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Bluenote

Admindoggie

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Beiträge: 8 132

Doggie(s): *Shirin* Schnauzer-Mix

Wohnort: Kanton ZH

Beruf: Diplomierte Verpeiltheit

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1

Donnerstag, 31. August 2017, 16:26

Welpe zu Shirin

Hey Fories :winke:

Mich lässt der Wunsch nach einem Border Terrier absolut nicht los. Ich vermisse Yanchi so sehr und mit ihr meine Traumrasse. Es vergeht kein Tag, an dem ich mir nicht wieder so einen kleinen-grossen, pfiffigen, lustigen freundlichen, gschaffigen, herzerwärmenden Gnom :d an meiner Seite wünsche. :0herzsm0:
So rein theoretisch kann ich es kaum erwarten, bis hier wieder so ein Teilchen einzieht. :zwinker:

Nun habe ich ja schon mal an anderer Stelle erwähnt, dass ich sicher wieder einen Welpen und keinen bereits erwachsenen Hund möchte. Ich möchte je nach Eignung mit dem kleinen Ding dann auch hundesportlich und/oder sozial und/oder im Rettungshundebereich arbeiten. Das heisst, ich brauche einen möglichst sozialen, menschenfreundlichen, unerschrockenen und offenen Hund, was Border Terrier von Natur aus eigentlich sind, darum gefallen sie mir ja auch so.

Nun ist da aber ja Shirin. Meine Hexe, die weder Freude an fremden Menschen noch an Hundebegegnungen mit ihr unbekannten Individuen hat. Shirin ist ein Kläffer. Nicht in der Wohnung, da benimmt sie sich vorbildlich. Aber draussen ist es ein ewiges Arbeiten und Lenken und Aufmerksamsein. Das Verbellen von Menschen ist durch unermüdliches Training viel besser geworden. Aber passiert halt immer noch in gewissen (Überraschungs-)Momenten oder wenns zu viel aufs Mal ist.

Hunde kreuzen ohne Geräusche klappt fängs manchmal, aber gar nicht regelmässig. Bzw brauchts halt immer und jedes Mal viel Management. Und Direktkontakt ist jetzt auch nicht so unsere Lieblingsbeschäftigung. ;)

"Einfach mal so locker durchspazieren" bei Begegnungen jeglicher Art ist also nicht drin, oder auf jeden Fall noch nicht garantiert. Arbeit ist immer nötig, damit es klappt.

Es wird aber immer noch etwas besser, ich muss einfach dranbleiben.

Aus diesem Grund wollte ich bis anhin eigentlich warten mit dem Borderwelpen, bis Shirin mal nicht mehr ist. Ich fände es saublöd, wenn da unerwünschte Verhaltensweisen abgeguckt werden.
Shirin wird im Oktober acht...es dauert also hoffentlich noch einige Jahre, bis sie ins Regenbogenland weiterreist.

Da meine Sehnsucht und mein Wunsch aber so immens sind, mache ich mir je länger je intensiver Gedanken darüber, ob und unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Massnahmen und welchem Risiko eine Welpenübernahme trotzdem möglich wäre.

Darum möchte ich gerne in die Runde fragen:

Wie seht ihr das so?

Denkt ihr, es wäre möglich, das Ganze so zu "deichseln", dass Shirins Verhalten den Welpen nicht negativ beeinflusst?

Glaubt ihr, dass ein gut geprägter und sozialisierter Welpe, der ohne Probleme mit Mensch, Hund und Umwelt zu uns kommt, sich durch eine Shirin dermassen suboptimal "umpolen" lassen würde, dass Probleme entstehen?

Falls ihr in so einer Situation wärt und euch für einen Welpen entscheiden würdet...wie würdet ihr den Welpen grossziehen? Getrennte Aktivitäten und viele positive Erlebnisse mit dem Welpen/Junghund alleine?

Inzwischen denke ich mir, dass die "Mission Welpe" erfolgreich zu schaffen wäre, wenn ich mich entsprechend bewusst dafür engagiere.

Oder findet ihr das absolut unmöglich und viel zu risikoreich?

Wie sehen eure Gedanken dazu aus?

Mit Shirin im gleichen Haushalt wird sicher klappen, da mache ich mir keine Sorgen. Sie versteht sich eigentlich mit allen Hunden, die sie kennt. Unsere Ferienhunde sind jedenfalls nie ein Problem gewesen.

Ich habe nun einer CH-Züchterin gemailt, die mir sympathisch scheint und angefragt, ob ich sie mal besuchen und sie und ihre Hunde kennenlernen darf (denn auf Züchtersuche bin ich sowieso). Ich werde sie dann auch noch fragen, wie sie die Sache einschätzt.

Hmmmmmmm... :gruebel1:
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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2

Donnerstag, 31. August 2017, 17:29

Ich versuche mal meine Gedanken und Erfahrungen in Wort zu fassen :nicken:

Denkt ihr, es wäre möglich, das Ganze so zu "deichseln", dass Shirins Verhalten den Welpen nicht negativ beeinflusst?

Ich bin gar nicht mehr sicher wie viel du arbeitest? Hättest du die Zeit um allenfalls auch getrennt laufen zu gehen?

Ich hatte da das Problem, dass ich ja den Welpen nicht alleine Zuhause lassen konnte, weil er jaulte und aus Stress pinkelte. :(



Glaubt ihr, dass ein gut geprägter und sozialisierter Welpe, der ohne Probleme mit Mensch, Hund und Umwelt zu uns kommt, sich durch eine Shirin dermassen suboptimal "umpolen" lassen würde, dass Probleme entstehen?


Ich kann ein Beispiel aufzeigen: Von Diuni (total unsicherer panischer Hund von Welpe an, jedoch nie nach vorne gerichtetes Verhalten) und Pyri (Welpe, total selbstsicher, mutig und offen zu allem). Diuni war dazumal gut 5,5 Jahre alt. Auch in dem Alter, wo sie sicher noch nicht perfekt war aber ich sie händeln konnte (Sicherheit geben konnte) und trotzdem genug Aufmerksamkeit für den Welpen nebenher hatte. Heisst vor allem bei Hundekreuzungen wo Diuni ängstlich reagierte, war sie soweit, dass ich ihr nur noch halbe Aufmerksamkeit widmen musste. :nicken:

Pyri war kein Thema beim Kreuzen, als sie Welpe war. Ausser halt evtl. ein unregelmässiger Gang (hat ja Jeder Welpe), wo es auch etwas schwieriger machte weil Diuni schnell vorbei wollte. Aber es pendelte sich schnell ein und Klein-Pyri lernte an fremden Hunden einfach vorbei zu gehen ohne lange zu schauen usw. ;) Ich lotste einfach beide mit Leckerchen vorbei damit es genug ,,schnell,, ging. :nicken:

Einzig wo ich Probleme hatte: Trotz ängstlicher Diuni, wollte Diuni Klein-Pyri schützen gegen andere Hunde. Heisst das Verhalten von Diuni wurde für 2-3 Monate wieder schlechter/anders, heisst nun doch etwas nach vorne gerichtet :rolleyes: . Aber mit konsequentem korrigieren, dass dies nicht ihr Job ist, ging es schnell weg. Ab da war es kein Problem mehr.

Pyri als sicherer Welpe schaute in der Sicht überhaupt nichts ab. Sie wurde weder unsicher noch sonst was. :nönö: so auch beobachtet bei anderen Hunden in unserer Familie.

Viele (sogar dazumal Hundetrainer) sagten dazumal: Du darfst jaaaaa nie mit beiden zusammen laufen gehen, weil Pyri sonst auch so wird wie Diuni. Stimmte überhaupt nicht und erlebte es noch nie so. Wenn ein Welpe sicher ist, dann bleibt er es auch ausser er macht schlechte Erfahrungen.

Also da hätte ich nun nicht so Schiss, nur... musst du wirklich einen sicheren Welpen erwischen. Ich hatte das Glück und somit war es ,,einfach,,.

Ich hatte eher das Problem, dass Pyri-Welpi Diuni Zuhause etwas moppte. :pfeifen: ;) aber das ist wieder was anderes.


Falls ihr in so einer Situation wärt und euch für einen Welpen entscheiden würdet...wie würdet ihr den Welpen grossziehen? Getrennte Aktivitäten und viele positive Erlebnisse mit dem Welpen/Junghund alleine?

Ich machte sehr viel zusammen, wie Alltag, Spaziergänge. Diuni musste sich anpassen und halt viele kurze Runden machen. Mit meinem Freund zusammen konnte ich aber auch getrennt gehen aber nur damit Diuni wieder mehr laufen kann. Nicht wegen Pyri als Welpe. OK; geschadet hat getrenntes Laufen natürlich nicht ;)

Später war mir wichtig, dass jeder Hund auch Zeit mit mir selber hat. Als Pyri ins Junghundalter kam. Denke das tut den Hunden schon gut, darum hatte jeder Hunde seine Hundeschule wo nur er mit durfte. später aber, nahm ich wieder beide zusammen mit in die Hundeschule.

Übungen konnte ich mit Welpi gut machen. Diuni einen Kauriegel gegeben, sie war zufrieden. Und Welpi konnte mit mir in der Stube Übungen machen :nicken:

Es waren aber alles nur Phasen, nach Gutdünken was es eben grad brauchte. ^^



Inzwischen denke ich mir, dass die "Mission Welpe" erfolgreich zu schaffen wäre, wenn ich mich entsprechend bewusst dafür engagiere.

Machbar ist alles, aber teils halt einfach schwieriger / anspruchsvoller und man muss halt schon damit rechnen, dass der Welpe evtl. nicht so perfekt wird als wenn er ohne Kollegenhund mit ,,Macken,, aufwächst. Aber nur trennen wäre für mich nicht die Lösung, dann würde ich lieber warten bis der eine Hund nicht mehr da ist oder wirklich zum Omi-gemütlichen-Hund geworden ist.



Oder findet ihr das absolut unmöglich und viel zu risikoreich?

Ich kenne Shirin nicht wirklich. Ich traf sie ja nur einmal und da fand ich sie nicht tragisch. Sie bellte am Anfang etwas und dann fand ich sie ganz OK. Aber vielleicht hatte sie da einen guten Tag ;)

Darum ist es schwer dies abzuschätzen für Leute wo dein Hund nicht wirklich gut kennen. :noidea:



Wie sehen eure Gedanken dazu aus?

Wie soll ich es sagen: Es ist ein abwägen. Aber sobald man dann denkt ,,ohhh, wäre Shirin nicht da, könnte ich schon längst mein Traumhund haben,,. Dann ist es Zeit den Traumhund zu holen. Weil innerlich würde man sonst ja das Ende von Shirin herbei sehnen und das ist absolut unfair.

Kannte eine Kollegin mit glaub 4 Hunden (2 davon wirklich alt usw.) der Mann erlaubte kein 5 Hund. Dann merkte sie, wie sie fast ,,wünschte,, das einer geht. Der Mann hat es ihr dann doch erlaubt und alles ging gut. Sie weinte fast über ihre Gedanken weil sie alle liebte, aber eben... der Wunsch nach dem Traumhund war auch sehr stark. Und wenn man so Gedanken bekommt, muss man was machen. Weil das ist echt krass, wenn man quasi auf den Tod seines Hundes wartet :S

Bluenote

Admindoggie

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Doggie(s): *Shirin* Schnauzer-Mix

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3

Donnerstag, 31. August 2017, 17:54

Danke inhii! :super:

Ich arbeite 50%, immer vormittags. Das wird voraussichtlich auch so bleiben. Meine Mutter wohnt im gleichen Block und Shirin ist eh immer bei ihr oben während ich arbeite. Ebenso Ferienhunde...also das wäre kein Problem. ;) So könnte ich das Alleinebleiben (das Shirin problemlos kann) gut üben und hätte keinen Stress, weil es so schnell wie möglich klappen muss.

Yanchi konnte ich teilweise mit an den Arbeitsplatz nehmen und unsere verstorbene Ex-Chefin hatte immer ihren Toller dabei...da wären sicher auch noch Optionen offen falls mal notwendig. :smile:

Ich denke eben auch, dass ein sicherer Welpe - und wenn ich das Aufwachsen halt entsprechend anpasse - nicht zwangsläufig Schlechtes abguckt. Aber ich glaube schon, dass ich für genügend Kontakte und positive Erlebnisse ohne Shirin sorgen müsste.

Shirin machts immer besser. Und ich beginne langsam daran zu glauben, dass nach den ersten Monaten, wo ich wirklich schauen müsste, dass Borderli möglichst normal wird, dann auch gut beide Hunde zusammen führen könnte draussen. Ging mit Yanchi ja auch und da war Shirin noch nicht so weit.

Ich bin sehr, sehr viel am Nachdenken zur Zeit. :k_irre: :d

Ich möchte auch ehrlich mir selbst gegenüber bleiben und wirklich vernünftig abwägen und meine Entscheidung für oder gegen einen Welpen ganz bewusst treffen. Ich glaube, wenn ich gewillt bin, mich voll und ganz dahinter zu stellen, kann das gut klappen. Aber nur dann und da muss ich mir klar werden, ob ich das leisten kann und möchte.

Wichtig ist mir auch, dass ich garantieren kann, dass Shirin dann nicht zu kurz kommt. Da wäre der Sinn komplett verfehlt.

Hoffen, dass Shirin geht, tu ich natürlich nicht. Ich liebe sie sehr fest und finde sie trotz allem einen tollen, lässigen Hund. Aber ich merke schon, wie sehr es mir zu schaffen macht, noch weitere fünf, sechs, sieben Jahre auf den Border zu warten.
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

catba

Alphadoggie

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Doggie(s): Lagotto "Ghiro" / Mudi "Dix"

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4

Donnerstag, 31. August 2017, 18:28

oh, das ist alles sehr schwer einzuschätzen, sogar für dich und für mich (uns) um so mehr...bei mir steht auch schon länger ein Welpenwunsch offen und es ist ja eine vergleichbare Situation wie bei euch, ausser, dass Dix erst 5,5 jährig ist...ich habe mir auch schon viele Gedanken gemacht und komme zum Schluss, dass du dir bewusst sein musst, dass es unter Umständen sehr anstrengend werden kann, ABER es könnte auch eine possitive Veränderung bringen...wenn du für jede Richtung bereit bist, dann ist es der richtige Zeitpunkt :nicken: hast du eine Ahnung wie Shirin, ganz allgemein, auf ein Welpen reagiert?

inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

Wohnort: ZH

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5

Donnerstag, 31. August 2017, 18:35

Wäre deine Mutter auch einverstanden? Sie würde ja dem Fall zu beiden schauen wenn du arbeitest am Morgen...

So hast du es ja wirklich ideal. Du kannst Welpi oder Shirin kurz nach oben geben und so auch mal getrennt laufen gehen. :nicken: Nur trennen würde ich auch nicht, sie sollen ja auch von Anfang an lernen zusammen draussen klar zu kommen. Aber vielleicht kann dich am Anfang Jemand begleiten, so dass du dich wohl auf einen Hund konzentrieren kannst aber der zweite Hund trotzdem auch mal dabei ist.

Ja, was soll ich sagen. Für mich klingt es nicht unmöglich. 2 Hunde sind immer streng, teils stressig und anstrengend... rauben einem Mal den Nerv und es werden sich sicher auch kleinere Fehler einschleichen. Aber so ist das nun mal ;) :pfeifen: Man hat halt kein Anrecht auf Perfektion ;) aber man kann ja seine Fehler später wieder aufbügeln ;) :nicken: (nur sofern das Bordertier dann doch was doofes abgucken würde).



Von wegen abschauen: Also meine jetzigen 2 merken einfach wenn der eine Hund nervös wird, dann reagiert der andere Hund sofort auch, obwohl er nicht weiss was wirklich los ist. So vielfach wenn Pyri was jagiges in der Nase hat und nervös wird, dann schaut Flaffy Pyri an und wird auch nervös obwohl sie gar nicht weiss warum. So auch wenn Beispiel Flaffy aus Unsicherheit bei Hundekreuzungen nervös wird, dann reagiert Pyri darauf.

Ich finde her so Sachen ,,schauen,, sie ab. Heisst nicht abschauen sondern genau dann wie ,,anstecken,, lassen. Nicht das sie es dann immer tun...

Sie schaukeln sich dann einfach teils hoch, so muss ich teils strenger sein damit es im Ansatz aufhört, weil man sonst 2 durchgeknallte Hunde hat ;) :pfeifen:

Psovaya Borzaya

Alphadoggie

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Doggie(s): ein barsoi und ein whippet

Wohnort: Balterswil TG

Beruf: dipl. pflegefachfrau, 20% pensum im nachtdienst

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6

Donnerstag, 31. August 2017, 19:20

ich bin da nicht so kompliziert und vertrau auf mich selber: wofür ich brenne, das schaffe ich auch, fertig. bei mir sind die dinge anders: nastassja will keinen welpen, also gibt es keinen. shirin ist ja an sich problemlos mit dem welpen, wie du schreibst. ich kenne shirin ja sowieso nur von der schoggiseite... vergesse nie wie sie jendayi zum spiel aufgefordert hat und ich bis dahin laut deiner beschreibung sowas nicht für möglich gehalten hätte...

ich würde auf alle fälle auch mehr trennen als ich das bei einem "problemlosen" ersthund würde. also begegnungen mit andern menschen insbesondere auch ohne sie machen. trotzdem glaub ich nicht, dass solches verhalten der welpe abschaut so mir nichts dir nichts. dawn hat sich völlig an nastassja vorbei entwickelt, die waren in ihrer art komplett verschieden. sogar jendayi und dawn, die miteinander gross wurden und wirklich wie pech und schwefel zusammen waren, entwickelten ganz eigene persönlichkeiten. aber klar würd ich schauen, dass welpi gute erfahrungen mit menschen macht und wer weiss, ev. schaut sich sogar shirin was vom welpi ab statt umgekehrt.

wenn du zeit genug hast, das wirklich willst, dann schaffst du das auch, da bin ich mir sicher.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Nickquenim

Alphadoggie

Beiträge: 4 092

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7

Donnerstag, 31. August 2017, 21:32

Ich habe bei Hootch gesehen: es geht. In meinem Falle das Beste, was ich je machen konnte. Chess zu Hootch zu nehmen. Doch die Überlegungen waren da, Monatelang...

Du kennst Shirin selber am besten. Ich würde da ganz auf mein resp. dein Bauchgefühl hören :smile:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nickquenim« (31. August 2017, 22:03)


Disney92

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Sheltierüden Disney & Ayden

Wohnort: Hergiswil NW

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8

Freitag, 1. September 2017, 07:50

Disney war 5 Jahre alt, als Ayden einzog. Er ist ein sehr souveräner Rüde, allerdings wacht er zuhause und meldet gerne wenn etwas "komisch" ist. Er ist auch sehr reserviert Fremden gegenüber, für mich soweit kein Problem, aber sobald mich Leute ansprechen, fühlt er sich auch angesprochen :pfeifen: Meine Angst war insofern, dass Welpli diese Sachen übernimmt und ich dann je nachdem zwei kläffende Hunde an der Leine hab.

Ayden liebt die meisten Menschen über alles, das komplette Gegenteil von Disney. Ihn musste ich bremsen, dass er nicht an jedem Passant hochspringt. Auch das Wächtern zuhause, kein Thema. Er versteht meist nicht warum Disney jetzt unruhig wird oder bellt. Er konnte von Disney's Selbstsicherheit profitieren, aber er hat kaum Verhaltensweisen abgeschaut. Dazu muss ich sagen, ich war so gut wie nie alleine mit den Hunden unterwegs. Disney hatte weiterhin seine Trainings, mit Ayden ging ich wenige Male in die Welpenspielgruppe und später dann ins Welpen-Agility. So hatte jeder Zeit für sich, zuhause/unterwegs wurde auch geübt, aber meist mit beiden zusammen.

Man merkt Ayden sehr gut an, wie er sich an Disney orientiert. Er war allerdings auch ein sehr schrechhafter, ängstlicher Welpe und hat sich zu einem kleinen Machoman entwickelt. :d

Wie ist Shirin mit anderen Hunden, die sie kennt? Oder wie denkst du würde sie mit einem Welpen klar kommen?
Bei Disney merk ich manchmal, wie er etwas genervt von Ayden ist. Er ist doch schon 7, hat so seine Probleme und Ayden ist 2 und würde am liebsten die ganze Zeit spielen und toben.

Crispy

Sportdoggie

Beiträge: 1 581

Doggie(s): Breeze (*2010) Australian Shepherd Hündin

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9

Freitag, 1. September 2017, 09:12

Bei mir ist das Thema ja gerade aktuell und ich kann Dir kurz schreiben, was ich gemacht habe bzw mache.
Ich habe mich ganz ganz bewusst für eine bestimmte Zucht entschieden und meinen Wunsch nach Hundesport/Aktiven Hund etc nach hinten gestellt. Das heisst, ich habe bewusst nach einem Hund gesucht, der zu Breeze passt. Und dabei bewusst auch in Kauf genommen, das wir eben nicht in dem Ausmass Hundesport machen können, wie ich es gerne wollte oder mit Breeze gemacht habe. Denn wirklich Beides in einem Hund zu finden, war zumindest bei meiner Wunschrasse etwas unmöglich. Entweder eine Zucht mit arbeitswilligen, sportlichen Hunden oder eine Zucht mit eher ruhigen, ausgeglichenen Hunden (die aber nicht wirklich erfolgreich im Hundesport sind).
Mir war es wichtig, das zu Breeze ein ausgeglichener offener Hund kommt. Breeze hat Probleme mit Hundebegegnungen und ist nervlich auch nicht die Stärkste. Auch kläfft sie gerne am Gartenzaun...dazu ein Welpe aus einer Arbeitslinie, das hätte gut gehen könne, ja. Aber die Wahrscheinlichkeit, das es schief geht, war viel höher.

Sei Dir einfach bewusst, das es viel viel Zeit braucht. Viel mehr Zeit, als ich zB mit Crispy & Breeze zusammen brauchte,da Crispy sehr unkompliziert war. Das sind ja nicht nur Einzelspaziergänge (dann mit guten Hundebegegnungen), es sind auch viele andere Dinge die ich nun Einzeln mache. Kennenlernen von Alltagsdingen mache ich zB auch Einzeln und Zusammen. Und auch die "Erziehung" ist anders geworden. Kookie lernt eigentlich erst mal nur eins und das ist Ruhe. Viele Ruheübungen, kleine Konzentrationsübungen, Hundebegegnungen und sonst nichts. Auch wenn es wirklich schwierig ist, nicht das gewohnte "Welpenprogramm" durchzuziehen. Kookie kann weder Platz, noch Tricks. Aber sie kennt ihr Kommando für "Pause", sie kennt die Box und sie kennt konditionierte Entspannung. Sie kann super schon alleine bleiben oder auch "alleine" bleiben mit Breeze.

Ich habe bewusst für Kookie einen Hundesitter gesucht, bei dem wirklich viel los ist und alle 1-2 Std neue Hunde in den HUnde Salon kommen. So hat Kookie viele viele Hundebegegnungen, viele verschiedene Rassen und ich hoffe, auch das wirkt dazu, das sie das Verhalten von Breeze gegenüber fremden Hunden nicht annimmt. Sie geht also ganz bewusst an einen Ort, wo sie Hunde um sich hat und auch immer wieder fremde Hunde dazukommen.

Und die Frage ist halt auch, wie kannst Du Dir aus dem Wurf den "sichersten" Welpen aussuchen? Hast du die 1. Auswahl? Teilt der Züchter zu? Ich finde, man sieht es halt auch teilweise noch nicht wirklich und es kann sich ja auch noch ändern in den ersten Monaten.
Und dann musst Du Dir genau überlegen, was Du für eine Art Hund willst. Ein sicherer offener Hund ist nicht unbedingt immer eine Sportskanone. Also suchst du nach dem Aspekt "ich will Hundesport machen" aus oder nach "der Hund muss zu Shirin passen". Denn das sind 2 Dinge, die nicht unbedingt zusammen passen. Klar kann es sein, das der selbstsichere ruhigere offene Hund auch eine Sportskanone ist bzw wird. Aber ich kenne mich mit Border Terriern auch nicht aus. Bei Hütehunden ist das ein Punkt, der sehr wichtig ist...man muss sich bewusst sein, das man vielleicht nicht DIE Sportskanone bekommt, aber dafür DEN perfekten Hund für den Alltag.

Ich habe meine Entscheidung nie bereut bis jetzt. Allerdings hat Breeze auch wirklich wieder gezeigt, wie toll sie ist und hat Kookie sehr offen empfangen. Ich wusste aber auch vorher, das Welpen/Junghunde meistens kein Problem sind und wir haben natürlich auch lange an ihren "Problemen" gearbeitet in einem weiteren Einzeltraining.

Aber ja, ich muss zugeben das Breeze manchmal etwas kurz kommt. Ich habe aber das Glück, das sie ihr Hofleben liebt und die Männer sie ständig mitnehmen. Sie ist also kaum alleine. Wäre ich aber alleine, wäre auch Breeze öfter alleine als ich mir das wünschen würde...das war also auch ein ganz wichtiger Überlegungsgrund hier. Kommt Breeze zu kurz...

So eine Entscheidung ist nicht schnell zu fällen und nicht einfach...bei uns klappt es bis jetzt sehr gut.

Gruss Wendy

Bluenote

Admindoggie

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Doggie(s): *Shirin* Schnauzer-Mix

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10

Freitag, 1. September 2017, 09:52

Vielen Dank für all eure Gedanken und Erfahrungen! :smile:

Shirin geht problemlos mit allen Hunden und Menschen, die sie kennt. Da kann ich dann auch in grossen Gruppen mitlaufen, Besuch empfangen, Ferienhunde haben...sie ist total unkompliziert, sobald ihr Zwei- und Vierbeiner nicht mehr fremd sind.

Über "Shirin und Welpe" mache ich mir daher keine Sorgen. Das wird klappen. Shirin ist selbst ein Haudegen und saust und spielt gerne...einen quirligen Welpen kann sie gut wegstecken, glaube ich. ;) Ich muss die dann wohl eher bremsen. :d

Shirin macht ja wie gesagt wirklich immer mehr Fortschritte. So war sie ja auch für eine Ferienwoche im Tierheim, in einer Gruppe mit ihr zuvor unbekannten drei weiteren Hunden, und das hat sehr gut geklappt. Sowohl mit den Hunden als auch mit den Tierpflegern.

Es ist einfach das Bellen und Blödtun draussen bei Begegnungen. Aber da müsste ich dann einfach wie erwähnt dafür sorgen, dass klein Borderli viele positive Erlebnisse hat, viel mit verschiedenen Hunden und Menschen in Kontakt kommt und ich die "Ansteckungsmöglichkeiten" minimiere.

Ihr macht mir mega Mut und ich glaube inzwischen wirklich, dass es machbar ist. ^^
Nun muss ich mir darüber klar werden, ob ich das leisten kann und möchte. Und mit meiner Mutter muss ich natürlich auch erst reden. Sie hat das Borderding ja dann vormittags und mit ihrer MS kann sie nicht so gut dauernd hinterher rennen. Da müssen wir sehr gut schauen, wie und ob das klappen könnte.
Wenn das Kleine so unkompliziert ist wie Yanchi es als Welpe war, dann wirds kein Problem ;) , aber das weiss man ja nicht vorher.

Aber ich fühle mich bestärkt durch euch und mache mich nun ans konkrete Nachdenken, ob ich bereit bin für die praktische Umsetzung. ;)
Gleich morgen zieht eh noch kein Welpe ein. :d
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

Caro&Benji

Alphadoggie

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Doggie(s): Border Collie-/Schäfer-Mix Benji

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11

Freitag, 1. September 2017, 10:55

Ich finde, die Voraussetzungen bei dir sind gegeben. :good: Und es muss ja nicht nur sein, dass Welpi bei Shirin "Macken" abschaut, es könnte ja auch gut sein, dass sie durch ihn lernt, wenn er grösser und durch deine Erziehung draussen souverän ist. :)

Und ich bin immer noch der Meinung, dass ich bei Shirin gar kein grosses Problem gesehen hätte, wenn du es mir nicht erzählt hättest. :P Viel Glück, ich hoffe für dich, dass dein Traum vom Borderli in Erfüllung geht! :good:
"It's the detours that make us who we really are." - Sheryl Crow

Bolotta

Alphadoggie

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Doggie(s): Luna, Labi Mischling und Honey Mischling

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12

Freitag, 1. September 2017, 13:29

Bei uns war es umgekehrt: Luna kam zu uns, als unsere älterer Hündin Taiga noch lebte. Obwohl ich nie bewusst mit bekommen habe, dass sie Luna positiv geprägt hätte, entwickelte sich Luna schon bald zu einem echt tollen Hund. Taiga starb leider bereits 6 Monate nach Luna's Einzug.

Danach war Luna 9 Monate alleine, als Honey mit 7 Monaten zu uns - erstmals ferienhalber - kam. Sie stammt ursprünglich aus Mauritius aus einem Tierheim, musste erst in die Quarantäne, bevor sie zu ihren Vorbesitzern in die Schweiz kam. Nach 3 Monaten war sie dann erstmals bei uns in den Ferien. Sie war eine sehr ängstliche und unsicherer Hündin. Doch Luna gab ihr wohl sehr viel Halt und auch wir gaben ihr wohl auch viel Sicherheit durch liebevolle und konsequente Erziehung.

Honey ist nun ein echt toller Hund. Von ihrer Unsicherheit ist nicht mehr viel zu merken. Wir können sie gut lesen und wissen genau, wann wir sie aus einer Situation heraus nehmen müssen. Ihre Vorbesitzerin meinte, das wäre auch Luna's Verdienst. Ob das wirklich so ist, kann ich nicht beurteilen.

Aber ich spüre bei dir, dass der Wunsch ganz stark vorhanden ist. Da kann es wohl nicht so falsch sein, denn du machst es bestimmt sehr gut. Wünsche dir ganz viel Glück.

Crispy

Sportdoggie

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Doggie(s): Breeze (*2010) Australian Shepherd Hündin

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13

Freitag, 1. September 2017, 16:00

Also ich muss sagen, so ein kleiner Welpe tut einfach auch der Seele gut nach einem Verlust...

Ich würde mir vielleicht noch einen "Notfall" Sitter suchen fürs Borderli, falls es Deiner Mutter doch mal zu viel wird. Also einen Notfallplan, wenn etwas aussergewöhnliches ist. Ich bin ja super super super mega zufrieden in Fällanden :d

catba

Alphadoggie

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Doggie(s): Lagotto "Ghiro" / Mudi "Dix"

Wohnort: Geuensee (LU)

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14

Freitag, 1. September 2017, 19:09

Shirin geht problemlos mit allen Hunden und Menschen, die sie kennt. Da kann ich dann auch in grossen Gruppen mitlaufen, Besuch empfangen, Ferienhunde haben...sie ist total unkompliziert, sobald ihr Zwei- und Vierbeiner nicht mehr fremd sind.

achso, das ist ja nur halb so wild ;) ist natürlich spass :d so ein kleiner Racker kann durchaus auch possitive Veränderungen bringen...am Anfang musst du ja sowieso getrennt spazieren gehen (verschiedene Asprüche) und dann wid sich eins nach dem andern ergeben...