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Freitag, 7. Juni 2013, 14:08

Kann man da was tun?

Hallo zusammen :winke:

Dies ist mein erster Beitrag respektive Frage und bin mir gar nicht sicher, ob es hier am richtigen Platz ist.

Ich fange einfach mal an. Es geht nicht um meinen Hund, der seit Dezember bei uns ist, sondern um einen Hund von guten Bekannten meines Mannes. Die ganze Geschichte beschäftigt mich sehr und ich weiss nicht, was ich machen soll.

Der Hofhund ist ca. 4-5 jährig und wie es halt so ist, kümmert sich niemand wirklich um diesen Hund. Er wird nicht beschäftigt und es wird nicht mit ihm gearbeitet. Er hat schon vor längerer Zeit begonnen, gewisse Personen, die auf den Hof kommen, in die Wade zu zwicken. Leider vermehrt sich das in letzter Zeit und wird immer häufiger. Er wird dann auch dafür bestraft, sprich, er wird geschlagen und sicher auch getreten und das nicht sehr sanft. Ich habe es selber nicht gesehen, aber ich weiss es mit Sicherheit. Sie haben das Gefühl, sie können es so abstellen, was aber sichtlich nicht funktioniert. Er würde auch in den Wald gehen, der sehr nahe am Grundstück ist und man weiss nicht, ob er auch jagt.

Nun ist die Rede davon, wenn es nicht besser wird oder noch schlimmer, dass der Hund weg muss. Und zwar nicht an einen anderen Platz sondern so, dass er eines Tages einfach nicht mehr da ist. Ich denke ihr könnt euch vorstellen, wie das abgehen würde.

Das ganze macht mich sehr wütend und traurig, die ganze Schuld auf den Hund zu schieben, aber niemand kümmert sich darum. Ich selber habe keine Zeit, um mich auch um diesen Hund zu kümmern. Ich finde es wirklich schade und sehr unfair, wenn man ihm keine Chance gibt. Ich weiss aber beim besten Willen nicht, was ich tun könnte. Mit ihnen zu sprechen würde wohl keinen Sinn machen, sie hätten kein Verständnis. Und einen anderen Platz zu finden ist wohl auch sehr schwierig, er lebt seit klein auf immer draussen und läuft frei rum. Ich glaube nicht, dass er sich in einer Familie oder einem Tierheim zurechtfinden würde.

Könnt ihr mir sagen, wie man mit so einer Situation umgeht? Ich möchte auch nicht, dass es Streit gibt desswegen, denn es sind eigentlich liebe Menschen, einfach haben bei ihnen die Tiere einen völlig anderen Stellenwert.

Ich bin die ganze Zeit am überlegen, wie man dem Hund helfen könnte, komme aber auf keinen grünen Zweig :gruebel1:

Was würdet ihr mir raten?

:/dank:/

2

Freitag, 7. Juni 2013, 14:20

da bist du wohl in einer verzwickten Lage!
Ich finds gut, dass du die Augen vor dieser Situation nicht verschliesst, sondern etwas tun willst.
Informier dich mal beim Schweizer Tierschutz, Rechtsberatung http://www.tierschutz.com/themen/docs/rechtsberatung.html
die können dir bestimmt weiterhelfen, dich beraten, wie du dich verhalten sollst und wie das weitere Vorgehen zum Wohle des Hundes sein soll...

3

Freitag, 7. Juni 2013, 15:14

Das ist halt so ne Sache mit dem Tierschutz. Wenn die Aktiv werden müssten, würde es sicher Ärger geben und das möchte ich eigentlich nicht :wacko:

4

Freitag, 7. Juni 2013, 15:36

ich habe nicht gemeint, dass gleich der Tierschutz aktiv werden soll... aber vielleicht gibts eine Stelle, die Unterstützung bieten würde, um den Hund weiterzuvermitteln etc. etc.

Lilith88

Kläfferdoggie

Beiträge: 452

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5

Freitag, 7. Juni 2013, 16:23

Ohje armer Hund und schlussendlich muss er leiden :(.

Könntest du die Besis davon überzeugen dass du den Hund wegbringst ohne dass sie was damit zu tun haben?Im Gegenzug lassen sie ihn am Leben.

Weisst du ich finds echt toll dass du da helfen willst.Leider hab ich einfach das Gefühl dass es reine Sisyphusarbeit ist.Heisst es doch oft auf einen Hof gehört auch ein Hofhund.Zudem hab ich die Erfahrung gemacht dass Besis die ihren Hund liquidieren weil zu alt oder funktioniert nicht so wie er soll dann auch schnell nen neuen haben.Natürlich einer der möglichst nichts kostet und wo gibts solche Hunde?Sicher nicht bei jemandem der seine Welpis fürs Leben auf dieser Welt vorbereitet.Dann geht womöglich die selbe Geschichte wieder von vorne los :(.

Kenn da auch ein Bauer.Er erschiesst zwar seine Hunde nicht sondern geht zum TA wenn sie altershalber oder krankheitsbedingt erlöst werden müssen.Jedoch ist er bei der Anschaffung eines Hundes klar der Meinung das er weng bis nichts kosten darf.Warum?Weil er ihm ja ein Heim und Futter gibt.

Auf verbohrte Leute kann man einreden wie man will denn nützen wird es nie was.Sie haben ihre Meinung/Ansicht und diese ist auch die einzig richtige.

6

Montag, 10. Juni 2013, 10:42

Ich kann es mir irgendwie nicht vorstellen, dass sie damit einverstanden wären, aber vielleicht wäre es ein Versuch wert. Ich glaube sie sehen es auch nicht als ein riesen Problem, wenn er weg ist. Mann kann sich ja wieder einen neuen Hund besorgen.

Meint ihr so einen Hund könnte man überhaupt noch vermitteln? Müsste ja fast wieder ein Bauernhof oder sonst wo sein, wo er draussen leben könnte, aber sich doch jemand um ihn kümmert und viel Zeit hat, mit ihm zu arbeiten :sad:

Lilith88

Kläfferdoggie

Beiträge: 452

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7

Montag, 10. Juni 2013, 11:01

Kommt immer auf den Hund drauf an.Ist schon auch möglich dass er am neuen Ort mit der Familie im Haus wohnt.Er ist sicherlich vermittelbar aber man muss schon schauen wo hin er kommt.Da melden sich ja teilweise Leute das glaubt man kaum.

Solche Probleme wie zwicken können unterumständen sogar aufhören sobald der Hund beschäftigt wird.Hat er vielleicht Appenzeller drin?Weil das Zwicken ist da schon bekannt.Kommt auch von ihrer Zucht für die Arbeit am Vieh.Vielleicht sucht er sich halt eben selber Beschäftigung und zwickt Leute.Wie Border dann alles hüten.

Übrigens als meiner ins TH kam habe er die erste Zeit nach allen geschnappt.Niemals ist bei uns sowas vorgefallen.Gerade gestern hatten wir ein Seminar wo eben ein komische Gestalt (verkleideter Trainer) auf den Hund zu kam ohne Worte.Auch da hat er nicht versucht nach vorne zu gehen und zu schnappen.Muss also nicht heissen dass er am neuen Ort nach allen und jedem schnappt.

Bea2521

Alphadoggie

Beiträge: 5 255

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8

Montag, 10. Juni 2013, 14:02

So ein Hund muss bestimmt nicht nochmal als Hofhund hinhalten.

Bei meiner Jacky wird auch vermutet, dass sie einfach als Hofhund gehalten wurde. Denn an der Leinelaufen war sie sich überhaupt nicht gewohnt bzw. sie zog sowas von immer davon (mittlerweile gehts viel besser) auch sonst paar Macken. Aber im grossen und ganzen eine so dankbare und liebe und freundliche Hündin, die einfach eine konsequente Führung benötigt, vorallem aber auch beschäftigt werden will. Leider hat sie auch eine Sucht bezüglich Stöckli, Steinen, Tannzapfen ect., irgendwer hat sie wohl einfach den lieben langen Tag so beschäftigt, irgendwas weg geschmissen, apportieren lassen, wieder weg geschmissen, wieder apportieren lassen. Sie ist ein Junky! Es ist puren Stress für sie und Steine zudem sau gefährlich! Bei mir hat sie gelernt, dass sie mich nicht instrumentalisieren kann und probiert es gar nicht mehr, aber sie prboiert es noch bei anderen Leuten, auch da muss ich sofort dann sagen, nein, nicht mitspielen, sondern ignorieren. Dafür trainiere ich mit ihr mit dem prey Dummy, aber es steht noch ein langer Weg bevor, dass sie aus dieser Sucht raus kommt. Das ist ein steiniger Weg. Wenn sie wieder auf einem Hof gelandet wäre, bei HH die das noch witzig finden würden, ohjeeeee! neee....

Ich würde auch raten mit den HH zu reden, aber eben wenn sie den Hund abgeben, kommt schon bald der nächste ins Haus. Es ist ein Teufelskreis.
Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt!

TalkingAnimals

unregistriert

9

Dienstag, 11. Juni 2013, 13:29

Ich verstehe, dass du Ärger vermeiden willst - jedoch würde ich persönlich mich halt in die Nesseln setzen für den Hund.

Die Idee, dass du ihn wegbringst, finde ich nicht schlecht. Es ist nicht gänzlich unmöglich, auch für so einen Hund ein Plätzchen zu finden. Die Hunde meines Opas waren auch Hofhunde und wären in einer Stadtwohnung nie glücklich geworden. Der Zürcher Tierschutz (Tierheim) hat die Beiden dann an einen Hofbesitzer vermitteln können, wo sie ein gutes Leben hatten.

Frag doch mal an beim CH-Tierschutz oder bei "Tier im Recht", was du tun kannst. Ums unangenehme Gespräch kommst du leider nicht herum, was die Besitzer betrifft.