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Anne

Moderatordoggie

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Doggie(s): Mairin, Aussie

Wohnort: Aarau

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21

Dienstag, 7. Februar 2017, 14:10

Grundsätzlich sind die Inputs, ob du nicht noch warten willst, sicher keine schlechten. Bedenke es wirklich gut.

ABER!


Ich würde Dir ganz klar davon abraten, bereits jetzt einen Hund anzuschaffen, wenn sich Deine Situation ja eh in ca. 1 - 1,5 Jahre ändert (Studium-Abschluss?) Weisst Du denn bereits jetzt schon, wohin es Dich nach dem Studium verschlägt? Hast Du bereits eine Stelle in Aussicht?
Warte doch noch diese 1,5 Jahre und plane in der Zwischenzeit in aller Ruhe, wie Du Hund und Berufstätigkeit miteinander vereinbaren kannst.


Das lässt sich auch nicht pauschalisieren.
Ich habe Mairin vor dem Studium geholt und habe sie jetzt also seit 9 Jahren, durch 2 Studiums hindurch, dann ein Jahr freischaffend / auf Jobsuche, jetzt also seit einem halben Jahr mit Job.

Ja, das war nervenaufreibend, und ja, Jobsuche ist mit Hund definitiv schwieriger (je nachdem, was man will - mein Optimum (abgesehen von home office oder freischaffend) wäre eigentlich ein Büro, wo ich den Hund mitnehmen könnte, das ist jetzt auch nicht möglich (nur, wenns mal sein muss)). Ich hatte Glück und habe eine 70% Stelle auf 5 Tage verteilt (= 3 freie Halbtage, die ich für den Hund habe) und habe eine super Hundebetreuung. Von daher - ja, es kann stressiger sein, aber es kann einem auch viel zurückgeben (ich hätte genau gleich lang nach einem Job gesucht auch ohne Mairin, und glaubt mir, Mairin war in dieser schwierigen Zeit teilweise mein einziger Aufsteller und Motivator, nach X Absagen) und ist durchaus machbar.

Klar, überlegs dir gut, aber lass dir nicht einreden, dass es unmöglich oder völlig suboptimal sei. Optimal ist es nie (ausser man gewinnt im Lotto oder lässt sich halt von einem Partner finanzieren und arbeitet gar nicht), Hund und Arbeit zu vereinbaren ist leider immer eine Herausforderung, aber wenn mans gut aufgleist und richtig managed (und bereit ist, auf das eine oder andere zu verzichten - ich zB auf 100% Lohn und daher natürlich auch auf den einen oder anderen Luxus) ist es eine tolle Bereicherung.
We think it's a dog's inalienable right to get dirty.

Lagotto

Sportdoggie

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22

Dienstag, 7. Februar 2017, 14:25

@Lady, tolles Foto! Sieht so harmlos und lieb aus... :d
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Gypsy

Schnupperdoggie

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23

Dienstag, 7. Februar 2017, 14:54

Optimal ist es nie (ausser man gewinnt im Lotto oder lässt sich halt von einem Partner finanzieren und arbeitet gar nicht),
was ist schon optimal. Jeder hat doch seine eigenen Vorstellungen und auch das Hundi wird seine Eigenheiten haben oder entwickeln.

Der Wunsch einen Vierbeiner an seiner Seite zu haben ist etwas wunderbares und mit nichts zu vergleichen :love:.

Wichtig finde ich, dass du zu dem stehst was du dann schlussendlich entscheidest, ohne wenn und aber - zum Wohl des Tieres. Abstriche deinerseits kann es geben aber sind es denn wirklich immer Abstriche. Bereicherung und Erfahrung mit dem Vierbeiner gibt jedem Leben etwas.
LG Gypsy

Powell

Schnupperdoggie

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24

Dienstag, 7. Februar 2017, 17:27

Hallo Zusammen



Vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten! Bin baff.

Zuerst gerade zu den finanziellen Diskussionen: Ich kann eure konstruktiven Antowrten, Kritiken und Bedenken sehr gut verstehen, denn meine Fragen haben sich wirklich so angehört, als sei ich finanziell noch nicht bereit für einen Hund. So ist es aber nicht.

Das Ding ist, dass einfach noch zu wenig Erfahrungen punkto Hundehaltung habe, um mir Handgelenk mal Pi aus dem Ärmel schütteln zu können, was mich das alles kosten wird. Und das Letzte, was ich will, ist, nach 3 Monaten völlig verzweifelt da zu sitzen, mit den Rechnungen in der Hand und dem Gedanken "warum hat mir das keiner gesagt??" oder "wie konnte icgh das bloss übersehen".

Ich habe sämtliche Kosten durch "logische Rechnungen" (geeignetes Futter im Handel preislich verglichen (je nach Hundegrösse, Rasse, Alter etc.)), Kosten Hund ÖV ausgerechnet, Materialpreise verglichen etc. etc. Das muss aber noch gar nichts heissen, wenn ich beispielsweise auf meine Erfahrungen als Pferdehalter zurückblicke.

Als ich mein erstes Pferd gekauft habe, hatte ich bereits 10 Jahre Pferdeerfahrung, gesammelt durch den täglichen Kontakt mit Pferden, unzählige Reitstunden, den Kontakt mit den unterschiedlichsten Trainern, Reitställen und Pferdebesitzern. Dazu kamen indirekt so 10 Jahre Vorbereitungszeit für ein eigenes Pferd, und ich wusste sehr genau, was mich in jeder Sparte der Pferdehaltung erwarten würde.
Hätte ich aber beispielsweise gerade die Futterkosten für ein Pferd so berechnen wollen, wie ich es jetzt nach bestem Wissen und Gewissen beim Hund mache, hätte ich bei meinem ersten Pferd 50% zu wenig Ausgaben berechnet, und bei meinem zweiten Pferd fast 75% zu viel. Deshalb profitiere ich sehr gerne von tatsächlichen Erfahrungen von erfahrenen Hundehaltern.



Deshalb die vielen Fragen.

Powell

Schnupperdoggie

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25

Dienstag, 7. Februar 2017, 17:36

Bitte ergänzen:

Kurz eine grobe Übersicht darüber, welche Kosten ich schon in Erfahrung bringen konnte. (Gerechnet für einen Mittelgrossen bis grossen Hund.)

Futter pro Monat: Ca. 100 - 150 Franken, dazu Leckerlies ca. 50 Franken

Hundeschule (kommt sehr auf den Kurs an):
- 150 - 200 Franken für einen ca. 8 - 10 Wöchigen Kurs
- Material Anschaffung: Ca. 500 Franken

Tierarzt:
- Jährliche Impfung bei meinem Tierarzt: 120.-
- Entwurmen ca. 50 - 60 Franken (pro Jahr)
- Parasitenschutz zwischen 50 - 150 Franken (Halsband, Tropfen etc.)

Transport: ÖV: Hunde - GA für 800 Franken pro Jahr (müsste zwingend das sein; ohne GA Kosten bei <1000 Franken)

Hundesteuer: In unserer Gemeinde 120 pro Jahr

Haftpflichtversicherung: ...?

Material erneuern: Kommt ohl sehr auf den Geschmack an...

Unvorhergesehene Tierarztkosten: Irgendwas zwischen 100 Franken und eine eigene Insel auf den Malediven

Powell

Schnupperdoggie

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26

Dienstag, 7. Februar 2017, 17:43

Ah, und wegen den Bedenken, ich wolle mir einen Mischling weil billig zulegen:
DA kann ich dich getrost beruhigen, so ist es ganz bestimmt nicht :brav0:

Ich habe nur den grossen Fehler gemacht, mich "nur mal so" auf Internetseiten von Organisationen, die Hunde aus Ungarn, Rumänien etc. retten, umzusehen. Deshalb habe ich oft von Mischling gesprochen:

Ausserdem sprechen mich Mischlinge (Grosshunde) einfach mehr an, weil ich denke, dass dies meist super Hunde sind, die zu wenig gesehen werden.

Für mich würde es einfach nicht in Frage kommen, zu einem Züchter zu gehen und mir einen "bestellten" Hund auszusuchen, wenn sämtliche Tierheime platschvoll sind und es auch super Mischlingshunde von Privat gibt, die ein gutes Zuhause suchen. Und nur weil diese einen Vierteil der Rassehunde kosten, sind diese nicht weniger wert oder machen automatisch mehr Probleme als Rassehunde. (Ist nur meine persönliche Meinung)

Ich könnte gerade keine Grosshunderasse nennen, die mich absolut anspricht (und die zu mir passen würde).
Und ja, für mich stimmt es nicht, 2000 bis 3000 Franken bei einem Züchter auszugeben, wenn es auch Top Mischlingshunde im Tierheim hat oder welche, die von Privat abgegeben werden.

catba

Alphadoggie

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Doggie(s): Lagotto "Ghiro" / Mudi "Dix"

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27

Dienstag, 7. Februar 2017, 18:37

mmhhh, ich weiss nicht...wo soll der Hund sein, wärend du z.B. an den Vorlesungen bist?

Magira

Schnupperdoggie

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28

Dienstag, 7. Februar 2017, 18:51

Hab im Freundeskreis einige gehabt die vor/während der Studienzeit ihren Hund holten und es klappt bei allen gut. Alle haben es bisschen anders gelöst (ob mit Sitter, Familie, mitnehmen..) doch bei allen klappt es, auch wenn sie auf einiges an Freizeit für "sich" verzichten müssen. Ich seh da wie Anne nicht soo ein Drama, während der Studienzeit einen Hund zu holen, je nach Studiengang hat man da sogar mehr Planungsmöglichkeiten einen Junghund zu erziehen, als wenn man dann 80% arbeiten muss.
Man muss es sich einfach gut Planen und einteilen, doch in welcher Lebenssituation hat man dies nicht?
Es grüsst

Anne

Moderatordoggie

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Doggie(s): Mairin, Aussie

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29

Dienstag, 7. Februar 2017, 21:44

je nach Studiengang hat man da sogar mehr Planungsmöglichkeiten einen Junghund zu erziehen, als wenn man dann 80% arbeiten muss.


Genau so war es bei mir - da ich an der Uni war (nicht an der FH) und Phil.Hist. studiert habe (Phil.Nat. und Jus ist nochmal anders) hatte ich extreme Freiheiten, wie ich das Studium organisieren will, keinen fixen Stundenplan. Dadurch hatte ich in der Regel 4-Tage-Woche und oft nur Halbtage. In meinem Studium wars so, dass ich die grösste Arbeit zuhause zu erledigen hatte (lesen, vorbereiten, Arbeiten schreiben etc.) und das liess sich mit Hund super vereinbaren. Es war in der Zeit überhaupt kein Problem, einen Junghund und dann einen arbeitswilligen Aussie genügend zu beschäftigen und Zeit mit ihr zu verbringen - während ich jetzt, bei meiner 70% Stelle, keine Chance sehe, einen jungen Hund zu haben. Es geht mit Mairin, weil sie doch schon etwas gesetzter ist und sich mit "nur" 2x Hundeschule die Woche und 1 Spaziergang am Tag zufrieden gibt. Aber einen Arbeitshund im Saft? Keine Chance. Wenn man bereit ist, sich auf den Hund einzulassen und entsprechend auch auf anderes zu verzichten (Geld zB auch mal eher für Hundekurse als Ausgang auszugeben, Freizeit qualitätsvoll mit dem Hund verbringen etc.), ist es genial, neben dem Studium einen Hund zu haben.
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Disney92

Schnupperdoggie

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30

Mittwoch, 8. Februar 2017, 10:42

Magst du mir noch die Frage beantwortet, welche Eigenschaften du von einem Hund erwartest?
Ob Züchter oder Tierheim ist jedem überlassen, aber bitte hole dir keinen Hund von Privat (Vermehrer). Bei solchen stelle ich mir immer die Frage, welche Überlegungen vor der Verpaarung gemacht wurden, teilweise sind die verpaarten Rassen nicht gerade optimal (auch für einen Anfänger), andererseits wird auch nicht immer Wert auf die Gesundheit gelegt.

Ich verstehe nun allerdings nicht, warum du einen Post eröffnest, wo du einen Roller suchst, andererseit sprichst du nun aber von einem grossen Hund. Ein Hund und Roller ist nicht gerade kompatibel, fraglich ob das in der Schweiz erlaubt ist. Kauf dir lieber ein günstiges Auto, ein GA für dich und den Hund kostet auch einiges am Anfang.

Ich finde es gut, machst du dir so viele Gedanken vorher. :super:

Tabasco

Sportdoggie

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31

Mittwoch, 8. Februar 2017, 11:10

Nur kurz ein Einwand zum Thema Autokauf. Man kann billige Occasionen kaufen, ja. Aber da weiss man meist nicht, was drin steckt.
Ausserdem kommen zu den Versicherungen (gerade für Junge zum Teil sehr teuer!), Steuern und Unterhaltskosten noch die Parkgebühren hinzu. Wenn man das Auto in der Stadt parkieren muss (Vorlesungen oder Arbeit), kann das ganz schön ins Geld gehen.
Da verstehe ich schon, dass eher Roller oder GA infrage kommen.

Zu Hund und Roller: Ein Tier muss gesichert transportiert werden. Also sollte ein kleiner Hund in einer entsprechenden Box/Korb eigentlich kein Problem sein.

catba

Alphadoggie

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32

Mittwoch, 8. Februar 2017, 11:13

Ich verstehe nun allerdings nicht, warum du einen Post eröffnest, wo du einen Roller suchst, andererseit sprichst du nun aber von einem grossen Hund.

das habe ich jetzt auch gerade gedacht ;)

Powell

Schnupperdoggie

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33

Mittwoch, 8. Februar 2017, 11:21

Natürlich mag ich ^^

Ich suche einen Hund, den ich überallhin mitnehmen kann. Dafür wäre es sicher gut, wenn er nicht allzu grosse Angst vor Menschen hat, und sich früher oder später auf Transportmittel wie Auto, Bahn oder Tram einstellen könnte.

Ich suche einen Hund, der aktiv, aber nicht hyperaktiv ist; sprich er sollte sich über lange (2 - 4h) Spaziergänge freuen, an freizeitmässigem Hundesport Freude haben und lernwillig sein; dabei sollte er es aber auch mal verkraften, wenn eine Spaziereinheit an einem Tag etwas kürzer ausfällt, ohne wie ein Flummi durch meine Wohnung zu hüpfen, die Nachbarschaft zusammenzukläffen oder die Wohnung zu zerlegen.

Ich suche einen Hund, der sehr auf seinen Menschen fixiert ist und die Menschen braucht.

Ausserdem muss er zwingend katzenverträglich sein.

Er sollte so wenig Jagdtrieb aufweisen, dass man ihn draussen von der Leine lassen kann.

Ich suche einen Hund, der zwar selbstbewusst, aber nicht zu selbstbewusst ist. Nicht a la "gah mal zur Seite Herrchen, ich regel das schon".

Dabei denke ich, dass ich auch sehr gut mit einem sensiblen, ängstlichen Hund klarkommen würde. Ich bin extrem geduldig, sensibel und dabei sehr konsequent.

Ich bin gespannt auf eure Analysen :tanz:



Ja, den Post mit dem Roller habe ich eröffnet. Dies dient mir vielleicht als weitere Entscheidungshilfe; sollte ich viele positive Erfahrungen für einen günstigen Roller zusammensammeln, würde je nachdem beides, ÖV und Roller (als dann auch grosser Hund), drinliegen.
Sollte ich jedoch von vielen hören, dass ein guter Roller eben auch einen "guten" Preis hat, würde mich das wiederum für die ÖV Seite bestärken.
Deshalb :smile:
Ausserdem ist das für mich auch sonst einfach hilfreich, da ich von Rollern nichts verstehe :d

Lady

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Lady - Berger des Pyrénées

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34

Mittwoch, 8. Februar 2017, 12:42

Er sollte so wenig Jagdtrieb aufweisen, dass man ihn draussen von der Leine lassen kann.
Das Problem ist, dass es auch bei Hunden, die von der ursprünglichen Rasse her eigentlich wenig Jagdtrieb mitbringen sollten, immer ein "Ausreisser-Exemplar" geben kann (oder mehrere :d ), das dann eben doch einen starken Jagdtrieb hat... Auch ich habe ausdrücklich nach einer Rasse gesucht, die möglichst wenig Jagdtrieb hat und mich darum (aber nicht nur deshalb!) für einen Hütehund entschieden. Das war jedoch nur ein - aber wichtiges - Kriterium bei der Wahl... Ich habe bereits den zweiten Hund dieser Rasse und der erste guckte Wild null und gar nicht an, von jagen schon gar keine Rede, Lady jagt auch kein Grosswild, aber Mäuse und Hasen sehr gerne ;) Es gibt keine Garantien! Und Jagdtrieb 100% "wegerziehen" geht meiner Meinung nach nicht. Übrigens hat die Chihuahua Hündin, die ich als Dogsitterin gehütet habe auch Mäuse gekillt :biggrin: Das nur so nebenbei... Von ihr hat das nämlich meine Hündin gelernt 8|

Ich suche einen Hund, der zwar selbstbewusst, aber nicht zu selbstbewusst ist. Nicht a la "gah mal zur Seite Herrchen, ich regel das schon"
Das ist Erziehungssache. Meine Hündin war in den ersten 18 Monaten sehr ängstlich und unsicher und ich habe sehr mit ihr gearbeitet, damit sie ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln konnte. Das hat sie seither, böse Zungen behaupten, ich hätte meinen Job zu gut gemacht :d Meine Hündin mobbt gerne :thumbdown: Es versteht sich aber von selbst, dass ich das nicht zulasse und sie zu mir rufe, wenn ich sehe, dass ein potentielles Opfer naht (ihre Körpersprache!). Sie hält das Fuss denn auch tadellos ein und lässt den anderen Hund in Ruhe. Genauso kann ich mit ihr im Freilauf über Schafweiden (oder Kuh- und Pferdeweiden) wandern (sie ist ein Schafhütehund und durfte schon einige Male hüten), wenn ich ihr sage, dass sie die Schafe in Ruhe lassen muss, respektiert sie es. Und das, obwohl sie zum selbständigen Denken und Handeln gezüchtet wurde und das gerne tut.
Übrigens mag unsere Hündin von der Rasse her fremde Menschen nicht. D.h. sie ignoriert fremde Leute und will auch ignoriert werden. Dann gibt es keine Probleme. Wird sie einfach angefasst (gerade vorgestern wieder von einer Frau :( , dabei war sie angeleint neben mir), dann bellt sie und falls sie frei ist, rennt sie weg. Sie schnappt und beisst nicht, insofern ich nicht in Gefahr bin. Aber wir haben mit ihr ganz Irland, Wales, England und letztes Jahr ganz Skandinavien bis zum Nordkap bereist. Das heisst natürlich einsame Naturparks, aber genauso Stadtbesichtigungen (Dublin, Belfast, Kopenhagen, Stockholm usw.). Unser Hund ist immer und überall mit dabei. Sie kennt Auto, Tram, Bus, Sessellift, Gondelbahn und Schiff. Nur Zug ist sie noch nie gefahren.
Liebe Grüsse
Marianne

www.ladys-huetewiese.jimdo.com

inhii

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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35

Mittwoch, 8. Februar 2017, 12:57

Sorry nimmt es mir nicht krumm, aber entweder lese ich deine Sachen zu extrem oder du meinst es wirklich so ;)

Ich finde einfach auch wieder mal bei dieser ,,Hundewunschliste,, wie so oft auch bei Anderen, dass ein Grossteil einfach Erziehungssache ist. :nicken:

Ich meine ob ein Hund mit ÖV fahren kann, liegt an dir ihm dies positiv zu lernen und zu zeigen. ;) :pfeifen:
Auch Katzenverträglichkeit: Ja was willst du? Einem Welpen die Katze zeigen und sagen, du darfst auf keinen Fall nun hinterher gehen. Das ist auch Erziehungssache und Zusammenführung.
Oder das mit dem Selbstbewusstsein... als würdest du einen Kuchen backen wollen (du hast einfach für meine Begriff zu genaue Wünsche/Ansprüche an dein künftigen Hund, als müsste er schon fertig bei dir einziehen). :gruebel1:

Kann mich auch täuschen, aber klingt fast so. :( Ich denke dann auch bei so genauen Wunschlisten: Was wenn der Hund dann nicht so ist, was ist dann?

Für mich klingen einfach oft so Listen nach ,,ich kaufe mir das Perfekte Hundchen ein, und will es dann genauso haben,,. Leider ist es nicht so, man kann ein gewissen Teil wohl steuern mit Rassewahl aber nie hat man die Garantie auf etwas.

Powell

Schnupperdoggie

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36

Mittwoch, 8. Februar 2017, 13:32

Hallo Zusammen



@ inhji Kein Angst, so meine ich es sicher nicht 8)
Aber von disney92 wurde ich gefragt, welche Eigenschaften ich von einem Hund erwarte, weshalb ich mal so meine Ideale aufgelistet habe.

Ich habe glaube ich schon mal irgendwo gesagt, dass für mich beispielsweise Dinge wie Katzenverträglichkeit selbstverständlich Individuumssache sind.


An diesen Ideen und Wünschen versuche ich mich zu orientieren. Beispielsweise beim Kriterium überallhin mitnehmen weiss ich, dass ich mir einen Hund suchen muss, der nicht panische Angst vor Menschenmassen hat oder grundsätzlich extrem ängstlich ist. Oder dass er bereits schlechte Erfahrungen damit gemacht hat.
Gerade auch dieses Kriterium muss ich besonders im Auge behalten, da ich mich ja sehr damit auseinandersetze, eventuell auch einen Hund aus einem Rumänischen, Ungarischen etc. Tierheim zu adoptieren. Es gibt dort ja einige Hunde, die noch nichts kennen und ängstlich sind; hier muss ich eben genau dieses Kriterium fokussiert behalten, um mich nicht vom süssen Hundeblick verleiten zu lassen und dann merke, dass unsere Bedürfnisse ja gar nicht zusammen passen.

Katzenverträglich: Ich weiss, dass ich mir natürlich einen Hund suchen werden, bei dem nicht schon im Vorherein klar ist, dass er mit Katzen nicht verträglich ist.

Zum Temperament: Ich weiss, dass ich mir ganz sicher keinen Bordercollie, Jack Russel Terrier oder Malinois suchen werde, da ich deren Temperament und Arbeitswille nicht händeln könnte und möchte. Zusätzlich suche ich Hunde (gerade Hunde aus Tierheimen, von Privat etc.), von denen man weiss, dass sie ein angenehmes Temperament haben. (Dort setzte ich auch genau meinen Fokus auf diese Hunde.) Steht in der Anzeige, dass der Hund eine sehr sportliche Person sucht, weiss ich, dass dieser Hund für mich nicht geeignet wäre.

Anhänglich: Soweit ich mittlerweile weiss, gibt es Rasse (wobei auch das natürlich wieder Individuumsabhängig ist.)



Ich werde liebend gerne mit einem Hund arbeiten, um an ein wünschenswertes Ziel zu kommen (abrufbar, kläffen abstellen, leinenführigkeit, ruhiges Mitfahren im ÖV etc.)


Trotzdem muss ich mir genau vor Augen halten, was ich will, brauche und mir wünsche, um nicht plötzlich mit irgendeinem Hund dazustehen, "weil der so süss aussah", um dann festzustellen, dass das ja hinten und vorne nicht passt.

Powell

Schnupperdoggie

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37

Mittwoch, 8. Februar 2017, 13:36

Kleines Beispiel:

Mein Traumhund (Gross) wäre ein Schäferhund (Aufgrund des Aussehens und der positiven Eigenschaften).

Allerdings: Ein Schäferhund wäre für mich wohl zu temperamentvoll, ausserdem gehen auf dem Hof wo ich wohne sehr viele Leute regelmässig ein und aus, was für einen Hütehund (klar, auch das Erziehungssache) wohl stressig wäre. Zudem könnte ich später im Beruf als Primarlehrerin Probleme bekommen den Hund mitzunehmen, da ein Schäfer "gross und gefährlich ist bzw. sein könnte."

Deshalb die sehr fokussieren Eigenschaften ;)

Crispy

Sportdoggie

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Doggie(s): Breeze (*2010) Australian Shepherd Hündin

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38

Mittwoch, 8. Februar 2017, 13:54

Der Hütehund wurd ja speziell für die Aufgaben auf einem Hof gezüchtet. Genau dort gehört er ursprünglich eigentlich hin... Und ob du später als Lehrer überhaupt einen Hund jemals mitnehmen kannst, steht ja auch gar nicht fest. Auch wenn es ein Minihund ist, heisst das doch nicht automatisch das er mitkann.

Ganz ehrlich, ich glaube du solltest Dir noch etwas Zeit lassen und Dir dann genau überlegen was Du wirklich willst. Ich habe das Gefühl du suchst den perfekten Hund. Einen Hund der sich vollständig Dir anpasst und genau so ist, wie Du das willst. Und gerade Tierschutzhunde sind ja doch oft "Wundertüten", die sich auf den Pflegestellen ganz anders zeigen als es dann wirklich ist (und das meine ich nicht negativ, denn viele viele Hunde sind in ihrem endgültigen zu Hause viel positiver).

Einen selbstbewussten Hund, der mit Jedem und Allem klar kommt und dann aber bitte nicht zu selbstbewusst ist. Sich sowohl in Menschenmassen, als auch in der ÖV wohlfühlt. Gerne überallhin mitkommt und aktiv aber nicht hyperaktiv ist. Gleichzeitig schreibst du aber, das du auch mit einem sensiblen ängstlichen Hund klarkommen würdest. Irgendwie fehlt mir da komplett, das der Hund auch einfach Hund sein darf und seinen individuellen Charakter haben darf. Warum muss der Hund sich denn Dir komplett anpassen? Normalerweise passen sich doch beide Seiten immer an...Nicht böse gemeint, aber mein erster Gedanke war wirklich das mir da nur der Steiff Hund einfällt, der so perfekt ist und alles erfüllt. 1_(53) .

Und ganz ganz ehrlich...es kommt eh immer anders als man es plant :k_irre:

Anne

Moderatordoggie

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Doggie(s): Mairin, Aussie

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39

Mittwoch, 8. Februar 2017, 14:24

Und ich schmeiss mal wieder mein "Neuling-sucht-Hund" Buch in die Runde :d Lies dir mal "Partnerhunde" von Katharina von der Leyen durch, vielleicht hilft dir das (des ist stark nach Charakter geordnet - und zwar Charakter von Mensch und Hund, ihr geht es sehr um die Mensch-Hund Passung, finde das für den Einstieg irgendwie besser als reine Rassebücher).
We think it's a dog's inalienable right to get dirty.

Tabasco

Sportdoggie

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40

Mittwoch, 8. Februar 2017, 14:38

Ich war bisher davon ausgegangen, dass es um einen Welpen geht, den du suchst. So wie es scheint, wäre es aber ein bereits erwachsener Hund.
Das hat Vorteile. Zum Beispiel dass man seine Eigenschaften (sowohl die körperlichen wie auch die charakterlichen) erkennen kann. Gut, bei den charakterlichen braucht es natürlich entsprechendes kynologisches Wissen.

Als grossen Nachteil bei einem erwachsenen Hund sehe ich die Verfügbarkeit. Ein Hund, der möglichst wenig Jagdtrieb hat, Katzen mag und so souverän ist, dass man ihn überall mitnehmen kann, findet man nicht einfach so. Dann sollte er ja noch gesund sein und optisch gefallen. Solche perfekten Hunde sitzen nicht einfach im Tierheim. Also wäre es wohl eher ein Hund aus dem ausländischen Tierschutz. Und ob man ihn dort findet?

Noch ein Nachtrag: Ein sensibler eher ängstlicher Hund erfordert viel an Rücksichtsnahme. Da wird wohl nie etwas mit "überall mitnehmen".
Ich habe einen Hund mit schlechtem Nervenkostüm. Da musste ich mir ganz viele Dinge abschminken, die ich mir zum Vorfeld eigentlich wünschte. Das "überall mitnehmen" war eines der ersten Dinge, die ich fallen lassen musste. Zum Wohl des Hundes.

Mit deinen Anforderungen würde ich mir eher eine starke Persönlichkeit suchen. Mit der hast du zwar dann bestimmt die eine oder andere Diskussion, aber daran kann man arbeiten. Schwache Nerven hingegen kann man nicht wirklich trainieren.