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Namara

Alphadoggie

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21

Mittwoch, 22. Januar 2014, 19:45

@ wuschy ein paar Anregungen zu deiner gestellten Frage die ich im I-net. gefunden habe

Sexualverhalten des Hundes: Kastration - ja oder nein?
http://www.dogs-magazin.de/wissen/das-se…ndes-68871.html

http://www.animalreproduction.ch/site/in…_Arnold_zu_.cfm

Wenn Du im Artikel auf den grünen Link zum PDF klickst werden dort weitere Vor-Und Nachteile zur Kastration beschrieben.

Wenn Du googlest wirst Du noch weitere Informationen finden:)
Es ist der Strom aus dem wir sind im Werden und Vergehen, aus dessen liebevoller Kraft wir unsere Wege gehen.


Sage es mir, und ich werde es vergessen; Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern; Beteilige mich und ich werde es verstehen!!! (lao tse)

erica

Sportdoggie

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22

Mittwoch, 22. Januar 2014, 19:46

Meine Hündinnen sind/waren alle kastriert und ich würde es wieder tun. Rüde ist und bleibt intakt. Jedoch wurden die Hündinnen erst im Alter von ca. 2 1/2 Jahren kastriert. Vorher würde ich es nicht tun, da sie sich nicht wirklich entwickeln können. Probleme mit Inkontinenz oder Gewichtszunahme hatte keine.

23

Mittwoch, 22. Januar 2014, 19:54

Ich hab mir monatelang den Kopf zerbrochen, ob ich Lady kastrieren soll oder nicht! Ich hab alles gelesen, was ich darüber gefunden habe.
Da hiess es überall, dass nie gedeckte unkastrierte Hündinnen ein stark erhöhtes Risiko haben an Gesäugekrebs zu erkranken und das vor allem, wenn sie oft scheinträchtig sind. Und Lady war nach der ersten Läufigkeit nicht nur scheinträchtig geworden und während dieser Zeit nur noch apathisch und schon fast depressiv in einer Ecke gelegen (sie hatte sich von einem immer motivierten, sehr aktiven Hund in einen phlegmatischen traurigen Haufen Fell verwandelt - es war beängstigend!), sondern Scheinträchtigkeit ist für ihre Rasse eigentlich nach einer Läufigkeit normal. Mit anderen Worten: sie würde zweimal im Jahr zwei Monate lang traurig und inaktiv in der Ecke liegen und die Wahrscheinlichkeit, dass sie an Gesäugekrebs erkrankt wäre erst noch massiv erhöht. Ich liebe sie und möchte sie so lange als möglich gesund bei mir haben und darum habe ich mich dann für die Kastration entschieden - aus keinem anderen Grund! Ich persönlich finde es aber auch einen grossen Eingriff in den Hormonhaushalt des Hundes und bin darum gar nicht begeistert über den Eingriff! Abgesehen davon, dass jede Narkose ein Risiko bedeutet. Und darum habe ich mir auch so viele Monate darüber Gedanken gemacht und es immer wieder hin und her gewälzt... Lady war 15 Monate alt bei der Kastration, von Frühkastration halte ich rein gar nichts.
Und unseren Rüden haben wir erst kastriert, als er von einer Unfallfolge an Epilepsie erkrankte und weil er ständig von anderen Rüden attackiert wurde, empfahl uns der TA ihn zu kastrieren, damit er keinen Stress mehr hatte (Stress löste Anfälle aus). Tatsächlich blieben danach die Angriffe von anderen Rüden aus :thumbup: Aber sonst hätte es für uns keinen Grund gegeben ihn zu kastrieren!

Bolotta

Alphadoggie

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24

Mittwoch, 22. Januar 2014, 19:58

In jungen Jahren trafen wir auf eine Frau mit einer Cocker Hündin. Sie hatte ein Sportgeschäft in einem Ferienort. Als sie ihre Hündin kastrieren lassen wollte, verlangte der TA einen guten Grund, den sie lieferte:
Jedesmal. wenn die Hündin oben in der Wohnung läufig war, kamen Rüden zu ihr ins Geschäft - ob nun mit oder ohne Begleitung - und hoben ihr Bein an der ausgestellten Ware. Der TA erkannte den guten Grund und kastrierte die Hündin.

DoggyHZ

Sportdoggie

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25

Mittwoch, 22. Januar 2014, 20:02

"ich würd die Hündin ganz schnell kastrieren lassen, sonst entickelt sie nach der ersten Läufigkeit zitzen und die sieht man ja bei dem kurzen Fell!"



Echt jetzt??? :spass2: Da sieht man mal, wie viel Ahnung die Leute haben...
"Liebe, Konsequenz, Vertrauen und ein gesundes Verständnis für den Ursprung des Hundes - damit kommen wir ans Ziel"

Patzbatz

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26

Mittwoch, 22. Januar 2014, 20:15

also als ich meine Arbeit schrieb habe ich Erfahrene Leute gefragt die Hunde Professionell ausbilden mit den Haltern.

mit dem Kastrieren nimmst du ihnen einfach den sexualtrieb, aber es ist eigentlich nicht wirklich eine Lösung wenn man probleme hat mit dem Hund. ;)

es gibt Hunde da ist es halt extrem.. dass muss jeder selbst wissen. ich hätte nicht kastriert wenn ich könnte. aber sie war halt schon... <img src="wcf/images/smilies/6071430.gif" alt="" title="" style="font-size: 0.8em;" /> :kaug:
Dein Hund ist dein Spiegelbild, dass niemals lügt. 00100-2:pics

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27

Mittwoch, 22. Januar 2014, 20:21

Das kann ich schnell beantworten. Kein Hund wird bei mir kastriert ausser es ist aus medizinischen Gründen notwendig. Und kastrieren aus erziehungsgründen oder aus hygieneqahn find ich daneben. Dann lieber Stofftier kaufen
Als Gott begriff, das nur die Besten Schlittenhundesport machen, erschuf er für den Rest Fußball.
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Musher werden?"-- Die Steine schrien: "Nein, dafür sind wir nicht hart genug!":kaug:


In Arbeit http://www.huskyranch.ch

Bolotta

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28

Mittwoch, 22. Januar 2014, 20:43

@Huskybespasser: Gute Antwort betr. Hygiene oder erzieherischen Gründen, lieber ein Stofftier kaufen

Gibt es eigentlich eine Statistik zu Krebs/Tumoren und Kastration bei Rüden? Es ist ja immer von den Hündinnen die Rede, klar wegen dem Zyklus, aber bei den Rüden, ist daher das Risiko schon von Natur her geringer?

wuschy

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29

Mittwoch, 22. Januar 2014, 21:51

Danke für eure antworten!
@namara,
danke für die links, die sind sehr interessant , eigentlich hält sich die waage für und gegen die kastration wenn man das so liest. hat
beides vor- und Nachteile....hmmmmmm, schwierig, schwierig.....

gruss wuschy

Psovaya Borzaya

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30

Mittwoch, 22. Januar 2014, 22:15

ich sehe es wie doggy. kastriert wird hier nur, wer probleme hat (der hund, nicht der mensch). meine grosse ist kastriert, wurde mit 2 jährig läufig und hatte ziemlichen stress. die zweite läufigkeit kündigte sich kur vor 3jahren an mit gesteigertem interesse der rüden. nun hatte sie noch um ein vielfaches mehr stress als beim ersten mal. sie fühlte sich draussen von jedem hund verfolgt, hatte schaum vor dem mund und war völlig neben sich. als sie einen rüden, der aufhocken wollte biss, dass er zum TA musste (nicht schlimm, nix nähen oder so aber trotzdem), kastrierte ich sie mehr oder weniger knall auf fall. sie ist jetzt bald 6, fell wunderschön, gewicht super (aber ich muss im gegensatz zu dawn eher drauf achten), absolut kontinent und immer noch an intakten rüden interessiert wenn sie ihr gefallen. da wird sie zum welpe. für mich ist ihre kastra das richtige gewesen, absolut. jendayi, whippet ist ebenfalls kastriert, allerdings ist es bei ihr anders. sie selber hatte null probleme mit der läufigkeit, weder haute sie ab noch war sie zickig noch sonstwas. ABER, sie schien das ganz jahr über gut zu riechen und wurde von rüden regelrecht bedrängt und zwar permanent. sie wurde nicht aggressiv deshalb, aber da sie sich eigentlich nichts aus fremden hunden macht, wollte ich nicht, dass es irgendwann doch in stress ausartet und sie dann anfängt, auszuticken. beim whippet ist eine kastra kein problem in der regel und so war es auch. sie hat dasselbe fell wie vorher, ist immer noch stets eine spur zu dünn und genau so lebhaft wie vorher auch. man merkt ihr keinen unterschied an, ausser, dass sie nicht mehr so bedrängt wird (das interesse an ihr ist trotzdem höher als zb. bei nastassja).
dawn ist intakt und wird es auch bleiben.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Labrador

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31

Mittwoch, 22. Januar 2014, 22:18

Tumore sind bei den Rüden weniger ein Problem (ist also nicht unbedingt ein Pro-Kastrationsargument). Hingegen ist hinlänglich bekannt, dass Rüden vermehrt dazu neigen bissl inkontinent zu werden nach dem Kastrieren.
Ich hab meinen Rüden damals mit 3jährig kastrieren lassen. Er hatte zu viel Stress mit seinen Hormonen und kam schlecht damit klar. Die Situation bei ihm war aber etwas speziell. Generell würde ich einen nächsten Rüden glaub nicht einfach so kastrieren lassen. Ich finde solange es ohne geht (und das ist ja meistens der Fall), soll da nix geschnippelt werden.

Unsere Hündinnen wurden alle kastriert. Erst bei den letzten beieden haben wir uns darüber überhaupt ernsthaft Gedanken gemacht. Zuvor hiess es beim TA ja auch immer: und wann wird kastriert? Oder wird die etwa angekört? Bei einer Hündin hats Sinn gemacht, weil Madame gerne Reissaus genommen hat und unser Quartier mit 3 unkastrierten Schmachtfetzen etwas gefährlich war... Die andere Hündin ist eine Allschwilerin und da hatten wir am Ende nicht wahnsinnig viel mitzureden. Da hiess es halt, Hund muss unters Messer. Sie ist aber auch so ein glücklicher Hund. Aber auch hier gilt: Gibts wieder eine Hündin, so würde ich heute nicht mehr einfach so kastrieren lassen.

Bolotta

Alphadoggie

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32

Mittwoch, 22. Januar 2014, 22:28

@Labrador: Wie veränderte sich das Fell bei der Labi Dame, nach der Kastration? Unsere Luna ist ja auch ein Labi Mix und sieht fast wie ein "echter" Labi aus. Nur ist sie kleiner und gewisse Details stimmen nicht. Deshalb meine Befürchtung, ihr Fell könnte danach stumpf werden.

Labrador

Wachdoggie

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33

Mittwoch, 22. Januar 2014, 22:42

Keiner unserer Labis (ob Rüde oder Hündin) hatte nach der Kastration je irgendeine Veränderung im Fell. Haben alle geglänzt wie Speckschwarten :good: . Der Rüde hatte zwar Hautprobleme (von Welpenalter an, war wohl vererbt vom Papa) aber nichts tragisches und sein Fell war nur im Hochsommer, wenns sehr trocken war, etwas stumpfer. War aber von Anfang an so, nicht erst nach dem Kastrieren und er wurde ja erst mit 3, respektive 3.5 Jahren, kastriert.
Ich hab auch schon gehört, dass die Kastration Auswirkungen aufs Fell haben kann, aber ich hab das bei keinem unserer Hunde je erlebt.

Bolotta

Alphadoggie

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34

Mittwoch, 22. Januar 2014, 22:52

Da besteht ja noch Hoffnung.
Unsere Taiga war ein Springer Spaniel mit langen Haaren. So nach und nach wurde ihr Fell nach der Kastration stumpf. Ob das nur auf die Kastration zurückzuführen war, bezweifle ich. Sie hatte ja auch eine Schilddrüsen-Unterfunktions-Störung und die letzten Jahre immer etwas Haarausfall, und zwar ganz hinten über der Rute. Im letzten Sommer war es so schlimm, dass dort eine kahle Stelle war, die wir eincrèmen musste, weil sie Sonnenbrand kriegte. Später wuchs das Fell wieder nach, einfach nur ganz leicht. Sie hatte zuletzt wirklich einen wahnsinnigen Pelz.

Normalerweise liessen wir sie 2xjährlich trimmen und schneiden, doch das letzte mal Anfang Dezember sagte ich ab, weil sie ja schon so krank war. Wollte ihr den Coiffeur Besuch nicht noch zumuten.

35

Donnerstag, 23. Januar 2014, 08:14

Ohne alles vorher gelesen zu haben: Kastration/Sterilisation aus meiner Sicht nur bei medizinischer Indikation gerechtfertigt - und lt. Tierschutzgesetz auch nur dann erlaubt!

Es ist in keinem Fall eine Erziehungsmassnahme. Und wer hygieneteschnische Gründe anführt, der soll sich keine Hündin anschaffen.

Lucky

Alphadoggie

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36

Donnerstag, 23. Januar 2014, 08:30

@Bolotta
Also beim Cocker kann es massive Fellveränderung geben. Da gibt es wieder ganz viel Unterwolle und der Hund sieht aus als hätte er Welpenfell. Trimmen geht meistens gar nicht mehr.
Es Grüessli vom Lucky ond de Katja

erica

Sportdoggie

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37

Donnerstag, 23. Januar 2014, 08:36

Tierschutzgesetz nicht erlaubt??? Jeder Tierarzt kastriert Hunde ohne gesundheitliche Probleme. Kann wohl nicht soweit her sein mit dem Tierschutz. Jeder Hundehalter hat ein Recht, das für sich zu entscheiden. Meine Hündinnen wurden nie aus erzieherischen oder hygienischen gründen kastriert. Hat sich auch keine irgendwie verändert.

38

Donnerstag, 23. Januar 2014, 09:13

Ich bin grundsätzlich auch der Meinung, dass einen Rüden nur aus gesundheitlichen Gründen oder bei Hypersexualität kastrieren sollte. So ist Sisco auch intakt geblieben und hat sich zu einem souveränen Rüden entwickelt. Bei Miro konnte ich diesen Standpunkt nicht durchziehen. Andere Gründe, wie auch der Rat einer damaligen Trainerin, haben mich dazu bewogen Miro zu kastrieren. Heute sehe ich es als falschen Entscheid an, wenn ich die Entwicklung des Hundes betrachte. Jedoch waren die anderen Gründe schon gegeben. Mit meinem jetzigen Trainier habe ich dies angeschaut und er hat mir Wege aufgezeigt, wie wir an den Defizite arbeiten können.
Im Fell hat sich Miro extrem verändert. Vor der Kastra war es pflegeleicht, jetzt haart er extrem.

39

Donnerstag, 23. Januar 2014, 09:52

Erica, ist mir auch bekannt, dass jeder TA relativ schnell zum Skalpell greift. Ist ja auch leicht verdientes Geld! Und ja ein so probat empfohlenes, angeblich auf alles wirkendes "Mittel". Viele Trainer haben ja bald keine andere Empfehlung mehr im Gepäck als: Lassen sie ihn kastrieren!

Das Tierschutzgesetz wird da wirklich nicht geachtet und Ja, mit dem Tierschutz ist es in vielen Fällen wirklich nicht weit her. Trotzdem wird es so vorgegeben, wenn man es mal richtig liest. Aber wie immer: Es ist ja alles Auslegungssache.

Richtig ist, dass jeder Halter es für sich entscheiden muss und darf. Letzteres leider!

Habe selbst zwei Kastrierte bei mir daheim, aber nur deshalb, weil sie aus dem ausländischen Tierschutz kommen. Und da bekommt man sie nur kastriert über. Ich hätte es nicht vornehmen lassen, wenn nicht ein gesundheitliches Problem dafür gesprochen hätte.

Kastration ist kein Allheilmittel und erübrigt nicht eine vernünftige Erziehung.

Kann Sisco nur zustimmen: Häufig verschlechtert die Kastra auch das Erscheinungsbild und Verhalten des Hundes. Erlebe es gerade beim Nachbarshund!

Huskybespasser

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40

Donnerstag, 23. Januar 2014, 10:22

Was mich gerade immer an Tierheimhunden ärgert ist die scheinheiligkeit der Argumente, warum die Hunde kastriert werden. SO Argumente wie "wir wollen ungewollten Nachwuchs vermeiden, weil die Tierheime eh schon so voll sind". Da geht mir die Hutschnurr durch. Ich muss doch als mündiger und verantwortungsvoller Hundehalter in der Lage sein dürfen, meinen Hund auch wenn er intakt ist kontrollieren zu können. Das muss man doch von mir erwarten können, wenn man mir einen Hund vermittelt.

Auch das Argument bei Hündinnen mit den Tumoren halte ich für schwierig. Nicht falsch verstehen, ich verstehe schon, warum man Angst davor hat und man sich sagt, es ist besser sie vorher kastrieren zu lassen, als das es soweit kommt, gerade wenn man diese negative Erfahrung schon gemacht hat.
Aber man sollte sich fragen, wo das anfängt und wo das aufhört? Hunde wurden jahrzehnte lang kupiert, mit dem Argument, dass sie sich nicht an Rute oder Ohren verletzen können. Dies ist zurecht verboten worden. Meine erste Hündin ist mit 5 Jahren an einem Magentumor gestorben, deshalb hab ich aber meinen Hunden jetzt nicht den Magen entfernen lassen. Sie war auch nicht kastriert, auch wenn der Tierarzt mich immer dazu gedrängt hat, wenn man nicht züchten will. An dem frühen Tod hätte aber auch eine Kastration nichts geändert.
Meine beiden sind hier nicht kastriert und kenne auch viele im Bekanntenkreis die wirklich erst kastriert haben als sie mussten. Dennoch geht es den Hunden gut.

Und was Rüden angeht. ich habe ja früher auch mit einigen Rüden und Hündinnen zusammengelebt. Keiner dort war kastriert. Trotzdem gab es weder ungewollt Nachwuchs, noch haben die Rüden sonderlich gelitten, wenn die Hündinnen läufig waren. Ich denke es ist einfach wichtig, dass man die Hunde ordentlich auspowert und ablenkt und wenn er dann mal ein paar Tage nicht frisst oder winselt. Dann ist das halt so, wird ihn auch nicht umbringen und sehe ich für mich noch als normales Verhalten an. Wir als Menschen haben damit vielleicht ein Problem und es nervt uns oder wir machen uns Sorgen. Aber das sollte man dann nicht auf den Hund reflektieren. Ich finde eh, dass viel zu viel "zum Wohle des Hundes" getan wird, was aber eigentlich nicht seinem Wohl in erster Linie gilt, sondern eher unserer Befriedigung oder Beruhigung unseres Gewissens. Aber dann sollte man es auch beim Namen nennen.
Oft stellt man fest, das Hunde die eine gestörte Sexualität haben und alles bespringen, was bei 3 nicht auf den Bäumen ist, dies nicht haben, weil viele läufige Hündinnen in der Nähe sind, sondern weil generell in der Erziehung und Beschäftigung mit dem Hund was falsch läuft.
Klar kann da eine Kastration helfen, den Druck von dem Hund zu nehmen, aber das Erziehungsproblem ist damit nicht gelöst. Es macht es nur leichter. Aber generell ist das alles keine Lösung die dem Hund hilft, sondern uns Menschen.
Dem Hund würde helfen ihn richtig zu erziehen und zu beschäftigen.

Und wenn man wirklich Angst hat vor ungewollten Nachwuchs, gerade wenn man Rüde und Hündin zusammenhält. Warum dann nicht den Rüden sterilisieren lassen? Das befreit mich nicht von der Verantwortung aufpassen zu müssen, die ich nunmal als Halter habe. Es gibt mir aber ein wenig Sicherheit und der Rüde kann sich entwickeln, wie es seine Natur vorgesehen hat.
Wenn Mehrhundehaltung, dann halte ich diesen Schritt für die deutlich bessere Lösung. Besser allemal als zu kastrieren, nur damit ich als Halter nicht aufpassen muss.

Thats my point of view. Jetzt dürft ihr mich steinigen :P
Als Gott begriff, das nur die Besten Schlittenhundesport machen, erschuf er für den Rest Fußball.
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Musher werden?"-- Die Steine schrien: "Nein, dafür sind wir nicht hart genug!":kaug:


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