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Chiara

Alphadoggie

  • »Chiara« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 849

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1

Montag, 20. März 2017, 05:37

Ab welchem Alter wieviel arbeiten?

Guten Morgen zusammen

Mich nimmt jetzt mal etwas wunder, zwar überhaupt nicht, weil ich denke, ich mache zuviel mit Scar, sondern weil ich es oft höre.

Ich höre so oft, dass Scar ja noch ein Junghund ist, warum trainier ich dies oder jenes schon mit ihm? Warum muss er dass schon richtig machen? Etc. Auch Gestern am Revieraufbau-Kurs kam jemand und meinte, mit seinem 10Monate alten Hund würde er das noch nicht machen, auch hier wurde mir ja schon gesagt, er sei ja noch so jung, muss er das schon perfekt können?

Ich frag mich, anhand von was macht ihr das fest? Ich finde das teilweise wirklich auch frech, ich meine ICH kenne meinen Hund und weiss, was er aushält. Ich weiss auch, dass mein Hund die Arbeit braucht.
Manchmal hab ich das Gefühl, man sollte mit seinem Hund am Besten bis 2Jährig gar nix machen, oder am Besten nur etwas, sonst würde es ihn ja überfordern...
Wie seht ihr das? Ich finde durchaus, man kann mit einem jungen Hund schon dies oder jenes Trainieren, in kurzen Sequenzen und natürlich die Schwirigkeit angepasst, aber man darf es auch korrekt verlangen.

Jetzt ihr :d

Bello

Schnupperdoggie

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2

Montag, 20. März 2017, 07:45

Hallo

mein Murphy ist knapp 5 Mte alt und wir machen täglich was. Er soll ja nicht nur planlos im Haus oder Garten rum rennen und sich langweilen.

Abe, wie du schon sagst, alles ihm angepasst. "Sitz" ķonnte er ganz schnell. Da arbeitete ich erst daran, dass er es nicht selber auflöst, dann, als das klappte, entferne ich mich immer weitet von ihm weg. Also, so als Beispiel.

Er kennt auch schon recht lange sein "Spielkommando" , kann Platz (aber noch nicht mit lange liegen bleiben) weiss was er darf, was nicht, in Bezug von Schuhen im Gang sein lassen etc.. Free shapen hab ich angefangen etc. etc.

alles in kurzen Sequenzen, abwechselnd mit Spielen, zerren, suchen. Er will auch sehr gerne was tun.

Und - Ruhen hat er auch gelernt, bzw. lernt er immer noch :) ist für mich ganz wichtig, dass er genug Ruhe bekommt. Er schraubt sich manchmal so hoch, dass er sich nicht "freiwillig" ausruhen würde, wie so mancher Hund.

Also wenn man 2 Jahre nichts machen würde.....???

So neben bei: die Erziehung fängt doch mit dem ersten Tag an, wo man das Welpi nach hause holt. Der braucht doch einen "Rahmen" um sich zurecht finden zu können. Also bei uns läuft es gut, so wie ich mir es in etwa vorstelle. Und keine Angst, meine Hunde dürfen auch gaaaanz oft "nur" Hund sein. :zwinker:
Liebe Grüsse Isa

Disney92

Schnupperdoggie

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3

Montag, 20. März 2017, 07:52

Disney habe ich mit 18 Monaten übernommen und sogleich im BH und Agility angefangen zu arbeiten.
Ayden kam als Welpe mit 13 Wochen zu uns. Er hat mit ca. 7 Monaten im Welpen-Agility-Aufbau angefangen, mit 1 Jahr waren schon Sprünge dabei und dann wurde kontinuierlich gesteigert. Mittlerweile ist er 21 Monate und läuft ganze Parcours. Grundsätzlich wollte ich mit ihm nicht so früh beginnen, aber der Kurs in meiner HuSchu hatte da begonnen und das Training wurde für ihn angepasst. Er ist auch ein kleiner Workaholic und solange es ihm Spass macht, finde ich da nichts schlechtes dabei (vorausgesetzt seine Gesundheit leidet nicht darunter).

Nickquenim

Alphadoggie

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4

Montag, 20. März 2017, 07:53

Es gibt immer Leute, die meinen alles besser zu wissen. Solange die Arbeit dem Wachstum angepasst ist, sollte man ja arbeiten. Scar ist -wenn ich es richtig im Kopf habe- aus einer Leistungslinie. Der braucht Arbeit :smile: .
2 Jahre nix machen? Ja klar, ich will meine Wohnung in ein 1.Augustfeuerhaufen verwandeln lassen :biggrin:

catba

Alphadoggie

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Doggie(s): Lagotto "Ghiro" / Mudi "Dix"

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5

Montag, 20. März 2017, 08:24

Erziehung ist wichtig, wobei mir bei einem Welpen/Junghund, der Grundgehorsam wichtiger wäre, als irgend welche Sportbereichsachen :nicken: auch wäre mir ganz viel Ruhe wichtig und das ein Welpe/Junghund auch noch "Kind" sein darf...

cindy

Admindoggie

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Doggie(s): Cockerspaniel Rüde Charly und im Herzen für immer Cindy

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6

Montag, 20. März 2017, 08:45

Mir wäre es sehr wichtig das ein Welpe/Junghund zuerst den Altagssituationen lernt und viel Ruhe.Auch kann man LANGSAM einzelne Übungen von einer Hundesportart aufbauen. ABER nicht vergessen es ist ein Kindergartenkind und nicht schon im Gymi :biggrin: Ach höre ich immer wieder, er odrr sie ist aus der Leistungslinie. Ja und jetzt? Auch diese Hunde sind Welpen und Junghunde und auch diese Hunde müssen mein Meinung nach nicht schon im ersten Lebensjahr schon vieles können.
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

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cindy

Admindoggie

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7

Montag, 20. März 2017, 09:47

Ach ja, manchmal habe ich das Gefühl das auch bei Hunden, wie bei Kindern, einfach vom einten extrem (zu wenig machen) bis zum anderen extrem (zu viel machen) ist und das mittel Maas einfach ignoriert wird.
Was ist ein gutes Mittel Maas? Ich denke das man sein Ego zurück schrauben soll und schauen soll, was will mein Hund ohne das ich schon von Anfang an ihn beeinflusse, mit Übungen oder nur schon mit der Stimme und Körpersprache, sondern einfach mal den Hund beobachten.
Denn, will das der Hund wirklich, was wir wollen? oder wäre er mit weniger glücklicher/bessser dran? Das kann, meiner Meinung nach, nur der Besitzer rausfinden, in dem er/sie wirklich mal in sich reinhört und eben, den Hund beobachtet.
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

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Nickquenim

Alphadoggie

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8

Montag, 20. März 2017, 09:55

Ach höre ich immer wieder, er odrr sie ist aus der Leistungslinie. Ja und jetzt? Auch diese Hunde sind Welpen und Junghunde und auch diese Hunde müssen mein Meinung nach nicht schon im ersten Lebensjahr schon vieles können.
Müssen nicht. Aber meine Erfahrung mit Leistungslinien ist halt schon so, dass sie ausgelastet sein wollen. Und da ich z.B. mit Chess noch bicht weiss ich wie weit spazieren gehen kann, gibts halt Kopfarbeit. Und was ist daran falsch, wenn man diese in die Richtung Sport lenkt, in der man später Arbeiten will?
Hootch hingegen ist ein ganz anderer Hund, dem reicht es, wenn wir 2x am Tag spazieren gehen und er schnüffeln kann.
Also würde ich das von Hund zu Hund unterscheiden.
Meine Hunde dürfen immer auch Hund sein. Ach ja, und In den Alltag integrieren nenne ich Arbeit ;)

Larson

Schnupperdoggie

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9

Montag, 20. März 2017, 10:05

Welches Gefühl selber hattest du denn bei dem Revieraufbau-Kurs? Hatte er eine sehr grosse Erwartungshaltung mit häufigen Uebersprungshandlungen, dass du darauf angesprochen wurdest?

Ich nehme mal an dass der Kurs über den ganzen Tag war?

Mit 10 Monaten einen ganzen Tag ist schon eher lang für so einen jungen Hund. Die Aufnahmefähigkeit und Konzentration ist einfach noch nicht so lange wie für einen älteren Hund.

Ich pers. würde heute im ersten Lebensjahr mit einem Hund aus AL wie ich ihn auch habe nicht mehr alles so machen, sprich viel weniger und mich auf etwas konzentrieren. Entweder BH oder Dummy und erst dann evtl. noch eine zweite Sparte dazu...

So machte ich doch fast täglich etwas, wenn auch nur kurze Sequenzen, was aber schon Zuviel sein kann je nach Hund. Sie bieten sich immer an und die Versuchung ist gross ein bisschen mehr zu machen! ;)

Ich kann dir keinen Rat geben, würde mich aber an die erfahrenen HH halten welche die Rasse und Linie gut kennen halten und da nach einer Meinung fragen welche euch auch beim Arbeiten und Alltag sehen :smile:

cindy

Admindoggie

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10

Montag, 20. März 2017, 10:08

Eine Frage hätte ich an euch mit Hunden aus der Leistungszucht.

Warum soll ein Hund im zarten Alter bis 1 1/2 Jährig schon an verschiedene Übungen von verschiedenen Hundesportarten aufgebaut werden? Wäre es da nicht Sinnvoll sich mal in diesem zarten Alter des Hundes, sich auf eine Sportart und Stufe 1 zu konzentrieren und diese zu perfektionieren? Und wenn das dann klappt mit ca. 1 bis 1 1/2 Jährig dann weiter zu gehen mit den Übungen oder halt auch eine 2 Sportart aufbauen?
Denn wie du schreibst Nickquenim

Zitat

Ach ja, und In den Alltag integrieren nenne ich Arbeit
ist doch auch Arbeit, da sehe ich echt nicht ein, dass ein Welpe/Junghund dann noch x Übungen von verschiedenen Hundesportarten auch noch lernen soll. Ich spreche hier ganz klar von Welpen/Junghunden :smile:
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

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Anne

Moderatordoggie

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11

Montag, 20. März 2017, 10:15

Finde ebenfalls, dass da von Hund zu Hund verschieden ist. Persönlich bin ich auch kein Fan davon, einen Hund früh schon in eine Richtung zu pushen, aber ich finde, solange man Alltagsgehorsam, Ruhe und Weltentdecken nicht zu kurz kommen lässt, ist es in angepassten (!) Sequenzen und Schwierigkeitsgrad völlig in Ordnung, auch einen jungen Hund schon an einen Sport heranzuführen.

Ich sehe halt einfach, dass es dann schon schnell mal darauf hinausläuft, dass man Grundgehorsam und Alltagstraining hinten an stellt, weil zielgerichtetes Arbeiten am Sport irgendwie mehr Spass macht (grad mit einem schaffigen Hund), oder dass man die Grenze überschreitet zwischen "genug" und "zuviel". Der Mensch hat halt schon etwas die Tendenz, immer mehr zu wollen.

Und das Argument "ich kenne ja meinen Hund" finde ich nur bedingt gültig ;) Im besten Fall kennt man seinen Hund und sieht tatsächlich, wenns zuviel ist, aber in ganz vielen Fällen ist es leider nicht so, respektive "ich kenne meinen Hund" wird dann benutzt als Ausrede, wieso zuviel okay ist. Und was man auch nicht unterschätzen darf, ist die Pubertät - was da alles nochmal passiert im Kopf. In dieser Zeit ist es einfach unabdingbar, nochmal geduldig und konsequent an Alltagssachen zu schrauben. Wer diese Phasen erkennen kann, und dort vielleicht den Sport etwas zurückstellt gegenüber Alltagsgeneralisierung, wird später kein Problem bekommen - es gibt aber genug Leute, die dann finden "so, das kann er jetzt aber" - und nachher zwar einen tollen Platztrottel im Obedience haben, weil das während der Pubertät aus dem EffEff generalisiert wurde, aber dafür plötzlich draussen ein Unsicherheitsproblem haben oder einen schlecht sitzenden Grundgehorsam.

Aber klar, ich finde es durchaus möglich, einen Hund auch früher schon an Übungen aus dem Sport heranzuführen. Einfach angepasst und ohne falschen Ehrgeiz. Schafft man das, ist doch gut.
Mir persönlich ist dabei halt die Vielseitigkeit des Hundes wahnsinnig wichtig - habe mit dem Aussie aber auch eine Rasse, die halt einfach wahnsinnig vielseitig ist. Für mich käme es deshalb nie in Frage, mich sehr früh auf einen Sport zu konzentrieren, aber durchaus, angepasste Beschäftigung aus verschiedensten Richtungen einfliessen zu lassen. Dabei steht für mich aber Grundgehorsam und Alltagstraining IMMER im Vordergrund und werde ich mit einem nächsten Hund wieder bis nach der Pubertät in einer guten HuSchu besuchen - allenfalls dann auch als Ergänzung zu einem "richtigen" Sport, das wohl aber erst ab ca. einjährig (weil ich schlichtweg finde, dass es vorher schon X coole Übungen gibt aus allen möglichen Richtungen, die man auch selber erarbeiten kann ;) - ich habe aber auch nicht wirklich den Ehrgeiz, einen Sport unbedingt "richtig" und prüfungsreif auszuführen, bin nicht eine, die sich unbedingt messen muss)
We think it's a dog's inalienable right to get dirty.

Husky92

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12

Montag, 20. März 2017, 10:22

Finde ebenfalls, dass da von Hund zu Hund verschieden ist. Persönlich bin ich auch kein Fan davon, einen Hund früh schon in eine Richtung zu pushen, aber ich finde, solange man Alltagsgehorsam, Ruhe und Weltentdecken nicht zu kurz kommen lässt, ist es in angepassten (!) Sequenzen und Schwierigkeitsgrad völlig in Ordnung, auch einen jungen Hund schon an einen Sport heranzuführen.

Ich sehe halt einfach, dass es dann schon schnell mal darauf hinausläuft, dass man Grundgehorsam und Alltagstraining hinten an stellt, weil zielgerichtetes Arbeiten am Sport irgendwie mehr Spass macht (grad mit einem schaffigen Hund), oder dass man die Grenze überschreitet zwischen "genug" und "zuviel". Der Mensch hat halt schon etwas die Tendenz, immer mehr zu wollen.

Und das Argument "ich kenne ja meinen Hund" finde ich nur bedingt gültig ;) Im besten Fall kennt man seinen Hund und sieht tatsächlich, wenns zuviel ist, aber in ganz vielen Fällen ist es leider nicht so, respektive "ich kenne meinen Hund" wird dann benutzt als Ausrede, wieso zuviel okay ist. Und was man auch nicht unterschätzen darf, ist die Pubertät - was da alles nochmal passiert im Kopf. In dieser Zeit ist es einfach unabdingbar, nochmal geduldig und konsequent an Alltagssachen zu schrauben. Wer diese Phasen erkennen kann, und dort vielleicht den Sport etwas zurückstellt gegenüber Alltagsgeneralisierung, wird später kein Problem bekommen - es gibt aber genug Leute, die dann finden "so, das kann er jetzt aber" - und nachher zwar einen tollen Platztrottel im Obedience haben, weil das während der Pubertät aus dem EffEff generalisiert wurde, aber dafür plötzlich draussen ein Unsicherheitsproblem haben oder einen schlecht sitzenden Grundgehorsam.

Aber klar, ich finde es durchaus möglich, einen Hund auch früher schon an Übungen aus dem Sport heranzuführen. Einfach angepasst und ohne falschen Ehrgeiz. Schafft man das, ist doch gut.
Mir persönlich ist dabei halt die Vielseitigkeit des Hundes wahnsinnig wichtig - habe mit dem Aussie aber auch eine Rasse, die halt einfach wahnsinnig vielseitig ist. Für mich käme es deshalb nie in Frage, mich sehr früh auf einen Sport zu konzentrieren, aber durchaus, angepasste Beschäftigung aus verschiedensten Richtungen einfliessen zu lassen. Dabei steht für mich aber Grundgehorsam und Alltagstraining IMMER im Vordergrund und werde ich mit einem nächsten Hund wieder bis nach der Pubertät in einer guten HuSchu besuchen - allenfalls dann auch als Ergänzung zu einem "richtigen" Sport, das wohl aber erst ab ca. einjährig (weil ich schlichtweg finde, dass es vorher schon X coole Übungen gibt aus allen möglichen Richtungen, die man auch selber erarbeiten kann ;) - ich habe aber auch nicht wirklich den Ehrgeiz, einen Sport unbedingt "richtig" und prüfungsreif auszuführen, bin nicht eine, die sich unbedingt messen muss)

Dem schliesse ich mich vollkommen an :good:

Larson

Schnupperdoggie

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13

Montag, 20. März 2017, 10:23

@Cindy, ja einen korrekten Aufbau in einer Sparte im ersten Jahr oder noch länger würde ich heute auch so machen. Mit dem anderen was im Alltag alles noch zu lernen und erleben ist reicht das. Auch dass mal mehrere Tage am Stück "nichts" läuft scheint mir sehr wichtig.

cindy

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14

Montag, 20. März 2017, 10:30

Ehrlich, was mich noch sehr bedenklich stimmt, ist, das es in der heutigen Zeit ja sooo vieeeele neue Hundesportarten und auch viele verschiedene Hundeübungen usw. gibt, dass man lieber vieles in einen Jungenhund quetschen muss, weil man vielleicht das Gefühl hat, das diese Rasse/dieser Leistungshund das locker kann und will.
Neee denke ich nicht, da die meisten oder sogar alle Rassenhunde für eine Aufgabe gezüchtet wurden oder sehe ich das falsch?
Ist da nicht wieder der Mensch der viele Abwechslung haben will in der Hundeausbildung und der Hund würde sich mit einem zufrieden geben?
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

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catba

Alphadoggie

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15

Montag, 20. März 2017, 10:37

Finde ebenfalls, dass da von Hund zu Hund verschieden ist. Persönlich bin ich auch kein Fan davon, einen Hund früh schon in eine Richtung zu pushen, aber ich finde, solange man Alltagsgehorsam, Ruhe und Weltentdecken nicht zu kurz kommen lässt, ist es in angepassten (!) Sequenzen und Schwierigkeitsgrad völlig in Ordnung, auch einen jungen Hund schon an einen Sport heranzuführen.

Ich sehe halt einfach, dass es dann schon schnell mal darauf hinausläuft, dass man Grundgehorsam und Alltagstraining hinten an stellt, weil zielgerichtetes Arbeiten am Sport irgendwie mehr Spass macht (grad mit einem schaffigen Hund), oder dass man die Grenze überschreitet zwischen "genug" und "zuviel". Der Mensch hat halt schon etwas die Tendenz, immer mehr zu wollen.

Und das Argument "ich kenne ja meinen Hund" finde ich nur bedingt gültig ;) Im besten Fall kennt man seinen Hund und sieht tatsächlich, wenns zuviel ist, aber in ganz vielen Fällen ist es leider nicht so, respektive "ich kenne meinen Hund" wird dann benutzt als Ausrede, wieso zuviel okay ist. Und was man auch nicht unterschätzen darf, ist die Pubertät - was da alles nochmal passiert im Kopf. In dieser Zeit ist es einfach unabdingbar, nochmal geduldig und konsequent an Alltagssachen zu schrauben. Wer diese Phasen erkennen kann, und dort vielleicht den Sport etwas zurückstellt gegenüber Alltagsgeneralisierung, wird später kein Problem bekommen - es gibt aber genug Leute, die dann finden "so, das kann er jetzt aber" - und nachher zwar einen tollen Platztrottel im Obedience haben, weil das während der Pubertät aus dem EffEff generalisiert wurde, aber dafür plötzlich draussen ein Unsicherheitsproblem haben oder einen schlecht sitzenden Grundgehorsam.

Aber klar, ich finde es durchaus möglich, einen Hund auch früher schon an Übungen aus dem Sport heranzuführen. Einfach angepasst und ohne falschen Ehrgeiz. Schafft man das, ist doch gut.
Mir persönlich ist dabei halt die Vielseitigkeit des Hundes wahnsinnig wichtig - habe mit dem Aussie aber auch eine Rasse, die halt einfach wahnsinnig vielseitig ist. Für mich käme es deshalb nie in Frage, mich sehr früh auf einen Sport zu konzentrieren, aber durchaus, angepasste Beschäftigung aus verschiedensten Richtungen einfliessen zu lassen. Dabei steht für mich aber Grundgehorsam und Alltagstraining IMMER im Vordergrund und werde ich mit einem nächsten Hund wieder bis nach der Pubertät in einer guten HuSchu besuchen - allenfalls dann auch als Ergänzung zu einem "richtigen" Sport, das wohl aber erst ab ca. einjährig (weil ich schlichtweg finde, dass es vorher schon X coole Übungen gibt aus allen möglichen Richtungen, die man auch selber erarbeiten kann ;) - ich habe aber auch nicht wirklich den Ehrgeiz, einen Sport unbedingt "richtig" und prüfungsreif auszuführen, bin nicht eine, die sich unbedingt messen muss)


Daumen hoch Anne, gut geschrieben :good:

Anne

Moderatordoggie

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16

Montag, 20. März 2017, 10:44

Neee denke ich nicht, da die meisten oder sogar alle Rassenhunde für eine Aufgabe gezüchtet wurden oder sehe ich das falsch?
Ist da nicht wieder der Mensch der viele Abwechslung haben will in der Hundeausbildung und der Hund würde sich mit einem zufrieden geben?


Aus eigener Erfahrung: Mairin schätzt die Abwechslung definitiv und ist mit sehr viel Begeisterung bei unterschiedlichen Sachen dabei, während sie auf Dauer bei einem einzigen Sport eher abhänkt. Sie lernt auch sehr gern neue Sachen und ist da mit Eifer bei der Sache. Ich finde, die Abwechslung hält einen Hund auch fit im Kopf (wie beim Menschen auch) und hält ihn flexibel, interessiert und eben vielseitig - mit einem Hund, der sich gewohnt ist, dass immer mal wieder eine neue Aufgabe kommt, sind dann eben neue Situationen (auch Alltagssituationen) generell weniger ein Problem als mit einem "festgefahrenen" Gewohnheitstier.

Allerdings möchte ich anmerken, dass vielseitige Auslastung nicht zu verwechseln ist mit MEHR Auslastung. Mairin hatte +/- immer etwa gleich viel Beschäftigung pro Woche, einfach unterschiedlicher Art. Manchmal baute ich auf dem Spaziergang halt eher sportliche Übungen ein, dann wieder eher Nasenarbeit oder Grundgehorsam. Auch die Trainings: Es waren immer 2 bis 3 pro Woche, eins davon immer Alltagstraining, und dann halt entweder Agility oder Obedience oder Longieren oder Frisbee oder oder. ODER, nicht UND. Das geht sehr gut, wenn man keinen Sport prüfungsmässig laufen will. Das ergibt dann natürlich einen Breitensportler, keinen Spitzensportler.

In mehreren Sports an der Spitze zu laufen halte ich ebenfalls für sehr schwierig und nicht unbedingt nötig. Es gibt sicher Exemplare, die einem das halt einfach "schenken" und mit denen das ohne Defizite möglich ist, aber bei den allermeisten halte ich das eher für unwahrscheinlich und ginge dann eben einher mit sehr viel Training und sehr wenig Ruhe.

Aber generell denke ich schon, dass eigentlich jeder Hund die Abwechslung schätzt.
Noch von wegen Zuchtziel: Die Hunde sind ja deswegen dann keine Maschinen, die nur noch dafür zu brauchen sind ;) Hunde sind in erster Linie mal flexible, intelligente Lebewesen ;) Sonst kämen sie ja mit unserer völlig entfremdeten Art, sie zu halten, überhaupt nicht klar ;) Klar gibt das Zuchtziel etwa vor, wofür sie vllt eher zu brauchen sind, aber auf einen Hundesport ist ja (noch fast) keine Rasse selektioniert (schreibe "noch fast", weil ichs beim Border langsam diskutabel finde ;)).
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Larson

Schnupperdoggie

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17

Montag, 20. März 2017, 10:52

Super geschrieben Anne :good:

Nickquenim

Alphadoggie

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18

Montag, 20. März 2017, 11:10

Chess liebt die Abwechslung gem. dem was ich bisher von ihr gesehen habe und gem. Aussagen der Züchterin.
Hootch ist eher ein Gewohnheitstier und hats am liebsten, wenn alles immer gleich abläuft. Alles andere stresst ihn.

Anne, gut geschrieben.
@Cindy: eigentlich ists egal ob LZ oder nicht. Jeder Hund ist anders und ich finde, man muss die Geschwindigkeit vom lernen an den Hund anpassen. Ja, nicht zuviel auf einmal wollen ist wichtig. Meine hat z.B. jetzt gerade Zwangsruhe. :-). Und ja, weniger ist manchmal mehr, aber es kann eben auch zu wenig sein.
Ich habe sicher mein Wunschziel mit Chess und genau danach habe ich sie auch ausgesucht mir der Züchterin zusammen. Aber schlussendlich ist das eigentliche Ziel ist unser Weg. Und ich glaube an Geduld sollte es mir nicht fehlen. Seit ich Hootch habe ist Geduld mein zweiter Vorname :biggrin:

perrolina

Schnupperdoggie

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19

Montag, 20. März 2017, 11:17

Welches Gefühl selber hattest du denn bei dem Revieraufbau-Kurs? Hatte er eine sehr grosse Erwartungshaltung mit häufigen Uebersprungshandlungen, dass du darauf angesprochen wurdest?

Ich nehme mal an dass der Kurs über den ganzen Tag war?

Mit 10 Monaten einen ganzen Tag ist schon eher lang für so einen jungen Hund. Die Aufnahmefähigkeit und Konzentration ist einfach noch nicht so lange wie für einen älteren Hund.

Ich pers. würde heute im ersten Lebensjahr mit einem Hund aus AL wie ich ihn auch habe nicht mehr alles so machen, sprich viel weniger und mich auf etwas konzentrieren. Entweder BH oder Dummy und erst dann evtl. noch eine zweite Sparte dazu...

So machte ich doch fast täglich etwas, wenn auch nur kurze Sequenzen, was aber schon Zuviel sein kann je nach Hund. Sie bieten sich immer an und die Versuchung ist gross ein bisschen mehr zu machen! ;)

Ich kann dir keinen Rat geben, würde mich aber an die erfahrenen HH halten welche die Rasse und Linie gut kennen halten und da nach einer Meinung fragen welche euch auch beim Arbeiten und Alltag sehen :smile:

:thumbsup: bin voll deiner Meinung.

Ich habe ja auch eine sehr arbeitswillige Rasse (auch wenn die hierzulande niemand kennt...) und natürlich ist man versucht, dauernd was zu machen mit den Zwergen, weil die wollen ja und die bieten es an. Aber eben, das sind Zwerge und die Konzentrationsfähigkeit muss erst trainiert werden.
Ich finde es gut, wenn man auch mit dem Welpen regelmässig neue Sachen übt aber es muss spielerisch bleiben und man sollte sich nach den Fähigkeiten des Welpen richten. Den Ehrgeiz sollte man im Zaum behalten und auf später vertrösten.
Liebe Grüsse Nicole

Anne

Moderatordoggie

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20

Montag, 20. März 2017, 11:18

Chess liebt die Abwechslung gem. dem was ich bisher von ihr gesehen habe und gem. Aussagen der Züchterin.


Sorry, ich muss rasch zwischenfragen, habe da glaubs was verpasst bei dir: Wer oder was ist denn Chess? ;)
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