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Psovaya Borzaya

Alphadoggie

Beiträge: 3 460

Doggie(s): ein barsoi und ein whippet

Wohnort: Balterswil TG

Beruf: dipl. pflegefachfrau, 20% pensum im nachtdienst

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21

Donnerstag, 17. November 2016, 12:14

an alle die von sich sagen perfektionisten zu sein: was bitteschön ist denn perfekt in der hundehaltung bzw. wie sieht der perfekte HH aus?? den gibt es doch gar nicht per se, weil dies für jeden etwas anderes bedeutet. und hunde sind lebewesen, mit eigenem willen, bedürfnissen. ich kann meine arbeit perfekt machen oder die küche perfekt aufräumen. perfekte ordnung in den steuerunterlagen haben und die unbezahlten rechnungen perfekt in ordnung halten so dass ich niemals eine mahnung bekomme. all dies hab ich zb. auch. aber im zusammenhang mit tieren?? ne sicher nicht.

meine hunde dürfen auf sofas und betten und kriegen auch mal was vom tisch. sind sie deshalb jetzt nicht perfekt?? ich find schon, denn sie tun es ja mit meinem einverständnis weil es für mich so in ordnung ist. es stört ja auch niemanden. und dies ist für mich der punkt: solange meine hunde niemanden belästigen oder stören (stundenlanges bellen zb. liegt nicht drin, selbst wenn es mich persönlich nicht stören würde). nastassja mit ihren 9 jahren kommt manchmal erst auf das zweite oder dritte rufen. so what... jendayi springt mich an wenn sie einen ball will und kriegt ihn just in dem moment. alles völlig falsch und als welpe hätte ich das auch nicht geduldet. aber mit der zeit wächst man zusammen, ohne grosse worte wissen die hunde was drin liegt und was nicht. und es liegt nach all den jahren (jedenfalls bei meinen) sogar drin, dass heute etwas erlaubt ist und morgen verboten.

ich will damit sagen, dass ich einfach finde (allgemein, also nicht auf die TE bezogen), dass heute sooooo ein brimborium gemacht wird um dieses thema. die medien, die leute etc. alles nutzen wir um uns verunsichern zu lassen. ja nicht das falsche futter füttern, die andern sagen man müsse barfen... und ja nicht vor dem hund durch die türe, er wird sonst dominant sagt der hundetrainer xy. und was denkt wohl frau meier wenn mein junghund ihren kleinen hund ankläfft, besser ich mache einen bogen drum...

vielleicht bin ich zu sehr von mi überzeugt, aber ich gehe davon aus, dass ich als normal denkfähriger mensch in der lage bin, situationen einschätzen zu können und richtig zu beurteilen und danach zu handeln. und manchmal merkt man im nachhinein, ok, das war jetzt nicht so der hit, nächstes mal probier ich es anders. ich finde, man darf und soll sein leben lang lernen. was um himmels willen sollte ich tun wenn ich in allem perfekt bin??

je relaxter der mensch, desto relaxter der hund. und nein, niemand ist das immer. meine sonst wirklich vorhandene ruhe schmilzt dahin wie butter an der sonne wenn wieder so ein depp von HH seinen tutnixler nicht anleinen will und noch ausfallen und frech wird. aber hey, dann wehr ich mich und zwar deutsch und deutlich und ich kann auch mal zur furie werden. mir geht es danach besser und ob der andere ein problem mit hat ist mir sch... egal. er war ja im fehler. ich möchte einfach etwas mut machen, dieses abenteuer "welpe" zu wagen. man lernt viel und am meisten über sich selber. amen :kaputtlach:
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Linu

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Beaglemädchen

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22

Donnerstag, 17. November 2016, 12:54

Ich hatte die Tage bevor ich meinen Welpen holte etwas Torschusspanik (Will ich das überhaupt? Kann ich diese Verantwortung tragen? Was ist, wenn sich meine berufliche Situation ändert? Bin ich nicht zu jung um mir mein Leben mit einem Hund zu blockieren?) All diese Fragen konnte ich Wochen zuvor ganz klar zu Gunsten des Hundes beantworten und dann plötzlich 3 Tage vor Abholung schossen sie in meine Gedanken und kreisten so und ich wurde unsicher.

Nichts desto trotz hatte ich mich für den Welpen entschieden und hab das durchgezogen. Als die Kleine dann bei mir war, waren gerade die ersten paar Tage die "schwierigsten", weil man sich eben aneinander gewöhnen muss. Ein Welpe vom Wurf kam zum Züchter zurück nach der ersten Woche und ich finde es gut, wenn man ihn halt zurück gibt, wenns nicht klappt. Aber meine Züchter würden so jemandem in kurzer Zeit keinen Welpen mehr geben und schon gar nicht wieder zurückgeben. Ich selber finde das für den Welpen auch nicht gut und entweder entscheiden man sich oder man lässt es sein und lässt sich Zeit, die Entscheidung erneut zu treffen.



Nur mal so 3 Tage sind nichts, ich selber benötige immer ca. 2 Wochen, um mich an neue Lebensumstände zu gewöhnen und so war es auch mit dem Hund, da hätte ich nie und nimmer in den ersten 3 Tagen schon aufgegeben.



Und vielleicht ist gerade ein Welpe auch nicht passend für dich, evtl wäre eine Möglichkeit im Tierheim mal zu schauen und dort ein paar Spaziergänge zu vereinbaren, solltest du dich doch für einen Hund wieder entscheiden.

Fabienne

Schnupperdoggie

  • »Fabienne« ist der Autor dieses Themas

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Beruf: Kauffrau

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23

Donnerstag, 17. November 2016, 13:33

Mir wurde bewusst, dass es nicht mal selbst um den Welpen ging. Denn dass ich fähig wäre einen Welpen gross zu ziehen, das weiss ich.

Seit gestern wurde mir bewusst, dass ich mir zu viele Gedanken mache, zu viele Unsicherheiten in meinem Leben sind und ich diese jetzt zuerst in Angriff nehme.

Ich bin bevor ich den Welpen holte, alle zwei Tagen mit dem Nachbarshund spatzieren (immer so 1.5 -2.Stunden). Ich muss mich jetzt damit abfinden wie ich mich entschieden habe, und werde feststellen das es die richtige Entscheidung im MOMENT war.

Der Kleine hat mir gezeigt, dass ich zuerst mein Leben ordnen muss (Beziehung auflösen, alleine wohnen usw. ) erst dann kann ich glücklich sein und einen ständigen Begleiter an meiner Seite haben:-) und ich danke euch allen, das ihr mir auch die Augen geöffnet habt. Dass ihr mit guten Worten mich unterstützt habt und nicht gemein wart.

Ich brauchte auch die kritik welche von euch geschrieben haben:-)

catba

Alphadoggie

Beiträge: 6 827

Doggie(s): Lagotto "Ghiro" / Mudi "Dix"

Wohnort: Geuensee (LU)

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24

Donnerstag, 17. November 2016, 13:41

Der Kleine hat mir gezeigt, dass ich zuerst mein Leben ordnen muss (Beziehung auflösen, alleine wohnen usw. ) erst dann kann ich glücklich sein und einen ständigen Begleiter an meiner Seite haben:-)
:thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: diese Reihenfolge tönt gut und wird dich glücklich machen

perrolina

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Amiga, Spanischer Wasserhund, Jg. 2008

Wohnort: Zürcher Furttal

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25

Donnerstag, 17. November 2016, 13:53

Viel Glück, Kraft und Freude wünsche ich dir für dein "neues" Leben!
Liebe Grüsse Nicole

andi+rudel

Streunerdoggie

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Doggie(s): 1 Kauk. Owtscharka, 1 Maremmano- Abruzzese-Settermix, 1 Epagneul Breton

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26

Donnerstag, 17. November 2016, 13:55


Nur mal so 3 Tage sind nichts, ich selber benötige immer ca. 2 Wochen, um mich an neue Lebensumstände zu gewöhnen und so war es auch mit dem Hund, da hätte ich nie und nimmer in den ersten 3 Tagen schon aufgegeben.

oha ja...
immerhin ändert sich mit einem hund auch das eigene leben radikal.
bei uns war es hier immer auch mindestens 14 tage bis der hund die "hausregeln" kennen lernte und sich in unseren alltag lernte einzufügen.
man selbst muss sich ebenfalls wieder neu -einteilen- und seit langem eingespielte abläufe wieder umstellen um allen aufs neue gerecht zu werden.
vorab male ich mir immer schon viele verschiedene szenarien aus, was ist wenn...und wie handle ich dann etc etc...
einfach um mich innerlich vorzubereiten.
das ist planung und gehört für mich zum einzug vom hund dazu.
gedanken machte ich mir damals auch wegen dem jagdhund... eine völlig neue "baustelle" hund kommt da auf uns zu. was tue ich wenn....usw...
natürlich habe ich auch hier im vorfeld müssen abwägen ob der hund überhaupt zu uns passt vor allem wegen seiner doch auch speziellen bedürfnisse.
von daher finde ich sind bauchgefühle auch sehr wichtig und man sollte darauf hören.
wenn dieses nunmal denn schlussendlich (selbst wenn der hund schon da ist) absolut nicht mehr passt und man den hund daraufhin zurück gibt war es schlussendlich ein entscheid für den hund...und auch für den hund eine neue, gar bessere chance.

Lagotto

Sportdoggie

Beiträge: 1 443

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27

Donnerstag, 17. November 2016, 16:29

Fabienne, genau so ist es... :good:

Verrückt finde ich, dass sich viele Leute bei der "Anschaffung" von Kindern nicht so viele Gedanken machen.

Tatsächlich ist es wichtig, dass Du Dich wohlfühlst und sicher, sowie konsequent in Deinem Handeln bist. Gegenüber Hunden und Menschen :d Du wirst sehen, vieles wird sich automatisch zum Guten wenden.

Toi toi toi
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Caro&Benji

Alphadoggie

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Doggie(s): Border Collie-/Schäfer-Mix Benji

Wohnort: ZH Unterland

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28

Donnerstag, 17. November 2016, 17:10

@Conny: Amen! :biggrin: Super Text!!!!!

Fabienne, du schaffst das! :good: :good: :good:
"It's the detours that make us who we really are." - Sheryl Crow

Schneeflocken

Sportdoggie

Beiträge: 1 442

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29

Freitag, 18. November 2016, 08:49

Wow, Fabienne, das finde ich echt super :super:
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut dein neues Leben zu gestalten. Das kommt gut! :nicken:

Verbringe nicht so viel Zeit mit der Suche nach einem Hindernis.
Es könnte sein, dass keines da ist.

Fabienne

Schnupperdoggie

  • »Fabienne« ist der Autor dieses Themas

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Beruf: Kauffrau

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30

Freitag, 18. November 2016, 09:22

Ich danke euch allen von Herzen! :/dank:/

Mich plagt zwar noch das schlechte Gewissen, und ich vermisse den Kleinen auch ganz fest. Aber es wird alles gut kommen, mir wurden die Augen geöffnet :0engel0:

Es tut sehr gut, von fremden Menschen schöne Worte zu erhalten! DANKE DANKE DANKE!