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Fizzy

Schnupperdoggie

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1

Donnerstag, 27. April 2017, 16:22

Sozialiserung

Hach ja,... ich weiss es regnet zur Zeit Threads von mir und ich nerve wahrscheinlich langsam mit meinem Wahnsinn. :rolleyes:

Hierbei geht es mir eher um das WIE als das was. Ich hab mich schon vor Monaten damit auseinander gesetzt und mir notiert, woran man einen Welpen gewöhnen sollte (laut diversen Quellen). Nun hab ich eher ein Problem mit dem Zeitmanagement und den Outdoor Aktivitäten, für die ich zwangsweise weiter weg muss von zu Hause, weil der Weg kostet ja auch wieder Energie. Soll ja am besten alles in der Prägungsphase passieren, d.h. ich hab 6 Wochen Zeit?! :schreck: Natürlich macht man immer weiter und so, aber da liegt nun mal der Fokus darauf... Wie kriegt man das alles unter einen Hut ohne den Welpen zu überfordern?

Ich habe beispielsweise öfters gelesen: "15min am Tag reichen, alles weitere überfordert den Welpen. z.B. 15min Autofahren, inkl. ein und aussteigen". Nun gut, schöne Richtline, hilft mir in einigen Punkten sehr gut. Aber ich wohne auf dem Land. Wenn ich also meinen Hund an Bahnhof, Menschenmengen, Stadtleben gewöhnen will (was bei mir ja zwingend nötig ist, wegen den Geschäftsreisen), muss ich da erst mal hin kommen und das allein ist schon 15min+.




Hier mal die Punkte, die ich aus "Guides" gesammelt habe / mir empfohlen wurden / ich mir vorgenommen habe (teilweise etwas chaotisch...sorry...), damit ihr wisst, woran ich so denke.

Zuhause
- Box (immer wieder das rein gehen üben, positiv Verbinden, nicht nur mit einsperren und alleine sein verknüpfen)
- Körbchen (als sein Platz deklarieren)
- Geräusche (Staubsauger, Geschirrspüler, Kalvier, Fernseher, Wasserkocher, etwas was auf den Boden fällt,...)
- Räume (kennen lernen lassen, v.A. die ersten Tage das zu Hause kennen lernen, den Garten, später mein Arbeitsplatz, die Wohnung und Garten meines Partners,...)
- tierische Mitbewohner (Kitten), Nachbarhündin und regelmässiger Gasthund

Unterwegs
- Tiere (Welpenschule, Welpenspielstunde, fremde Hunde bei Gassi gehen, evtl. andere Tierarten... Kommen z.B. regelmässig an Hühnern und Ziegen vorbei)
- Tierarzt (gerade gestern als Tipp bekommen, dem Welpen auch da möglichst früh positive Erinnerungen zu verschaffen)
- Lärm & Menschen (Bahnhof, Einkaufszentrum, Innenstadt)
- Verkehrsmittel (Auto, Bus, Zug,... öV tauglichkeit ist bei meinem Leben unverzichtbar!, das muss echt klappen)
- Umwelt (stark befahrene Strassen, aber natürlich auch mal gemütlicheres wie Wald, Feldwege,...)
- Untergründe (auch mal auf Metal, grossen Steinen, Kies, Gras, Gitter, Holzspäne, Sand,.. laufen lassen. Wurde bei meinem ersten Hund nie gemacht und sie bekam bei mir dann anfangs Panik, wenn es nicht mehr Erde, Grass, Schnee oder Beton war).

Wenn euch was einfällt, das fehlt... nur her damit. Ich weiss aber jetzt schon gar nicht wie ich das hin bekommen soll ohne den Kleinen zu viel zu fordern.


Nehmen wir mal als Beispiel "Zug fahren". Sehr wichtig für meinen Alltag.

Klingt an sich nicht schlimm, nur muss ich erst mal bis zum Bahnhof kommen und dafür nehm ich den Bus - ich besitze kein Auto. Ich hab zwar ab und zu eins zur Verfügung, ... aber naja. Welpe muss also vorher erst Bus fahren lernen. Kein Problem. Die Bushalte stelle ist hier 3 Querstrassen weiter. Dauert für mich allein zu Fuss 2 Minuten. Mit Welpe evtl. länger. Kein schöner Spazierweg, weil hauptsächlich aus dem Wohnquartier raus, über die Hauptstrasse drüber, Bushaltestelle erreicht. So. Die ersten Tage war das vielleicht schon Aufregung genug? Kommen an 2 Wachhunden vorbei, eine stark befahrene Strasse. Rückweg nen kleinen Umweg durch den Wald hinter der Haltestelle und dann wars schon ne "Welpen-Runde".
Ist die Strecke dann 2-3x geübt, könnten wir mal in den Bus einsteigen. Die kürzeste Haltestelle ist +/- 1km weit fahren, dauert 1-2min. Reicht ja für den Anfang. Dann müssen wir von da aber wieder zurück, d.h. entweder 15 min auf den Bus in die andere Richtung warten, an der Hauptstrasse sitzend, oder 1.5km zurück spazieren. Ist das dann nicht schon zu viel?

Ziel wäre, dass der Bus (natürlich möglichst früh) zum normalsten der Welt wird und uns dann zu anderen Punkten wie Bahnhof (13min Fahrt), Innenstadt (20min Fahrt), etc. bringt. Das ist sicher realisierbar, aber in welchem Zeitraum?

Denn dort erst mal angekommen, folgt dann wieder ein Aufbau... Weg zur Haltestelle > Busfahrt immer weiter ausdehen > Bahnhof kennen lernen. Wenn der Bahnhof "normal" ist, folgt Zug fahren kennen lernen. Da dauert die kürzeste Mögliche Strecke gerade mal 11minuten. Aaaaber die gesamte Übung dauert 1.5h Stunden! (Haus zu Bus 5min, Bus zu Bahnhof 13min, Zugfahrt 11min, Umsteigen 7min, zurück mit Regio 16min, Bus wieder 10min, + die ganzen Umsteige/Wartezeiten zwischen Bus und Zug). :0haue-haue0: Ist das überhaupt machbar mit einem so jungen Hund?
Und eben Tage, Wochen? langes Aufbautraining davor. Und das nur bezogen auf Zug fahren (+ Bus und Bahnhof) und da sind noch so viele andere Punkte und das angeblich alles in 6 Wochen?!? :schreck:

perrolina

Schnupperdoggie

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2

Donnerstag, 27. April 2017, 16:34

Ich kann dir jetzt nicht in Minuten und Sekunden sagen, was wie lange geht und was nicht.....

Etwas, dass ich dir garantieren kann, dass es so ist: Je mehr Vertrauen dein Hund in dich hat, je einfacher und selbstverständlicher wird er auch später in gewissen Situationen einfach cool bleiben. Mein Hund war z.Bsp. mit ca. 2 jährig zum ersten Mal in einem Boot. Das war absolut kein Thema für sie.

An deiner Stelle würde ich Vertrauens- und Beziehungsaufbau und -Festigung absolut in den Vordergrund stellen und alle Listen mal auf die Seite legen.
Liebe Grüsse Nicole

Fizzy

Schnupperdoggie

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3

Donnerstag, 27. April 2017, 16:39

An deiner Stelle würde ich Vertrauens- und Beziehungsaufbau und -Festigung absolut in den Vordergrund stellen und alle Listen mal auf die Seite legen.

Aber genau das, wird doch (meiner Erfahrung nach) genau durch "etwas zusammen machen" gesteigert...?
Ich bin immer da, ich brauche daher eine Erinnerung (eben zB meine Liste), dass ich dem Hund auch bewusst Alleine sein beibringe, oder bewusst Ruhephasen einleite. Die Bindung ergibt sich (meiner Erfahrung nach) doch von allein, eben dadurch, dass ich da bin, ich ihn füttere, ich ihn bürste, ich mit ihm Gassi gehe, ich mit ihm z.B. Sitz übe,...

oder wie meinst du das?

inhii

Alphadoggie

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4

Donnerstag, 27. April 2017, 16:43

Ich bin überhaupt kein Fan von alles in der Zeit reinpampen weil der Welpe ja nur dann lernt :nönö: :pfeifen: ja er lernt, aber er lernt auch später noch. Und wenn was schief geht, dann ist das genauso im Welpen ,,drin,, wie das Positive.

Meine Pyri fuhr noch nie Zug, sie könnte es aber 100%ig. Flaffy fuhr nach Monaten erstmals ein Gondeli, überhaupt kein Problem. So sehe ich es mit allem eigentlich. Wenn es zwischen Hund und Mensch passt, dann macht der Hund sehr sehr viel mit. :nicken: auch ohne er es ,,gelernt,, hat. Es ist ja eigentlich unmöglich alles in die Zeit zu bekommen.

Wie perrolina es schreibt, ich bin der gleichen Meinung. :good:

Lass dich nicht mit solchen Angaben stressen, mache einfach vor zu was der Alltag gibt und bietet. :nicken: Der Kleine wird es vor zu kennen lernen. Was wichtig ist, wirst du zuerst machen/brauchen und er lernt es zuerst. Alles andere ist nicht so wichtig und kann er nach Monaten noch machen.

Meine lernte das Autofahren von Klein auf kennen, ich machte es einfach weil es sein musste. Ich fuhr also einfach Auto. Da gab es auch nie Probleme mit. Weil es ohne Tamtam einfach gemacht wird. So wird es bei dir mit dem Zug sein, du musst ja Zugfahren also machst du es einfach. Fertig. :d

perrolina

Schnupperdoggie

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5

Donnerstag, 27. April 2017, 16:55

Aber genau das, wird doch (meiner Erfahrung nach) genau durch "etwas zusammen machen" gesteigert...?
Ich bin immer da, ich brauche daher eine Erinnerung (eben zB meine Liste), dass ich dem Hund auch bewusst Alleine sein beibringe, oder bewusst Ruhephasen einleite. Die Bindung ergibt sich (meiner Erfahrung nach) doch von allein, eben dadurch, dass ich da bin, ich ihn füttere, ich ihn bürste, ich mit ihm Gassi gehe, ich mit ihm z.B. Sitz übe,...

oder wie meinst du das?

Das stimmt schon aber du kannst das Vertrauen, dass der Welpe in dich hat auch ganz schnell zerstören, indem du ihn überforderst und ihn zu oft Situationen aussetzt, in denen er sich nicht sicher fühlt. Ein zerstörtes Vertrauen wieder aufzubauen ist viel schwieriger, als einen schon etwas gefestigten Hund an eine neue Situation heranzuführen. Wenn er dir vertraut, wird es das problemlos mitmachen.

Wie Inhii schreibt, mach die Dinge mit ihm, die unbedingt sein müssen, wie bei dir jetzt das Zugfahren. Der Kleine wird während dem Zugfahren viele verschiedene Geräusche zu hören kriegen (das Zischen der Türe, Geschrei von Leuten, Handygeklingel, Lautsprecherdurchsagen, etc.), dann wird er ganz viele verschiedene Gerüche wahrnehmen (das fordert das Welpenköpfchen gewaltig), er wird auf verschiedenen Untergründen gehen müssen, er sieht ganz unterschiedliche Leute, solche mit Mänteln, solche mit Hüten, solche mit Regenschirmen, solche mit Kinderwagen, andere Hunde usw. usw. Dann wird er automatisch zur Ruhe kommen müssen während der Fahrt und auch nachher bei der Arbeit.

Du hast schon einige Dinge auf deiner Liste abgedeckt, nur schon durch die verschiedenen Anforderungen einer Zugfahrt. Mach einfach nicht zuviel mit dem Kleinen.

Kennst du das Buch Beziehung - Erziehung - Bindung Wie Hunde sich an unserer Seite entfalten können von Udo Ganslosser und Kate Kitchenham

ich finde das super.
Liebe Grüsse Nicole

Tiesto Lunar

Streunerdoggie

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6

Donnerstag, 27. April 2017, 17:03

Ich habe paar beispiele.
Das aktuellste ist grad:
Es gibt ein mann der sitzt in einem elektrischen gefährt, kein rollstuhl aber änlich, weiss grad nicht wie sie heissen.
Der hat jetzt neu ein welpe, mischling, glaub jetzt um die 15 wochen alt.
Der geht mit dem hund (hund hockt auf boden des gefährtes) durch die stadt, den bhf und in die läden. Alles kein problem und er musste dies nicht mal üben(hab ihn gefragt)Der hund zeigt keinerlei angst oder nervosität und freut sich über alles :d sieht echt cool aus.


Zweites beispiel:
Unser hund war schon ca 1 jahr alt als wir zum ersten mal mit ihm gondel gefahren sind.
Er stieg bisschen zögerlich ein und setzte sich gleich hin und war ruhig und schaute nach draussen...nie geübt.


Drittes beispiel:
Wir haben mit ihm nie geübt über ein gitter zu laufen.
In einem wald musste man aber über eine "gitter brugg" laufen.
Er fand es nicht sehr angenehm, ist ja klar, aber er lief drüber ohne leine, druck oder andauerndes ermuntern, er tat es einfach und beim nächsten mal war es kein thema mehr...


Also man muss nicht zwingend JEDE kleinigkeit im welpenalter zeigen oder üben. Da gibt es sooo viel dass kann man in 2 monaten gar nicht alles durcharbeiten kann.
Wichtig ist, dass er das wichtigste und alltägliche und immer wieder auftretende zuerst lernt. Also zb, auto fahren und/oder bus, staubsauger, baden, kämmen, TA, lift, treppe, kinder, schirm, bhf, umwelt wie menschen, tiere, strassengeräusche ect...
Alles andere kommt "nah, dis nah"
So seh ich das...

Fizzy

Schnupperdoggie

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7

Donnerstag, 27. April 2017, 17:21

Das stimmt schon aber du kannst das Vertrauen, dass der Welpe in dich hat auch ganz schnell zerstören, indem du ihn überforderst und ihn zu oft Situationen aussetzt, in denen er sich nicht sicher fühlt.
Mach einfach nicht zuviel mit dem Kleinen.

:d Genau darum frag ich ja, ob das nicht zu viel ist für den kleinen. ^^ Ich hab dauernd Angst, zu viel zu machen. Deshalb der Thread.

Lass dich nicht mit solchen Angaben stressen, mache einfach vor zu was der Alltag gibt und bietet. :nicken: Der Kleine wird es vor zu kennen lernen. Was wichtig ist, wirst du zuerst machen/brauchen und er lernt es zuerst. Alles andere ist nicht so wichtig und kann er nach Monaten noch machen.


Ok :good:




Zu den "nie geübt" Beispielen von Inhii und Tiesto; Das ist schön, wenn das klappt...
Ich weiss nicht, was meine Hündin genau erlebt hatte, bevor sie zu mir kam. Aber sie hatte da schon einige Ängste. Sie hatte z.B. Angst vor Wasser, ausser zum trinken. Baden, Schwimmen, oder auch nur Regen? OH GOTT. Bei Regen hat sie ihre Beine zusammen gekniffen und bis ca. 14 Uhr durchgehalten, bevor sie sich dann notgedrungen auf dem ersten Fleckchen Gras erleichtere und ab zurück ins Haus. Lustigerweise liebte sie Schnee. Vermute anspritzen wurde als Strafe verwendet...? Untergründe, v.A. Metall und Gitter: Erst gestoppt, richtig blockiert, versucht umzudrehen, dann nach Umwegsmöglichkeiten gesucht, irgendwann mit möglichst grossen Sprüngen und gleichzeitig irgendwie geduckt mit eingezogenem Schwanz rüber da und schnell weg von dem grauenhaften Ort. Laute Geräusche? Katastrophe. Staubsauger ging nach einer Weile, Feuerwerk auf Lebzeit nicht. Gondeln... Glatter, rutschiger Boden, teilweise mit Schneepfützen und Menschen mit lauten klobigen Schuhen? Gehts noch Frauchen?! Ist zwar eingestiegen, war von aussen ruhig, hat aber gezittert non stop und sich so fest an mich gedrückt, dass ich dachte, sie schiebt mich gleich auf des Sitznachbars Schoss. Das jedenfalls im ersten halben Jahr, teilweise (Wasser und Feuerwerk) änderte sich das nie, teilweise ging es irgendwann besser (Untergründe, anderer Lärm), aber nur wenn sie dabei an meinem Bein kleben durfte. Zug und Bus fand sie auch immer sehr suspekt, ging aber einigermassen. Auto nie ein Problem. Boot kein Problem.

perrolina

Schnupperdoggie

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8

Donnerstag, 27. April 2017, 17:26

Du holst aber einen Welpen zu dir, oder? Aus einer guten Zucht? Du kennst die Elterntiere?

Dann würde ich mir nicht soviele Sorgen machen. Welpen sind wie kleine Kinder, neugierig und unerschrocken. Die lernen die Angst erst kennen durch negative Erfahrungen. Also eins ums andere und schön darauf achten, dass nicht allzu viel Negatives passiert. Und wenn doch mal was Negatives passiert...und das wird ganz bestimmt passieren!....dann kein Drama drum machen sondern einfach weiter im Leben.

Wirst du mit ihm in eine Welpenschule gehen? Da kannst du auch viel kaputt machen aber auch sehr sehr viel lernen. Achte unbedingt darauf, dass du dir eine gute Welpenschule aussuchst.
Liebe Grüsse Nicole

Fizzy

Schnupperdoggie

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9

Donnerstag, 27. April 2017, 17:41

Ja, mein erster Welpe. Bisher hab ich mich nur mit "Fehlerausbügeln" beschäftigt. Nun hab ich Angst, sie selbst zu verursachen. Die Welpen die ich kenne waren irgendwie so total dabei und 1 sekunde später tiefschlaf. Ich hab kA wie ich bei nem Welpen erkenne, dass er müde wird und es zu viel ist. Andererseits, wäre es natürlich super, wenn er im Zug schläft... Wenn er aber 1.5h (oder mehr, kann ja auch was schief gehen... Verspätung, Anschluss verpasst,...) dauerhaft gefordert wird... So oder so, dieses zu viel machen und etwas kaputt machen ist genau mein Problem.

Die Züchterin ist sehr nett, nimmt sich viel Zeit für alles, hat viel Erfahrung mit Hunden, züchtet aber das erste Mal. Die Hündin macht einen uuuuumwerfenden Eindruck und auch die zweite, ältere Hündin der Züchterin, die nie zum Züchten war, ist toll. Den Rüden kenn ich nicht persönlich, kommt aus Belgien. Habe nur Fotos und Beschreibungen, diese dafür von diversen Personen (von meiner Züchterin, von der Homepage seiner Zucht, von einer anderen Züchterin, die schon mal mit ihm gedeckt hatte,...). Auch von beiden unendlichen langen Stammbaum usw.

Welpenschule: Mein Problemkind. Natürlich möchte ich unbedingt in die Welpenschule. Schon allein für die Sozialkontakte des Hundes. Aber auch für mich, geht da ja eher darum den Haltern was beizubringen :rolleyes: Ich gucke mir schon länger einige Schulen an, finde aber immer wieder etwas, was mich stört. Bis jetzt eine Schule in Aussicht, die ich gut finde. Darf ja auch wieder nicht zu weit weg sein und das Angebot in näherer Umgebung ist eher klein.
Alternativ habe ich viele Möglichkeiten dem Hund andersweitig Sozialkontakte zu verschaffen, aber ich möchte eigentlich nicht auf eine gute Schule verzichten.

catba

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Donnerstag, 27. April 2017, 18:00

aber ich möchte eigentlich nicht auf eine gute Schule verzichten.

das würde ich dir auch nicht empfehlen...zuwenig Sozialisierung ist der grösste Fehler und kann ein Hund nur schwer wieder nachholen (wenn überhaupt)...natürlich nicht nur die Sozialisierung ist wichtig, sondern zusammen die Welt entdecken (in angemessenem Tempo)...zum einen schaft das Vetrauen und lässt den Hund prägen...wie lange und wann du was machen tust, kannst du an vielen Orten lesen oder hören und kann als Richtlinie dienen...aber am Schluss merkst du selber, wieviel dein Hund braucht bzw aufnehmen kann, bevor es ihm zuviel wird...im Zweifelsfall lieber etwas weniger machen als überfordern :nicken:

inhii

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11

Donnerstag, 27. April 2017, 18:16

Von wegen Fehler ausbügeln von Anderen.

Glaub mir, du wirst auch Fehler machen. ;) Jeder macht Fehler. Doch dann kannst du deine eigenen Fehler ausbügeln und dein Hund wird dir irgendwann verzeihen :nicken:

Ich habe ganz sicher bei jedem Hund ,,Fehler,, gemacht. Mehr oder weniger schwere und ich habe alle für mich wichtigen Fehler wieder hingebogen. ;) :nicken:



Jeder hat für sich und sein Hund Prioritäten. Bei dir ist es das Zugfahren usw. Bei mir das Autofahren, dass sie später beim Wandern über Untergründe laufen und sich im Resti anständig benehmen. Man formt sein Hund nach seinem Alltag. Was für dich wichtig ist, ist für mich unwichtig. Es gibt keine Norm...

Kleine Welpen verknüpfen auch teils ganz komisch, da kann auch mal was passieren wo einfach doof gelaufen ist. Wie unsere Katze im Dunkeln auf Klein-Flaffy los ging und sie ab da Menschen im Dunkeln anbellte. :rolleyes: Keine Ahnung warum und wieso.... es ist einfach so und nun bügeln wir es halt eben aus.

Also ,,Fehler,, können auch einfach passieren ohne man wirklich eine Schuld hat.

Darum vor zu nehmen was kommt :good: :nicken:

catba

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12

Donnerstag, 27. April 2017, 18:37

Also ,,Fehler,, können auch einfach passieren ohne man wirklich eine Schuld hat.

Darum vor zu nehmen was kommt :good: :nicken:

und vorallem die Welpenzeit auch geniessen, denn sie ist so schnell vorbei...danach kommt die "Flegelzeit", da musst du sowieso ziemlich offen für alles sein :biggrin:

inhii

Alphadoggie

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13

Donnerstag, 27. April 2017, 18:49

ohhhh ja, die nette Flegelzeit wo man nun noch die Spassbremse ist ;) aber das schöne ist, auch die Zeit geht um... ich warte noch :hihi: ;)

catba

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14

Donnerstag, 27. April 2017, 18:53

ich warte noch :hihi: ;)

hast es bald geschafft, aber du weisst, dass es eine zweite Phase gibt :d ich glaube Ghiro hatte sogar drei :biggrin:

Psovaya Borzaya

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Donnerstag, 27. April 2017, 19:22

und meine gar keine... :pfeifen:
ich bin bereits da angelangt wo ich mich über unsinn freuen würde... junghunde-flegelphase ist jedenfalls viel lustiger als beim altern zuzugucken wenn plötzlich der hund die treppe runterstürzt, chis für eichhörnchen hält weil die augen nachlassen...


ich habe mir im welpenalter mit dem "sozialisieren" keinen stress gemacht. wir waren mal in der stadt, wir fuhren mal zug und sonst war sie einfach überall mit dabei (nastassja). wenn ein hund an einer, zwei oder drei situationen lernt, dass frauchen in neuen situationen eine hilfe ist, wird er sich auch noch nach der sozialisierungphase an sie wenden. kann sie ihm keine stärke bieten, nützen auch jeden tag 10 neue dinge nichts, im gegenteil.

ich find es wichtiger, dem hund ein sicheres, entspannten zuhause zu bieten, welpengerechte spaziergänge, rasse und grösse angepasst, welpenschule, und ein paar kleine entdeckungen mit frauchen zusammen, das genügt vollauf meiner meinung nach.
man muss sich auch überlegen, was der hund später alles braucht im leben. ich fahre zb. nie öv. dawn und jendayi fuhren daher nie mit den öv als baby. aber sie machten anderes mit mir und muss ich heute bergbahn fahren oder so, dann ist das kein ding, sie haben sowieso immer die ruhe weg und das war als baby nicht anders. hingegen war mir wichtig, dass sie fremde menschen lieben lernen, kinder kennen lernen und andere tiere, vor allem pferde, denn da wo ich lebe, wimmelt es von pferdehöfen.

ich ging mit den welpen aber zb. nie ins restaurant (auser mit nastassja weil sie ja einzelhund war), da ich wusste, dass ich sowieso nie mit 3 hunden, wovon 2 riesig sind, in einem solchen lokal werde auftauchen können. also kann ich ihnen das ersparen. wenn es im urlaub dann doch mal sein muss (nur draussen, rein nehmen würd ich sie nie), dann klappt das trotzdem.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

inhii

Alphadoggie

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Donnerstag, 27. April 2017, 19:57

Ich bin mit meinen Welpen auch nie in ein Resti :nönö: (alles so Spezialsachen machte ich nicht, auch kein Bahnhof oder Stadt :nönö: ). Erst als sie so 4-5 Monate waren kam Flaffy mal mit. Und ich gehe auch sehr sehr selten rein (nur in Resti wo ich kenne und auch so reserviert habe). Sonst bin ich mit Hunde immer nur in der Gartenwirtschaft. :nicken: Ich war aber schon mit 3 Eurasier alleine in einer Gartenwirtschaft. War überhaupt kein Problem.

Ich sehe es dafür überhaupt nicht ein warum ich mein Welpe in einer Stadt sozialisieren sollte. Wann werde ich später je in die Stadt mit dem Hund gehen? Nie und nimmer. Was will/soll ich dort? Einkaufen mit Hund geht ja gar nicht. :noidea:

Eigentlich ist es ja ganz einfach, man lebt weiter wie bisher und Welpi gewöhnt sich an dieses Leben mit seinem Menschen. :nicken:

Fizzy

Schnupperdoggie

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17

Donnerstag, 27. April 2017, 20:10

Ich sehe es dafür überhaupt nicht ein warum ich mein Welpe in einer Stadt sozialisieren sollte. Wann werde ich später je in die Stadt mit dem Hund gehen? Nie und nimmer.
Musst du ja nicht :nönö:
Die aufgelisteten Dinge sind schon bezogen auf was mir nun mal begegnet. Deshalb steht z.B. nur "evtl. andere Tiere. Ich hab nichts mehr mit Pferden und so am Hut. Sind halt echt nur die Hühner und Ziegen an denen wir vorbei laufen. Das wars. Laufen wir halt vorbei. Resti steht auch nich auf der Liste, geh ich nie, werd ich jez nich Anfangen. Biergarten in München vlt, aber das dann nie zu höchstzeiten (wieso sollte ich, kann mir meine Arbeitszeiten ja aussuchen...) und bei sowas mach ich mir überhaupt kein Kopf. Nur eben das, was funktionieren muss. Grosstadt wie Frankfurt, München, Paris und öv um dahin zu gelangen sind bei mir nun mal 1-2x im Monat notwendig. Je früher der Welpe das kann, desto früher kann ich wieder normal Arbeiten und da gehört auch mal 7h Zug fahren dazu. Das will gelernt sein und nicht einfach mal los und geht schon. ^^ Keine Sorge, so lange Strecken werde ich ihm nicht zu früh zumuten.

Ich hab im Forum verteilt viele Fragen gestellt und eigentlich hat jede die gleiche Antwort: Abwarten, ausprobieren, Hund zeigt dann schon, wirst schon merken,...
Es is - für mich - einfach so schwierig sich zurück zu lehnen und nichts zu tun bis er kommt... Da seh ich einfach eine unvorbereitete Katastrophe auf mich zu rollen.

Psovaya Borzaya

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18

Donnerstag, 27. April 2017, 20:43

Es is - für mich - einfach so schwierig sich zurück zu lehnen und nichts zu tun bis er kommt... Da seh ich einfach eine unvorbereitete Katastrophe auf mich zu rollen.


entschuldige, aber wie kann man so denken... ist mir unerklärlich.

ich hab mich auf meine welpen gefreut und mir keinen kopf gemacht wie es wird, denn man findet es im vorfeld ja eh nicht raus. klar, ein paar vorkehrungen wie gefährliche treppen sichern, pflanzen die giftig sind oder heil bleiben soll entfernt bzw. unerreichbar gemacht, überlegt wo hundebetten hin sollen und wo die näpfe stehen sollen. ich war verliebt in meine babies und bin es immer noch und das ist das wichtigste. sie sind nicht da um zu funktionieren, sondern um hund zu sein und mir damit viel spass zu bereiten. wir meistern unsere tage zusammen und kommt da eine hürde, dann springen wir drüber wenn wir können und sonst umgehen wir sie und wie genau das passiert, seh ich in der jeweiligen situation und nicht vorher, denn ich muss die hürde ja auch erstmal sehen.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Vaku

Schnupperdoggie

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19

Donnerstag, 27. April 2017, 21:42

entschuldige, aber wie kann man so denken... ist mir unerklärlich.
Ich kann es verstehen, ich bin nämlich auch so ein schrecklicher Kopfmensch.
Das kann man leider nicht abstellen :rolleyes: (glaub mir, dass wünsche ich mir oft genug). Es gibt halt Menschen die brauchen Planung für ihre persönliche Beruhigung. Sich mit der Thematik beschäftigen bringt einem dann das Sicherheitsgefühl was man braucht für den Umgang am Ende mit der Situation (das ist total Hundeunabhängig).

Das heisst aber nicht das man sich nicht freut und die ganze Zeit nur Panik schiebt, sondern das man einfach Unsicher ist.

(Ich könnte jetzt lange schreiben, woran solche Verhaltensweisen liegen, aber das wäre dann schon sehr pyschologisch und passt nicht hier hin)

Crispy

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Freitag, 28. April 2017, 18:10

"Beim nächsten Hund mache ich den Fehler nicht mehr" - mein Lieblingssatz. Dafür macht man dann halt andere Fehler...so ist es einfach und das wird Jedem passieren (der es ehrlich auch zugibt). Kein Hundehalter ist perfekt.

Ich persönlich würde mir überlegen welche Dinge, wirklich wichtig sind für Dich und deinen Alltag. Also wirklich nach Priorität sortieren und dann gucken. Mein Hund zB muss als Welpe nicht Zugfahren lernen, denn bis wir mal Zugfahren das dauert. Das hat Breeze locker auch mit 2 Jahren noch gelernt und gemeistert. Dafür muss mein Welpe aber sehr früh lernen, das er zB nicht unter Maschinen durch darf oder sämtliche Treppen aus Gitter tabu sind. Also was brauchst du denn wirklich in deinem Alltag und was ist einfach "nett" wenn der Welpe es kennt. Mach deine Liste neu und sortiere sie. Dann machst du 2 Listen draus, eine Liste mit wenigen Dingen die Dir wichtig sind und eine Liste mit den "netten" Dingen.

Ich persönlich bin der Meinung weniger ist mehr und das weniger lieber qualitativ echt gut und mit System. Ich würde nach meinen Erfahrungen mit Breeze einige Dinge anders machen und vorallem an Bindung/Vertrauen/Ruhe lernen "arbeiten" und nicht unbedingt Flughafen, Bahnhof, Stadt, Pferde blablabla angucken gehen. Aber das sind halt Erfahrungswerte, die man selber machen muss. Und es muss auch für Einen selber stimmen. Natürlich altersgerecht und immer mit viel Ruhe. Power, Unterordnung, Hundesport lernt der Hund von ganz alleine immer noch :-)

Und wenn man eine Katastrophe vor Augen hat, dann kommt sie auch...also durchatmen, entspannen und einfach gelassen werden. Mach das was nötig ist vorher und gut ist...lass es auf Dich zukommen. Glaub uns, du wirst all deine Pläne eh über den Haufen schmeissen müssen hihihihi