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whyona

Kläfferdoggie

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Doggie(s): Tarek, mein kleiner Chaot und Whyona fest in meinem Herzen

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21

Dienstag, 22. August 2017, 16:53

Kannst du aber auch nur mit Hunden riskieren die freundlich gegenüber dem Reiz ist, wenn er denn doch mal durchstartet. Obwohl ich mir sicher bin, dass weder Radfahrer noch Kinder etc Freude an nem 30kg angaloppierendem Hund hätten ...

Bei Tarek erübrig sich das eh, der jagt nur tierisches, alles andere kuckt er mit dem Poppes nicht an ... und impulskontrolle trainier ich eben dann wenn es zum Wildkontakt kommt, alles andere überträgt er eh nicht auf Wild.

Grade eben ne Katze kaum 5m von uns weg über die Strasse ... und dann auch noch die die immer davon wetzt, Tarek unterscheidet hier die Katzen ... also zum Hund , festhalten, abstreichen, warten bis er runtergefahren ist und dann weiter gehen ...
Grüsse Nathalie mit

Tarek, Tervueren, 12.11.2014
Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

Schlingeling

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22

Dienstag, 22. August 2017, 16:55

Meine Beobachtung ist, da ich den Rückruf nicht geübt oder antrainiert habe, ebenso wie die Impulskontrolle (mein doggie war so aufgeregt, dass er schlichtweg nicht ansprechbar war), dass ein Hund, wenn die Beziehung zwischen Mensch und Tier stimmt, irgendwann ein "angepasstes" Verhalten annimmt. Bei dem Einen früher, bei einem Anderen später. Erzwingen konnte ich den Gehorsam jedenfalls nicht.
Nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass alles seine Zeit braucht, auch wenn es für uns Halter oft schwer auszuhalten ist ;)



Das kann ich nur so unterschreiben.... :good: ist bei uns genau auch so... :nicken:

Schön das es mittlerweile so gut klappt bei Euch... :super:

Vaku

Schnupperdoggie

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23

Dienstag, 22. August 2017, 17:09

Verstehe ich das richtig dass du, Lagotto, glaubst, dass Hund nicht jagen würden (irgendwann), weil sie wissen der Mensch will das nicht ?( (weil die Orientierung zum Mensch grösser ist als der Reiz?)?
Oder habe ich den Post falsch verstanden?

erica

Sportdoggie

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24

Dienstag, 22. August 2017, 17:45

Zitat

Meine Beobachtung ist, da ich den Rückruf nicht geübt oder antrainiert habe, ebenso wie die Impulskontrolle (mein doggie war so aufgeregt, dass er schlichtweg nicht ansprechbar war), dass ein Hund, wenn die Beziehung zwischen Mensch und Tier stimmt, irgendwann ein "angepasstes" Verhalten annimmt. Bei dem Einen früher, bei einem Anderen später. Erzwingen konnte ich den Gehorsam jedenfalls nicht.
Nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass alles seine Zeit braucht, auch wenn es für uns Halter oft schwer auszuhalten ist ;)



Das kann ich nur so unterschreiben.... :good: ist bei uns genau :


Ich persönlich bevorzuge es, den Rueckruf von Anfang an so aufzubauen, dass er in jeder Situation klappt und zwar nicht erst nach 3 Jahren. Die Spaziergänge gestalten sich so sehr entspannt.

Lagotto

Sportdoggie

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25

Dienstag, 22. August 2017, 18:32

Erica, gebe ich Dir recht, hätte ich auch bevorzugt :d . Mein Hund war (und ist je nach Situation) sehr aufgeregt und nicht empfänglich für irgendetwas (Stimme oder taktiler Reiz). Eventuell war das lange durchgeführte "Schleppleinentraining" kontraproduktiv.

Vaku, ich glaube nicht dass mein Hund weiss, dass ich das nicht will. Er will es mittlerweile nicht mehr. Meine Nähe scheint ihm wichtiger zu sein. Er startet zwar immer mal wieder durch und ist kurz aus meinem Sichtfeld, aber bevor ich eine Welle starte, bleibe ich ruhig und siehe da, Hund steht irgendwo rum und guckt. Guckt zu mir und kommt angaloppiert. Würde ich ihn nicht lassen, meine Theorie, hätte ich einen ständig hibbelnden Hund, der nie gelernt hat, mal schauen zu dürfen.
Ich habe es bewusst so gemacht, in der Hoffnung, dass irgendwann die vielen Gerüche im Wald Routine sind und dazugehören. Anfangs ist er den Spuren gefolgt, mittlerweile nicht mehr.

Whyona, mein Hund ist auch immer hinter Wild hergerannt, nie nach Menschen (Joggern, Radfahren). Ich hätte den Versuch auch nicht gewagt, wenn er hätte wirklich töten wollen. Bei ihm war es einfach der Reiz, hinterherzurennen. Vor einem Hirsch der in der Gegend herumstand, hatte er Angst. Er hat, vor lauter Aufregung, auch nie eine Maus erwischt, obwohl er buddelt wie ein Weltmeister :pfeifen:
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

catba

Alphadoggie

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26

Dienstag, 22. August 2017, 19:02

Er will es mittlerweile nicht mehr. Meine Nähe scheint ihm wichtiger zu sein. Er startet zwar immer mal wieder durch und ist kurz aus meinem Sichtfeld,

naja, ist ein bisschen wiedersprüchlich der Satz ;) ich finde, dass das ganze auf wackeligen Beinen steht, oder konntest du ihn im Freilauf wirklich schon von einem Wild abrufen? ich sehe das eher so, dass er ohne Schleppe seine Energie auskosten kann und deshalb etwas ruhiger ist...wenn ihn wirklich etwas interessiert (in der Nase hat), kommt er dann? du hast schon recht, dass du ihm Freiheit gibst und ihm auch die Chance lässt selbstständig Entsheidungen zu treffen, aber ich glaube nicht, dass dies einem aufgebautem Rückruf gleich kommt...

Lagotto

Sportdoggie

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27

Dienstag, 22. August 2017, 21:24

Jawohl, ich konnte ihn im Freilauf von einem flüchtenden Reh abrufen. Erst säckelte er hinterher, auf meine zwei kurzen und lauten Pfiffe kam er (fast) unmittelbar zurück, ich habe ihn extra nicht an die Leine genommen. Er hätte also wieder hinter der Rehspur herrennen können, ist er aber nicht.
Wie sich das mit einem aufgebauten Rückruf verhält, kann ich nicht beurteilen. Ich für meinen Teil bin schon sehr glücklich darüber, dass er mir einfach vertraut, wenn ich das von ihm verlange.
Wichtig ist mir, dass wir verstehen, dass es viele verschiedene Hunde-Charaktere gibt und genauso viele Wege, wie man zu einem guten Hunde-Mensch Team wird ^^
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Lagotto« (22. August 2017, 21:31)


catba

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28

Dienstag, 22. August 2017, 22:34

Wichtig ist mir, dass wir verstehen, dass es viele verschiedene Hunde-Charaktere gibt und genauso viele Wege, wie man zu einem guten Hunde-Mensch Team wird ^^

das ist allerdings wahr :good: ich freu mich für dich, dass es bei euch so funktioniert, trotzdem halte ich mehr von aufgebauten Kommandos ;)

Schlingeling

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29

Mittwoch, 23. August 2017, 08:45

Also Timmy ist jetzt ca. Zwei Jahre bei mir....klar habe ich anno dazumal den Rückruf probiert aufzubauen und geübt geübt und nochmals geübt.... hat halt leider nur nie funktioniert. Also hab ich mir irgendwann gesagt, Tja dann bleibt Timmy wohl ein Leinenhund. :noidea:

Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch vieles viel lockerer genommen. Ich habe ihn frei gelassen wenn die Gegebenheiten passten, also freie Wiesen, keine Leute und Hunde etc. Klar habe ich da immer "geübt" habe ihn zwischendurch zu mir gerufen und super gelobt und belohnt, aber wenn er halt mal nicht sofort kam war es auch nicht tragisch. Für Timmy ist es wohl auch besser ohne Druck zu arbeiten denn mittlerweile läuft er meistens frei, kommt wenn ich ihn rufe auch wenn er was interessantes sieht, ich kann ihn einfach ins "Fuss" rufen er kommt und watschelt neben mir her. Wahrscheinlich wäre auch nicht jeder mit unserem "Fuss" zufrieden... :peace: aber mir ist es egal ob er jetzt ein bisschen versetzt hinter (ihm ist dies fast lieber) mir läuft oder schön neben mir, -hauptsache er läuft bei mir.... :nicken:

So funktioniert das für uns und er hat wirklich tolle Fortschritte gemacht.... :brav0: Ich bin zufrieden und wir werden weiter so arbeiten....

und nein im Wald lass ich ihn nicht von der Leine....so weit ist er noch nicht.... :biggrin:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schlingeling« (23. August 2017, 08:51)


erica

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30

Mittwoch, 23. August 2017, 10:10

Zitat


und nein im Wald lass ich ihn nicht von der Leine....so weit ist er noch nicht.... :biggrin:


Mit der Einstellung "wenn er hält mal nicht kommt, nicht so tragisch" wirst du das wohl auch nie können

whyona

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31

Mittwoch, 23. August 2017, 11:08

Ich könnte das mit Tarek gar nicht so locker sehen ... weil er durchaus für Wild gefährlich werden kann (die Katze damals würde nicht mehr leben wenn er keinen Maulkorb aufgehabt hätte) , genauso wie er auch für Menschen (wenn er sie als Eindringlinge, Gefahr ansieht) gefährlich werden könnte ... da liegt ein, ach dann kommt er halt mal nicht überhaupt nicht drin ... deswegen wird er auch viel enger geführt als damals Whyona ...

Mit Whyona bin ich da auch viel lockerer gewesen, wenn ich so zurückdenke, aber halt schlicht weil die wenn sowieso nur freundlich auf alles zugegangen ist ...
Grüsse Nathalie mit

Tarek, Tervueren, 12.11.2014
Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

Vaku

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32

Mittwoch, 23. August 2017, 11:57

Am Ende ist es ja immer eine Risikoabwägung: Welches Risiko kann ich nun mit dem Hund eingehen. :noidea:

Ich weiss z.B. das Alma null Risiko besteht, dass sie eine Fährte in den Wald verfolgt, aber wenn der Fuchs einmal quer über den Weg läuft, dann ist sie weg (100 %). Sag ich jetzt ok, sie verfolgt den Fuchs, also kommt sie im Wald immer an die Leine oder sage ich, in 2 Jahre passiert das max. 1 x und ich gehe das Risiko ein :noidea: .
Schön wäre natürlich das der Rückruf bombenfest sitzt :pfeifen: , aber woher soll ich das im Falle eines Falles wissen.

Deshalb die Impulskontrollübungen, dann habe ich vielleicht 5 Sek. Zeit sie anzuleinen, bevor sie weg wäre.

Magira

Schnupperdoggie

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33

Mittwoch, 23. August 2017, 13:29

Bisschen geb ich dir recht, aber echtes Jagdverhalten ist mit guter Bindung nicht abgetan ;) Es ist und bleibt ein instinkt/reflex und der ist nur mit viel viel training lenkbarer.
Es grüsst

Schlingeling

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Mittwoch, 23. August 2017, 14:01

Mit der Einstellung "wenn er hält mal nicht kommt, nicht so tragisch" wirst du das wohl auch nie können


Vielleicht ja.... aber das ist auch nicht tragisch...kommt halt ne Schleppi ran das ist völlig ok... :zwinker:

Aber es bringt weder mir noch Timmy was wenn ich mich darüber aufrege und wütend werde. Timmy ist dann nur verunsichert und ich bewirke eher das Gegenteil. Ich will ja nicht das er "schiss" hat zurück zu kommen und es somit lieber ganz bleiben lässt.
Er wird natürlich auch nicht gelobt oder belohnt wenn er nicht sofort kommt oder er wird halt einfach angeleint.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schlingeling« (23. August 2017, 14:14)


Lagotto

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35

Mittwoch, 23. August 2017, 14:33

Magira, was verstehst du unter echtes Jagdverhalten? Ich würde darunter verstehen, nicht locker lassen und so lange das Tier verfolgen, bis es gestellt werden kann. Sprich, wenn der Hund mehrere Stunden weg ist.

Ich sehe es so wie Schlingeling. Bei meinem Hund erreiche ich mit Druck und Bestrafung gar nichts, dass würde er schlichtweg nicht verstehen, denn das Jagen macht ja spass. Andersherum habe ich bemerkt, wenn ich entspannt bin und für mich es das normalste im Wald ist, wenn auch andere Tiere herumflitzen, reagiert er auf mein Verhalten, bzw. ich stelle fest, dass er immer wieder zu mir schaut und auf meine Reaktionen achtet.
Ich glaube, dass ein Hund froh ist, sich an einer "starken" Führungsperson orientieren zu können. Zumindest die Meisten... ;)
Wenn ich meinem Hund jetzt schnurzpiepegal wäre (was ich lange Zeit auch das Gefühl hatte :pfeifen: ), würde er sich eine andere Beschäftigung suchen und das wäre dann vielleicht das Jagen. Darum denke ich, die Bindung macht sehr viel aus.
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Magira

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36

Mittwoch, 23. August 2017, 23:27

Jagdverhalten trifft dann ein wenn es nicht eine Übersprungshandlung oder Impulskontrollproblem ist sondern ein Instinkt der im Jagen endet. Häufig eben auch daran zu erkennen das Hetzer die Absicht haben zu töten (Greyhounds, Schäfer..) oder wie die Laufhunde die dann ewigs weg sind. Dabei gehen einige Funktionen vom Hirn in Standby Modus und der ist nicht mit Bindung weg zu trainieren. Auch nicht mit Gewalt ;) Da heisst es eben nur daran zu arbeiten, dass dieser Modus so wenig wie möglich eintrifft und wenn die Gefahr besteht, der Hund an der Schleppleine ist.

Hörte das immer und immer wieder "wenn die Bindung bei euch stimmig wäre, dann würde sie nicht jagen" und das ist gerade für Neuhundehalter echt zermürbend. Weils einfach blödsinn ist. Die Bindung zeigte sie in dem sie jederzeit wenn sie wieder normal tickte zu mir zurück kam, statt fern zu bleiben. Deswegen wollte ich das ergänzt haben. Für die mitlesenden. Falls sich jemand die selben Gedanken macht, wie ich damals.
Es grüsst

Vaku

Schnupperdoggie

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37

Donnerstag, 24. August 2017, 07:48

Hörte das immer und immer wieder "wenn die Bindung bei euch stimmig wäre, dann würde sie nicht jagen" und das ist gerade für Neuhundehalter echt zermürbend. Weils einfach blödsinn ist. Die Bindung zeigte sie in dem sie jederzeit wenn sie wieder normal tickte zu mir zurück kam, statt fern zu bleiben.
:sdanke: für die Worte.

flower11

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38

Donnerstag, 24. August 2017, 14:33

Hörte das immer und immer wieder "wenn die Bindung bei euch stimmig wäre, dann würde sie nicht jagen" und das ist gerade für Neuhundehalter echt zermürbend. Weils einfach blödsinn ist. Die Bindung zeigte sie in dem sie jederzeit wenn sie wieder normal tickte zu mir zurück kam, statt fern zu bleiben.
:sdanke: für die Worte.


Ich finde wenn man sich für eine Jagdhunderasse oder z.B. einen Husky entschiedet, dann muss man einfach damit rechnen dass man den Hund sein ganzes Leben nie von der Leine lassen kann :noidea: . Sicher gibt es immer wieder Spezialfälle wo es klappt, aber im grossen und ganzen sind ja die Hunde ja für das gezüchtet und dann das "wegzutrainieren" ist sicher schwierig, auch mit einer super Bindung.

Wir hatten immer Hunde mit Jagdtrieb (Schäferhunde, Yorkshire Terrier) und es ging mir ziemlich auf den Keks. Ich habe mich darum lange damit auseinander gesetzte welche Rasse wenig Jagdtrieb hat (natürlich ist mir bewusst dass es auch dort immer wieder Hunde mit Jagdtrieb hat, aber der Hund ist nicht extra fürs Jagen gezüchtet wie z.B. Terrier). Mit meiner Sheltiehündin habe ich einen echten Glücksgriff gemacht, wirklich 0 Jagdtrieb und darum auch einen Rückruf der sitzt. Aber ich weiss auch dass es anders sein kann und es sehr schwierig ist den Rückruf anzutrainieren damit er 100% klappt, auch wenn grad eine Katze über den Weg springt.

Psovaya Borzaya

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Donnerstag, 24. August 2017, 18:56

wenn "echtes jagdverhalten" bedeuten würde, "ewig lange weg zu sein", dann wäre dawn ein hund ohne echtes jagdverhalten gewesen... was schlicht und ergreifend nonsense ist. sobald ein hund hinter irgendwas herhetzt (ja auch kong und reizangel), dann zeigt er jagdverhalten, fertig. je nachdem ist er dann kontrollierbar bei allem, nur bei wild nicht, oder gar nicht... aber jagdverhalten ist es. dawn zb. hätte niemals was gerissen, da bin ich mir sicher. bei katzen weiss ich es, ebenso bei wildkaninchen. letzteres hatten wir im hundehotel. ein unter den mäher gekommenes kaninchen, schwerst verletzt, am verbluten kam auf uns zu statt von uns weg, dawn rannte hin - und wusste nichts damit anzufangen. ich hab dann jendayi geschickt um dem leiden ein ende zu bereiten. zack, hasi tot. trotzdem zeigte jendayi weitaus weniger jagdverhalten als dawn und in abwesenheit von wildkaninchen (also bei uns zb) ist sie wirklich problemlos.
"mal ausser sichtweite" geht für mich schon nicht. man darf sich nicht alles schönreden, das hilft niemandem. für spuren interessieren sich meine auch nicht, es sind reine sichtjäger. aber ich "probiere" auch nicht. mir reichten die fälle von "leider nicht gesehen", da werd ich sicher nicht extra nicht anleinen. auch heute noch leine ich bei wildsichtung nastassja und jendayi an - immer, auch wenn mind. nastassja höchstens noch für eichhörnchen interesse zeigt oder mal aus übermut eine katze um die ecke scheucht. ich habe neulich auf einer anhöhe alles abgescannt weil ich weiss, es hat dort viele rehe - nix. also abgeleint. meine beiden blieben bei mir, schnüffelten etwas und siehe da, ein reh tritt aus einem dickicht heraus...ganz langsam. keine hat es gesehen. trotzdem leinte ich sofort an. gehört sich für mich einfach so.

keine meiner drei hat sich je für wild in einem gehege, für meine eigenen tiere (immerhin auch kaninchen im offengehege) oder für eine reizangel interessiert, genauso wenig wie für jogger, biker, reiter, schafe oder kühe. es sind und bleiben selbständige hetzjäger und auch wenn nastassja zb. schon rein körperlich nicht mehr in der lage ist einem reh zb. gefährlich zu werden, wird angeleint bei sichtung. jendayi wird schon angeleint wenn sie unruhig wird. seitdem dawn nicht mehr ist, kommt das aber nur noch extremst selten vor und dann weiss ich auch sicher, es muss gleich in unmittelbarer nähe wild haben.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Magira

Schnupperdoggie

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40

Donnerstag, 24. August 2017, 19:37

Hab in meinem Beitrag die Windhunde ebenfalls als echte Jäger erwähnt bzw als Beispiel genommen ;)

Als Beispiel was ich unter nicht echtem jagen verstehe ist meine Miyu. Ihre Zündschnur ist einfach noch viel zu kurz und bei Katzen geht es hauptsächlich um territoriales Verhalten. Bei dem einen Reh was wir bis jetzt sahen war es ebenfalls die Reaktion auf den Reiz und nicht jagen. Sie kehrt dann hysterisch um und ist völlig durch den Wind, aber wirklich wissen was sie da gerade getan hat tut sie nicht. Das ist für mich nicht jagen. Und ich bin mir sicher, sobald ihre Impulskontrolle und der doppelte Rückruf mal Bombenfest sitzen, wird sie kein Reh mehr hinterher rennen, keine Katze mehr verscheuchen.
Bei einem Windhund, oder einfach einem Hund der es ernst meint, ist es mit Impulskontrolle und Gehorsam nicht getan. Der hat ein Ziel vor den Augen, er WILL diesen Kick, er WEISS warum. Ob er nun reiner Sichtjäger, Nasenhund oder beides spielt dabei keine Rolle. Das sind dann Rassen Disposition.
Es grüsst