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flower11

Schnupperdoggie

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1

Freitag, 30. Dezember 2016, 08:27

ängstlicher Hund

Ich habe zwar ein paar Sachen über ängstliche Hunde gefunden, sind aber schon ziemlich alte Threads. Darum hab ich mal einen neuen eröffnet. Vielleicht hat jemand selber einen ängstlichen Hund und ein paar Tipps für mich?

Ich habe seit 3 Wochen eine ziemlich ängstliche, 11 Monate alte Sheltiehündin. Die ersten 6 Monate hat sie anscheinend nicht viel erlebt, war bei einer Zucht in einem Zwinger. In der Prägungsphase hat sie also wahrscheinlich nicht viel erlebt. Danach kam sie zu der vorherigen Besitzerin. Diese wollte sie auch für die Zucht, da sie aber zu klein ist wurde sie wieder verkauft an mich. Bei der Vorbesitzerin waren noch ein paar andere Shelties, und da sie so scheu ist kam sie immer etwas zu kurz. Sie liess sich da kaum streicheln, versteckte sich immer.

Zuerst die positiven Eigenschaften: Sie ist sehr lieb, würde nie schnappen aus Angst. Sie lernt auch recht schnell. Sie konnte gar nichts als sie zu mir kam, innert ein paar Tagen hat sie schon Sitz und Platz gelernt und hat auch viel Freude daran wenn man sich mit ihr beschäftigt. Zudem hat sie kein Problem mit Katzen und mit Hunden. Während der Arbeit verhält sie sich ganz ruhig in ihrem Böxli unter meinem Pult. Zudem habe ich sie noch nie bellen gehört und dass bei so einer als bellfreudig bekannten Rasse.

Bei uns im neuen Daheim war sie die ersten Tage auch extrem scheu, nach ein paar Tagen hat sie sich aber geöffnet (hauptsächlich aber mir gegenüber). Nun ist sie total auf mich fixiert, ich kann sie immer streicheln, sie läuft mir hinterher, sie begrüsst mich stürmisch und will gerne mit mir spielen. Sie ist fast zu sehr auf mich fixiert, muss sie z.B. aus dem Badezimmer aussperren sonst würde sie mir auch in die Dusche begleiten und ab und zu ins Böxli einsperren und Zwangsruhe verordnen, da schläft sie dann aber schön und jammert nicht. Bei meinem Freund ist sie immer noch recht scheu, obwohl er sich viel Mühe gibt (kuscheln, Leckerlie geben, versuchen Sitz/Platz zu üben etc). Wenn ich nicht da bin, geht es etwas besser. Sobald ich da bin ist er wieder Luft. Wenn ich arbeite gehen wir jeweils am Mittag bei meinen Eltern essen, von diesen lässt sie sich auch immer noch nicht streicheln. D.h. sie lässt sich schon streicheln aber kommt nicht freiwillig, sobald man sich ihr nähert liegt sie ängstlich auf den Boden, dann kann man sie streicheln. Da denke ich aber dass sie sich mit der Zeit den ihr bekannten Personen schon öffnen wird, aber wahrscheinlich wird sie immer hauptsächlich auf mich fixiert sein.

Mein Problem ist draussen: Bis jetzt habe ich sie noch nicht von der Leine gelassen (hab eine Flexileine). Denn wenn sie erschrickt, prescht sie in die Leine. Ich denke sie würde davon rennen. Am Anfang ist sie immer auf den Boden gelegen wenn uns andere Menschen, Autos etc. gekreuzt haben. Das hat aber auch schon gebessert. Ich habe Angst dass sie mir mal davon rennt wenn sie erschrickt. Wird das besser wenn sie 100% Vertrauen zu mir hat? Ich möchte natürlich dass der Rückruf IMMER klappt, dass müssen wir natürlich auch noch viel üben. Vielleicht mit einer Schleppleine? Damit kenne ich mich aber noch gar nicht aus, habe noch nie mit Schleppleine gearbeitet.

Wir werden natürlich in die Hundeschule gehen. Bin momentan noch abklären in welche. Die geeigneten Gruppen finden immer statt wenn ich arbeite, und eine andere Hundeschule hat Winterpause. Ich möchte gerne in eine Gruppe wo es ein paar Kleinhunde hat damit sie auch mal spielen kann ohne dass sie überrumpelt wird, da es hier praktisch keine kleinen Hunde hat oder aber die sind schon alt und möchten nicht mehr spielen.

catba

Alphadoggie

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2

Freitag, 30. Dezember 2016, 08:38

ich kann da gut mitschreiben, denn Dix ist auch so eine Hündin, aber noch viel, viel schlimmer...sie brauchte ca 1,5 Jahre (!) um richtiges Vetrauen aufzubauen...du hast sie erst 3 Wochen, da kann ich dir nur sagen, lass ihr einfach Zeit und überfodere sie nicht mit deinen Ansprüchen :nicken: ...lass sie ankommen und sich einleben, denn das ist nach 3 Wochen bestimmt noch nicht vollständig geschehen...draussen würde ich sie auf keinen Fall von der Leine lassen, damit du sie 100% unterstützen kannst...eine lange Schleppe und so könnt ihr zusammen die Welt erkunden und schweisst euch zusammen

testudo

unregistriert

3

Freitag, 30. Dezember 2016, 08:40

Ich kann dir etwas nachfühlen. Sinclair habe ich mit 1.5h aus dem TH geholt. Da er aus einer Beschlagnahmung stammt kannte er auch nichts und wurde (scheinbar) auch geschlagen. Ich kann mich noch erinnern, dass er Anfangs kaum aus dem Haus wollte und ganz extrem Angst hatte er vor Strassen (egal ob Autos oder nicht), ÖV fahren und Menschen :peinlich: Ich hate ihn zu Beginn oft an der Schlepp, aber auch beteits nach 2 Wochen an übersichtlichen Orten frei. Bei uns hat geholfen, dass wir vieles einfach gemacht haben ohne viel Aufhebens darum. Heute ist er ein Recht unproblematischer Hund, kann sogar problemlos ÖV fahren. Einzig die Schussangst haben wir nicht vollständig wegbekommen. Meine Erfahrung: je weniger "Theater" du machst und je mehr du tust, als wäre es das normalste der Welt, desto mehr Sicherheit gibst du deinem Hund. Meiner merkt zum Beispiel sofort wenn ICH unsicher bin und reagiert sofort darauf.
Viel Durchhaltewillen und Geduld wünsche ich dir.

flower11

Schnupperdoggie

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4

Freitag, 30. Dezember 2016, 09:07

Genau, ich mache einfach ganz normal weiter wenn sie Angst hat, kein Trösten oder so um es noch zu fordern. Oder ich lasse sie auch mal schauen, aber z.B. an der Strasse warte ich ja nicht bei jedem Auto, da hat sie aber schon recht gut begriffen das nichts passiert. Nur noch manchmal legt sie sich auf den Boden, meistens wenn die Autos von hinten angefahren kommen. Überfordern möchte ich sie natürlich auch nicht, darum machen wir jetzt meistens auch am selben Ort Spaziergänge, ausser wenn ich frei habe und viel Zeit dann gehen wir auch mal in die Berge, das macht ihr auch viel Spass. Ich habe mir nämlich einen Kumpel für unsere Wanderungen gewünscht und ich glaube das gefällt ihr gut :) . Bei uns zuhause hat sie sich schön eingelebt und fühlt sich sichtlich wohl, aber sobald wir an einem anderen Ort sind ist sie noch sehr ängstlich. Bei meinen Eltern wo wir auch fast täglich sind versteckt sie sich immer unter dem Eckbank.

Ich hatte schon ein ängstliches Pferd, habe also viel Geduld und Verständnis :) . Bei ihm wurde es auch nie richtig gut, aber es macht stolz wenn man die kleinen Fortschritte sieht. Ich mag allgemein die sensibleren Tiere lieber als die forschen, die passen besser zu mir auch wenn es nicht immer ganz einfach ist ^^ :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »flower11« (30. Dezember 2016, 09:18)


testudo

unregistriert

5

Freitag, 30. Dezember 2016, 09:15

Du machst das gut. Bei Sinclair dauerte das mit den Autos relativ lange. Nebenstrassen gingen bald mal, bei Hauptstrasse wollte er relativ lange weg. Er zog dann wie doof. Bei Bussen und Lastwagen dauerte es fast 2 Jahre bis er nicht mehr zurück wich.

inhii

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Freitag, 30. Dezember 2016, 09:44

ja, das mit den Auto ist wirklich so. Man sollte mit einem Welpen (bei dir ist sie halt nun schon älter) immer den Auto entgegenlaufen, damit sie eben nicht erschrecken. Erst dann auf der Strassenseite wo sie von hinten kommen.

Mit Diuni hatte ich ein krassen Hund/Welpe. Gegenüber Menschen und bald auch gegenüber Hunden (da aber durch x unschöne Erlebnisse). Ganz grob dauerte es ca. 3 Jahre. Ich musste sie auch bei allen Hunden frühzeitig anleinen da sie sonst die Flucht ergriff und davon rannte. Menschen blieb sie stehen und böckelte in der Leine (Kinder waren viel schlimmer als erwachsene).

Ja, es brauchte viel Zeit usw. aber nach und nach kam es.

Ich sehe auch im Moment für dich keine andere Lösung als sie gesichert zu halten, wenn sie die Flucht ergreifen ist es echt nicht toll. Sie lernen es auch dass sie ja damit sich entziehen können der Situation und tun es immer wieder.

Ich nahm also Diuni die Möglichkeit zu flüchten, führte sie bei mir ganz kurz (weil sie immer sich um die Achse drehte um zu entkommen), beschützte sie vor anderen Hunden und verhinderte so den Kontakt. So konnte sie richtig Vertrauen in mich setzen und nach und nach ging es besser... :nicken:

Ich musste bei Menschen feststellen, dass ,,erzwungenes,, Streicheln wollen nichts bringt. Der Hund muss von sich aus kommen. Dann lieber Mensch sitzt auf den Boden, wendet sich dem Hund ab und lässt ihn kommen. Schnuffelt er an einem usw. kann man ein Leckerchen geben... auch da muss man nicht mal reden oder ansehen, einfach seitlich zuschieben.

Diuni konnte nur ich und mein Freund überhaupt anfassen, die ganze Familie usw. war keine Chance. Erst als sie ca. 5 Monate war, konnte es meine Mutter auch. So kam es nach und nach. Ich liess sie von Fremde füttern... Klar, später hat man einen bettelnden Hund ;) aber dies kann man dann mit Erziehung wieder ausbaden.

Meine hätte und hat in ihrer Angst auch nie geschnappt, was ich in der Sicht sehr gut fand.

Wer Diuni noch kannte, kann glaub sagen, dass sie nicht übel rausgekommen ist. :nicken: :d

Du schaffst das sicher, sie hat schon viele Fortschritte gemacht und ist erst so kurze Zeit bei euch. :good: :nicken:

flower11

Schnupperdoggie

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Samstag, 31. Dezember 2016, 08:27

Danke für eure Antworten. Schön zu hören dass es bei euch mit der Zeit besser wurde. Ich bin mir natürlich bewusst dass es lange dauern kann bis sich ein Hund richtig eingelebt hat und sich total auf mich verlassen kann. Nächste Woche habe ich mit einer anderen Kleinhundebesitzerin abgemacht damit die Hunde zusammen spielen können :) . Ich werde mir dann gleich noch eine Schleppleine kaufen und die ausprobieren, Rückruf üben etc.

catba

Alphadoggie

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Samstag, 31. Dezember 2016, 08:57

Ich werde mir dann gleich noch eine Schleppleine kaufen und die ausprobieren, Rückruf üben etc.


das ist super, denn dann bist du entspannt und hilfst dem Hund sich auch eher zu entspannen...meine Dix z.B. fühlte sich sichtlich wohler an der Schleppe und auch heute noch (nach 3 Jahren), merke ich sofort, dass es ihr in gewissen Situationen eine Hilfe ist

andi+rudel

Streunerdoggie

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9

Samstag, 31. Dezember 2016, 09:48

Ich werde mir dann gleich noch eine Schleppleine kaufen und die ausprobieren, Rückruf üben etc.


das ist super, denn dann bist du entspannt und hilfst dem Hund sich auch eher zu entspannen...meine Dix z.B. fühlte sich sichtlich wohler an der Schleppe und auch heute noch (nach 3 Jahren), merke ich sofort, dass es ihr in gewissen Situationen eine Hilfe ist

das ist für viele ängstliche und unsichere hunde eine grosse hilfe...da sie es als unseren "verlängerten arm" empfinden welches ihnen sicherheit gibt.

flower11

Schnupperdoggie

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10

Mittwoch, 18. Januar 2017, 11:49

Hallo zusammen

Wieder mal ein Zwischenbericht von meiner kleinen Sheltiehündin (vor ein paar Tagen 1 Jahr alt geworden :) )

Sie lernt von Tag zu Tag neues dazu. An den Verkehr hat sie sich schon sehr gut gewöhnt, da wir jeden Tag einen kurzen Teil der Strasse entlang spazieren. Zuhause ist schon extrem aufgeblüht, da wird gespielt und rumgehüpft was das Zeug hält. Sie ist sehr auf mich fixiert, will sich immer hinter mir verstecken etc wenn sie Angst hat. Ich übe jeden Tag mit ihr Sitz/Platz, jetzt fangen wir mit Bleib an. An der Leine läuft sie schon sehr schön. Beim Spazieren üben wir natürlich auch das Abrufen (mit Schleppi). Ich bin immer noch auf der Suche nach einer geeigneten Hundeschule in der Nähe die ich dann besuchen möchte. Sie liebt Schnüffelspiele und Beschäftigung allgemein. Während der Arbeit schäft sie die ganze Zeit unter meinem Pult, es merkt gar niemand dass da noch ein Hund ist. Mit unserer alten Yorkeidame versteht sie sich auch prima, sie sind beide sehr "fein" im Umgang, nicht so grob, darum passt es ganz gut. 3-4 Stunden alleine bleiben ist auch kein Problem.

In ungewohnten Situationen ist sie immer noch sehr ängstlich, von anderen Leuten lässt sie sich nicht anfassen (von mir immer, von meine Freund meistens). Wenn ich z.B. meine Autoscheibe mit einer Folie abdecke möchte Sie am liebsten davon rennen, das ist seeeehr gruselig für Sie. Aber ich denke Übung macht den Meister.

Mit dem Pinkeln klappt es auch meistens, ab und zu passiert wieder ein Unfall aber es wird besser. Sie pinkelt auch meistens nach ein paar Minuten draussen an ihrem Plätzchen, so muss ich nicht mehr 45 Minuten bei -10°C warten.

Schlingeling

Moderatordoggie

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11

Mittwoch, 18. Januar 2017, 11:52

Hey das hört sich doch schon sehr gut an!! :klatschen: Freut mich zu hören!

Einfach so weiter machen und ja Übung macht den Meister!

Einfach weiter so! :smile:

Anne

Moderatordoggie

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Wohnort: Aarau

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Mittwoch, 18. Januar 2017, 11:53

Sehr toll, kleine Fortschritte machen am Schluss einen langen Weg aus! :good:
In welcher Region suchst du denn nach einer Hundeschule? Vielleicht kann hier jemand etwas empfehlen :nicken:
We think it's a dog's inalienable right to get dirty.

Mojito03

Streunerdoggie

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Doggie(s): Mojito, Gordon Setter

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13

Mittwoch, 18. Januar 2017, 12:12

Tönt doch schon ganz gut :good: :good: . Immer schön am Ball bleiben, dann klappt das auch. Die Region woher du kommst wäre gut zu wissen wegen der Hundeschule.
Roh macht Froh und verleiht Flügel !!!!!!


Bluenote

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Beruf: Diplomierte Verpeiltheit

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14

Mittwoch, 18. Januar 2017, 12:18

Super toll, das freut mich sehr! ^^ :good:
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

flower11

Schnupperdoggie

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15

Mittwoch, 18. Januar 2017, 12:41

Region SZ (Innerschwyz) :)

flower11

Schnupperdoggie

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16

Mittwoch, 15. März 2017, 08:50

Wieder mal ein Zwischenbericht von uns, und dann brauche ich noch einen Tipp :) .

Ich bin jetzt zwei Mal in eine Hundeschule gegangen, aber ich denke ich bin da nicht wirklich in der richtigen Gruppe. Die zwei anderen Hunde sind in der Grösse Schäferhund und 4.5 Monate alt, haben dementsprechend noch viele Flausen im Kopf. Ich habe bereits einen Grundgehorsam mit ihr erarbeitet (Sitz, Platz, Bleib, Fuss mit Leine, Fuss ohne Leine sind wir dran, Abruf klappt super, plus ein paar Tricks). Die anderen Hunde können leider noch nicht wirklich viel. Die Plauschhundegruppe findet dann statt wenn ich arbeite darum kann ich nicht in diese wechseln. Ich werde jetzt nächste Woche in einer anderen Hundeschule schnuppern gehen.

Beim Wandern ist sie voll dabei, sie liebt es. Sei es mit Schneeschuhen oder ohne, es scheint ihr sehr zu gefallen. Ich freue mich schon sehr auf den Sommer mit ihr :) .

Nun aber meine "Frage". Sie ist extrem fixiert auf mich. Ich bin mir das gewohnt dass ein Hund schon seine Bezugsperson hat, aber nicht dass er gleich alle anderen völlig ignoriert. Sobald ich dabei bin, ist mein Freund Luft. Wir versuchen Abrufspiele zu machen aber sie steht dann nur bei mir und rennt nicht zu ihm hin. Wenn ich nicht dabei bin, geht es besser (er übt mit Schleppleine). Zuhause das selbe Spiel, ich muss sie manchmal richtig zur Ruhe zwingen. Sie ist mein kleiner Schatten, sobald ich aufstehe läuft sie mir hinterher. Manchmal schläft sie aber auch weiter, aber eher selten. Wenn ich nach Hause komme, dreht sie fast durch. Bei meinem Freund geht sie schnell schauen, kein Schwanzwedeln nichts. Obwohl er sich auch viel Mühe gibt, Sitz und Platz etc übt mit ihr. Er streichelt sie sogar öfter als ich, ich bin nicht so der Kuscheltyp :biggrin: Natürlich verbringe ich mehr Zeit mit ihr und sie ist auch "mein" Hund, es ist aber trotzdem schade dass sie ihn fast ignoriert. Hat jemand von euch auch einen Hund der nur auf eine Person so extrem fixiert ist?

Disney92

Schnupperdoggie

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17

Mittwoch, 15. März 2017, 09:16

Disney ist auch sehr auf mich fixiert. Mein Freund wird mehr geduldet als geliebt :pfeifen:
Er folgt mir in der Wohnung überall hin, wenn ich aufstehe kommt er sofort hoch und trottet nach. Wenn mein Freund den Raum verlässt hebt er nichtmal den Kopf. Mich stört es nicht sonderlich, ich kann ihn gut in fremde Hände geben, er ist dort auch brav. Richtig wohlfühlen tut er sich allerdings nur in meiner Anwesenheit. Zu Hause fördere ich es nicht wenn er mir folgt, ich beachte ihn nicht (er wird wirklich ignoriert), mein Freund hingegen darf sich ganz normal verhalten. Wenn Disney doch mal liegen bleibt, kommt ein "brav bleib" und ich verlasse den Raum. Wenn ich nach Hause komme werden die Hunde auch nicht begrüsst. Warum auch? Ich belohne sie nicht für das Theater wo sie veranstalten.

Noch als Tipp wenn ihr Abrufspiele macht. Dein Freund soll richtig tolle Leckerlies haben, die sie bei dir nie bekommt. Du beachtest sie auch nicht, Körper abdrehen und kein Blick zu ihr. Sie wird dein Blick schon als Bestätigung sehen. Bei Disney klappte das mit ein paar Trainings richtig gut. Aber wenn ich dabei bin, kann mein Freund wenig zu ihm sagen, er nimmt ihn nicht ganz ernst. Mir ist es aber wichtiger, dass Disney ihm gehorcht wenn ich nicht dabei bin. Und das klappt 1a :good:

flower11

Schnupperdoggie

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18

Mittwoch, 15. März 2017, 09:41

Super vielen Dank, du hast ja auch Shelties. Anscheinend ist es ja meistens so dass sich eine Sheltie eine Person aussucht die er dann vergöttert.

Ich zelebriere das Nachhausekommen auch nicht, begrüsse sie kurz aber nicht dass ich Party mache.

Sie lässt sich halt kaum von anderen Personen streicheln als von mir, von meinem Freund meistens auch aber manchmal wieder nicht. Meine Eltern schauen auch ab und zu zu ihr. Letztens war es das erste Mal dass sie zu meiner Mutter hin ist und sich streicheln liess (wir sind übrigens fast täglich bei meinen Eltern, sie kennt sie also gut). Wenn sie jemand streicheln möchte, erstarrt sie und liegt hin und lässt es über sich ergehen.

Disney92

Schnupperdoggie

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19

Mittwoch, 15. März 2017, 11:52

Beim zweiten Sheltie, Ayden, ist das ganz anders. Er findet alle und jeden toll und lässt sich von jedem streicheln. :zwinker:

Aber Disney ist recht ähnlich wie deine Hündin. Anfassen am liebsten von mir, mein Freund ist auch ganz ok, aber fremde Leute gehen gar nicht. Er hält dann einfach still und lässt es über sich ergehen, wie deine. ^^ Disney kennt mein Freund seit über 2 Jahren, vielleicht braucht es bei euch einfach auch noch Zeit. Sie ist noch nicht so lange bei euch oder?

Anne

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20

Mittwoch, 15. März 2017, 12:01

Anfassen am liebsten von mir, mein Freund ist auch ganz ok, aber fremde Leute gehen gar nicht. Er hält dann einfach still und lässt es über sich ergehen, wie deine.


Das sagt man Hütehunden ja generell nach (bei Mairin kann ich das allerdings gar nicht bestätigen ;))
In meiner Erfahrung binden sich Hütehunde sehr eng an die Leute, die a) am meisten Zeit mit ihnen verbringen und b) (und wichtiger noch) mit ihnen arbeiten und spannende Sachen erleben.
Gleichzeitig finde ich aber, dass man vorsichtig muss mit dem Unterschied zwischen Bindung und Kontrolle ;) Ständiges Nachlaufen würde ich deshalb eher nicht zulassen.
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