Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: doggies.ch - das Hundeforum der Schweiz. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

fantamango

unregistriert

1

Dienstag, 8. Mai 2012, 14:30

charly zwickt und reagiert agressiv beim spielen

Hallo zusammen. Der 6 monatige rüde charly zwickt und beisst in die arme beim spielen. er knurrt dann und fletscht die zähne. ich habe es schon ersucht ihm den unterkiefer zu halten aber er sieht das als spielauforderung und wird dann zunehmend heftiger. auch aufhören nützt nichts er springt dann hoch und macht erbarmungslos weiter. was soll ich tun?
heute wollte ich ihm etwas aus dem maul nehmen und kaum habe ich ihn berührt hat er mich ziemlich heftig in die hand gebissen.
ich bin mit meinem latein am ende und brauche eure hilfe, kann mir jemand weiterhelfen?

liebe grüsse chantal
»fantamango« hat folgende Datei angehängt:

inhii

Alphadoggie

Beiträge: 17 805

Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

Wohnort: ZH

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 8. Mai 2012, 15:37

Ich kann dich gut verstehen. Meine Pyri war als Welpe/Junghund extrem grob im Spiel mit mir. Die Beisshehmung hat echt zu wünschen übrig gelassen.

Bei mir war auch so, wenn man ,,ihr,, Spiel mitspielte mit zurückschupsen, zwicken oder sonst was dann puschte es sie noch mehr hoch und wurde echt zum Monsterwelpi. Sie sprang dann mich förmlich an und wurde immer grober. :angry2: Ich hatte sehr viele Kratzer oder Zähneabdrücke vom ,,Spiel,,.

Als ich merkte es nützt nichts wenn ich mich wehre dann versuchte ich es mit ganz ruhig bleiben und Hund ignorieren. Aber auch das schien nicht voll zu wirken, weil sie dann mich ansprang, bellte usw. usw. :rolleyes:

Dann habe ich angefangen, dass sie mit mir nicht mehr spielen durfte. Nur mit Spielsachen. Die Beisshemmung habe ich im ruhigeren Zustand geübt. Wurde sie den noch grob weil sie statt das Spielzeug einfach mich wollte, dann sagte ich ,,nein, so nicht,, stand auf mit starrem Blick in die Luft und lief emotionslos davon. Klar, sprang sie hinterher und wollte weitermachen. Dann lief ich weiter ins nächste Zimmer und schloss die Türe. So quasi ,,nein, so will ich nicht mit dir zusammen sein,, Dort im Zimmer (meistens halt Büro) hatte ich immer was zu tun und vertrieb mir die Zeit ca. 5min. Dann kam ich normal wieder raus. Pyri hat sich in der Zeit beruhigt und wollte nicht mehr spielen und ich begann aber auch kein neues Spiel. Entweder nach meinen Regeln oder sonst gibts gar kein Spiel.

So hat es geklappt und Pyri lernte feiner zu sein. Sie durfte meine Hand wohl ins Maul nehmen in ruhigem Zustand aber sobald es grob wurde sagte ich ,,fein,, wenn sie nicht hörte lief ich auch dann davon. Das machte ich aber nicht im gerangel Spiel sondern mehr beim Kuscheln wenn sie auf einmal meinte sie müsse mich annagen. ;) :d

Das ,,Aus,, ist was anderes: Wenn er was essbaren Ausgeben soll. Ich habe mit Pyri das ,,gib mirs,, geübt. Das kann man nett aufbauen. Schau mal an wie man einem Hund was wegnimmt? Es ist voll bedrohliche Gehste. man muss sich etwas bücken, dann geht man mit beiden Händen auf ihn los. Eine oben am Fang und eine Unten. Das ist schwer für einen Hund. Auch zerren die Meisten am Oberkiefer rum statt am Unterkiefer. Der Oberkiefer kann man nicht bewegen. Einige drücken mit Daumen in den Gaumen aber dazu muss man erst seinen Daumen reinkriegen. ;)

Also kann man das üben, damit er etwas lockerer abgeben will. Jetzt muss ich es mal erklären wie ich es meine :gruebel1: :d ist schwierig zu schreiben. Man hält ja meistens die Hände so, dass die kleinen Finger der Hand näher beim Hund sind und die Daumen eher vorne bei der Nase um was wegzunehmen. Also du machst es genau so. Aber zuerst nur die untere Hand und mit der anderen ein Leckerli geben, so dass er die Hand unten spürt. Das x mal machen. Dann mit der unteren Hand mit Daumen/Zeigefinger ins Maul fassen aber nur fein und Leckerli mit der anderen Hand (die untere Hand ist aber noch dran wenn das Leckerli kommt). Dann kannst du das Würstchen zwischen Daumen und Zeigefinger der oberen Hand nehmen und so noch oben die Nase/Fang abdecken wärend du so schon das ganze Maul umschlungen hast und vorne trotzdem das Würsten reinschieben kannst. (kappiert man das überhaupt ?( ) jedenfalls hat Pyri in kurzer Zeit automatisch das Maul aufgemacht und das Mäulchen geleckt wenn meine Hände kamen weil sie eigentlich das Würsten haben wollte. So kann ich heute die Hand unter den Fang legen und ,,gibs mir,, sagen. Das ist für mich dann das Tauschen, weil sie nachher ein Leckerli bekommt.

Dann kennt sie aber auch ,,aus,, und das ist böse, mit bösem Ton und Körperlich bedrohen und dann spuckt sie es raus. Aus brauche ich dann wenns eilt weil sie einen Mist fressen tut. ;)

Es kommt halt auch drauf an wie man seinem Hund die Sachen beibringen will. Meine erste Hündin hat einmal gegen mich geschnappt als ich ihr was nehmen wollte, Reflexartig kam ein Klatsch an die Schnauze, sie hat es nie mehr gemacht. Bei mir ist das ein Reflex und deshalb passte es aber ich empfehle es Niemandem weil man darf dabei keine Sek. studieren sonst verschlimmert es die Sache nur.

Also versuch es einfach als Übung wie ein Kommando aufzubauen. Nimmt mich wunder ob es bei dir auch so gut geht wie bei meiner Pyri. :d

Lagotto

Sportdoggie

Beiträge: 1 503

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 8. Mai 2012, 20:28

Felix kann sich beim Spielen auch ins Beissen und Knurren hineinsteigern. Gerade in der Welpen-Junghundzeit, wenn die ersten, bzw. zweiten Zähne kommen, beissen die kleinen Racker vermehrt und gerne zu.
Wenn sich das Beissen steigert und kein "Aus" mehr hilft, mache ich es so, wie es Mama-Hund machen würde. Das heisst ich knurre, grolle und werde, wenn er nicht reagiert, lauter und bedrohlicher und wenn er nicht beeindruckt ist, bekommt er mit meiner zum Maul geformten Hand einen kurzen, heftigen Knuff an die Schulter. Keinen Schubs, denn schubsen wenn der Hund weggedrückt wird, sieht er häufig als Spielaufforderung an und kommt wie ein Gummiball zurück getitscht. Man muss die Drohung schon am besten im Stehen, auf jeden Fall von oben herab machen und schnell sein. Genau so habe ich es bei seiner Mutter beobachtet. Die hat nicht lange gefackelt, wenn es ihr zu bunt wurde, gab es eine kurze und knappe Ansage.

Viel Erfolg !
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Paws and Wheels

unregistriert

4

Dienstag, 8. Mai 2012, 22:48

Der Hund ist ein Welpe/Junghund. Es gibt keinen einzigen Grund, ihn zu bedrohen, nur weil er sich total hündisch verhält. Es sei denn, du willst sein Vertrauen verlieren. Wir sind nun mal Menschen und keine Hunde und wir können nur "mensch" und nicht "hündisch". Unfassbar, wie hartnäckig sich solche Uralt-Methoden immer noch halten.

Wenn du deinem Junghund das Spielbeissen sofort abgewöhnst, wird er nie lernen, wie stark er seinen Kiefer einsetzen soll. Gerade bei Menschen. Im dümmsten Fall wird er es bei der Person, die es ihm abgewöhnt, nicht mehr tun, dafür umso mehr bei allen anderen Personen.

Spielbeissen ist zwar unangenehm, und mit den Welpenzähnen mitunter auch schmerzhaft, keine Frage. Aber dein Hund muss lernen, angemessen mit seinem Kiefer umzugehen, mit Menschen sanft zu sein und irgendwann auch, dass menschliche Haut tabu ist sozusagen.

1. Schritt:
Jedesmal wenn dein Hund spielbeisst, äusserst du einen Schmerzlaut. Diesen passt du dem Verhalten deines Hundes an. Ist er eher schüchtern/zurückhaltend, reicht ein sanftes "Aua". Ist er nicht zart besaitet, auch etwas lauter "Aua". Damit kann der Hund lernen, wie stark er seinen Kiefer einsetzen kann/soll.
(Machen Welpengeschwister untereinander auch; sie sagen sich mit Schmerzlauten, wenn der eine zu grob war).
Und dann das, was inhii schon schrieb, sofortiger Spielabbruch. Wenn das nicht hilft, allenfalls weggehen. Aber nicht den Hund für's hündisch sein bestrafen! Zudem verstehens die meisten eh nicht und nehmens als Spielaufforderung und Spielbestärkung. Schreibt ihr ja selber.
Nun sollte er bereits nicht mehr so fest spielbeissen.

2. Schritt:
Spielbeissen ganz abbauen. Auch wenn es jetzt nicht mehr weh tut, weil er schon deutlich weniger zupackt, genau so mit den Schmerzlauten weiterfahren. Hund soll denken, dass wir Menschen aus Watte sind. Und weiterhin sofortiger Spielabbruch. Ab hier sollte der Hund bereits keinerlei Druck mehr mit seinem Kiefer ausüben, wenn er unsere Hand/Arm immer noch in's Maul nimmt.

3. Schritt:
Den Spielabbruch unter Kommando zu stellen beginnen und die Spielbeisshäufigkeit reduzieren.
Spielbeissen ist ok, aber nur während dem Spiel und nicht zu fest. Und nur so lange, bis wir Stop sagen.
Begründung: Welpen/Junghunde sind wie kleine Kinder. Sie erkunden anfangs die Welt hauptsächlich über ihr Maul. Kinder wie Hunde brauchen das. Wenn man das nun rigoros unterbindet, ist das in etwa gleichzusetzen, wie man einem Hund sagt, hör auf, Hund zu sein. Oder einem Kinderbaby sagt, hör auf, Baby zu sein. Bei beiden verliert sich das mit dem Älter werden.
Aber bis sich das verliert, brauchen es Kinder wie Hunde. Einige länger, andere weniger lang.
Und da ist es einfach besser, dem Hund das zu geben, was er braucht, aber kontrolliert und nicht unkontrolliert. Und damit es eben bei allen Menschen Gültigkeit hat und nicht nur bei der Bezugsperson.
Über Futter kannst du ihm "sii laa" (sein lassen) und "nimms" aufbauen. Das sein lassen kannst du dann beim Spielbeissen unterstützend mit einbauen, und ihm stattdessen auch ein Alternativverhalten anbieten.

4. Schritt:
Hier gilt es zu überlegen, ob es für dich/deine Familie ok ist, wenn der Hund beim Spielen eure Hände in den Fang nimmt oder nicht. Kontrolliert zulassen oder eben zu üben, dass Menschenhaut total tabu ist. Hast du kleine Kinder, würde ich eher zu "Menschenhaut ist tabu" tendieren.




Ich habe es bei DC wie eben erwähnt aufgebaut. Er trägt heute alles mögliche herum, ohne irgendwelche Zahnabdrücke drauf zu hinterlassen. Ich habe bei ihm mit einem Alternativverhalten gearbeitet. "Lieber ein Hund, der schleckt, statt zupackt". Das Schlecken hat sich dann irgendwann als er älter wurde, von selbst ausgeschlichen. Da musste ich nicht mehr gezielt irgendwas üben.

Paws and Wheels

unregistriert

5

Dienstag, 8. Mai 2012, 22:52

Ach so, Zahnwechsel:
Ist wie bei Kindern. In dieser Phase kann ein erhöhtes Kaubedürfnis entstehen. So wie Kleinkinder auch ihren Gummibeissring dafür haben.

Wir haben DC ein altes Jeans-Hosenbein zum spielen gegeben, mit einem Knoten drinnen. Da konnte er drauf rumkauen, wie er lustig war und der Jeansstoff sorgte dafür, dass dabei der ein oder andere Zahn mit raus kam; die lockeren Welpenzähnen verhedern sich gern im Jeans-Stoff.
Wann immer dein Hund im Zahnwechsel das Kaubedürfnis überkommt, biete ihm anstelle deiner Haut einen Gegenstand an, auf dem er rumkauen darf. Kauen kann die Schmerzen lindern (nicht jeder Hund hat Schmerzen beim Zahnwechsel. Nicht jeder steckt das gleich gut weg).
Du brauchst dabei keine Angst haben, dass er dadurch die Beisshemmung nicht lernt. Zahnwechsel ist eine ganz andere Geschichte.

Lagotto

Sportdoggie

Beiträge: 1 503

  • Nachricht senden

6

Mittwoch, 9. Mai 2012, 12:25

Hallo zusammen,

Tanja Du hast schon recht, wir sind Menschen, keine Hunde. Trotzdem denke ich, bevor sich die Situation aufschaukelt, muss man dem Kleinen mal Stopp sagen. Ein lautes Aua und Abwenden/Spielabbruch hat bei uns leider nicht gereicht. An Felix Reaktion habe ich gemerkt, dass er weder verschüchtert noch verängstigt war, lediglich baff, dass wir das nicht mitmachen wollten. Mittlerweile geht es auch ohne das "Hündisch", aber für einen sehr zähen, lebendigen Welpen hat mir diese Art der Verständigung geholfen ;) .

Grüssli, Sylvia
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

inhii

Alphadoggie

Beiträge: 17 805

Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

Wohnort: ZH

  • Nachricht senden

7

Mittwoch, 9. Mai 2012, 15:55

Bei Pyri hat das ,,Aua,, herzlich wenig genützt. Sie konnte es aber dann verbinden, dass ich beim 2. ,,Aua,, eben davon gelaufen bin. Also weiss sie nun 1x Aua und dann aufpassen sonst bin ich weg. Aber nur das ,,Aua,, bewirkte, dass sie kurz aufschaute und dann grad wieder zukniff. ;) OK, Pyri war auch ziemlich krass. Ich denke man muss bisschen rausdüfteln was am Besten geht.

Aber zurückkneiffen, schupsen, Boden drücken half rein gar nichts, machte es sogar noch viel schlimmer.

Heute nimmt sie meinen Arm/Handgelenk nur noch ins Maul wenn ich nach Hause komme und sie sich total freut. Dann nimmt sie mich, hält aber nur und leckt/reibt sie Zunge am Handgelenk. Ekliges Gefühl irgendwie aber sie macht es fein... ;) Wenns zu lange dauert schicke ich sie ein Spielzeug zu holen, dann kann sie dort sich abreagieren. :d

Ansonsten hat sie keinen Grund mehr mit meinem Körper zu spielen. Wenn ich mal mit der Hand wieder spiele und sie sich reinsteigert, merke ich grad dass es immer gröber wird und breche wieder ab. Sie kann mit Spielsachen und mir spielen aber das übermütige grobe mag ich nicht. ;)

Aber eben, jeder Hund ich anderes. Bei Diuni musste ich 1x Aua rufen und sie erschrack so extrem.... Ihr musste ich sogar lernen, dass es Zerrspiele gibt. :hihi:

Meine Ansicht ist immer, was mein Hund bei mir macht, kann er später mal bei einem Fremden machen. Also muss ich das Grobsein abgewöhnen weil sonst heisst es dann schnell mal er hätte gebissen. ;)

Paws and Wheels

unregistriert

8

Mittwoch, 9. Mai 2012, 17:58

Wenn das Aua nichts nützt, ist das noch lange kein Freifahrtsschein, grob und unkorrekt zum Hund zu werden. Ich wiederhole mich, es liegt am Menschen, und NUR am Menschen, das was er vom Hund erwartet, so rüberzubringen, dass der Hund auch VERSTEHEN und LERNEN kann. Und wenn es nicht klappt, ist es immer total einfach, grob zu werden, statt sich zu fragen, wie ich es dann verständlich rüberbringen kann.
Bei deiner Methode hat er sicher nicht gelernt, wie er genau mit seinem Kiefer umgehen muss. Im ganz dümmsten Fall züchtest du dir genau mit dieser Abgewöhnerei einen Beisser, weil er nie gelernt hat, seinen Kiefer kontrolliert einzusetzen. Ich persönlich finde dieses "du hast dich jetzt gefälligst nicht hündisch zu benehmen"-Abgewöhnen mehr als fahrlässig. Geht für mich in die gleiche Richtung: mein Hund hat mich weder anzuknurren noch anzubellen. ICH bin froh, wenn mich meine Hunde anknurren oder anbellen, wenn ihre Grenzen überschritten werden, statt einfach direkt zuzubeissen. Dann habe ich noch Zeit, angemessen zu reagieren und den Biss zu verhindern. Aber sich dann wundern, wenn der Hund zubeisst.

Aber stimme zu: ein laut gesprochenes Aua hilft in der Tat bei den meisten Hunden nicht. Es geht auch gar nicht um die Lautstärke, sondern wie überzeugend (!!) ihr als Mensch seid. Und genau da liegt der Hase begraben. Das können die wenigsten.
Ich habe über "Aua" (aber nicht nur halbpatzig oder laut, sondern so, wie wenn ich voll die Schmerzen hätte) noch jedem Hund und Gasthund beibringen können, dass mein überempfindliches Bein für ihn total und absolut tabu ist. Nach 2 - 3 Mal "Aua" überzeugend im richtigen Moment rübergebracht, hat es noch jeden Hund gestoppt. Selbst bei den unerzogenen draussen hilft es, die mich jeweils regelrecht bedrängen, sich volle Kanne an mein Bein drücken, weil ihre Besitzer nicht gucken oder es sie nicht interessiert.

Ich habe es oben schon angetönt: Hunde nehmen nicht den lautesten "Polteri" als "Rudelführer", sondern den souveränsten. Und dem Hund abzugewöhnen, Hund zu sein, hat mit Souveränität nichts zu tun. Im dümmsten Fall hast nachher ein Hund, der dir nicht wirklich gänzlich vertraut und dich nicht wirklich ernst nimmt.
Aversiv entsteht aus Schwäche, nicht aus Souveränität!

Wieso soll dein Hund denn verschüchtert und verängstigt sein? Was soll er denn LERNEN, wenn er blockiert vor Angst?
Wenn du in Panik gerätst, bist du dann noch lern- und aufnahmefähig? Ich wage das zu bezweifeln, aber genau das verlangst du von deinem Hund. Und dann schaukelt sich das immer mehr hoch, weil er genau in dem Moment deine Erwartungen doch überhaupt nicht erfüllen kann.

inhii

Alphadoggie

Beiträge: 17 805

Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

Wohnort: ZH

  • Nachricht senden

9

Mittwoch, 9. Mai 2012, 19:08

@paws and Wheels

War das nun an mich gerichtet? wenn ja hast du mich total falsch verstanden...

Weil habe nie geschrieben man muss grob sein, weder das Aua funktioniert nicht (war nur bei meiner so, dass der Effekt nicht da war mit ,,nur,, aua sagen) Und glaube mir ich musste nicht spielen wie es weh tat weil es tat echt weh. ;)

Habe ich was überlesen, hat Jemand geschrieben man muss Hundeverhalten abgewöhnen/abschalten? :noidea: ?( Und warum muss ein Hund erschrecken... Ich habe nur 100 ???

Kappier nun gar nichts mehr... naja.... :noidea:

Lagotto

Sportdoggie

Beiträge: 1 503

  • Nachricht senden

10

Mittwoch, 9. Mai 2012, 19:58

... Geht mir jetzt auch so. Verstehe nur Bahnhof.

?(

Grüssli !
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

inhii

Alphadoggie

Beiträge: 17 805

Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

Wohnort: ZH

  • Nachricht senden

11

Mittwoch, 9. Mai 2012, 20:42

@lagotto

:d scheint als ist da mächtig was falsch verstanden worden oder habe ich so dermassen falsch geschrieben :gruebel1:

Also ich habe nur geschrieben, dass Aua alleine nichts nützte bei Pyri und wenn man grob ist (schupsen usw. ) sogar alles schlimmer wurde. Also nicht die Lösung ist. Und das Diuni so sensibel war, dass sie bei einem Aua extrem erschrocken war und man deshalb eben bei jedem Hund wieder schauem muss was es braucht. :noidea: naja... :d

Paws and Wheels

unregistriert

12

Mittwoch, 9. Mai 2012, 20:50



War das nun an mich gerichtet? wenn ja hast du mich total falsch verstanden...


Ne. Du hast es gut gemacht mit dem Spielabbruch und dem Weggehen. So bekam dein Hund eine Chance, seinen Kiefereinsatz kontrollieren zu können und zu lernen, wo die Grenzen sind.


Ich bezog mich auf das da:

An Felix Reaktion habe ich gemerkt, dass er weder verschüchtert noch verängstigt war, lediglich baff, dass wir das nicht mitmachen wollten.



Wiederhole meine Frage: Wieso soll der Hund denn über verschüchtert und verängstigt sein, lernen? Das kommt für mich rüber, dass der Hund gefälligst bei der Korrektur zu erschrecken und Angst zu haben hat. Weil das erreicht man ja mit Drohen:

Man muss die Drohung schon am besten im Stehen, auf jeden Fall von oben herab machen und schnell sein



Und ich sagte, dass das Null bringt. Weil der Hund dann nicht lernen kann, was statt dessen von ihm erwartet wird. Bzw. weil der Hund so der Chance beraubt wird, seinen Kiefer kontrollieren zu können.






Habe ich was überlesen, hat Jemand geschrieben man muss Hundeverhalten abgewöhnen/abschalten? :noidea: ?( Und warum muss ein Hund erschrecken... Ich habe nur 100 ???




Ja, Lagotto, indem sie dem Hund droht, damit er sofort aufhört und nicht lernt, seine Kieferkraft zu kontrollieren.
Was ist daran so schwer zu verstehen? Raff ich jetzt irgendwie nicht.

inhii

Alphadoggie

Beiträge: 17 805

Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

Wohnort: ZH

  • Nachricht senden

13

Mittwoch, 9. Mai 2012, 21:15

Ach so, dachte du hättest es aus meinem Text irgendwie rausgelesen. :peace:

Nein, nur einschüchtern bringt nichts. Pyri hätte frischfröhlich weiter gemacht. ;)

Sie müssen es echt irgenwie lernen die Welpis. Aber was mich wunder nimmt, warum die einen Welpis einfach so dermassen grob sind und die anderen so fein. Charaktersache, Stärke, Mutterhündinerziehung, oder was mir Jemand sagte... die Wurfgrösse (umso grösser umso gröber die Welpis). :noidea: Das wäre echt interessant.

Diuni war immer ganz fein, waren dort 5 Welpen

Pyri war sehr grob und waren 8 Welpen

Lagotto

Sportdoggie

Beiträge: 1 503

  • Nachricht senden

14

Mittwoch, 9. Mai 2012, 21:23

ich nochmal...

Also, als Ersthundbesitzer kann ich jetzt noch nicht wirklich sooo viel mitreden. Habe die angewendete Methode von einer, wie ich finde, guten Hundetrainerin empfohlen bekommen die nach Dogmanship lehrt und uns kennt. Für uns stimmt das so und ist, mit Sicherheit, nicht für jedermann geeignet. Meiner Meinung nach kann ich meinem Hund sagen, wann für mich das Beissen und Schnappen an mir oder meiner Kleidung nicht in Ordnung ist und ich das nicht möchte. Er hat genug andere Sachen, auf denen er herumkauen kann. Oder eben Spielkollegen. An mir möchte ich kein Herumbeissen oder Herumkauen wie auf einem Kauknochen :thumbdown:
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Psovaya Borzaya

Alphadoggie

Beiträge: 3 736

Doggie(s): ein barsoi und ein whippet

Wohnort: Balterswil TG

Beruf: dipl. pflegefachfrau, 20% pensum im nachtdienst

  • Nachricht senden

15

Mittwoch, 9. Mai 2012, 21:31

@lagotto: ich glaube nicht, dass paws meinte, du sollst das tolerieren... die frage ist nur, WIE man den hund dazu kriegt, es nicht zu tun. jan nijbor ist sowieso nicht mein ding.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Paws and Wheels

unregistriert

16

Mittwoch, 9. Mai 2012, 21:35

@ inhii:

Da habe ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht. Aber ich kann deine Vermutung schon mal wiederlegen:

DC: 8 Welpen (wobei eine Totgeburt) = total fein und zart und finöggelig. Er war aber als Letztgeborener das Nesthäckchen schlechthin ;) Er wird nur grob, wenn andere Hunde grob zu ihm werden. Oder wenn er total wild mit meinem Mann spielt. Mit mir, oder mit Kindern, oder mit anderen zarten Hunden, spielt er schon fast zärtlich. (Ich habe das gezielt geübt, weil ich bis zu dem Knie überempfindlich bin und er mich dort möglichst nicht anrempeln sollte. Auch habe ich z.B. für Zerrspiele nicht ausreichend genügend Kraft in den Händen. Er passt sich da total mir an. (Als Ausgleich darf er dafür mit meinen Freunden oder meinem Mann die Sau rauslassen :D ).

Sami: Wurfgrösse unbekannt, Herkunft dubios, nie richtig sozialisiert worden: war mit 3, als sie zu uns kam, grob wie nur etwas. Hat mittlerweile etwas gelernt, die Kieferkraft besser zu kontrollieren. Aber ich denke, sie wird nie die Feinheit von DC erreichen können. Schon nur, weil ihre untere Zahnreihe total schief steht. Aber wurde schon einiges besser, seit sie bei uns ist.




@ Lagotto:
Dogmanship deckt sich nicht mit meinen Einstellungen und meinem Umgang und meinem Verständnis für und mit Hunden.

Ich schrieb nirgends, dass du dich von deinem Hund ankauen lassen sollst. Sorry, aber diese Art von Argumentationen ist echt nicht mein Ding. In sowas stecke ich keine Zeit und Mühe mehr. Ich habe dir oben Schritt für Schritt beschrieben, wie du deinem Hund die Kieferkontrolle beibringen kannst, so dass er noch Hund sein darf und ihm "hündisch" nicht abgewöhnt wird, OHNE dass du als Kauknochen herhalten musst.
Dass du mir jetzt dies unterstellst und du mit so einer Kindergartenargumentation daherkommst, zeigt mir, dass du dir noch nicht mal die Mühe gemacht hast, es zu lesen oder versuchen, zu verstehen.

Paws and Wheels

unregistriert

17

Mittwoch, 9. Mai 2012, 21:48

@lagotto: ich glaube nicht, dass paws meinte, du sollst das tolerieren... die frage ist nur, WIE man den hund dazu kriegt, es nicht zu tun. jan nijbor ist sowieso nicht mein ding.


Danke :/dank:/ Ich habs oben bereits erklärt, wie man es erreichen kann, ohne dieses unsägliche Abgewöhnen. Aber man möchte mich halt gern falsch verstehen. Da kann ich dann echt nicht weiterhelfen.

sockecharlie

Kläfferdoggie

Beiträge: 376

Doggie(s): Charlie (Reinrassiger-Mischling), Rüde

Wohnort: Wallis

  • Nachricht senden

18

Mittwoch, 9. Mai 2012, 22:02

meine Güte ist hier was los. :respekt:

um mich kurz zufassen:

ich sage mal zu dem was Paws and Wheels geschrieben hat : 3%9 ich stimme dem grössten Teil zu.

LG sockecharlie

cindy

Admindoggie

Beiträge: 9 892

Doggie(s): Cockerspaniel Rüde Charly und im Herzen für immer Cindy

Wohnort: Schweiz

Beruf: Hausfrau, Randstundenbetreuungsperson in der Schule

  • Nachricht senden

19

Mittwoch, 9. Mai 2012, 22:18

@Paws and Wheels

Zitat

Ich habe dir oben Schritt für Schritt beschrieben, wie du deinem Hund die Kieferkontrolle beibringen kannst, so dass er noch Hund sein darf und ihm "hündisch" nicht abgewöhnt wird, OHNE dass du als Kauknochen herhalten musst.
Dass du mir jetzt dies unterstellst und du mit so einer Kindergartenargumentation daherkommst, zeigt mir, dass du dir noch nicht mal die Mühe gemacht hast, es zu lesen oder versuchen, zu verstehen.


:/dank:/ das du deine Meinung und Erfahrungen hier schreibst, ABER bitte respektiere auch andere Meinungen, wie z.B.die da, ok? :zwinker:

Zitat

Für uns stimmt das so und ist, mit Sicherheit, nicht für jedermann geeignet. Meiner Meinung nach kann ich meinem Hund sagen, wann für mich das Beissen und Schnappen an mir oder meiner Kleidung nicht in Ordnung ist und ich das nicht möchte. Er hat genug andere Sachen, auf denen er herumkauen kann. Oder eben Spielkollegen. An mir möchte ich kein Herumbeissen oder Herumkauen wie auf einem Kauknochen



Jeder Hundetrainer hat so seinen Weg und ehrlich ich picke von diesem sowie von jenem etwas herraus, für meinen Hund oder für Hunde in meiner Gruppen. KEIN Trainer ist meiner Meinung nach allwissend :smile: Für mich ist der Weitblick sehr wichtig und nicht Tunnelblick :zwinker:
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

Foto Homepage tier-natur-foto

Paws and Wheels

unregistriert

20

Donnerstag, 10. Mai 2012, 00:03

@Paws and Wheels

Zitat

Ich habe dir oben Schritt für Schritt beschrieben, wie du deinem Hund die Kieferkontrolle beibringen kannst, so dass er noch Hund sein darf und ihm "hündisch" nicht abgewöhnt wird, OHNE dass du als Kauknochen herhalten musst.
Dass du mir jetzt dies unterstellst und du mit so einer Kindergartenargumentation daherkommst, zeigt mir, dass du dir noch nicht mal die Mühe gemacht hast, es zu lesen oder versuchen, zu verstehen.


:/dank:/ das du deine Meinung und Erfahrungen hier schreibst, ABER bitte respektiere auch andere Meinungen, wie z.B.die da, ok? :zwinker:


Cindy, es ging mir einzig um ihren Satz "dass sie keine Lust hat, als Kauknochen herzuhalten". Das habe ich nirgends geschrieben und das ist Kindergartenargumentation und völlig an den Haaren herbeigezogen.
Ich finde es von dir nicht fair, dass du jetzt einen Teil meiner Aussage aus dem Kontext raus, der sich einzig auf "als Kauknochen herhalten" bezog, rot hervorhebst und auf ihre Meinung über Dogmanship versuchst darzustellen. Ich habe das nicht so gesagt. Vielleicht solltest du einfach den ganzen Satz im Kontext rot hervorheben ;)


Und meine Einstellung hat rein gar nichts mit Tunnelblick zu tun. Sondern mit einem freundlichen, korrekten Umgang mit Hund, force free!