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Flitzebub

Wachdoggie

Beiträge: 537

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41

Samstag, 11. Oktober 2014, 19:20

@Labrador
Es gibt gewisse Jagdhundrassen die mit Spurlaut unterwgs sind. Die sollten die Beute eigentlich in einer U-Form zum Jäger zurück treiben und dabei bellen sie wie verrückt, geben Laut, damit der Jäger weiss wo sie sind. Oft passiert es halt das es den Hunden nicht gelingt und dann muss man sie suchen gehen. Kommt auch vor dass die Hunde mit der Halsung im Gebüsch hängenbleiben. Dann ist so ein GPS eine tolle Sache.
Und von wegen "sich dem Einfluss des Jägers" entziehen. Man denkt immer die Jäger haben ihre Hunde im Griff. Bei vielen ist das leider nicht so. Die sind genausowenig abrufbar wie "normale" Hunde :P

42

Samstag, 11. Oktober 2014, 19:32

Bei jeder Jagd gehen immer wieder mal Hunde im Eifer des Gefechtes verloren. Es sind halt keine Maschinen.
Deshalb werden sie mit Sendern ausgerüstet. So kann der Hund leichter wieder gefunden werden. Ich habe so ein Schlappohr auch schon mal gefunden. Als sein Eifer vorbei war, hat er ziemlich erleichtert gewirkt, weil er nicht mehr wusste wo hinten und vorne war.....

Ich habe mit Kimba auf Schweiss angefangen auszubilden unter Mithilfe eines Jägers. Damit habe ich dann aber aufgehört, weil der Jäger hat sich selbst einen Schweisshund zugetan. Der effektive Einsatz wäre für mich als Nichtjägerin so dann leider gleich null. Der Wildhüter, der in solchen Fällen gerufen wird, hat ja selbst einen Schweisshund.

Fährte, also Schleppfährte mache ich mit Kimba immer noch. Es ist für sie eine wunderbare Auslastung.

Und ich lasse sie im September, hier im Tessin wenn Jagd ist, Tröpfchenfährten laufen, wenn wir zufällig auf eine stossen, sie von selbst draufgeht und die Spur auf dem Bergpfad bleibt. Weil ich weiss dann, dass es sich um den Transportweg eines erlegten Wildtieres handelt.

3x kamen wir so schon an einer Jagdhütte an, wo gerade das Wildbrett das wir "verfolgten" ausgenommen wurde. Die Jäger haben an Kimba immer Freude (an mir auch,hi,hi......) und sie bekam jedesmal was ab vom Wild. (Herz/Leber/Schlund) Ich musste irgendwelchen grauenhaften Fusel trinken...schüttel...
Ich habs nicht so gerne wenn sie das roh frisst. Aber ein kleines Stück ist ok.
Ich bin schon wie Jack the Ripper mit bluttriefenden Plastiksack (Leber und Herz drin) heimgelaufen. Da brauche ich dann keine Leine mehr für den Hund, nix kann sie von mir und dem Sack ablenken..... :zwinker:
Zuhause wirds dann gekocht. Und die Leber ( Gemsenleber hatte ich mal bekommen) die ess ich selbst..... mmmmhmmmpf. :-p
Einen Jagd-Hund kann man gut mit seinen Jagd-Motivationen auslasten. Bedingung ist halt einem wirklich guten Gehorsam zu festigen und sehr achtsam zu sein.
,,in der CH ist das ganze Jahr Jagd,, :gruebel1: Also dürfen die abknallen wenn Junge da sind, aber wir HH müssen extrem aufpassen, dass ja kein Wild gestresst wird. Ich fand das sehr sehr komisch. Dachte sie hätten auch Zeiten wann sie dürfen und wann nicht.
Das stimmt nicht. Der hat dich hochgenommen. Sie haben Jagdzeiten und Schonzeiten. Und kein trächtiges oder führendes Muttertier darf geschossen werden!

http://www.pirsch.ch/page4.php

und hier etwas genauer z.B. Aargau

http://www.vol.be.ch/vol/de/index/natur/…gdzeiten_de.pdf

Gruss Eva

inhii

Alphadoggie

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43

Samstag, 11. Oktober 2014, 19:47

Ich meinte auch, dass man nur so im Herbst jagen darf. Aber es war im Juni, das Jahr, grad 2 Wälder weiter als da wo ich wohne. War dort mit den Hundis laufen und fragte ihn ob er ein Fuchs suche (weil ich grad 500m vorhin einer sah), dass sagte er, er müsse noch 2 oder 3 Rehböcke schiessen, sie stehen noch auf der Liste, er hätte noch zu wenige. Dann sagte ich nur so, ob er jetzt schiesse. Dann sagter er ja, er gehe nun auf den Sitz in ca. 1 Std. schiesse er wenn sie kommen, weil sei das ganze Jahr Jagd. :noidea: Er hatte ein Gewehr und lief zum Hochstand rüber am Feldrand.

Als ich weiter lief, kam mir eben das in den Sinn. Es hing ja noch die Tafel von wegen Hunde an der Leine wegen Setzzeit. Und dachte dann später für mich, aber die dürfen sogar abknallen. :gruebel1:

Er erzählte auch, dass er wenn Leute anrufen von bewohnten Siedlungen und Füchse sehen, dass er dann gehen muss um sie abzuschiessen. Er erzählte auch wie viele er das Jahr schon geschossen hat, es waren 100te und die Anzahl Füchse nähmen immer noch zu. Eigentlich krass die Anzahl und er ist ja nicht der einzige Jäger.

Bea2521

Alphadoggie

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44

Samstag, 11. Oktober 2014, 20:08

Ich höre einfach so viel "schlimmes" was Jäger und Jagd angeht, daher habe ich kein sehr positives Bild. Es wäre aber vielleicht anders, wenn ich einen Jäger persönlich kennen würde. Aber grade erst kürzlich erfuhr ich auch wieder etwas, wo es mir einfach anders wurde. Meine ehemalige Hundetrainerin führt ja auch einen Hundehort, auf einmal hat ihr Hund angegeben und als sie raus ging, sah sie ein angeschossenes Reh. Das sprang humpelnd bei ihrem Haus vorbei, sie wollte hinter her, aber das Reh verschwand dann irgendwo im Wald. Sie sah etliche Blutspuren, aber weit und breit kein Hund!!! ja bei ihr in der Nähe wird oft gejagt, ich habe das auch schon live mit erlebt bzw. gehört und empfinde das sehr als unheimlich. Es passiert also auch das Wild eben nicht richtig getroffen werden, aber schwer verletzt dann umher irren :taschentuchtraurig: sie blieb extra lange auf und hoffte darauf bald einen Hund von einem Jäger oder einen Jäger zu sehen, aber da kam keiner!!
Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt!

Lia

Sportdoggie

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45

Samstag, 11. Oktober 2014, 20:59

Bei den Jägern bei uns in der Gegend weiss ich, dass sie die Schonzeiten auf den Tag genau einhalten. :smile: Diese Schonzeit betrifft auch die Füchse. So viel ich weiss, dürfen die Jagdzeiten verlängert werden, wenn nicht die geforderte Anzahl Wild geschossen wurde. Dies ist dann jedoch eine extra Bewilligung. Ob dies von Kanton zu Kanton verschieden ist, weiss ich nicht, kann es mir jedoch nicht vorstellen.

46

Samstag, 11. Oktober 2014, 23:02

Es kommt darauf an ob ein Kanton Revierjagd hat oder Patentjagd. Ist hier gut beschrieben:

http://www.wildruhezonen.ch/wr204.php

Rehböcke, Schmalreh und nicht führende Rehgeiss z.B. dürfen bei der Revierjagd von 1.Mai bis Dezember geschossen werden.
Bei der Patentjagd z.B. im Kanton Bern nur vom 1. Oktober bis Ende November.


Ich finde die Patentjagd fairer gegenüber den Wildtieren und auch für andere Nutzer des Waldes angenehmer. Man weiss genau wann Jagd ist und wann nicht.

Die Revierjagd ist vielmals so eine Klüngelwirtschaft und die Jäger führen sich oft auf, als würde der Wald ihnen alleine gehören.

Zitat

Es passiert also auch das Wild eben nicht richtig getroffen werden, aber schwer verletzt dann umher irren :taschentuchtraurig:
sie blieb extra lange auf und hoffte darauf bald einen Hund von einem
Jäger oder einen Jäger zu sehen, aber da kam keiner!!
Und das ist eine Sauerei. Der Jäger muss das angeschossene Reh suchen. Genau dafür werden die Schweisshunde ausgebildet. Hat er keinen, dann muss er es dem Wildhüter umgehend melden. Lausig sowas und ist auch bei Strafe verboten.

Wieso hat sie es denn nicht sofort gemeldet. Dann hätte man da den Schweisshund ansetzen können.....


Gruss Eva

Bea2521

Alphadoggie

Beiträge: 5 255

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47

Sonntag, 12. Oktober 2014, 10:45

Ich weiss nicht ob sie Anzeige erstattet hat oder gemeldet, ich fragte nicht nach, aber wie ich sie kenne, hat sie dies gemacht. Sie ist normalerweise keine Person die bei sowas einfach weg schaut.

Was ja aber schlussendlich egal ist, denn wie du selber schreibst Eva, sowas darf einfach nicht passieren und dies wird dem Jäger sicher nicht entgangen sein. Also wäre es an ihm, dann einen Schweisshund einzusetzen, das wäre für so ein Hund wohl ein Klacks, da es wohl wirklich einiges an Blutspuren hatte.
Das Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt!

48

Montag, 20. April 2015, 10:39

alles was ein jagdlich geführter jagdhund lernen muss, für die prüfungen, kann man auch als nicht jäger mit seinem hund.
was nicht geht ist an lebenden tieren....sondern über alternativen gehen.

apportieren kann ich über felldummys und deren unterschiedlichen gewichte. darunter geht auch die verloren suche,

schweiss legen kann ich mit würstchenwasser oder hühnerbrühe.

dazu die unterordnung gepackt und ich kann den hund artgerecht auslasten.

ach ja...an einer treibjagd würde ich nie teil nehmen, zuviele unfälle seitens des tieres wie von menschen.