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Bläss

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Bläss *16/12/2016

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1

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 09:49

Kontrolle im Trieb

Wie mein Nick schon unschwer erkennen lässt, habe ich einen Bläss (Appenzeller Sennenhund). Er hat keine Papiere, sondern ist eine Bauernhofmischung, allerdings wurden nie wissentlich andere Rassen eingekreuzt.

Er kam mit 3 Monaten zu uns und soll seinen Ur-Aufgaben auch nachgehen dürfen. Wachen, Aufpassen, Treiben. Ersteres beides macht er hervorragend, auch wenn wir ihm beibringen mussten, wann es genug ist mit der Bellerei. Er ist Menschen gegenüber eher skeptisch, das haben wir mit der Hundeschule gut in den Griff bekommen. Wenn er einem vertraut aber der Goldschatz in Person. Stichwort: "Will to please". :smile: Auch Hunden (auch Fremden gegenüber auf dem eigenen Hof) ist er sehr freundlich und sozial.

Nun ja, die dritte Aufgabe, das Treiben, klappt noch nicht so ganz. Oder besser gesagt, er ist übereifrig. In seinem jugendlichen Übermut würde er bis nach Timbuktu treiben oder noch weiter. Auch wenn er genau weiss, dass die Kühe im Stall und auf der Weide in Ruhe zu lassen hat. Wenn er weiss, dass es ums von A nach B treiben geht, ist er kaum zu bremsen.

Wie kann ich mit ihm aufbauen, dass er am Vieh kontrollierbarer wird?
Gibt es andere Menschen hier, die mit ihren Hunden am Vieh arbeiten? Wie habt ihr das aufgebaut?

Ich werde das definitiv in der Hundeschule anbringen, jedoch wären mir andere Stimmen auch wichtig. Spezielle Hütehunde-Ausbildner gibt es zwar schon in der Nähe, jedoch sind die alle eher auf Bordercollies o.ä. spezialisiert. Ein Bläss arbeitet ja aber ganz anders als ein Border. Würde es trotzdem Sinn machen, mit ihm an Schafe zu gehen? Schafe sind auch auf dem Betrieb, allerdings nur in kleiner Zahl und so scheu, dass ich an diese wohl nur einen wirklich gut ausgebildeten Hund lassen würde.

Helene

Alphadoggie

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Doggie(s): Beauci

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2

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 12:11

In welcher Region bist Du, und wie weit bist Du bereit zu fahren für nicht-Border-Hütehundewissen?
Signaturen sind doof! Solche mit Banner erst recht! Aber wer sie nicht mag, hat sie ja ausgeschaltet...
Also stelle ich für die anderen hier mein Banner hin - klick darauf, dann öffnet sich ein neues Fenster mit meiner genialen und ultivmativ tollen Homepage von globalem Interesse!



Snowdog

Schnupperdoggie

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3

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 12:26

Habt ihr einen Bauern in der Region mit einem gut ausgebildeten Hund. Dann könnte der Kleine von ihm lernen. So haben wir es jeweils gemacht. Den Jungen zusammen mit dem erfahrenen Hund treiben lassen. Das Abgucken funktioniert in der Regel gut

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Snowdog« (5. Oktober 2017, 18:52)


Bläss

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Bläss *16/12/2016

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4

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 20:31

Merci für eure Antworten.

Wir sind aus dem Appenzeller Hinterland. 1,5 Stunden reguläre Fahrtzeit würde ich je nach dem wann schon in Kauf nehmen. Könnte ich jetzt so nicht pauschalisieren.

Ich hab zwar viele Bauern in meinem Bekanntenkreis - doch einen wirklich guten Hund (der dazu dann noch einen Fremden daneben duldet) hat meines Wissens nach niemand. Aber ich werde mich mal umhören.

Lia

Sportdoggie

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5

Freitag, 6. Oktober 2017, 08:19

Keine Ahnung wie ein Bläss an den Schafen arbeitet. Vielleicht würde es ja gehen. Triebkontrolle würde er da bestimmt lernen. Mit Crischa (Aussie) war ich damals einen Winter lang in einem Schafhütekurs. Es waren vorwiegend BC dabei, aber auch ein Cattle dog und ein Briard. Da hatte er auch betr. Triebkontrolle sehr viel gelernt. Am Vieh brauchten wir ihn nur ab und zu. Dazu nahm ich ihn zum Anlernen an den kurzen Strick, wie man es ja so oft macht. Er war auch übereifrig. Vermutlich auch, weil er diese Arbeit nicht regelmässig machen durfte.

Crispy

Sportdoggie

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Doggie(s): Breeze (*2010) Australian Shepherd Hündin

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6

Freitag, 6. Oktober 2017, 10:47

Ich war damals mit Crispy in einem Kurs, speziell an Rindern. Es ist schon ein Unterschied, ob Schaf oder Rind. Daher würde ich mir Jemanden suchen, der mit den Tieren arbeitet, die du auch wirklich hast. Leider gibt es in der Schweiz nur wenige Angebote mit Rindern und dann auch oft nur für BC.

Keine Ahnung wie weit weg das ist von Dir, aber zumindest gab es dort früher die Möglichkeit an Rindern zu arbeiten und auch mit einem Nicht BC. Einfach mal nachfragen, wenn es örtlich passt.
http://www.lammfleis.ch/hund_allg.asp

Raphaëlle Hischier
Dorfstrasse 9, 8164 Bachs
Tel. 079 / 352 07 42
raphi@lammfleis.ch

Bläss

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Bläss *16/12/2016

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7

Dienstag, 10. Oktober 2017, 16:11

Danke auch für eure Antworten. Letzte Woche habe ich dann doch noch jemanden in meiner Region gefunden, der "Treibhundekurse" anbietet und gleich die Gelegenheit gepackt und war heute zu einer Privatstunde dort. Doch...ehrlich gesagt habe ich kein besonders gutes Gefühl bei der Sache.

Die Trainerin arbeitet nach ND und geht über Treibball in Richtung Treiben. Nach ihr soll ich zuerst weiter an der grundsätzlichen Unterordnung meines Hundes arbeiten und dann Treibball aufbauen und dann darüber an geführte Kühe (?!?) gehen um schliesslich frei am Vieh arbeiten zu können. Verstanden hab ich ihr Anliegen schon. Allerdings ist ihr Umgang und Methode irgendwie komplett anders, als das was wir sonst machen. Ich habe Mühe mit einer dogmatischen Methode und auch damit, dass ich glaube, dass Training A und B nicht zusammenpassen. Für uns hat das, was wir bisher machen, was kein Etikett einer bestimmten Methode trägt, vieeel gebracht und da werfe ich doch nicht alles über den Haufen?
Ohne Vieh an der Unterordnung und der Erziehung kann ich genauso in meiner bisherigen Hundeschule arbeiten und das erst noch ohne Methoden-Etikett und teure Bücher etc.

Crispy: Leider haben die unter deiner Adresse soweit ich das in Erfahrung bringen konnte nur noch Schafe - trotzdem Danke für das Bemühen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bläss« (10. Oktober 2017, 16:21)


Snowdog

Schnupperdoggie

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8

Dienstag, 10. Oktober 2017, 16:15

Wenn du kein gutes Gefühl hast würde ich es lassen, weil das bringt dann nichts. ND ist halt so gar nicht meins..

Bläss

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Bläss *16/12/2016

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Dienstag, 10. Oktober 2017, 16:26

Ich hatte darüber vorher nur wenig gelesen und mir kein Urteil gebildet. Ich wollte vorurteilsfrei dort hin gehen. Aber das was ich jetzt mitbekommen habe...naja es hat mich nicht heiss gemacht auf mehr, wenn ihr versteht was ich meine...

Tabasco

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10

Dienstag, 10. Oktober 2017, 19:08

Weshalb man über Treibball an Vieh gehen sollte, verstehe ich auch nicht wirklich. Ich sehe Treibball nur als eine Art Ersatzbeschäftigung für Hütehunde.
Wäre ich dich, würde ich mich wohl in der Umgebung bei Bauern mit Treibhunden umsehen und sie fragen, wie sie es mit ihren Hunden gemacht hatten. Ich könnte mir vorstellen, dass du auf diese Weise nützliche Tipps bekommen könntest. Ich meine, es wird dort ja schon seit Ewigkeiten mit Treibhunden gearbeitet, so dass das Wissen vorhanden sein sollte.

Bläss

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Doggie(s): Bläss *16/12/2016

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11

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 08:45

Bzgl. Treibball...das sah ich bis anhin auch so.

Ja - fragen mache ich auch rege - bei vielen heissts halt einfach: Entweder er tut recht oder er wird angebunden. Oder man lässt eben den jungen mit dem alten Hund mitlaufen. Das fällt bei uns aber leider flach - unser letzter Hund ist seit 10 Jahren tot. Und diejenigen, die ich mit Hund kenne, haben meist den o.g. Fall - Hund angebunden wenn es ums treiben geht, oder der Hund treibt nicht. Also weitersuchen.

Ich trainiere nun intensiv den Rückpfiff immer dann wenns ums treiben ginge. Vil bringe ich es ja so hin.

Lia

Sportdoggie

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Mittwoch, 11. Oktober 2017, 13:29

Bläss ist ja erst 10 Monate alt? Da ist er natürlich auch noch nicht reif genug, seinen Job richtig zu machen :brav0: Sehr wichtig ist, dass er das "Stop" oder "Platz" auf Distanz zu 100 Prozent ausführt. Das kannst du ja auch ohne das Vieh üben z. Bsp. auch beim Spielen (Ball werfen), wenn er einer Katze nachjagen will.... Dies muss einfach sitzen. Wenn du sonst wirklich niemanden findest (ev. Inserat im "z'alp", St. Galler Bauer oder habt ihr auch einen Appenzeller Bauer?, ev. findest du jemanden an der Olma.....) würde ich ihn, wenn ihr das Vieh rein holt, an den Strick nehmen und ihm so die Arbeit zeigen. So sollte es eigentlich funktionieren.

inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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Mittwoch, 11. Oktober 2017, 16:11

Kenn mich zwar nicht aus mit dem Thema aber auf Bezug Treibball, kann ich mir vorstellen, dass man da einfach zuerst so etwas übt? Kommandos einhalten usw. :gruebel1: Aber logisch ist ein doofer Ball nicht gleich ein Tier.

Ich meine, man kann ja ein Hund nicht ohne jede ,,Ausbildung,, auf Tiere loslassen :huh: grad wenn er noch jung ist und sein Appell zwangsmässig noch nicht voll sitzt). Was ist wenn der Hund im Eifer zupackt und man ihn nicht mehr stoppen kann. :schreck: Arme Tierlis...

Frage mich sowieso immer wie man das so macht...

Ich begegnete nur mal einem Hirten im Engadin (er hatte eine Schafherde) und war mit seinen 2 Hunden auf dem Heimweg. Da sagte er nur so, dass da weit hinten Schafe sind und die nun verstört sind, er hätte eben mit seinem jungen Hund geübt und er könne es halt noch nicht. :huh: Dachte dann so OK (kümmerte mich ja nicht weiter), aber im Nachhinein frage ich mir wie das wohl aussieht, so ein ,,Üben,,. Lässt man da einfach ein Hund mal los und lässt ihn die Herde rumscheuchen? Ich sah die Herde dann nicht weil wir wegen hässlichem Wetter vorher abbogen.

Hoffe aber das du für den Bläss ein guten Lehrer findest, damit er seine spätere Arbeit gut und zuverlässig machen kann. :nicken: Bin gespannt wie es weiter geht.

Bläss

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Doggie(s): Bläss *16/12/2016

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Mittwoch, 11. Oktober 2017, 16:40

Klar, er ist jung und muss seine Arbeit noch nicht 100% perfekt machen können. Wir möchten aber den Weg dahin so gut als möglich beschreiten und der fängt nunmal beim jungen Hund an. Probieren geht natürlich immer, klar. Aber ich hatte mir gedacht, dass es vielleicht auch Menschen gibt, die einem sagen "mach dies auf keinen Fall" oder "üb das ganz besonders".

Genau, die von dir angesprochenen Übungen @ Lia machen wir auch und üben täglich daran. Es haben sich auch schon wirklich tolle Fortschritte eingestellt, was eben die Allgemeine Ausbildung angeht. Mir ist bewusst, dass es nicht von heute auf morgen geht - aber es gibt ja manchmal spezielle Vorübungen und da wollte ich mir Anregung holen. Auch, weil ein "üben" eben nicht so enden soll, dass wir Chaos in der Herde haben.

An der Leine ist er eigentlich immer dabei, wenn wir die Tiere holen.

Was mich am Treibball stört, ist, dass sich ein Ball erst dann bewegt, wenn der Hund voll drauf geht. Das Treiben an und für sich ist aber nicht das Problem, sondern eben die Impulskontrolle zum Aufhören.