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Jessy&Camiro

Alphadoggie

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Doggie(s): Camiro «Chopin Fredi» Dreamlike

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Donnerstag, 25. September 2014, 15:32

Ich habe generell nichts gegen Sport mit Hund.
Aber ich bin genau so kritisch eingestellt bei Rösselern.. Ich finde einfach das Springreiten z.B. total überfordernd und ungesund für Pferde. Mal ein Sprüngli mache auch ich gern, aber nicht so extrem hoch und „übertrieben“ wie beim Pferdesport. Gerade so Fälle wie Hicksteads Tod während eines Concours geben mir diese „Extremsportarten für Tiere“ bisschen zu denken.. Es kann doch nicht sein, dass ein Pferd mit 15 Jahren schon gehen muss, nur weil es so sehr (oder soll ich zu sehr sagen?) gefordert wurde?

Die Videos zu schauen waren der blanke Horror für mich, nach beenden des Durchlaufs brach Hickstead einfach unter seinem Reiter zusammen und starb noch vor Ort. Grund; Aortariss.

Klar, sowas kann immer und überall passieren, aber man hat’s halt auch bisschen „provoziert“ finde ich. Genau so sehe ich das mit diesen übertrieben hohen Wänden die beim Hundesport teilweise überquert werden müssen, da sagt man immer man muss Sorge tragen zu den Gelenken und dann werden Hunde zu solchen Dingen „gezwungen“ (ich wette drum, eine halb so hohe Wand würde dem Hund genau so viel Spass bereiten wenn er es ja gerne macht) einfach, weil wir Menschen so ehrgeizig und manchmal halt auch etwas egoistisch sind. Ich meine, einen guten Rang im Tiersport allgemein ist ja theoretisch purer Egoismus, dem Hund sagt es nix, wenn er einen Pokal mit nach Hause nehmen kann. Er hat einfach Spass irgendwas mit Frauchen / Herrchen zu machen – ihm würde es aber auch reichen, sowas auf einem Übungsplatz irgendwo im nirgendwo und mit weniger „Leistungsdruck“ zu machen mit niedrigeren Hindernissen, etc.

Oder Pferde denen die Mäuler blutig „geritten“ werden weil sie in der Dressur Rollkur durchleiden müssen, geht’s noch?!

Ich bin ja z.B. auch Fan davon, etwas mit dem Hund zu erreichen, aber reicht es mir denn nicht, privat mein Leben mit Hund und unsere gemeinsamen „Problemli“ zu meistern?
Ich merke auch, dass Camiro bei so Rampen, Tunneln, etc. Spass daran hat diese zu durch- und überqueren. (Sonst würde er ja nicht so dahin ziehen und von selbst rüberrennen, mich erwartungsvoll angüggsle, so gut mitmachen, etc.). Aaaaber, wieso reicht es denn nicht, sowas einfach im Plausch zu machen?

Aber mir ist auch klar, dass wir unsere Tiere grösstenteils halt nicht mehr für diese Dinge „brauchen“ wie wir sie früher gebraucht haben (Wachhunde, weil man halt noch nicht Türen zum Abschliessen hatte, etc. oder Pferde als Transportmittel, und und und) und somit wohl einen neuen Sinn und eine neue Aufgabe / ein neues Ziel) gesucht hat.

Ich habe aber nix dagegen wenn man sowas macht, soll nicht so rüberkommen!
Ich finde es sogar schön, solchen Sachen zuzuschauen und zu sehen, wie manche einfach ein supertolles Team abgeben. Aaaber, ginge das nicht auch mit niedrigeren Hinternissen, mit weniger Stress, etc.

Stellt man nicht sich selbst und das Tier unter Druck? Schlussendlich möchte man ja schon gewinnen, das muss jeder zugeben.

Da passen mir Militarys schon viel besser, wo ich ein Ziel habe und Aufgaben zu erledigen, wo ich mir selbst und meinem Hund was „beweisen“ und was zusammen erreichen kann – aber niemand in’s Pfäustli lacht wenn’s halt nicht so klappt und man nicht unbedingt erster sein muss.

Ich finde halt auch viele Leute die solche Sportarten betreiben zu arrogant, etc. sie mögen den anderen oft nix gönnen und stellen somit oft das Wohle des Tieres hinter den eigenen Ehrgeiz und das macht mich sauer!! Aber da spreche ich jetzt vom Pferdesport, beim Hundesport kenne ich mich zu wenig aus.

Bei Pferden werden ganz üble Methoden eingesetzt um sie dazu zu bringen, höher zu springen und so.. Das finde ich einfach ein No Go, entweder man erreicht solche Ziele mit viel Arbeit und als richtiges Freundschafts-Team – oder man sollte einfach kein Tier für solche Zwecke besitzen dürfen.

Für mich wär’s eh nix, daher kommt vllt. auch diese Meinung, wenn ich eher so ein „ehrgeiziger“ Typ wäre, würde ich vielleicht schon anders darüber denken, wer weiss.

Oder auch so Beiss-Übungen.. Hmm, man belohnt den Hund für etwas „Böses“ – klar, man trainiert das schon so auf, dass er es nur auf Kommando machen sollte, aber wer beweist mir dann, dass er das nicht auch sonst mal macht, schliesslich wurde er ja dafür belohnt vorhergehend mal? Mein Hund macht auch oft Sitz, weil er denkt er kriegt dann ein Leckerli von mir. Ich will nix behaupten, da habe ich zu wenig Hintergrundwissen – aber könnte nicht auch sowas theoretisch passieren?

Ein Hund kann einem durchaus auch auf andere Wege „bedrängen“ und „einkreisen“ bzw. einen Verbrecher aufhalten, muss das denn sein? Also das ist kein Vorwurf oder so, eher eine ernstgemeinte Frage.

Aber eben, ich finde jeder sollte machen was er für richtig hält, es sollte halt einfach dem Tier nicht schaden, weil das Tier kann nicht oder nur bedingt Stop sagen. Wenn ein Mensch Extremsport macht ist mir das egal, er kann ja höchstens sich selbst schaden, sobald Tiere da mitreingezogen werden bin ich kritisch weil ich weiss, dass nicht immer alles sauber abläuft beim Training – daher sage ich immer, solange es dem Tier nicht schadet ist es okay. Da taucht aber wieder die Frage auf, wie gesund ist so Extremsport für Tiere? Sie entscheiden sich ja nicht freiwillig dafür, wir Menschen hingegen können uns selbst entscheiden ob wir unseren Gelenken schaden wollen mit diesem und diesem Sport oder eben nicht.



Und nein, bezeichnet mich jetzt nicht als so eine "Verallgemeinerin" – nee, das bin ich nicht und ich sehe auch gute Beispiele!
Ich habe eher Probleme mit diesen hohen Hinternissen und hohen Leistungen die erbracht werden müssen und vom Menschen einfach mal so in Kauf genommen wird, dass das Tier davon ernsthafte Folgeschäden davontragen könnte – oder einen Herzinfarkt / Aortariss, etc. erleiden könnte).
Ein Hickstead war einfach ein Beispiel davon, man sieht wie der Reiter verzweifelt weil sein Pferd vor seiner Nase wegstirbt – traurig, aber er hätte das Pferd ohne diesen Sport wohl länger für sich behalten und lieben können.

Und um es nochmal zu betonen, ich schaue es auch gerne an und ja ich würde auch gerne mal einen Agi-Kurs mit Camiro machen – aber ich finde es schrecklich, weil es halt immernoch diese doofen-Ego-Menschen gibt. Wenn es die nicht mehr gäbe, gäbe es auch von mir ein eindeutiges Daumenhoch für den Hundesport – und momentan ist halt noch so ein mittlerer Daumen ;) Aber Gegnerin in dem Sinne bin ich schon auch nicht.
Liebe Grüsse
Jessy & Camiro



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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Jessy&Camiro« (25. September 2014, 15:50)


inhii

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42

Donnerstag, 25. September 2014, 15:46

@jessy

Was meinst du was auf Militarys abgeht? :hihi: Dort ist fast der grösste Wettkampf untereinander, da wird ausgeflippt weil man 2 Punkte zu unrecht zu wenig bekommt usw. Und Plausch ist es schon längst nicht mehr :nönö: (ich erlebte schon Sachen, da stehen mir die Haare zu Berge). Es ist nie Plausch so lange es Ranglisten gibt. Darum gehe ich nur noch sehr sehr selten an Militarys. Früher ging ich sehr viel, jedes Wochenende, bis es mir eben wegen den Leuten echt zu doof wurde. :bad:

So auch das Plausch-Agility. In der Plauschgruppe im Verein springen die ältesten Hunde noch auf large, auch solche die von der Körpergrösse knapp sind und kaum drüber kommen. Aber nein, es muss ja large sein... aber man macht es ja nur aus Plausch :rolleyes: . Als ich mal sagte, dann musst du halt auf medium springen, dann wurde ganz entsetzt geschaut, nein... er hinkt ja nur beim Spazieren und hier nicht. :wall: . Und wenn man fragt ob sie mal starten möchten zu dem wo so knapp drüber kommt, wieder so ein Blick... NEIN, wir machen es nur aus Plausch, aber genau die sind es wo ihren Hund gegen Ende der Lektion bei Hitze nochmals drüber jagen und sie alle Stangen reissen weil sie zu müde sind... während die wo Starten, dann auch sagen ,,für uns ist es heute genug,, und aufhören.

Soviel nur zu Plausch und Spass. :pfeifen:

Jessy&Camiro

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Donnerstag, 25. September 2014, 15:49

Aaah und ich sage niemals nie, falls Camiro total super im Agi wäre, würde ich ja vielleicht auch mal an einem Turnierli mitmachen, aber ganz ohne Zwang und total easy. Und klar, jeder würde ja schlussendlich gerne gewinnen – aber ich find's eben schlimm, wie ihr anscheinend auch, wenn man dann den Hund für einen schlechten Rang bestrafen muss.

Sorry, ich habe die Posts erst jetzt richtig gut durchgelesen und muss sagen, so wie ihr schreibt sehe ich auch mal bisschen in diese Welt rein und sehe, dass es da auch "gute Leute" gibt – schön! Evtl. muss ich selber mal mitmachen um das Ganze so richtig beschreiben zu können. Muss an meiner eigenen Meinung arbeiten und ich lasse mir gerne andere Dinge zeigen! Das es schön und gut ablaufen kann – gerne! ;)

Vielleicht liegt's auch daran, dass ich selbst bei so "Sportsachen" immer bisschen eine Versagerin war in der Schule und das hat evtl. meine Meinung etwas betrübt?
Ich denke da müsste ich evtl. selbst mir mal auf die Schnauze sitzen und mir alles genauer anschauen – denn ich kann bei Hundesport nicht wirklich mitreden weil ich das praktisch gar nicht kenne. Bei den Pferden hat's leider halt schon noch sehr viele dabei die fragwürdig arbeiten – bei den Hunden hat's evtl weniger solche und das wäre doch toll! :)
Liebe Grüsse
Jessy & Camiro



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Donnerstag, 25. September 2014, 15:55

@jessy

Was meinst du was auf Militarys abgeht? :hihi: Dort ist fast der grösste Wettkampf untereinander, da wird ausgeflippt weil man 2 Punkte zu unrecht zu wenig bekommt usw. Und Plausch ist es schon längst nicht mehr :nönö: (ich erlebte schon Sachen, da stehen mir die Haare zu Berge). Es ist nie Plausch so lange es Ranglisten gibt. Darum gehe ich nur noch sehr sehr selten an Militarys. Früher ging ich sehr viel, jedes Wochenende, bis es mir eben wegen den Leuten echt zu doof wurde. :bad:

So auch das Plausch-Agility. In der Plauschgruppe im Verein springen die ältesten Hunde noch auf large, auch solche die von der Körpergrösse knapp sind und kaum drüber kommen. Aber nein, es muss ja large sein... aber man macht es ja nur aus Plausch :rolleyes: . Als ich mal sagte, dann musst du halt auf medium springen, dann wurde ganz entsetzt geschaut, nein... er hinkt ja nur beim Spazieren und hier nicht. :wall: . Und wenn man fragt ob sie mal starten möchten zu dem wo so knapp drüber kommt, wieder so ein Blick... NEIN, wir machen es nur aus Plausch, aber genau die sind es wo ihren Hund gegen Ende der Lektion bei Hitze nochmals drüber jagen und sie alle Stangen reissen weil sie zu müde sind... während die wo Starten, dann auch sagen ,,für uns ist es heute genug,, und aufhören.

Soviel nur zu Plausch und Spass. :pfeifen:


inhii, das stimmt auch wieder.. Leider, da kann ich gar nicht viel dazu sagen. Aber dann sollte man solchen Leuten einfach kein Tier geben – denn wie schon gesagt und eigentlich eine Kurzfassung aller unserer Meinung hier – solange es den Tieren nicht schadet und das Wohle des Tieres vorgeht bestünde auch kein Grund dazu, Hundesport zu verurteilen – im Moment läuft halt leider vieles überhaupt nicht so – daher kommen auch die kritischen Meinungen. Ich denke damit muss man eh bei allem und jedem klarkommen, es gibt für etwa alles positive und negative Beispiele im Leben.

Und dass sowas im Plausch auch passiert ist halt einfach ein bisschen "traurig" :(
Liebe Grüsse
Jessy & Camiro



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Bolotta

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Donnerstag, 25. September 2014, 15:59

Mit Luna mache ich ja auch schon ein paar Monate Agi. Uns beiden gefällt es. Bei uns springen alle Hunde immer auf dem untersten Niveau. Noch nie wurde die Stange höher gesetzt, oder ist das "large" "medium" etwas anderes?

wir sind auch eine Plauschgruppe. Ich könnte mir nicht vorstellen, an einem Turnier teilzunehmen. Und zwar wegen mir. Ich mag diesen Druck "gut" zu sein nicht. An einem Turnier teilzunehmen, mit der Absicht, quasi letzte zu werden, macht niemand. Dazu kommt, dass ICH immer wieder Fehler mache. Der Handwechsel erfolgt zwischen Tunnel und Sprung, sodass ich mich dem Hund zuwende beim Wechsel. In der Hitze des Gefechts merke ich erst vor dem Hindernis, dass hier ein Handwechsel angesagt wäre.

inhii

Alphadoggie

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46

Donnerstag, 25. September 2014, 16:08

ja, medium und large meine ich die Sprunghöhe...

Das Führen ist ja Übungssache und auch die Sprunghöhe, man steigert ja langsam usw. :nicken:

Ich habe dazumal einfach mal angefangen, aber Meetings nie ausgeschlossen.

Für mich sind einfach Prüfungen ein Test für all die Zeit und Energie wo man reingesteckt hat. Es ist einfach das Ziel vom Sport. Was ich dort für ein Rang mache ist mir nicht wichtig, obwohl sich natürlich jeder über ein Podest freut ;) . Aber wenn ich Beispiel ein sauberen Lauf mache aber trotzdem Rang 6 habe, na und. Mein Ziel erreich... weil ich ,,fähig,, war das Ergebnis der Arbeit auf dem Hundeplatz zu zeigen. Es ist wie so ein Abschlusstest.

Und dann arbeite man aufs nächste Ziel hin, die nächste Stufe höher.

Klar, es gibt welche wo das Ziel ganz schnell erreichen wollen, für mich war es nie wichtig wie lange ich brauche. Aber ich bemühte mich immer und gab das was ich konnte :nicken:

Ich selber habe auch mühe mit immer Höher und schneller und weiter. Darum finde ich es super, dass der SKG beim Agility eine Sprunghöhenstufe runtergekommen ist. :good: large springt seit dem Jahr ein Löchlein niedriger. :d

Es gibt überall die Leute wo es übertreiben und unfair gegenüber dem Hund sind... die werden immer existieren. Aber die meisten wo man sieht, sind ganz normale Leute :nicken:

Cudder2011

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Donnerstag, 25. September 2014, 16:56

Danke Erica, für die Aufklärung!
Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben.
Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.
(Roger Andrew Caras)

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Samstag, 27. September 2014, 22:05

Hmmmmmm..... gerade heute im Junghundekurs (hab ja grad wiedermal ein Baby/Teenager-Pfüderi im Haushalt) gabs am Ende eine sehr spannende Diskussion um den Hundesport. Zwei Neulinge (Ersthundehalter), sahen eine BH Gruppe beim trainieren und fragten dann, wann sie wohl jemals so weit sein werden. Das hat eine grosse Diskussion ausgelöst, denn in der Gruppe gibts einige Hundesportler und eben auch einige Gegner. War sehr interessant.

Ich selber mag den Hundesport. Ich mag die Herausforderung, aber das ist eben etwas ganz persönliches. Ich glaube eigentlich geht es ja darum, ein gutes Mensch-Hund-Team zu werden. Es gibt hervorragend funktionierende Mensch-Hund Teams, welche nie Sport betreiben, sondern sich nur im Famielenhundebereich tummeln. Es gibt auch sehr schlecht funktionierende Teams aus diesem Bereich. Es gibt tolle Hund-Mensch Teams aus dem Sportbereich und es gibt aber auch Teams, welche zwar im Sport hoch laufen, in der Welt da draussen aber überhaupt nicht funktionieren. Ich kenne zum Beispiel zwei Hunde (einer BH 3 und einer BH 2 und IPO) welche auf dem Platz super arbeiten, aber draussen auf dem Parkplatz sind sie schier nicht zu kontrollieren für ihre Halter.

Ich glaube, dass hier der Unterschied zwischen Dressur und Erziehung gemacht werden muss. Es gibt Hunde, die zwar gut dressiert, nicht aber gut erzogen sind. Kann es nicht auch sein, dass neben dem Ehrgeiz gewisser Hundehalter, dieser Aspekt, welcher einem mehr oder weniger geschulten/erfahrenen Auge sofort auffällt, auch zu einer gewissen Abneigung gegen den Hundesport beitragen kann?

Aline

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Samstag, 27. September 2014, 22:39

Bisher war ich nur im Agi-Sport unterwegs, seit einigen Monaten auch im BH.
Erst war ich sehr nervös, da ich mir vorstellte, was die wohl für riesige Anforderungen an mich und meinen Hund haben. Als ich mit Jaro ins Probetraining gind, haben wir dann auch ziemlich gepatzt, ich wurde immer unsicherer und stellte mir schon vor, wie wir noch nach Jahren an einem anständigen "Fuss" arbeiten würden, ohne dass Jaro auf alle Seiten in die Leine hetzt. Die Trainerin hat mir auch gesagt, dass sie relativ direkt zu mir sein wird und auch einen gewissen Ehrgeiz verlangt. Den hatte ich, da es mir in der Familienhundegruppe einfach zu wenig Struktur gab. Schnell merkte ich aber, dass ich in einer Gruppe mit zwei tollen Leiterinnen gelandet bin, die mich auf meinem Niveau abholen können und uns in kleinen Schritten vorwärts bringen. (Das Fuss klappt nun auch schon ganz toll und wir sind schon viel weiter, als ich mir das hätter erträumen lassen.)
Was ich aber (leider) auch immer mehr wahrnehmen musste: während bei uns mit möglichst wenig Druck gearbeitet wird, sehe ich bei der Gruppe nebenan rechte Unterschiede. Es wird viel Falsches korrigiert und wenig Richtiges gelobt, was für mich eine falsche Tendenz ist.
Daher kann ich Hundesportgegner schon ein Stück weit verstehen, man sieht immer wieder Trainingsplätze, wo einfach nicht optimal gearbeitet wird.
Dieses Argument lässt sich aber auch auf mindestens so viele Plauschhundegruppen anwenden....

Lagotto

Sportdoggie

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50

Sonntag, 28. September 2014, 12:48

Was ich schade finde, egal ob mit Pferden, Hunden oder anderen Tieren, wenn ein "falscher" Ehrgeiz entsteht. Habe schon oft beobachtet, dass sich der Mensch dann nicht mehr spürt, weder gegenüber seinem Tier, noch gegenüber anderen Menschen (Teilnehmern). 
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Desche

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Sonntag, 28. September 2014, 14:02

Was mir auffällt, dass einem immer mehr Leute reinreden wollen und meinten sie hätten es erfunden. Jeder meint er hätte die Weisheit mit dem Baggerlöffel gefressen! Dabei wissen sie gerade mal dass es vorne frisst und Hinten scheisst, wenn die Pisse in der Mitte raus läuft könnte es ein Männchen sein! Entschuldigung der Wortwahl!! :ssorry:
Dann ist aber auch schon Schluss mit wissen, der Rest ist aus dem Internet und vom hören sagen, von Illustren Personen zusammen gestelltes Material wo dann diese Hundesport Gegner meinen es sei Tierquälerei wenn ein Hund nur schon über ein Hindernis reinhupfen muss. (Schutzdienst schneide ich schon gar nicht an, denn dies ist ja angeblich soooooooo gefährlich und mache alle Hunde zu Bestien die nur schon an einem Ärmel oder Boudin riechen)

Selber sind diese dann aber nicht mal in der Lage einem Hund halbwegs anständig das 1 x 1 des miteinander beizubringen.
Jene die gar keine Ahnung haben von der Materie Hund - Hundesport, sind jene die am meisten Motzen.

Schlimm sind auch diese die zwar Hundesport betreiben aber meinen nur Ihres sei es wert das es gemacht werde, alles andere sei ja eine Zumutung.
Interessant ist ja eigentlich dass der Mensch der Meinung ist dass die Hunde missbraucht werden, wenn es nicht ganz im Verständnis der Menschheit ist.

Selber sind sie einem aber die Butter im Teller noch neidisch und würden zu allen Mitteln greifen wenn sie an der Macht währen und bestimmen könnten wie was durchgesetzt werden müsste.

erica

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Sonntag, 28. September 2014, 14:20

Das ist der beste Beitrag seit langem.....:-)))

Labrador

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53

Sonntag, 28. September 2014, 18:22

Was mir auffällt, dass einem immer mehr Leute reinreden wollen und meinten sie hätten es erfunden. Jeder meint er hätte die Weisheit mit dem Baggerlöffel gefressen! Dabei wissen sie gerade mal dass es vorne frisst und Hinten scheisst, wenn die Pisse in der Mitte raus läuft könnte es ein Männchen sein! Entschuldigung der Wortwahl!! :ssorry:
:bruell: :bruell: :bruell: Das hast du wirklich herrlich beschrieben! Ich finde das gilt aber nicht nur beim Thema Hundesport, sondern allgemein in der Hundehaltung.

Aline

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54

Sonntag, 28. September 2014, 18:48

Desche, so negativ, wie du hier schreibst, musst du aber schon viele schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Bisher wurde ich noch nie mit der Anschuldigung konfrontiert, dass ich ein schlechter HH bin, weil ich mit meinem Hund Sport mache. Darum habe ich auch keine schlechten Gefühle gegenüber möglichen "Hundesportgegner", da ich aus meinem Bekanntenkreis keine kenne.
Auch hier habe ich in den Beiträgen eigentlich keine Hundesportgegner ausmachen können, höchstens Hundesport-Kritiker. Ist für mich nicht dasselbe.

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55

Sonntag, 28. September 2014, 19:11

Ich finde Hundesport interessant, schaue auch gerne zu bei dem Zusammenspiel zwischen Zwei- und Vierbeiner. Und wenn jemand mit seinem Hund etwas erarbeitet und trainiert dann ist es nur richtig und schön, wenn er Erfolg hat und sich darüber mit seinem Vierbeiner freuen kann.
Ich persönlich bin überhaupt kein Wettkampf-Typ. Gehe ehrlicherweise lieber mit Ava in die Berge oder sonst wohin und geniesse die Zeit einfach zusammen mit ihr. Im Wald kann man ja auch viel machen, nur schaut niemand zu...das ist mir lieber :peinlich:
Zudem muss ich eingestehen, ich war mal im Agi eine Probelektion machen und beobachtete die andern....Dann hörte ich die Trainingsleiterin rufen :" NEIN, du machst den Belgier (oder wars der Holländer :noidea: ) völlig falsch...du musst dich so drehen!!!!" ......das löschte mir grad ab....ich bin wohl weder Wettkampftyp noch kann ich eine Kür....ich bin simple Spaziergängerin.

Aber Hundesportler macht weiter....ich bin pro Hundesport......passiverweise.....
:winke: Wir sind nicht etepetete...... wir tun nur immer so!!! :winke:

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56

Sonntag, 28. September 2014, 19:14

Desche, so negativ, wie du hier schreibst, musst du aber schon viele schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Bisher wurde ich noch nie mit der Anschuldigung konfrontiert, dass ich ein schlechter HH bin, weil ich mit meinem Hund Sport mache. Darum habe ich auch keine schlechten Gefühle gegenüber möglichen "Hundesportgegner", da ich aus meinem Bekanntenkreis keine kenne.
Auch hier habe ich in den Beiträgen eigentlich keine Hundesportgegner ausmachen können, höchstens Hundesport-Kritiker. Ist für mich nicht dasselbe.
Mir sind solche Leute auch schon begegnet. Und in der Regel sind es wirklich die, die nicht wissen, wie man ein Tor zum HuPla überhaupt öffnet. :biggrin:
Viele Grüße von Daniela, Velvet und Sira

und Silky im Herzen.









Wenn du redest, muss deine Rede besser sein, als es dein Schweigen gewesen wäre.
(arabisches Sprichwort)

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Sonntag, 28. September 2014, 20:09

Ich bin auch ein bisschen verdattert über die Vehemenz von deinem Beitrag Desche und habe mir gedacht, wow, wer hat dich denn so sauer gemacht....
Wobei, da muss ich schon recht geben, kritisiert wird meist von denen, die sich so gut wie garnicht informiert haben, was und wie trainiert wird.

Hundesport (SchH hiess das damals) habe ich mit meinen Schäfis begeistert gemacht und bin heute noch stolz auf all unsere Erfolge und Erfahrungen. Angefangen habe ich damit vor 40 Jahren. Und schon da gabs Leute die mit ihren Hunden arbeiteten über Motivation, mit Konsequenz und mit viel Wissen wie ein solider Aufbau funktioniert. Erkannten wo ein Hund seine Stärken hatte und ihn in diesen förderten. Es gab auch die, welche ihre Hunde schlugen, einschüchterten, nur unter Druck arbeiteten. Und so wie heute, sind das so gut wie nie diejenigen, die nachhaltig erfolgreich sind. Die Hunde wurden im Einsatz heute wie damals zum Teil verschlissen und waren vor der Zeit durch, andere bauten ihre Hunde langsamer auf und machten Sport mit ihnen bis sie 8/9 Jahre alt waren und dienten als Lehrmeister für den Nachfolger.

Es liegt heute wie damals nicht an der Sportart generell, sondern am Einzelnen, obs Sport mit dem Tier ist, oder eine Quälerei.

Die Anforderungen an die Exaktheit, Reaktionschnelligkeit und die dafür nötige Triebigkeit der Hunde, um im Wettkampf noch vorne mit dabei zu sein, stieg zusehends. Es gab eine Zeit, da zählte nur das. Das hatte Auswirkung auf die Zucht. Sehr negative Auswirkungen in Bezug auf Wesensstärke und Reizschwelle der Hunde. Zum Glück wurde das aber erkannt und die Zuchtzulassungsbedingungen setzen heute wieder Wesensstärke und einen sauberen Charakter voraus. (Ausnahmen bestätigen die Regel)

Ich freue mich mit an den Erfolgen der Hundesportler, sehe gerne und mit Genuss einer guten Vorstellung zu und persönlich..... reizt es mich absolut nicht mehr es auch zu tun. Sportlichen Ehrgeiz habe ich nicht mehr und Wettkampfserfolg bedeutet mir ebenfalls nichts mehr. Meine Bedürfnisse haben sich geändert und ich finde das normal und gut so.

Zitat

Aber jemand gesundes einen gesunden Hund hält nur das er einen Hund hat, frage ich mich doch eher ob das nicht auch irgendwie Tierquälerei ist.
ich bin jetzt jemand gesundes und halte einen gesunden Hund, einfach weil ich Freude an einem Hund habe. Ich habe Kimba "just for fun...." :zwinker:

Wir können keinerlei Leistung in irgend einer Sportart vorweisen. Sie ist einfach da, sie hat keinerlei Nutzen, muss nicht aufs Haus aufpassen, mich nicht beschützen, nicht jagen. Sie begleitet mich auf meinen Wanderungen Touren im Sommer wie im Winter. Und ich erfreue mich an diesem wunderschönen Tier, wie es sich bewegt, das Spiel seiner Muskeln, seine Schnelligkeit, an seiner Ausdauer, wie es mit mir in Kontakt ist, wie freudig sie mit mir was macht und es ist ein Genuss sie zusammen mit ihresgleichen im Spiel und sozialem Kontakt zu erleben.

Sie hält mich fit, ich bin nun mit 57 Jahren fitter als ich es mit 30 war. Jedem Tag verbringen wir 2-3 Stunden in der Natur, ein Seelentank, ein Balsam für mein Leben. Diese Jagdsemmel hat mich gelehrt auf die Zeichen im Wald zu achten und manchmal haben wir Erlebnisse die unglaublich sind. (gestern z.B. hörten wir einen Hirsch rufen. Wir gingen den Rufen nach, der Wind stand gut für uns, setzten uns dann in der Nähe ganz still hin, warteten mind. 20 Min. und dann kam er raus, der Rufer......ein wunderschöner 12ender. Muksmäuschenstill lag Kimba neben mir und beobachtete mit. )

Ja einfach so für nix hab ich meinen Hund.

So erlebe ich in der Hundesportszene (da gehören doch noch einige meiner Freunde dazu) schon manchmal die Verachtung, das Herabsehen, das verächtliche pfffft, die hat nen Hund, mit der Rasse kann man nix machen. Das könnte mich ärgern.....wenn das "nix" net soviel Spass machen würde. :-p

Geniesst doch einfach, dass ihr zur Zeit das machen könnt, was euch jetzt begeistert und pfeifft auf die, die euch genau das neiden........:brav0:

Gruss Eva mit Schnarchkimba

Lagotto

Sportdoggie

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58

Sonntag, 28. September 2014, 20:18

Eva, wie recht Du hast... :)

Gruss,
Sylvia
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Holger

Wachdoggie

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59

Sonntag, 28. September 2014, 22:02

Ich habe in vielen Jahren noch nicht einen einzigen Menschen kennengelernt, welcher gegen Hundesport ist!
Ist aber ein genialer Aufhänger, um für Hundesport Werbung zu machen - geschieht ja nun hier auch kräftig.

Hingegen gibt es durchaus Kritiker im Bereich Schutzdienst. Und ja, ich finde nach wie vor die Frage zulässig, ob es heutzutage noch zeitgemäss und notwendig ist, derart triebstarke Hunde, dass sie ohne Training Risikohunde wären, für den Privatbereich zu züchten.
Nur würde ich diese Diskussion ganz sicher nicht hier diskutieren- das zeigen mir die Beiträge deutlich. Hier sollen Menschen abgestraft werden, die nicht Ausschliesslich laut jubelnd herumlaufen, wenn ein Hund in einen Arm beisst.
Warum sagt ihr das nicht- wäre doch viel einfacher!
Ein gut erzogener Hund aus dem Schutzdienst ist mir lieber als ein völlig verzogener Kläffer aus der Plauschecke, das ist mal sicher! Aber all das macht mich maximal zu einem Skeptiker, nicht aber zu einem Gegner.
Gegenfrage: kann es sein, dass manche allzu verbissenen Hundesportler aus JEDER kritischen Bemerkung oder aus einer Unzufriedenheit mit einem Detailbereich einer Sportart gleich eine generelle Gegnerschaft konstruieren? Weil sie weder bereit noch in der Lage sind, ihr eigenes Treiben mal zu hinterfragen? Wäre das denkbar?
Ich bleibe mal grundsätzlich dabei: Kein Privatmensch sollte das Recht haben, seinen Hund auf das Beissen eines anderen Menschen hin zu trainieren.
Das macht mich aber nicht zu einem Schutzdienstgegnwr sondern zu jemand, der den dort oft sehr verantwortungsbewussten Hundeführern Fragen stellt.
Anders als in Foren bekommt man da im echten Leben spannende Antworten. Keine, die mir gefällt aber weit über dem, was hier so kommt!
Ach ja, und wenn ich die Verbissenheit sehe, die manche Person an irgendwelchen Agilityparcours auslebt- dann betrachte ich mit grosser Freude lieber eine Rex ider Arco, welcher mit Feuereifer einen Schutzdiensteinsatz besteht und dann selig entspannt in seiner Box schläft als so ein überdrehtes Ehrgeizopfer, welches als Ritalinersatz für den Hundeführer dienen muss und ebenso hibbelig ist wie das obere Leinenende.
Alles, was zwischen diesen Extremen liegt, finde ich toll.
Erica, such dir raus, was dir davon als Antwort taugt. Ich hab grad keine Lust, mich in irgendein Raster zu pressen... ;)


Gruss,
Holger

60

Montag, 29. September 2014, 10:26

Hallo Holger, das sind gute Beispiele die du zum Thema einstellst.

Ich greife eins davon mal auf.

Als ich z.B. vor der Entscheidung stand, einen RR oder nicht, sagte mir meine Trainerin, mit dem kannst/darfst du aber keinen Schutzdienst machen.

In Kimbas Flegelzeit, als sie ein Junghund in der Ausprobierphase war und energisch stellte/verbellte was sie motivierte dazu......da kam ich ins Wanken. Nicht, weil ich wollte, dass Kimba lernt den Schutzarm zu packen, sondern dass sie ebensowichtig lernt, diesen auch im höchsten Erregungslevel eben nicht zu packen und auszulassen, wenn das Kommando kommt.

Wir habens nun auch anders hinbekommen. Viele Wege führen nach Rom.

Was ich sagen will, ich glaube viele verwechseln Hundesport mit Diensthundeausbildung. Unser Trainer meines letzten DSH hat nur auf Beutetrieb mit uns gearbeitet. Der Schutzarm war Cäsars "Hase". Und wenn der Figurant rumstand und quatschte, holte Cäsar den Arm und schmiss ihn den vor die Füsse.....damit nun endlich was abgeht hier...

Zivil beissen ist da nochmal ne andere Nummer.

Gruss Eva