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chnoepfli

unregistriert

1

Montag, 14. Juni 2010, 12:32

tiefere Beisshemmung im Alter?

Ich möchte von euch wissen, ob ihr schon einmal davon gehört habt (oder selber erlebt), dass alte Hunde auch mal nach Händen schnappen wenn ihnen was nicht passt, gleich zubeissen wenn sie erschrecken , agressiver gegen andere Hunde reagieren oder auf fremde Menschen.

Mein vorheriger DSH reagierte im Alter mit seinen Schmerzen in der Hinterhand klar ungehaltener auf andere Hunde und ertrug nicht mehr so vieles, war aber gegenüber Menschen nie agressiv. Natürlich achtete man darauf, ihn nicht zu bedrängen oder überfordern.

Mich interessiert in erster Linie, ob ihr Fälle kennt, in denen alte Hunde zubissen, wenn ihnen was gegen den Strich ging.

2

Montag, 14. Juni 2010, 12:51

Selber erlebt habe ich es noch nie, ich weiss aber von älteren Hunden wo sich das in diese Richtung entwickelt hat. Alte Hunde sehen und hören ja meistens nicht mehr so gut. Dadurch werden sie schreckhafter. Da kann es schon mal passieren, dass die Zähne zum Einsatz kommen. Ist auch verständlich, die Zähne sind die einzigen Hilfsmittel die der Hund einsetzen kann, wenn er sich bedrängt oder in Not fühlt.
Dazu kommt, dass Hunde im Alter auch dement werden können und unter Umständen ist ihnen selber gar nicht bewusst, was sie machen.

Was man aber sehr oft auch sieht, dass alte Hunde wirklich nichts mehr am Hut haben mit anderen Hunden und schon gar nicht mit Welpen oder Jungspunten, die immer rumjucken. Die Nerven!! Vielleicht werden alte Hunde einfach auch griesgrämig, wie manchmal alte Leute.
Dann kann ein alter Hund auch schmerzen haben. Wenn sich ein Hund plötzlich verändert, wäre der Gang zum TA ein muss.

Aaaaaber, das alles muss nicht sein. Ich kenne auch alte Hunde, die noch sehr zufrieden leben, viel schlafen und einfach ihren Lebensabend geniessen.

BlackTwilightAngel

unregistriert

3

Montag, 14. Juni 2010, 14:00

Nein stimmt...muss nicht sein.
Mein Opi ist mit seinen 10,5 Jahren zwar nicht mehr gaaaaaanz so geduldig wie früher aber er hat noch immer nicht gelernt wie man nervige, kleine Enkel "verhaut" !! ...... also ich hab bei Timmy schon festgestellt, dass er schneller mal genervt ist oder auch überfordert im Alter aber zubeissen oder schnappen tut er trotzdem nicht....und schon gar nicht gegenüber Menschen. Also ich kann das so nicht bestätigen.

Liliane

unregistriert

4

Montag, 14. Juni 2010, 14:37

Ich habe das auch schon bei Livio erlebt, er ist ja jetzt im April 12 jährig geworden. Er will nicht mehr angerempelt werden von Don oder anderen Hunden, da zeigt er schon mal mit Knurren, das ihm das jetzt nicht gefällt, andererseits ist er immer noch fit genug auch und hauptsächlich mit Don mal zu spielen um ihm dann zu zeigen, dass er der Chef ist, wenn ich nicht gerade daneben stehe.

Ja, er hat auch schon mal gegen mich geschnappt, aber da war ich selber schuld, weil er am Dösen war und ich ihn ein wenig geschubst habe, damit er endlich ins Haus kommt. Das dulde ich aber nicht. Obschon ich manchmal denke, dass er nicht mehr so gut hört und sieht, kommt er doch immer wieder recht schnell zurück. Ich habe mir von Anfang angewöhnt, jedem Befehl eine Handbewegung zuzuordnen, vielleicht dass er auf das reagiert, dass muss ich unbedingt mal überprüfen.

Was mir ganz klar wurde, ist, dass ich keinem Hund mit 10 Jahren noch einen Welpen zumuten würde, der Altersunterschied ist einfach zu gross und dies obschon es nach einigen Startschwierigkeiten mit den Beiden recht gut geht.

Wir Menschen haben ja im Alter auch so manche Macken und vertragen nicht mehr Alles gleich gut, warum sollte es nicht auch bei den Hunden das Gleiche sein.

BlackTwilightAngel

unregistriert

5

Montag, 14. Juni 2010, 14:47

Vielleicht ist das jetzt etwas gewagt was ich hier sage aber ich glaube, dass es in erste Linie auch auf den Hund selber ankommt wie er im Alter reagiert. Damit will ich sagen, auch wenn Timmy so einiges nicht mehr ganz so gut verträgt wie früher bin ich mir doch sicher, dass er nie als Reaktion auf etwas was ihm nicht passt nach einem Menschen schnappen würde....das ist einfach nicht seine Art. Das habe ich im übrigen auch schon ganz eindeutig bei ihm erlebt als wir das letzte Mal in der Tierklinik waren...die TÄ hat an ihm rum gedoktert was ihm ganz bestimmt weh getan hat aber er hat keine Anstalten gemacht sie auch nur anzuknurren...er hat sie bloss abgeleckt.
Ich würde also sagen JA, ein älterer Hund verträgt sicher nicht mehr so viel wie ein jüngerer ABER...ich glaube nicht, dass die Beisshemmung dadurch niedriger wird....so erlebe ich das jedenfalls bei den Flats aber denen sind wohl eh die Meisten viel zu gutmütig ...jedenfalls jene aus der "Generation" von Timmy....

6

Montag, 14. Juni 2010, 15:20

csipi, der hund meiner oma hat mal in meine hand gebissen, obwohl es war kein richtiger biss, eher ein klemmen. also keine fleischwunde, der biss war nicht strak.
es stellte sich heraus, dass der hund einen gehirntumor hatte.

es ist schwierig zu sagen, ob hunde wirklich im alter eher mit beissen reagieren. buksi, der alte pumimix von meinem vater hatte nie geschnappt, obwohl er sehr alt geworden ist.

aber wenn hunde schmerzen haben so reagieren. oder wenn sie alt sind *und ihre wahrnehmung" (sicher nicht gerade ein optimapes wort) gestört ist und sie zubeissen. sie werden "senil" und haben sich nicht mehr so unter kontrolle. bei stress beissen sie einfach zu, denn sie können die "eindrücke" nicht mehr richtig interpretieren und verarbeiten. in solch einem zustand, kann ein hund gefährlich werden.

meine mutter wurd evon seico, meinem ersten huska, ind ie hand gebissen. der hudn wurde angefahren und als sie zum hund lief, um nach ihm zu sehen, schnappte der hund in seinem verwirrten zustand zu. als der hund es realisiert hat, was er da getan hat (also er ist wieder zu sich gekommen) lies er los. er konnte meine mutter nie mehr nahe kommen, wenn sie handschuhe trug.
in dem fall ist es klar, dass der hund unter schmerzen und nicht bei vollem bewusstsein gebissen hat. der hund war nie wieder zugebissen.

ich würde sagen, mann muss genau die situation analysieren und den hund beobachten.

chnoepfli

unregistriert

7

Montag, 14. Juni 2010, 15:34

Gesetzten Falles ein alter Hund beisst in einer Stress-Situation (mehrere Hunde in der Nähe, allerdings keine unmittelbare Bedrohung oder Provokation der anderen vorhanden) einen Menschen in die Hand, nachdem dieser die Leine strafft um weiterzugehen.Würdet ihr den dann für Kinder etc. als gefährlich empfinden ? Mensch ist nicht Halter, aber gut mit dem Hund bekannt.

erica

Sportdoggie

Beiträge: 1 366

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8

Montag, 14. Juni 2010, 16:28

Ja, ich würde diesen Hund für Kinder eindeutig als gefährlich einstufen. Alte Hunde haben nun mal weder mit andern Hunden noch mit Kindern oder Menschen sehr viel Geduld. Mein 14-jähriger bringt es auch fertig mal zu schnappen, sei es nur im Spiel weil er halt fast nichts hört und evtl. auch nicht alles so klar sieht. Zu fremden Hunden würde ich den nie lassen. Da können bei ihm allesmöglich für Reaktionen kommen. Er ist einfach etwas unberechenbar geworden. Ich denke er sieht und hört die Welt halt etwas anders als früher. Tierarzt und erwachsene Personen sind bei ihm überhaupt kein Problem.

Erica

9

Montag, 14. Juni 2010, 17:29

Gesetzten Falles ein alter Hund beisst in einer Stress-Situation (mehrere Hunde in der Nähe, allerdings keine unmittelbare Bedrohung oder Provokation der anderen vorhanden) einen Menschen in die Hand, nachdem dieser die Leine strafft um weiterzugehen.Würdet ihr den dann für Kinder etc. als gefährlich empfinden ? Mensch ist nicht Halter, aber gut mit dem Hund bekannt.


ja, dieser hund ist gefährlich für kinder. denn bei kinder ist es nicht die hand, sondern das gesicht oder oberkörper.

10

Montag, 14. Juni 2010, 17:38

Kann mich da nur anschliessen. Auch Kinder können nervig sein :schreck:

Es kommt sicher darauf an, wie alt die Kinder sind und wie "wild" sie sind. Grundsätzlich muss überlegt werden, ob man einen Hunde-Opa oder einer Hunde-Oma das noch zumuten soll, mal abgesehen von der Gefährlichkeit.