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Tabasco

Sportdoggie

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141

Montag, 28. August 2017, 17:57

Wiedermal vermisse ich den Like-Button. Danke, Schneeflocken, für deinen Beitrag!

Psovaya Borzaya

Alphadoggie

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Doggie(s): ein barsoi und ein whippet

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142

Montag, 28. August 2017, 18:25

ich kann das "ich würde nie sowas tun, ich könnte sowas nicht" schon verstehen... ich könnte und würde nämlich auch nicht... bei meinen jetzigen hunden. ich hätte das gefühl, ihre würde zu zerstören auch wenn das saudoof klingt. aber diese sensiblen windhunde, die sich wirklich mit dem kleinen finger führen lassen (dawn war trotz jagdtrieb die extremste was das anbelangte, die fiel schon in sich zusammen wenn man sie nur scharf ansah, natürlich ausserhalb wildsichtung), die mir in die hölle und zurück folgen würden und die nie, nie einfach gar nie grob wären gegen mich oder sonst einen menschen, egal was man mit ihnen auch anstellt, die kann ich schlicht nicht grob anfassen. es ist auch nicht nötig. aber ich wuchs mit belgiern auf und da war durchaus mal eine klare ansage nötig. diese "zerstörte" dann aber auch den hund nicht und auch nicht unsere beziehung. es kommt drauf an in welcher situation. dawn bei wild und dawn in abwesenheit von wild - das waren zwei verschiedene hunde. ein grobes nei!!! in der ruhephase hätte sie fast sterben lassen, während sie bei fliehendem wild dieses vermutlich nicht mal gehört hätte. ich finde, man muss da schon unterscheiden, in welcher situation der hund wie behandelt wird. und ich finde, ein kurzes, heftiges eingreifen im richtigen moment im zweifelsfalle weitaus gesünder als ewiges rumgezerre an der leine, dauerndes nein, hörst du jetzt auf und sinnloses auf den hund verbal einprügeln.
ich muss mir auch manches mal etwas verkneifen aber dann einsehen, ich habe in vielem zwei lämmchen an meiner seite. ich hab nicht einfach alles "viel besser" gemacht als der, der da probs hat, ich hatte es vermutlich nur einfach leichter. ok, vielleicht hab ich bei der rassewahl manches richtiger gemacht als andere... :pfeifen:
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Bolotta

Alphadoggie

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143

Montag, 28. August 2017, 18:26

Ich kannte mal eine Mutter, die immer lieb und sanft mit ihren Kindern umgehen wollte. Wir gehen laufen, Kind läuft voraus Richtung Straße. Mutter mit Sing-Sang-Stimme: Kindchen, bitte bleib stehen. Da vorne ist ne Strasse und ich möchte nicht, dass dir etwas passiert.
Das 2-3 mal. Kind rennt schneller. Mutter sprintet hinterher und erwischt es gleich noch. Wieder erklärt sie mit liebevoller Stimme, weshalb Kind hätte stehen bleiben sollen. Was wäre gewesen, wenn sie es nicht vor der Strasse geschafft hätte und ein Auto kam? Das Kind rannte der Mutter beim Einkaufen in der Tiefgarage weg und spielte Verstecken hinter geparkten Autos. Folge: Mutter ging nur noch ohne Kind einkaufen. Sie wollte sie nicht bestrafen oder energisch reden. Das sei auch eine Art Gewalt :ohmann: .

Vaku

Schnupperdoggie

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144

Montag, 28. August 2017, 18:37

Niemand schreibt vor, wie ihr euren Hund zu erziehen habt. Doch bitte schreibt anderen auch nicht vor, oder urteilt über sie, weil ihre Hunde auch mal gröber angepackt werden. Stimmt das Verhältnis sonst, hat sowas problemlos Platz.
War zumind. nicht meine Intention irgendjmd vorzuschreiben wie er mit dem Hund zu arbeiten hat, aber ich dachte das ist ein Forum und ein Thread wo man sich austauschen soll und auch verschiedene Ansichten diskutiert werden dürfen. :noidea:

Deshalb finde ich es ok, wenn man sagt so und so würde ich etwas nicht tun oder grundsätzlich bin ich mit so einer Trainingsweise nicht einverstanden, innerhalb einer Diskussion, sonst entsteht doch keine Diskussion, sondern nur ein Monolog von vielen, wenn alle immer alles ok finden, solange es einen selbst nicht betrifft.
Leben und Leben lassen ist schon und gut, aber dadurch entsteht doch keine Diskussion.
Mir fehlt dafür von der anderen Seite das Verständnis für die Teams, die so arbeiten.
Ich weiss nicht, vielleicht denke ich das zu verquer und nicht nachvollziehbar (und drücke mich nicht deutlich genug aus), aber zumind. ich habe schon ein gewissen Grad an Verständnis dafür wenn man mit mit bestimmten Methoden arbeitet (jetzt mal die Extreme nicht betrachtet - da sind wir uns wohl alle einig). Solange das Ziel ist, irgendwann ohne diese Methoden auszukommen und dass das Ziel ist, das der Hund irgendwann ohne Stress und Druck, selbstständig ohne Gefahr für andere aus der Situtation kommt.
Also versuche langfristig dem Hund eine alternative anzubieten?
Und ich behaupte mal das mehr als 99 % hier im Forum, die Methoden genauso anwenden.

Dann habe zumd. ich sogar sehr grosses Verständnis dafür (toll finden und in die Luftspringen deshalb muss ich doch nicht, oder?).
Man hat doch z.B. in gewissen Situationen auch Verstädnis für andere Leute, weil sie sich z.B. mit ihrem Hund überfordert fühlen, immer nachvollziehen kann man es aber vielleicht nicht, weil man z.B. einnen anderen Standpunkt zu gewissen Dingen hat, das ändert doch nichts am Verständnis für die andere Person, weil wir Menschen sind doch im Gewissen masse dazu fähig empathisch zu sein für unsere Gegenüber.

catba

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145

Montag, 28. August 2017, 18:41

hei, versucht doch beim Thema zu bleiben und lasst das Persönliche weg, denn ich finde es schade um das spannende Thema :nicken: andere Meinungen sind doch nicht schlimm, sondern bereichern das Thema...

Aika

Schnupperdoggie

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146

Montag, 28. August 2017, 21:00

Für mich basieren diese ganzen Diskussionen einfach auf der Frage, welche innere Einstellung man zu seinem Hund hat.

Da gibt es zwei polalisierende Standpunkte:

1) Die "alte" Denkweise (letztes Jahrhundert): Ich bin der Herr, der Hund ist mir "untergeordnet" (ist somit ein niedrigeres Lebewesen), hat mir zu gehorchen, der Dialog basiert auf Befehl und Befehls-Ausführung, bei Verweigerung Strafe

2) Die "moderne" Denkweise, hergeleitet aus vielen Forschungs-Studien, Verhaltens-Psychologie und Tier-Ethik: Wir sind alle Lebewesen, der Hund ist unser Begleiter im Alltag, ich muss mit dem Hund einen möglichst guten Konsens finden, damit er sich und andere nicht gefährdet und wir gemeinsam keinen Stress haben miteinander.
Und das bedeutet nicht, dass der Hund einfach tun und lassen kann, was er will. Das kann er in einem Hunde-Rudel auch nicht!
Wenn wir beide Spass daran haben, kann das natürlich auch gesunder Hundesport sein, aber bitte nicht auf Kosten des Hundes!

Ich habe schon mehrmals erwähnt, dass ich mit der Denkweise Nr. 1 nichts anfangen kann.

Jetzt kann jeder für sich entscheiden, welche Denkweise für einen stimmt, denn jede Handlung, die man tut, hängt ganz essentiell von der inneren Einstellung ab, die dahintersteckt. Das sieht man bereits an Körperhaltung, Stimme und Gestik. Davon lassen sich auch Tiere beeinflussen.

Denkweisen sind nicht fix das ganze Leben, man kann daran arbeiten und sie vielleicht sogar ändern im Laufe des Lebens.

PS. Noch zu meiner "Erfahrung", die jemand angesprochen hat weiter oben... ja, ich halte mein ganzes, langes Leben lang Tiere, von Pferden, Eseln, Schweinen, Katzen, Hunden bis hin zu Meerschweinchen, habe 30 Jahre lang eigene und fremde Pferde ausgebildet und mehrere Hunde gehalten und erzogen (ganz alleine, bewusst nicht auf dem Hundeplatz!), habe Dalmatiner gezüchtet und ausgestellt.
Ausserdem habe ich eine Tierheilpraktiker-Ausbildung gemacht.
Deshalb mache ich mir schon seit Jahren Gedanken über unsere Einstellung den Tieren gegenüber und daher stossen mir auch solche Äusserungen wie "Unterordnung" und "Strafe", Nackengriff (und Schlimmeres) sehr, sehr sauer auf.
Das spreche ich halt auch aus, denn man kann nicht immer nur Ja und Amen sagen.
:smile: Liebe Grüsse von Fränzi und der Schweine-Bande

whyona

Kläfferdoggie

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147

Montag, 28. August 2017, 21:22

Es gibt eben nicht nur die zwei Standpunkte ... es gibt noch viel dazwischen ... klar gibt es die extremen, in beide Richtungen ... die Fraktion "keine Strafe ist Lob genug" woHunde im extremfall durchaus leiden und sich kaumtrauen zu atmen ... die Frakruon "keinerlei Druck auf den Hund auszuüben" , wo Hunde haltlos durchs leben laufen und durchaus auch zur Gefahr für ihre Unwelt werden können ...
Ich für meinen Teil teile die "ich bin Boss und Hund nix und hat zu gehorchen weil ich das einfach so will" nicht und trotzdem kommen Strafen/Korrekturen hin und wieder vor ...

Weil ich diejenige bin ... die weiss welche Gefahren in unserem Alltag lauern ... die dafür verantwortlich ist dass niemand belästigt wird oder zu schaden kommt (egal ob Hund, Mensch oder anderes Tier) ...

Und ich überzeugt dass es manchmal auch im Sinne des jeweiligen Hundes ist mit einer klaren Korrektur die Sache schnell und fair zu klären um ein entspanntes Miteinander zu ermöglichen, anstatt Monatelang, auch mal Jahrelang im Stress belassen werden ... Was immer das Ziel sein sollte ist, dass Korrekturen irgendwann schlicht nicht mehr nötig sind ... dass diese Korrekturen, auf den Hund und die Situation angepasst ist, kurz fair und klar ... so dass der Hund auch nachvollziehen kann welches Verhalten erwünscht ist ... und ich rede jetzt vom Alltag den Hund und Haöter gemeinsam leben ...
Grüsse Nathalie mit

Tarek, Tervueren, 12.11.2014
Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

Bolotta

Alphadoggie

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148

Montag, 28. August 2017, 22:07

@Aika: Ein Beispiel. Ich lebe auch nach Wert 2. So machte ich es eigentlich auch bei den Kindern.

Wir kennen seit zig Jahren eine Familie, wo eher nach Modell 1 erzogen wurde. Eltern sagen: Kind, geh hol Holz fürs Feuer im Schuppen". Kind steht ohne zu murren sofort auf und führt Befehl aus. Einmal war ein etwa 4 jähriges krank und hätte eine scheusslich schmeckende Medizin nehmen sollen. Kind jammert rum und weint, es sei so grusig
Mutter versucht es zu überreden. Vater kommt und sagt, wenn du diese Medizin jetzt nicht nimmst, versohl ich dir den Ar... Kind weint zwar, schluckt augenblicklich die Medizin.

Doch sobald die Kinder so etwa 16 waren, wurden sie wie Erwachsene behandelt. Sie hatten/haben heute noch ein sehr enges und gutes Verhältnis zu den Eltern.

Für mich hätte dieser Befehlston nicht gestimmt. Meine Kinder murrten sicher mal, es gab bestimmt auch klare Ansagen ohne wenn und aber.

Aber nur so zum Vergleich von Brigitte mit dem Kind an den Haaren reissen:

Erstens kommt es hier auch auf die Art an. Wird das Kind an den Haaren "gezupft", als Strafe unternehmen Behörden ganz sicher nichts.

Zweitens: Muss das auch erst jemand melden. Die Behörden gehen, vielleicht, dem Fall nach.

Aber da müsste mehr passieren, als eine einmalige Meldung über Haare reissen.

Ich habe schon einmal eingegriffen, weil ein Kind schlimm geschlagen wurde. Leider machte ich den Fehler, dass ich direkt eingegriffen habe und der Mutter gesagt habe, sie solle sofort aufhören. Da kam ihr Mann und seine Kollegen und bedrohten mich massiv. Damals gab es noch keine Handys. Viele Leute hatten sicher gehört, wie das Kind geschlagen wurde, doch alle schauten beschämpt weg.

Vor vielen Jahren hatte ich Kontakt zu einer anderen Mutter, dessen Kind vor unseren Augen so unglücklich stürzte, dass es sich auf die Lippen biss. Die Mutter schob voll Panik vor unangenehmen Fragen- wegen Kindsmisshamdlung. Ich begleitete sie in die Notaufnahme. Das Kind erhielt eine leichte Narkose, Lippe wurde genäht und durfte wieder nach Hause. Dort hatte es einen mega Anfall. Schrie nur noch, schlug die Mutter, und war nicht zu beruhigen. In ihrer Verzweiflung klingelte die Mutter bei der Nachbarin unten dran, doch sie öffnete die Türe nicht, obwohl sie zu Hause war.

Die Mutter hatte grosse Angst, dass das Jugendamt kommen würde und sie anklagen würde (gemeldet von der Nachbarin). Sie vertraute mir später durch die Blume an, dass ihr neuer Partner ihr Kind mit ADHS aus erster Ehe nicht akzeptiere und auch mal schlage. Das hat sie nur umschrieben. Ausgesprochen hatte sie es nicht. Aber wenn sie so Angst vor dem Jugendamt hatte, war da sicher was dran.

Ich gab ihr eine Adresse, wo sie sich Hilfe holen konnte. Doch sie brach den Kontakt ab, brachte ihr Kind in eine andere Hüte und zog später weg. Was aus ihr und den Kindern passierte, habe ich nie erfahren. Ich konnte auch nicht aufgrund einer Andeutung und mir Anvertrautem nichts unternehmen. Zudem war ja das Jugendamt schon mehr als einmal bei ihnen gewesen.

Für mich macht es einen Unterschied, ob ich genau sehe, wie (in diesem Fall) ein Hund RICHTIG geschlagen wird oder, wie beschrieben, ein einziger, eher heftiger Schlag ausgeführt wird, als wenn ich mit ansehe, wie jemand auf seinen Hund einschlägt/prügelt.

Das Thema war ja, ich bin traurig, weil ich gesehen habe, wie jemand seinen Hund geschlagen hat. FERTIG.

Schlingeling

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149

Dienstag, 29. August 2017, 07:45

Das Thema war ja, ich bin traurig, weil ich gesehen habe, wie jemand seinen Hund geschlagen hat. FERTIG.



Eigentlich sind wir beim Thema "Konsequenzen bei ungehorsam"... :zwinker: :peace:

Lady

Schnupperdoggie

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Dienstag, 29. August 2017, 08:15

Ob ich die Konsequenzen, die ich bei Ungehorsam anwende nun Unterordnungsübungen oder exaktes Training oder Nacharbeiten nenne, ist doch "gehupft wie gesprungen" :biggrin: Und darum finde ich es ehrlich gesagt blöd sich an einem Begriff zu stören.
Für mich ist wichtig, dass mein Hund begreift, dass sein "nicht-hören" für ihn Konsequenzen hat und zwar solche, die er unangenehm findet und zwar derart, dass er sein Verhalten ändert. Nicht unangenehm im Sinne von körperlicher oder psychischer Bestrafung (lehne ich ab), sondern ganz klar, er kann offensichtlich mit der Freiheit noch nicht richtig umgehen und muss darum noch lernen.
Ich gebe meinem Hund ganz viel Freiheit und schlägt er/sie über die Grenze, nehme ich die Freiheit in dem Moment kurzfristig radikal weg. Und je nach Hund kommt dann die entsprechende Trainingseinheit.
Liebe Grüsse
Marianne

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Schlingeling

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Dienstag, 29. August 2017, 08:38

Ob ich die Konsequenzen, die ich bei Ungehorsam anwende nun Unterordnungsübungen oder exaktes Training oder Nacharbeiten nenne, ist doch "gehupft wie gesprungen" :biggrin: Und darum finde ich es ehrlich gesagt blöd sich an einem Begriff zu stören.


:good: Danke.... ^^

Vaku

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Dienstag, 29. August 2017, 10:15

und zwar solche, die er unangenehm findet und zwar derart, dass er sein Verhalten ändert. Nicht unangenehm im Sinne von körperlicher oder psychischer Bestrafung (lehne ich ab)
Wo würde den bei dir psychische Bestrafung ansetzten, Lady?
Du unterscheidest da ja (Was ich auch verständlich finde, weil ganz ohne Strafe geht es ja nicht. Dem Hund, z.B. das Lebensmittel vom Tisch zu verweigern, ist Erziehungstechnisch ja auch schon eine "Strafe").

perrolina

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Dienstag, 29. August 2017, 11:26

Dem Hund, z.B. das Lebensmittel vom Tisch zu verweigern, ist Erziehungstechnisch ja auch schon eine "Strafe").
Das siehst du als Strafe? Also ist für dich jedes "nein" eine Strafe? Wie nennt sich denn diese Erziehungstechnik? 8|
Liebe Grüsse Nicole

Vaku

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154

Dienstag, 29. August 2017, 11:35

Nach Lerntheorie ist das eine negative Strafe:




Quelle


Strafe bedeutet in den Lerntheorie ja eben nicht automatisch nur Druck, Stress, Angst :noidea:.
Deshalb habe ich ja Strafe in "Anführungszeichen" gesetzt, um zu verdeultichen das es zwar in der Lerntheorie eine negative Strafe ist (dem Hund etwas positives, das menchliche Futter, zu verweigern), wir aber klar weit davon entfernt sind, irgendwie ein Tier zu quälen.

Deshalb finde ich das Wort Strafe im Bezug auf Erziehung auch so schwer zu benutzten und die klaren Unterschiede, was genau gemeint ist, von der jeweiligen Person zu differenzieren.
Deshalb habe ich noch mal bei Lady nachgefragt, wo sie da ihre Grenze zieht.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Vaku« (29. August 2017, 11:41)


perrolina

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Dienstag, 29. August 2017, 11:41

Solange er die Wurst nicht hat, kannst du sie ihm ja auch nicht wegnehmen also kommt Punkt 4 der Lerntheorie gar nicht zum Einsatz. Und etwas zu verweigern ist nicht dasselbe wie wegnehmen.

Ne echt jetzt....es geht doch beim Hund um ein soziales Wesen, das sehr eng mit uns zusammen lebt. Da kann man doch nicht nur nach Lerntheorien arbeiten. Da gehört doch Kommunikation, Emotionen, Empathie und gesunder Menschenverstand dazu. Das geht nicht einfach mit einer Bedienungsanleitung.
Liebe Grüsse Nicole

Vaku

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Dienstag, 29. August 2017, 11:58

Wenn etwas verweigern aber keine Form von Strafe (egal jetzt mal, ob positiv oder negativ) ist, warum sollte der Hund dann sein Verhalten zukünftig ändern?


Ich finde wenn man mit einem Hund arbeitet ist die Lerntheorie immer die Basis des Handels, im Grunde wollen wir ja duch unsere Interaktion mit dem Hund, das er ein für uns gewünschtes Verhalten erlernt.
Klar gehört da noch mehr dazu, das beschreitet doch auch niemand.

Die Lerntheorie ist doch auch keine Bedinungsanleitung für den Hund, sie ist eine Einteilung der Gründe für das Lernverhalten eines Tieres. Am Ende ist doch ausschlaggebend was ich daraus mache und wie ich mich entscheide etwas aufzubauen. Also entschiede ich mich für positive Strafe, negative Belohnung, positive Belohnung oder negative Strafe :noidea: - die Bandbreite innerhalb dieser Einteilung ist immer noch gross, bis hin zum extrem.

Lady

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157

Dienstag, 29. August 2017, 11:58

Du unterscheidest da ja (Was ich auch verständlich finde, weil ganz ohne Strafe geht es ja nicht. Dem Hund, z.B. das Lebensmittel vom Tisch zu verweigern, ist Erziehungstechnisch ja auch schon eine "Strafe").
Das mit dem "Lebensmittel vom Tisch verweigern" soll erziehungstechnisch auch eine Strafe sein - sorry, aber das geht meiner Meinung nach echt ins Absurde 8| Mag ja sein, dass das in der Theorie so ist... aber ich will meinen Hund ALLTAGSTAUGLICH machen und unter alltagstauglich verstehe ich persönlich, dass mein Hund weder Menschen noch andere Tiere (das gilt bei mir nämlich nicht nur für andere Hunde :d ) belästigt oder gar verletzt und/oder in Gefahr bringt. Und dafür benötige ich schlicht und einfach PRAXISNAHE Erziehungsmethoden und keine Theorie :nicken: Darunter verstehe ich Erziehungsmethoden, die ihm weder körperlich noch psychisch Schmerzen oder Leid zufügen, aber die ihn dazu bringen sein Verhalten dahingehend zu verändern, dass er/sie auf mich reagiert, wenn ich seine/ihre Aufmerksamkeit verlange, auch wenn Hundi viel lieber etwas anderes tun würde :d
Wie erreiche ich das, darum geht es ja hier. Das kann ich nicht pauschal beantworten, da das vom jeweiligen Hund abhängt. Skipper hat auf andere Dinge reagiert, als Lady das tut.
Bei Lady hat es sich von klein auf bewährt ihr die über alles geliebte Freiheit zu entziehen. Ich gewähre meinen Welpen vom ersten Tag an Freilauf. Die erste Woche nehme ich sie gar nie an die Leine. Und dann erst mal an eine 5 m Leine und auch das nur kurz. Freilauf ist bei mir das erklärte Ziel, aber wenn Hund nicht hört, gibt es eben Konsequenzen. Bei Lady ist die Konsequenz an die kurze Leine, kein schnüffeln und Pipimachen, nur noch Übungen laufen mit viel Blickkontakt bis ich ihre volle Konzentration habe. Sobald sie super konzentriert ist und toll mitarbeitet, wird sie als "Belohnung" frei gelassen. Meist dauert das nur ca. 5 Min. Es geht auch nicht darum sie für einen längeren Zeitraum zu massregeln! Ich will nur erreichen, dass sie auf mich konzentriert ist und weiss, dass sie zuverlässig hören muss. Danach klappt das auch wieder tadellos für eine lange Zeit :)
Sicher sie hat in diesen Anfangsminuten, wenn sie frisch an die Leine kommt und sich konzentrieren und arbeiten muss Stress. Sie weiss und spürt, dass ich verärgert bin. Sie ist hypersensibel. Da brauch ich sie nicht noch körperlich oder sonst zu bestrafen. Sie ist schon bestraft, weil ich sauer bin. Das reicht.
Liebe Grüsse
Marianne

www.ladys-huetewiese.jimdo.com

Vaku

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Dienstag, 29. August 2017, 12:26

Das mit dem "Lebensmittel vom Tisch verweigern" soll erziehungstechnisch auch eine Strafe sein - sorry, aber das geht meiner Meinung nach echt ins Absurde 8| Mag ja sein, dass das in der Theorie so ist..
Absurd ist es halt nicht, es ist ein reine theoretische Definition.
Definition in der Theorie und der Praxis liegen da teilweise auseinander. Deshalb habe ich noch mal nachgefragt, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, wir reden irgendwie von der selben Sache und irgendwie auch nicht.
Da passiert es manchmal das man einander nicht versteht - auf beiden Seiten.

Ich dachte nein, nach Lerntheorie passen die Aussagen irgendwie nicht zusammen und du meintest mit Strafe klar, das nicht theoretische auf Lerntheorie basierende Strafe, sondern wirkliche Strafe im Sinne von mutwilliger Gewalt, den Hund brechen usw.. Ich würde nie glauben das du Lady irgendwas tust was ihr schadet!
Ich habe zumind. jetzt besser verstanden was du meinst, wenn du von Strafe redest.

Sicher sie hat in diesen Anfangsminuten, wenn sie frisch an die Leine kommt und sich konzentrieren und arbeiten muss Stress. Sie weiss und spürt, dass ich verärgert bin. Sie ist hypersensibel. Da brauch ich sie nicht noch körperlich oder sonst zu bestrafen. Sie ist schon bestraft, weil ich sauer bin. Das reicht.
Genau das ist der Punkt den ich versuche immer wieder anzusprechen und zu diffenzieren in der Einstellung der Hundeerziehung (um meinen Standpunkt zu verdeutlichen).
Du weisst Lady hat in der Situation Stress, du gehst aber jetzt nicht hin und erhöhst den Druck noch einmal auf sie (indem du die nächsten 3 Abrüfe obwohl sie kommst, z.B. dich nicht freust, nicht belohnst, wieder die "Strafe" folgen lässt - was weiss ich) oder Konditionierst den Stress noch einmal oben drauf im Training, damit sie zukünftig besser hört, weil du willst sie soll in Zukunft gefälligst auch immer im Hinterkopf haben (Rückruf = Stress).

Da ist für mich persönlich dann der Unterschied den es aus macht.
Ich denke, da sind wir im Grunde gar nicht so weit auseinander :noidea: .

Schneeflocken

Sportdoggie

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159

Dienstag, 29. August 2017, 12:34

Vaku, ich habe den Eindruck, du "verkopfst" dich total und siehst vor lauter Lerntheorie die einfache, klare Praxis nicht mehr (etwas überspitzt formuliert).

Ich glaube, niemand hier will dass der Hund den Rückruf (als Bsp.) mit Stress verbindet. Sondern das Nichtbefolgen des Rückrufes.

WANN der Hund Stress hat, ist von Hund zu Hund verschieden. Sensible Hunde schon, wenn man etwas böse schaut, Haudegen erst, wenn man nachdrücklicher wird. Eigentlich ganz einfach, nicht?

Verbringe nicht so viel Zeit mit der Suche nach einem Hindernis.
Es könnte sein, dass keines da ist.

perrolina

Schnupperdoggie

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160

Dienstag, 29. August 2017, 12:38

Du unterscheidest da ja (Was ich auch verständlich finde, weil ganz ohne Strafe geht es ja nicht. Dem Hund, z.B. das Lebensmittel vom Tisch zu verweigern, ist Erziehungstechnisch ja auch schon eine "Strafe").
Das mit dem "Lebensmittel vom Tisch verweigern" soll erziehungstechnisch auch eine Strafe sein - sorry, aber das geht meiner Meinung nach echt ins Absurde 8|
Genau dieses Wort habe ich gesucht....absurd.

Sicher sie hat in diesen Anfangsminuten, wenn sie frisch an die Leine kommt und sich konzentrieren und arbeiten muss Stress. Sie weiss und spürt, dass ich verärgert bin. Sie ist hypersensibel. Da brauch ich sie nicht noch körperlich oder sonst zu bestrafen. Sie ist schon bestraft, weil ich sauer bin. Das reicht.
Das ist bei Amiga auch so (das ist ja dann eben eine psychische Bestrafung).
Aber natürlich funktioniert das auch weil wir uns in und auswendig kennen. Einem Welpen oder einem erwachsenen Hund, der neu mit mir zusammenlebt, muss ich natürlich am Anfang die Regeln bekanntgeben.
Liebe Grüsse Nicole