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21

Montag, 5. Januar 2009, 16:06

Beim Fährten sollte eigentlich kein Zug auf der Leine sein, die Leine sollte locker durchhängen!


auch da gehen die meinungen auseinander! mir wurde gesagt, dass ein kontakt da sein sollte! dies ist nicht als zug zu verstehen, sondern als gespannte leine und nicht durchhängend. habe aber schon beides gesehen und kann nicht beurteilen was besser ist.

warum sollte deiner meinung die leine durchhängen?

22

Montag, 5. Januar 2009, 16:10

Ich bin ja jetzt am Trainieren fürs Fährten und jetzt möchte ich wissen was ist ein Böttcher?

23

Montag, 5. Januar 2009, 16:28

das böttcher-geschirr besteht aus einem riemen, der an beiden enden einen karabiener hat und etwas nach der mitte einen ring. der eine karabiener hängt man bei halsband ein und nimmt den riemen zwischen den vorderpfoten des hundes durch. den riemen schläg man nun dem hund um den bauch und befestigt den karabiener am ring. die fährtenleine wird auch am rind bestestigt und nimmt die leine bei den hinterbeinen des hundes durch. dabei kann es passieren, dass man rüden an den eiern kitzelt, wenn man die leine zu hoch nimmt.

suche noch nach einem bild...

Helene

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24

Montag, 5. Januar 2009, 16:41

Also, beginnen wir mit den einfachen Dingen. Hier sieht man die Bauweise meines adaptierten Böttchers.



Dass Böttcher hat im Original einen Riemen mehr: Eine Verbindung vom Halsband zum Lendenriemen. Da dieser immer zu kurz (im Sitzen) oder zu lang (beim Fährten) ist, habe ich das Ding nach meinen Vorstellungen umgebaut. Die Fährtenleine wird durch einen Ring geschlauft und im Halsband eingehängt. Damit bleibt die Fährtenleine, wo sie soll - nämlich am Bauch und nicht um die Hinterbeine gewickelt - ohne dass unbeabsichtigter Zug entsteht. Leider ist dieser Eigenbau nicht PO-konform ("lose Riemen" sind nicht gestattet).

Ãœbrigens - ich habe damit bisher *nachzähl* drei Rüden und zwei Hündinnen gearbeitet bzw. arbeiten lassen. Die zwei Hündinnen störten sich an der Leine zwischen den Beinen - ohne String noch mehr als mit - den Rüden war's egal. :d
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25

Montag, 5. Januar 2009, 16:46

suche noch nach einem bild...

hat sich erledigt... :peace:

Helene

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26

Montag, 5. Januar 2009, 16:49

jeder hund ist ein unikat.............. ;-)

...und jeder Hundeführer auch noch. Also ergibt die Anzahl Hunde mal die Anzahl Hundeführer die Anzahl der sinnvollen Aufbau- und Trainingsmethoden... ;-) Ich bin auf kaum etwas so allergisch wie auf Patentrezept-Hündeler!

Ich habe auch eine Zeitlang mit der leine zwischen den Beinen gefärtet habe dann aber auf Gstältli gewechselt..

Bei mir war's genau umgekehrt. Mich stören die fehlenden Einflussmöglichkeiten beim 08/15-Geschirr - wobei das für einen Anfänger durchaus vorteilhaft sein kann, weil er dann den Hund weniger stört.

Muss man den Hund nicht beim Abgang sitzen lassen??

Nein. Ich bereite meine Hunde im Stehen vor - Leine einfädeln etc. - führe sie dann vor den Abgang, und auf Hörzeichen dürfen sie mit Fährten beginnen. Je nach Hund kann auch eine Platz-Phase sinnvoll sein.


Und darf er bei einen "Gegenstand" sitzend verweisen

Yep. Herbeibringen oder Verweisen im Stehen, Sitzen oder Liegen. Ausser dem stehenden Verweisen sehe ich für jede Variante gute Gründe. Ich habe einen Apportier- und zwei sitzend-Verweis-Hunde. Verweisen im Sitzen mag ich gut, weil es die Nase des Hundes vom Gegenstand weg nimmt (= weniger herumgestupse), eine klare Position vor dem Gegenstand bringt und den Trieb trotzdem nicht allzu stark unterbricht. Allerdings braucht es im Aufbau etwas mehr Arbeit als das liegende Verweisen.


gibst du ja Futterdosen wann stellst du auf Hölzli um??

Habe ich inzwischen gemacht, wobei "Hölzli" ein extrem relativer Begriff ist - ich verwende alles als Fährtengegenstand, was nicht niet- und nagelfest ist :d
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27

Montag, 5. Januar 2009, 16:54

(= weniger herumgestupse),


das wäre für meinen wohl auch besser gewesen... :( wir haben momentan das problem, dass er im platz das hölzchen kurz aufwirft. wir deuten es als übersprungshandlung. hast du mir einen tipp, wie dies ändern kann? ich würde es einzeln nochmals aufbauen und verweisspuren machen.

Helene

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28

Montag, 5. Januar 2009, 17:02

mir wurde gelernt, dass wenn der hund die fährte verlässt, wir die leine blockieren sollen und den hund die erfarhung lassen machen, dass er sich selber blohnen kann, in dem er die fährte wieder aufnimmt und somit das fleisch findet. dann wird zusätzlich auch mit der stimme blohnt.

Macht grundsätzlich Sinn so. Die Frage ist bloss: Wie lange dauert es, bis sich der Hund wieder auf die Fährte einklinkt? Bei einem futtergierigen Hund wird dies sehr schnell der Fall sein - und die Belohung über das Futter ist auch effizient. Bei Beni ist das aber nicht der Fall, daher greife ich da ein.

ich würde den hund nicht jedesmal stimmlich belohnen, wenn er fleisch frisst

Ich auch nicht. Das ist nicht nötig und kann eine Abhängigkeit schaffen, die dann auch wieder abgebaut werden muss.

was sind die kriterien, um den hund am ende der leine zu führen? wir hatten den hund von anfang an mindendestens die hälfte der leine frei gegeben, wenn nicht die ganze.

Ich gehe am Anfang sogar neben dem Hund (Leine unter einer Vorderpfote durchgeführt), später kurz dahinter. So hat er einen beschränkten Radius und kann die Fährte nicht gross verlassen (er muss ja erst mal das korrekte Verhalten lernen). Mit zunehmender Sicherheit des Hundes wird die Leine dann länger und kann damit auch zwischen den Hinterbeinen durch geführt werden. Meine Trainingsleine misst etwa 4 Meter, einen Grossteil der Aufbauarbeit mache ich so zwischen 2 und 3 Metern; damit kann der Hund recht selbständig arbeiten, ich bin aber trotzdem schnell "zur Hand", wenn es nötig ist. Später variert dann die Leinen länge, auch innerhalb einer Fährte; der Hund gewöhnt sich somit an variable Abstände. Grundsätzlich: Wenn's einfach ist, lange Leine, wo's schwierig wird, arbeite ich mich näher ran.

Trotzdem würde mich der Grund für die Futterdosen mitten auf der Fährte schon interessieren!

Das ist Teil der Gegenstandsarbeit.
1) offenes Futter am Fährtenende
2) Futter in relativ grosser, verschlossener Dose am Fährtenende => Verweisen lehren
3) Futterdose wird kleiner
4) 2-3 Futterdosen pro Fährte => Hund lernt, auch nach dem Gegenstand weiterzuarbeiten
5) Futterdosen werden variabel: Nebst den bekannten Modellen kommen neue dazu => Generalisierung
6) Futterbehälter werden sehr variabel: Alles, in das man Futter stopfen kann
7) Futterbehälter sind leer, Futter kommt von mir => Belohnung wird auf Umweg über die korrekte Arbeit erreicht
8) Jegliche Gegenstände werden verwendet, Futter kommt von mir => Generalisierung ist abgeschlossen
Davon relativ unabhängig befindet sich am Fährtenende immer etwas gaaaaaaaanz Tolles. Das kann ein Futterdepot sein, ein Katzenfutterdöschen, ein Kong, ein Pansenstengel, ein Kalbsknochen, ...oder eine der "alten" Futterdosen.
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Helene

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29

Montag, 5. Januar 2009, 17:11

Beim Fährten sollte eigentlich kein Zug auf der Leine sein, die Leine sollte locker durchhängen!

Jeder wie er's mag. Erwünscht ist "intensives Fährten" - das beinhaltet für mich auch einen gewissen Trieb nach vorne und nicht nur nach unten. Ich persönlich mag durchhängende Leinen überhaupt nicht, ich arbeite auf Kontakt.

wir haben momentan das problem, dass er im platz das hölzchen kurz aufwirft. wir deuten es als übersprungshandlung.

Du bist zu schnell *gg* ich komme mit schreiben nicht mehr nacht... :d

...ich tippe eher darauf, dass er nicht genau weiss, mit welchem Verhaltensmuster er an die Belohnung kommt, oder dass das mal unabsichtlich bestätigt wurde. Wie wäre es, wenn Du ihn für's Gegenstand anstarren bestätigen würdest? Falls Du klickerst oder sonst mit einem Auslösesignal arbeitest, sollte das recht schnell machbar sein.

ich würde es einzeln nochmals aufbauen und verweisspuren machen.

Ich bin nicht so Fan von Verweisspuren - ich nehme das Verweisen lieber gleich ganz aus der Fährtenarbeit raus. *hm* Vorschlag:
1) Hund ins Platz legen, Gegenstand vor ihm hinlegen, wenn er ihn anschaut => Auslösesignal & Bestätigung
2) Hund ins Platz legen, Gegenstand einige Schritte weiter sichtbar deponieren => Hund mit Hörzeichen zum zum-Gegenstand-gehen und sich dort hinlegen veranlassen (am besten geht's unter Deinen gegrätschten Beinen durch!), ev. mit einer Hand auf dem Gegenstand das Aufnehmen verhindern. Wenn er ihn anschaut => Auslösesignal & Bestätigung
3) Distanz varieren
4) Deine Position varieren
5) Das Ganze auf die Fährte transferieren
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30

Montag, 5. Januar 2009, 17:32

RE: Fährten-Video

Film (18 MB, wmv)

Ãœber konstruktive Auslegungen, Kommentare, Kritik & Tipps freue ich mich!

Eierquetscher sind ein absolutes no go. Jedenfalls für mich. Mit dieser Art von Führung wird der Hund fast gezwungen den Kopf unten zu halten. Priorität hätte für mich, dass der Hund Freude am Fährten hat und dies auch ungezwungen machen kann. Am Anfang dann halt lieber kurze Fährten machen und den Hund nicht überfordern. Step by step kann dann der Schwierigkeitsgrad erhöht werden.

Gefährtet wird normalerweise mit Geschirr, dafür sind sie eigentlich da, obwohl bald jeder zweite Hund eins umgebunden bekommt. Hilfsmittel wie das Böttcher sind erfunden worden um es dem Menschen zu vereinfachen und dem Hund zu verunmöglichen.

Fritzi

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Doggie(s): Yaro und Kate, Australian Shepherds

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31

Montag, 5. Januar 2009, 21:21

@Fritzi

ich finde du verallgemeinerst hier sehr. schon mal darüber nachgedacht, dass auch eine zweite Methode durchaus ihre Vorteile haben kann? Vom Fährten habe ich keine Ahnung und da will ich mich auch gar nicht einmischen.

Aber solche Aussagen hier:

Zitat

Gefährtet wird normalerweise mit Geschirr, dafür sind sie eigentlich da, obwohl bald jeder zweite Hund eins umgebunden bekommt.


Finde ich schon sehr engstirnig. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Die ein oder andere Methode so zu verteufeln, finde ich schon ziemlich daneben. Meines Erachtens überwiegen die Vorteile beim Geschirr im Gegensatz zum Halsband klar, aber das ist jetzt hier nicht das Thema. Vielleicht kann man auch mal das ein oder andere dazu lernen, wenn man sich eine andere Methode wenigstens mal anschaut.... :schreck:
Isabel mit den Aussies Yaro und Kate

Seelenhunde hat sie jemand genannt...
Jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben, die man begleiten darf und die einen auf andere Wege führen.
Die wie Schatten sind und wie die Luft zum atmen.
(Autor unbekannt)

cindy

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Doggie(s): Cockerspaniel Rüde Charly und im Herzen für immer Cindy

Wohnort: Schweiz

Beruf: Hausfrau, Randstundenbetreuungsperson in der Schule

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32

Montag, 5. Januar 2009, 21:36

@Fritzi

Zitat

Kein Rüde kann sich konzentrieren, wenn er etwas zwischen den Beinen hat, das auch schmerzt.


1. Wie willst du das Wissen ob es dem Rüden weh tut? Hast du es selber schon mal bei dir versucht?
2. Wie willst du Wissen, das sich ein Rüde mit dieser Methode sich nicht konzentrieren kann?

Hast du schon selber gefährtet? Wenn ja wie ist dein Aufbau?
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

Foto Homepage tier-natur-foto

Valloodle

unregistriert

33

Montag, 5. Januar 2009, 21:38

Am anfang mit Tam (der 34 cm hocher rüde) auch mit der leine "untendurch" gefährtet - sind aber nach eine weile auf geschirr ungesteigen da es mit verweisen sehr mühsam war. mit Pax jetzt fährte ich (und schweiss auch so) mit der leine "untendurch".

beide sind unkastrierten rüden (Tam nicht mehr) und ich habe nie gemerkt das es weh getan hat - es gab am anfang einfach ein schreck :hihi: aber seit das erste mal habe ich nie problem gehabt, und ich bin sehr aufmerksam. ich denke ein menge hunde sind sicherer mit ein geschirr, und für ein lange schweiss-fährte ist ein geschirr schon bequemer - aber ein "be all and end all" ist es nicht.

also - von der verweisen her hat er wirklich ein gute leistung gezeigt. und wenn er fährtet ist es schön tief mit kontakt, ihn fehlt die motivation ein wenig.

es ist schwierig mit ein hund mit wenig futtertreib, pax ist auch so aber mit der clicker und jetzt habe ich ein rüde wer wirklich die konzentration übertreibt :ohmann: (gell sisco)

hat du mal probiert mit rohe eier auf die fährte getropft und etwas "tolles" in die tritte? tönt ein wenig blöd aber es funktioniert.

@fritz - es muss nicht weh tun - wer zieht die leine so hoch und härt oben das es könnte schmerz einfügen?