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erica

Sportdoggie

Beiträge: 1 364

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161

Dienstag, 29. August 2017, 12:39

Zitat

Vaku, ich habe den Eindruck, du "verkopfst" dich total und siehst vor lauter Lerntheorie die einfache, klare Praxis nicht mehr (etwas überspitzt formuliert).

Ich glaube, niemand hier will dass der Hund den Rückruf (als Bsp.) mit Stress verbindet. Sondern das Nichtbefolgen des Rückrufes.

WANN der Hund Stress hat, ist von Hund zu Hund verschieden. Sensible Hunde schon, wenn man etwas böse schaut, Haudegen erst, wenn man nachdrücklicher wird. Eigentlich ganz einfach, nicht?


Du bringst es auf den Punkt:-))

perrolina

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Amiga, Spanischer Wasserhund, Jg. 2008

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162

Dienstag, 29. August 2017, 12:41

Vaku, ich habe den Eindruck, du "verkopfst" dich total und siehst vor lauter Lerntheorie die einfache, klare Praxis nicht mehr (etwas überspitzt formuliert).

Ich glaube, niemand hier will dass der Hund den Rückruf (als Bsp.) mit Stress verbindet. Sondern das Nichtbefolgen des Rückrufes.


ja eben....es fehlt der Like-Button.... :thumbsup:
Liebe Grüsse Nicole

Bolotta

Alphadoggie

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163

Dienstag, 29. August 2017, 13:04

Ich habe je länger je mehr das Gefühl, dass gewisse Menschen nur noch nach Anleitung und Theorie funktionieren und dabei das eigene Bauchgefühl plus gesunder Menschenverstand verloren geht.

Ich habe noch nie eine Schulung für Hunde Psychologie oder Erziehung besucht. Mit jedem Hund ging ich fast ab dem 1. Tag in die HuSchu. Auch wegen den Sozialisieren.

Ich besuchte +/- 1 Jahr lang die HuSchu und wechselte danach in den Sport. zZ Mantrailing.

Meine Hunde sind vsuper gut sozialisiert und erzogen. Ich kann sie praktisch überall hin mitnehmen. Aber das lernte ich nur zu einem kleinen Teil in der HuSchu. Das meiste mache ich azs meinem Bauchgefühl heraus. Bei jedem Hund lerne ich etwas Neues kennen.

Der Vergleich mit dem Essen vom Tisch ist einfach typisch theoretisch und absolut nicht praxistauglich. Ist es denn auch eine Strafe, dem Hund die gekochten (Poulet) Knochen vom Tisch zu verweigern?

Lasst doch die Theorie etwas weg und benutzt doch den gesunden MENSCHENVERSTAND!!

Tabasco

Sportdoggie

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164

Dienstag, 29. August 2017, 14:33

@Vaku: Nein, dein Beispiel mit den Lebensmitteln auf dem Tisch ist für mich ganz klar keine negative Strafe nach der "Lerntheorie". Bei der negativen Strafe geht es ja darum, dem Hund etwas wegzunehmen. Die Lebensmittel auf dem Tisch sind aber nie für den Hund bestimmt, also nichts das man ihm wegnehmen kann.

Zum Grundsätzlichen schliesse ich mich meinen Vorschreibern an.

Magira

Schnupperdoggie

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165

Dienstag, 29. August 2017, 14:35

Finde es schade wird das Beispiel mit dem Essen vom Tisch als Absurd betitelt. Ja für meinen Beagle ist es stress neben dem Esstisch zu liegen und nicht zu betteln. Nicht weil sie jemals etwas davon abkriegen würde sondern weil sie SO verfressen ist. Dafür ist es kein Thema, wenn ich sie stinkig anleine weil sie da überhaupt nicht sensibel ist, sie hat dann höchstens kein Bock auf meine Laune, aber echten Stress empfindet sie nicht.

Lerntheoretisch hat Vaku einfach recht, das stimmt so schon und ich denk es geht eben nicht um die korrekte ausführung im alltag sondern die "korrekte" ebene in einer Diskusion. Zu sagen man handelt völlig positiv und Straffrei gleichzeitig aber zu erzählen der Hund muss sofort an die Leine und Übungen machen bei nicht gutem Rückruf ist eben nach lern Theorie nicht richtig. Es ist dann eine Strafe die mit Stress in Verbindung steht. Somit hat man nicht positiv erzogen. und man könnte hier, wenn man wollen würde, rein positiv arbeiten. Ich tue es nicht und ich stehe dazu. Nur manchmal - und ich glaub darauf möchte Vaku auch hinaus, dass mancher seine Methoden als komplett positiv sieht, es aber an allen Ecken und enden gar nicht danach aussieht. Das ist ja nicht schlimm und tragisch nur eben nicht die selbe Basis einer Diskussion und dafür find ich +/- Strafe und +/- Belohnung ein gutes Raster um jeweils vom selben zu reden. Auch wenn man nicht der selben Ansicht ist oder die selben Methoden in der selben Situation ausführt.


Wenn auf den nicht erfolgten Rückruf ein Stress folgt ob nun als positive oder negative Strafe wird das von manchen Hunden durchaus als Signal genommen nicht mehr zurück zu kehren um dieser negativen Folge aus dem weg zu gehen.
Also ist der ganze Rückruf mit Stress behaftet ;)
Es grüsst

Tabasco

Sportdoggie

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166

Dienstag, 29. August 2017, 15:22

Finde es schade wird das Beispiel mit dem Essen vom Tisch als Absurd betitelt. Ja für meinen Beagle ist es stress neben dem Esstisch zu liegen und nicht zu betteln. Nicht weil sie jemals etwas davon abkriegen würde sondern weil sie SO verfressen ist.

Es mag sein, dass für manche Hunde diese Situation stressig ist. Aber deswegen würde ich das trotzdem nicht als negative Strafe betrachten. Ausser du würdest extra Essen auf den Tisch stellen, um deinen Hund damit negativ zu bestrafen.
Sonst hätte ich die Lerntheorie völlig falsch verstanden.

perrolina

Schnupperdoggie

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167

Dienstag, 29. August 2017, 16:16

@Magira

Nach deinem Post habe ich jetzt den Satz von Lady von wegen "absurd" noch einmal gelesen und bin zum Schluss gekommen, dass man den unterschiedlich verstehen kann.

Zitat

Das mit dem "Lebensmittel vom Tisch verweigern" soll erziehungstechnisch auch eine Strafe sein - sorry, aber das geht meiner Meinung nach echt ins Absurde 8|


1. Ich verstehe das so: Das soll ja auch eine Strafe sein... im Sinne von: ich will den Hund dafür auch bestrafen und ich finde es absurd, wenn man überhaupt in Erwägung zieht, den Hund nicht dafür zu bestrafen
2. Vielleicht hat Lady das aber auch als Frage gemeint....im Sinne von: was? das soll eine Strafe sein? Das ist ja absurd, sowas ist doch keine Strafe.

Für mich ist absolut absurd, sich in dem Moment, in dem mein Hund auf die Idee kommt, etwas vom Tisch zu klauen, darüber nachzudenken, ob ich da nun lerntheoretisch gesehen reagieren darf/muss/soll/kann. Wenn mein Hund das macht, dann sage ich ihm, dass er das sein lassen soll. Bei mir heisst das "nein". Wenn er nicht darauf reagiert, stupfe ich ihm mit dem Finger in den Oberschenkel. Das "nein" und der "Stupf" sind bei mir aber beides Signale, die ich dem Hund vorher beigebracht habe. So wie ich einem Franzosen beibringe, was "non" auf schweizerdeutsch heisst, bevor ich erwarte, dass er mein "nein" versteht.
Bei Amiga kann es übrigens sein, dass sie bei einem "Stupf" laut aufschreit. Nicht weil ich mit soviel Kraft stupfen würde, sondern weil ihre Erregungslage so hoch ist, dass sie darüber erschrickt.
Liebe Grüsse Nicole

Lady

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168

Mittwoch, 30. August 2017, 07:54

Wenn auf den nicht erfolgten Rückruf ein Stress folgt ob nun als positive oder negative Strafe wird das von manchen Hunden durchaus als Signal genommen nicht mehr zurück zu kehren um dieser negativen Folge aus dem weg zu gehen.
Also ist der ganze Rückruf mit Stress behaftet
Meiner Meinung kommt es darauf an, wie man reagiert. Warte ich, bis mein Hund dann endlich zu mir kommt und erfolgt dann eine - wie auch immer geartete - negative Konsequenz, dann ja, gebe ich dir Recht, dann könnte das von manchen Hunden durchaus zum Anlass genommen werden nicht mehr auf den Rückruf zu kommen.
Ich warte jedoch nicht ab, bis Lady sich bequemt zu kommen, macht sie sich bei meinem Rückruf nicht auf den Weg zu mir und zwar ohne Verzögerung (da bin ich schon sehr streng), gehe ich sie holen :nicken: Meistens kriege ich sie natürlich nicht, sie weiss ja dann "was es geschlagen hat", sie merkt mir an, dass ich sauer bin, ich zische nur kurz und dann lässt sie Rute und Ohren fallen und steht wirklich da wie ein geprügelter Hund :hihi: Ich gehe sie anleinen und Rest wie beschrieben.
Meist testet sie jetzt ca. 2x im Jahr aus, ob die Grenzen noch vorhanden sind... Ansonsten hört sie absolut 100% zuverlässig. Im normalen Alltag muss man sie gar nicht rufen, sie ist so toll und selbständig. Sieht sie ein Velo oder Auto, läuft sie an den Wegrand und wartet, kommt ein fremder Hund, macht sie Blickkontakt zu uns, was wir von ihr wollen usw.
Vielleicht hat Lady das aber auch als Frage gemeint....im Sinne von: was? das soll eine Strafe sein? Das ist ja absurd, sowas ist doch keine Strafe.


@Magira

Nach deinem Post habe ich jetzt den Satz von Lady von wegen "absurd" noch einmal gelesen und bin zum Schluss gekommen, dass man den unterschiedlich verstehen kann.








2. Vielleicht hat Lady das aber auch als Frage gemeint....im Sinne von: was? das soll eine Strafe sein? Das ist ja absurd, sowas ist doch keine Strafe.


Für mich ist es völlig normaler Alltag, dass man als Mensch Lebensmittel auf dem Tisch hat und damit keine Strafe für den Hund! Soll auch keine Strafe sein und der Hund soll es auch nicht so empfinden (müssen). Wenn wir essen, darf Lady nicht an den Esstisch (Ausnahme Wohnwagen) und zwar unabhängig davon, ob wir in der Küche, im Esszimmer oder im Garten essen... Lady weiss einfach, dass Esstische für sie tabu sind und respektiert das stressfrei, weil sie das so kennt. Lady ist extrem verfressen und wir können nichts Essbares in für sie greifbarer Nähe stehen lassen - sie klaut 8| Trotzdem hat sie null Stress damit, wenn Essen auf dem Tisch steht, sie liegt entspannt in ihrem Bett.
Liebe Grüsse
Marianne

www.ladys-huetewiese.jimdo.com

perrolina

Schnupperdoggie

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169

Mittwoch, 30. August 2017, 08:18

....ich meinte doch mit Stress nicht die Tatsache, dass Essen auf dem Tisch steht, sondern dass Essen klauen vom Tisch eine Konsequenz mit sich bringt.....
Liebe Grüsse Nicole

Lady

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Lady - Berger des Pyrénées

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170

Donnerstag, 31. August 2017, 07:49

....ich meinte doch mit Stress nicht die Tatsache, dass Essen auf dem Tisch steht, sondern dass Essen klauen vom Tisch eine Konsequenz mit sich bringt....
Ach so :biggrin: Nun ja, im Normalfall ist Lady clever genug sich nicht erwischen zu lassen... Ich hab sie bisher ein einziges Mal direkt beim Klauen gesehen, aber da konnte ich nicht direkt handeln/eingreifen und darum hab ich dann gar nichts mehr gemacht, sondern einfach dafür gesorgt, dass sie sich keinen Nachschub besorgen konnte (wollte sie nämlich... die Platte stand in der Küche auf der Anrichte und sie hatte sich ein Lachsbrötchen davon gemopst als wir unsere Gastgeber begrüssten und ich hab das über die Schulter beim Küsschen geben gesehen...). Ich hab die Platte unauffällig zurückgeschoben, so dass Lady nicht mehr rankam :hihi: Würde ich sie auf frischer Tat ertappen, gäbe es natürlich auch eine Konsequenz :nicken:
Liebe Grüsse
Marianne

www.ladys-huetewiese.jimdo.com

Bläss

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171

Mittwoch, 4. Oktober 2017, 11:19

Bei uns wird, wenn der Hund sich nicht zu benehmen weiss (es geht da vornehmlich um Leute anständig begrüssen), der Hund versorgt an seinem Platz. Dort kann er abkühlen und darf wieder kommen, wenn er sich beruhigt hat.

Wenn er sich beim Warten üben anschleicht, packe ich ihn kommentarlos und setze ihn an seinen angestammten Platz zurück. Warten ist warten und nicht näher robben (auch wenn das zum schiessen komisch aussieht).

Ansonsten arbeite ich viel mit Zuwarten und Ignorieren, sowie dem Wort "Nai".
Merke ich, dass ein Kommando noch nicht ganz sitzt, muss ich es besser konditionieren.

Damit fahren wir bis jetzt ganz gut. Konsequenz ist das Zauberwort.