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Frau F.

unregistriert

21

Mittwoch, 16. Oktober 2013, 17:38

Für mich war das elementar. Ich wollte Halter Rüde, Rüde, Halter Hündin und Hündin kennen. Wir haben auch beide Parteien weit im Voraus kennen gelernt. Mit der Halterin der Hündin habe ich dann die Sozialisation so im Groben skizziert und wo nötig (z.B. Geräusche CD etc.) Hilfsmittel beschafft.

Als die Kleinen dann da waren flog ich 3 Tage hin und sah mir die Sache vorort an. ALs ich dazu ja sagen konnten, sagte ich auch ja zum Welpen.

Bis zum heutigen Tage haben wir monatlich Kontakt und beide Halter freuen sich wie Schneekönige über Frasers Entwicklung und wenn er wieder mal verletzt ist, leiden sie mit ihm mit. Der Idealfall...

22

Mittwoch, 16. Oktober 2013, 18:59

Ich habe Ladys Züchterin trotz der negativen Vorkommnisse 4 Jahre lang immer an ihrem Wurftag = Geburtstag ein paar aktuelle Fotos und einen kurzen Bericht per Mail geschickt, damit sie wusste, wie es Lady geht und wie sich Lady entwickelt hat. Es kam nicht ein einziges Mal eine Antwort oder Reaktion darauf! Und als ich dann mit der Halterin eines Bruders von Lady Kontakt hatte, hat sie mir erzählt, dass auch sie immer wieder mal kleine Videos und Bilder an die Züchterin schickte und nie ein Danke oder gar eine Antwort erhalten habe und es ihr so langsam stinke, weil sie gar nicht wisse, ob es überhaupt erwünscht sei. Wir haben dann beide aufgehört und schicken nun nichts mehr... Aber eigentlich sind wir auch davon ausgegangen, dass ein "normaler" Züchter doch Freude daran hat auch auf Distanz noch ein wenig am Leben "seiner" Hunde teilzunehmen :noidea:
An Skippers Züchter habe ich zu seinen Lebzeiten immer wieder Bilder und Berichte geschickt und es kamen immer freudige Antworten!
Von daher sehe ich einen engagierten Züchter auch nicht als reinen Verkäufer! Da steckt schon viel Herzblut dahinter.
Klar gibt es Züchter, die viele Würfe in einem Jahr haben und ich denke auch, dass da kein wirklich emotionales Engagement mehr möglich ist. Aber schliesslich können sich nicht nur die Züchter uns zukünftige Welpenkäufer aussuchen, sondern wir uns auch den uns zusagenden Züchter :d

Flint

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Doggie(s): Dalmatinerrüde Flint Dalmatinerrüde Reilly

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23

Mittwoch, 16. Oktober 2013, 19:48

Ich habe zur Züchterin fast keinen Kontakt dafür habe ich einen sehr guten Kontakt zur ehemaligen Deckrüdenhalterin (Vater von Flint) und sie ist für mich zur Freundin geworden.

Anij

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24

Mittwoch, 16. Oktober 2013, 23:48

Leider habe ich zur Züchterin von Velvet auch keinen wirklichen Kontakt mehr. Irgendwie habe ich ein bißchen den Eindruck, sie hat an den ersten Würfen ihres Zwingers kein Interesse mehr. Da Velvet damals von den ursprünglichen Welpenkäufern zurück gegeben wurde und wir sie mit 17 Monten von der Züchterin bekommen haben, bedauere ich dies zwar, aber es ist nicht so schlimm. Und obwohl ich meine Süße liebe ohne Ende, gefällt mir die weiter Entwicklung die dieser Zwinger genommen hat, nicht wirklich, so daß ich von dort eh keinen Hund mehr haben wollen würde.

Einen umso schöneren und besseren Kontakt habe ich zur Züchterin von Vels Papa. Die freut sich immer total, wenn sie Neuigkeiten und Bilder von Vel bekommt, dem Urenkel von ihrem Woody, der leider letztes Jahr über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Das finde ich wunderschön.
Viele Grüße von Daniela, Velvet und Sira

und Silky im Herzen.









Wenn du redest, muss deine Rede besser sein, als es dein Schweigen gewesen wäre.
(arabisches Sprichwort)

Namara

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25

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 06:25

Hallo ihr Lieben,

eine Frage für die Rassehundhalter:

Wie wichtig ist / war euch der Umgamg des Züchters mit seinen eigenen Hunden? Klar, man will, dass es die Hunde gut haben, dass sie vernünftig gehalten und ausgelastet werden, ich meinte auch mehr: Erzieherisch?
Grüessli,
Anne

Für mich war wichtig, dass die Hunde aus meiner Sicht vernünftig gehalten wurden. Die Weplen nicht einen reizüberfluteten Auslauf hatten. Einen freundlichen Umgang mit allen anwesenden Hunden gepflegt wurde und sie auch Familienanschluss hatten. Mir ist lieber wenn mit den Welpen nicht gearbeitet wird auch nicht mit Clicker etc. Normale Grenzen geben, wie in diesen Raum dürft ihr nicht, oder nicht ohne meine Erlaubnis, fand ich hingegen in Ordnung oder sogar wünschenswert.

Wichtig war für mich Informationen zu erhalten auf meine Fragen zur Zucht.

Wir hatten mit all den Züchtern einen sehr langjährigen Kontakt ausser bei den Hunden mit FCI Papieren die wir aus zweiter Hand oder aus dem Tierheim übernahmen.
Es ist der Strom aus dem wir sind im Werden und Vergehen, aus dessen liebevoller Kraft wir unsere Wege gehen.


Sage es mir, und ich werde es vergessen; Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern; Beteilige mich und ich werde es verstehen!!! (lao tse)

TalkingAnimals

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26

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 08:57

Ausstellungen sind nichts Schlimmes - ich habe Speedy die ersten 1,5 Jahre seines Lebens ebenfalls ausgestellt. Er und auch ich haben viel gelernt in dieser Zeit!

Zudem ist ein idealer Züchter eben nicht einfach ein "Verkäufer", ich würde bei so einem Typus Züchter niemals einen Hund kaufen. Es sind, wie bereits geschrieben wurde, Lebewesen und keine Gegenstände.

Der Züchter von Speedy erhält seit bald 7 Jahren immer wieder Updates und Fotos von mir und die Familie freut sich sehr drüber. Immerhin haben sie Speedy die ersten 10 Wochen seines Lebens begleitet und waren bei seiner Geburt dabei. Seine Mutter lebt nach wie vor bei ihnen.

Anne

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27

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 09:05

Also, ich muss vielleicht nochmal klarstellen: Ich meinte natürlich nicht den Umgang / Erziehung mit den Welpen. Das ist natürlich für den Hundekäufer auch ein Thema, und eigentlich das wichtigste Thema, denke ich, eben Dinge wie: Sozialisierung, Gestaltung des Welpenauslaufs, Familienanschluss, Prägung etc.. Mir gings hier aber wirklich um den Züchter nicht als Züchter, sondern als Hundehalter. Denn das ist der Züchter ja zwangsläufig auch immer ;) Also ganz unabhänging von den Welpen.

Wie ich darauf komme?

Ich hab neulich auf dem Spaziergang einen Mann mit seinem Rudel (5 Hunde, 2 davon Junghunde) getroffen, von dem ich weiss, dass er Züchter ist. Ich finde seine Hunde wunderschön und glaube, dass er züchterisch schon auch einen Beitrag leistet zur Erhaltung seiner Rasse, ich verfolge die Verpaarungen schon eine Weile. Aber jetzt bin ich ein Stück mit ihm gelaufen, und was ich da sah, hat mich extrem genervt. Es fing damit an, dass er die bellenden Hunde im Auto angeschnauzt hat, was überhaupt gar nichts gebracht hat. Rausgelassen dann ohne zweimal um sich zu schauen (er hat mich entsprechend auch nicht gesehen, zum Glück war Mairin eh frei und hat die Situation gut gemeistert). Die Jungehunde kamen an die Leine und blieben auch permanent dran, und es wurde regelmässig an der Leine geruckt, weil sie daran zogen (das Ziehen wurde dann wieder für ein paar Minuten toleriert, und dann wieder geschnauzt und geruckt). Auch die anderen Hunde wurden regelmässig angeschnauzt. Ich glaub ein Lobwort habe ich nicht einmal gehört.

Ich hab mich dann gefragt, ob ich von jemandem, der so mit seinen Hunden umgeht, einen Welpen haben wollen würde. Auf mich mach so ein Mensch den Eindruck, dass er sich nicht wirklich mit dem Thema Hundeerziehung auseinandersetzt, und das ist für mich schon etwas, was mich bei jedem Hundehalter stört.. wenn der dann auch noch Züchter ist.. Ich frag mich dann halt, ob er sich mit anderen relevanten Themen auch nur so halbpatzig beschäftigt.

Für mich wäre es glaub schon wichtig, dass ich merke, dass (m)ein Züchter zwar nicht unbedingt die gleiche Schiene fährt wie ich (im Idealfall aber schon - und da wüsste ich auch jemanden, gäll, Tinuvielle ;)), dass er aber die Schiene, die er eben fährt, auch durchdacht fährt. Wenn ich den Eindruck habe, der Mensch hat von etwas fundamentalem wie Hundeerziehung an den eigenen Hunden im Alltag keine Ahnung, dann schreckt mich das schon ab.

So war das gemeint ;)
We think it's a dog's inalienable right to get dirty.

Tinuvielle

unregistriert

28

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 09:23

Für mich wäre es glaub schon wichtig, dass ich merke, dass (m)ein Züchter zwar nicht unbedingt die gleiche Schiene fährt wie ich (im Idealfall aber schon - und da wüsste ich auch jemanden, gäll, Tinuvielle ), dass er aber die Schiene, die er eben fährt, auch durchdacht fährt. Wenn ich den Eindruck habe, der Mensch hat von etwas fundamentalem wie Hundeerziehung an den eigenen Hunden im Alltag keine Ahnung, dann schreckt mich das schon ab.


Ich verstehe deine Frage und ich glaube wir "ticken" bei dieser Sache gleich. Für mich ist es einfach wichtig zu wissen, ob wir etwa die gleiche Schiene fahren und ich weiss, dass der Züchter sich auch wirklich mit den Hunden und spezifischen Themen wir Erziehung beschäftigt. Ich denke aber das ist ganz stark von der Persönlichkeit abhängig resp. von "was mir wichtig ist". Grundsätzlich kann es einem Welpenkäufer ja etwas "gleich sein", denn er holt den Welpen vielleicht mit 10 Wochen ab und solange die Elterntiere durch mangelnde Erziehung keinen Schaden davon ziehen (z.b. weil sie überängstlich würden) dann könnte es einem ja egal sein - man erzieht das kleine Geschöpf ja eh nach dem eigenen Gusto. Aber für mich ist eine gute Zucht mehr als nur zwei top Elterntiere zur Verfügung zu stellen und ein paar Quadratmeter mit ein bisschen Action. Für mich ist die Erziehung insofern wichtig, weil ich überzeugt bin das die anderen Hunde im Haushalt die Welpen bereits sehr stark beeinflussen mit dem Verhalten. Und da spielt eine Erziehung schon eine Rolle. Rennt z.b. die ganze Meute kläffend auf alle Besucher zu etc. Oft war ich bei Zuchten nur zu Besuch, d.h. wir gingen hin, tranken einen Kaffee und haben uns unterhalten. Man hat die Hunde im Haus gesehen, vielleicht noch im Garten und das wars. Anne und ich waren letzten Sommer eine Zucht besuchen wo wir wirklich auch einen langen Spaziergang mit den Hunden gemacht haben und so auch Erziehung und Umgang mit den Hunden sahen. Und das war für mich sehr aussagekräftig und auch interessant - weil ich so sehe wie gut ein Züchter mit seinen Hunden klar kommt und ob er einfach auf gewisse wichtige Dinge in Bezug auf Verhalten/Erziehung anwendet. Ich hätte bei der dir genannten Situation also auch etwas Mühe.

Psovaya Borzaya

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29

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 11:00

wenn ich bei windhunden züchter suchen wollte, die überhaupt mit ihren (erwachsenen) hunden irgendwas tun, ausser mal ein paar leinenspaziergänge, dann häte ich vermutlich heute noch keine hunde aus dieser rassengruppe...;)
mir ist es wurscht was der züchter mit seinen hunden macht oder nicht macht (sofern es nicht tierschutzwidrig ist natürlich). die züchterin der barsois, zu der wir lockeren, aber guten kontakt haben, lässt ihre hunde nie frei (ginge auch gar nicht), arbeitet nicht mit ihnen und sie sind trotzdem zufrieden und im wesen top. dies war mir viel wichtiger. ich erziehe meine hunde selber so, dass sie in mein leben passen. die welpen kannten andere menschen, andere windhunde und liessen sich problemlos in meinen alltag integrieren. natürlich bin ich froh, dass meine hunde mehr können als ihre, dass sie frei laufen können, dass man mit ihnen sogar etwas arbeiten kann, mit der grossen sogar sehr gut. aber bei windhunden ist das ja nicht dasselbe wie bei einem arbeitshund. dort würde es mich stören, wenn der züchter einfach nichts machen würde, aber was und wie er es macht, ist mir nicht wichtig.
ausstellungen besucht meine züchterin wie verrückt, ihre hunde haben wohl alles gewonnen was man gewinnen kann. ich habe die barsois ihr zuliebe auch einige male ausgestellt, aber mein ding ist es nicht und inzwischen lasse ich es auch.

jendayi kommt aus einer grossen zucht, mit ihren züchtern hab ich so gut wie keinen kontakt, ist ja auch weit weg von hier (NRW). aber wenn was wäre, könnte ich sie kontaktieren. hin und wieder schicke ich einen kurzen bericht und ein foto. sie haben auch von anfang an gesagt, dass es bei ihnen so ist, dass sie sich freuen, aber einfach nicht mit allen den kontakt suchen können, ist für mich auch nicht nötig. jendayi holte ich mit 8 wochen und sie war mind. so problemlos wie die andern, eher noch einfacher weil sie ein sehr sicheres wesen hatte und dies hat sie behalten bis heute. bei ihnen war immer eine menge los, deshalb hat man schon den kleinen welpen mit nichts aus der ruhe bringen können, da konnte kommen wer wollte.

meine freundin die auch züchtet (whippets) hat mit all ihren leuten sehr viel kontakt, einige sieht sie total oft, sie kommen sie besuchen, sie übernachten bei ihr... das wäre mir zuviel, ausser natürlich man entwickelt wirklich eine freundschaft. aber ein züchter, der über alles und jedes informiert werden muss, der mir fast vorschreibt wie füttern, was machen mit den hunden, nein, das will ich nicht. ich habe sehr klare vorstellungen was und wie ein hund hier machen und leben soll und da lasse ich mir nicht reinreden. nastassjas kastration zb. hab ich der züchterin erst gesagt, als der termin schon stand. sie war wenig begeistert, aber ich zog es durch. heute ist es kein thema mehr, auch wenn sie froh ist, dass dawn intakt geblieben ist bis heute.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

cindy

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30

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 11:15

Zitat

mir ist es wurscht was der züchter mit seinen hunden macht oder nicht macht (sofern es nicht tierschutzwidrig ist natürlich).


Ich sehe es wie Psovaya Borzaya.

Denn wenn ich einen Welpen mit 10 oder 12 Wochen hole dann erziehe ich ihn so wie es in unser Leben passt. Und ganz ehrlich, wer hat nicht schonmal den Hund an der Leine mal angeschnauzt, oder einen Leinenruck gegeben, weil es grad in dieser Situation so gekommen ist ?( Ich habe Cindy grad gestern kurz angeschnauzt, da ich das erstemal nach der OP mit ihr an der Leine laufen ging und da die Wege noch glitschig waren vom Regen und Cindy nichts anderes wusste als an den Rhein zu ziehen, das sie rein kann und ich fast geflogen bin, da gab es halt auch kurz ein angeschnauze (auch wenn sie nichts mehr hört) und einen Leinenruck. Aber dann war es gegessen und Cindy achtete wieder auf mich :good: Und bin ich wegen dem ein schlechter Hundehalter?
LG Vreni mit Charly und Cindy für immer im Herzen :0herzsm0:

Foto Homepage tier-natur-foto

Holger

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31

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 12:22

Cindy, ich glaube, wenn du einen tauben Hund anschnauzt, dann wird er dies seelisch schon irgendwie verkraften ;)

Das entscheidende Wort wäre hier wohl: GRUNDLOS. Eine heftige Intervention zur rechten Zeit ist erheblich mehr eine Frage des Timings als der wirklichen Intensität. Und selbst wenn es denn mal eine zu harte Strafe geben sollte, die man mit langem Überlegen nicht wiederholen würde.... daran ist noch kein Mensch und kein Tier je gestorben. Das ist dann einfach mal nicht der stärkste Moment des Erziehenden gewesen. Na und? Wir haben alle unsere schwachen Momente.

Das ist es ja, was ich generell kritisiere: Das permanente Streben nach absoluter Perfektion. Alles mus immer und sofort 100% sein im Umgang mit Hunden. Was für ein Chabis!!!



@ Anne. Danke für die Präzisierung! Der geschilderte Mann hat also ganz offensichtlich seine Kernkompetenz NICHT bei der Erziehung von Hunden... Aber für den Kauf eines Welpen muss das nichts zu sagen haben, weshalb ich da keine verknüpfung herstellen würde.

Ich lebe zum beispiel seit vielen Jahren davon, dass etliche humanoide Mütter ganz hervorragend in der Brutpflege sind und kerngesunde Dreijährige produzieren - nur um dann bei der Aufzucht komplett zu versagen. Beim versagen sind dann all die Väter ganz aktiv beteiligt, bei der Brutpflege meist weniger...

Es gibt Menschen, denen liegt das Thema Aufzucht, der beinahe pflegerische, körperliche Aspekt der Aufzucht von Lebewesen, während andere eher Kompetenzen in der Lern- und Lehrphase besitzen. Gottseidank existiert noch eine recht grosse Schnittmenge bei der menschlichen Erziehung - sie wird allerdings immer kleiner. Und wenn wir schon nachweislich immer weniger in der Lage sind, unsere eigene Brut angemessen zu erziehen und dafür zunehmend fachliche externe Hilfe benötigen, dann ist es nur logisch, dass dies erst recht bei der Begleitung von anderen Spezies gilt! Denn dazu braucht es ja neben dem vertieften Verständnis vom Bedarf der anderen Spezies auch noch die eigene, gut ausgebildete Sozial- und Fachkompetenz, die im Rassestandard Mensch definiert sein müsste, gäbe es denn einen...



Von daher ist ein rumpöbelnder Züchter als Hundehalter eine genauso grosse Null wie jeder andere ignorante Pöbler. Oder genauso gedankenlos, hilflos.... wasauchimmer.

Und kann dennoch ein ganz hervorragender Züchter mit supertollen Welpen sein. Weil vielleicht genaus dort seine Kompetenzen stark sind.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Holger« (17. Oktober 2013, 12:44)


Tinuvielle

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32

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 12:31

Und bin ich wegen dem ein schlechter Hundehalter?

Um das geht es hier ja auch nicht. Wir sind alle nur Menschen mit einer gewissen Anzahl nerven :) Aber, die von Anne geschilderte Situation tönt schon mehr nach einem generellen etwas fragwürdigen Umgang (Ständiges Geruke und Geschnauze, Fehlende Rücksichtslosigkeit, keine Lobworte tec.) resp. vielleicht auch Überforderung (mehre Hunde, davon zwei Junghunde) Das hingegen fände ich als Welpeninteressent schon wieder etwas gewichtiger.

Lia

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33

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 15:00

Ich habe mir überlegt, falls ein Züchter genau die Anpaarung von Linien machen würde, die ich suche, würde ich sicher toleranter sein, als wenn mir die Linien nicht so wichtig sind. Immer vorausgesetzt, dass seine Hunde ein gutes Leben führen. Bei nicht ganz optimaler Aufzucht würde ich den Welpen sicher zum möglichst frühesten Zeitpunkt holen gehen. In der Zeit nach dem Züchter kann man doch noch vieles nachholen - aber auch sehr viel verderben.

Psovaya Borzaya

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Donnerstag, 17. Oktober 2013, 16:34

oder noch besser: man ist einfach so oft wie möglich bei den welpen (sofern die züchter es erlauben). bei nastassja hab ich vieles selber gemacht. ich bin mit ihr (und dem ganzen wurf samt mutter) das erste mal an der leine ein paar schritte vom grundstück weg gegangen zb. ich habe ihnen neue sachen gebracht, eine röhre zb zum durchgehen etc. erlaubt allerdings nicht jeder züchter. nastassja sah ich das erste mal, da war sie 6 tage alt und dann mind. einmal die woche bis zur 12. woche wo sie zu mir kam (hatte ab dann ferien). die würfe meiner freundin begleite ich jeweils auch und die künftigen welpenhalter tun dies noch intensiver. so lernt man auch die einzelnen welpen kennen und kann den für sich passenden am ehesten aussuchen. aber im zweifelsfalle ist mir lieber, der züchter macht weniger als dass er zuviel macht und so nervöse kleinteilchen "züchtet". mir ist wichtig, dass die welpen beim züchter ruhepausen haben und auch, dass sie sich vor den grossen zurückziehen können.
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35

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 16:50

Für mich wäre es glaub schon wichtig, dass ich merke, dass (m)ein Züchter zwar nicht unbedingt die gleiche Schiene fährt wie ich (im Idealfall aber schon - und da wüsste ich auch jemanden, gäll, Tinuvielle ), dass er aber die Schiene, die er eben fährt, auch durchdacht fährt. Wenn ich den Eindruck habe, der Mensch hat von etwas fundamentalem wie Hundeerziehung an den eigenen Hunden im Alltag keine Ahnung, dann schreckt mich das schon ab.
Das würde mich insofern abschrecken, als die Welpen ja auch von den erwachsenen Hunden lernen! Das war z.B. der einzige Grund, warum wir von Skippers Züchter keinen Welpen mehr genommen haben. Da gab es zwar nur einen Minuspunkt für seine Züchter, aber der war gravierend (finden wir...)! Und zwar können die Hunde in den ums Haus laufenden Garten selber raus und wenn nun ein Jogger, Velofahrer oder Auto dort entlang kommt (Sackgasse, da fast letztes Haus vor dem Seeufer) rasen die Hunde raus, jagen dem Zaun entlang und verbellen das "Objekt" bis es ausser Sicht ist :thumbdown: Ich habe mit Skipper 3 Jahre lang mit der Schleppleine trainiert, weil er alle Jogger, Velofahrer und Autos stoppen wollte und ihnen hinterher jagte :cursing: Auch ein Neffe von Skipper aus derselben Zucht macht das... Mit anderen Worten: die Welpen werden darauf von den erwachsenen Hunden der Züchter geprägt smilie_sh_019
Darum ja, wir würden in Zukunft schon darauf achten, wie sich die erwachsenen Hunde des Züchters verhalten :nicken:

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36

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 19:48

Ich habe ja geschrieben, dass es mir egal ist, auf welcher Erziehungsschiene ein Züchter fährt. NICHT egal ist hingegen auch mir, wenn die erwachsenen Hunde Verhaltensauffälligkeiten zeigen oder der Züchter - wie von Anne beschrieben - einen in meinen Augen nicht korrekten Umgang mit den Hunden zeigt. Aber solange die erwachsenen Hunde sich in einem normalen, gesunden, "erzogenen" Rahmen bewegen, ist die Art, wie der Züchter das erreicht hat, zweitrangig. Gibt ja nicht nur DEN einen Weg zum Ziel. :smile:
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

pipolino

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37

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 20:15

Zitat

wenn ich bei windhunden züchter suchen wollte, die überhaupt mit ihren (erwachsenen) hunden irgendwas tun, ausser mal ein paar leinenspaziergänge, dann häte ich vermutlich heute noch keine hunde aus dieser rassengruppe..

Im Grunde gebe ich dir recht. Viele Windhunde werden nie von der Leine gelassen ausser auf der Bahn. Und die meisten Züchter arbeiten auch nichts mit Windhunden. Die sollen lieber auf der Couch liegen... Aber, es gibt auch die anderen. Die Züchterin von Yogi arbeitet viel mit ihren Agaren und erzieht sie auch. Alle geniessen Freilauf, wenn auch immer nur zwei, drei gleichzeitig. Und sie werden oder wurden in den verschiedensten Sportarten geführt. Heute weniger als früher. Bei ihr habe ich gesehen, für wie viel mehr als nur Rennen der Agar sich eignet und dass auch ein Windi gerne arbeitet, wenn auch nicht so wie ein Mali z.B. Ich habe gesehen, wie sie ihre Hunde erzieht, wie sie mit ihnen arbeitet. Von daher war es für mich schon wichtig, wie die Züchterin mit ihren Hunden umgeht. Aber auf eine bestimmte Erziehungsmethode würde ich mich nicht festlegen. Ob Clicker oder nicht finde ich nicht so wichtig. Mir gefiel die Zucht, die Züchterin, die Hunde und so konnte ich mich für diese doch eher anspruchsvolle Rasse entscheiden. Wir haben heute noch regelmässig Kontakt und ich kann jederzeit auf ihren Rat zählen oder einfach nur plaudern und manchmal besuchen wir uns sogar und spazieren ne Runde.
Ich glaube, aus einer Zucht, wo das ganze Drum und Dran nicht stimmt, so wie in Annes Beispiel, da würde ich wohl keinen Welpen nehmen wollen.

Psovaya Borzaya

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Donnerstag, 17. Oktober 2013, 20:19

ja, agaren sind eine kleine ausnahme, hab ich auch schon gemerkt. hast du einen singenberger-agar? rein vom arbeiten her könnte ich mir deshalb sehr gut einen agar mal vorstellen, leider, leider sind sie optisch nicht so ganz mein fall... aber wer weiss...;)
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pipolino

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39

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 20:26

Ja, Yogi ist ein Smiling Rose. Aber auch bei den Agaren gibt es die typischen Windi-Besitzer und -Züchter. Und jeder, der mit seinem Agar "arbeitet" wird schräg angeschaut. Die Agar-Szene ist sowieso sehr "unfriedlich". Das kann ich so gar nicht verstehen, was da so alles ab geht... :nönö:

Psovaya Borzaya

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Donnerstag, 17. Oktober 2013, 20:31

kenne nur zwei zuchten, bzw. hunde von dort, eben die smiling roses und betcha katcha. von dieser kenne ich zwei hündinnen und zwei rüden und die arbeiten auch mit ihren hunden.
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