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Aquamarina

Streunerdoggie

  • »Aquamarina« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 87

Doggie(s): Goldie Errol

Wohnort: Aargau

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1

Samstag, 20. April 2013, 07:45

Zuviel? Zuwenig?

Hallo liebe Hundeexperten.

Wie gestern schon beschrieben, zog der kleine stinkebär Errol am Montag bei uns ein. Er ist ein Goldie, 9 Wochen einer von 8 Geschwister. Echt, ich verstehe nun was Mutterliebe bedeutet ;) Ich würde den kleinen schon nicht mehr hergeben wollen. Wir haben viiiiel gelesen über Hunde und Welpen, und uns Sendungen und alles angeschaut. Jetzt versuchen wir, den Errol so artgerecht und gut wie möglich zu erziehen. Wir haben beide 2 Wochen Ferien (beide Selbständig das macht es etwas einfacher)

Wir sind aktuell ca alle 1.5 Stunden mit ihm draussen oder natürlich wenn er aufwacht oder gespielt hat. Nachts schläft er momentan in einer grossen Stoffbox von Josty, da er in der ersten Nacht mein Lattenrost zu fressen begann... ;( Aber das klappt supergut, er geht von selbst hinein und meldet sich 2 mal, wenn er nachts muss (hätte nie gedacht, dass ich sooo schnell aufstehen kann...)

anyway, es ist natürlich das Welpen Spielbeissen. Das müssen sie ja. Wir haben aber nun bemerkt, dass speziell am Morgen und Abends bevor es zu Bett geht, Errol fast hyperaktiv wird und ich mir nicht mal mehr die Pijama Hosen anziehen kann, ohne fast zerbissen zu werden. Wir fragen uns nun, machen wir zuviel mit ihm? Zuwenig? Heute zählen wir, wie lange er schläft. Ich schätze aktuell um die 14-15 Stunden aber heute Abend weiss ich es genau. Wenn er aktiv am Spielbeissen ist, versuchen wir ihn abzulenken und was anderen zu geben. Oder ihn zu beruhigen ihn zu massieren, damit er ruhiger wird.

Wir wohnen auf einem Bauernhof, da gibts natürlich extrem viel zu entdecken und zum spielen. Ebenso sind Kühe, Pferde, Schweine und Schafe natürlich extrem aufregend. Meistens machen wir einen mini rundgang (10 min) und 10 min draussen herumtollen, das ca 4-6 mal pro Tag. Dann gehen wir einfach nur kurz für sein geschäftchen raus (ca 5 min. 3-4 mal)

Seit 3 Tagen gehen wir Schrittweise kleine Ausflüge. Zb in den Qualitpet, oder an den Bahnhof, oder an die Hauptstrasse damit er beobachten kann. Er verhält sich ganz toll, ist zuerst zurückhaltend, aber neugierig, dann entspannt er sich und stellt die Ohren auf (sofern das geht;)

Wir haben einen Nachbarshund mit dem er schon 2 mal gespielt hat. Heute trifft er nochmals auf einen älteren Welpen. Nächsten Mittwoch geht es dann in die Welpenstunde.

Was denkt ihr, ist dieses Hyperaktive Verhalten normal? Habt ihr dies auch beobachtet? Wie reagiert ihr, wenn er sich so verhält? Wir sind natürlich unerfahren und wollen alles richtig machen.

Danke im Voraus, Gruss Aqua

inhii

Alphadoggie

Beiträge: 17 442

Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

Wohnort: ZH

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2

Samstag, 20. April 2013, 08:36

Also ich finde es ist ein rechtes Programm. Er ist doch nun erst kurz bei euch. :huh:

man darf auch nicht nur das Spazieren einberechnen sondern auch das Erlebte als solches eben wie Bahnhof, verschiedene Tiere usw. Einfach die Eindrücke... die machen teils mehr aus als einfach nur laufen in einer öden Gegend wo es nicht so viel zu sehen gibt. (bestes Beispiel wenn wir an Hundesportanlässe gehen, mein Hund ist fixfertig nach einem Agilitymeeting aber nicht von den 3 Läufen sondern von dem Rummel drumherum, wiederum kann sie einen ganzen Tag wandern und sie ist nachher nicht so müde wie an einem Tag wo sonst viel läuft)

Ich bin ganz ehrlich (aber da gehen die Meinungen weit auseinander)... Ich finde man muss einem Welpen nicht allesn innert den ersten wenigen Wöchelchen zeigen. Man überhäuft ja die Welpen heute förmlich mit Eindrücken. Und immer mehr gibt es das Problem, dass sie dann aus Müdigkeit (wie kleine Kinder) dann trötzeln und hochdrehen. Man kann auch später noch an den Bahnhof, Restaurant, Zug, Tram usw. gehen und fahren. Ein Hund lernt nicht nur bis 16 Wochen.

Ich habe den Fehler mit Pyri gemacht. Sie war selbstsicher, wild, verspielt, frech... also dachte ich, gehe ich weiter und mehr laufen dann wird sie müde und schläft schön. Das Gegenteil war der Fall (obwohl ich der Meinung bin nicht mehr zu machen als ich dazumal mit Diuni machte aber Diuni bekam es wohl besser aber Pyri wurde unausstehlich). Innert 2-3 Wochen habe ich mir ein Monster herangezogen, welches austickte und das all 30min. Rannte rum, biss alles was in den Weg kam und machte alles kaputt. Dann habe ich alles extrem gekürzt und sie förmlich zur Ruhe gezwungen... ab da ging es dann langsam besser. :rolleyes: :nicken:

ich finde einfach weniger ist manchmal mehr. Logisch: Man hat ein Welpen, freut sich, will ihn evtl. an Kollegen zeigen gehen, will ihm alles beibringen weil es heisst der Welpe muss es so schnell wie möglich gesehen haben weil er sonst ja nachher nichts mehr lernt :rolleyes: ... Meine Hunde haben nie gelernt im Resti zu sein und sie liegen automatisch brav und ruhig, sie habn auch nie gelernt Tram zu fahren und Diuni konnte es mit 1,5 Jahre dann auch ohne Probleme und das zwischen vielen Leuten und von denen hatte sie Angst.

Also ich würde einfach mal etwas runterschrauben. Kurze Spieleinheiten mit Nachbarshund, vielleicht nur 1 Tier pro Tag ansehen gehen und nicht zu lange. Du hast noch so viel Zeit.

sumadog

Alphadoggie

Beiträge: 2 111

Wohnort: Aarau

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3

Samstag, 20. April 2013, 08:47

Also der normale Tagesablauf so mehrmals am Tag 10 min den Hof zeigen etc ist Super, aber Ausflüge machen würde ich niCht jeden Tag. Ihr könnt sicher schon jetzt anfangen kleine Ausflüge zu machen aber nicht jeden Tag nur allzwei bis drei Tage, dass er es auch wirklich verarbeiten kann.

Tinuvielle

unregistriert

4

Samstag, 20. April 2013, 09:44

Zuerst einmal: Ich finde toll wie sehr ihr euch Gedanken macht über das Aufwachsen von eurem Welpen und bin überzeugt ihr werdet eine ganz wunderbare Mensch-Hund-Familie.
Ich schliesse mich inhii an. Obwohl zwar überall geschrieben wird, man solle dem Welpli alles in 16 Wochen zeigen, darf man nicht ausser Acht lassen, dann Stresshormone sich nicht innert Stunden abbauen. Diese können bei argem Stress gut 24 Stunden brauchen. Fremde Tiere, die neue Umgebung, all das sind Eindrücke die von Errol zuerst verarbeitet werden müssen. Wir haben damals den Fehler gemacht und eher zuviel gezeigt - er entwickelte in manchen Situationen zuviel Stress und war leicht erregbar. Ihr macht das aber grundsäztlich sehr gut, ich würde vielleicht nur einen Gang runterschalten :good:

Betreffend dem Hochdrehen beim Spielen: Meiner war auch so und ich musste ihm einfach Grenzen setzten. Ich habe ihn auch mal am Platz angeleigt oder ihn in die Box gebracht, einfach damit er lernt runter zu fahren. Meiner hat sich manchmal wirklich nicht mehr gespürt - aber kaum war er in der Box - schlief innert sekunden bombenfest. Bei einem Welpen kann man von mir aus gesehen, fast nicht "zu wenig" machen, denn all die Eindrücke sind bereits sehr sehr viel für den Kleinen. Klar braucht er spielen und vielleicht eine kleine Gassirunde, aber eben auch viiiiel Ruhe. Es hilft ihm auch nicht so hochzudrehen. Ich hatte auch lange das Gefühl zu wenig zu machen, denn er war soooo aktiv, musste aber erkennen umso mehr ich machte, umso mehr fuhr er hoch. Also habe ich viiiel Ruhe und Rituale in den Ablauf integriert und er wurde automatisch ruhiger.

Labi-fan

Kläfferdoggie

Beiträge: 449

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5

Samstag, 20. April 2013, 09:57

Oh ich kann euch gut verstehn. Ihr gebt euch super viel Mühe mit dem Kleine und wollt alles richtig machen. Aber weniger ist oft mehr. Der Kleine wird sonst überfordert und überlastet. Wenn er so hochdreht würd ich ihm Auszeiten in seiner Hundebox verordnen. Gib ihm was zu kauen in der Box und mache sie zu. Meistens beruhigen sie sich dann und schlafen ein. Die Box soll ein Rückzugsort für ihn sein. Als Finja noch so klein war hatte sie auch teilweise die wilden Welpenminuten wo sie ausgetickt ist,mmeistens wenn sie zu viele Eindrücke hatte. Die Box brachte sie sofort wieder runter und sie konnte dann einschlafen.

Ausflüge würd ich nur alle paar Tage machen und nicht allzu lange, ein paar Minuten reichen.

Viel Spass mit dem Kleinen und geniesst es sie werden so rasch gross.
Herzliche Grüsse
Labi-Fan :smile:

Aquamarina

Streunerdoggie

  • »Aquamarina« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 87

Doggie(s): Goldie Errol

Wohnort: Aargau

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6

Samstag, 20. April 2013, 10:04

Herzlichen Dank für eure Antworten! Ja wohl ein Anfängerfehler und zu Gut gemeint.

Wir werden heute unser "Programm" ändern und zwei Gänge runterschalten. Dann schauen wir, wie er sich entwickelt. Danke für eure Tipps!


PS: Übrigens hatten wir vorhin ein 10 minütigen Spontanbesuch von der jungen Flat Hündin aus der Nachbarschaft. Ich habe Errol noch nie sooo toben gesehn :)

Ergebnis: Wir mussten den Kleinen zur Tür reintragen weil er auf der Treppe eingeschlafen ist.. hihi Jetzt schläft er tiiiief und fest.


7

Samstag, 20. April 2013, 11:03

Ich schliesse mich auch den Meinung von den anderen an - weniger ist mehr.

8

Samstag, 20. April 2013, 17:20

Hi
Also ich persönlich finde nicht, dass ihr zuviel macht mit dem Kleinen.
Toll, dass ihr euch auch so gut informiert. Den Tagesablauf den ihr habt mit dem Kleinen finde ich voll in Ordnung. Viel Spass weiterhin. :-)

Fairy2010

Alphadoggie

Beiträge: 2 217

Doggie(s): Fairy

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9

Samstag, 20. April 2013, 19:22

Meine Güte was für ein süsses Bild :peinlich:
Liebe Grüsse
Anna & Fairy & Jazz

Hundefotografie AF-Foto

10

Samstag, 20. April 2013, 21:20

jööö ist der süss.... :0herzsm0:

gaaaanz viel Spass mit ihm und nicht zu lange am Stück rum rennen lassen, da Goldis anfällig auf Arthrosen sind.
Aber wenn man sie als Junghund ein wenig schohnt, dann haben sie später auch weniger Hüftprobleme.

Anne

Moderatordoggie

Beiträge: 5 224

Doggie(s): Mairin, Aussie, Nyell, Mudi (vorübergehend)

Wohnort: Aarau

Beruf: Schreiberling

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11

Sonntag, 21. April 2013, 11:57

Das Bild ist wirklich extrem süss :0herzsm0: Er schaut sooo flauschig aus!

Zum Spielbeissen: Ich denke, in dem Moment geht wohl jeweils grad das Temperament mit dem Kleinen durch ;) Ich würde da auch Ruhe reinbringen, nicht drauf eingehen, wegschieben, allenfalls in die Box mit ihm. Ich denke, abends könnte es durchaus von der Müdigkeit her kommen, wie bei kleinen Kindern - dann ganz klar in die Box und fertig. Morgens würde ich drauf achten, dass es sich nicht SOFORT nach dem Aufstehen um den Racker dreht und man sich nicht gleich auf ihn stürzt (ist ja klar, dass man gern will, bei dem süssen Bärli) - sondern in Ruhe aufsteht, erstmal ein kleines Morgenritual macht (Toilette, Bad, was auch immer), bei dem der Hund ignoriert wird (und aus meiner Sicht auch nicht mit darf ins Bad - ich persönlich würde da schon anfangen, auch mal eine Tür zu schliessen für 1, 2 Minuten). Einfach damit er lernt: Es dreht sich nicht sofort alles um mich, kaum wird aufgestanden.

Kann sein, dass der Tipp völlig fehl am Platz ist, weil ihr eh schon sowas in die Richtung macht ;) Ich wollts einfach geschrieben haben ;)

EDIT:
UND, ich finde auch nicht unbedingt, dass ihr zuviel macht. Ich würde es mit den Ausflügen auch nicht übertreiben, weil eben die Stresshormone Zeit brauchen, sich wieder zu setzen - ein Ausflug alle 2 Tage reicht also völlig. Und ich finde es wichtig, dass dem Hund auf dem Ausflug Zeit gelassen wird, sich umzuschauen und die Situation aufzunehmen. Dass man sich also vielleicht an dem spannenden Ort gar nicht grossartig bewegt, sondern wo setzt und den Hund in einem kleineren Radius erkunden lässt. Aber sonst der Tagesrhythmus klingt für mich völlig in Ordnung :) Denkt einfach dran: Man muss dem Hund nicht bis 16 Wochen alles zeigen, sondern einfach Dinge, an denen er eine gewisses Werkzeug für den Umgang mit Situationen lernen kann. Es ist erwiesen, dass Hunde bis gut jährig noch lernen, mit neuen Situationen umzugehen, wenn sie in der frühen Phase eben lernen konnten, sich auf den Menschen zu verlassen :)
We think it's a dog's inalienable right to get dirty.