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cindy

Admindoggie

  • »cindy« ist der Autor dieses Themas

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Doggie(s): Cockerspaniel Rüde Charly und im Herzen für immer Cindy

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Beruf: Hausfrau, Randstundenbetreuungsperson in der Schule

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1

Dienstag, 8. Oktober 2013, 13:19

Phänomen Überbeschäftigung- Wie viel Entertainment braucht ein Hund

Habe im Facebook einen Interessanten Link gesehen http://www.hund-unterwegs.de/hunde-blog/…g-braucht-hund/
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

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Xanthippe

Alphadoggie

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Doggie(s): Luna- Dalmi Mädchen, Yenni- Border-Schäfer-Mixine

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2

Dienstag, 8. Oktober 2013, 13:48

gut geschrieben der Artikel :good:
und wiedermal bin ich froh dass Luna und ich das faulenzen so schön geübt haben :biggrin:

erica

Sportdoggie

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3

Dienstag, 8. Oktober 2013, 14:22

Sehr guter Artikel - und leider so wahr.

smu7

Kläfferdoggie

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Wohnort: Zürich

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4

Dienstag, 8. Oktober 2013, 15:05

super geschriebner artikel. sehr wahr

Bluenote

Admindoggie

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Doggie(s): *Shirin* Schnauzer-Mix

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5

Dienstag, 8. Oktober 2013, 16:21

Find ich auch gut, danke! :good:
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

Holger

Wachdoggie

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6

Dienstag, 8. Oktober 2013, 17:59

Seh ich auch so. Nur in einem stimme ich nicht zu: Die SPielzeuge mit Futterspender haben zumindest bei unseren Tieren nie dazu geführt, dass sie besonders viel vom Boden frassen. Eher das Gegenteil! Ich habe irgendwann den Fressnapf komplett weggeworfen und nur noch am Boden gefüttert. Und mit der Zeit war es Oscar richtig zuwider, noch andere Dinge vom Boden aufzunehmen als die, die ich ihm zur Verfügung stellte. "Mein" Futter für ihn war einfach besser als das, was er sich selbst suchen konnte ;)

Ishani

Kläfferdoggie

Beiträge: 353

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7

Dienstag, 8. Oktober 2013, 19:34

Super Artikel :good:


Liebe Grüsse
Deborah und Ishani

http://ishani-snowflake.jimdo.com/

Psovaya Borzaya

Alphadoggie

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8

Dienstag, 8. Oktober 2013, 19:36

guter artikel. kann uns allerdings nicht passieren... das einzige, worin meine drei wirkliche weltmeister sind, ist schlafen, falulenzen, rumliegen, dösen, entspannen... :kaputtlach:
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

inhii

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Doggie(s): Pyri (Eurasier) 4.2010* , Flaffy (Eurasier) 11.2015* -- Diuni (Eurasier) im Herzen --

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9

Dienstag, 8. Oktober 2013, 20:29

:super: ja, der Artikel hat was... :nicken:

Es ist schon so, dass man oft einfach zu viel macht. Teils merke ich es ja selber bei mir, nur meine Hundis drehe nicht durch. ;) Aber teils wird es fast mir selber zu viel des Guten... so musste nun kürzlich eine Sportart vorläufig weichen. :noidea:

Der Hund braucht auch Ruhetage wo er nichts tut und einfach rumliegen darf... :d

Bei mir ist immerhin drinnen Ruhe, ich mache eigentlich nie was zu Hause. Da liegen sie nur rum oder wir kuscheln auf dem Sofa. Selten nehme ich ein Spielzeug und dann spielen aber die Hundis miteinander... 2min. ;) dann liegen sie ab und das wars. Bei uns liegt Spielzeug einfach so rum, aber da habe ich keine Probleme, dass es irgendwie meine anstachelt damit nonstopp was tun zu müssen.

Ich finde es sehr wichtig, dass Hunde lernen, dass auch mal Pause ist.

Meine erste Hündin sah nie im Leben eine Hundeschule oder sonst eine Sportart. Sie war einfach mein Kumpel, machte das was ich mache... einfach rumhängen und viel Spazieren. Das gefiel ihr und ich hatte nie das Gefühl, dass ihr was fehle.

Der Sporttick kam erst mit Diuni auf wo man so nach und nach reinrutschte in den Hundesport. ;) Aber ich denke, dass sie genug Ruhephasen hat. Bei mir hat jeder Hund 1-2 Lektionen pro Woche (verschiedener Sport) plus noch das Zugtraining. Aber das ergibt mit 2 Hunden doch, dass ich fast jeden Tag unterwegs bin... aber nun wird etwas reduziert (so zumindest der Plan)... ICH brauche etwas Ruhe :hihi:

Arancjia

unregistriert

10

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 00:06

Fand den Artikel recht interessant und auch sehr gut, zum Teil amüsant geschrieben.
Habe dazu auch gleich eine Frage (ich hoffe das passt an der Stelle) :zwinker:
Gibt man dem Welpen zu Beginn alle Spielzeuge einfach so, sprich die liegen irgendwo rum, oder nimt man gezielt Spielzeug aus dem Schrank und spielt mit ihm?
Man soll ja Spiele beginnen und beenden als Halter, somit würde das ja Sinn machen nicht alles rumliegen lassen. Aber trotzdem soll er ja jederzeit was zum drauf rum beissen haben...
Was meint ihr?

sumadog

Alphadoggie

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11

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 07:49

Beissring würde ich rumliegen haben oder sowas ähnliches das sie was zu rummbeissen haben, den Rest würde ich in eine Box packen und einfach ab und zu rausholen. Grad wenn du mal z.b. Ein Ball zum trainieren brauchst ist es wichtig das dieser wirklich nur fürs Training rausgeholt wird. Den meisten Hunden werden die Spielsachen auch langweilig wenn sie sie immer zur Verfügung haben, aber da gibt es auch so spieljunkies die dann einfach weiterspielen, wenn sie nicht mit uns können dann halt auch alleine und sie fast zu Tode spielen, so ist es zumindest bei meinem Hütehund Charly , yorkimix, da darf kein Ball rum liegen sonst spielt er immer weiter.

Chiara

Alphadoggie

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12

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 07:58

Super Artikel :thumbsup:
Ich merke es vorallem bei meinem Hütihund. Die hat drinnen nicht gelernt abzuschalten. Bei uns kann sie es mittlerweile, weil drinnen gibt es keine Beschäftigung mit uns. Wenn dann müssen sie alleine spielen.

Zum Spielzeug rumliegen lassen, Chiara hat und hatte schon immer, ihre Spielzeugkiste. Dort hat es einen Ball und viele Plüschtiere drin. Gegenstände die wir brauchen um zu trainieren, die habe ICH. Aber ansonsten hatte ich noch nie Probleme das sie ihr Zeug selber hat, ausser das ich immer wieder über die Plüschis falle :d Chiara nimmt aber auch immer ihr "Kuschelhund" zum schlafen. Also sie spielt nicht ununterbrochen. Liegt einfach da mit Plüschi im Mund, unter dem Kopf oder was weiss ich und entspannt so.
Herzliche Grüsse Jessy mit Chiara

13

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 08:40

Ich kenne auch einige Hundehalter, die täglich ein anderes "Programm" mit ihrem Hund besuchen, mal Plauschhündele, mal Plauschagi usw. Aber wenn ich die Leute so betrachte, dann fällt auf, dass die das in Wirklichkeit nicht für den Hund tun, sondern für sich :d Sie haben keine eigenen Ideen, wie sie ihren Hund auf den Spaziergängen beschäftigen können UND es ist ihnen auch zu langweilig allein :!: Sie finden es viel gemütlicher zusammen mit anderen HH's auf dem Platz zu plaudern, dazwischen auf Anleitung was mit ihrem Hund zu machen und danach haben sie ein gutes Gewissen - sie haben ja ihren Hund beschäftigt ;) - und die HH's fühlen sich danach rundum wohl. Genau das ist der springende Punkt und genau darum nimmt das auch so zu.
Zwar mache ich mit Lady auch viel :d Sie hat viel Auslauf und darf auch zu Hause bei der Hausarbeit mithelfen. Ausserdem mache ich jeden Tag eine kurze Trickrunde mit ihr. Aber Lady hat tagsüber und abends immer Ruhephasen. Die brauchen wir beide :biggrin:

TalkingAnimals

unregistriert

14

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 09:20

Den Artikel finde ich sehr gut geschrieben, das Phänomen ist ja - leider - auch bei uns Menschen zu beobachten. Die Kinder müssen jeden Tag irgendwo hindüsen und haben 10 Hobbies, Frühförderung, Musikunterricht, Sport, etc. und kriegen irgendwann Medikamente, weil sie nicht mehr runterfahren und nicht mehr schlafen können :wall:

Gerade letztens hatten wir die Diskussion unter Sheltie-Leuten, weil der Sheltie ja als "hyperig, kläffig, nervös" etc. beschrieben wird von manchen Leuten und es Sheltiebesitzer gibt, die stolz darauf sind, dass sie einen Bonsai-Bordercollie hätten :wacko: --> wie man sich den Hund heranzieht und "erschafft", so hat man ihn später. Und wenn man gewisse Beschäftigungs-Pensen von Hunden anschaut, dann wundert man sich gar nicht mehr, weshalb die Tiere total neben der Spur laufen. Und sie haben nie gelernt, sich zu entspannen.

Meine Zwei sind so: Chery ist ganz Kumpeline, sie richtet sich ihr Leben so ein, wie sie es gerne hat. Viel Ruhe, viel Kuscheln und Sozialkontakt mit uns (sie "putzt" uns auch regelmässig die Hände), will viel und oft kuscheln, beim Spazieren ist ihr grösstes Glück wenn sie einfach schnüffeln und ihr Tempo machen kann, andere Hunde müssen nicht unbedingt mal sein, sie freut sich aber über nette Bekannschaften und wenn ihr ein Hund seeehr gefällt, dann kann sie auch mal ein klein wenig spielen wollen.

Speedy musste ich wirklich als Welpe zur Ruhe zwingen. Er hatte seine Box, wo er zum Schlafen drin verdonnert wurde :d zu Beginn fand er das nicht so toll, hat aber nie rumgeheult oder so, einfach etwas "gemötzelt". Er ist heute eine kleine Penntüte, schläft gerne lange und von daher bin ich zufrieden. Wenn ich mich hinlege oder setze, legt er sich auch hin.

Spielsachen lagen bei mir nicht rum, als Speedy Welpe war, weil er ständig damit rumgedüselt ist. Heute hat er eine Box mit Sachen drin und nimmt sich da ab und zu was raus und spielt dann damit.

cindy

Admindoggie

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Doggie(s): Cockerspaniel Rüde Charly und im Herzen für immer Cindy

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15

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 10:17

Zitat

Speedy musste ich wirklich als Welpe zur Ruhe zwingen.


Das ist ein gutes Stichwort für mich um euch zu Fragen: Ist die Welpenaufzucht nicht auch schon so? Kaum Hündchen auf der welt muss es schon vieles kennen lernen, wie Spielplatz (der ja extra für Welpis erschaffen wurde) unter verschiedene Menschen, Auto fahren usw.
Ist hier nicht weniger mehr? grad bei Hyperaktiven Rassen?
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Anne

Moderatordoggie

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16

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 10:26

Finds auch immer wieder gut, wenn auf das Thema hingewiesen wird! Leider erlebe ich aber auch oft Leute, die solche Artikel zwar toll finden, selber aber trotzdem mit ihrem Hund 3x die Woche auf dem Agiparcours stehen und überzeugt sind, dass Babyagility das A Und O ist... Aber bei vielen ist es zum Glück mittlerweile angekommen.

Arancjia, ich seh das so, wie von Suma beschrieben: Spielzeug nicht rumliegen lassen. Im Welpenalter etwas zum Draufrumbeissen, zum Beispiel so ein Seilspielzeug, aber mit dem spielst du dann auch nicht wirklich mit dem Hund. Spielsachen sind auch eine Ressource, die bei Hunden mehr oder weniger hoch eingestuft werden. Je mehr der Hund völlig frei über Ressourcen entscheiden kann, umso mehr wird er (je nach Charakter des Hundes, verallgemeinern lässt sich das natürlich nicht) auch anfangen, einzufordern und zu verteidigen. Auf der anderen Seite kannst du dir die Ressource toll zu Nutze machen, wenn nämlich das Spielzeug nur zum Spielen mit dir hervorkommt, dann wird das Ding für den Hund was spezielles, an dem er Interesse hat, und mit dem man dann auch belohnen kann (auch hier - je nach Hund - gibt auch Hunde, die Spielzeug so oder so völlig uninteressant finden). Und ja, auch dem Balljunkysyndrom kann man so etwas entgegenwirken, wobei das dann 1. auch eher gestörtes Verhalten ist, das verschiedene Gründe haben kann (Über- oder Unterbeschäftigung, oder auch einfach langweilige, einseitige Auslastung, unklare Strukturen daheim) und 2. auch sehr vom menschgemachten Spiel abhängt! Dadurch, dass es das Spielzeug dann nicht immer gibt, wird es auch wichtiger und interessanter - wichti ist also, das Spiel sinnvoll zu machen, d.h. nicht einfach Bällelischmeissen, da geh holen, brings, fein, werfen - genau die dadurch entstehende Aufregung, Adrenalin und Monotonie der Übung machen nämlich den Balljunky - sondern eben qualitativ hohes, bindungsförderndes Spiel, das auch mit Nachdenken verbunden wird (Zerrspiele nah beim Menschen, Jagdspiele, Werfen mit Impulskontrollübungen, wo der Hund nicht einfach nachspeeden darf, sondern warten muss, bis er freigegeben wird, Versteckspiele). Auch bei mir gibts mal einfach ein Spielzeug zum Nachrennen geworfen, weil das auch Spass macht, aber in Massen und dem Hund angepasst. Mairin findet nach 4, 5x nachrennen das Spiel langweilig. Bei einem Hund, der das 1000x machen könnte, würde ich erst recht noch mehr darauf achten, sinnvoll zu spielen!
We think it's a dog's inalienable right to get dirty.

Namara

Alphadoggie

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17

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 10:43

Zitat

Speedy musste ich wirklich als Welpe zur Ruhe zwingen.


Das ist ein gutes Stichwort für mich um euch zu Fragen: Ist die Welpenaufzucht nicht auch schon so? Kaum Hündchen auf der welt muss es schon vieles kennen lernen, wie Spielplatz (der ja extra für Welpis erschaffen wurde) unter verschiedene Menschen, Auto fahren usw.
Ist hier nicht weniger mehr? grad bei Hyperaktiven Rassen?


Ich denke auch hier ist es der Umgang und die Dauer auf dem Spielplatz der entscheidend ist. Wie wird die Zeit begleitet. Generell einen Abenteurspielplatz für einen Welpen ob eher einer ruhigeren Rasse oder aktiven Rasse als negativ einzustufen finde ich nicht logisch, wenn es sich nur um eine Stunde pro Woche handelt.

Viel entscheidender finde ich die Ruhephasen und der Umgang, das Programm und die Dauer dessen im Alltag. Die Individualität jedes einzelnen Hundes zu berücksichtigen, wie man das Aktivitätsprogramm gestaltet.

Und es ist doch schon so, dass heute schon bald erwartet wird, dass ein 1 jähriger Hund sich bereits so zu verhalten hat wie ein Älterer und ein riesen Repertoir vorzuweisen hat. Durchaus haben all die Hundekurse, Seminare und sonstige Veranstaltungen einen sozialen Aspekt für den Hundehalter.
Es ist der Strom aus dem wir sind im Werden und Vergehen, aus dessen liebevoller Kraft wir unsere Wege gehen.


Sage es mir, und ich werde es vergessen; Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern; Beteilige mich und ich werde es verstehen!!! (lao tse)

Tinuvielle

unregistriert

18

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 10:51

Ein guter Züchter schaut auf einen optimalen Ausgleich und lässt die Welpen auch zur Ruhe kommen, indem er z.b. Besucher anhält ruhende Welpen sein zu lassen etc. Aber dies hat für mich nichts mit der Sozialisierung zu tun - denn die ist ein Muss. Die sensible Phase kann nicht umgangen werden, auch bei reaktiven Rassen. Dazu gehört auch viele, verschiedene Spielzeuge im Auslauf, Ausflüge, verschiedene Geräte etc. Ein guter Züchter wird sich gewisse Faktoren auch zu seinem Nutzen machen. So kann er Ausflüge in die aktive Zone verlegen und auch draussen schon Ruhepausen einplanen und diese dann für Autofahrten nutzen. Die Welpen haben ja einen sehr klaren Schlaf- und Wachrhythmus und solange dieser eingehalten wird, sehe ich kein Problem. Mein zukünftiger Welpe soll viele Erlebnisse gemacht haben, ans Alter und die Hirnentwicklung angepasst. Ich kenne Züchter die arbeiten z.b. schon ab Geburt mit der konditionierten Entspannung. Wichtig wäre mir hier auch die Umwelt zu sehen, sprich wie reagieren die anderen Hunde im Haushalt und vor allem die Mutterhündin? Eine souveräne und entspanne Hündin (auch einer reaktiven Rasse) kann ihren Welpen schon sehr viel mit ihrem natürlichen Verhalten beeinflussen. Ein weiterer Grund für die sorgsame Züchterwahl.

Ist der Welpe dann bei den neuen Besitzern, sollten genügend Ruhephasen eingeplant werden und diese auch geübt werden. Eine reaktivere Rasse muss eher lernen zu entspannen als vielleicht ein Neufundländer. Welpenkurse sollten nicht nur wildes Toben beinhalten sondern auch viele Ruhephasen in denen bereits der Welpe lernt zu entspannen. Weiterhin ist eine Prägung wichtig, aber es muss nicht jeden Tag die halbe Welt mit dem Welpen erkundet werden. Viel Beschäftigung und diverse Hundesportarten müssen nicht zwangsläufig zu Hyperaktivität führen. Solange ein Hund gelernt hat Ruhe zu bewahren und sich zu entspannen, dann kann er ruhig auch täglich arbeiten. Z.b. Border Collies auf englischen Farmen sind genau so: sie ruhen solange nichts da ist, aber können innert Minuten auf Zack sein um bei der Arbeit zu sein. Da kann auch mal ein, zwei Tage nichts sein und die Hunde drehen nicht durch. Oder das Gegenteil und sie arbeiten in gewissen Perioden täglich.

Ich finde den Artikel gut - in Bezug auf die reaktiven Rassen. Für Allgemein ist er mir zu sehr pauschal, aber er regt sicher zum Nachdenken an und das ist immer gut :good: . Ich denke schon, dass wir einen starken Hang zur Überforderung haben, gerade bei den bewegungs- und beuteorientierten Rassen wie z.b. Border Collie. Das Thema Überforderung sollte ganz klar Thema in den Welpen- und Junghundekursen sein.

cindy

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19

Mittwoch, 9. Oktober 2013, 10:55

Zitat

Viel entscheidender finde ich die Ruhephasen und der Umgang, das Programm und die Dauer dessen im Alltag. Die Individualität jedes einzelnen Hundes zu berücksichtigen, wie man das Aktivitätsprogramm gestaltet.


:good: 3%9


Zitat

Das Thema Überforderung sollte ganz klar Thema in den Welpen- und Junghundekursen sein.


:good: 3%9
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cindy

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Mittwoch, 9. Oktober 2013, 11:18

@Namara

Zitat

Generell einen Abenteurspielplatz für einen Welpen ob eher einer ruhigeren Rasse oder aktiven Rasse als negativ einzustufen finde ich nicht logisch, wenn es sich nur um eine Stunde pro Woche handelt.


Da hast du recht logisch ist es nicht :smile: Aber 1 Stunde pro Woche denke ich ist auch nicht logisch, den fast jeder Züchter hat so ein Spielgarten oder Spielzimmer wo die Welpen mehrmals pro Tag sich dort aufhalten und dann wird noch zusätzlich teilweise einen Maraton mit den Welpen absolviert.

Ich denke einfach ein Hund lernt nicht nur die ersten 10 Wochen. Auch später kann man einen Hund gewisse Dinge näher bringen.
Cindy hat weder Auto noch verschiedene Geräusche kennen gelernt, auch ein Spielplatz gab es da nicht, dafür ein toller Auslauf auf dem Bauernhof. Cindy hatte NIE Probleme bei uns. Denn sie lernte ganz klar und schnell, das das bei uns so ist und nicht mehr so, wie auf dem Bauernhof. Ich besuchte mit Cindy auch keine Welpenspielgruppe, sondern sie lernte auf den normalen Spaziergängen das einte oder andere kennen. Wir waren 1x mit dem Zug nach ZH HB gefahren oder Tram mehr nicht und das war erst so mit 4-6 Monaten. Sie hatte nie Probleme nachher mit uns ÖV zu fahren oder in den Ferien in grosse Städte wie Wien mitzukommen.
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