Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: doggies.ch - das Hundeforum der Schweiz. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

ondra2002ch

Schnupperdoggie

  • »ondra2002ch« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 78

Doggie(s): Beagledame Bonnie & Beagleboy Chester

Wohnort: Cortébert

Beruf: auf Suche

  • Nachricht senden

1

Donnerstag, 24. August 2017, 19:04

Extremer Jagdtrieb

hallo ihr Lieben

heute hatte Chester, mein 11 Monate alterJunghund (Beagle), Riesenglück. Er durfte frei laufen nachdem ich weitherum nichts gesehen habe was er hätte jagen könnte. Weit, weit weg sass ne Katze welche sich aber nicht bewegte. Die konnte er also nicht sehen. Nun, er lief und 2 x kam er zurück doch plötzlich tickte er aus und zischte ab wie ne Rakete mit Jagdgebell. Erst runter, dann rauf in Richting Wald dann wieder runter. Da hoffte ich er würde zu mir kommen aber er raste über die Bahnlinie runter zur Strasse. Da kriegte ich tierische Angst. Ich stand da und weinte vor Angst und sagte nur: nein, nein, nein. Ich konnte nichts tun. Bonnie war längst wieder bei mir. Als er unten war blieb er am Strassenrand stehen und guckte ganz verdattert. Die Lastwagen, einer links einer rechts, blieben stehen und warteten. Ich rannte mit Bonnie an der Leine los. Da kam Chester Gott sei Dank zu mir zurück und ich konnte ihn anleinen. Nun weiss ich dass Chester nie wieder frei laufen darf, traurig aber wahr. Hoffte so dass er es auch kann wenn auch immer nur kurzzeitig.

Kennt das jemand von euch auch?
äs liebs Grüessli,
Bonnie, Chester & Thérèse 6%5

catba

Alphadoggie

Beiträge: 6 638

Doggie(s): Lagotto "Ghiro" / Mudi "Dix"

Wohnort: Geuensee (LU)

  • Nachricht senden

2

Donnerstag, 24. August 2017, 19:16

ach du sch...da hast du bzw dein Hund riesen Schwein gehabt smilie_sh_019 aber eigentlich msst du dich etwas ohrfeigen, denn ein so junger Beagle ist einfach nicht von der Leine zu lassen...extremer Jagdtrieb ist bei dieser Hunderasse einfach normal und auch eine Katze die sich nicht bewegt, ist für ein Beagle kein Problem, denn die Nase ortet alles...gib ihr eine lange Schleppe, dann hat sie genügend Freiheit und du kannst sie im Norfall stopen :nicken:

Magira

Schnupperdoggie

Beiträge: 527

Doggie(s): Zelda, Beagle 2011

Wohnort: kt. AG

Beruf: IT-fürallesMädchen

  • Nachricht senden

3

Donnerstag, 24. August 2017, 19:45

https://everdog.ch/lektuere/beagle-sophie-strodtbeck.html

DAS Buch für Beaglebesitzer.
Natürlich kenne ich dieses Verhalten, genau so jagen Beagle und nicht anders. Die Katze war ihm vermutlich schnurz egal, der hat eher ein Fuchs oder Reh gerochen und dessen Spur abgearbeitet. Auch dieses "nicht ganz da mit dem Kopf" verhalten ist völlig normal und zeigt, dass er eben in seinem Element war. Leine deinen Beagle wirklich an. Ideal sind Schleppleinen von 10 Meter und später wenns gut läuft auch mal 15 Meter. Lerne ihn zu lesen, wann er "chribbelig" wird und wann alles okay ist. Beagle riechen meist schon einige Meter vor der Spur die ersten Moleküle und verändern ihr verhalten. Mit vieeeeel Training ist es möglich auch Jagdschweinchen in diesem Moment zu stoppen und rechtzeitig anzuleinen.

Falls du aus der Region Aargau bist, kann ich dir nur Judith Keller empfehlen (ich glaub Hundeschulen darf man nicht nennen? bitte klärt mich sonst schnell auf :) ) Sie ist für mich DIE Trainerin gewesen die mir genug selbstvertrauen vermittelte und mich unterstütze auch noch die letzten Bausteine zu finden für ein glückliches zusammen leben inklusive Freilauf auch mit sehr triebigem Jagdhund.

Meiner Erfahrung nach ist es besser, wenn der Beagle völlig im Zeugs ist NICHT zu rufen, denn alles was du dann tust ist "mit bellen". Bleibst du ruhig, ist meiner Erfahrung nach die Rückorientierung viel schneller. Ich setz mich jeweils hin, nehm mein Handy hervor, schaue auf die Uhr und dann hab ich so eine art mentales Mantra um mich zu beruhigen. Denn wenn der Beagle erstmal zurück kommt gibts nur eins: FREUEN! Wirst du auf ihn sauer sein, bleibt er beim nächsten mal vielleicht noch länger weg ;) (Ist eine Strasse in der Nähe, versuche ich von dieser weg zu rennen und den Hund so in meine Richtung zu kriegen. Ist dies nicht möglich, sperre ich die Strasse)

(und für alle die denken Zelda wäre permanent am abhauen, auch Einzelfälle prägen sich ein und man lernt ja dazu ;) )
Es grüsst

Anne

Moderatordoggie

Beiträge: 5 086

Doggie(s): Mairin, Aussie

Wohnort: Aarau

Beruf: Schreiberling

  • Nachricht senden

4

Freitag, 25. August 2017, 09:04

(ich glaub Hundeschulen darf man nicht nennen? bitte klärt mich sonst schnell auf :) )


Dochdoch, in passendem Zusammenhang, als Tipp (nicht als Stänkerei) und wenns nicht Eigenwerbung ist, kein Problem :) Finde hier kannst du die Schule gut erwähnen.
We think it's a dog's inalienable right to get dirty.

inhii

Alphadoggie

Beiträge: 17 066

Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

Wohnort: ZH

  • Nachricht senden

5

Freitag, 25. August 2017, 09:23

Also meine rannte auch schon in Kreisen über Wiesen, mit Nase am Boden (ohne Bellen usw., dass kommt erst wenn sie was sehen und abzischen... aber nur am Anfang dann wird es still). Pyri wo jung war, war auch wie abgestellt. Diuni konnte ich in so einer Situation noch gut rufen, aber Pyri... keine Chance bis sehr schwer (besserte sich aber mit der Zeit auch).

In Österreich verschwand sie mal im Schnee wegen Spuren. Ich rief und rief, dann bellte sie wo. Dachte sie hätte nun was gestellt oder so :huh: , aber sie ist in ein Loch gefallen und rief nach Hilfe. Ich musste sie mit einer Aktion dort rausholen (mich halb abseilen), dann rannte sie wieder davon in die andere Richtung, dort rannte mein Freund hinterher und konnte sie packen weil sie 1m neben ihm vorbei rannte. Da war sie wie abgestellt. Er musste sie fast wie wachrütteln. Echt krass. Dort war immerhin keine Gefahr von Autos usw. Aber auch da hatte ich Schiss um sie. :S

Aber ja, ich kann Mitfühlen wenn ein Hund auf der Strasse landet (und sogar mehr als nur das). Dann überlegt man sich doppelt, ob man sein jagigen Hund überhaupt noch von der Leine lässt. Ich habe für mich und meine Hundis ein Weg gefunden, wie sie auch mit minimen Freilauf glücklich sein können. Mich stört/nervt es nicht, wenn sie halt an der langen Leine sein müssen. Und ich passe einfach extrem auf wenn sie im Freilauf sind. Freilauf für die Hunde ist für sie sicher schön, für mich aber zu 90% ein Stress. Und wenn es mit einem Jagdausflug endet mit ungewissem Ausgang, ist es auch nicht toll.

Mir ist das Hundeleben einfach wichtiger als den Hund unbedingt frei haben zu müssen/wollen. Es ist schön wenn ein Hund entspannt frei sein kann und immer bei mir ist, aber es ist nun mal nicht so. Ich denke hie und da, wow... wäre es schön wenn er hier nun frei sein könnte (schöne Gegend usw.). Aber dies geht nicht weil ich wohl nach 10min. kein Hund mehr hätte.

Ja, ob und wann du wieder dein Hund frei lassen kannst, wir die Zeit zeigen.

Sei froh lebt er noch und liegt nicht unter dem LKW. :nicken:

Magira

Schnupperdoggie

Beiträge: 527

Doggie(s): Zelda, Beagle 2011

Wohnort: kt. AG

Beruf: IT-fürallesMädchen

  • Nachricht senden

6

Freitag, 25. August 2017, 11:44

(ich glaub Hundeschulen darf man nicht nennen? bitte klärt mich sonst schnell auf :) )


Dochdoch, in passendem Zusammenhang, als Tipp (nicht als Stänkerei) und wenns nicht Eigenwerbung ist, kein Problem :) Finde hier kannst du die Schule gut erwähnen.
Dann wärens die beiden :)
Wunderwelt Hund |Judith Keller
Dogable | Anja Fiedler (gibt regelmässig Seminare in der Schweiz)

Beide waren für mich und sind weiterhin die einzigen in der Schweiz die fachlich, wissenschaftlich fundiertes, Wissen über das Jagdverhalten verständlich und positiv vermitteln. Sie gehen auf Hund & Halter ein und suchen gemeinsam mit dir Lösungen was passt. Da geht es nicht nur um das ableinen aber alle Schritte führen irgendwann in diese Richtung. Hier wird auch mit den unterschieden gearbeitet, wie und warum ein Hund jagt und nicht wie bei Pia Gröning wo alles in einen Topf geworfen wird. Obwohl ihr Buch

Antijagdtraining
Pia Gröning, Ariane Ullrich
ISBN: 978-3-9810821-2-8

sicher auch ein einstieg wäre in das Verstehen und lernen. Nur fand ich da nicht immer alles auf den Beagle umsetzbar da er teilweise eine "andere" Art hat zu zeigen, was für ihn Bindung und Beziehung ist.

Zelda war 2 Jahre lang permanent an der Leine und es hat ihr nicht geschadet :super: im Gegenteil, sie geniesst heute mehr freiheiten als Miyu die seit eh und je immer wieder frei laufen darf. Manchmal sind 10 Meter mehr Freiheit als ewiges "bewachen" und korrigieren.
Es grüsst

whyona

Kläfferdoggie

Beiträge: 351

Doggie(s): Tarek, mein kleiner Chaot und Whyona fest in meinem Herzen

  • Nachricht senden

7

Freitag, 25. August 2017, 13:11

Jep die beiden kann ich auch empfehlen :-)
Grüsse Nathalie mit

Tarek, Tervueren, 12.11.2014
Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

Tabasco

Sportdoggie

Beiträge: 1 886

  • Nachricht senden

8

Freitag, 25. August 2017, 13:49

Manchmal sind 10 Meter mehr Freiheit als ewiges "bewachen" und korrigieren.

Das finde ich eine sehr schöne Aussage. :good:

inhii

Alphadoggie

Beiträge: 17 066

Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

Wohnort: ZH

  • Nachricht senden

9

Freitag, 25. August 2017, 14:43

Finde ich auch Magira...

ich sah es so gut an Diuni, sie bewegte sich lockerer und freier an der Flexi als wenn sie ganz frei war :nicken: . Aber es gibt immer wieder HH oder auch sonstige Menschen, wo denken ein Hund der leidet ja so extrem wenn er an der Leine sein muss ;) .