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ondra2002ch

Schnupperdoggie

  • »ondra2002ch« ist der Autor dieses Themas

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Doggie(s): Beagledame Bonnie & Beagleboy Chester

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1

Montag, 5. Juni 2017, 11:28

Bo-Ches und ihre Macken machen mir Sorgen

hallo ihr LIeben
Ich hab mal eine Frage an euch und zwar vorallem Beaglebesitzer, aber auch an die Andern 1_(53)

Mein
Chester ist jetzt 8 Monate und kann schon mal schön bei Fuss gehen, sich setzen, folgt bei Fuss auch wenn ich wende, sei es hinter mir durch oder neben mir her. Auch beherrscht er das Platz und bleib super. Nun aber ist er auf andere Hunde äusserst stark fixiert und kennt dann nichts mehr, geht nicht mehr Fuss, setz sich nicht hin (auf Befehl) und zerrt und jault nur noch, das auch bei (vor allem ihm bekannten) Personen. Er will immer nur spielen gehen... Was kann ich tun, was habt ihr mit euren Jungbeaglen gemacht, wie habt ihr das hingekriegt? Ich denke das sollte man schaffen. Ich weiss mitlerweile dass Beagle extrem starrköpfig sind (so erleb ich dies) und hoffe dass sich sein Verhalten noch ändert und er mehr auf mich hören wird.

Dann zu Bonnie (5j.): sie ist sehr dominant und will mich nicht als ihren Boss akzeptieren. Ohne Ablenkung geht alles so wie mit Chester. Aber wehe es kommt ein anderer Hund und sie kann nicht hin, dann knurrt sie und zerrt ebenfalls. Ohne Leine oder an der Schleppe macht sie das nicht weil sie hin kann. Sie ist ein gut sozialisierter Beagle aber wenn sie bei mir bleiben muss weil der andere Hund an der Leine ist, ist sie der wahre kleine 38cm Teufel. Gibt es hier jemand der auch einen Beagle aus 3ter Hand hat und davor schlecht das Leinengehen geübt wurde? Die Vorbesitzerin von Bonnie gab mir zu dass sie das nie wirklich geübt hätten. Ich finde dies als ein grosser Fehler. Wer hat welche Erfahrungen gemacht, habt ihr es noch hingekriegt? Wie lange hats gedauert?

Ebenso ein Riesenfehler ist wenn ein Züchter sagt: du kannst mit 8 Monaten den Hund langsam anfangen zu erziehen bis dann nebenher laufen lassen. Wurde mir gesagt was ich aber nicht getan habe, zum Glück sonst wäre Chester gar nicht mehr führbar. Ich hab vom 1. Tag an leichte Erziehungsübungen gemacht. Im Haus wie auch draussen nur Kleinigkeiten und langsam gesteigert. Was sagt ihr zu einer solchen Aussage?

Ich wäre euch riesig dankbar um eure:

- Ideen
- Tipps und vor allem
- Erfahrungsberichte aber auch
- Meinungen

Bonnie macht mir echt Sorgen.
:/dank:/
äs liebs Grüessli,
Bonnie, Chester & Thérèse 6%5

Lady

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Lady - Berger des Pyrénées

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2

Montag, 5. Juni 2017, 11:42

Ich selbst habe keinen Beagle, aber eine Bekannte, die 16 Jahre lang eine Beagle Hündin hatte. Sie musste sie letztes Jahr erlösen. Ihre Hündin war hier in der Gegend allen ein Begriff, weil sie der Inbegriff an Dickköpfigkeit war :biggrin: Meist kam die Halterin und so ca. 15-20 Min. später die Beagle Hündin... oder umgekehrt :d Sie hat es verpasst von Welpe an mit ihr zu arbeiten und hat das danach den Rest der 16 Jahre bereut :nicken: Sie hat erst mit 1 Jahr dann wirklich konsequent mit dem Training angefangen, auch Privatstunden besucht und und und, aber "der Zug war abgefahren"... klar, ihre Hündin lernte schon noch einiges dazu, so war es natürlich nicht, aber eben, wollte sie zu einem anderen Hund, dann riss die an der Leine wie blöd und "sang" ihr Lied und lief keinen Millimeter weiter. Schnupperte sie eine ihrer Nase nach Delikatesse (z.B. gefüllten Mistkübel) dann wollte sie den plündern... und musste an der Leine weggezerrt werden 8| Sie ist wirklich oft fast verzweifelt wegen ihrer Hündin. Von daher denke ich, dass es sinnvoll ist wirklich möglichst früh und absolut konsequent mit dem Hund zu arbeiten.
Wobei ich das nicht nur für Beagles sinnvoll und richtig finde. Ich persönlich mache das bei all meinen Welpen resp. Hunden so und ich habe Hütehunde. Sie müssen logischerweise nicht alles in der ersten Woche kennen und können ;) aber die Dinge, die ich verlange, die verlange ich konsequent und immer. Also z.B. ein Stop am Strassenrand und Blickkontakt. Vorher wird die Strasse einfach nicht überquert. Blickkontakt ist für mich eh etwas vom Wichtigsten, weil meiner Ansicht nach erst dann die richtige Zusammenarbeit beginnen kann, wenn der Hund das begriffen hat und selbständig herstellt.
Liebe Grüsse
Marianne

www.ladys-huetewiese.jimdo.com

ondra2002ch

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Beagledame Bonnie & Beagleboy Chester

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3

Montag, 5. Juni 2017, 12:11

danke für deinen Bericht Lady . Sehr interessant.

Ich muss noch dazu sagen dass Bonnies erster Platz bei einer Familie war wo aber die Frau des Hauses Hundeallergie hatte welche wohl unbekannt war. Wieviel dort gearbeitet wurde... naja, keine Ahnung
äs liebs Grüessli,
Bonnie, Chester & Thérèse 6%5

Bello

Schnupperdoggie

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4

Montag, 5. Juni 2017, 12:12

Ich kann dir leider nur den einen Tipp geben: üben, üben und nochmals üben. Wenn du einen sehr starrköpfigen Beagle erwischt hast, wie wir :brav0: , erziehst und übst du das ganze Beagle- Leben lang. Meine Weyla kann mittlerweile "alles", aber seit sie älter ist, kommen die Jugendmacken wieder hervor.

Das nicht gut kreuzen können mit deinem 8 monatigen Beagle, ist nicht beagletypisch sondern Junghundtypisch. Mein junger KHC gehorcht ohne Ablenkung 1A mit Menschen und Hunden die uns kreuzen, hab ich alle Hände voll zu tun, er will immer überall hin und springt zum Teil noch hoch, was natürlich gar nicht geht bei fremden Leuten :peinlich:

Wenn ich kein Lamento an der Leine wil, setz ich ihn hin und zieh das durch. Wenn deiner es nicht machen will und aufsteht, halt ihn im Sitz an Brust und Rücken sanft , aber bestimmt fest, bis er es auch macht, wenn du neben ihm stehst. Geduld und sehr kosequent sein. Aber immer lieb und ruhig dabei bleiben. Das strahlt Souveränität aus.

Nun, wie lange dauert so was??? Kommt sehr auf den Hund an und auf dich. Überlege dir, was dein Ziel sein soll, legt dir eine Strategie zu, wie du das erreichen willst und ziehe das durch. Nicht einmal so, den nächsten Tag wieder anderswie. Dann kommt das gut. Wie konsequenter du bist, desto schneller erreicht ihr euer Ziel. Viel Glück und Ausdauer wünsche ich euch. Und Erziehung soll und macht doch auch Spass, vor allem, wenn man erste Vorschritte sieht. :nicken:
Liebe Grüsse Isa

rubahe

Sportdoggie

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Doggie(s): Belgischer Schäferhund/Tervueren

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5

Montag, 5. Juni 2017, 12:12

Ich bin oft mit der 8-jährigen Beaglehündin meines Partners unterwegs und musste da auch einige Nacherziehung leisten. :zwinker: Mit dieser Rasse muss man sehr konsequent sein, denn sonst wickeln sie einen ganz schön um den Finger. :smile: Ich habe aber doch Einiges hinbekommen, vorallem das alles zusammenfressen. Aber man muss sie schon dauernd im Blickfeld haben, aber ein strenges "nein" im richtigen Zeitpunkt und dann Belohnung wirkt Wunder. :zwinker: Einfach stehenbleiben gibt es nicht, dann gibts einen kleinen Ruck an der Leine oder ich hole sie ab. Sie ist ein richtiges kleines, aber liebenswertes Schlitzohr.
Ich denke, dein Chester ist momentan in der Pubertät, also einfach mit der Erziehung nicht locker lassen! Weiterhin viel Freude und Geduld mit deinen Beiden. :d
:winke: Grüessli Ruth mit Quirine

ondra2002ch

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6

Montag, 5. Juni 2017, 12:20

danke, das dachte ich mir das dies Junghundetypisch ist und ich arbeite konsequent darab. Nicht mal so, mal anders. Auch bei Bonnie mach ichs nicht anders.
äs liebs Grüessli,
Bonnie, Chester & Thérèse 6%5

Bello

Schnupperdoggie

Beiträge: 959

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7

Montag, 5. Juni 2017, 12:32

So bist du auf dem richtigen Weg. Und falls dir Leute, Hundeschullehrer etc. sagen, ja das ist halt ein Beagle, bla bla blaaa, lass es abprallen an dir. Vllt muss man gewisse Sachen anders angehen beim Beagle, bzw. mehr auf gewisse Sachen acht geben, aber einen Beagle kann man geau so gut erziehen, wie andere Hunde.

Ich hab jetzt den dritten Hund und die dritte Rasse. (Der Beagle ist mein Ersthund, bald 14 jährig) Bei jedem meiner Hunde gibts Sachen, die anders sind, als beim anderen und wo ich besondere Aufmerksamkeit geben muss. Ich denke, das ist auch bei verschiedenen Hunden der gleichen Rasse so, dass es Unterschiede im Verhalten gibt. Jedenfalls sehe und höre ich das von meinen Kolleginnen, die z.T. schon den 3, 4 Hund der selben Rasse haben und jeder ein anderes Temperament und Verhalten an den Tag legt. Ich lass mich auf den jeweiligen Hund ein und fahre gut damit.

Dir und deindn Hunden einen schönen Tag (und allen Mitlesern natürich auch) :kaug:
Liebe Grüsse Isa

ondra2002ch

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8

Montag, 5. Juni 2017, 12:43

danke Bello, mir wurde in der HS, ich musste ja den SKN machen und da sagte der Lehrer nur: du hast noch nicht das richtige Leckerli gefunden dabei fährt Bonnie auf Lachs extrem ab aber nur ohne hündische Ablenkung... Ich hab ja den Test dann zuhause gemacht. Mit der Lachspastete (ohne Salz und Gewürze) kam sie viel flinker angerast als mit den normalen Leckerlis. Was soll man da noch sagen... Ich wusste aber gleich zu Beginn was ich vom Hundelehrer zu halten hatte..... lassen wir das....
äs liebs Grüessli,
Bonnie, Chester & Thérèse 6%5

Magira

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Zelda, Beagle 2011

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Dienstag, 6. Juni 2017, 02:11

Find schon, dass der Beagle anders ist als manch andere Rasse, natürlich haben auch andere Rassen ihre Eigenheiten (ich kann nicht mit Hütehunden umgehen, keine Ahnung.. nicht meine Wellenlänge..). Doch ist der Beagle in gewissen Dingen einfach mit Humor zu nehmen in der Erziehung, mit viel Spucke und Geduld.

Vergiss z.b. das ding mit dem Chef sein. Okay, ja, sie sollte dich ernst nehmen, aber als "Chef" sieht einem ein Beagle nicht, eher als Partner. Der braucht jemand auf dem er sich verlassen und anschliessen kann und nicht jemand zum hochsehen und "anhimmeln" :)
Die Junghundezeit mit dem Beagle hab ich mit viel Training in der Hundeschule überstanden, ich hatte das Glück eine Hundeschule zu finden, bei der ich auch mal passiv Teilnehmen konnte. Hab den SKN sogesehen mindestens 5x gemacht :biggrin: weil ich mehrmals den Kurs passiv besuchte. Wenn die SKN Teilnehmer z.b. auf den Hundeplatz gingen, setzte ich mich mit Zelda an den Rand, fragte immer mal wieder kleine Übungen ab, liess sie die anderen Hunden anschauen und gingen dann ohne Hundekontakt nachhause. Ging die SKN Gruppe auf den Spaziergang, liefen wir hinter her mit so viel Abstand, dass kleine Übungen kein Problem waren. Anfangs war der Abstand echt viele Meter und es wurde dann immer weniger bis wir mit der Gruppe direkt loslaufen konnten.


Bei Bonnie würde ich mit zeigen und bennen arbeiten um ihm die Hundebegnungen wieder positiver aufzubauen. So dass an der Leine bleiben etwas "tolles" ist, weil es gibt Kekse sobald sie einen Hund entdeckt.. ja ich steh dazu, bei mir läuft in der Erziehung am Anfang eines Trainings alles über Leckerli, die bau ich dann nach und nach ab. Und ja, für einen SUPERDUPERMEGA Rückruf verwende ich auch SUPERDUPERMEGA Leckerli, soll sich ja lohnen ;) find ich nichts verwerfliches.. und auch die werden mit der Zeit abgebaut. Wo ich mit meinem 6 Monate alten Welpen noch mit 3erlei Leckerli in der Tasche spazieren ging, gabs gestern in der Dummyarbeit lediglich ein Dummy hetzen als Belohnung und hie und da schnödes Alltagstrockenfutter. Aber bis mal nur die Arbeit Belohnung genug war, brauchte es eben diesen positiven Grundbaustein.


Kann dir übrigens von Sophie Strodbeck das Buch "Beagle" SEHR empfehlen :)
Es grüsst

ondra2002ch

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10

Montag, 12. Juni 2017, 07:16

Ich bin betreffs Bonnie etwas gescheiter durch ein Gespräch mit meiner Freundin welche die Vorbesitzerin kennt. Sie bestätigte meine Befürchtungen dass mit Bonnie nie gearbeitet wurde sondern nur zur Zucht verwendet. Ich denke spazieren oder mit dem Hund reiten ging sie schon.Ich hoffe es wenigstens. Aber das an der Leine bei Fuss gehen wurde nie gemacht was Bonnie mitlerweile ohne Ablenkung super mach. Sie kann wenden, hinter mir durch und neben mir her, macht Platz und bleibt wenn ich mich ein paar Meter entferne.

Naja und Chester wird hoffentlich/sicher ruhiger mit dem älter werden sodass er nicht mehr zieht, zerrt, jault und bellt nur weil er zum andern Hund hin will. Teilweise gehts besser dann wieder nicht. Mitlerweile nehm ich es auch etwas gelassener. ruhiger durch dieses Wissen und vielem Nachdenken. Und wenn Chester ruhiger wird, wird auch Bonnie nicht mehr so aufgewiegelt und sollte etwas nachlassen. Sollte sie immer die Hunde anknurren wenn sie an der Führleine gehen muss aber sich nicht mehr wie ne Furie aufführt kann ich gut damit leben.

Danke euch für die vielen Ripps, Ideen und Berichte
äs liebs Grüessli,
Bonnie, Chester & Thérèse 6%5