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MG1393

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Takeo (American Akita)

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1

Montag, 27. Februar 2017, 11:00

Hund knurrt "fremde" Menschen an

Hallo zusammen :winke:

Nimmt mich mal wunder was ihr zu der Situation meint:

Mein Akita Rüde knurrt immer wieder Fremde Menschen an, aslo sie müssen nicht mal mehr Fremd sein. Auch wenn er die Person schon kennt und am Tag davor mit ihr gespielt und geschmust hat, am nächsten Tag wenn er die Person wieder sieht knurrt er und es ist ihm einfach nicht geheuer und nach paar Minuten ist dann alles wieder vergessen. Was für mich nicht so richtig Sinn macht :noidea: ...bei völlig Fremden verstehe ich es ja noch. Es ist egal ob es draussen auf Neutralem Boden ist oder zuhause in unserer Wohnung.
Aber generell lass ich ihn von Fremden nicht einfach anfassen, da er halt recht abweisend ist.

Ich habe das Knurren bis jetzt immer sofort unterbunden, aber leztens hat mir jemand gesagt das ich das nicht verbieten darf da es eine natürliche Kommunikation vom Hund ist. Aber wenn ich ehrlich bin finde ich das selber sogar unangenehm wen mein Hund Bekannt anknurrt und denen ist dies sicher auch nicht gerade geheuer.

Was meint ihr zu dieser Situation? Weshalb knurrt er Leute an die er gut kennt? Und was würdet ihr in so einer Situation machen? Ignorieren? Unterbinden? Ablenken?

Bin gespannt wie ihr das seht.

LG

Darcyschatzi

Schnupperdoggie

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2

Montag, 27. Februar 2017, 11:17

Sein Alter wäre noch interessant zu wissen? Je nach dem ist das einfach pubertäre Unsicherheit :) Auch sehen Hunde nur auf 0.4 m scharf, sind also fast blind. Wenn jetzt der Wind schlecht steht weiss er einfach nicht wer da kommt. Meiner hat auch mal meinen Vater angeknurrt, weil er wohl zu schnell auf uns zu lief :angry:
"Man kriegt nicht den Hund den man will, sondern den den man braucht"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Darcyschatzi« (27. Februar 2017, 11:23)


MG1393

Schnupperdoggie

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3

Montag, 27. Februar 2017, 11:28

Oh ja sorry hatte ich ganz vergessen... :biggrin:
Er ist 2 Jahre....also das mit der Unsicherheti kann schon gut sein. Mich verwunderts einfach das er es auch bei Leuten macht die er kennt.

ein gutes Beispiel:

Wenn mein Freund am Wochenende zu mir kommt, gibts zu Begrüssung erstmal knurren und dann ist wieder gut. Dan wenn ich mal grad nicht im selben Raum bin knurrt er ihn auch an. Oder am Abend wenn er auf Toilette geht und an ihm vorbei läuft wird geknurrt....und das obwohl er schon den ganzen Tag bei uns ist.
Das macht er auch bei meinen eltern wen die auf Besuch sind.

Tiesto Lunar

Streunerdoggie

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4

Montag, 27. Februar 2017, 11:30

Ich kenne dies von unserem, aber er knurrt nicht er bellt und dass auch nur 1x dann ist wieder ruhe und er geht auf abstand.
Bis er erwachsen war konnte ihn jeder streicheln, hatte keine angst oder der gleichen.
Zwischen etwa 1- 2 jährig änderte sich dies, indem er von fremden abstand möchte. Zu nahe kommen und zu schnelle kontaktaufnahme ( direkt-verbal ) oder gar gleich anfassen mag er nicht.

Aber was ich komisch finde/nicht kenne, ist dies mit den personen die er kennt?


Wir machen es manchmal so, dass wir personen die der hund kennenlernen soll guzis geben, damit sie den hund füttern können, dann fasst er sehr schnell vertrauen :P


Ich würde es aber nicht durchgehen lassen, dass er personen anknurrt. Also solange er nicht bedrängt wird oder gezwungen wird zu den personen kontakt aufzunehmen, und er somit eig. Keinen grund hat zu knurren.
Ich würde ihn ablenken und belohnen wenn er endspannt oder nicht auf die leute reagiert... Ihn auf abstand halten und wenn er sich ruhig benimmt bestätigen.
Vorallem sollte man dem hund zeigen und klarmachen, dass er nicht zu entscheiden hat wer willkommen ist und wer nicht.


Finde aber auch, dass es normal bei einem wach/schutzhund ist, dass sie gegenüber fremden misstrauisch sind und nicht everybodys darling sind.

Tiesto Lunar

Streunerdoggie

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5

Montag, 27. Februar 2017, 11:33

Den part mit deinem freund würde ich als kontrollieren einortnen...
Macht dein freund etwas mit dem hund?

Aline

Wachdoggie

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6

Montag, 27. Februar 2017, 12:06

Das kann man über den Text unmöglich bewerten, da man jede Situation wieder einzeln und live betrachten müsste. Gründe kann es viele geben. Angst, Schmerzen, Konfliktlösungsstrategie... Knurren würde ich auf jeden Fall ernst nehmen und den Ursachen nachgehen.

MG1393

Schnupperdoggie

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7

Montag, 27. Februar 2017, 12:15

Zuerst dachte ich es währe einfach wenn neue Leute zu uns in die Wohnung auf Besuch kommen, darum habe ich es dann so geregelt das ich neue Leute immer zuerst draussen mit Hund treffe auf Neutralem Boden und sie sich dort kennenlernen können.
Das mit dem Gutzi geben habe ich auch gemacht, aber das vergisst er ganz schnell wieder....

Er knurrt auch nicht nur wenn grad jemand neben an steht sondern auch wenn die Person auf Abstand ist und ihn nur kurz anschaut oder in seine Rcihtung schaut.

Also mein Freund kommt meist mit auf lange Spaziergänge am wochenende und er macht dann immer Suchspiele im wald und solche sachen. Zuhause spielt er abends oft mit ihm.
Er gibt ihm ach mal Futter oder auf die Morgendlichen und abendlichen Pipi runden geht er auch mit ihm alleine.

Ernst nimm ich es auf jedenfall und ich unterbinde es auch immer gleich. Finde es gehört sich einfach nicht bei Leuten die der Hund schon gut kennt.

Anne

Moderatordoggie

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8

Montag, 27. Februar 2017, 12:33

Finde ich extrem schwierig, zu beurteilen.
Grundsätzlich ist Knurren erstmal Ausdruck davon, dass dem Hund etwas nicht passt und er mehr Abstand haben will. Aber woran es liegt, kann total unterschiedliche Gründe haben. Dafür müsste man wohl mehrere solche Situationen live sehen, Ferndiagnose ist da schwierig.
Unsicherheit, Ressourcenverteidigung (die Ressource könntest auch du sein), Territorialverhalten, Kontrollverhalten - welches häufig aus Überforderung zustande kommt (das Gefühl, Verantwortung für eine Situation zu haben) .. X Möglichkeiten, und entsprechend müsste man anders reagieren.

Interessant wäre da vor allem mal, zu sehen, was er denn VOR dem Knurren alles schon zeigt: Beschwichtigungssignale? Ab wann? Wie wird darauf reagiert oder eben nicht? Wie kommen die Fremden und/oder Bekannten auf ihn zu? Schnell, langsam, sprechen Sie ihn an, begrüssen Sie dich überschwänglich? Gibt es einen Unterschied, ob sie dich begrüssen oder einfach an dir vorbeigehen?

Ich denke erstmal in die Richtung:
Vielleicht hätte dein Hund einfach gern ein bisschen mehr Zeit (und Abstand), um neue Leute einzuordnen. Vielleicht braucht er einfach ein bisschen länger, bis er schnallt, wer das ist, bis er warm wird, auch mit Leuten, die er schon kennt (auch wir Menschen kennen das: Manchmal treffen wir jemanden, den wir eigentlich kennen und mit dem wirs auch schon lustig hatten, aber die ersten paar Minuten sind eifach ein bisschen komisch, bis man wieder aufgewärmt ist). Möglicherweise hat er ein paar Mal die Erfahrung gemacht, dass er begrüsst / betatscht / bedrängt (aus seiner Sicht, z.B. Drüberbeugen, sofort streicheln, schon Hand hinhalten, nah herantreten oder ansprechen) wurde, obwohl er eigentlich (über Beschwichtigungssignale wie Kopf abwenden, schlecken, gähnen etc.) kommuniziert hat, dass ihm das grad noch zu viel ist und er noch Abstand möchte (der Abstand, den er braucht, kann dabei viel grösser sein, als du meinst). Also knurrt er jetzt eher, damit ihm diese unangenehme Situation nicht mehr passiert.

Verbiete ihm das Knurren nicht - das kann dazu führen, dass er dann diesen Schritt auslässt und die nächst gröbere Variante wählt, um sich seinen Raum zu verschaffen.
Versuche, die Situation so zu gestalten, dass das Knurren erstmal gar nicht passiert, er also genug Abstand und Zeit hat, damits ihm noch wohl ist. Belohne dann das erwünschte Verhalten (Ruhe, Freundlichkeit, Aufmerksamkeit bei dir). Leute sollen ihn dabei ignorieren. Beobachte ihn gut, versuche ihn zu lesen (Stichwort: Beschwichtigungssignale). Knurrt er doch, hole ihn mit einem positiv aufgebauten, einfachen, super sitzenden Kommando freundlich daraus heraus (Sitz z.B. - wenn du das positiv verstärkt hast) und belohne ihn dafür zB aus der Situation weg (Gutzi wegschmeissen von der Bedrohung). Triffst du Bekannte, zwing ihn nicht heran und sag ihnen, sie sollen ihn ignorieren - auch nicht anstarren, ansprechen oder die Hand freundlich hinhalten, einfach ganz normal sein, als wäre da kein Hund. Zeigt er nettes Verhalten, belohne ihn dafür.

Daheim finde ich wichtig: Knurrt er die Leute an, wenn sie an ihm vorbeigehen (eng?) oder generell, wenn sie sich bewegen? Ersteres wäre für mich eher Unsicherheit (bleib mir fern), zweiteres Kontrollverhalten.
Ist es nur, wenn sie an ihm vorbeigehen: Wird es besser, wenn sie mehr Distanz machen? Sprechen (oder sprachen früher) die Leute den Hund an, oder haben ihm vielleicht beim Vorbeigehen kurz über den Kopf gestreichelt o.ä.? Das könnten wiederum für ihn bedrohliche Situationen sein, ein Bedrängen, dem er mit Calming Signals versucht hat, entgegen zu kommunizieren, die aber ignoriert wurden.

Liegt er in einem engen Gang, in dem man öfters vorbei muss, würde ich ihm diesen Liegeplatz verbieten und stattdessen einen zuweisen, an dem er komplett ungestört sein kann und an dem man auch nicht vorbeigeht. Ich bin sonst der Meinung, ein Hund soll seinen Liegeplatz selber wählen dürfen - in der Situation denke ich aber, könntest du damit helfen und ihm die Verantwortung für die Situation abnehmen. Baue einen ungestörten Liegeplatz positiv auf und schicke ihn dahin zum Liegen. Und falls ihr das nicht schon tut: Ignoriert den Hund daheim viel, nicht ständig ansprechen, streicheln etc. Und eben: Sehr gut beobachten, auch daheim immer mal wieder, schau hin, wenn dein Freund zB an ihm vorbeigeht: Wie viel früher zeigt er Calming Signals oder evtl Bedrohungszeichen, und was für welche? Achtet auf die hündische Kommunikation und respektiert diese.

Aber eben - das ist mal aus der Vermutung heraus, dass es Unsicherheit ist, die durch schlechte Erfahrungen (Bedrängen) verstärkt wurde.
Es könnte aber auch Ressourcenverteidigung (du) oder Kontrollverhalten (Überforderung, Verantwortung für die Situation) sein, oder ganz etwas anderes. Und entsprechend müsste man dann anders reagieren. Die obengenannten Sachen wäre aber so ein fernbeurteilter Erstversuch, der aber deine ganz genaue Beobachtung erfordert. Absolut mit dem Hinweis, dass es nicht das SEIN MUSS, sondern das Problem auch woanders liegen könnte. Das ist dann vermutlich auch nicht nru situativ, sondern auch im ganzen Wesen des Hundes und deinem Umgang mit ihm zu sehen. Dafür müsste man viel mehr wissen, wie er so ist und wie du bist mit ihm. Das ist nur aus Beschreibung nicht ersichtlich - möglicherweise entgeht dir nämlich auch vieles.

Und es kann auch sein, dass du vieles davon schon machst, in dem Fall nicht angegriffen fühlen ;) Ich hab einfach mal aufgeschrieben, ich kenn dich und deinen Umgang und deine Gewohnheiten mit ihm ja nicht ;) Und ich will dir ganz sicher nicht vorwerfen, dass du etwas falsch machst - ich weiss es schlichtweg nicht. Ich stelle oben nur Vermutungen an.
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MG1393

Schnupperdoggie

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9

Montag, 27. Februar 2017, 12:52

Ja es ist das es sehr schwer zu beurteilen ist. Generell sag ich immer das sie meinen Hund am anfang ignorieren sollen, aber auch das Hilft meist nicht. Dann geht er von sich aus zu der Person schnuppert kurz und fängt an zu knurren, es besteht weder augenkontakt weder hat die andere Person die aufmerksamkeit auf dem Hund. Ich vermute dases meistens Ressourcenverteidigung ist also mich.

Man merkt bei ihm schon extrem das er einen sehr hohen wach und schutztrieb hat, auch wenn wir zuhause sind und er liegt auf seinem Schlafplatz, kaum bewegt man sich muss er schauen was los ist, also hebt den kopf oder macht die augen auf.
Beschwichtigungssignale kann ich keine Feststellen, es ist immer so er geht zu den Leuten von alleine und fängt an zu knurren oder wenn die Leute auf ihn zu kommen knurrt er auch gleich in der Position in der er gerade ist.

Ich versuche ihm zu hause auch nicht zu viel aufmerksamkeit zu schenken und das ständige hinterherlaufen in der Wohnung habe ich auch untersagt, da ich nicht will das er zu sehr auf mich fixiert ist...also ich denke ihr wisst was ich meine, kann das nicht so gut beschreiben :biggrin:

Ich hole ihn auch meist mit einem Kommando aus dem Knurren raus, meist sag ich ihm er soll Sitzen und dan gibts ein Leckerli. Was auch immer gut klappt.

Ich werd das auf jedenfall auch noch mit meinem Trainer anschauen, was er dazu meint. Da ich es wirklich das gebe ich zu nicht immer einschätzen kann und ich will auch nicht das dann auch noch irgendwann mal noch was passiert

Tabasco

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10

Montag, 27. Februar 2017, 13:14

Also wenn er von sich aus zu den Menschen geht und dann knurrt, finde ich das - ehrlich gesagt - bedenklich. Da würden bei mir wirklich die Alarmglocken läuten, und ich würde dies schnellstens mit einem (mit dieser Rasse erfahrenen!) Trainer anschauen.

Xanthippe

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11

Montag, 27. Februar 2017, 13:21

Das hätte ich auch geraten, hol dir einen guten Hzndetrainer der sich das mal vor Ort anschaut. So auf die Entfernung ist es immer schwer und ich finde die Sache ehrlich gesagt zu heikel um da lange rumzudoktorn.

Anne

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12

Montag, 27. Februar 2017, 13:31

Ja, in dem Fall würde ich auch unbedingt mit einem fähigen Trainer schauen. Und zwar nicht auf dem Hundeplatz, sondern wirklich bei dir, in den spezifischen Situationen. Da würde ich nicht lange warten.
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MG1393

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13

Montag, 27. Februar 2017, 13:54

Ich habe diese Woche wieder Einzellektionen mit meinem Trainer (der sehr Akita erfahren ist) und werde das mit ihm anschauen.
Wir sind eh selten auf dem Hundeplatz da ich Einzellektionen viel besser finde, da kann man direkt an einem Arbeiten.

Ellu

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14

Montag, 27. Februar 2017, 15:45

Zuerst einmal kannst du wirklich froh sein, dass dein Hund knurrt. Das zeigt ja schon mal, dass er sein Unwohlsein korrekt kommuniziert und den Konflikt umgehen will (was auch immer den Konflikt für ihn darstellt). Es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten für einen Hund seiner Umwelt mitzuteilen, dass etwas für ihn nicht stimmt und Knurren ist eine davon. Ein paar andere haben’s ja auch schon angesprochen, wäre interessant zu sehen was er vor dem Knurren bereits für Signale gibt. Versteifen, Kopf abwenden, hinter dich gehen, aus dem Seitenwinkel beobachten etc. Wenn du ihm das Knurren verbietest könnte es gut sein, dass er lernt nicht zu knurren aber dass du dann nicht merkst wann er sich unwohl fühlt und er dann zu konkreteren Signalen greift: Warnschnappen, Schnappen, „nach vorne gehen“ etc.

Ich würde das Knurren auf keinen Fall unterbinden. Wenn er schon knurrt dann reagierst du darauf, in dem du ihn aus der Situation nimmst. Besser ist aber immer zu agieren und nicht zu reagieren :-D Also herausfinden wieso er knurrt und dann schon im Vornherein Alternativen aufzeigen.

Meine Hündin knurrt z.B. zuhause wenn ihr Futter in der Küche steht und wir nicht so bekannte Besucher haben. Das umgehen wir jetzt einfach indem sie vorher ihr Futter bekommt. Sie mag aber z.B. auch keine fremden Männer oder hat manchmal das Gefühl die Verantwortung für unser „Territorium“ zu tragen, da hat es uns geholfen sie sofort beim Klingeln in die Box zu schicken und dort bleibt sie bis der Besuch sitzt und schon etwas zu trinken bekommen hat. Dann hatte sie genug Zeit um zu sehen wer da hereingekommen ist und dass wir die Situation im Griff haben. Danach darf sie raus und für sie ist es damit ok.

Ich finde es gut, dass du mit dem Trainer ja schon einen Termin hast. Manchmal sieht man die Situation zuhause gar nicht mehr und da hilft ein Blick von aussen sehr. Es können ja auch ganz kleine Dinge sein die man selbst übersieht. Bin gespannt was euer Trainer dazu sagt!
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Psovaya Borzaya

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Montag, 27. Februar 2017, 22:28

Und was würdet ihr in so einer Situation machen? Ignorieren? Unterbinden? Ablenken?

Bin gespannt wie ihr das seht.


ich kann einzig dazu etwas sagen: nein, sicher nicht ignorieren oder ablenken. ich gehör zu der fraktion die es nicht toleriert dass die hunde irgendwelche menschen anknurren, egal ob fremd (freund schon dreimal nicht) oder mich oder wen auch immer. meine älteste hündin kam mit ins pflegeheim, da wär sowas absolut nicht tolerierbar sein.
aber ich weiss, dass ich da ein exot bin. meine hunde lieben alles was zwei beine hat und da kann ich das auch getrost verlangen. ich möchte einfach nicht, dass unterwegs zb. kinder plötzlich herankommen oder auch mal erwachsene die nicht sehr weit denken und hund knurrt oder geht gar nach vorne. den ärger in der heutigen zeit will ich mir ersparen. meine rassen sind da zum glück auch sehr einfach.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Anne

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16

Dienstag, 28. Februar 2017, 09:59

Was heisst den für dich, du würdest das nie und nimmer tolerieren? Wir würdest du es denn unterbinden? Bestrafen? Wie?

Ich würde es auch nicht tolerieren - deswegen würde ich ja umlenken (nicht ABlenken, UMlenken) über ein gut sitzendes Kommando, und das dann WEG vom Reiz belohnen. Das nennt sich Verhaltensunterbrecher ;) mit Angebot von Alternativverhalten. Und eben, ich würde versuchen, die Situationen so anzugehen, dass sie für den Hund tragbar werden (nicht: Die Situationen meiden! Sondern: Die Situationen so gestalten, dass der Hund nicht ins knurren kommt (mehr Abstand, mehr Zeit, nicht einfach mal hingehen lassen).

Und ich würde übrigens auch nicht das Knurren ignorieren, sondern den Hund, bevor er knurrt. Falls das oben missverständlich war.
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Gimp

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17

Dienstag, 28. Februar 2017, 12:57

Falls das noch nicht gesagt wurde: möglicherweise erblindet er und erkennt dadurch sein gegenüber nicht mehr richtig.
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Wer die Menschen kennenlernt, wird seine Liebe lieber den Tieren schenken.
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als ein Mensch mit stundenlangem Gerede.
und bitte: Jeans "hudeln" ist keine Liebesbekundung. :bruell:

MG1393

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18

Dienstag, 28. Februar 2017, 13:02

Also in der zwischen Zeit bis ich beim Trainer war löse ich es so das wenn wir zuhause sind er einfach auf seinen Platz muss wenn mein Freund kommt und bis er mekrt das er jetzt da ist und dazugehört.
Fremden sage ich sowiso nicht anfassen und sollte er doch mal knurren lass ich ihn sitz machen um davon umzulenken.

Die Trainerin die ich jetzt noch gefunden habe die hat mir gesagt das sie viele Akitas hatt mit dem selben Problem und sie da viel Erfahrung hat. Also bin ich da positiv eingestellt das wir das auch noch hinbekommen.

Wegen erblindung denke ich nicht....ist ärztlich erst gerade alles kontrolliert worden und das würd ich auch in anderen situationen merken wenn er was an den augen hätte.

Rusty

Schnupperdoggie

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19

Dienstag, 28. Februar 2017, 18:33

Ich finds toll dass Du mit einer Trainerin arbeitest welche sich mit der Rasse auskennt, da es sich hier um ein normales, rassespezifisches Verhalten handelt.

Viel Erfolg.:)

MG1393

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20

Dienstag, 28. Februar 2017, 22:04

Ja das ist mir auch sehr wichtig, das sich ein Trainer mit der Rasse auch auskennt.
Leider war es nicht einfach für mich eine Hundeschule / Trainer zu finden welcher uns unterstüzt und sich mit den eigenarten des Akitas auskennt und diese auch berüksichtigt.
Aber wenn mal man jemanden gefunden hat dann gibt es nichts anderes mehr und es entwickeln sich immer super freundschaften.