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Schlingeling

Moderatordoggie

  • »Schlingeling« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 276

Doggie(s): Timmy

Wohnort: Regensdorf

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1

Mittwoch, 23. August 2017, 11:02

Konsequenzen bei ungehorsam

Durch den Thread "Impulskontrolle bei bewegten Dingen" hab ich mich gefragt was es bei Euch für Konsequenzen für den Hund hat wenn er nicht folgt? Oder wie "bestraft" Ihr?
Also wenn z.B. eben der Hund beim Rückruf nicht sofort sondern verzögert kommt....? :gruebel1:

Darcyschatzi

Schnupperdoggie

Beiträge: 157

Doggie(s): Darcy, Shiba-Schäferhund-Strassenmix

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2

Mittwoch, 23. August 2017, 11:10

Würde mich jetzt auch sehr interessieren :gruebel1:
"Man kriegt nicht den Hund den man will, sondern den den man braucht"

Tabasco

Sportdoggie

Beiträge: 1 949

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3

Mittwoch, 23. August 2017, 11:42

Das ist unterschiedlich.
Wenn ich z.B. mit ihm spiele und verlange, dass er mit das Spielzeug bringt, er dies jedoch nicht tut, beende ich das Spiel.
Beim Rückruf gibt's eine zweite (lautere und bestimmtere) Aufforderung. Das braucht es selten und reicht... solange er nicht einem Tier hinterher hetzt. :whistling:
Weil Tabasco und ich uns so gut kennen, sind wir ein eingespieltes Team. Wenn ich etwas von ihm verlange, kann ich grundsätzlich davon ausgehen, dass er es ausführen wird. Sollte er mal etwas verweigern, schaue ich erst mal, weshalb er den Befehl jetzt in dieser Situation nicht ausführt.
Bei Dingen, die er nicht gerne macht - die aber trotzdem sein müssen - bestehe ich einfach geduldig aber konsequent darauf. Ohne Zurechweisung.

Vaku

Schnupperdoggie

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4

Mittwoch, 23. August 2017, 11:47

Bestrafen gar nicht, weil es ausser einen auf Druck empfindlich reagierenden Hund bei uns gar nichts bringt.
An der Leine laufen ist auch keine Strafe, also nutzte ich das auch nicht um sie zu "bestrafen". Merke ich das sie unaufmerksam ist, dann kommt sie an die Leine, aber nicht als "Strafe" sondern als Kontrolle.

Mein grösste Strafe für sie ist, wenn ich mich selbst ihr entziehe.

Es kommt auch immer etwas auf die Situation drauf an. Läuft ich mit Alma irgendwo gut einsehbar und sie biegt mir einfach Meilenweit zu weit in eine Richtung ab und sie kommt auf den Rückruf nicht, dreh ich mich auch mal um 180° Grad und geh von ihr weg oder wenn möglich versteck ich mich.
Sobald sie merkt das Frauchen nicht mehr da ist kommt sie dann ganz fix :pfeifen: - ich belohne das kommen dann durch verbales Lob, aber nicht durch Guddie.
Wenn sie bei "Warte" nicht stehen bleibt und auf mich wartet, beweise ich auch mal mehr Durchhaltevermögen als sie und bleibe einfach stehen bis sie "hört" (das Kommando wiederholen tu ich allerdings nicht).

Klar das klappt nicht, wenn der äussere Reiz grösser ist als ich :rolleyes: (Wild das flieht, Katzen).

Naja und dann natürlich Körpersprache und Sprache - die Dame merkt daran natürlich schon wenn ich sauer bin, das macht den Gehorsam bei uns aber ehrlich gesagt nicht besser, weil sie dann eher vor mir flüchtet.

Ob ich mit dem Vorgehen einen immer sitzenden Rückruf aufgebaut bekomme, weiss ich nicht. Aber dann bleibt sie da, wo mir das Risiko zu gross ist, halt mind an der Schlepp. :noidea:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Vaku« (23. August 2017, 12:53)


Dino14

Wachdoggie

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Doggie(s): Balto bzw. Dino - German Shepherd Mix (*2014)

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5

Mittwoch, 23. August 2017, 12:58

Ich sehe es genau gleich wie die anderen.
Körperliche Bestrafung schürt doch nur die negativen Aspekte...

Wir hatten 2 Situationen wo ich echt hässig war, da er einmal zu den Schafen abgehauen ist und einmal zu nem anderen Hund (recht weit weg).

Bei den Schafen bin ich hinterher, weil ich den Schafen den Schreck ersparen wollte... Und hab ihn eingesammelt und recht zügig angeschimpft (verbal).
Er hat wohl nicht wortwörtlich verstanden was ich gesagt habe, jedoch den Ausdruck von mir. Lief dann total brav und wie ein Lämmle neben mir nach Hause und warf immer einen "bist du noch sauer?" Blick zu mir ;)
Mir taten halt die Schafe leid... Aber er wollte sie doch nur hüten :pfeifen:
Und beim anderen Hund bin ich auch in die entgegengesetzte Richtung gelaufen, da kam er angerast. Auch dort hab ich kurz "geschimpft" und gut wars. :smile:

Ansonsten wirklich, Geduld und Konsequenz, dass hilft meistens am besten auf längerfristige Zeit.
Tierischi grüessli & ä schös Tägli :sonnens:


whyona

Kläfferdoggie

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Doggie(s): Tarek, mein kleiner Chaot und Whyona fest in meinem Herzen

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6

Mittwoch, 23. August 2017, 13:22

Kommt auf die Situation an ...

Kommt er nicht wenn ich ihn rufe, steh ich nicht doof in der Gegend rum und warte, sondern geh hin und sammel ihn ein ...
Will er an der Leine lospöbeln weil der Rüde gegenüber zu laut gehustet hat, kann es schon sein dass ich ihn am Kragen packe, "lass es" , ruhig festhalte, ihn wieder hinstelle und gut ist. Da kann der werte Herr auch wieder gesittet da sitzen ... allerdings muss man zu sagen, dass Tarek kein unsicherer Hund ist, der weiss schon was er will. Da das Leben aber kein Ponyhof ist, kann er eben nicht immer haben was er will ...

Prinzipiell Korrigiere ich falsches Verhalten schon im Ansatz und nicht erst wenn der Hund schon auf 180 ist, da spar ich mir das ... und ich korrigiere kein verhalten welches aus Angst oder unsicherheit gezeigt wird, da arbeite ich lieber an der Ursache ... gewisse Dinge trainier ich gerne langfristig (wie zb seine jagdleidenschaft) andere Dinge, wie mich anspringen, mir Dinge aus der Hand schnappen, andere Rüden fressen wollen etc stell ich gleich ab ...

Je nach Hund und Situation ... ich kuck da auf mein Bauchgefühl ...
Grüsse Nathalie mit

Tarek, Tervueren, 12.11.2014
Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

Vaku

Schnupperdoggie

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7

Mittwoch, 23. August 2017, 13:53

Kommt er nicht wenn ich ihn rufe, steh ich nicht doof in der Gegend rum und warte, sondern geh hin und sammel ihn ein ...
So unterschiedlich kann das sein.
Ich sammle meine Kröte im Freilauf nie ein (ausser sie läuft zu Personen hin, dann würde ich sie einsammeln, weil das die Leute ja belästigt oder ich würde sehen sie frisst irgendwas). Sie soll grundsätzlich aus eigenem Antrieb zu mir kommen.

Ob das wirklich schlauer oder effektiver ist, weiss ich allerdings nicht :d ;) .

whyona

Kläfferdoggie

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Doggie(s): Tarek, mein kleiner Chaot und Whyona fest in meinem Herzen

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8

Mittwoch, 23. August 2017, 14:34

Einfach so würde Tarek eh nicht nicht kommen ... also wenn, dann muss ich ihn von ner Hündin wegsammeln ... oder wenner sich an nem Pipifleck festgesaugt hat, wobei ich ihn da eher vom fleck kurz wegtreibe und dann nochmals einlade zu mir zu kommen ...

Ach was ich vergessen hab, vor jeder Korrektur kommt ne warnung. Die reicht in der Regel dann auch ... so wirklich viel muss ich gar nicht korrigieren, merk ich grade ... aber das wär ja auch der Sinn der Sache ... wenn ich ein leben lang immer alles Korrigieren müsste läuft was schief ...
Grüsse Nathalie mit

Tarek, Tervueren, 12.11.2014
Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

Bolotta

Alphadoggie

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Doggie(s): Luna, Labi Mischling und Honey Mischling

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9

Mittwoch, 23. August 2017, 14:36

Meine Hunde gehorchen wirklich sehr gut, und ich ernte immer wieder Kommentare, wie das liebe und brave Hunde seien :smile:

Bei mir kommt es auch auf die Situation darauf an: Beim Abruf, wenn es "nicht wichtig" ist, rufe ich schon anders. Dann ist meine Stimme liebevoll, und ich bitte quasi die Hunde, zu mir zu kommen. Dabei verwende ich auch oft den Kosenamen. Möchte ich aber, dass sie jetzt zu mir kommen (weshalb auch immer), rufe ich sicher einmal normal, liebevoll. Kommen sie nicht, rufe ich energischer, so dass sie wissen, es ist mir ernst. Beim dritten mal, rufe ich "hei, Fuss, aber sofort".
Ich spreche auch immer mit meinen Hunden, wie mit einem Menschen. Also in der obigen Situation sage ich ganz klar, dass ein Fuss, ein Fuss ist. Je nachdem dürfen sie weiter frei laufen oder auch nicht.

Bestrafen gibt es bei mir in dem Sinn eigentlich auch sehr selten. Das kann auch mal ein kräftiger Zuck an der Leine sein, oder eben, ich schimpfe - bzw. sage ganz klar, was ich will.

Wir sind ein eingespieltes Team. Meine Hunde wissen genau, was sie wann und wo dürfen, ich kenne die beiden sehr gut. Honey ist auch eher ein unsicherer Hund. Bei ihr kann es gut vorkommen, dass ich ihr sage, sie solle zu mir kommen, da ich anleinen will (Strasse). Sie hat in letzter Zeit die Mode, dass Madam denkt, ich komme sie auch 5 m weiter vorne anleinen.

Da sage ich energischer, hier will ich ein Fuss. Sie kommt, ich bücke mich, um sie anzuleinen und schon duckt sie sich weg :sad: . Ich habe Honey noch nie im Leben geschlagen, noch mal grob angepackt. Trotzdem ist wohl tief in ihr drinnen verankert, dass wenn sie nicht gehorcht, Stimme von Chef ist "böse", wurde sie früher geschlagen (vermutlich).

Da gehe ich in die Hocke, rede ruhig auf sie ein und locke sie dann auch. Also ich sage so überschwenglich: *Ach, Honey, sei doch kein Schisshas. Du weiss, ich tue dir nichts". Da entspannt sie sich sofort wieder und kommt fröhlich zu mir.

Katzen jagen dürfen sie idR nicht. Ist aber auf einem Feld eine Katze, sie rennen der hinterher, rufe ich die Hunde ab. Jagen sie aber die Katze noch ins Quartier, werde ich sauer und rufe sehr energisch, Fuss, sofort. Oder in der Art.

Wir haben bei uns in der Nähe einen Hund, der tat immer mega blöde an der Leine. Meine beiden gingen immer ruhig an ihm vorbei. Doch kürzlich kreuzten die uns wieder, Hund total ruhig, doch Luna beginnt zu pöbeln, was sie noch nie machte ?( . Da wies ich sie energisch zu recht und sage, dass ich das nicht dulde. Beim nächsten mal sah ich Hund im voraus, befahl Luna auf mich zu schauen und lobte, als sie ruhig kreuzte.

Pöbeln an der Leine möchte ich nicht und unterbinde ich auch gleich. Kommt ein Rüde zu uns, so darf Luna ihn anknurren/bellen, wenn er zu ihr riechen kommt. Aber ich möchte nicht, dass sie schon knurrt, bevor er überhaupt bei ihr ist. Da gibt es auch ein Nein.

Bei der Hundeerziehung finde ich Lob wichtiger, als Strafe. Beim Abruf zB Hund halt auch noch nach Jahren loben, wenn er zurück kommt. Nach dem Motto: Positives bestärken und belohnen, als Negatives bestrafen.

whyona

Kläfferdoggie

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Doggie(s): Tarek, mein kleiner Chaot und Whyona fest in meinem Herzen

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10

Mittwoch, 23. August 2017, 14:40

Ich leb auch nach dem motto richtiges Verhalten belohnen (das heisst beileibe nicht immer futter oder Spielzeug) und Fehlverhalten wird Korrigiert und nicht ignoriert ... die Art der Korrektur auf den Hund abgestimmt, ängstliche Hunde sind da wieder was anderes ... da müssen andere Dinge im Fokus stehen als Korrekturen ...
Grüsse Nathalie mit

Tarek, Tervueren, 12.11.2014
Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

erica

Sportdoggie

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11

Mittwoch, 23. August 2017, 16:44

Der Rückruf ist für mich das wichtigste aller Kommandos, das erste, was mein Welpe lernt. Er wird vom ersten Tag an auf die Pfeife konditioniert. Das nicht nur zuhause, sondern überall. Dem Alter entsprechend aufgebaut mit grossem Traritrara und immer Belohnung. Das klappt in kürzester Zeit recht zuverlässig, bis zur Pubertät. Beim ersten ignorieren oder verzögerten befolgen kriegt er Stress. Und zwar immer, wenn er nicht sofort oder langsam zurückkommt. ( zeitlebens). Der Hund verbindet die Pfeife einerseits mit einer Belohnung ( in welcher Form auch immer) anderseits mit Stress. Mein Rückruf klappt in jeder Trieblage.
Ich benutze die Pfeife nur, wenns wirklich eilt, oder manchmal zum Test.
Benutze ich die Stimme, darf er sich etwas mehr Zeit nehmen. Schleppleinen oder dauernd angeleint bleiben, sowie anleinen als Strafe gibts bei mir nicht.

Snowdog

Schnupperdoggie

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12

Mittwoch, 23. August 2017, 16:55

@ erica
Und was heisst "er kriegt Stress"?

inhii

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13

Mittwoch, 23. August 2017, 17:28

Naja, ich finde es schwer zu sagen wie die Konsequenzen sind, weil es total abhängig von der Situation ist. :nicken:

Schon beim Abruf gibt es mehrere Varianten und je nach Situation. Beispiel: Ich rufe, er kommt nicht aber es ist keine Gefahr usw. in Sicht, da rufe ich nochmals bestimmter. Kommt Hund nicht, dann kommt es nun drauf an wo ist der Hund (weit weg, nah, was tut er? Mauseloch oder was ist los?). Je nach dem renne ich weg, laufe entspannt weiter und ignorier sie einfach, hole sie ab...dann aber auch mit verbaler Schimpfe, vertreibe sie von einem Mausloch und sage einfach sie soll mir folgen was dann auch immer getan wird. Also schon hier unzählige Varianten. ;)

Kommt Hund dann ,,irgendwann,, zu mir, dann kommt es genauso drauf an wie es weiter geht wie die Situation war, wo er nicht hörte. War nichts besonderes darf sie weiter hin frei sein, war es wegen jagigen Ambitionen kommt sie natürlich dann an die lange Leine zur Sicherung, war es sonstiges wo sie ja nicht nochmals so was bieten darf/soll, dann kommt sie an die kurze Leine. Aber Leine ist bei meinen keine Strafe... sie laufen nicht geduckt wegen der Leine neben mir und sie verhalten sich auch nicht anders an der Leine. Weiss nicht warum Leine immer = Strafe heissen soll :noidea: . Leine ist eine Sicherung mehr nicht. Wenn meine geduckt laufen, dann wegen dem was ich ihnen ,,an den Kopf geworfen,, habe (also verbale Schimpfe bis mal im Backenfell packen und Körpersprache drohen). Das ist das was schlimm ist für meine und nicht die Leine an sich.

Unsicherheit strafe ich nicht weil es dann leider das Gegenteil bewirken kann als was man sich erhoffte.

Bei anderen Sachen wo eher so in Richtung UO und andere Hundeschule gehen, nehme ich es natürlich lockerer. Da beschimpfe ich kein Hund weil er nun nicht ein super schnelles Platz gemacht hat oder ein super perfektes Fuss läuft (das ist für mich aber mehr Plausch als täglichen Ernst) ;) :nicken:

catba

Alphadoggie

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14

Mittwoch, 23. August 2017, 18:39

für mich ist der Rückruf oder das Platz (Abbruch in dem was der Hund gerade tut) das A und O...mit Ghiro habe ich das aufgebaut und es klappt verlässlich...Dix klappt es ohne Ablenkung schon sehr gut...weil das für mich ein so wichtiges Kommando ist, wird es im einem Jackpot belohnt...wer nicht auf mein "Befehl" eingeht, bekommt auch kein Jackpot, das ist für meine zwei Verfressenen die Höchststrafe :d ander sieht es aus, wenn der Hund etwas macht oder eben nicht macht, was er weiss bzw gelernt hat, dann pack ich ihn auch mal am "Näcki"...

Aika

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15

Mittwoch, 23. August 2017, 19:23

Ich finde alleine schon die Diskussion über "Befehl" und "Bestrafung", bzw. Konsequenzen absurd. Das gehört in meinen Augen ins letzte Jahrhundert, als die Hunde-Erziehung noch hauptsächlich auf "Kadaver-Gehorsam" und militärischem Drill basierte.
Das Wort "Strafe" gehört meines Erachtens nicht ins Vokabular eines Hundehalters!

Die heutige Hunde-Erziehung basiert auf Vertrauen, Bindung und positiver Verstärkung. Wenn ich meiner Morelka was verbieten, bzw. sie "korrigieren" muss, genügt ein simples "Nein" und allenfalls ein Handzeichen. Sie korrigiert sofort ihr eigenes Verhalten (z.B. nicht liegenbleiben, wenn ich "Warte" von ihr verlangt habe), kehrt auf ihren Platz zurück und bleibt ruhig liegen. Wenn der Rückruf mal nicht klappt, wird sie stillschweigend an die Leine genommen.
:smile: Liebe Grüsse von Fränzi und der Schweine-Bande

catba

Alphadoggie

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16

Mittwoch, 23. August 2017, 19:33

Wenn der Rückruf mal nicht klappt, wird sie stillschweigend an die Leine genommen.

das wäre jetzt z.B meiner Dix so was von egal :pfeifen: es gibt nun mal kein Richtig oder Falsch, denn jder Hund braucht es wieder anders...


"Ich finde alleine schon die Diskussion über "Befehl" und "Bestrafung", bzw. Konsequenzen absurd"


finde ich nicht...das Anleinen von dir ist ja auch eine Bestrafung :gruebel1: Bestrafung heisst für mich nicht anschreien, Gewalt oder was auch immer, es kann auch einfach z.B. keine Belohnung / Zuneigung sein

whyona

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17

Mittwoch, 23. August 2017, 19:49

Es sind nun mal nicht alle Hunde gleich ... heute reicht meist ein "lass es" wenn er darüber nachdenkt dem anderen unkastriertem Rüden den Kampf zu erklären ... und das nur weil er weiss das ich das auch durchsetze ... was ja nicht auschliesst gutes Verhalten zu belohnen ...

Komischerweise hat Whyona dem Tarek kein leckerchen als ablenkung oder ne Alternative angeboten, als er sie besteigen wollte ... sie hat ihn mal ganz gepflegt durchs Wohnzimmer an die Wand genagelt ... kurz, heftig und verdammt klar ... sie wusste schon was für n typ Hund sie vor sich hatte ... er hat es bis zu ihrem Tod nie wieder versucht ... trotzdem waren sie ein Herz und eine Seele ...

Bei Whyona reichte auch mal etwas strenger im Ton zu werden ... Tarek pellt sich, wenn keine Konsequenz folgt, ganz gepflegt n Ei drauf ...

Und ich sage das oft, nur weil man n Abbruch benutzt und den auch durchsetzt, heisst das nicht dass man brüllend, schubsend, leineruckend tagaus tagein durch die Botanik läuft ... ein Abbruch kommt zielgenau, kurz und knackig, und gegessen is es ... wir gehen mitlerweile ziemlich entspannt durch den Alltag und jeder von uns hat auch mal n schlechten Tag ...
Grüsse Nathalie mit

Tarek, Tervueren, 12.11.2014
Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

erica

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18

Mittwoch, 23. August 2017, 20:13

Zitat


Die heutige Hunde-Erziehung basiert auf Vertrauen, Bindung und positiver Verstärkung. Wenn ich meiner Morelka was verbieten, bzw. sie "korrigieren" muss, genügt ein simples "Nein" und allenfalls ein Handzeichen. Sie korrigiert sofort ihr eigenes Verhalten (z.B. nicht liegenbleiben, wenn ich "Warte" von ihr verlangt habe), kehrt auf ihren Platz zurück und bleibt ruhig liegen. Wenn der Rückruf mal nicht klappt, wird sie stillschweigend an die Leine genommen.


Es ist dir hoffentlich schon klar, dass es Hunde gibt die ihren Führer schon mal herausfordern? Und das evtl. Auch mit Körpereinsatz. Nicht jeder Hund ist von Natur aus willig oder unsicher. Es gibt auch ziemlich starke Charaktere. Nur mit positiver Verstärkung allein kommst du da nicht weiter.

Ein guter mix aus Autorität und positiver Verstärkung, dem Hund angepasst hat noch nie geschadet. Man muss nicht gleich in Extremen arbeiten.

Psovaya Borzaya

Alphadoggie

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Doggie(s): ein barsoi und ein whippet

Wohnort: Balterswil TG

Beruf: dipl. pflegefachfrau, 20% pensum im nachtdienst

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19

Mittwoch, 23. August 2017, 20:17

nastassja ist alt geworden, sie "muss" nicht mehr viel. einfach so nicht gehorchen tun meine eh nicht, taten sie nie. aber nastassja schnuppert manchmal noch kurz hier oder da ehe sie kommt. darf sie und hat keine konsequenzen. früher wäre ihr das nie eingefallen. heute gehe ich, sollte es mal eilen weil zb. ein hund kommt, zu ihr hin und leine sie halt an, fertig. ich sorge dafür, dass sich meine hunde möglichst nicht falsch verhalten können. bestrafen im eigentlichen sinn gibt es nicht. am schlimmsten für die barsois war und ist, wenn ich genervt tue. eine höhere strafe gab und gibt es nicht und ich wendete sie früher am ehesten bei dawn an wenn sie nicht aufhörte zu sacannen.
ich habe weder eine pubertät noch eine trotzphase erlebt. jendayi ist stur, war sie schon immer und ja, ich diskutiere seit bald 9 jahren täglich zweimal mind. beim einsteigen in die hundebox. konsequenz wär anders. manchmal kommt da jemand, gell iris :pfeifen: und schmeisst ein guetzli rein und zack, ist sie in der box. ich selber tu das aber nicht und tat es auch nie. sage ich halt drei, vielmal sie soll einsteigen. da ich ansonsten null probs habe mit ihr, nehm ich das in kauf.

von negativer bestrafung halte ich null und nix. es ist nicht die ebene, auf der ich mit einem lebewesen, das mir in die hölle und zurück folgen würde, arbeiten möchte. aber auch leine (positive bestrafung) halte ich nicht für sachdienlich. wie bei erica ist der pfiff als ultimativer rückruf für mich essentiell. aus! und komm! (bei distanz pfiff) sind die dinge, die sitzen müssen und das quasi von anfang an. abruf gilt für jendayi auch heute noch strikt. nastassja latscht nur noch hinter mir her und geht nirgendwo mehr hin einfach so. sie kommt aber meistens immer noch sofort, nur halt sehr, sehr langsam.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Tabasco

Sportdoggie

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20

Mittwoch, 23. August 2017, 20:20

Die heutige Hunde-Erziehung basiert auf Vertrauen, Bindung und positiver Verstärkung.

Die "heutige Hundeerziehung" gibt es doch gar nicht. Es gibt keine gültige Norm. Auch wenn man die Hundetrainer anschaut, reicht das Spektrum sehr weit. Jeder erzieht seinen Hund so, wie er es für richtig hält.