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inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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41

Montag, 18. Juni 2012, 18:59

:d ja, schon ein langer Text aber ich habe mich tapfer durchgelesen. ;)

Also ich bin immer noch halbe schockiert, dass man so eine Schnellbleiche machen kann und dann an Leute rangelassen wird mit ihren ,,Problemhunde,,. Und das ohne selber Hunde jemals gehabt zu haben. Nicht mal ein Hund oder in der Familie wenigstens ein Hund. Ist schlimm... Weil grad die Körpersprache kann man nicht mit Bilderbücher vergleichen, sie sind so komplex, vermischt und jeder Hund sieht bisschen anders aus wie du sagt durch die Rasse.

Klar, sie kennt nun die Theorie und einige Ansätze sind auch gut und funktionieren sicher, aber sicher nicht bei jedem Hund. Und das zu erkennen, finde ich braucht es sehr viel Erfahrung.

Beispiel das mit der Leine halten und Kontakt leicht ,,erzwingen,, mag funktionieren bei gewissen Hunden. Als Diuni 1,5 Jahre war lies ich auch ein Problemhundetrainer kommen und er machte eine kurze Sequenz auch so. Es ging in die Hocke/Blick nicht auf den Hund, hielt die Leine und zog nur ganz fein. Also es war nicht mal ein ziehen nur grad die Leine ganz fein gespannt. Logisch böckelte Diuni wie wild rum an der Leine aber nach paar Sekunden entspannte sie an der Leine und kam ein Minischritt entgegen und dafür wurde sie belohnt. Ich stand gleich neben leicht hinter dem Trainer. Bei ihr ging es aber es war nur eine vieler Möglichkeiten wo wir machten und wo geholfen haben. Aber auch hier... Es ist kein Wundermittel und das Ziel war eine Kombination von x verschiedenen Sachen die wir machten. Nur alleine das Leinenziehen (nennen wir es mal so) wären wir nie ans Ziel gekommen und das weiss nur ein Trainer mit viel Erfahrungen.

Andere Möglichkeit: Trainer sitzt am Boden. HH hält die Leine ganz kurz so das der Hund nicht weichen kann und läuft so in Mini-Minischritten hin zum Mensch. Jedes Mal wenn der Hund (also dazumal Diuni) entspannte und locker bei mir bliebt, gab es Belohnung. Usw. usw. So konnte man sich in kürzerer Zeit (also schon sicher gut 5min. ) so ranarbeiten, dass am Schluss Diuni 20cm vom Trainer weg war und entspannte.

Es ist aber damit nicht getan sondern ein kleiner Anfang. Weil am nächsten Tag ist man wieder am Anfang, das Problem ist sicher nicht verflogen über die Nacht. Es gibt keine Wundererziehung. Sondern die Kombination macht es aus und die Zeit.

Und es ist wie du sagst nicht immer der Mensch/HH schuld. Ich habe Diuni mit 8 Wochen ,,gestört,, als Welpe bekommen. Und der Trainer versicherte mir ich sei nicht schuld. Alle anderen Besserwisser-HH sagten ich stecke sie mit der Angst an. :wall: Ganz sicher nicht weil ich hatte eine Hündin zuvor, die alle Situationen alleine löste und sich gegen ein ganzes Rudel behaupten konnte. Also ich musste mir nie Sorgen machen um meinen/einen Hund.

Ist wohl eher so, dass ich nun durch Diuni erfahren musste, dass es eben auch Hunde gibt, welche sich nicht selber wehren können.

Selbst ich wo 3 Hunde selber hatte/habe würde mich nach diesem Schnellbleichkurs nicht trauen Problemhunde zu therapieren. Da hat man enorme Verantwortung.

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Admindoggie

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Doggie(s): *Shirin* Schnauzer-Mix

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42

Montag, 18. Juni 2012, 19:15

Weisst du, das Leine-Beispiel verteufele ich ja auch gar nicht...KANN ja ein Weg sein. Aber nur, wenn man genügend Erfahrung hat, um jederzeit sein Verhalten als Therapeut anpassen zu können. Den Hund nicht zu überfordern. Und, und, und.

Ich gebe Shirin auch mal kurz jemandem zum Halten, den sie schon ein bisschen kennt und wo sie keine Panik hat. Ich übe auch mit ihr die Annäherung. Aber eben. Man muss dazu fähig sein, jederzeit das Verhalten anzupassen wenn nötig. Und das kann jemand wie S. und all die anderen, die "keine Vorkenntnisse benötigen" einfach nicht.

Und eben. Dann macht man es so halbpatzig und nennt es Hunde therapieren. Auf der Homepage werben sie für "Qualität" und stellen sich als die EINZIGE und allwissende Einrichtung dar. Und schicken ihre Schüler raus in die Hundewelt zum Üben und das sieht dann so aus wie heute.
Ich habe es vorher nicht erwähnt, aber ich habe ihr dann am Schluss, vor unserem Haus, als Shirin entspannt war, noch die Leine in die Hand gegeben, weil ich sehen wollte, was sie macht und wie Shirin reagiert. Und S. hat sich frontal zu Shirin hingekniet und sie die ganze Zeit angeguckt, direkt in Shirins Augen. Natürlich ging sie so NICHT hin. Auch nach vielen Minuten nicht.

Ich habe sie dann gefragt, ob sie Shirin extra die ganze Zeit fixiert und sich ihr so direkt zuwendet. Würde sie sich nämlich nur leicht abdrehen und woanders hingucken, würde sie nämlich kommen, sie war nämlich durchaus interessiert an S. (zum Thema "ICH kennen meinen Hund").

Sie meinte dann, sie würde sie ja nicht fixieren, fixieren sehe anders aus, nämlich so, und machte ein grimmiges Gesicht. Sie würde ja nicht drohen, nur beobachten, sie müsse ja sehen, wie Shirin sich verhalte.

Aber direkter Augenkontakt kann für gewissen Hunde nun mal schon reichen, um bedrohlich zu wirken. Und über Minuten einem ängstlichen Hund in die Augen zu schauen nenne ich durchaus auch eine Art von Fixieren.

Und: In der Sonne hatte S. die ganze Zeit ihre Sonnenbrille auf. Auch, als Shirin anfangs noch gebellt hat. Wir alle wären auf die Idee gekommen, die Brille abzusetzen. Einfach weil wir wissen, wir irritierend das für einen Hund sein kann. Sie aber nicht. Weil sie es wohl nicht weiss. Und anscheinend auch nicht lernt, dort, wo sie den PERFEKTEN und einzig richtigen Umgang mit dem Hund propagieren.

Und: Es wird wieder mal alles mit den Wölfen verglichen. Setz dich mal zehn Minuten lang vor einen fremden Wolf und starr ihm in die Augen. Mei, der wird sich aber freuen! :0haue-haue0:

Ich rege mich immer mehr auf, je intensiver ich die Homepage studiere, ehrlich.
Und alles, was als die einzige Wahrheit dargestellt wird und alles andere wird runtergemacht...davon halte ich eh nichts.
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inhii

Alphadoggie

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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43

Montag, 18. Juni 2012, 20:00

Das musste ich nun grad meinem Freund erzählen. :d er grinste nur und meinte ,,Aber spinnt die, Shirin macht doch gar nichts!,, Dann ich: ,,Doch sie hat uns doch mindestens 20x gebissen. ;)

Darf ich wissen wer das ist, also die HP? Kannst sie mir ja per PN geben. Glaube es kaum, dass sich eine Person mit Null Eigenerfahrung mit Hunden sowas zutraut und nun echt an Leute und Hunde losgelassen wird. :nönö: :bad:

Also noch mehr verkorkste Hunde durch Pseudohundetrainer. Mich nimmt wunder was sie im Lebenslauf so schreibt.... also dort wo sich die Person vorstellt. Wohl kaum, viel Erfahrung mit Hunden. ;)

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Admindoggie

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Doggie(s): *Shirin* Schnauzer-Mix

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44

Montag, 18. Juni 2012, 20:52

Also die Homepage ist die von den Anbietern der Ausbildung in dem Ausbildungszentrum, wo S. hingeht.

Das Geilste ist ja, dieses Ausbildungszentrum stellt sich selbst als den einzigen Ort dar, wo man eine echte Ahnung von Hunden hat. Der ganze Rest wird als Möchtegern-No-Name-Therapeuten betitelt. Schicke dir eine PN.
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Admindoggie

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Doggie(s): *Shirin* Schnauzer-Mix

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45

Montag, 18. Juni 2012, 21:34

Da wird auch ein Buch vorgestellt, das von den Betreibern geschrieben wurde. Die Grundsätze finde ich durchaus ok. Dass viele Menschen die Sprache der Hunde nicht verstehen, die Hunde total vermenschlichen, der Hund sich immer krasser dem Mensch anpassen muss, oft nicht artgerecht mit dem Hund umgegangen wird, gewisse Erziehungsmethoden und Hilfsmittel unnötig oder gar gemein sind. Dass Probleme oft unterschätzt werden. Dass an den Hunden endlos herumtherapiert wird, bzw. an den Symptomen, ohne die Ursache der Probleme zu erkennen und zu beseitigen.

Bin ich einverstanden, ist ja ok und oft wahr.

Aber: Es wird so radikal alles runtergemacht, was nicht den Ansichten der Autoren entspricht. Einfach alles. Zum Beispiel auch der Clicker. Alle Ausbildungsmethoden, alle Trainer, alle Hundehalter, die es anders machen als sie, sind unfähig und mehr noch: Hundequäler. Alle Hunde sind grundsätzlich in ihrem Wesen völlig unerkannt und einfach nur bemitleidenswerte, gequälte Kreaturen, solange man es nicht so handhabt, wie von den Autoren beschrieben.

Strom- und Stachelhalsbänder, Schläge und Leinenruck wird auf der Homepage im gleichen Abschnitt unter den Dingen aufgezählt, mit denen sie sicher NICHT arbeiten und ablehnen, wie der Futterdummy, Futtersuchspiele oder z.B. ein Führgeschirr, also Gstältli.

Und solche Dinge finde ich auch :huh: : Ein Hund, der wedelt, freut sich nicht, entgegen dem, was die breite Masse denkt. Beispiel: Hund nagt am Knochen. Man nimmt ihm den Knochen weg, Hund wedelt. Freut er sich nun, dass man ihm den Knochen weggenommen hat? Nein. Sondern er ist im Konflikt und wedelt in Wiedererwartung des Knochens.

Logisch, oder? Aber: Ein Hund kann AUCH wedeln, weil er Freude hat. Zu schreiben, es ist ein Irrtum, ein Hund habe keine Freude, wenn er wedelt, ist Schwachsinn. Es ist nicht IMMER ein Ausdruck von Freude, wenn er wedelt. Aber eben AUCH.

Ich habe einfach Mühe mit sowas, ehrlich. Das führt dann zu Aussagen wie ich sie von S. erlebt habe. "Rute nicht normal". "Hat geknurrt, ist aggressiv und gefährlich". Pauschalaussagen. Bäh!

Und ich kriege mich echt fast nicht mehr ein, so 8| finde ich das alles. Ich habe nichts gegen die Ansätze dahinter...aber die Art, wie es propagiert und vorallem der gesamte Rest runtergemacht wird, stösst mir echt sauer auf. Vorallem werben sie mit Qualiät und Professionalität...und lassen ihre "Therapeuten" nach kürzester Zeit auf die Hundehalter los. Reden von viel Geld, das anderorts den Leuten aus der Tasche gezogen wird...und verlangen selber saftige Preise für ihre Ausbildungen, die sie in drei Ländern und verschiedenen Städten laufend anbieten.

Ach, egal. Ich kann es eh nicht ändern. Deren Geschäft boomt sicher total.

Bin jetzt ruhig. :d
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Parmaschinken

unregistriert

46

Montag, 18. Juni 2012, 23:07

.........?

cindy Edit: Bitte keine Namen von Ausbildungsstätten hier Posten. Bluenote schreibt es euch per PN wenn ihr intressiert seit. Danke :smile:

Tante Edit meint, dass du hier unbegründete Zensur betreibst, zudem meint das Tantchen auch noch, dass nirgends steht, dass man keine Ausbildungsstätten nennen darf und ein Forum eigentlich dazu da ist, um Informationen und Wissen auszutauschen. Dabei kann es auch vorkommen, dass eine Institution schlecht wegkommt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Parmaschinken« (19. Juni 2012, 20:45) aus folgendem Grund: Sinn oder Unsinn?


gioia

Admindoggie

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47

Dienstag, 19. Juni 2012, 07:03

ich bin schockiert.... bitte den link auch per PN.
viele grüsse,
gioia


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Admindoggie

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Doggie(s): *Shirin* Schnauzer-Mix

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48

Dienstag, 19. Juni 2012, 08:26

Ich habe mich jetzt etwas in die Methode eingelesen. Und auch in einem Forum gestöbert, das sie anbieten.

Und ich muss sagen: Ich finde die Gedanken hinter der Art, wie sie mit den Hunden arbeiten, grundsätzlich eigentlich ziemlich gut. Auf einer Basis, die den Hund möglichst als das sieht, was er ist: Ein domestiziertes Raubtier, ein Jäger, mit Instinkten und Trieben. Arbeiten mit Körperpsrache und Mimik und möglichst ohne Hilfsmittel. Finde ich eigentlich völlig ok. Ich mache also nicht ihre grundsätzliche Sicht der Dinge runter. Finde die Ansätze interessant.

Was mich stört ist einfach die Art, wie sie ich darstellen. Als alleinwissende Allmacht. Alles und alle anderen sind scheisse und haben keine Ahnung und punkt und aus.

Seit ich mich durch die Homepage und durch das Forum gelesen habe, ist mir auch klar, warum ich gestern dann dieses Gefühl von "ich bin die blöde unwissende Anfängerin, S. glaubt mir eigentlich eh nichts und ist hier die Expertin" hatte. Weil den Leuten, die da die Ausbildung machen, siehe Homepage/Forum, garantiert ziemlich unmissverständlich vermittelt wird, dass nur das, was sie DA lernen, Hand und Fuss hat. Ich glaube, ich hätte noch sieben Stunden auf S. einquasseln und versuchen können, ihr meine Sicht der Dinge zu erklären, sie hätte mir rein gar nichts geglaubt, was nicht so klingt wie das, was sie gerade lernt.

Im Forum wird kein einziges Argument, das irgendwas anderes hervorhebt als die Ansichten dieser Art, mit Hunden zu arbeiten, akzeptiert. Alles wird dementiert, widerlegt, anders gehandhabt. Alles.

Es ist nicht die Methode grundsätzlich, sondern die kompromisslose Radikalität. Es schwingt überall ein "WIR wissen es schliesslich...macht ihr anderen doch was ihr wollt...auf Kosten der armen Hunde" mit.

Ich habe Lust, bei denen mal nachzuhaken zu einer Frage, die ich mir seit gestern stelle: S. hat mir gesagt, man kann mit dieser Art alle Hunde therapieren. Ausser drei Ausnahmen. Das erste weiss ich nicht mehr, zweitens Hunde mit sowas wie z.B. der Cockerwut, und dann Hunde, die einen Prägungsfehler haben, wo die ganzen Ängste und so von Welpe an so fest sitzen, dass man sie nicht mehr weg bekommt.
Auch im Forum habe ich sowas gelesen. Hunde mit Prägungsfehler sind nicht therapierbar.

Also Hunde wie Shirin.

Nun frage ich mich: Was machen die mit solchen Hunden? Sie sind ja DIE Fachstelle für Problemhunde. Und genau die Halter, die Hunde mit Prägungsfehlern übernommen haben, haben oft die echten Probleme. Erziehungsfehler, die zu Problemen mutieren, sind verhältnismässig schnell behoben und da kann es tatsächlich schon viel zur Lösung beitragen, wenn der Halter sein Verhalten ändert.
Wenn nun aber jemand mit einem ECHTEN Problem (nicht, dass die anderen Probleme nicht auch echt wären, aber ihr wisst was ich meine) kommt, mit einem Hund, der so versaut wurde als Welpe, wie Shirin, was sagen sie dann? Ui, sorry, aber ihr Hund ist keinesfalls therapierbar?

Das würde mich echt mal interessieren.

Zumal Shirin durchaus therapierbar ist. Und ich das Wort eh gar nicht mag. Aber wenn ich gucke, wie super sie sich entwickelt hat, welche Fortschritte wir machen, wie TOLL sie sich z.B. am Doggiesspaziergang verhalten hat, was vor einer Weile noch schlicht unmöglich gewesen wäre...wo ist ein Hund mit Prägungsfehler da nicht therapierbar?

Und ich arbeite sowohl mit Clicker, als auch mit Futterbeutel, Futtersuchspielen und sie trägt auch ein Gstältli (sind verpönt, da wird prinzipiell nur mit Halsband gearbeitet) und ich rede auch mit ihr, sie kennt verbale Kommandos (gibt es alles nicht während der Therapie bei ihnen)...und ist trotzdem kein armer gequälter Hund, obwohl ich genau das zu hören bekommen würde, würde ich das in dem Forum schreiben.

Ich verstehe schon, warum sie all diese Hilfsmittel ablehnen. Aber warum kann es denn nicht ok sein, dass man sich bewusst ist, wie ein Hund funktioniert, sich seine Triebe und Instinkte vor Augen halten, versuchen, ihn nicht zu sehr in menschliches Denken hineinzupressen...und TROTZDEM Hilfsmittel benutzen? Ist doch nicht schlimm?

Aber genau das geht eben NICHT. NUR so, wie sie es sagen, ist es richtig. Man kann echt bringen was man will, man hat keine Chance.

Ich glaube, ich muss da echt mal nachfragen, was sie mit einem Hund wie Shirin machen würden.
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feel free aussies

unregistriert

49

Mittwoch, 20. Juni 2012, 00:01

jetzt hab ich mich durchgelesen und ich bin sowas von schockiert, wütend, hässig und total traurig, dass es solche ausbildungenstätten gibt.
dass aller schlimmste daran ist, dass menschen die wirklich hilfe brauchen und suchen, nichtsahnend (und weil sie es einfach nicht besser wissen) an diese möchtegern - trainer, die bald die weltherrschaft übernehmen werden "jammer"*, geraten!!!
ich könnte grad ko..en ;( ...

@natascha
darf ich auch per pn den link für die hp haben?

betti86

Sportdoggie

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Doggie(s): Kira und June

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50

Mittwoch, 20. Juni 2012, 06:47

Interessant:-)
Darf ich den link auch haben?
Lg
Kira, 20.01.2003, Border Mix
June, 19.01.2012, Border Collie

,,Ein Hund ist nicht "fast ein Mensch", und ich kenne keine grössere Beleidigung des Hundes, als ihn so zu bezeichnen,,

Bluenote

Admindoggie

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51

Mittwoch, 20. Juni 2012, 09:35

Ich für mich möchte einfach nochmals betonen, da ich versuche, das ganze jetzt nicht einfach pauschal runterzumachen, weil ich dann nämlich ganz genau so bin wie die Leute, die sich dieser Methode verschrieben haben, und das will ich nicht: Ich glaube, z.B. der Mann, der das entwickelt hat und dessen Hund 70 Kommandos ohne Worte, nur mit Körpersprache und Mimik ausführen kann, hat es sicher voll drauf, auf diese Weise mit verschiedensten Hunden zu arbeiten, eben oder gerade auch mit sehr schwierigen. Und ich glaube, wenn sich jemand ganz fundiert und intensiv damit auseinandersetzt und lernt und übt und sich von wirklich ganz erfahrenen Leuten lange Zeit begleiten lässt, dann kann auch diese Person ein Profi werden.

Kurz: Ein Profi, der jegliche Hunde lesen kann, dem ganz bewusst ist, warum er nun gerade macht, was er macht,der die Spezies Hund kennt, WIRKLICH kennt, der auf beide angemessen eingehen kann, Hund und Mensch, der kann mit dieser Art sicher ganz viel erreichen bei einem soganannten Problemhund. Und die reinen Grundsätze, woraus das alles entstanden ist, würden mich mal noch eingehender interessieren. Einfach, um meinen Wissensschatz wieder zu erweitern und wieder was Neues zu verstehen.

Mich nervt nur das WIE so sehr. Wie alles rüberkommt. Mit so einer allmächtigen Arroganz. Und dass pure Anfänger auf Problemhunde losgelassen werden. Nur das. Aber das reicht, denn das finde ich gravierend.

Ihr bekommt gleich noch den Link.
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passing by

unregistriert

52

Donnerstag, 21. Juni 2012, 15:16

Hallo Bluenote

Für mich hört es sich gar nicht danach an, als würdest du "alles runtermachen".. (Ich glaube ich bin da viel schneller, viel kritischer als du, denn mich bervt schon eine "wir sind so allwissend, dass wir nicht kundtun müssen, woher wir unserer erfahrung haben" einstellung so sehr, dass ich diese schule wohl nicht betreten würde..)

Ich finde es klasse von dir, dass du dich Frau S. angenommen hast.
Und ganz ehrlich.. Ich denke, dass man, gerade als Anfänger, nach einem "intensiven" Kurs (oder auch einem fesselnden Sachbuch) überall "das Thema" reininterpretiert ist ein Stück weit normal und somit kann ich Frau S. auch ein wenig verstehen.

Allerdings ist mir immer wieder schleierhaft, wie Leute auf versprechen ala "Ausbildung dauert 6 Wochenenden.. danach können Sie Hunde Therapieren/Einschätzen usw." reinfallen und denken, sie könnten dies danach wirklich zu ihrem Beruf machen.
Ähhmm .. eine Tierpflegerlehre dauert 3 Jahre Vollzeit. Pferdepfleger oder Bereiter ebenfalls. Da ist es doch irgendwie logisch, dass man ohne Vorerfahrung nicht in 6 Wochenenden "Hundetrainer" oder "verhaltenstherapheut" wird?

(2 ganze Tage Theorie und 8 x 6 Stunden Praxis dauerte bei mir alleine die Ausbildung zur Welpenspielgruppenleiterin. 8 Tage, an denen wir uns mit nichts anderem als der Entwicklung von Welpen und der Durchführung von Welpenspielgruppen befassten)

Im Grunde genommen wäre die Ausbildungsstätte von Frau S. ein Fall für den Preisüberwacher! (Versprechen falscher leistungen)

sockecharlie

Kläfferdoggie

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53

Donnerstag, 21. Juni 2012, 16:29

Hallo bluenote,

würdest Du mir bitte auch den Link senden ,danke :brav0:

Gruss

Bluenote

Admindoggie

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54

Donnerstag, 21. Juni 2012, 21:14

@ Sockecharlie: Post... :smile:

@ passing by: Ich kann S. auch ein bisschen verstehen. Und Shirin HAT ja ein Problem.

MEIN Problem an dem Ganzen :zwinker: ist nicht, DASS sie bei Shirin ein Problem gesehen hat, sondern WELCHES. Nämlich: Aha, dieser Hund ist bestimmt aggressiv. Und das stimmt nicht. Wäre ich nun ein komplett unerfahrener Hundehalter und würde mir Hilfe bei S. holen...und sie würde dann Shirin einen Maulkorb verpassen, weil sie so gefährlich ist...würde sie "zwingen", zu sich zu kommen bei dem "Leinenspiel", das sie vorgeschlagen hat, mit dem Maulkorb drauf...wenn möglich noch mehrmals...und, und, und...dann könnte es sein, dass wir nachher TATSÄCHLICH ein Aggressionsproblem hätten, weil sie vielleicht früher oder später wirklich anfangen würde zu schnappen, wenn sie so bedrängt und an genügend Abstand gehindert wird. Sie würde mir den Clicker verbieten, ich dürfte nicht mehr mit Shirin reden, es gäbe keine Kommandos mehr...und all das würde SIE mir erklären, nach so kurzer Zeit Ausbildung, und ich würde das umsetzen, weil ich es ja nicht besser wüsste.

Und dann hätten wir unter Umständen die Misere.

Und am allermeisten genervt bzw. erschreckt hat mich, dass sie schon so vollkommen "infiziert" ist von dieser Schule. Ganz egal, was auch immer ich ihr versucht hab zu erklären, ich glaube, sie war der Meinung, sie wisse es eigentlich eh besser. Ich glaube, so, wie die Schule im Netz rüberkommt, so werden dann auch die Schüler, die da Kurse besuchen. Allwissend. Und das finde ich krass.

Immerhin ist sie eine Anfängerin in Hundesachen. Und meint nun echt, die Infos von diesen paar Wochenenden sind nun DAS ultimative Hundewissen und wie die Schule ja auch, lässt sie jetzt schon eigentlich nichts anderes mehr gelten.

Sie ist nett, sie ist engagiert...aber eben infiziert. :d
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passing by

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55

Donnerstag, 21. Juni 2012, 23:09

Mit "ich kann sie ein bisschen verstehen.." meinte ich keinesfalls, dass sie shirin richtig gelesen hat. Ich hoffe das kam nicht falsch rüber...

Auf mich macht dieser internet auftritt keinen guten eindruck. Ich find es einerseits überheblich und reisserisch geschrieben und andererseits recht widersprüchlich. Sie prangern zwar an, dass alle anderen hundetrainer ein geheimnis aus ihren methoden machen würden, schreiben aber über ihre methode nicht aussagekräftig.

ambady

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56

Freitag, 22. Juni 2012, 07:42

Mir fehlen gerade die Worte

Darf ich den Link bitte auch haben.
Jacqueline + Merlin

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Admindoggie

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57

Freitag, 22. Juni 2012, 07:52

@ passing by: Alles richtig verstanden. :smile:

Ich meine mit "ein bisschen verstehen" dasselbe wie du: Sie macht diese Ausbildung zum Theme Problemhunde und fokussiert sich danach bei den Hunden natürlich auf eben diese Probleme. Und sucht sie. Und sieht sie auch. Und so weiter.

Und das verstehe ich eben ja durchaus auch.

Sie haben eben keine Methode und keine Tricks, wie all die anderen. Sie haben ein SYSTEM. Das ist schon was anderes. :k_irre:

Ja, die Widersprüche. Den tollsten, da selber erlebt, finde ich ja: Wir arbeiten komplett ohne Zwang, komplett ohne Meideverhalten, einzig und allein total positiv.

Und dann aber die Leine schnappen und einen fremden, sehr ängstlichen Hund ums Verrecken zu sich herholen wollen, mit minutenlangem Blick in die Augen. Total positiv. :huh:
Und so weiter und so fort.

@ Jacqueline: ::schieb_post::
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passing by

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58

Freitag, 22. Juni 2012, 10:26

Ja. Und sie schreiben, dass es überhaupt nicht aussagekräftig ist, wie der hund sich verhält, wenn man ihm den knochen wegnimmt, da trien und so. Trotzdem hat dich frau S. Danach gefragt, ob du shirin ressourcen wegnehmen kannst...

59

Freitag, 22. Juni 2012, 12:36

oje, habe die HP selber gefunden.. ganz und gar keine schöne geschichte :bekloppt: erinnert mich an gewisse andere ausbildungen, wobei diese am ungalubwürdigsten rüber kommt. wieder mal etwas wo sich gut lernende personen mit dickem portemonnaie melden und sich dabei einen "status" erkaufen wollen. sollte ich mal irgendeine ausbildung in erwägung ziehen, gehören diese bestimmt nicht dazu. habe da aber auch klar meine vorstellungen und auch schon die passende ausbildungsstätten gefunden...

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Admindoggie

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60

Freitag, 22. Juni 2012, 12:52

Und irgendwo steht, dass die Vorgeschichte des Hundes nicht relevant ist, sie stattdessen auf das Verhalten im Hier und Jetzt schauen. Irgendsowas.

Ähm...ich finde, es kommt schon AUCH noch drauf an, zumindest und sicher bei schwerwiegenden Problemen, wann, warum und wie der Hund sein Fehlverhalten erworben hat. Gibt ja auch Aufschluss darüber worauf man nun speziell achten muss. Ob der Hund von Kindern geplagt worden ist z.B. und ihnen gegenüber nun Aggressionen zeigt, oder von einem Auto angefahren wurde und nun deshalb an Strassen Panik hat. Damit man das Training ein bisschen anpassen kann. Aber das wird ja eh alles ausgetestet, man sieht ja dann, worauf der Hund reagiert. :zwinker:

Ich sehe, das hat eine rege Diskussion ausgelöst unter uns Unwissenden. :d

Ich gehe mich jetzt auf meine Plauschgruppe heute Nachmittag vorbereiten. Ich glaube, da könnte sogar der eine oder andere Clicker dabei sein. Oh oh. 8o
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