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cindy

Admindoggie

  • »cindy« ist der Autor dieses Themas

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Doggie(s): Cockerspaniel Rüde Charly und im Herzen für immer Cindy

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1

Freitag, 10. Oktober 2008, 15:10

Was ist Gewaltfrei und was ist Gewalt in der Hundeerziehung?

Jeder definiert Gewalt auf seine Weise, wo fängt bei euch Gewalt an und wo wird sie eurer Meinung nach eingesetzt.
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

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2

Freitag, 10. Oktober 2008, 16:51

Gewalt fängt bei mir bei Schmerz oder Schreck (ja auch das!) an, und bei sozialer Isolation.

Eingesetzt.. hmm... leider viel zu viel.
Schau sich nur einer das Geb-Mannchen mit Masterplaus an....
oder Kleinhunde die nicht raus können und in ein Welpenkloh machen müssen..

3

Freitag, 10. Oktober 2008, 17:33

Schau sich nur einer das Geb-Mannchen mit Masterplaus an....


:noidea: :noidea: Wat isn das? Davon hab ich noch nie gehört?
Poste am Abend dann auch noch meine Meinung. muss aber jetzt nachtessen machen. :yeah:

4

Freitag, 10. Oktober 2008, 17:44

Zitat von »Yorkie« Schau sich nur einer das Geb-Mannchen mit Masterplaus an....

das würde mich auch interessieren? verstehe nur bahnhof... :peace:

Kira

Alphadoggie

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5

Freitag, 10. Oktober 2008, 18:08

Masterplus ist ein Sprühhalsband.

und das Geb-Mannchen ist Katja Geb-Mann aus dieser Hunde-Erziehungs-Serie.

Die hängt dort beinahe jedem Hund so ein Ding um den Hals. Irgend jemand hat vor Kurzem mal einen super Bericht über Sprühhalsbänder hier ins Forum gestellt. War glaube ich Husika... In dem Bericht steht super geschrieben, was man einem Hund damit eigentlich antut...
Isabel mit den Aussies Yaro und Kate

Seelenhunde hat sie jemand genannt...
Jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben, die man begleiten darf und die einen auf andere Wege führen.
Die wie Schatten sind und wie die Luft zum atmen.
(Autor unbekannt)

6

Freitag, 10. Oktober 2008, 21:08

danke isabel :good: kenne diese lady nicht, wäre aber mal gespannt diese serie zu sehen...

7

Freitag, 10. Oktober 2008, 21:12

Gewalt in der Hundeerziehung fängt an beim Leinenzupfen.
Alles fängt im kleinen an. Wer hat noch nie an der Leine gezupft? Oft wird in einem nervigen Moment dann ein Ruck daraus. Das nächste mal vieleicht ein Saltöchen (Salto)......
Wer hat noch nie zu seinem Hund "scht" gemacht, wenn er kläffte? Daraus wird vielleicht ein kräftiges "Still", dann ein "verdammt-nochmal-sei-Still" .......
Wer hat seinem Hund noch nie gezeigt, wo er sich hinlegen soll? Vielleicht brauchts ja auch mal Nachhilfe am Halsband. Dann packt man ihn das nächste mal am Halsband und zerrt ihn an seinen Platz.....

Man könnte es auch noch anders angehen. Was heisst Gewalt? Ich habe die Gewalt über meinen Hund. Heisst das denn ich bin gewalttätig? Gewalt gleich Macht? Macht gleich Kontrolle? Ist Kontrolle schlecht?

Ich weiss, du wolltest es nicht so ausgelegt haben. Aber Gewalt ist sehr schwierig zu definieren. Ach, könnte ich jetzt philosophieren darüber .... Aber das möchte ich Euch ersparen.
Ich denke, jeder muss es für sich selbst auslegen. auch, ob er in der Hundeerziehung Gewalt anwenden will oder nicht. Das wäre nämlich die nächste Frage.

Andromeda72

unregistriert

8

Freitag, 10. Oktober 2008, 21:13

Schlagen, Erschrecken, psychischer Stress, Stromschlag, Halsbänder die sich zuziehen, Schreien (kurze Entfernung), Nahrungsentzug usw. sind Sachen die gar nicht in Frage kommen.
habe sicher noch einiges vergessen, aber ihr wisst was ich so meine.

9

Freitag, 10. Oktober 2008, 21:17

Aber das möchte ich Euch ersparen.


musst du nicht! ich finde deine meinung sehr spannend!

Nickquenim

Alphadoggie

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10

Freitag, 10. Oktober 2008, 21:25

ist interessantes thema aber schwierig zu definieren.

als gedankenanstoss: schaut mal ner mutterhündin zu, wie sie ihre jungen erzieht, auch gewalt!?

11

Freitag, 10. Oktober 2008, 21:29

@ Sisco
Meine Gedanken gehen in die Richtung: Was ist Gewalt?
Es kann Kraft oder Kontrolle sein.
Es ist nicht nur negativ.
In unserer Diskusion gäbe es zb diese Sätze zu überdenken:
Hast du die Gewalt, deinen Hund zu halten?
hast du denn die Gewalt/Kontrolle über deinen Hund? Dann bejahe ich das doch noch so gern.

Dann ist mir noch ein anderer Gedanke gekommen. Gewalt heisst auch Zwang.
Zwingen wir denn die Hunde mit der Erziehung nicht zu etwas? Auch wenn es nur positive Bestärkung ist?
So könnte ich stundenlang diskutieren :peace:

Nickquenim

Alphadoggie

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12

Freitag, 10. Oktober 2008, 21:32

@arikea: finde ich sehr interessante gedankengänge die du da machst :good:

cindy

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13

Dienstag, 27. Juli 2010, 12:56

Was ist für euch Gewalt und Zwang in der Hundeerziehung?

Hallo Leute

Mich würde es interesieren, was ihr als Gewalt, Zwang anschaut, in der Hundeerziehung? Ist ein kurzer Leinenruck, ein kurzes ins "Halsband lange" ,ein scharfes Nein oder die berühmte Rütteldose oder Wurfkette schon Gewalt/Zwang?

Hoffe auf eine faire und gute Diskusion ;)
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

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Nickquenim

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14

Dienstag, 27. Juli 2010, 13:34

nur so hineingeworfen: du nennst hier beispiele von "physischer gewalt". wie siehts denn mit "psychischer gewalt" aus?

cindy

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15

Dienstag, 27. Juli 2010, 13:38

Zitat

nur so hineingeworfen: du nennst hier beispiele von "physischer gewalt". wie siehts denn mit "psychischer gewalt" aus?


Sorry Gabi ich verstehe deine Frage nicht?

Ja, ich habe Bespiele genommen, nun möchte ich von EUCH wissen, was ihr unter Gewalt versteht oder was ihr als Gewalt anschaut. egal ob Physischer oder Psychischer Art.
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

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16

Dienstag, 27. Juli 2010, 14:28

@ gabi: bekannte diskussion :pfeifen:

ich denke, man kann hier nicht generalisieren. der eine hund verträgt mehr, als der andere.

cindy

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17

Dienstag, 27. Juli 2010, 14:34

Zitat

ich denke, man kann hier nicht generalisieren. der eine hund verträgt mehr, als der andere


Ja da hast du sicher Recht. Nur würde es mich mega interessieren was für Euch Menschen Gewalt/ Zwang bedeutet oder ganaue gesagt, was schaut ihr als Gewalt/Zwang an im Hinblick auf die Hundeerziehung?
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

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Anne

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18

Mittwoch, 28. Juli 2010, 11:13

hui, das kann ja eine heisse Diskussion geben.

Ich fang mal, und möchte in Erinnerung rufen, dass ich "Wattebauschwerfer" bin.. ;) Grundsätzlich glaube ich, genau wie Sisco, dass das letztlich auch sehr auf den Hund ankommt.

Persönlich sehe ich alles als Gewalt an, was dem Hund Schmerzen oder Stress macht. ABER ich denke, man muss auch berücksichtigen, dass in einem Hunderudel die Erziehung auch nicht völlig ohne das eine oder das andere auskommt. Bitte sagen und ein nettes Gespräch darüber führen, ob Hundi das jetzt nicht hätte machen sollen, ist auch nicht natürlich. Deshalb: Ich versuche, nach Möglichkeit Schmerzen und Stress zu vermeiden, sehe aber auch, dass es eben nicht immer ohne geht. Ich selber arbeite zum Beispiel auch über negative Bestrafung, was garantiert Stress auslöst. Positive Bestrafung versuche ich zu vermeiden. Wenns hart auf hart kommt habe ich Mairin aber auch schon gepackt. Ich halte es aber für absolut enorm wichtig, Abstufungen zu haben - wenn ich meinen Hund schon dafür anschreie und abschlage (überzogen gesagt), dass er an jemanden hochsteht, was mach ich dann, wenn etwas mal wirklich, wirklich gar nicht in Ordnung war? Man muss das richtige Mass finden, und das ist für mich sehr lang noch weit, weit weg von Schmerz.

Discs und Ketteli .. find ich, wie auch Halti und Co., wenn wirklich richtig und fachkundig eingesetzt, und nicht zu oft eingesetzt, okay. Bin nicht begeistert davon, aber kann je nach Problem durchaus angezeigt sein. Man muss nur grad bei den Scheppersachen extrem aufpassen, dass Hund da nicht etwas völlig falsch verknüpft. Und für Mairin wärs doof, weil sie eh schon sehr Lärmempfindlich ist, und die Strafe über Scheppern damit für sie eine sehr, sehr massive Strafe wär. Wie oben schon erwähnt, man muss den Hund sehr gut kennen, um das richtige Mass zu finden.

Korrektur über Leinenruck finde ich nicht richtig, weils auch anders geht, und ausserdem böse Verletzungen geben kann (weshalb ich Mairin am Gstältli führe - sollte ich mal die Geduld verlieren, und tatsächlich an der Leine rucken, wofür ich mich immer schelten könnte, wars wenigstens "nur" am Gstältli). Aber ich lange ihr schonmal ins Gstältli und ziehe sie von wo weg, oder mit mir mit, wenn sie nicht hört. Im Abruftraining an der Schleppleine gebe ich ihr auch über ein (recht sachtes) Ziehen an der Schleppleine zu verstehen, dass ich den Abruf wirklich so gemeint habe (wenn sie nicht kommt nach dem Abruf. Kommt sie pronto, dann zupfe ich natürlich nicht).

Psychische Gewalt fängt mich für schon beim allzu Verbissenen Hundesportler an, der zuviel von seinem Hund verlangt, oder etwas von ihm verlangt, was dem Hund sichtlich keine Freude macht (generell, meine ich. Ein Hund, der überhaupt keinen Spass am Agility zeigt, sollte doch eine andere Beschäftigung bekommen dürfen. Handkerum, ein Hund, der eigentlich Spass an der Sache zeigt, aber zum Beispiel noch Angst hat vor der Wippe, dem soll man die Wippe trotzdem beibringen, auf ihn zugeschnitten und in kleinen Schritte, obwohl das in dem Moment wohl auch psychische Gewalt ist ..)

Ähm, merke grad, dass ich ein bisschen an der Frage vorbei geschrieben habe, deshalb Kurzfassung:
Gewalt (psychische und physische) ist meiner Meinung nach alles, was für den Hund Schmerzen oder Stress verursacht. Entsprechend kann beim einen Hund Gewalt schon bei einem scharfen Nein ansetzen, bei einem anderen erst beim Sprühhalsband anfangen. Es gilt deshalb, in meinen Augen, Gewalt nach Möglichkeit zu vermeiden, und wenn sie doch mal zur Anwendung kommen sollte, dann das Mass auf den Hund und auch die Situation anzupassen und sich sehr, sehr genau zu überlegen, ob das jetzt wirklich sein muss, oder obs auch anders ginge.
We think it's a dog's inalienable right to get dirty.

19

Mittwoch, 28. Juli 2010, 21:13

Gewalt (psychische und physische) ist meiner Meinung nach alles, was für den Hund Schmerzen oder Stress verursacht. Entsprechend kann beim einen Hund Gewalt schon bei einem scharfen Nein ansetzen, bei einem anderen erst beim Sprühhalsband anfangen. Es gilt deshalb, in meinen Augen, Gewalt nach Möglichkeit zu vermeiden, und wenn sie doch mal zur Anwendung kommen sollte, dann das Mass auf den Hund und auch die Situation anzupassen und sich sehr, sehr genau zu überlegen, ob das jetzt wirklich sein muss, oder obs auch anders ginge.


danke fürs schreiben :pfeifen: . hätte es nicht besser formulieren können... :super:

chnoepfli

unregistriert

20

Donnerstag, 12. August 2010, 23:56

Schliesse mich an.
Kommt auf den Hund an.
Grundsätzlich ist das erreichen eines Ziels über Motivation allem anderen vorzuziehen, selbst wenn es länger dauert und mühsamer ist.
Im Sport muss man gut überlegen ob man den jetzt macht, um sich zu profilieren oder um mit dem Hund ZUSAMMEN Spass zu haben.
Wenn der Hund keinen Spass hat und sich nicht eignet, dann bin ich miserabler Halter, wenn ich ihn hineinzwinge.

Ich habe sowohl Halti, wie auch Wurfkette und Discs und auch das Master-Plus schon benutzt.Die einen Sachen haben mich weiter gebracht, andere waren für die Katz.
Meiner Hündin machte das Sprühhalsband NULL Eindruck.Es war genau einmal im Einsatz.Ebensowenig die Discs etc.
Viel effizienter war die Wasserpistole. Die war zweimal ganz gezielt und von jemand anderem wortlos bedient im Einsatz und sie hat es gecheckt.Das war zwar kurzzeitig Stress für sie, aber wir haben jetzt dafür keinen mehr, weil sie es begriffen hat.Ist das Gewalt?

Ich werde auch mal laut, ich habe meine Madame auch schon am Balg gepackt. Meinen Rüden dürfte ich niemals so behandeln.Der hat ein ganz zartes Seelchen. Die Hündin ist pickelhart im Nehmen.Wenn ich allerdings mit ihr mal Zoff hab, kriegt er es nebenan zwangsläufig ab und an mit und versinkt fast im Boden. Psychische Gewalt ist das dann schon fast für ihn.Also könnte man mich fast als Tierquäler bezeichnen.Sozusagen....aber er lebt noch....

Ist also eine ganz individuelle Angelegenheit.

Schlagen(auch mit Gegenständen), Treten, Strom etc. ist No-Go.
Ebensowenig tragbar ist es, vom Hund mit aller Gewalt Dinge zu verlangen, die er nicht erfüllen kann oder vor denen er wirklich Panik hat.
Wenns nicht geht, dann geht es nicht. Irgendwo hat auch ein Tier seine Grenze und die ist zu respektieren.
Alles was darüber hinausgeht ist unfair.