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Husky- Passion

Wachdoggie

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Freitag, 17. Februar 2017, 21:40

The ultimate Challenge

Polardistans - The ultimate Challenge

Unser Ziel für diese Saison ist das Polardistanz. Zeitlich fällt es gerade auf unseren Schwedenurlaub, deshalb nahmen wir die Chance gleich wahr.
Mitunter der Grund, warum ich hier fast nicht mehr zum Schreiben komme.

Die Eckdaten:

Strecke: 160km/ 300km
Ort: Särna, Schweden
Datum: 7.-10. März
Kategorie: Langdistanz
Besonderes: Die kurze Strecke von 160km kann durchgehend d.h. ohne Pause gefahren werden, es existiert in dem Sinne keine Pflichtpause. Das macht das
Rennen schon sehr speziell für mitteleuropäische Verhältnisse. Bei diesem Rennen dürfen ausschliesslich reinrassige Nordische Hunde
teilnehmen.

Der kurze Film zur Ausgabe 2016 hier klicken Ausgabe 2015 hier klicken

Eigentlich haben wir selber (noch) zu wenig eigene Hunde für dieses Rennen. Deshalb unterstützen uns Mandrake und Stripe für die ganze Saison. Das heisst, sie wurden von uns auftrainiert und fit gemacht für die Saison. In Schweden erhalten wir weitere 2-3 Hunde von unserer Züchterfreundin. Wir kennen ihre Hunde alle und sind auch schon mit ihnen gefahren. Aber dasselbe wie mit einem ganz eigenen Team ist es natürlich nicht. Dennoch, um Erfahrung zu sammeln und ein paar Hunde dabei zu wissen welche Langdistanzerfahrung haben, ist nicht schlecht. Zudem möchten wir, bevor wir unseren ersten Wurf machen, wissen in welche Richtung wir in Zukunft gehen wollen. Wollen wir in diese Richtung weiter? Oder reichen uns kürzere Strecken oder Etappenrennen? Wie meistern unsere zwei Zuchthunde diese Challenge?

Die Vorbereitungen auf das Rennen begannen mit den ersten kühlen Tagen im Herbst (ca. Oktober). Wir steigerten von Anfangs 2-3km bis nun 35km (auf Schnee). Wir waren 3-5x pro Woche am trainieren. Insgesamt von Oktober bis jetzt haben wir über 1300km trainiert. Von dem her eine gute Vorbereitung auf das Rennen. Die Hunde sind in Form! Das merkt man wenn man nach einem 25km Training nach Hause kommt und die Hunde nach 2h Pause beginnen im Garten zu spielen.
Aber nicht nur das Training an sich gehört zu einer guten Vorbereitung. Die Hunde wurden nach jedem Training mit einer Spezialmischung mit ätherischen Oelen massiert. Wir achteten auf eine Gewichtszunahme während der Saison und fütterten hochwertiges TF mit viel Protein und Fett, sowie viel Frischfleisch mit hohem Fettanteil. Denn bei diesen Anstrengungen brauchen die Hunde sehr viel Energie und müssen schon fast etwas propper nach Schweden, damit sie auch gut mit der Kälte klar kommen.Auch andere natürliche Produkte unterstützten die Gesundheit der Tiere.

Nebst dem Hauptteil den Hunden trainieren, gehört natürlich auch die Ausrüstung zur Vorbereitung. Einen Spezialkocher mit Benzin zum Schnee schmelzen für die Hunde und Essen kochen für den Musher, Spezialschlafsack für Temperaturen bis -30 (oder mehr? k.A.), Isomatte, Snacks für die Hunde, Leinen, Karabiner, Ersatzgeschirre usw. und jede Menge Booties für die Hunde. Ich habe sicher einiges hier vergessen, da für dies mehr mein Freund zuständig ist/war.

Nun sind meine Liebsten auf dem Weg nach Schweden. Ich bin noch eine Woche zu Hause, alleine ;( , und muss arbeiten. Dafür hab ich mal Zeit hier was zu schreiben. Vielleicht interessierts ja den einen oder anderen von euch. Ich berichte dann gerne von den letzten Vorbereitungen des Trainings in Schweden und natürlich dann vom Rennen.
Ach übrigens, ganz vergessen, das Rennen fährt mein Freund. Ich bin Doghandlerin. Natürlich kommen alle unsere Hunde, auch die Oldies, Kranken und Sans Papiers mit und werden artgerecht unterhalten 8)


Hier unsere Challengers...


Howling Timbers Ghiruna (3,5j.)



Cid du Fur Rendez Vous (2j.)



Xéna du Fur Rendez Vous (2j.)



Mandrake av Vargevass (Saisonier, 7j.)



Stripe Komaksiut`s Vosse (Saisonierin 2,5j.)



Unsere 3



Foto vom Rennen in Saignelégier


Lg
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catba

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Freitag, 17. Februar 2017, 21:59

poh, das tönt extrem spannend und ich lese gerne mit, wie es euch in Schweden so ergeht...die Hunde und der Mensch sehen auf dem Video am Schluss ganz schön fix und foxi aus, eine Riesenleistung...die unterschiedlichen Schlitten sind mir auch aufgefallen, kann man da selber wählen`? ich meine einer hatte sogar ein Strohballen darauf...sorry, verstehe gar nichts von dem so spannenden Hundesport ;)

inhii

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Freitag, 17. Februar 2017, 22:09

:huh: ähmmm... das Wort ,,kurz,, und 160km in einem Satz ;)

Das sind unvorstellbare Distanzen...

Was war dann hier bei uns das Maximum wo ihr gefahren seid? Also auch schon 160km? oder ,,erst,, 35km. Weil von 35km auf 160km ist ja doch noch eine Differenz.

Und ich habe mir das Ziel gesetzt im Herbst +/- 30km/Tag zu schaffen aber mit Pause :hihi: Naja... ich habe auch keine Nordischen. :pfeifen:



Jedenfalls viel Spass und hoffe es geht alles gut... :nicken: :brav0:

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Freitag, 17. Februar 2017, 22:26

@catba
Ja, Schlitten kannst du selber wählen. Muss einfach tauglich sein und gross genug fürs Gepäck. Es gibt da verschiedene Marken und Hersteller.
Der Strohballen auf dem Schlitten gibts am sogenannten Checkpoint. Du fährst ja eigentlich mitten in der Pampa, im Nirgendwo und kommst nach 90 km zum ersten Checkpoint. Dort kannst du mit deinen Hunden Pause machen, so lange du möchtest. Dort bekommst du Stroh und Wasser für die Hunde.
poh, das tönt extrem spannend und ich lese gerne mit, wie es euch in Schweden so ergeht...die Hunde und der Mensch sehen auf dem Video am Schluss ganz schön fix und foxi aus, eine Riesenleistung...die unterschiedlichen Schlitten sind mir auch aufgefallen, kann man da selber wählen`? ich meine einer hatte sogar ein Strohballen darauf...sorry, verstehe gar nichts von dem so spannenden Hundesport ;)
@inhii
ähmmm... das Wort ,,kurz,, und 160km in einem Satz
Ja, ich meine das 300er ist das "lange" und das 160er das "kurze" :d
Das sind unvorstellbare Distanzen...
Nö. Etwa Zürich - Thun. :zwinker: Aber ja, ich weiss was du meinst. Geht mir auch so.
Was war dann hier bei uns das Maximum wo ihr gefahren seid? Also auch schon 160km? oder ,,erst,, 35km. Weil von 35km auf 160km ist ja doch noch eine Differenz.
Hier das Max. war 35km. Du kannst/sollst/darfst gar nicht mehr auf Dreck an km trainieren, eher weniger, sonst gehts halt immer mehr auf die Gelenke. Das Team probiert nun in den nächsten 2 Wochen sich in Schweden noch so gut wie möglich vorzubereiten, d.h. 40 - 80km Läufe zu absolvieren. Auf Schnee könnte man schon vorher hoch mit den Kilometern, aber auf Dreck eben nicht. Die Hunde sind hier nach 35km eigentlich schnell wieder erholt und mögen auch wieder laufen, aber wir müssen ja auch noch arbeiten, zwischendurch.
Zudem planen wir sicher nicht die 160km in einem Riemen zu laufen. Das kann höchstens ein Team, welches den ganzen Winter in Schweden trainiert und eben auf Kilometer kommt. Wir machen natürlich mehrere Pausen. Wir dürfen selber entscheiden wann und wie lange. Also easy. Unser Ziel ist es mit gesunden Hunden ins Ziel zu kommen, egal wie lange wir dafür haben.
Und ich habe mir das Ziel gesetzt im Herbst +/- 30km/Tag zu schaffen aber mit Pause Naja... ich habe auch keine Nordischen.
Das ist doch mal ein Ziel :good:
Jedenfalls viel Spass und hoffe es geht alles gut...
Ich danke dir!

cindy

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Freitag, 17. Februar 2017, 22:34

Ohh wow da lese ich doch seeeehr gerne mit :smile: denn ich finde solche Distanzrennen super interessant :good:

Jetzt habe ich schon eine Frage :peinlich: Habe den ersten Kurzfilm angeschaut und da gibt es Hundegespann, die den Hunden Pfotenschuhe anhaben. Warum dies?
Dachte das die Nordischen Hunde, für solche Verhältnise gezüchtet werden und da meinte ich das Hundepfoten nicht so empfindlich sind?
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

Foto Homepage tier-natur-foto

Husky- Passion

Wachdoggie

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6

Freitag, 17. Februar 2017, 22:50

Ohh wow da lese ich doch seeeehr gerne mit denn ich finde solche Distanzrennen super interessant
Jetzt habe ich schon eine Frage Habe den ersten Kurzfilm angeschaut und da gibt es Hundegespann, die den Hunden Pfotenschuhe anhaben. Warum dies?
Dachte das die Nordischen Hunde, für solche Verhältnise gezüchtet werden und da meinte ich das Hundepfoten nicht so empfindlich sind?
@cindy
Die Pfotenschuhe sind Booties. Klar sind ihre Pfoten niemals so empfindlich wie bei anderen Hunden. Jedoch laufen diese Pfoten soviele Kilometer, dass da schon manchmal Risse entstehen können, gerade wenn man mal vielleicht keine Booties angezogen hat und man über einen gefrorenen See fährt mit brüchigen Stellen. Es ist in erster Linie auch als Schutzmassnahme und ganz normal im Norden. Es kommt auf die Temperaturen und Trailverhältnisse an. Da man immer wieder mitten über die Seen fährt und sie da z.t. auch einfach auf purem und nicht aalglattem Eis laufen, ist das wirklich reine Vorsichtsmassnahme.

testudo

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7

Samstag, 18. Februar 2017, 06:28

Soo toll! Wir wünschen gaaanz viel Spass!

inhii

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Samstag, 18. Februar 2017, 08:36

Also dann gibt es die ,,kurze,, Strecke und eine Lange. Und du machst die 160km?

Und da darf man Pausen machen wie man will? Gibt es keine Maximalzeit? Also wie lange ist die Strecke offen?

Ist das auch mit Übernachten?

Ich verstand es erst so, dass du zuerst die 160km machst an einem Tag und dann am 2. Tag die grosse Strecke (mit evtl. einer Pause). Das fände ich ja echt krass und unvorstellbar...

Mich nimmt es vor allem wunder wie sich das auf den Körper der Hunde auswirkt. Und zwar ganz ehrlich dann. Wieviel Verletzungen, Krankheiten, Gewichtsabnahmen usw. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass so Strecken ohne weiteres zu absolvieren sind. Also ohne Einbussen/Schäden an den Hunden. Aber kommt natürlich nun auch drauf an wie da genau läuft. :nicken: gibt sicher solche Musher wo dann alles voll durchziehen und dann kann ich mir nicht vorstellen, dass die Hunde so aussehen wie zuvor. :(



Ach ja, und wo wirst du sein? Also fährst du dann mit Auto oder so von Posten zu Posten um dort zu helfen? Oder bist du am Start-Ziel und der Rest muss er alleine machen?

catba

Alphadoggie

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9

Samstag, 18. Februar 2017, 09:22

manchmal finde ich es einfach traurig, dass man die verschiedenen Hundesportarten so ans Limit bringen muss...auf dem Video sehen die einzelnen Team`s (Mensch und Hunde) ganz schön gezeichnet aus...aber so ist der Mensch, er führt sich selber und auch die Tiere ans höchste Limit um den nötigen Kick zu bekommen...ich frage mich einfach, ob das wirklich nötig ist? es ist ja nicht nur in dieser Sportart so, sondern z.B. auch beim Agility...

Husky- Passion

Wachdoggie

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Samstag, 18. Februar 2017, 09:27

Also dann gibt es die ,,kurze,, Strecke und eine Lange. Und du machst die 160km?
Also mein Freund fährt die Kurze 160km.
Und da darf man Pausen machen wie man will? Gibt es keine Maximalzeit? Also wie lange ist die Strecke offen?
Ja das darf man. Allerdings gibt es eine Begrenzung. Man muss den letzten Checkpoint, d.h. den einzigen Checkpoint für die 160er Strecke am Freitag um 4 Uhr Morgens verlassen. Start ist am Mittwoch Morgen. Sollte also schon passen ;)
Der Checkpoint ist der gleiche wie bei der 300er Strecke.Nur müssen die 300erler dann andere Schlaufen fahren und diesen Checkpoint immer wieder passieren.
Ist das auch mit Übernachten?
Kann man wenn man will. Allerdings draussen bei den Hunden. Deshalb der Schlafsack und Zelt/Überwurf. Während des Rennens bleiben die Musher eigentlich immer bei ihrem Team, sie dürfen/können nicht in die Beiz etc. :biggrin: Das ist eben für mich ein richtiges Schlittenhunderennen. Die ganze Zeit EIN Team. Eben kein Etappenrennen.
Ich verstand es erst so, dass du zuerst die 160km machst an einem Tag und dann am 2. Tag die grosse Strecke (mit evtl. einer Pause). Das fände ich ja echt krass und unvorstellbar...
Nö nö. 300er wäre wirklich viel zu viel für unsere zur Zeit. Ich denke man müsste da mindestens 4 Wochen vorher in Schweden trainieren.
Mich nimmt es vor allem wunder wie sich das auf den Körper der Hunde auswirkt. Und zwar ganz ehrlich dann. Wieviel Verletzungen, Krankheiten, Gewichtsabnahmen usw. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass so Strecken ohne weiteres zu absolvieren sind. Also ohne Einbussen/Schäden an den Hunden. Aber kommt natürlich nun auch drauf an wie da genau läuft. gibt sicher solche Musher wo dann alles voll durchziehen und dann kann ich mir nicht vorstellen, dass die Hunde so aussehen wie zuvor.
Wieso sollten die so aussehen wie zuvor? Kein Sportler sieht nach seinem Einsatz aus wie vorher. Und vor allem keine Marathonläufer. Auch ich sehe nach meiner Arbeit nicht so aus wie vorher ;)
Sport ist nicht immer nur gesund, da hast du recht. Jedenfalls für den Körper. ABER für die Seele dieser trainierten Hunde ist es Work&Fun. Sozusagen eine Life Balance. So wie wir Menschen auch Herausforderungen brauchen um glücklich zu sein, denke ich, brauchen das Hunde auch bzw. macht sie "glücklich" /ausgeglichen.
Ich kenne viele solche Sporthunde die 14 Jahre und älter wurden und IMMER solche Rennen gelaufen sind, ohne Schäden & Krankheiten. Ich kenne aber auch solche, die Verletzungen und Krankheiten hatten. Aber seien wir ehrlich. Gibt es das nicht auch bei unseren Haushunden? Oder haben die nie Verletzungen und Krankheiten? Eben. ;)
Darüber hinaus muss man die Hunde vor dem Rennen einem Vetcheck unterziehen. Diese entscheiden, ob dieser Hund mit kann/darf oder eben nicht. Auch am Checkpoint (und bei anderen Rennen an ALLEN Checkpoints) hat es Tierärzte welche deine Hunde untersuchen und gegebenenfalls Hunde aus dem Rennen nehmen. Sie entscheiden das alleine! Da gibt es Tierärzte aus ganz Europa, Ostheopaten, Physios, Chiropraktiker, die ihre "Ferien" für solche Rennen als Vet dafür brauchen. Wir haben letztes Jahr zwei spanische Tierärzte kennengelernt in Schweden. Sie checkten auch unsere Hunde, waren nämlich zwei Chiropraktiker und haben beide eine sehr erfolgreiche Klinik in Spanien. Auch gibt es den Award "Best dog care" für den Musher, welcher sich am besten um die Hunde gekümmert hat.
Wie gesagt, wir haben Ausdauersportler, die auch nach JEDEM Training/Rennen ihre Massage erhalten. Das braucht viel Zeit und auch Ausdauer für den Musher/Handler. Dafür verwenden wir spezielle ätherische Öle gemischt mit einem Fruchtöl um eine optimale Regenerierung zu garantieren.
Wir kennen unsere Hunde bzw. den Körper und Leistungsfähigkeit unserer Hunde besser als manch Sprintmusher, der mal kurz 8km im Vollspeed seine Hunde über die Piste jagt und sich am Ende mit einem Futtersack und Fakemedaille als Erstplatzierter von 4 Startern feiern lässt :kaputtlach:
Ach ja, und wo wirst du sein? Also fährst du dann mit Auto oder so von Posten zu Posten um dort zu helfen? Oder bist du am Start-Ziel und der Rest muss er alleine machen?
Ich bin werde sicher beim Start/ Ziel helfen und zum Checkpoint fahren. Dort darf ich allerdings nur hinten den Schlitten sichern, einen ausgeschiedenen Hund entgegennehmen, wieder an den Start helfen und das Stroh wegputzen :biggrin: Der Musher muss alles selber machen.

testudo

unregistriert

11

Samstag, 18. Februar 2017, 09:28

@catba und inhii
Nordische Hunde sind dafür "gemacht", so lange Distanzen zu laufen. Früher als sie noch fürs Jagen, Fischen, Goldsuchen etc. gebraucht eurden, war dies nötig. Sprintdistanzen (weniger als 20km) entsprechen eigentlich nicht dem Naturel der SH.
Ich hab grad Gestern den Einlauf eines Siberianhusky-Teams am Yukonquest gesehen (1000Meilen) und die Hunde sahen toll aus.(und wurden selbstverständlich direkt vom Renntierarzt angeschaut). Bisschen Gewicht verlieren ist wohl klar, aber sonst...

Tabasco

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12

Samstag, 18. Februar 2017, 09:30

Das wird bestimmt ein tolles Erlebnis!

Habe ich das richtig verstanden? Ihr nehmt alle eure Hunde mit nach Schweden, auch diejenigen, die nicht rennen können/dürfen? Das finde ich toll! Das heisst dann wohl aber auch, dass du jetzt ganz ohne Hunde alleine zuhause bist?

Ich wünsche euch eine spannende und erfolgreiche Zeit und hoffe auf weitere interessante Berichte.

Husky- Passion

Wachdoggie

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Samstag, 18. Februar 2017, 09:40

@testudo
Du meinst den Einlauf des Shaytaan Siberian Husky Teams am YQ ? Gäll. Wahnsinn wie gut gelaunt die nach 1000 Meilen ins Ziel kommen!! Das ist Hammer!


@tabasco
Danke.
Ja klar nehmen wir alle mit! Nikita & Phillis sind 12 und dürfen täglich auf ihre Spaziergänge. Piro, 9, krank, darf noch vor die Langlaufskier und geniesst es frei herumzulaufen und Siku, sans papier, wird ganz normal mittrainiert, darf einfach am Rennen nicht starten.

Und ja, ich bin jetzt ganz alleine in meinem Haus und es ist FUUUUURRRCHHHTBAAAR!! Ich kann nicht ohne Tiere leben. ;( Ich vermisse sie wahnsinnig und es ist total langweilig ohne Tiere. Ich habe mir noch überlegt einen Hund zu Hause zu lassen und mit mir raufzufliegen, aber diesen Stress mit dem Flugzeug mag ich meinen Tieren auch nicht unbedingt antun.

inhii

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Samstag, 18. Februar 2017, 09:51

Ahhh, OK, dann hat man quasi 2 Tage Zeit bis zum Checkpoint wo man ja Freitags abfahren muss. Also wenn man nun alles auskosten würde, dann kann man es recht ausdehnen. Also 4x40km und in der Mitte diesen Checkpoint. :gruebel1: So klingt es auch nicht mehr so viel ;)

Das man draussen bei den Hunden übernachtet usw. war für mich klar :nicken: ist ja sonst das ganze verfälschtes Erlebnis. Wenn, dann muss es für alle krass sein ;) :hihi:

Am Mittelposten darfst du also nichts mit den Hunden helfen? Also ausspannen, füttern usw., ,,Bettchen,, einrichten ? Schade... du schaust zu und er muss arbeiten :pfeifen:

Doof bin ich schon nicht ;) logisch sehen sie nicht genauso aus wie am Anfang. Tue ich nach Sport auch nicht. Ich rede aber von den Horrorgeschichten wie blutige Pfoten und die Hunde rennen weiter, Durchfall-Hund rennt weiter, Schmerzen- Hund rennt weiter. Einfach so Sachen. Aber gut wird es durch TA's kontrolliert und gut im Auge gehalten. :super:

Ist dein Freund dann nun dort oben zum Trainieren dem Fall, oder? Und du ganz alleine da? Sicher sehr langweilig für dich :(



@Testudo

Nur weil eine Rasse dafür ,,gemacht,, wurde, muss man es nicht übertreiben (nicht auf Huskypassion nun bezogen, weil finde das Rennen klingt nun mit den Pausen noch vernünftig). Und ob unsere Huskys hier: Wo hier geboren, aufgewachsen und eben wie Husky-Passion selber sagt (hier anders, nicht so trainiert werden können, wie dort oben im Norden), auf einmal in der Lage sind locker vom Hocker so ein Rennen zu laufen, sei mal dahin gestellt. Es ist in meinen Augen einfach nicht das Selbe. Und nur weil man diese Rasse hat, kann man doch nicht automatisch annehmen, dass sie so was einfach können nur weil sie dazu ,,gemacht,, wurden. :noidea:

ich habe einfach mit dieser Aussage etwas Mühe.

Es braucht einfach super gutes Training, gutes Gespür für seine Hunde, gesunde Hunde, und vor allem auch motivierte Hunde... erst wenn alles zusammen passt von Hund und Mensch... Dann ist ein Husky dafür ,,gemacht,, um solche Distanzen zu laufen.

Meine Meinung... :nicken:

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Samstag, 18. Februar 2017, 10:40

ich beziehe meine Aussage auf diejengen Team`s, die z.T. auf dem Video zu sehen sind, die wirlich den Anschein machen, als kämen sie mit letzten Kräften ins Ziel...eine gute Vorbereitung ist auf jedenall das A und O :nicken: inhii hat schon recht, eine solche Rasse zu besitzen, heisst noch lange nicht, dass sie es gewohnt sind...
auf jedenfall wird es bestimmt ein riesen Erlebnis und ich werde gerne verfolgen, wie es euch so ergeht :smile:

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Samstag, 18. Februar 2017, 11:01

Ich kann die Videos nicht öffnen. Ich kann mir aber nicht vorstellen das dort Hunde überanstrengd werden. Es gibt Horrorgeschichten die mal verbreitet wurden und immer noch in den Köpfen existieren.
Musher und Hunde sind ein Team. Es geht nur miteinander egal ob 10 pder 1600 km. Keinem Musher sind seine Hunde egal. Bestes Beispiel dafür ist Brent Sass am diesjährigen YQ der kurz vorm Ziel aufgab weil seine Hunde am Limit waren

http://www.ktuu.com/content/news/Sass-sc…ukon-Quest.html

Ich lese auf jedenfall sehr interessiert mit und werde auch das Rennen verfolgen. Viel Spaß und geniesst die Zeit in Schweden.
Als Gott begriff, das nur die Besten Schlittenhundesport machen, erschuf er für den Rest Fußball.
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Musher werden?"-- Die Steine schrien: "Nein, dafür sind wir nicht hart genug!":kaug:


In Arbeit http://www.huskyranch.ch

catba

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17

Samstag, 18. Februar 2017, 11:20

Bestes Beispiel dafür ist Brent Sass am diesjährigen YQ der kurz vorm Ziel aufgab weil seine Hunde am Limit waren

Hut ab, das ist ein wahrer Sportler :good:

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18

Samstag, 18. Februar 2017, 11:45

Ahhh, OK, dann hat man quasi 2 Tage Zeit bis zum Checkpoint wo man ja Freitags abfahren muss. Also wenn man nun alles auskosten würde, dann kann man es recht ausdehnen. Also 4x40km und in der Mitte diesen Checkpoint. So klingt es auch nicht mehr so viel
:good: Jep genau.
Das man draussen bei den Hunden übernachtet usw. war für mich klar ist ja sonst das ganze verfälschtes Erlebnis. Wenn, dann muss es für alle krass sein
Finde ich auch :d
Am Mittelposten darfst du also nichts mit den Hunden helfen? Also ausspannen, füttern usw., ,,Bettchen,, einrichten ? Schade... du schaust zu und er muss arbeiten
Ja genau das ist so.
Doof bin ich schon nicht logisch sehen sie nicht genauso aus wie am Anfang. Tue ich nach Sport auch nicht. Ich rede aber von den Horrorgeschichten wie blutige Pfoten und die Hunde rennen weiter, Durchfall-Hund rennt weiter, Schmerzen- Hund rennt weiter. Einfach so Sachen. Aber gut wird es durch TA's kontrolliert und gut im Auge gehalten.
Das hat für mich absolut nichts mit LD, MD oder Sprint Mushing zu tun. Wir waren in den letzten Tagen einige Male in Tramelan auf dem Trainingstrail. Was wir das letzte Mal dort alles für Spuren gesehen haben... das war grässlich!! Blut hier, Blut dort, Durchfall immerwieder, Erbrochenes, blutige Pfotenspuren ... und da ist die längste Strecke 10km. Was ich damit sagen will, ob Langdistanz oder Kurzdistanz, die Horrorgeschichten gibt es leider überall. Meiner Meinung nach sogar eher bei Sprintern und sonstigen Möchtegernmushern, denn einen kranken oder verletzten Hund kannst du auf keinen Fall auf einem LD Rennen brauchen!
Ist dein Freund dann nun dort oben zum Trainieren dem Fall, oder? Und du ganz alleine da? Sicher sehr langweilig für dich
Jep das ist er. Zum Glück mit einem Freund von uns. So wechseln sie sich ein wenig ab mit Oldiebespassung und Training des Teams ;)
@Testudo
Nur weil eine Rasse dafür ,,gemacht,, wurde, muss man es nicht übertreiben (nicht auf Huskypassion nun bezogen, weil finde das Rennen klingt nun mit den Pausen noch vernünftig). Und ob unsere Huskys hier: Wo hier geboren, aufgewachsen und eben wie Husky-Passion selber sagt (hier anders, nicht so trainiert werden können, wie dort oben im Norden), auf einmal in der Lage sind locker vom Hocker so ein Rennen zu laufen, sei mal dahin gestellt. Es ist in meinen Augen einfach nicht das Selbe. Und nur weil man diese Rasse hat, kann man doch nicht automatisch annehmen, dass sie so was einfach können nur weil sie dazu ,,gemacht,, wurden.
Inhii, ich glaube das wollte testudo damit nicht sagen. Und ganz klar nein, ein Team aus Mitteleuropa kann nicht locker vom Hocker so ein Rennen laufen, ausser sie können wirklich auf Schnee trainieren, dann schon.


Es braucht einfach super gutes Training, gutes Gespür für seine Hunde, gesunde Hunde, und vor allem auch motivierte Hunde... erst wenn alles zusammen passt von Hund und Mensch... Dann ist ein Husky dafür ,,gemacht,, um solche Distanzen zu laufen.
Ich glaube da seid ihr einer Meinung.


@Huskybespasser & catba

Oh bitte nicht das Beispiel von Brent Sass. :S
Da habe ich auch andere Versionen und Geschichten gehört. Und ... Vermarktung lässt grüssen. Wieso soll man jemanden feiern, der seine Hunde so ans Limit bringt, dass sie umkippen (auch im Training! ) ??

Grundsätzlich finde ich sollte man nur urteilen, wenn man selber dabei gewesen ist oder Informationen aus erster Hand hat. Alles andere sind Mutmassungen, Interpretierungen und blödes Gerede.
Wir waren zum Beispiel letztes Jahr beim Femundlopet im Zieleinlauf und warteten 2 Stunden auf unsere Züchterin.
Es kamen ein paar wenige Teams nach 400km ins Ziel. Und ja, die Hunde laufen nicht im gestreckten Galopp durchs Ziel. Ist ja logisch! Vielleicht ist man es hier einfach eher so gewohnt von den Sprintrennen. LD ist da schon viel langsamer, daran muss man sich auch auf dem Schlitten gewöhnen. Die Hunde brauchen natürlich nach dem Zieleinlauf eine Pause. Aber wenn man dann nach der Pause sieht, wie sie wieder laufen wollen, dann stimmt doch alles. Und es ist ja auch ganz logisch, dass man an einem Rennen nicht mit einer hohen Energiereserve/Laufreserve ins Ziel kommt, sonst hat man Strategisch etwas falsch gemacht oder könnte man gleich einfach eine Tour fahren. Schlussendlich läuft dein Team einfach so schnell wie sie es eben können, du kannst sie nicht dazu zwingen oder ins Ziel peitschen. Soviel dazu.

inhii

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Samstag, 18. Februar 2017, 12:28

ich war eine Zeitlang nicht mehr in Tramelan... habe ja keine Hunde ;)

Aber ja, egal wo es ist... es ist überall schlimm wenn Hunde mit offenen Pfoten laufen müssen. Klar, es kann passieren, dass sie sich verletzten aber dann nimmt man sie raus und hört auf.

In Tramelan sind es 10km aber man kann die Strecke eigentlich unendlich Anhänger und wiederholen. Also keine Ahnung ob die Hunde schon offene Füsse haben von 10km.

Meine hatten es nie... aber eben, ich ziehe halt Booties an.

Ich hörte aber schon Musher wo sagten sie ziehen nur Booties an Rennen an ?( die Logik verstehe ich nicht. Warum im Training wo man ja mehr fährt nicht bootet und an Rennen wo man paar Mal im Jahr ist, zieht man dann Booties an :gruebel1: :noidea:

Es ist immer schade wenn ein Tier ,,leiden,, muss weil der Ehrgeiz zu gross wird vom Menschen. Egal wo und in welcher Sportart.



Bin auf Berichte gespannt. :nicken: Evtl. auch Foto?

hasch-key

Sportdoggie

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Samstag, 18. Februar 2017, 19:52

Wünsche euch viel Spass, Erfolg und ein gesundes Zurückkommen :thumbsup: .

Ansonsten: ich finde 160km ehrlich gesagt nicht die megakrasse Distanz und finde auch nicht, dass die Hunde in den Videos fix und alle aussehen? Natürlich ist da die Voraussetzung, dass die Hunde trainiert sind und gesund sind. Und mit trainiert meine ich nicht das 5km um den Block Geschipper, sondern so wie von Natalie beschrieben.

Marathonläufer laufen auch nicht permanent 40km am Stück, Skirennläufer machen auch nicht dauernd 5000hm. Schon mal überlegt warum? Ist total ineffizient, bei solchen Peaks ist die Regenerationszeit der Muskeln viel länger als bei "moderateren" Höhenmetern, Kilometern, etc. Was nicht heisst, dass das dann nicht abrufbar wäre und was auch nicht heisst, dass man ultrakurz trainiert, sondern eben "moderat".
Und ja, Nordische sind ausdauernd, selbst meine Tiersschutzwuffs haben im Frühjahr die 3-tägigen Berner Oberland Durchquerungen mit 3000hm und 40-50km auf Höhe easy weggesteckt, trainiert versteht sich.

Für eine in meinen Augen vernünftige Selektion und Zucht einer Zughunderasse ist es meiner Meinung nach ein Muss zu schauen, ob die Hunde auch auf längeren Distanzen laufen können und auch ans Ziel kommen, ohne Kotzerei, Scheisserei und sonstwas.
8km um den Block rennen kann wohl fast jeder Hund, nur das ist kein Selektionskriterium bei einem Husky.

P.S.: und bevor sich jetzt einige betüpft fühlen, ich rede von Zucht und NICHT von Freizeitbeschäftigung, das macht einen grossen Unterschied ;) .