeigten das Verhalten nicht). Zeitgleich nehme ich selber aber auch nie einen Napf oder sonst was weg... sehe keinen Sinn dahinter. :nönö: Aber ich lege bei den Welpen hie und da mal einen Nachklatsch in den Napf währen sie am Futtern sind. Also sie lernen Hand kommt aber bringt noch mehr, nimmt mir nichts weg. :nicken:

Hundetrainer:

Ich kann meinen sonst mal fragen ob er in der Sache auch so gut ist. Sonst ist er super was Körpersprache, Rudeldynamik usw. angeht. Er macht dann natürlich auch Hausbesuche usw.



Was mich noch wunder nimmt, warum futtert ihr die Hunde mit Riegel in den Pausen, in der Hundeschule :gruebel1: hatte ich noch nie erlebt, dass Hunde in der Schule ganze Riegel fressen. :noidea:

Bolotta

Alphadoggie

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13

Montag, 25. April 2016, 15:29

Ich war mal mit meinen Hunden laufen, als eine HH mit ihrem Hund plus Spielzeug kam. Sie warf ihm das Spielzeug weg. Honey sah das und rannte ebenfalls hinterher. Da langte der Hund rum und knurrte ganz heftig. Honey war total erschrocken, ich rief sie sofort zu mir. Die HH warf aber immer wieder das Spielzeug und meinte, ihr Hund würde das halt verteidigen.

Sorry, aber damit habe ich echt Mühe. Wieso wirft jemand seinem Hund extra noch Spielzeug und korrigiert ihn nicht, wenn er es verteidigt? Gut, dass er Honey nicht erwischt hat. Aber ein andermal kommt es vielleicht nicht so glimpflich davon.

Ich an eurer Stelle würde das unbedingt mit jemandem anschauen, der hierfür geschult wurde. Mir würde das nicht passen.

cindy

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Doggie(s): Cockerspaniel Rüde Charly und im Herzen für immer Cindy

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14

Montag, 25. April 2016, 15:38

@inhii

Zitat

Was mich noch wunder nimmt, warum futtert ihr die Hunde mit Riegel in den Pausen, in der Hundeschule



Ich weiss nicht warum sie es tun, aber ich kann dir sagen was ich im Gruppenleiterkurs bei der SKG gelernt habe.

Wenn ein Hund egal ob jung oder alt, nicht runter kam und sehr hibbelig war, dann sollte man den Hund auf Distanz zu den anderen Hunden anbinden, sich zu ihm setzten und ihm etwas zum knabbern geben, kann auch ein Spielzeug sein oder eben ein Riegel. Denn kauen beruhigt.

Versuche ich auch ab und zu bei Charly zu machen, manchmal kaut er und er kommt wirklich runter und manchmal schaut er das Kauzeug nicht mal an. Da bleibt mir nichts anderes übrig als mit ihm noch mehr Distanz zu machen oder umherlaufen.
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

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inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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15

Montag, 25. April 2016, 16:13

ja, OK...

Bei Pyri als Welpe-Junghund sagte mein Trainer das auch, weil sie mit ihrer Frust sehr schlecht umgehen konnte. Sie sollte warten, mochte aber nicht, dann bellte sie, biss ins Gras, mir in die Schuhe (also nicht beissen, sondern mehr so nagen mit jammern)und wenn ich alles verboten habe, ging sie auf ihren Schwanz los :rolleyes: Dann meint er, ich soll ihr die Beisswurst einfach hinknallen damit sie ihren Frust dort auslassen kann.

Dies musste ich 3x machen (wirkte sowieso nicht recht ;) ). Fand dann raus, dass einfach zum Hund sitzen und an der Brust kraulen ein Wunder wirkt. So war sie ruhig...

Übrigens: Ich verstehe es wenn man so Sachen bei Welpen (OK, evtl. noch Junghunde) macht, aber davon finde ich sollte man so schnell es geht wieder weg damit der Hund es ja auch lernt damit umzugehen.

Und wenn dann eben so Verteidigen dazu kommt, hätte mein Hund das letzte mal was gehabt zum Nagen oder Spielen.

Aber wie Ellu selber schreibt, hat sie es wohl ganz am Anfang verpasst, weil sie es ,,gerechtfertigt,, fand, liess sie es am Anfang gewähren. Ich hätte dies ganz sicher nicht gemacht. Ja, ein Hund darf nicht einfach klauen gehen, aber dann liegt es an mir den abzublocken damit mein Hund in Ruhe fressen kann. Also auch hier schütze ich mein Hund. Sind beides meine Hundis, dann kriegt der ,,Klauer,, mächtig Ärger. ;)

Ellu

Kläfferdoggie

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Doggie(s): Betty

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16

Montag, 25. April 2016, 16:49

Ohje, ich hab mir das schon gedacht dass man das nicht ganz wegkriegt und um ehrlich zu sein, hab ich keinen Schimmer was passiert ist oder was wir falsch gemacht haben damit sie so einen Futterneid entwickelt. Sie hatte immer genug zu futtern und sie musste sich (bei uns auf jeden Fall) nie um Futter gegen einen anderen Hund behaupten.
So rückblickend hab ich das Gefühl hat sie in der Welpenstunde das erste Mal ressourcenverteidigend gegen einen anderen Hund gehandelt. Da haben wir eine Übung gemacht, bei dem jeder seinen Hund mit Leckerli ruft und Betty kam auf uns zugerannt und zeitgleich drehte ein anderer Welpe ab und lief auch zu uns hin. Sie schaut zurück und schnappt drohend in Richtung Welpe… Ich dachte damals das sei eher auf mich bezogen, aber rückblickend denke ich ging es eher um das Futter in der Hand.

Es gab als Junghund noch ein paar Situationen bei denen wir dachten, ok soweit darf sie gehen um etwas zu verteidigen dass ihr gehört. Zum Beispiel finde ich es ok wenn sie und der Hundenannyhund je etwas zu knabbern bekommen und dann leicht knurren wenn der andere vorbeigeht. Sie signalisieren „das ist meins, halt Abstand“ und der andere respektiert das. Das funktioniert aber eben nur bei dieser einen Hündin und natürlich unter Aufsicht!
Aber dann hat sich dann in gewissen Situationen herausgestellt, dass sie eben doch mehr als nur ihr zugewiesenes Futter verteidigt. Und da haben wir bestimmt den richtigen Moment verpasst um einzugreifen, aber wann weiss ich beim besten Willen nicht.

Kausachen bekommt sie in der HuSchu manchmal wenn sie sehr hibbelig ist oder nicht gut runter kommt. Das kommt vor wenn ich zum Beispiel bei Übungen helfen muss oder wir als Gruppe mit einem Hund spezielle Übungen machen (kreischen, klatschen und rennen für die Prevent-a-bite Prüfungsvorbereitung von einer anderen Hündin z.B.). Die Hunde sind immer weit genug voneinander angeleint so dass keiner zum anderen hin kann.

@inhii Ja bitte frag mal nach und gib mir dann Bescheid. Ich hab mich jetzt bei einem Trainer in Wald ZH erkundigt und bin mal gespannt ob die „Chemie“ für eine Zusammenarbeit stimmt.
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inhii

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17

Montag, 25. April 2016, 17:08

@ellu

Ich persönlich finde, dass mein Hund nicht knurren darf, nur weil ein anderer Hund vorbeiläuft :nönö: (wie das Beispiel mit dem Hüetihund). Der andere Hund muss ganz klar, direkt auf den fressenden Hund zulaufen und ihn anstarren (also das Futter für sich haben wollen, eben der Dieb sein) aber das ist eben dann die Situation wo ich eingreife und den ,,Dieb,, schon korrigiere und wegschicke. So dürfte bei mir mein Hund kein anderer Hund anknurren wenn er entspannt vorbei läuft und keine Anstalten macht vom Futter was zu wollen.

Das ist schon mal der Unterschied ;)

Grad im Rudel bei uns, da gibt es kein Klauen und kein Verteidigen sonst hätten wir ja immer Ärger sobald sie was zu futtern hätten. :noidea: Ist einer schneller und tigert um einen fressenden Hund (auch wenn er in der Wiese mit 5m Abstand rumtigert und den Fressenden anstarrt... das merkt man schon, der Unterschied), dann schimpfen wir. Der ,,Dieb,, soll aufhören, wir schicken ihn weg. Macht er es ein 2.x, muss er zu uns und neben uns im Platz warten bis alle fertig sind, was natürlich eine Strafe ist als das er im Gelände umherzustreifen dürfe ;)

Bea2521

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18

Montag, 25. April 2016, 17:34

Inhii, beschreibt es super! Genauso Handhabe ich das auch, hier war anfangs das Problem das die Katzen anfangs zu Jacky wollten, wenn sie was zu knabbern kriegte, da ging ich dann aber per sofort dazwischen und drängte die Katzen weg. Genauso würde ich es handhaben wenn es zwischen Hunden so wäre, nicht Jacky hat das zu regeln, sondern ich! Und so kommt Jacky schon gar nicht erst in die Lage vom Knurren, denn Knurren ist für mich auch ein absolut no go!

Betty geht in meinen Augen in diversen Situationen viel zu weit! Aber ich kann dir auch nicht wirklich weiter helfen, dafür kenne ich euch viel zu wenig. Daher würde auch ich zu einem Hundetrainer raten.


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Crispy

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Doggie(s): Breeze (*2010) Australian Shepherd Hündin

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19

Montag, 25. April 2016, 17:38

Ich würde das auch mit einem Trainer angehen...Hier wäre Jemand in Hombrechtikon: http://www.inpunctohund.ch/ zB.

Ellu

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20

Montag, 25. April 2016, 17:41

Betty ist halt Einzelhund, da gab es sonst nie Situationen in denen ich einen Dieb wegscheuchen konnte, bis eben die 1-2x bei der Hundesitterin wo es wie aus dem Blauen herauskam. Und die anderen Situationen haben uns klar jedes Mal recht überrumpelt und wir hatten das Thema Ressourcenverteidigung lange nicht auf dem Schirm und haben uns 1000 andere Dinge gedacht wieso und weshalb sie jetzt so reagiert hat.
Erst später hat es bei uns dann Click gemacht und im Nachhinein ist man klar schlauer.

Ich will mich nicht aus etwas rausreden, weil wir haben irgendwas falsch gemacht sonst würde sie ja so nicht reagieren. Ich muss/will nur wissen was genau, damit wir das ändern können und sie ihr Verhalten auch ändert.

Das Knurren finde ich persönlich "gut". "Gut" in dem Sinn, dass sie deutlich kommuniziert dass ihr was nicht passt und nicht plötzlich aus dem Nichts hervorschiesst und den anderen Hund attackiert. Ich bestrafe sie deshalb nicht für ein Knurren, aber ich möchte halt die Ursache vom Knurren beheben, damit sie erst gar nicht Knurren muss.
Ihr Denken ist ja momentan noch:
" Achtung da kommt einer der mein Futter will und das gehört aber mir"
zu
"Ok da ist ein Hund aber der will mir nichts"
Das Hundespielzeug aus Bio-Hanfseil