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Labbi Lou

unregistriert

1

Montag, 22. September 2014, 20:28

Co Owner und Zuchtrecht-Verträge

Hallo zusammen,
hat jemand Erfahrungen mit Co Owner bzw. Zuchtrecht Verträgen und der reellen umsetzung?

Unsere Lou hat Ihren ersten Wurf und die Welpen waren quasi alle schon vor Geburt reserviert. Nun ist eine Hündin so klasse, dass ich Sie gerne für die Zucht behalten würde.
Natürlich fanden die Neuen Hundeeltern diese Idee nicht so toll und haben mir vorgeschlagen den Welpen zu übernehmen mir aber das Zuchtrecht zu überlassen.
Wir sind befreundet und wohnen keine 2 Minuten voneinander entfernt. Ich würde den Hund also so gut wie jeden Tag sehen und Ihre Entwicklung miterleben.

Soweit ist also alles gut, aber ich würde gerne wissen wie andere das im Detail händeln.
Gibt es irgendwo Musterverträge die man sich anschauen kann?
Worauf sollte man bei Co Ownerschaften achten?

Bin gespannt auf eure Tipps und Erfahrungen.

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Admindoggie

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2

Montag, 22. September 2014, 20:46

Ich kann nicht aus der Sicht einer Züchterin antworten, bin aber Halterin einer Hündin, die ich damals im Zuchtrecht von meiner Züchterin übernommen habe.

Folgende Punkte waren für mich Pflicht:

- Meine Hündin mindestens ankören lassen, wenn möglich noch weitere Ausstellungen. Das hätte meine Züchterin jeweils für mich übernommen, hätte ich selbst keine Lust daran gehabt, meine Hündin an Ausstellungen vorzuführen.
- Keine Kastration - logischerweise - solange sie zur Zucht eingesetzt wird und solange es gesundheitlich nicht notwendig ist.
- Meine Hündin schlank und gepflegt halten, insbesondere, wenn es auf Ausstellungen zugeht.
- Bei problemloser Trächtigkeit/Geburt drei Würfe.


Ansonsten war ich zu nichts verpflichtet, meine Züchterin hat mir bei nichts reingeredet. Das war mir auch sehr wichtig. Hätte ich das Gefühl gehabt, ich hätte dann doch nicht wirklich einen eigenen Hund, weil die Züchterin Ansprüche auf ihn hat (also alles, was über das Logische, das notwendig ist, hinausgeht), dann hätte mich das schon gestört. Wenn sie mir zum Beispiel hätte vorschreiben wollen, wie ich meine Hündin füttere, wie ich sie erziehe und was ich mit ihr arbeite...das wäre mir zu viel gewesen. Auf die zur Zucht notwendigen Punkte bin ich aber gerne eingegangen.

Ich kann aber auch verstehen, wenn Hundehalter das nicht wollen. Wie man das als Züchter dann handhabt...ob man sich dann umentscheidet und den Hund an einen Platz gibt, wo man mit der Übernahme im Zuchtrecht einverstanden ist, ob man ihn selbst behält oder ob man dann eher als Züchter zurückstecken sollte, weil der Hund bereits versprochen ist, weiss ich nicht...da sollten vielleicht eher die Züchter hier im Forum zu Wort kommen. ;)

Ich habe meine Hündin kostenlos übernehmen dürfen, da weiss ich jedoch nicht, ob sie das grundsätzlich so macht, wenn sie Hündinnen im Zuchtrecht abgibt, oder ob ich da noch irgendeinen Bonus hatte, da wir ein super Verhältnis zueinander haben. Desweiteren handhabt meine Züchterin das so, dass Leute, die eine Hündin im Zuchtrecht von ihr übernehmen, beim dritten Wurf entweder den Kaufpreis eines Welpen erstattet bekommen, oder aber aus diesem Wurf einen Welpen kostenlos übernehmen dürfen, sollte das möglich sein und dem Wunsch des Hündinnenbesitzers entsprechen.

Hier hat schon mal jemand zu dem Thema was gefragt, jedoch auch nicht von Züchter-, sondern von Halterseite her. Da habe ich auch schon ziemlich das geschrieben, was hier steht:

http://doggies.ch/index.php?page=Thread&…ight=Zuchtrecht

Oder auch hier:

http://doggies.ch/index.php?page=Thread&…ight=Zuchtrecht
And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

Labbi Lou

unregistriert

3

Montag, 22. September 2014, 20:55

Danke für die flotte Antwort :) Das hört sich auf jeden Fall nach einer guten Erfahrung an.
Ich würde mich auch in nichts einmischen. Ich kenne die Leute sehr gut und weiß das Sie den Hund wirklich lieben und hervorragend behandeln werden.
Deswegen möchte ich dem ganzen ja auch zustimmen.
Weißt Du wo es Musterverträge wegen der Detaills und Eventualitäten gibt?
Ich tue mich damit gerade wirklich schwer. Im Moment ist alles klasse und toll, aber sowas kann sich ja auch ändern.
Es gibt bestimmt 1000 Dinge die man besser vertraglich festhalten sollte.

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Admindoggie

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4

Montag, 22. September 2014, 21:03

Nein, ich weiss nicht, wo du Musterverträge herbekommst und ob es solche im Sinne einer allgemeingültigen Vorlage überhaupt gibt.

Ich denke, das handhabt jeder Züchter ein bisschen individuell.

Ich glaube, sehr wichtig ist es, dass du dir alle Punkte überlegst, die du wirklich zwingend erfüllt haben musst. Wie z.B. gesundheitlichte Tests, die für deine Rasse/zur Zucht erforderlich sind (und wer die Kosten zu welchen Teilen übernimmt), Ankörung/Ausstellungen, Anzahl Würfe, Handhabung des Kaufpreises, wenn du die Hündin im Zuchtrecht abgibst, die Sache mit der Nicht-Kastration, falls zur Zucht geeignet, Hund in guter Form halten...einfach alles, was wirklich erforderlich ist, damit die Hündin zur Zucht eingesetzt werden kann.

Auch, was passiert, wenn das nicht klappt, weil die Hündin - aus welchen Gründen auch immer - nicht zur Zucht geeignet ist. Bei mir z.B. ist dann gar nichts passiert...das war das Risiko der Züchterin, ohne Nachteile für mich.

Und dann finde ich es auch super wichtig, das ganz offen mit den zukünftigen Haltern zu besprechen, Punkt für Punkt, damit sie wissen, worauf sie sich ganz konkret einlassen (Hündin ist für einen gewissen Zeitraum vor, während und nach der Geburt, also mehrere Wochen, nicht bei ihrer Familie, sondern bei dir, etc.).

Ich als zukünftiger Hündinnenhalter möchte wissen, woran ich bin und als Züchterin möchte man sich wohl auch sicher sein, dass gewisse Punkte gerne erfüllt werden.

Und dann kannst du dich ja vielleicht mit anderen Züchtern austauschen, um zu erfahren, wie sie das Thema Zuchtrecht konkret handhaben.
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Admindoggie

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5

Montag, 22. September 2014, 21:15

Ich find's ja eine total gute Sache, das mit dem Zuchtrecht, sofern beide Parteien sich vertrauen und mit allen Punkten gut zurecht kommen.

Ich meine...welcher Züchter kann schon jeden vielversprechenden Hund für sich behalten? Geht ja gar nicht. Und wie viele Hundehalter, die es toll finden, wenn ihre Hündin werfen darf, sind jemals selbst dazu in der Lage, zu züchten?

Ich finde das eine echt coole Regelung. Hund gehört den neuen Haltern, dieser erlebt Welpen vom eigenen Hund, der Züchter hat aber die Chance, den vielverprechenden Hund in der Zucht zu behalten.
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Labbi Lou

unregistriert

6

Montag, 22. September 2014, 21:21

Danke für Deine Tipps. Ich werde mir einfach mal was zusammen schreiben.

Falls noch jemand einen Vertrag hat, den er als Muster zum anschauen zur Verfügung stellen würde.... gerne auch als Private Nachricht
würd ich aber trotzdem 1000 Freudensprünge mache.

Labbi Lou

unregistriert

7

Montag, 22. September 2014, 21:23

Hihi, genau das waren die Argumente von den neuen Welpenbesitzern. Die haben wirklich alles aufgefüht um mir den Hund abzuschwatzen ;)
Ich denke auch unsere Voraussetzungen sind super und für alle eine klasse Lösung.

Xanthippe

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8

Dienstag, 23. September 2014, 19:14

kann da nicht der Rasseclub oder der Zuchtverband weiterhelfen? dich müssten sich doch mit sowas auskennen? vor allem mit dem rechtlichen? :gruebel1: :noidea:

wir hatten uns sowieso für die mit dem zuchtausschliessenden Fehler entschieden, daher war das bei uns nie ein Thema ^^

DoggyHZ

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9

Dienstag, 23. September 2014, 20:22

Ich weiss nur, dass solche Verträge, wenn es wirklich ernst wird, kaum verheben. Wenn du eine Hündin im Zuchtrecht verkaufen willst, solltest du die Forderungen mit einer hohen Konventionalstrafe belegen, das schüchtert ein und wenn sie sich den Forderungen widersetzen, kannst das zwar nicht rückgängig machen (z.B. eine Kastration), aber du bekommst Geld dafür. Anders funktioniert das kaum, wenn es hart auf hart kommt.

Ich habe lange in einer Zucht gehütet und da waren einige Hunde im Zuchtrecht platziert und gerade einige Hündinnenbesitzer entschieden sich, ihre Hündin nicht drei Monate weggeben zu wollen... Tja, Pech gewesen, Züchterin konnte nicht viel tun.

Vertrag habe ich leider auch keine Vorlage.

Was ich mich eher frage, ist folgendes. Als Züchter entscheide ich doch eigentlich im Voraus, ob ich aus dem geplanten Wurf einen Hund behalten möchte, sofern die Voraussetzungen stimmen, dann wird das mit den Welpenkäufern doch schon abgesprochen... Aber wenn sie mit dem Zuchtrecht einverstanden sind, ist das Problem ja gelöst. :-)
"Liebe, Konsequenz, Vertrauen und ein gesundes Verständnis für den Ursprung des Hundes - damit kommen wir ans Ziel"

Elina

Wachdoggie

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10

Mittwoch, 24. September 2014, 07:27

Hallo,

Ich habe so einen Zuchtrechts-Abtretungs-Vertrag unterschrieben für Elina, zur Zeit ist es eher Unwahrscheinlich das die Züchterin nochmal einen Wurf macht.
Wobei ich den vollen Preis gezahlt habe, und sie meinte sie habe bei den guten Würfen jeweils den Zuchtrechts-vertrag reingenommen.

Fantaghiro

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Beruf: Tierpflegerin

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11

Mittwoch, 24. September 2014, 11:29

Also grundsätzlich solltest Du versuchen möglichst alle Szenarien Vertraglich festzulegen. zbs. was passiert wenn die Hündin während der Geburt stirbt, wer wann was zahlen muss. In der Regel ist es so, dass alle anfallenden Kosten, die Ankörungen und alles was mit der Trächtigkeit und der Geburt im Zusammenhang stehen vom Züchter übernommen wird. Falls die Leute den Hund zum regulären Kaufpreis kaufen ,regeln, was sie als Entschädigung erhalten während die Hündin bei Dir für einen Wurf ist.
Nimm unbedingt eine Konventionalstrafe in den Vertrag sonst hast Du gar keine rechtliche Handhabe im Falle eines Streites.
Und als SKG Züchter kannst Du Dich von dem Rechtsanwalt der SKG gratis beraten lassen (zbs. Mustervertrag schicken)

Auf jedenfall ist es heikel und die Wohnsituation ( so nahe) ist auch nicht immer nur positiv. Was machst Du zbs. wenn sie dann 3 Monate bei Dir von morgens bis Abends einfällt?

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