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Anne

Moderatordoggie

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1

Montag, 15. September 2014, 14:05

Berger des Pyrénées

Eine meiner Habenwollen-Rassen, vor allem die Face Rase Variante. Zum ersten Mal verliebt habe ich mich in sie im wilden Frankreich in der Nähe von Avignon, wo es auf dem Hof/Hotel mehrere solche Strubeli hatte (zumindest nehme ich heute an, dass es Pyris waren, oder dann Mixe, die Äusserlich sehr viel vom Pyri hatten), dann später über Silvia Trkman, auf die ich wegen der Running Contacts (Agility) gestossen bin und dann an ihrer Homepage hängen geblieben. Dann habe ich tatsächlich hier in der Gegend auf dem Spaziergang mal einen getroffen, und jetzt an der Agility WM hatte es natürlich einige Vertreter.

Es müssen ja sehr pfiffige, aufgestellte, intelligente, energiegeladene Hunde sein, was ich so im Netz lese.
Gleichzeitig kriegt man aber auch mit: Hibbelig, nervös, laut, zickig, reserviert.

Die Pyri-Kenner unter euch: Wie erlebt ihr diese Hunde? Wie viel macht ihr mit ihnen oder wisst ihr, dass mit einem euch bekannten Pyri gemacht wird? Sind die wirklich ständig auf 180? Wie ist der Jagdtrieb? Wieviel Beschäftigung brauchen sie tatsächlich?

.. Vielleicht hat jemand sogar einen Direktvergleich zu Aussie? Dem werden ja ähnliche Negativ-Prädikate angehängt wie die, die ich oben aufgezählt habe.. Wobei ich mittlerweile der Überzeugung bin, dass das mehr mit der Haltung und der Einstellung des Besitzers zu tun hat als mit dem Hund selber. Klar wollen sie gefordert und bewegt werden, aber sie können absolut auch entspannen und völlig normale Hunde sein. Verhält sich das beim Pyri ähnlich?

Freue mich über eure Erfahrungsberichte!
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Caro&Benji

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2

Montag, 15. September 2014, 17:16

Lady kann dir sicher eine Menge erzählen. :d

Wir haben ja so einen in der Hundeschule und der ist immer auf zack. Er ist sofort dabei, wenn's um Arbeiten geht, mag nicht von Fremden angefasst werden (gut, wir machen das untereinander allgemein nicht) und die Besitzerin, die ihn übrigens sehr gut "unter Kontrolle" hat, hat mir auch schon gesagt, dass er gar kein Kuschelhund ist.

Für mich wäre das jetzt kein Hund, obwohl ich selber einen hibbeligen Border habe. :d Viel Spass beim dich auseinandersetzen mit dieser Rasse! :good:
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inhii

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3

Montag, 15. September 2014, 17:37

Ich habe mit 2 zusammen längere Zeit trainiert, beide im Obedience/Unterordnung.

1 Rüde, relativ gross beige. Und eine recht kleine graue Hündin, ca. 1,5 J. also noch recht jung.

Beide waren eher unruhig, bellten immer wieder im Training (recht helles schrilles Bellen). ;) Waren auch in der Bewegung recht zappelig, nervös. Also der ganze Hund bewegte sich... (bin mir das halt weniger gewohnt von meiner Rasse, wenn die schwänzeln bewegt der Schwanz und nicht alles :hihi: ).

Die Hündin war eher ängstlich. Der Rüde war OK, aber kläffte oft die anderen Hunde an.

Mal von der Leine wuselten sie so rum. Für mein Auge einfach immer so hektisch, schnell... also mich selber würde es nervös machen ;) aber das habe ich auch schon bei gewissen Borders so.

Es gibt auch quirlige Aussies aber selbst die Lebendigsten wo ich sah empfand ich als ,,angenehmer,,... rein von dem nervösen Gewusel her. Wahrscheinlich weil sie auch einfach grösser sind. Aussies kenne ich aber auch paar ruhigere Hunde. Ich sah mal Deine und fand sie angenehm und ausgeglichen... so kenne ich noch andere Aussies aber auch ,,nervigere,, Aussies. ;) Aber der Pyri in der Hundeschule fand ich viel quirliger als die Aussies wo ich von der Hundeschule kenne.

Die kleine Hündin war schwer überhaupt ruhig zu halten, übte es in der Lektion immer, dass sie sitzen musste. Wenn sie mal sassen wars gut...

Denke aber so wie ich es sah, dass sie auch recht schnell lernen und sie waren immer bei der Sache nur musste man eben den Pauseknopf finden :hihi: . Die Hündin wurde geklickert, der Rüde weniger.

Wegen Jagen fragte ich nicht speziell nach... aber denke sie jagen nicht mal so :gruebel1: zumindest der Rüde lebt auf einem Bauernhof und dort hat er keine Mühe mit Katzen und Hühner.

An Agimeetings sah ich schon Grüppchen von Pyris. Aber mir vielen sie im ersten Moment immer als quirlige bellende Dinger auf. Auch erlebte ich sie eher so mit nach vorne preschen und bellen gegenüber anderen Hunden.

Das ist das was ich bisher erlebte. Ob ein Hund quirlig ist, ist aber wohl Ansichtssache. :d ;) . Für mich wären sie eindeutig zu nervös usw.

Viel Spass beim Forschen und Vergleichen :nicken: :d

Anij

Wachdoggie

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4

Dienstag, 16. September 2014, 10:38

Ich habe in meiner Trainingsgruppe einen Mix. Ein sehr lieber Hund, sehr arbeitswillig (ich laufe zum Spaß manchmal selbst mit ihm) und es macht viel Freude mit ihm zu arbeiten, aber mir, die ich doch eher die bodenständigen, unerschrockenen Cocker gewohnt bin, wäre er zu hibbelig und auch zu sensibel. Kürzlich ist er mal versehentlich von der Wippe gefallen, eine Situation in der mein Cocker aufsteht, sich schüttelt und die Wippe erneut in Angriff nimmt, Wallace brauchte erst mal eine ganze Zeit und einige Anläufe mit langsamen annähern an die Wippe, bis er sich wieder drauf getraut hat. Das ist so gar nicht mein Ding.
Viele Grüße von Daniela, Velvet und Sira

und Silky im Herzen.









Wenn du redest, muss deine Rede besser sein, als es dein Schweigen gewesen wäre.
(arabisches Sprichwort)

smu7

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5

Donnerstag, 18. September 2014, 15:37

ich kenn leider keinen Pyri persöhnlich.

bin aber letztes mal beim Aussi welpen schauen auf die little blue rivers zucht gestossen. die haben aussis und pyris.. so als anlaufstelle für den rassenbvergleich.. :smile:

Anne

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6

Donnerstag, 18. September 2014, 17:08

Oh, smu, merci für den Hinweis! Das hatte ich völlig vergessen, ich Dödel, dabei war ich bei der Zucht sogar schon live schauen ;) Tolle Aussies sinds auf jeden Fall ;)
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7

Donnerstag, 18. September 2014, 18:22

Lady ist unser zweiter Berger des Pyrénées, allerdings Langhaar. Ich kenne auch ein paar Face rase. Ob es Zufall ist oder wirklich wegen der anderen Ursprungsverwendung - die Face rase sind alle sehr offen und menschenfreundlich :) Von den Langhaarigen, die ich persönlich kenne und das sind inzwischen seeeehr viele, kann man die menschenfreundlichen an einer Hand abzählen... Je nach Prägung sind die meisten von ihnen anfangs sehr misstrauisch und scheu fremden Leuten gegenüber und lassen sich nicht anfassen. Viele "tauen" dann aber auf, wenn sie nicht bedrängt werden. Lady haben wir versucht zu sozialisieren - sie wuchs in der "Pampa" auf - aber sie widersetzte sich mit Erfolg :thumbdown: Als Welpe schrie und kreischte sie wie am Spiess, wenn sie jemand nur anfasste und niemand traute sich mehr sie zu streicheln und so hatten wir keine Chance unseren Fellknäuel an Leute und sich-Anfassen-lassen zu gewöhnen :bad: Mit den Jahren (Lady wird nächsten Monat 7 J.) hat sich Ladys Verhalten ein wenig gebessert, sie geht nun offener auf Gäste von uns zu und lässt sich auch nach für ihre Verhältnisse kurze Zeit (1-2x zu Besuch) problemlos anfassen. Aber das Misstrauen gegen Fremde ist in sehr vielen Langhaar Pyries tief verankert!
Auch ganz typisch ihre Hypersensibilität gegen alles, was aus der "Norm" fällt. Ein Pyrie registriert einfach alles, er "scannt" sozusagen nonstop seine Umwelt und da er ja selbständig denkt und handelt, muss man selber auch ständig mitschauen, auf was der Hund reagieren könnte! Beispiel: Lady hat gelernt Spaziergänger, Jogger, Velofahrer, Reiter, Inlineskater usw. zu ignorieren. Steht jetzt aber plötzlich eine Person im Wald und bewegt sich nicht, fällt das aus der "Norm" 8| Ein Mensch hat nicht einfach unbeweglich im Wald zu stehen :nönö: Also bellt Lady, ich bedanke mich, dass sie mich aufmerksam gemacht hat und inzwischen kann sie dann die Verantwortung an mich abgeben. Aber das muss ein Pyrie lernen!
Jedes Jahr aufs Neue, wenn es Herbst wird, tragen die Leute wieder Kappen oder Kapuzen und das findet Lady auch immer aufs Neue gefährlich, vor allem wenn es schon dunkel ist und bellt diese Leute dann an :pfeifen: Klar ich weiss das inzwischen und kann sie vorbeugend zu mir ins Fuss rufen, aber wehe, es kommt so jemand, den sie vor mir sieht :bad: Und wie ich von anderen Pyriehaltern weiss, kämpfen die ebenfalls mit solchen "Problemen". Hinkende Menschen, Leute die Turnübungen im Freien machen - kurzum einfach alle, die sich nicht "normal" bewegen, darauf reagiert ein Pyrie mit Gebell!
Ein Berger ist gerne gefordert und gefördert, lernt unheimlich schnell, aber ist auch schnell gelangweilt und vor allem sind sie wirklich hypersensibel :nicken: Druck, anschreien usw. vertragen sie null und gar nicht, da geht nichts mehr!
Skipper, unser erster Pyrierüde war als Welpe total unkompliziert. Er stammte aus einer CH-Zucht, war sehr gut auf Menschen geprägt und Menschen freundlich, mit ihm konnte ich sofort problemlos Auto fahren (kannte er schon), Tram fahren fand er nicht stressig, obwohl es neu für ihn war, er kam gut mit der Stadt klar und konnte auch mit Neuem schnell ohne Stress oder Angst umgehen. Allerdings war er dann später sehr schwierig, weil er Autos und Velos stoppen wollte und jagte smilie_sh_019 Auch hatte er von Welpe an einen extrem ausgeprägten Hütetrieb und düste auf jede Weide und trieb das Vieh zusammen, wenn er es vor uns sah :peinlich: (Aber nur bis ich die Schleppleine kennen lernte :d ) Lady kannte gar nichts und war ein ausserordentlich unsicherer, ängstlicher Welpe. Obwohl sie für alles viel länger brauchte, war und ist sie der problemlosere Hund! Skipper stellte immer alle Anweisungen in Frage, wurde er z.B. gerufen, schaute er sich erst um, warum er denn gerufen wurde... Und das sagen andere Pyriehalter von ihren Hunden auch! Lady tut so was nicht :) Wir haben mit ihr Hüteseminare besucht, sie hat gemäss Trainerinnen einen sehr guten Instinkt und es prima gemacht, aber keinen extrem ausgeprägten Hütetrieb. Zwar juckt es ihr immer, wenn wir an einer Kuh- oder Schafweide vorbeilaufen, aber wir können sie ins Fuss rufen und sie hält es tadellos ein.
Wir haben mit Skipper Hundesport gemacht und mit Lady. Ich bin nicht der Typ, die sich auf eine Sportart festlegt, sondern lasse immer den Hund entscheiden, was ihm liegt. Bei Skipper habe ich einen Grundkurs Agi besucht, was ihm Spass machte, aber als er dann mehrmals denselben Parcours laufen sollte, hat er verweigert. Er verlor rasch die Freude, Wiederholungen mochte er gar nicht. Interessanterweise erlebte ich bei Lady nochmals das Gleiche! Den Grundkurs fand sie toll, da ständig Neues kam, danach wurde sie rasch zickig, wenn sie zum 3. Mal denselben Parcours laufen sollte und machte gar nicht mehr mit. Schlussendlich probierte ich diverses aus und bei Skipper war es dann ZOS, was ihn begeisterte und bei Lady Spass Sport, was ihr Freude machte. Ausserdem hab ich mit beiden jeden Abend eine Trickrunde gemacht resp. Lady bekommt sie immer noch täglich und ich lerne ihr auch immer wieder neue Tricks und repetiere alte mit ihr. Je nach Wetter und Zeit und Lust und Laune baue ich einen Agi-light Parcours im Garten oder Dachstock auf oder sonst etwas, das aber nur so 1-2 x pro Woche. Also leg mal eine Leiter auf den Boden zum Drüberlaufen oder stell ein paar Pylonen auf und mach mit Lady das "Hüetlispiel" aus dem Spass Sport oder leg einige Plastikschüsseln aus, auf die sie entweder stehen und hinten rundum laufen und in andere reinstehen oder -liegen soll usw. Im Schnitt bekommt Lady ca. 30 Min. "Programm" pro Tag, weil ich Zeit dazu habe :d Tagsüber spielen wir immer wieder mal ganz kurz mit Lady, aber nur so 5 Min. weise zu Hause oder sie darf im Haushalt mithelfen.
Auslauf hat Lady durchschnittlich 2x 1.5 Std pro Tag seit sie erwachsen ist plus Pipirunde. Zu Hause liegt sie ruhig, also kein unruhiges Herumgetigere, Gekläff usw. Sie kann auch allein sein, muss es jedoch sehr selten. Auch im Restaurant liegt sie problemlos bis 4 Std völlig ruhig unter dem Tisch, insofern sie vorher Auslauf hatte.
Wenn Lady mal nur 2 Std Auslauf hatte, ist sie abends sehr unruhig! Das kann aber daran liegen, dass sie sich einfach an mehr gewöhnt ist. Verglichen mit dem 2 Jahre jüngeren Aussie meiner Kollegin ist sie schon sehr viel agiler, unruhiger und rennfreudiger. Er ist wahnsinnig lieb und freundlich, aber mir wäre er viel zu ruhig :biggrin: Lady hüpft und rennt immer! Er läuft teilweise schon richtig, da ist zeitweise nichts mehr mit traben, dabei ist er erst 5 und auch nicht übergewichtig. Aber er ist auch zu anderen Hunden fast immer freundlich, Lady kann zu grösseren Hündinnen ziemlich zickig sein :angry:
Übrigens der Pyrierüde, den ich ab und zu in den Ferien habe, wenn die Pyriehündin, mit der er zusammenlebt in den Stehtagen ist, ist charakterlich ganz untypisch für seine Rasse :nicken: Er ist ein Goldschatz zu allen Leuten und absolut unkompliziert in jeder Beziehung! Vom Charakter her würde ich ihn als Goldie einstufen :hihi: Die Pyriehündin, mit der er zusammenlebt, ist genauso wie Lady vom Verhalten her :d

Anne

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8

Donnerstag, 18. September 2014, 18:50

Wow, danke dir für diesen mega ausführlichen Bericht :good: und natürlich auch Caro, inhii und Anij für eure Erfahrungen! :)

Vieles von dem, was du beschreibst, habe ich bei Aussies durchaus auch so erlebt (grad die Reaktion auf aussergewöhnliche Dinge). Etwas weniger extrem erlebe ich vielleicht das ständige Abscannen der Umwelt, und das macht mir schon etwas Angst. Meine Schwester hat ja einen Mudi, dem einfach null und gar nichts entgeht, und der vom Charakter auch so ist, dass sie nicht einstufen kann, was wichtig ist und was nicht. Totale Reizüberflutung bei dem Hund, ständig, und dann entsprechend auch sehr nervös und laut. Das wär gar nichts für mich.

Lady, darf ich fragen, was du mit deinen Hunden an Erziehungskursen gemacht hast, bevor du zum Hundesport gekommen bist, falls überhaupt?
Und kennst du Pyries, die mit weniger als den 3 Stunden auskommen? Meine Norm ist so ca. 2 Stunden am Tag (dafür mit eingebauter Beschäftigung), und mehr liegt für mich auch nicht drin. Also wenn das mit einem Pyrie undenkbar ist, dass kann ich aufhören, mir die Rasse anzuschauen :d
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9

Donnerstag, 18. September 2014, 18:51

Musste grad nun nach dem Pyri googlen. Den ich dachte die gibt es nur in einer Felllänge. :hihi: :peinlich:

Also die 2 wo ich kenne, sind beide so wie Lady's Hund. Dem Fall Langhaar. Die Kurzen habe ich mir dem Fall gar nie geachtet. ;)

Aline

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10

Donnerstag, 18. September 2014, 19:52

Anne, wann solls den soweit sein? ;):)

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11

Donnerstag, 18. September 2014, 20:06

Anne, wann solls den soweit sein? ;):)


Eigentlich gar nicht in absehbarer Zeit ;) Solange bei mir nicht mehr finanzielle Stabilität und eine jobsicherere Zukunft herrscht, kommt hier kein zweiter Hund ins Haus :) Aber es ist möglich, dass diese Sicherheiten in einem Jahr eintreten, oder auch erst in fünf :d (oh Herr, bitte bitte bitte lass es in einem sein ;))

Aber auf einen Kurzhaarpyrie wartet man unter Umständen auch recht lange, weils die nicht wie Sand am Meer gibt (zum Glück für die Rasse), und ich informier mich halt gern weit im Voraus ;)
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12

Freitag, 19. September 2014, 07:59

Ich hab mit beiden Pyries Welpen- und Junghundekurs besucht und mit Skipper danach 2 Jahre lang einen Erziehungskurs - aber den brauchte ICH! Für mich war die Umstellung auf einen Hütehund dieses "Kalibers" unerwartet schwierig! Ich hatte zuvor einen Terriermix gehabt und obwohl Terrier als stur und eher schwierig gelten, hatte ich mit ihm keinerlei Probleme gehabt und er war mein erster Hund, den ich mit 1 Jahr völlig unerzogen übernommen hatte! Aber so ein selbständig denkender und handelnder Hund, der einfach alles sieht und hört und darauf reagiert und dann seine eigenen Prioritäten setzt, war schon eine ganz andere Herausforderung 8| Ich musste erst lernen, wie ich so einen Hund in den Griff und unter Kontrolle bekam! Dazu musste ICH in die Hundeschule :d Ich hatte mega Glück und traf zufällig eine geniale Trainerin :0herzsm0:
Da Skipper leider wegen einem Unfall nur 4 1/2 Jahre alt wurde (starb an einem schweren Epi-Anfall), habe ich mit Lady nicht nochmals Erziehungskurse besucht, inzwischen wusste ich, wie ich mit so einem Hund umgehen musste. Aber mit ihr habe ich anstelle dessen bis sie alt genug war für Hundesport eine Plauschgruppe (Mix aus spielerischen Elementen von UO, erste Tricks wie rund um Pylonen schicken usw.) besucht und 1x pro Woche einen Gruppenspaziergang mitgemacht, weil sie sehr unsicher war in grösseren Hundegruppen. Ich fand das auch für ihre Sozialisation wichtig und hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sie Menschen gegenüber ein wenig offener werde (Fehlanzeige...).
Ob ein Pyrie mit 2 Std Auslauf pro Tag und Beschäftigung zufrieden ist, kann ich nicht beurteilen. Fast alle, die ich kenne, haben mehr. Einzelne hingegen müssen auch mit 2 Stunden auskommen und das klappt auch. Ich denke, es wird das Minimum sein, sonst stellen sie dann halt zu Hause Mist an und verschaffen sich dann dort "Beschäftigung". Denn ein unausgelasteter Pyrie ist kein angenehmer Hausgenosse und wird zickig bis aggressiv! Wobei die Face rase - zumindest jene, die ich kenne, ein wenig ruhiger sind als die Langhaar. Wohlverstanden, sie sind auch keine ruhigen Hunde :biggrin: Sie haben sehr wohl Pfeffer im Hintern, aber sie sind meistens ein wenig freundlicher, einfach nicht so hibbelig und zickig wie ihre kleineren, langhaarigen "Verwandten". Beide, ob Lang- oder Kurzhaar machen halt am liebsten immer alles mit ihrem "Hirt" zusammen, es sind keine Hunde, die gerne für sich allein sind.

Aline

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13

Freitag, 19. September 2014, 09:16

Dann drück ich dir die Daumen, Anne, und bin gespannt! Die kurzhaar Pyries gefallen mir auch sehr gut.

Sind die Pyries denn im Temperament höher als BorderAussie?
Jaro ist aus Arbeitslinie und will auch beschäftigt werden, aber hat pro Tag auch ca. 2 Stunden Spaziergang (meist) mit Beschäftigung. Ich finde, er ist ausgeglichen.

14

Freitag, 19. September 2014, 12:04

Ich kenne nur vier Aussies wirklich gut und lange, kann also hier keine repräsentative Aussage machen! Abgesehen davon ist jeder Hund anders. Aber diese vier Aussies sind vom Wesen und Temperament her schon einiges ruhiger als mein ex Pyrie und Lady und die Pyries, die ich kenne :nicken: Auch kenne ich ja viele Border Collies. Sie sind auch alle temperamentvolle Hunde, aber ihnen fehlt das "Hibbelige", das sehr sehr typisch ist für Pyries, die zum Kläffen neigen oder sagen wir mal: sie sind bellfreudig :-p Selbst wenn Lady schläft und ich mich nur wenig bewege, öffnet sie sofort die Augen und guckt, was ich mache - es könnte ja Beschäftigung für sie anfallen ;) Nicht dass sie mich etwa auf Schritt und Tritt verfolgt, das tut sie nicht :nönö:
Die Bekannte, die das Hüteseminar organisierte, das wir als erstes besuchten, die hat früher Berger des Pyrénées gezüchtet und hat dann auf Border Collies "umgesattelt" (sie züchtet jetzt BC's). Sie findet BdP's immer noch toll, aber BC's sind halt Koppelgebrauchshunde und als solche bedeutend einfacher zu erziehen! Ein Herdenhütehund wie der Pyrie ist da einfach vom Ursprungsverwendungszweck her viel selbständiger im Handeln, was sie "schwierig" macht und diese Rasse ist noch sehr ursprünglich! Es gibt da auch keine Showlinie wie beim Aussie oder Border Collie. Kommt hinzu, dass diese sehr leichten und relativ kleinen Pyries (Hündinnen 38-45 cm SH, Rüden 40-48 cm SH Langhaar) unwahrscheinlich schnell und wendig sind. Lady ist 42 cm SH und wiegt knapp 10 kg. Sie hält gut 30-40 m mit einer Whippethündin mit, wenn sie voll rennt und das ist für eine Hütehündin eine super Leistung!
Lady ist auch schon auf einen Baum geklettert smilie_sh_019 Der Stamm war schief und so konnte sie einem Eichhörnchen hinterher klettern. Aber nur schon, dass sie die Idee dazu hatte und umsetzte - sie hat ständig solche Ideen! Und ich weiss von anderen Pyriehaltern, dass ihre Hunde auch andauernd so verrückte Dinge tun... Von Aussies und BC's hab ich das noch nie gehört :d Hier Ladys Kletteraktion


Anne

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15

Samstag, 20. September 2014, 11:46

Sind die Pyries denn im Temperament höher als BorderAussie?

Höher weiss ich nicht, wohl einfach anders.. eben, sie machen mir einen rechten Hibbel-Eindruck von dem was mir hier so beschrieben wird. Das macht mir etwas Angst, ehrlich gesagt, weiss nicht, ob ich damit umgehen könnte. Ich mag schon sehr, wie Mairin in sich selber ruht. Aber Border und Aussie find ich kann man ja auch überhaupt nicht vergleichen ;)

Von Aussies und BC's hab ich das noch nie gehört

Haha, also mein Aussie macht auch oft Sachen, wo ich denke, ähmja, wie kommst du denn auf die Idee? :kaug: Sie denkt schon auch selbständig, aber ich hab den Eindruck, sie kommt dann vielleicht öfters mal zum Schluss, dass es sich bei vielen Dingen nicht lohnt, die zu machen :d
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Aline

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16

Samstag, 20. September 2014, 12:09

Du bist ja ruhig und geduldig mit dem Hund, versuchst alles so umzusetzen, dass es für den Hund logisch ist. Kann mir eigentlich gut vorstellen, dass gerade du mit einem eher hibbeligen Hund gut zurecht kommen würdest. Sicher ist auch Mairin mit ihrer Gelassenheit eine Hilfe. Die Frage ist schlussendlich: willst DU das? Und da bin ich mir auch sehr sicher, dass du dir das gut überlegst.

17

Samstag, 20. September 2014, 17:23

Sie denkt schon auch selbständig, aber ich hab den Eindruck, sie kommt dann vielleicht öfters mal zum Schluss, dass es sich bei vielen Dingen nicht lohnt, die zu machen
Sehr clever auf ihre Art :thumbsup: Darauf, dass Lady zu diesem Schluss kommt, warte ich noch :pfeifen:
Anne, ich hab bei dir nicht Bedenken, dass du einem Pyrie nicht gewachsen wärst, da seh ich keine Probleme! Ob dir das "Hibblige" von ihnen liegt, kann ich dir nicht beantworten - aber das ist halt wirklich seeehr typisch :nicken: Ich weiss, dass genau deswegen viele dann schlussendlich keinen Pyrie nehmen - die Rasse ist ihnen zu nervös. Ich müsste lügen, Skipper war immer gleich auf 180 und Lady ist es auch und etwas in normalem Tempo tun ist schlicht unmöglich, nur Zeitraffer und Eiltempo ist gutes Tempo, damit hab ich mich abgefunden.
Für mich ist es immer auffallend, wie unterschiedlich die Schapendoes Hündin, die ich 1 Tag pro Woche hüte, die Tricks ausführt im Gegensatz zu Lady. Sie macht es super schön und korrekt und wartet dann auf ihr Lob und die Belohnung und man sieht richtig, wie sie sich darüber freut. Einfach toll! Bei Lady dauert der Trick 1-2 Sek. Kriegt sie Lob, findet sie das nett, aber wartet schon ganz hibbelig auf den nächsten Trick, den sie ausführen kann. Sie will einfach arbeiten und Aufgaben bekommen, möglichst viele und möglichst viele verschiedene. Ich hab alles probiert um Lady zum langsam Arbeiten zu kriegen, z.B. bei Leitern am Boden Schritt für Schritt über die Tritte zu laufen (Boden Tellington) - keine Chance :bad: Sie kann sowas im Nu, ein Pyrie lernt wirklich rasend schnell und gern. Aber etwas langsam tun - das passt nicht zu einem Pyrie :nönö: Und in sich ruhen, nein, das tun die meisten von ihnen definitiv nicht - sie sind Vulkane, die jederzeit ausbrechen können :biggrin: Ein Pyrie ist eine tägliche Herausforderung, man weiss nie, was der nächste Tag mit ihnen bringt, sie stecken voller Überraschungen - mein Mann und ich finden das wunderbar :0herzsm0: