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Rocky16

Schnupperdoggie

  • »Rocky16« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 2. August 2017, 23:41

Anzeige wegen Hund (fahrlässige Körperverletzung).

Hallo zusammen

Hier die Vorgeschichte:

Im März kam es mit meinem Hund zu einem Zwischenfall.
In einem wäldlichen Gebiet liess ich meinen Hund von der Leine - worauf Sekunden später ein Velofahrer von hinten an uns vorbeifuhr (oder eher raste). Leider nahm mein Hund (weil er erschrocken ist?) die Verfolgung auf und schnappte ihn in die Wade. Der Velofahrer trug eine kleine Wunde davon und musste anschliessend vorbeugend Antibiotika einnehmen. Die Wunde war wirklich klein - jedoch muss ich schon erwähnen, dass es richtig war von ihm sich ärztlich behandeln zu lassen, da er geblutet hat und man ja nie sicher sein kann punkto Infektion. Der Mann erstattete Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung und zeitgleich musste ich einen Fragebogen des Veterinäramtes ausfüllen. Das Vet.-Amt hat mir mitgeteilt, dass der Fall für sie abgeschlossen sei und keine Massnahmen oder Strafen notwendig seien. Dies vorallem, weil der Velofahrer sich frühzeitig hätte erkennbar machen sollen (Glocke), insbesondere wenn man von Hinten an Passanten vorbeifahren möchte. Zudem müsse dann Schritt-Tempo eingehalten werden. Somit hätte ich genug Zeit gehabt, meinen Hund abzurufen. Man ging davon aus, dass mein Hund erschrack und ihn deshalb angriff. Ich habe den Velofahrer später nochmals gesehen und diesmal passierte nichts, da er langsam an uns vorbeifuhr. Dies war auch meine Argumentation bei der polizeilichen Befragung - jedoch im Bewusstsein, dass ich trotzdem nicht ganz unschuldig bin. Abschliessend möchte ich noch erwähnen, dass es in einem wäldlichen Gebiet in Zürich geschah, auf einem Weg, auf dem Autos nur 10km/h fahren dürfen, da der Weg zu einem Campingplatz führt, auf dem ich zu dieser Zeit wohnte. Ist es da nicht auch als Velofahrer fahrlässig, mit einem Affenzahn - ohne zu Klingeln - dort vorbeizurattern?


NUN ZUR EIGENTLICHEN FRAGE: In wenigen Tagen muss ich zur Staatsanwaltschaft, da ich mit der Geldstrafe von 1400 CHF nicht einverstanden war und Einsprache erhoben habe. Wie betrachtet ihr diese Situation? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?



Es gab auch Hundehalter, die meinten, die Strafe sei gerechtfertigt in dieser Höhe. Würde aber gerne eure persönliche Meinung dazu hören, wenn möglich ohne aufgesetzte Hundehalterbrille (was natürlich schwierig ist in einem Hundeforum :-)). Geht mir nicht darum, dass man sich mit mir solidarisiert, sondern ich bin mir mittlerweile unsicher, ob ich überhaupt die Einsprache durchziehen soll oder nicht, da ich wohl wenig Chancen auf Erfolg habe... Die Rechtslage scheint klar zu sein. Einen Anwalt kann ich mir leider nicht leisten, ich müsste Antrag auf kostenlose Rechtsbeistandschaft stellen und dies reicht nicht mehr bis zur Befragung.

Hätte ich die finanziellen Mittel, würde ich einmal leer schlucken und die Busse bezahlen und mir den ganzen Einsprache-Stress nicht antun. Evtl. kann die Einsprache zu noch mehr Verfahrenskosten führen... Als letzte Möglichkeit bliebe mir nur noch, die Strafe dann abzusitzen was ich nun wirklich nicht möchte.


Das Veterinäramt sieht wie erwähnt keinen Handlungsbedarf, sie betrachten das Verhalten des Velofahrers als Hauptgrund für die Attacke.


Danke für eure Antworten und Sorry falls es in ein anderes Subforum gehört...

Vaku

Schnupperdoggie

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Wohnort: GR

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2

Donnerstag, 3. August 2017, 00:18

Ganz kurz, weil es zu spät ist (Uhrzeit) um mir der Frage zu stellen, ob Berechtigt oder nicht.

Hast du keine Haftpflichtversicherung? Die ist doch genau für solche Fälle da. Ich würde den Fall dort melden, vielleicht kannst du auch den Rechtbeistand über sie bekommen.

Chiara

Alphadoggie

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3

Donnerstag, 3. August 2017, 04:58

Ich finde die Strafe gerechtfertig. Du kannst froh sein, kommt sonst weiter nichts. Ich würde halt nachfragen, ob du es in Rate zahlen kannst.

Bolotta

Alphadoggie

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Doggie(s): Luna, Labi Mischling und Honey Mischling

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4

Donnerstag, 3. August 2017, 07:03

Eine Haftpflicht Versicherung zahlt keine Bussen.

Ich persönlich finde den Betrag happig. Kann es aber zu wenig beurteilen, da ich Gott sei Dank bis auf Geschwindigkeits- und Parkbussen noch nie eine bezahlen musste.

Wenn du das weiter ziehst, musst du wohl noch mehr Verfahrenskosten zahlen, nehme ich an. Das würde ich nicht tun.

Dass dein Hund den Velofahrer gebissen hat, ist definitiv nicht in Ordnung. Ob der Fahrer zu schnell war, ob sich der Hund erschreckt hat, oder sonst was, ist irrelevant.

Künftig würde ich den Hund nur noch an der Leine führen. Du kannst von Glück reden, dass das Vet.Amt das gelassen nimmt.

Ich möchte auch nicht, dass mir ein Hund hinterher rennt und mich bemisst. Ich kann gar nicht zählen, wie oft schon Radfahrer im hohen Tempo von hinten an uns vorbei gefahren sind und meine Hunde frei. Wir erschrecken auch immer. Aber dass der Hund jemandem hinterher rennt und zu beisst, ist ein absolutes No-Go!

Zudem rate ich dir, eine Rechtsschutz Versicherung abzuschliessen. Kostet nicht so viel und die würde dir einen Anwalt zur Verfügung stellen und dich beraten. Sie übernehmen glaub sogar Gerichtskosten.

Namara

Alphadoggie

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5

Donnerstag, 3. August 2017, 07:45

Bist Du SKG Mitglied? Wenn ja, melde dich dort und frage nach ob Du Rechtsberatung durch Herr Daniel Jung, Rechtsanwalt bekommst.
Es ist der Strom aus dem wir sind im Werden und Vergehen, aus dessen liebevoller Kraft wir unsere Wege gehen.


Sage es mir, und ich werde es vergessen; Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern; Beteilige mich und ich werde es verstehen!!! (lao tse)

Tiesto Lunar

Streunerdoggie

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Doggie(s): Rottweiler

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6

Donnerstag, 3. August 2017, 07:50

Ich finde die busse recht hocht, wenn ich mir überlege das ich für einen unfall mit einem velofahrer mit dem auto 1000.- bezahlt habe. ( er hatte eine gebrochene nase weil er über meine motorhaube geflogen ist, er konnte nicht bremsen und ich hab ihn nicht gesehen)

Weiterziehen würde ich es persönlich nicht da ein einspruch usw viel zeit beansprucht und viel kostet wenn man keine rechtsschutz hat, dazu kommt das sie den fall auch nur annehmen wenn sie chancen sehen, ob dies hier der fall sein würde...ich weiss nicht.

Unser hund reagiert auch nicht auf velofahrer, ausser 1x kam eins von hinten, langsam und geräuschlos, ich hab nichts bemerkt, der hund schon, stellte sich vors velo und bellte die frau 1x an. Ich nehme an das er gemerkt hat das ich es nicht merke und er mich einfach beschützen und darauf aufmerksam machen wollte.
Finde ich von ihm ok, bin selber schuld, hab mich endschuldigt und gut war.

Hunde sollten keine velofahrer oder sonst was beissen, aber wenn ein hund erschrickt reagieren sie manchmal unerwünscht. Kommt auch darauf an wie der hund sonst ist, tagesverfassung usw.
Ich wäre einfach froh das es sonst keinerlei konsequenzen nach sich zieht und das der fahrer keine gröberen verletzungen hat.
Aber ja weniger busse hätte auch gereicht...

Schlingeling

Moderatordoggie

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Doggie(s): Timmy

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7

Donnerstag, 3. August 2017, 07:59

Gut die Höhe der Busse kann ich nicht beurteilen ob zu hoch oder nicht, da Du aber schreibst das die 1400.- schon schwer zu bezahlen sind für dich würde ich es auch nicht unbedingt weiterziehen. Du sagst ja schon selbst das die Chancen gering sind.

mit den Ämtern lässt sich aber gut reden, frag nach ob Ratenzahlung möglich ist, sie werden kaum nein sagen. :nicken: Meinem Bruder wurde auch schon ein Teil der Busse erlassen da sie extrem hoch war und sie meinten sie senken sie lieber als er z.B. kriminelle Sachen macht um an das Geld zu kommen. (Gut er war erst 18)

Vaku

Schnupperdoggie

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8

Donnerstag, 3. August 2017, 08:48

Eine Haftpflicht Versicherung zahlt keine Bussen.
Ich hatt verstanden das es sich dabei um die Schadensumme handelt (Schmerzensgeld) und nicht um eine Busse - :peinlich: zu spät und im Halbschlaf, sollte man solche Post nicht beantworten.

Bussen werden hier in der Schweiz doch häufig in Tagessätzen ausgesprochen, da wundert mich der hohe Betrag doch etwas.
Das da was gerechtferitgt kommt, weil der Hund nun mal zugebissen hat lässt sich nicht streiten über die Höhe vielleicht schon. Würde auf jeden Fall anfragen wie sich der Betrag zusammen setzt und welche Rechtliche Grundlage die Höhe hat.

inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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9

Donnerstag, 3. August 2017, 09:10

Klar, der Betrag ist viel Geld. Aber was wie viel ,,Wert,, hat, will ich gar nicht einschätzen wollen. Es ist halt Fakt, dass dein Hund gebissen hat. :noidea: Ja, über die Situation kann man nun diskutieren (klar, war er schnell und hätte sich bemerkbar machen können. Aber es gibt diese Fälle sehr oft, und es ist keine Freikarte, dass ein Hund dann packen darf).

Heisst: Ich müsste das Geld auch zusammenkratzen, würde es aber einfach zahlen und froh sein, dass ich doch noch glimpflich davon gekommen bin. :nicken:

Spar dir den Ärger und weiteren Aufwand (das zerrt ja auch an den Kräften und die kann man in der heutigen Zeit für besseres brauchen ;) ). Zahle es irgendwie und pass in nächster Zeit besser auf in Bezug auf Velofahrer. :nicken:

Larson

Schnupperdoggie

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10

Donnerstag, 3. August 2017, 09:45

Klar gibt es diese Fälle vermutlich sehr oft :( Daher wäre auch eine Busse für den Radfahrer angebracht!

Wenn 1von 100 klingelt oder sich mit Rufen bemerkbar macht ist dies schon viel. Die oblig. Klingel am Fahrrad ist seit kurzem nicht mehr Pflicht oder?

Crispy

Sportdoggie

Beiträge: 1 582

Doggie(s): Breeze (*2010) Australian Shepherd Hündin

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11

Donnerstag, 3. August 2017, 09:56

Ich würde dir eine Rechtsberatung bei Daniel Jung empfehlen. Ja, es kostet etwas wenn du nicht in einem SKG Verein Mitglied bist. Aber es lohnt sich sicher. Er hat ja die meiste Erfahrung mit solchen Verfahren und kann Dir sicher schnell sagen, wie er die Sachlage sieht. Auch welche Folgekosten noch auf dich zukommen könnten, wenn Du Einspruch einlegst.

Nickquenim

Alphadoggie

Beiträge: 4 092

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12

Donnerstag, 3. August 2017, 10:08

Klar, der Betrag ist viel Geld. Aber was wie viel ,,Wert,, hat, will ich gar nicht einschätzen wollen. Es ist halt Fakt, dass dein Hund gebissen hat. Ja, über die Situation kann man nun diskutieren (klar, war er schnell und hätte sich bemerkbar machen können. Aber es gibt diese Fälle sehr oft, und es ist keine Freikarte, dass ein Hund dann packen darf).

Heisst: Ich müsste das Geld auch zusammenkratzen, würde es aber einfach zahlen und froh sein, dass ich doch noch glimpflich davon gekommen bin.

Spar dir den Ärger und weiteren Aufwand (das zerrt ja auch an den Kräften und die kann man in der heutigen Zeit für besseres brauchen ). Zahle es irgendwie und pass in nächster Zeit besser auf in Bezug auf Velofahrer.
Würde ich 1:1 so unterschreiben.

Rocky16

Schnupperdoggie

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13

Donnerstag, 3. August 2017, 10:58

Hallo zusammen

Danke für eure Antworten.

Ja die Busse wurde in Tagessätzen ausgesprochen, macht dann ein Total von 1400.-. Der Betrag ist zu zahlen inkl. 2 jährige Bewährung. Heisst wenn ich polizeilich nochmals auffalle, ist nochmal eine Busse fällig.

Leider habe ich keinen Rechtsschutz. Zu dieser Zeit als dies passierte, war ich obdachlos bzw wohnte mit Rocky in einem Wohnwagen. Zurzeit kriege ich monatlich 817 CHF vom Sozialamt, auch eine Ratenzahlung würde mir finanziell das Genick brechen. Die Staatsanwaltschaft akzeptiert Ratenzahlung ab 100.- pro Monat. Im dümmsten Fall müsste ich die Strafe hald absitzen... Wenn ich dann wegen dieser Geschichte 2-3 Wochen absitzen muss, naja...

Schlingeling

Moderatordoggie

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14

Donnerstag, 3. August 2017, 11:06

Rede mit Ihnen..... auch die werden verstehen das Du dies so nicht zahlen kannst. Das sind keine Unmenschen.... aber wichtig ist REDE mit denen....Notfalls kannst Du auch mit den Sozialamt in Verbindung setzen, die helfen da sicher auch gerne damit Du nicht noch mehr in Notlage gerätst. :nicken:

Rocky16

Schnupperdoggie

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15

Donnerstag, 3. August 2017, 11:17

Rede mit Ihnen..... auch die werden verstehen das Du dies so nicht zahlen kannst. Das sind keine Unmenschen.... aber wichtig ist REDE mit denen....Notfalls kannst Du auch mit den Sozialamt in Verbindung setzen, die helfen da sicher auch gerne damit Du nicht noch mehr in Notlage gerätst. :nicken:
Leider ist das der Staatsanwaltschaft egal. Die Strafe ist ZU bezahlen. Wenn man es nicht zahlt, wird es einfach in eine Haftstrafe umgewandelt. Ich habe das gestern mit der Buchhaltung angeschaut. Bei einer Geldstrafe gehts ja eben genau drum, den Beschuldigten finanziell einzuschränken.

Das Sozialamt hilft hier (verständlicherweise) auch nicht - wäre schön würde das Sozialamt die Bussen der Klienten übernehmen :-)
Das Soz. ist dafür zuständig, meine Existenz zu sichern. Allfällige Bussen/ Betreibungen/ Schulden werden nicht vom Soz. übernommen.

Psovaya Borzaya

Alphadoggie

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Beruf: dipl. pflegefachfrau, 20% pensum im nachtdienst

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16

Donnerstag, 3. August 2017, 11:23

ich hätte mich in grund und boden geschämt, mich tausend mal entschuldigt, später nachgefragt wie es geht und verd... nochmals die busse gezahlt. muss aber dazu sagen, dass ich in einer andern situation bin. anfechten hingegen bringt null und nix, da bin ich sicher, ausser, dass die kosten um ein vielfaches steigen können. ich hoffe du bist dir bewusst, dass du, wenn du verlierst und davon würd ich ausgehen, die gerichtskosten auch zahlen musst und das wird den betrag schnell übersteigen, der jetzt fällig wäre. kannst du dir nicht einen kleinen job suchen? ich frage mich auch, wie der betrag vom sozamt zustande kommt, das ist ja unter dem was man für eine person erhält, da müssten ja ergänzungsleistungen fällig sein, nicht?

und nein, es wäre nicht schön, würde das sozamt die bussen übernehmen, denn das sozamt sind wir alle!!!
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Schlingeling

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17

Donnerstag, 3. August 2017, 11:25

Das Sozialamt hilft hier (verständlicherweise) auch nicht - wäre schön würde das Sozialamt die Bussen der Klienten übernehmen :-)
Das Soz. ist dafür zuständig, meine Existenz zu sichern. Allfällige Bussen/ Betreibungen/ Schulden werden nicht vom Soz. übernommen.




Also ich meinte auch nicht das sie es Dir bezahlen, sondern Dir helfen können mit der Staatsanwaltschaft zu reden um eine gemeinsame Lösung für das Bezahlen der Busse zu suchen.

Wir haben eben vor kurzem viel damit zu tun in der Familie, einem nahen Verwandten konnte das Sozialamt viel helfen.... :nicken:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schlingeling« (3. August 2017, 11:34)


Vaku

Schnupperdoggie

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18

Donnerstag, 3. August 2017, 11:31

Der Sinn einer Busse und den Tagessetzen ist ja eigentlich, dass von einer solchen Busse Leute mit geringem Einkommen nicht der Existenzgrundlage entzogen werden und reichen Menschen darauf nichts geben, weil zu niedrig.
Wie gesagt, dass du eine Busse zu zahen hast steht wohl ausser Frage, aber der Bemessungsrahmen nachdem die Tagesetze festgelegt sind halte ich für extrem hoch.

Rocky16

Schnupperdoggie

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19

Donnerstag, 3. August 2017, 12:24

ich hätte mich in grund und boden geschämt, mich tausend mal entschuldigt, später nachgefragt wie es geht und verd... nochmals die busse gezahlt. muss aber dazu sagen, dass ich in einer andern situation bin. anfechten hingegen bringt null und nix, da bin ich sicher, ausser, dass die kosten um ein vielfaches steigen können. ich hoffe du bist dir bewusst, dass du, wenn du verlierst und davon würd ich ausgehen, die gerichtskosten auch zahlen musst und das wird den betrag schnell übersteigen, der jetzt fällig wäre. kannst du dir nicht einen kleinen job suchen? ich frage mich auch, wie der betrag vom sozamt zustande kommt, das ist ja unter dem was man für eine person erhält, da müssten ja ergänzungsleistungen fällig sein, nicht?

und nein, es wäre nicht schön, würde das sozamt die bussen übernehmen, denn das sozamt sind wir alle!!!
Danke für deine Antwort.

Zur Klärung:
Ich hab nicht vor, lange vom Soz zu leben und suche natürlich fleissig nach Arbeit.

Allerdings lebte ich nun 4-5 Monate quasi auf der Strasse mit Rocky. Zuvor gehörte der Hund meiner Ex-Partnerin und mir. Nach dem Jobverlust, der Trennung und der Wohnungskündigung, hab ich mich entschieden, Rocky alleine zu behalten - auch wenn Rocky mir die Wohnungssuche natürlich erschwert hat. Dies führte dann dazu, dass ich als Obdachloser (mit Hund) eher schlechte Karten auf einen Job hatte. Jetzt haben wir seit 3-4 Wochen wieder eine Bleibe und ich möchte natürlich gerne wieder arbeiten gehen.

Ich krieg 980.- pro Monat, mir werden aber nur 817.- ausbezahlt, da meine Wohnung 1100 kostet - in meinem Wohnort zahlen das Soz aber "nur" bis knapp 1000.-

Hab nun mit der Staatsanwältin telefoniert und ziehe die Einsprache zurück. Sie meinte auch, die Strafe werde kaum reduziert. Sollte ich nicht in Raten bezahlen können, kann man es in eine 20 tägige Haftstrafe umwandeln.

Gimp

Sportdoggie

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Doggie(s): Volpino Balu, Jack Snoop, Grinch Lio, Boomer-Tibet-Terrier-Mix Pizza

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20

Donnerstag, 3. August 2017, 13:14

kann man es in eine 20 tägige Haftstrafe umwandeln.

Au ... aber gut.. wenn wir das Scenario umspinnen, und ein rennendes Kind hätte ihn so erschreckt und er hätte das Kind angefallen..

Lehrgeld. Hart, aber aus meiner subjektiven Sicht sinnvoll. Ich hatte auch meine Hand für Balu ins Feuer gelegt.. bis.. ja bis der "richtige" Hund kam und ich meinen Balu nicht wieder erkannte.
Es sind und bleiben Raubtiere, die Instinkte kann man nicht wegzüchten oder abtrainieren, egal wer das von sich behauptet.. man kann sie wohl im Zaum halten ..aber vor einem Ausbruch ist man eben nie sicher.
Ergo: ab jetzt partout an der Leine..
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Wer die Menschen kennenlernt, wird seine Liebe lieber den Tieren schenken.
Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als ein Mensch mit stundenlangem Gerede.
und bitte: Jeans "hudeln" ist keine Liebesbekundung. :bruell: