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Rusty

Schnupperdoggie

  • »Rusty« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 28. Oktober 2017, 19:45

Hilfe gesucht für Deprivationshund

Hat jemand Erfahrungen mit einem Depri-Hund oder kann einen TA oder Hundetrainer empfehlen?

Es handelt sich um einen Golden-Mix, ca. 9 Jahre alt. Der Hund liegt seit seiner Ankunft vor 3 Tage nur in einer Ecke auf einer Matratze und muss zum versäubern nach draussen getragen werden. Ansonsten macht er auf der Matratze, Gross und Klein. Er macht keine Schritt selber und will sich nur verkriechen. Sobald man sich ihm nähert dreht er sofort den Kopf in die Ecke und wird ganz starr. Ich habe schon einiges gesehen aber das hat mich echt zu Tränen gerührt.

Wie kann man dem armen Kerl bloss helfen. Ich habe schon folgende Vorschläge gemacht:
Thundershirt
Hundebox wo er sich zurückziehen kann
Hausleine damit man ihn nicht direkt anfassen muss
Zylkene übers Futter
D.A.P. Stecker oder Spray


Ich weiss dass das meistens hoffnungslose Fälle sind aber der neue Besitzer hat ein Herz aus Gold. Sie würden alles tun damit es dem Hund besser geht und möchten ihm Zeit geben sich vielleicht doch noch zu entwickeln. Nun suchen wir Tierärztliche oder Hundepsychologische Unterstützung. Oder eventuell jemand mit einem supersouveränen Hund um zu schauen ob er dann aus sich herauskommt.

Snowdog

Schnupperdoggie

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2

Samstag, 28. Oktober 2017, 20:01

Adaptilhalsband würde ich versuchen

Magira

Schnupperdoggie

Beiträge: 544

Doggie(s): Zelda, Beagle 2011

Wohnort: kt. AG

Beruf: IT-fürallesMädchen

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3

Samstag, 28. Oktober 2017, 20:55

Wurde die Diagnose Deprivation gestellt? Denn die ist ganz klar definiert und führt zu 90% von einem Trauma oder untersozialisierung im Welpenalter einher, weswegen auch gewisse Gehirnstrenge fehlen um manches überhaupt verarbeiten zu können.

Inpunctohund hat vom extremen Angsthund bis zum Deprivationshund schon allerlei im Training. Kann sie dementsprechend empfehlen.

Ansonsten, 3 Tage sind bei einem angst Hund so gut wie nichts. Würde möglichst wenig von dem Hund verlangen und einfach mal das Minimum in kleinen Schritten anstreben.
Es grüsst

catba

Alphadoggie

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Doggie(s): Lagotto "Ghiro" / Mudi "Dix"

Wohnort: Geuensee (LU)

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4

Samstag, 28. Oktober 2017, 21:19

3 Tage sind bei einem angst Hund so gut wie nichts

das kann ich nur zustimmen und erst recht bei einem 9jährigen Hund...ich habe einmal eine Sendung von Rüter gesehen, wo er bei einem sehr ängstlichen Heimhund agierte...wichtig ist, dass man kein Blickkontakt hat mit dem Hund und sich sitzend, rückwärts an den Hund heran tastet...ohne den Hund anzuschauen z.B. die Hand ausstrecken, damit der Hund so Kontakt aufnehmen kann und auch das Füttern läuft auf diese Art ab...auch anleinen kann man den Hund auf dieses Art, bis er dann aber an der Leine mitkommt...puhhh, das dauert...ich kenne leider keine geeignete Fachperson...

Husky92

Sportdoggie

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Wohnort: 930 81 Glommersträsk

Beruf: Musherin

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5

Samstag, 28. Oktober 2017, 23:32

Frisst er den?

Rusty

Schnupperdoggie

  • »Rusty« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 78

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6

Sonntag, 29. Oktober 2017, 13:40

Hünerhautmoment

Vielen Dank für Eure Tips.

Ich hab grad richtig Hühnerhaut und freu mich wie verrückt. Wir haben einen Zugang zu dem Hund gefunden! Von Menschen lässt er sich nicht anfassen und frisst auch nicht. ABER, ich hatte beim heutigen Besuch meinen eigenen Hund mitgenommen. Und siehe da, sobald mein Hund in der Wohnung war hat sich der andere Hund aufgesetzt und ganz interessiert geschaut was da kommt. Ich hab meinem Hund ein paar Leckerlies auf dem Boden gestreut und ihn diese Suchen lassen damit er ihn beobachten konnte aber ich hab noch keinen direkten Kontakt erlaubt.
Danach sind wir Menschen mit meinem Hund ins Wohnzimmer und haben uns auf dem Boden hingesetzt. Und siehe da, wer kommt durch den langen Gang angeschlichen und guckt um die Ecke!!!! Unfassbar, dieser Hund hat sich seit 5 Tagen nicht von seinem Hundebett wegbewegt und ist das erste Mal gelaufen. Die beiden Hunde haben sich dann beschnüffelt und er blieb in unserer Nähe. Ich hab dann noch den neuen Besitzer gebeten meinen Hund zu streicheln und sich mit ihm zu befassen. Dadurch wurde der andere Hund wieder angelockt und hat es sogar gewagt gaaaaaaanz vorsichtig am neuen Besitzer zu schnuffeln, ist dann aber grad wieder auf seinen Platz zurück. Egal, wir haben einen Anfang. :-)

Tja, ich fürchte da muss ein 2. Hund her.