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Lagotto

Sportdoggie

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1

Mittwoch, 10. Mai 2017, 20:56

Hyperaktivität

Diesen Artikel fand ich sehr interessant und ich glaube, dass das auf meinen Doggie zutrifft. Habe mich auch mit HH unterhalten, die Ähnliches berichteten.

http://www.hundeerziehung-online.com/hyp…taet-beim-hund/
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

catba

Alphadoggie

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Doggie(s): Lagotto "Ghiro" / Mudi "Dix"

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2

Mittwoch, 10. Mai 2017, 21:26

das ist nicht schön...du hast bei einem andern Thema geschrieben, wie er draussen schnell überfordert ist (Reizüberflutung), das würde auch passen...was gedenkst du zu tun?

Lagotto

Sportdoggie

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3

Mittwoch, 10. Mai 2017, 21:39

Weiss ich ehrlich gesagt nicht.
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Flitzebub

Wachdoggie

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4

Mittwoch, 10. Mai 2017, 21:49

Vorschläge werden im Text ja genug gemacht. Aber ich glaub die besten Gegenmittel sind eine reizarme Umgebung und viel Ruhe.

catba

Alphadoggie

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Doggie(s): Lagotto "Ghiro" / Mudi "Dix"

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5

Mittwoch, 10. Mai 2017, 21:53

das wäre sicher ein guter Anfang :nicken:

Vaku

Schnupperdoggie

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6

Mittwoch, 10. Mai 2017, 22:05

In den Kommentar darunter schreibt ja jmd wie er mit seinem Hund umgeht und unter anderem das der Hund eine "Ruhebox" hat.
Das finde ich eine gute Idee.

Hast du so eine "Ruhezone" für deinen Hund?

Lady

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Lady - Berger des Pyrénées

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7

Donnerstag, 11. Mai 2017, 07:38

Lady war früher auch leicht hyperaktiv, naja, evt. würden andere sie als stark hyperaktiv bezeichnet haben... Jedenfalls habe ich ihr damals einen sehr geregelten Tagesablauf geboten, d.h. zu ziemlich festen Zeiten gefüttert, Spaziergänge, Spiel- und Ruhezeiten usw. Alles immer plus/minus 1/2 Std um dieselbe Zeit und im selben Ablauf. Sie hatte so ihre festen Rituale, die ihr Halt und Sicherheit gaben und konnte zur Ruhe kommen. Im Alter von 18 Monaten war sie gefestigt genug, dass ich diesen geregelten Tagesablauf langsam wieder lockern konnte und sie ihn nicht mehr nötig hatte.
Sie kam übrigens mit Zwangspausen usw. gar nicht zurecht.
Liebe Grüsse
Marianne

www.ladys-huetewiese.jimdo.com

Schlingeling

Moderatordoggie

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Doggie(s): Timmy

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8

Donnerstag, 11. Mai 2017, 07:57

Sehr interessanter Link! Danke fürs Teilen!

Ich sehe da viele parallelen zu Timmy und sehe auch das wir das richtig angegangen sind. Ruhige Spaziergänge in gut vertrauter Umgebung, zu Hause halten wir alles sehr ruhig d.h. es werden nur kurze Sequenzen gespielt oder gelernt.

Timmy ist auch sehr Körper bezogen und konnte zu Beginn nur beim Kuscheln entspannen. Ich habe ihm dann so eine Stoffbox ins Wohnzimmer gestellt die er mittlerweile auch als Rückzugsort nutzt und dort auch entspannt schlafen kann.

Wir haben uns auch für einen eher ruhigere "Sportart" entschieden nämlich JAD-Dog. Nach einer Trainingsstunde schicke ich ihn immer in die Box, kommt er raus wird er wieder hinein geschickt, da ich weiss das er nach solchen Einheiten nudelfertig ist und sich nicht "freiwillig" entspannen kann...

Seine Konzentrationsphasen sind beachtlich gestiegen, mal ist es besser mal lässt er sich von allem ablenken aber ja wir haben doch grosse Fortschritte gemacht auch wenn es etwas länger brauchte. :nicken:

Lagotto

Sportdoggie

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9

Donnerstag, 11. Mai 2017, 13:38

Wenn wir zuhause sind, ist das Abschalten kein Problem. Mein Doggie reagiert nur auf Umweltreize extrem. Das heisst, jegliche Geräusche, egal ob Menschenstimmen, Bewegungen von diesen (gerade die abrupten), Autos je nach Grösse evtl. noch mit schepperndem Anhänger, usw.
Meine Gassigänge gestalte ich schon seit langem so ruhig und reizarm wie möglich, auch die Leine musste ich kürzen, denn je länger diese war, desto mehr galoppierte er umher. Am Anfang dachte ich, armer Hund, an kurzer Leine. Mittlerweile merke ich, dass ich ihm damit zwar weniger Raum gebe, aber auch weniger Grund zum hin und her stressen, da er ja immer alles scannen muss.
Ich dachte eigentlich immer, dass ich irgendetwas in meiner Erziehung wohl verkehrt gemacht haben müsste, bis ich mich mit einer HH unterhalten habe, die genau das gleiche Problem mit ihrem Rüden hatte. Sie hat ihn jeweils ziemlich grob anlangen müssen, damit er wieder zu sich kam (war wohl wie weggetreten). So arg ist es bei uns Gott sei Dank nicht, aber es ist sehr anstrengend, mit so einem aufgekratzten Hund etwas unternehmen zu wollen.
Dieser Artikel hat mir jetzt eine plausible Erklärung gegeben und so kann ich damit leben.
Die andere Dame hat sich übrigens von ihrem Hund getrennt und ihn weitervermittelt. Da sie noch eine Hündin im Haushalt hat und diese mit dem Verhalten des Rüdens auch geplagt war.
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Schlingeling

Moderatordoggie

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Doggie(s): Timmy

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10

Donnerstag, 11. Mai 2017, 14:43

darf ich fragen wie er drinnen reagiert wenn z.B. das Fenster offen ist und er Geräusche oder Stimmen hört?

Timmy reagiert teilweise auch extrem dann ist er auch richtig weggetreten da hilft reden, Leckerli und sonst nichts, da muss ich manchmal auch ein bisschen, naja hoffe dies versteht nun niemand wieder falsch....., gröber angehen....sonst kommt er nicht aus der Situation.... :noidea:

Tabasco

Sportdoggie

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11

Donnerstag, 11. Mai 2017, 15:57

@Lagotto: Ich kann dir nachfühlen. Tabasco könnte man auch in diese Kategorie stellen. In reizarmem Umfeld (egal ob zuhause oder unterwegs) ist er "normal". Je mehr Reize dazu kommen, umso schlimmer wird es. Früher passierte es, dass er schon nach 10min an die Leine musste und einfach nur noch zog. Dass eine Katzensichtung seine gesamte Tagesaufnahmekapazität verbrauchte.

Mittlerweile ist es angenehmer geworden. Aus drei Gründen: Die Schilddrüsenmedikation. Das Alter selber. Und mein Umgang mit Tabasco. Ich kann ihn sehr gut lesen, weiss genau, wie er gerade zwäg ist, was ich ihm zumuten kann, so dass er heutzutage ein viel weniger gestresstes Leben führt kann. An manchen Tagen gehe ich z.B. gar nicht mit ihm spazieren.
All das hat dazu geführt, dass er die Reize zwar nicht besser filtern aber besser mit ihnen umgehen, sie verarbeiten kann.

Abgesehen davon, dass Tabasco ein absolut liebenswerter Hund ist, ist er auch ein Hund, der mich so viel gelehrt hat, wie es 10 Prinzen (mein früherer "normaler" Hund hiess Prinz) nicht hätten können.

hasch-key

Sportdoggie

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12

Donnerstag, 11. Mai 2017, 16:04

@Lagotto: hast du mal die Schilddrüse gecheckt? Bion absolut nicht der Typ, der alles auf sowas zurückführt aber ich kenne drei Hunde, die ähnlich drauf waren, alle hatten eine Unterfunktion.

Lagotto

Sportdoggie

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13

Donnerstag, 11. Mai 2017, 16:08

Klar, darfst Du fragen... ^^

Er reagiert drinnen eigentlich nur, wenn er Hundegebell hört oder Geräusche wo er meint, das müsse er jetzt melden. Es ist dann mehr ein, er gibt an das was nicht stimmt (Leute die sich dem Haus nähern zum Beispiel). Dabei ist er aber nicht gestresst, es ist dann eher eine "Empörung" und das kann ich schnell unterbinden.

Das was Du beschreibst, mit dem gröber Anpacken, mache ich dann eher draussen. Wenn der Herr so an der Leine herumreisst, dass er mich fast von den Füssen holt. Dann packe ich ihn an der Hautfalte im Nacken und warte, bis er sich beruhigt hat. Das klappt noch am Besten.
Die Dame von der ich geschrieben habe erzählte, dass sie ihrem Hund regelrecht eine Ohrfeige geben musste, damit er wieder zur Besinnung kam.

Ich denke, wir können das Verhalten unserer Hunde nicht ändern. Wir können nur versuchen, ihnen eine Sicherheit zu geben und hoffen, dass es sich mit dem älter werden bessert...

In einem Artikel habe ich gelesen, dass manche HH ihren Hunden Ritalin, oder etwas Ähnliches, geben. Die Wirkung war wohl gut und ein Tierarzt meinte, die Chance besteht, das nach Absetzen des Medikamentes der Hund generell ruhiger geworden ist.
Für mich ist das keine Option. So wie es jetzt ist, ist es händelbar und ich habe auch nicht den Eindruck, das mein Hund leidet.
Für uns als HH ist es nicht einfach und so manch ein anderer Hundebesitzer kann sich das gar nicht vorstellen, habe ich in Gesprächen festgestellt.
Auch Hundetrainer können diese Hunde kaum richtig einschätzen und so versucht man sich dumm und dusselig zu trainieren und zu erziehen.
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Lagotto

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14

Donnerstag, 11. Mai 2017, 16:15

Bezüglich der Schilddrüse habe ich mir auch Gedanken gemacht und mich versucht im Internet zu informieren.
Dort sind die Meinungen zwiespältig und teils wird von einer zu schnellen, eher Fehldiagnostik gesprochen. Müsste noch mal nachsuchen wo ich das gelesen habe, aber je nach Tierarzt wird man ziemlich schnell mit Medis versorgt.

Wenn ich es finde, stelle ich den Link mal hier rein.
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Tabasco

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15

Donnerstag, 11. Mai 2017, 16:15

@Lagotto: hast du mal die Schilddrüse gecheckt? Bion absolut nicht der Typ, der alles auf sowas zurückführt aber ich kenne drei Hunde, die ähnlich drauf waren, alle hatten eine Unterfunktion.

Geht mir gleich. Ich halte mich jeweils auch zurück, auch weil heutzutage leider gerne alle Verhaltensauffälligkeiten mit einer SDU in Verbindung gebracht werden.

Ich kann zum Thema SDU die diversen Blogs von Dr. Rückert empfehlen. Man bekommt eine gute und meiner Meinung nach kompetente Übersicht übers Thema. http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/ Einfach runter scrollen, es hat diverse Blogs zur SDU beim Hund.

Falls du übrigens die SD testen lassen möchtest, unbedingt alle erforderlichen Werte kontrollieren lassen (T4, fT4, T3, fT3, TSH, TAK und AK gegen T4 und T3). Nur T4 und TSH reicht nicht. Ebenso sind die vom Labor angegebenen Referenzwerte zwar offiziell eben noch Referenzwerte, aber in der Praxis sehen das etliche TÄ schon anders.

Tabasco

Sportdoggie

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16

Donnerstag, 11. Mai 2017, 16:18

Falls du auf FB bist, gäbe es dort eine SD-Gruppe, die sehr gut administriert wird.

Schlingeling

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17

Donnerstag, 11. Mai 2017, 16:21

Das was Du beschreibst, mit dem gröber Anpacken, mache ich dann eher draussen. Wenn der Herr so an der Leine herumreisst, dass er mich fast von den Füssen holt. Dann packe ich ihn an der Hautfalte im Nacken und warte, bis er sich beruhigt hat. Das klappt noch am Besten.
Die Dame von der ich geschrieben habe erzählte, dass sie ihrem Hund regelrecht eine Ohrfeige geben musste, damit er wieder zur Besinnung kam.



ohhh also Ohrfeigen muss ich ihn schon nicht... :nönö: Aber ein kleiner Schubser oder so hilft.....
Wir haben von unserer Trainerin auch den Tipp mit dem Nacken erhalten, (Nacken halten und "ruuuhig" sagen) das hilft bei uns sehr gut, ich muss mittlerweile nur ans Halsband oder Gstältli langen und er setzt sich hin und fährt runter.
Aber eben wenns ganz schlimm ist und er sich schon so reingesteigert hat braucht es mehr...schubser, zwack in die Seite....

Ich denke, wir können das Verhalten unserer Hunde nicht ändern. Wir können nur versuchen, ihnen eine Sicherheit zu geben und hoffen, dass es sich mit dem älter werden bessert...


Genau so ist es....


Gut Ritalin oder so etwas würde ich jetzt auch nicht geben, wir haben so eine Paste "Relax" die geb ich ins Futter (ganz natürliche Zutaten) zwar erst seit kurzem aber ich finde sie wirkt schon ein bisschen.....

Für uns als HH ist es nicht einfach und so manch ein anderer Hundebesitzer kann sich das gar nicht vorstellen, habe ich in Gesprächen festgestellt.
Auch Hundetrainer können diese Hunde kaum richtig einschätzen und so versucht man sich dumm und dusselig zu trainieren und zu erziehen.



Ohh ja das ist so, dies können viele nicht nachvollziehen und verstehen. Sind manchmal richtig empört darüber wie ich mit ihm umgehe.... :noidea:

hasch-key

Sportdoggie

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18

Donnerstag, 11. Mai 2017, 16:24

Kommt etwas auf den TA an. Ich würde einfach zu einem gehen, der sich damit auskennt;-). Mir wurde aber nie etwas angedreht.
Und schlussendlich ist ein Schilddrüsenmedi jetzt auch ein Medi und kein Ruhigsteller wie Ritalin ;) .

Tabasco

Sportdoggie

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19

Donnerstag, 11. Mai 2017, 16:27

Und das SD-Medi ist für einen betroffenen Hund ein absolut notwendiges Hormon.

Lagotto

Sportdoggie

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20

Donnerstag, 11. Mai 2017, 16:50

Stimmt, das war der Link, vom Tierarzt Rueckert über das "Phanthom der subklinischen Schilddrüsenunterfunktion"!
Sehr lang und sehr lesenswert :d

Zitat daraus:

"Es gibt keine eindeutig beweisende Labordiagnostik der subklinischen SDU. Wir dürfen nicht vergessen, dass noch nicht mal das Krankheitsbild an sich in der Tiermedizin endgültig wissenschaftlich anerkannt ist."
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile: